Thorens TD 160

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Chefrocker02
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 11. Feb 2011, 13:08
Nachdem mein Thorens 3 Jahre im Schrank gelegen hat, habe ich mich entschlossen ihm eine Erfrischungskur zu verpassen.

Da mir niemand (ausser für überzogene Preise)helfen konnte und wollte dauerte es ein wenig bis ich alle Notwendigen Infos und Teile zusammen hatte.

Erstmal wurde er komplett gereinigt. Die alten Kabel habe ich direkt alle entsorgt. Jetzt hat er neue HeadshellKabel, neue Tonarmkabel und doppelt geschirmte Chinchkabel mit vergoldeten Anschlüssen. Der Thorens befindet sich mechanisch im Originalzustand, auch die Haube ist Rissfrei. Montiert habe ich ein Ortofon FF 15 MK2, welches für sein alter noch erstaunlich gut abtastet.
Den Antriebsriemen habe ich selbstverständlich auch erneuert.
Ebenso habe ich das Lager und die Lagerachse nachpoliert.Neues Öl verstand sich da von selber.
Den Plattenteller habe ich geschliffen und gewuchtet, der Höhenschlag beträgt jetzt nur noch 1/100 mm
Mal sehen wie lange er durchhält.

td
Pilotcutter
Administrator
#2 erstellt: 11. Feb 2011, 13:21
Zumindest die Infos zur Wartung des TD 160 hat man in einigen Minuten beisammen.

Was hast Du denn für Tonarm(innen)kabel genommen?

Ist das Innenkabel so schwer oder ist das System so schwer, weil das Gegengewicht ist ja derart weit hinten - so kenn' ich das gar nicht.


[Beitrag von Pilotcutter am 11. Feb 2011, 13:21 bearbeitet]
Chefrocker02
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 11. Feb 2011, 16:02
Wie kommst du darauf das das Gewicht "falsch " ist?

Kabel habe ich VDH MSS7 Tonarminnenkabel verwendet.

Sobald ich ich mir passendes Montagematerial gebaut habe, werde ich die revidierte Super Nova montieren.
Pilotcutter
Administrator
#4 erstellt: 11. Feb 2011, 16:24
Weil ich a) mit einigen Ortofon Systemen von 5 Gramm schon Probleme hatte, den Arm - ohne zusätzliches Gewicht - überhaupt 'runter zu kriegen und b) mit meinem jetzigen MC von 5,5 Gramm auch sehr weit vorne bin mit dem Gewicht.

Das van den Hul Kabel hat wohl einen Querschnitt von 0,32mm und ist damit wohl etwas schwerer als die alten Serienlitzen.

Egal, fiel mir nur ins Auge, aber "falsch" ist's nicht.

Gruß. Olaf
Chefrocker02
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 11. Feb 2011, 16:35
Die dicke mit ca 0,3 mm könnte hinkommen.

Wie sich das mit anderen TA verhält weiss ich nicht, ich bin kein Thorens Fan. Jedenfalls habe ich alles mit Schablone und Waage montiert. Die Auflagekraft habe ich etwas zu gering gewählt. Sie liegt bei ca 1,2 Gramm statt der empfohlenen 1,5- 1,8.

Evtl gibt es unterschiede bei den Headshells in Ausführung und sogar Gewicht.


[Beitrag von Chefrocker02 am 11. Feb 2011, 16:38 bearbeitet]
applewoi
Stammgast
#6 erstellt: 12. Feb 2011, 23:06

Chefrocker02 schrieb:


Die Auflagekraft habe ich etwas zu gering gewählt. Sie liegt bei ca 1,2 Gramm statt der empfohlenen 1,5- 1,8.



Was versprichst Du Dir davon?
Das sollte man nicht machen, das tut den Platten auf Dauer nicht gut, mit zu wenig AK macht man da mehr kaputt als mit etwas zuviel...
Chefrocker02
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 13. Feb 2011, 14:45

applewoi schrieb:

Chefrocker02 schrieb:


Die Auflagekraft habe ich etwas zu gering gewählt. Sie liegt bei ca 1,2 Gramm statt der empfohlenen 1,5- 1,8.



Was versprichst Du Dir davon?
Das sollte man nicht machen, das tut den Platten auf Dauer nicht gut, mit zu wenig AK macht man da mehr kaputt als mit etwas zuviel...



Das hätte ich gerne genauer erklärt, eventuell mit Rechenbeispielen, zur Kräfte Verteilung
applewoi
Stammgast
#8 erstellt: 13. Feb 2011, 15:14

Chefrocker02 schrieb:


Das hätte ich gerne genauer erklärt, eventuell mit Rechenbeispielen, zur Kräfte Verteilung




Wünschen kann man sich viel.

