Welches System für alten Luxman?

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Pilot74
Stammgast
#1 erstellt: 15. Jul 2011, 23:46
Hi,

Besitze einen Luxman PD 291 ohne System und einen Verstärker Arcam A85 mit Phono-Modul...
Meine Frage ist welches System MM bzw. MC sollte ich auf den Lux draufmachen, Verstärker verarbeitet beide.....vielleicht ein konkretes System (?)...
Ich weiß es gibt hunderte Systeme, mir geht es aber um ein bezahlbares (bis 120,-)...bis jetzt hatte ich gute Erfahrungen mit Ortofon OMB 10... möchte aber als Einsteiger mich etwas klanglich "pimpen"...

Danke für die Antworten...
lini
Inventar
#2 erstellt: 16. Jul 2011, 07:44
P74: Jener Lux hat einen recht leichten Arm - insofern ist ein OM(B)10 an sich schonmal keine so schlechter Ausgangspunkt. Nur ist das Qualitätsniveau mit der Nadel 10 halt noch recht eingeschränkt. Eine Möglichkeit innerhalb Deines Preislimits wäre damit schonmal schlichtweg 'ne neue Nadel 20 (original natürlich, denn sonst dürftest Du nicht wirklich mit einem Qualitätsfortschritt gegenüber der originalen Nadel 10 rechnen...) - oder alternativ gleich ein komplettes OMB20, falls Du für ein paar Euro mehr noch einen Reserve-Body willst (was eigentlich nie schaden kann...). Späteres Weiteraufrüsten mittels Nadel 30 oder 40 möglich - nur sind die Dinger jetzt schon nicht mehr wirklich günstig...

MCs fallen hingegen schon aufgrund des Preislimits nahezu komplett flach - und sind zudem gerne eher nur moderat nachgiebig und damit nicht ganz so ideal für diesen Lux-Arm. Von letzterer Regel existieren zwar immer noch ein paar Ausnahmen (früher wären es deutlich mehr gewesen...), aber die liegen inzwischen alle schon ein gutes Stück über Deiner Preisvorstellung. Allerdings könntest Du mal kucken, ob Du vielleicht noch irgendwo ein Exemplar des erst kürzlich aus dem Programm genommenen Denon DL160 für unter 150 Euro ergattern kannst - denn das würde ganz gut passen und wäre auch qualitativ nicht verkehrt.

Keine schlechte Idee im MM-Bereich wäre indes etwa das Audio Technica AT120E (oder auch das AT440MLa, wobei das inzwischen ebenfalls schon ein Stück über Deinem Preislimit liegen dürfte. In Amiland gibt's die Dinger zwar immer wieder mal für lediglich US$ 100, inzwischen jedoch typischerweise nur noch von Anbietern, die nicht ins Ausland versenden. Kann aber dennoch durchaus 'ne Überlegung wert sein, wenn man drüben hilfsbereite Verwandte/Freunde/Bekannte hat...). Pluspunkte beider Varianten: gute bis sehr gute Nadelqualität fürs Geld - und so ziemlich die breiteste Auswahl an interessanten Originalnadeln zum Auf-/Umrüsten, die es je für eine Tonabnehmerfamilie gegeben hat. Allerdings sind einige jener Nadelvarianten inzwischen auch schon ziemlich rar und einigermaßen teuer geworden, doch es gibt immer noch genug gute und recht preiswerte. Nachteil: Diese AT-Modelle sind ein bisschen zickig in puncto Last und wollen idealerweise mit eher sehr wenig Kapazität betrieben werden - sonst kann's in ohnehin schon eher hell klingenden Anlagen zuviel werden. Und das erfordert unter Umständen Änderungen am Phonokabel und der Eingangssektion der Vorstufe. Wobei die dazu nötigen Teile zwar günstig wären (15 Euro reichen da schon dicke für mehr als nur angemessene Qualität...), aber wenn Du die an sich einfachen Umbauten nicht selbst erledigen und auch auf keinen Bastlerkumpel zurückgreifen kannst, würden die Werkstattkosten die gute Preis-Leistung weitgehend verderben.

