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Neues System, empfehlungen

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Philippe.V
Neuling
#1 erstellt: 31. Mai 2011, 18:36
Gute Tag,
Ich hab mir vor 2 Wochen einen Plattenspieler zugelegt.
Einen alten Dual 502 mit M75 system.
Nun habe ich heute im Hifiladen meine Nadel durchecken gelassen. Dabei ist rausgekommen das diese schon ziemlich runtergefahren ist. Da ich mir nun Gestern eine teure neue LP gegönnt habe, wollte ich mir ein neues System zulegen.
Frage eins wär, was kann passieren wenn ich mit der alten Nadel auf der neuen Platte fahre.
Und zweitens, welches System könnt ihr empfehlen, wobei ich außer der einen neuen Platte sehr viele Alte besitze.
Ein freund von mir meinte ich solle mir kein zu teures System kaufen, da ich eh sehr viele von den alten Platten hätte und das Abspielen dieser dem System dann nicht gut bekäme.
Angeschaut habe ich mir unter anderm das AT95E, AT100E

Liebe Grüße,
euer Philippe
rorenoren
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 31. Mai 2011, 20:34
Moin Philippe,

wenn die Nadel abgenutzt ist, kannst du dir die Platten kaputtmachen, also besser nicht damit abspielen.

Das AT95e (ca. 20 Euro) ist m.E. deutlich schlechter als das M75 mit anständiger Nadel, das AT110e (ca. 50 Euro), das du mit AT100E wohl meintest, ist "ganz ok".
(auf jeden Fall für das Geld)

Eine Originalnadel für das M75 gibt es leider nicht mehr neu zu kaufen.
(gut wäre eine N75ED, die N75/6 war m.E. nicht so toll)
Es gibt Nachbaunadeln, die angeblich ganz gut sein sollen.
(Ebay Name Cleorec, ca. 15 Euro)
Leider ist es mit der Serienkonstanz bei Nachbauten meist nicht weit her.
(von den Cleorec- Teilen habe ich noch nichts schlechtes gehört, vielleicht mal googeln)

Wie die Qualitätsstreuungen beim AT110e sind, weiss ich nicht.
Beim AT95 sind sie wohl recht gross.
Das ist bei "billigen" Systemen halt das Risiko.

Was dein Freund gesagt hat stimmt so nicht ganz.
Gerade alte Platten profitieren von einer hochwertigeren Nadel.
Oft knistert und verzerrt es damit deutlich weniger.

Der Nadelverschleiss ist bei alten Platten höher.
Es wäre also ökonomisch betrachtet nicht sinnvoll, ein "richtig teures" System zu verwenden.
Wenn die Platten aber sauber sind oder nicht zu oft gespielt werden, hält sich der Verschleiss in Grenzen.

Wenn dein Budget mit dem AT110e ausgeschöpft ist, machst du damit wahrscheinlich keinen Fehler.
Viele Alternativen gibt es eh nicht.

http://www.williamth...bnehmer_p4582_x2.htm

Eine Ersatznadel dazu ist verhältnismässig günstig, wenn du mal eine runtergespielt hast:

http://www.williamth...nnadel_p11352_x2.htm


Gruss, Jens
yno
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 31. Mai 2011, 21:28
Hi!

Ich besitze ebenfalls ein M75 mit besagter Clorec-Nachbau nadel, klingt auch alles ganz nett (kann die qualität der Nadel bestätigen)

Aber was würde gehen wenn ich aufrüsten möchte!? Die Ortofon VM?? Und ab welchem Abnehmer würde es sich lohnen aufzurüsten?
Sagen wir es so, ich will keine 150€ für einen minimalen zugewinn zahlen aber 200€ für einen hörbaren sprung würde ich ausgeben!

Achja Dreher ist ein Project 6.9

Grüße Carl
Philippe.V
Neuling
#4 erstellt: 31. Mai 2011, 22:42
Danke schonmal,
also ausgeschöpft ist mein Budget noch nicht, ich will nur nicht zuviel ausgeben, gerade wenn die nadel sich schneller runterfährt durch die alten Platten. Habe mir auch das M 97 XE angeguckt und das at120e. was gibt es denn sag ich mal bis 70 euro für alternativen, weniger wär natürlich besser.
Andererseits gibts in dem Hifiladen auch noch ne ersatznadel zu meinem system. Vielleicht sollte ich ja erstmal da zulangen, kostet meine ich 30 euro. Woran erkenne ich ob das eine gute Ersatznadel ist?

liebe Grüße
rorenoren
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 01. Jun 2011, 05:00
Moin,

das M75 kann, wie gesagt, mit guter Nadel sehr gut klingen.

Ich kenne die Cleorec persönlich nicht, nur von ein, zwei mp3 Einspielungen hier aus dem Forum.

Sie klingt wohl heller als die N75/6, was kein Fehler ist.

Die beste derzeit erhältliche Nadel dürfte die Jico SAS sein, die mit deutlich über 100 Euro m.E. aber etwas "overdressed" wäre.

Das AT120 kenne ich nicht, das Shure M97xE soll gut sein, es gibt aber wohl Qualitätsprobleme, wenn die Gerüchte stimmen.
(ausserdem soll es recht anpassungskritisch sein)

Das AT120 wird im Allgemeinen positiv beschrieben, von manchen allerdings als hell klingend.
Ist wohl Geschmackssache.