Betreib das System einfach nicht ausserhalb der Spezifikation, für die es konstruiert wurde.
Ich habe jede Menge Platten im Fundus, die aufgrund der in den 80ern modernen Leichttonabnehmer so malträtiert wurden, dass sie kaum noch anzuhören sind. Dagegen auch einige Klassikplatten die aufgrund ihres Alters und der Dornmarken auf dem Label erstens nicht mit dem besten Equipment und zweitens öfter abgespielt wurden wo dieses Phänomen kaum auftritt und die noch sehr gut hörbar sind.
Ich glaube nicht dass sich das nur auf unterschiedliche Vinylqualitäten zurückführen lässt.
Bezüglich Lebensdauer der Systeme und Platten habe ich in den letzten 30 Jahren die besten Erfahrungen gemacht wenn man an oder sogar leicht über die maximal empfohlene Auflagekraft geht.
Dafür kann ich leider kein Rechenbeispiel vorlegen, aber wenn man logisch überlegt, und evtl. auch mal genau hinhört, kommt man eigentlich selber drauf.
Bepone
Inventar
#9 erstellt: 13. Feb 2011, 15:43
Hallo,

zu niedrige Auflagekräfte sind deshalb schädlich, weil die Nadel dann nicht mehr saubern von der Modulation in der Plattenrille geführt wird.
D.h. sie folgt nicht sauber den Auslenkungen und schlackert mehr oder weniger in der Rille herum.

Dabei kann sie natürlich die Rillenwände verletzen und die Modulation herausmeißeln. Auch hörbar in Verzerrungen. Sehr ungesund für die Platte.

Ich betreibe meine Systeme immer am oberen Ende der empfohlenen Auflagekraft und bin damit stets gut gefahren.



Gruß
Benjamin
Archibald
Inventar
#10 erstellt: 14. Feb 2011, 06:47
Hallo applewoi,

Deine Aussage

Ich habe jede Menge Platten im Fundus, die aufgrund der in den 80ern modernen Leichttonabnehmer so malträtiert wurden, dass sie kaum noch anzuhören sind.

kann ich weder nachvollziehen noch bestätigen. Richtig ist vielmehr Deine Aussage

Betreib das System einfach nicht ausserhalb der Spezifikation, für die es konstruiert wurde.

Die gilt selbstverständlich auch für Leichttonabnehmer mit hoher Nadelnachgiebigkeit. Es hat im übrigen wissenschaftliche Untersuchungen gegeben, die bestätigt haben, das ein absoluter Leichttonabnehmer im Vergleich praktisch keinen Verschleiß verursacht hat. Es wurden LPs mit fünf Tonabnehmer je zweihundert Mal abgespielt - es war praktisch kein Verschleiß feststellbar, auch nicht unter dem Mikroskop.

Gruß Archibald
applewoi
Stammgast
#11 erstellt: 15. Feb 2011, 20:31

Archibald schrieb:
Hallo applewoi,

Deine Aussage
"Ich habe jede Menge Platten im Fundus, die aufgrund der in den 80ern modernen Leichttonabnehmer so malträtiert wurden, dass sie kaum noch anzuhören sind."
kann ich weder nachvollziehen noch bestätigen. Richtig ist vielmehr Deine Aussage...



Ich habe auch nicht von Dir verlangt, das Du das bestätigst oder nachvollziehst. Das ist meine ureigene Erfahrung, nicht mehr und nicht weniger. Wenn Du andere hast, so what?

Deswegen ist meine Aussage aber nicht falsch.

Welche wissenschaftlichen Untersuchungen, und wo veröffentlicht?


[Beitrag von applewoi am 15. Feb 2011, 20:33 bearbeitet]
Archibald
Inventar
#12 erstellt: 16. Feb 2011, 16:15
Hallo applewoi,

mir liegen leider nur die Aussagen zu dieser Untersuchung (selektiv) in Form zweier Prospekte vor. Ich kann die dort angebotenen Unterlagen leider nicht mehr anfordern, da der Hersteller seit mehr als 20 Jahren aus dem Geschäft ist. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich sie eines Tages einmal mit ein bißchen Glück noch auftreibe. Die beiden Prospekte sende ich Dir aber gerne, wenn Du mir deine E-Mail-Adresse per PN sendest.

Gruß Archibald
Pilotcutter
Administrator
#13 erstellt: 18. Feb 2011, 23:49
td

IMG_1386

Da ich gerade Foto-Session habe; nur mal so als Vergleich - und wie ich d'rauf kam:

Mit 5,5gr Eigengewicht und 1,7gr auf der Nadel, schaut mein Gewicht so aus. Bei originalem Arm und Kabel.

Gruß. Olaf


[Beitrag von Pilotcutter am 19. Feb 2011, 01:15 bearbeitet]
Archibald
Inventar
#14 erstellt: 19. Feb 2011, 15:14
Hallo Olaf,

für den TP 16 Mk. sind mir drei unterschiedliche Gegengewichte bekannt, von denen ich die ersten beiden selbst habe :

- Das Standardgewicht ist silbern und sollte bei 5,5 g. Systemgewicht etwa auf der Mitte sitzen.

- Das Gegengewicht für sehr leichte Systeme ist schwarz und müßte bei Deinem Systengewicht ziemlich weit hinten sitzen.

- Das Gegengewicht für schwere Systemkörper kenne ich nur vom Hörensagen.

Gruß Archibald
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