Das attraktivste über einen deutschen Händler verfügbare Modell für wenig Geld dürfte aktuell jedoch das Digitrac 300SE darstellen, das u.a. WilliamThakker derzeit für knapp 60 Euro feilbietet. Denn damit bekämst Du eine wirklich ausgezeichnete Nadelqualität für diesen, noch sehr moderaten Preis. Nachteil: Da es sich um ein T4P/P-Mount-System handelt, müsste man es über einen entsprechenden Halbzoll-Adapter montieren - und die sind zwar nicht sonderlich teuer (falls nicht eh schon mitgeliefert -> nachfragen!), aber typischerweise baut eine Kombination aus P-Mount-Systen plus Adapter mit ca. 20 mm schon recht hoch und bringt auch schon fast 8 g auf die Waage. Das kann in manchen Spielern schon problematisch werden, und ich hab den PD291 leider nicht mehr hinreichend gut in Erinnerung. Ich meine zwar, der Arm sollte bis gut 10 g ausbalancieren können und bei 20 mm Systemhöhe auch noch nicht sonderlich stark nach hinten abfallen - aber das solltest Du besser nochmal nachprüfen... Ein weiterer Nachteil wäre außerdem, dass Ortofon meines Wissens gar keine Ersatznadeln mehr für ihre Digitrac-Ableger offeriert. Bei Gefallen sollte man sich dann also rasch eindecken, denn wie lange die Dinger noch verfügbar sind, lässt sich bei so attraktiven Schnäppchen leider kaum vorhersagen.

Ein zusätzlicher Vorteil der Digitrac-Option wär überdies, dass Du dann schonmal einen P-Mount-Adapter am Luxman hättest. Der sollte zwar ohnehin bereits eine leicht wechselbare Headshell haben, wenn ich mich recht entsinne, aber Ersatz-Headshells sind heutzutage meist auch nicht mehr wirklich günstig. T4P/P-Mount-Systeme lassen sich hingegen leicht und schnell austauschen und sind zudem recht eng normiert, sodass ein Wechsel normalerweise auch nur wenig Einstellarbeiten nach sich zieht. Falls Du also eventuell schon das Aufkommen eines gewissen Sammel- und Spieltriebs auf Dich zukommen siehst, wär das keine unattraktive Möglichkeit, diesen auszuleben - trotz der inzwischen zugegebenermaßen schon recht eingeschränkten Auswahl an P-Mount-Systemen. Obendrein existieren von vielen P-Mount-Systemen bzw. -Systemserien auch entsprechende Halbzoll-Geschwister mit kompatiblen, wenn auch nicht immer völlig identisch aussehenden Nadeleinschüben. Daher sind P-Mount-Schnäppchen oft genug auch dann noch attraktiv, wenn sich der Spieler gar nicht für den Einsatz eines P-Mount-Systems (egal, ob direkt oder via Adapter) eignet: Wurscht, solange die Qualität stimmt und die Nadel-Parameter zum Arm passen - einen passenden Halbzoll-Body treibt man dann schon irgendwie auf (zum Beispiel gebraucht in der Bucht...). In Deinem Fall könnte man sogar die Nadel des Digitrac 300SE an Deinem OM(B)-Body betreiben (oder alternativ auch an einem SuperOM- oder sogar einem 2M-Body) - dazu müsste man aber meines Wissens das Plastik des Nadeleinschubs ein bisschen trimmen (erfordert also ein wenig Wagemut und ist nicht unbedingt etwas für feinmechanische Doppellinkshänder).

Langer Rede kurzer Sinn: Für so richtig gute Ware aus laufender Produktion sind 120 Euro heutzutage schon ein eher knappes Limit. Um dennoch einen ordentlichen Qualitätssprung nach vorne zu machen zu können, bleiben Dir also neben ein paar Kandidaten mit besonders guter Preis-Leistung vor allem das ein oder andere new-old-stock Schnäppchen.