Möglich wäre noch dies hier:

http://www.williamth...317-323_p9160_x2.htm

Ein ganzes System das dem M91 entspricht und eine recht gute, sphärische Nadel hat.
(sollte "nackt" sein, es sei denn, da hat sich über die Jahre etwas verändert)
Der Systemkörper entspricht technisch dem M75, wobei die M91/ DM101 M-G Nadeln wegen des höheren Plastikteils nicht ohne Weiteres in das M75 passen.
Man kann das System aber einfach in die "TK" von Dual einclipsen.

Ausserem gibt es noch das M75 D inklusive Nadel in neu:

http://www.williamth...317-323_p8732_x2.htm

Dessen Nadel dürfte etwas schlechter sein als die des DM101 M-G, aber noch besser als die meisten Nachbauten.

Eine Nachbaunadel für 30 Euro ist m.E. zu teuer, da es sie für die Hälfte gibt. (Cleorec, Thakker usw.)
Im Grunde sollte es bei den Nachbauten nicht mehr viele Hersteller geben, so dass alle gleich gut oder schlecht sein dürften. (Cleorec stellt sie auch nicht selbst her, ist nur Verkäufer)
Lediglich die Toleranzen bei der Herstellung sind leider oft gross. (bei Cleorec vermutlich ebenfalls)
Bei spärischen Nadeln ist das zum Glück nicht ganz so dramatisch.

Ein recht gutes System wäre noch das Philips GP501 II:

http://www.williamth...17-343_p10263_x2.htm

Da passen auch neuere und noch hochwertigere Nadeln, z.B. die vom GP412 III.
(die passt mit etwas Anpassungsarbeit auch an das Shure und kostet 50 Euro)

http://www.williamth...-13-161_p7200_x2.htm

Ich persönlich würde die GP412 Nadel anpassen, aber das ist mit Bastelei verbunden und ich kann nicht 100%ig sagen wie es klingt.
Mit der billigeren GP400III Nadel funktioniert das M75 allerdings prächtig. (die ist noch einfacher als die Serienmässige vom GP501 II)
Die 512er Nadel ist theoretisch noch um Einiges besser.

Wenn du keine Angst vorm Dremeln hast und etwas geschickt bist, wäre das vielleicht noch eine Alternative.
(und der Einstieg ins "Nadelbasteln")

Das Philips GP501 II klingt aber schon mit Originalnadel recht gut.
(nicht schlechter als M75 mit Originalnadel)

Wie es sich gegen AT120 und Shure M97xE schlägt, kann ich nicht sagen.

Gruss, Jens
Philippe.V
Neuling
#6 erstellt: 01. Jun 2011, 16:08
Hallo,
mal kurz als Update.
Habe mich nun ersteinmal für eine Ersatznadel entschieden.
Unzwar weil ich so sehr viele alte Platten habe, ein neues System leg ich mir wohl zu wenn ich mehr Platten besitze, ich finde ja auch das mein M75 eigentlich echt gut klingt.
Ich habe jetzt hier im Hifiladen nur eine N 75-6 bekommen. Bis jetzt kann ich aber eigentlich keinen Klangunterschied feststellen zu der alten Nadel. Aus welchem Grund soll die Nadel nicht so gut sein?

Liebe Grüße!
rorenoren
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 01. Jun 2011, 17:34
Moin Philippe,

"nicht so gut" heisst, dass es die einfachste Nadel ist, die es für das System gab.
Es klingt minimal dumpf (aber angenehm) damit.
(mit originaler N75-6, bei entspr. Anpassung wird es heller, "schöner" wird´s m.E. nicht)
Mit "richtig guter Nadel" klingt es ausgewogener und detailreicher.

Die N75-6 ist eine sphärische Nadel, die mittels Metallstück im relativ dicken und schweren Nadelröhrchen befestigt ist.
("bonded")
Eine "ED" Nadel hat einen elliptisch geschliffenen, ganzen Diamanten ("nude") in einem dünneren, leichteren Röhrchen.

Letztere kann natürlich viel besser den feinen, schnellen Wellen in der Plattenrille folgen.
(geringere bewegte Masse, feinere Nadelspitze)
Das macht sich durch besseren Klang bemerkbar, auch Verzerrungen bei kritischen Passagen nehmen ab.

Abhängig davon, was für eine Nadel die alte war, kann die neue besser oder schlechter sein.

Wenn du also vorher schon einen Nachbau hattest, kann es gut sein, dass dein neuer Nachbau (fast) genauso klingt.
Nachbauten erkennt man übrigens an der nicht vorhandenen Beschriftung.
(bzw. an fremder, z.B. Pfeifer)

Die Nachbauten die ich kenne (f. M75 u. M91), spielen allesamt heller als die Originale.

Wenn die Nadel einigermassen gut abtastet, also nicht hörbar verzerrt, ist das reine Geschmackssache.
Viele Nachbaunadeln tasten aber eben nicht gut ab, so dass der Klang deutlich leiden kann.

Wenn dir der Klang so gefällt und keine oder nur sehr selten Verzerrungen auftreten, ist doch alles in Butter.
(Verzerrungen sind auch oft schallplattenbedingt)


Gruss, Jens
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