Ein paar dieser Möglichkeiten hab ich bereits versucht, Dir oben etwas genauer zu erläutern. Und es gibt auch noch einige mehr, die zu schildern ich jetzt aber einfach mal anderen überlasse - denn für den Anfang war das jetzt eh schon Sermon genug, und obendrein lassen sich ein fremder Hörgeschmack und der Klangeindruck in der Systemumgebung vor Ort selbst bei ausführlicher Ferndiagnose nie so genau einschätzen, dass guten Gewissens gemachte Vörschlage nicht dennoch fehlgehen oder zumindest noch nicht ganz das Gewünschte/Optimum darstellen könnten.

Egal also, welchem wie gut oder schlecht auch immer begründeten Vorschlag Du schließlich folgen magst - eine Volltreffergarantie gar beim ersten Versuch gibt's leider nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass es verdammt viele gute Tonabnehmer gibt (alte wie neue/noch immer aktuelle), und das Ergebnis auch von der jeweiligen Platte abhängt (Aufnahmequalität, Abmischung, Zustand...). Es kann also auch leicht passieren, dass es Dir wie vielen anderen Vinyl-Hörern ergeht und Du feststellen musst, dass Dir sogar recht viele Modelle gut gefallen - wenn auch je nach Platte mal mehr, mal weniger, sodass ein sammlungsübergreifendes Optimum eigentlich gar nicht existiert. Aber genau darum vermehren sich diese kleinen Dingelchen ja auch so gerne... Vom dimensionalen Vorsprung bei Vorhandensein eventuell überlistungsbedüftiger, kritsch-inquisitiver Lebenspartner mal ganz abgesehen.

So, genug. Viel Glück bei der Findung - und ansonsten zumindest viel Spaß bei der weiteren Suche!

Grüße aus München!

Manfred / lini
Pilot74
Stammgast
#3 erstellt: 16. Jul 2011, 11:56
Danke Manfred für Deine ausfürliche Beratung !!!

Werde wie Du es oben beschrieben hast; nach und nach die Systeme suchen und vielleicht ausprobieren bzw. hören...

P.S : Dieses Audio Technica AT440MLa könnte ich neu für 125,- Euro bekommen,somit liegt das noch im Budget... kannst Du mir ev. beschreiben welche richtung es tendiert...(meine Anlage ist recht hell abgestimmt durch Bändchenhochtöner und ich mag es auch hell, spritzig und richtig transparent...)

Vielen Dank nochmal für Deine Beratung, es hat mir ein Stück weiter geholfen....

Gruß Marcus
luckyx02
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 16. Jul 2011, 12:35
Das AT 440 MLa ist sicher ein "Best Match" an dem PD291. Es harmoniert mit seiner, eher weichen Wiedergabecharacteristik, wunderbar mit dem genau so abgestimmten Lux !
Pilot74
Stammgast
#5 erstellt: 16. Jul 2011, 15:14
...na wenn das so ist dann hab ich meine Traumkombi gefunden...
Magister_Verbae
Inventar
#6 erstellt: 16. Jul 2011, 15:44

Pilot74 schrieb:
meine Anlage ist recht hell abgestimmt durch Bändchenhochtöner und ich mag es auch hell, spritzig und richtig transparent...

Gruß Marcus



Ich selbst besitze auch das 440MLa und ich finde es für den Preis einen wirklichen "Bomber". Es löst sehr präzise auf, hat auch eher einen "hellen,transparenten" Klang, jedoch solltest du aufpassen, dass deine Anlage nicht schon von Haus aus zu hell klingt, das könnte evt dann doch etwas zu viel des Guten werden.
Ansonsten: Das 440MLa ist kein Tiefbasswunder, reicht aber (geeignete Boxen vorausgesetzt) schon recht weit hinunter.
Die wirkliche Freude an dem System ist die von dir angesprochene Transparenz und die feine Auflösung. Allerdings ist es -zumindest bei mir- eine ziemliche Mimose, was Justage angeht, da kommt es dann auf Präzisionsarbeit an

LG

M.
lini
Inventar
#7 erstellt: 16. Jul 2011, 16:08
Marcus: 125 Euro wären kein unattraktiver Preis, und Deiner Klangpräferenz-Beschreibung nach schiene mir das AT440MLa auch durchaus ein geeigneter Kandidat für Dich. Zumal eine gewisse Variation des Klangcharakters durch Anpassen der Last allemal noch möglich wäre, wie oben schon angedeutet.

Das AT440MLa ist übrigens eines der jüngsten Mitglieder in der weit verzweigten AT120-Familie und gehört zu den Modellen mit renoviertem Generator (PC-OCC statt LC-OFC -> noch reineres Kupfer ("Mei, wenn's schee macht..." ;))). Die Generatordaten scheinen indes noch den ursprünglichen Modellen zu entsprechen. Allerdings glaub ich das nicht so ganz, denn der Output lag beim Vorgänger AT440ML(/OCC) meines Wissens noch bei 5 mV. Ein möglicher Grund hierfür wäre, dass die Induktivität beim AT440MLa entgegen der offiziellen Spezifikation bereits etwas reduziert worden sein könnte. Denn damit wäre normalerweise zu erwarten, dass der Abnehmer etwas toleranter auf nicht ganz so ausgesprochen niedrige Abschlusskapazität reagiert - beziehungsweise dass bei niedriger Kapazität der Frequenzgang im Hochtonbereich noch ebenmäßiger verläuft und zugleich noch etwas weiter hinaufreicht. Angesichts dessen, dass der Vorgänger doch häufiger mal als etwas nervernd empfunden wurde, schiene mir mir das recht plausibel - zumal AT jenes Rezept schon zu Zeiten von CD4-Quadro erfolgreich angewandt hat. Obendrein existieren in der AT120-Familie bereits einige Modelle mit niederinduktiverem Generator, wie etwa das aktuelle Top-Modell AT150MLX oder die "Japan-Sondermodelle" AT120/130/140/150Ea (wenn ich's richtig im Kopf hab, alle mit 350 statt 490 mH).

Tja, und wenn ich schon dabei bin: Ein weiteres, auch bereits seit Quadro-Zeiten bekanntes und angewandtes Rezept zur Qualitäts- und Bandbreitensteigerung ist die Verwendung "exotischer" Materialien für den Nadelträger. Das wären vor allem Beryllium und Bor (teils mit zusätzlichen Beschichtungen - z.B. Titan, Gold, Diamant...) - Saphir/Rubin und sogar Diamant gibt's jedoch auch, allerdings mit wenigen Ausnahmen nur in noch höheren Preisregionen. Solche Nadelträger sind gegenüber dem schon recht hochwertigen, konischen Alu-Träger etwa einer ATN440MLa nochmal leichter und steifer. Und mit Generatoren mit reduzierter Induktivität kann man Nadelträger dieser Art insofern vergleichen, als dass beide Resonanz- und damit einhergehende Phaseneffekte zu minimieren helfen, vor allem indem sie diese nach oben weg aus dem Hörbereich verschieben - nur eben auf ihrer jeweilen Ebene (Generator -> elektrisch, Nadelträger -> mechanisch). Wobei der signifikante Unterschied vor allem darin besteht, dass eine Reduktion der Induktivität den Hersteller praktisch kein Geld kostet (eher im Gegenteil, zumindest lägerfristig...) - während exotische Nadelträger in der Regel schon allein vom Materialwert her, spätestens aber in puncto Be-/Verarbeitung einen mehr oder minder deutlichen Mehraufwand bedeuten. Entsprechend findet man derart bestückte Nadelvarianten in der AT120/102P-Familie auch nur unter den Top-Modellen - so etwa die ATN150E, ATN155LC/152LP, ATN152MLP, ATN160ML, ATN150Ti, ATN150MLX sowie die ATN150Ea (und ich glaub auch die ATN140Ea - aber die spielt hierzulande ähnlich wie die 150Ea und 150Ti ohnehin praktisch keine Rolle...).

So, jetzt aber wirklich genug Sermon für heute. Denn jetzt brauch ich entweder ein Nickerchen oder 'ne rasche Stärkung - oder beides. Ach, Entscheidungen - immer diese elenden Entscheidungen... *seufz*

Grüße aus München!

Manfred / lini
Pilot74
Stammgast
#8 erstellt: 17. Jul 2011, 18:41
...Vielen Dank an Alle !!! Ich werde die AT 440 MLa bestellen, nur hab etwas angst es selber zu montieren und justieren....hab es noch nie gemacht! Zwei Linke hab ich nicht aber ich brauche einen Leitfaden (und ne Schablone?)... Kann mir jemand n Paar tips geben?
oder soll ich lieber doch in die Werkstatt gehen?

Gruß Marcus
Magister_Verbae
Inventar
#9 erstellt: 17. Jul 2011, 21:17
Wenn es dir ein Profi günstig macht, und du es dir nicht selbst zutraust, dann lass es dort machen.
Ansonsten brauchst du Schablone, Tonarmwaage, am besten Feinwerkzeug (Schraubendreher, sofern nicht im Set; Zange) möglw. Testschallplatte und viiieeel Geduld und Zeit.
Habe bis zur perfekten Justage sicher einen Tag aufgebracht. Also "Arbeitszeit"

Leitfaden: Bei PhonoPhono

Ansonsten: Es ist wirklich nicht viel dabei, nur sollte man viel Geduld und eine ruhige Hand besitzen.

Liebe Grüße

M.
Pilot74
Stammgast
#10 erstellt: 17. Jul 2011, 22:23
...Danke für den Tip !!!
...ich habs mir schlimmer vorgestellt; werde es allein probieren...
Pilot74
Stammgast
#11 erstellt: 19. Jul 2011, 14:37
...so wie es ausschaut ist das Thema noch nicht abgeschlossen : habe in anderem Forum gelesen dass die Luxman`s mit DD also auch meiner, sich mit Tonabnehmern die aus Kunststoff sind nicht vertragen !!!!!! Wegen Magnetströmen vom Antrieb zu System.... und ich glaube dass die AT 440 MLa komplett aus Kunststoff ist ! viel besser sind die Abnehmer mit Metalummantelung wie Grado usw.

Und was jetzt???? bin etwas ratlos, soll ich etwas mehr investieren und vernünftigen T-Abnehmer holen?
Habt Ihr Ideen welcher wäre richtig? (diesmal ohne Preislimit)
lini
Inventar
#12 erstellt: 19. Jul 2011, 23:16
P74: Mit Verlaub, aber da lässt Du Dich unnötig verwirren - zumal es kaum MMs und MIs gibt, die keine Generatorhülle aus Metall besitzen. Und das AT440MLa gehört da auch definitiv nicht zu den Ausnahmen, bloß weil die Hülle schwarz lackiert ist...

Grüße aus München!

Manfred / lini
Pilot74
Stammgast
#13 erstellt: 20. Jul 2011, 21:40
...ich gebe zu; das beunruhigt mich etwas !!!! Spezial diese kombination Lux PD291 und AT 440MLa soll nervig brummen weil es eben aus Kunststoff (Lila-grau)ist und zu nah am Antrieb sich befindet (Direct Drive also mitte..) Der Kollege beschreibt wenn er das System gewechselt hat (irgend ein AT mit Metal-Body) dann hatte er kein Brummen... und wo er das System AT440MLa an alten JVC Dreher montiert hat war das brummen auch weg... etwa Masseproblem??? naja ich weiß nicht...bin am überlegen ob ich erstmal mein omb 10 dran mache um zu sehen ob das der Wahrheit entspricht...
Magister_Verbae
Inventar
#14 erstellt: 20. Jul 2011, 23:59
Also ich setze das AT440MLa auch an einem Direkttriebler ein und habe keinerlei Probleme.
Ob das ein spezifisches Problem am Luxmann ist? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.
Kennst du den Mann etwas näher? Vielleicht könntest du ja probehören (also sein AT an deinem Dreher ausprobieren) und dir dann ein Urteil bilden.
Aber prinzipiell halte ich das eigentlich für unwahrscheinlich.

LG

M.
lini
Inventar
#15 erstellt: 21. Jul 2011, 04:04
P74: Klingt mir in der Tat verdächtig nach einem Problem mit der Masse. Und ja, ein Versuch mit dem OMB10 kann nicht schaden - auch das hat übrigens eine Generatorhülle aus Metall, die man auf der Unterseite durch eine Lücke im Plastik des Nadeleinschubs auch sehen kann, ohne die Nadel abzuziehen.

Typischerweise ist es übrigens eigentlich eher andersrum - sprich: Es passiert eher häufiger, dass Systeme mit Ganzmetallkorpus Masseprobleme bereiten. Grund ist dann gerne doppelte Masseführung. Die entsteht dadurch, dass die Generatorhülle in der Regel (meist über eine zusätzliche Metallzunge hinten an den Anschlüssen) mit dem rechten Masse-/Minus-Pin (grün) verbunden ist. Entsprechend liegt bei Systemen mit Ganzmetallkorpus jener eben komplett auf Masse (bei konventionellem, asymmetrischen Anschluss zumindest...). Wandert so ein System dann unisoliert oder ohne Entfernen/Durchtrennen jener Metallzunge an einen Tonarm mit Metall-Headshell, welches typischerweise wiederum über den Arm mit dem Erdungskabel verbunden ist, ergibt sich eben eine doppelte Masseverbindung. Bevor man sich die Mühe macht, das System isoliert einzubauen oder jene Massebrücke am Korpus lahmzulegen, kann man's in solchen Fällen aber auch erstmal damit versuchen, einfach das separate Erdungskabel wegzulassen bzw. nicht anzuschließen - mit etwas Glück reicht das auch schon für einen störungsfreien Betrieb...

Grüße aus München!

Manfred / lini
Pilot74
Stammgast
#16 erstellt: 21. Jul 2011, 15:38
@ Magister Verbae: leider kenne ich den Typen nicht, habs nur in einem anderem Forum (Analog-Forum?)gelesen... wäre natürlich ein Traum wenn es ginge...

@ Manfred: es ist durchaus vorstellbar, dass je näher die Nadel der mitte (Schallplatte)kommt, desto stärker werden die magnetische Felder die ein Elektromotor erzeugt, obwohl die sind bestimmt ganz gut abgekapselt...

Aber egal, ich werde das System bestellen und wenn es nicht funktioniert (d.h wenn es brummt) dann schicke ich das ganze zurück !
Vorsichtshalber frage ich gleich: welches System bis 400,- noch in Frage kommen würde???

Gruß Marcus
lini
Inventar
#17 erstellt: 21. Jul 2011, 17:28
Marcus: Wenn das AT wirklich brummen sollte, dann wär's vermutlich schlauer, eine etwas genauere Problemanalyse zu betreiben. Denn normalerweise gehören diese ATs in der Hinsicht eher zu den unproblematischen Systemen - entsprechend wär's nicht unwahrscheinlich, dass andere Systeme ähnlich reagieren würden. Insofern wär's dann sicher ratsamer, der Geschichte mal genauer auf den Zahn zu fühlen, bevor die Sache in eine eher ziellose Umtauscherei ausartet...

Grüße aus München!

Manfred / lini
Pilot74
Stammgast
#18 erstellt: 21. Jul 2011, 19:21
...vielleicht ist die ganze Aufregung umsonst, werde das Ding bestellen und werden wir sehen...

Danke allen Beteiligten für Ihre Unterstützung !!!

P.S: natürlich werde ich Berichten wie die Sache ausging...

Gruß Marcus
Magister_Verbae
Inventar
#19 erstellt: 21. Jul 2011, 20:15
Bitte, ja!

Würde mich echt mal interessieren, ob das was ausmachen sollte...



Viel Spass mit dem System.

LG

M.
Pilot74
Stammgast
#20 erstellt: 22. Apr 2012, 11:30
...3/4 Jahr später :

...Ein absoluter Wahnnnnnsinnn !!! Eine Traum Kombi !!! Bin einfach begeistert...
jetzt wo ich noch den Verstärker und die Lautsprecher gewechselt habe (Arcam A32 und Isophon Enigma) klingt das ganze noch realistischer... mittlerweile hab ich über 30 Schallplatten und kann auch unterschiede in der pressung (qualität) hören (!)

Die ganze Aufregung wegen Massebrummen war umsonst, System und Plattenspieler harmonieren wunderbar und mit einem Mitlaufbesen sind auch Knistergeräusche der Platte weg. Der Luxman hat noch richtig gute Phono-Kabel (4-fach Abgeschirmt) von mir gespendet bekommen, weil bei 1,5 m könnten schon unerwünschte Begleiter den Musik-Genuss stören.

Es waren ein paar Bekannte bei mir, die auf mein Schlachtruf : "der klingt doch besser wie ein CD-Spieler" mit leichtem schmunzeln das ganze für einen Witz hielten; einer davon ist Musiker der auf der Bühne sein Bestes gibt.... er war restlos überrascht und begeistert wo er die Platte von The O-Zone Percussion Group gehört hat...sein kommentar : es ist so realistisch als ob der Schlagzeuger mitten im Zimmer gesessen hätte...wie in seinem Studio- Übungsraum.

Es gibt Systeme und Plattenspieler die das sicherlich toppen (Preis nach oben offen) aber wenn man wirklich das Preisleistungsverhältniss was ich investiert habe ( 150,- Luxman, 130,-AT440 MLa) betrachtet habe ich meine Traum-Kombi gefunden!

Danke nochmals an alle !!!
Magister_Verbae
Inventar
#21 erstellt: 22. Apr 2012, 13:55
30 Schallplatten in einem 3/4 Jahr? Ich denke, da ist eine Null verloren gegangen, oder?
Unterschiede in der Pressung? Du besitzt also gleiche Alben in verschiedenen Pressungen, nehme ich an?

Dass du so zufrieden bist, ist schön, darum geht's ja letztendlich! Ob jetzt CD oder Schallplatte besser klingt, überlasse ich lieber den streitbaren Verfechtern des einen oder des anderen Lagers...

Interessant sind Experimente hinsichtlich anderer Systeme (muss ja nicht unbedingt High-End unbezahlbares Zeug sein), also ihrer Klangcharakteristika etc. Aber wenn du meinst, angekommen zu sein

LG

Martin
Pilot74
Stammgast
#22 erstellt: 22. Apr 2012, 23:12
...hahaha... nein.... im ernst 30 Schallplatten.... und es ist okay...ich habe nicht wirklich Zeit jeden Tag mir Schallplatte anzuhören, manchmal sogar Wochenlang nicht...

Ja verschiedne Pressungen...von früher und jetzt z.b. Best of... Dire Straits und Sade
...auch mit CD`s verglichen z.b. Katie Melua, Yello, Sade, Hurts, Adele... zu diesem Thema werde ich mich auch nur in einer Subjektiven Form äußern... d.h. nur meine Meinung sagen und kein Krieg anzetteln.

...eigentlich wird man nie ankommen,es gibt immer etwas besseres.... es sei man investiert in Lautsprecher so um die 150.000 dan in den Verstärker auch so um die 50.000 dann in Plattenspieller 80.000 plus 10.000 fürs System und nochmal 20.000 für div. Kabeln usw. ...aber das ist nicht Sinn der Sache. Viel mehr ist der Weg das Ziel... Erfahrungen sammeln....hören.
Und wenn es langweilig wird, dann was neues auszuprobieren...
Momentan ist mir aber nicht langweilig.



Gruß Marcus
luckyx02
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 22. Apr 2012, 23:22
Freut mich zu hören, das ich mich nicht geirrt habe.....
Magister_Verbae
Inventar
#24 erstellt: 23. Apr 2012, 00:03
Das Gute ist der Feind des Besseren. Aber wenn man mit dem Guten zufrieden ist, dann hat man doch eigentlich alles erreicht. Ich persönlich mag das AT440MLa auch sehr gerne! Aber das Experimentieren macht halt auch Spass
Kleiner Tipp zum Bezug des schwarzen Goldes: Es gibt eigentlich überall mehr oder minder regelmäßige Flohmärkte, auf denen man mit etwas Glück und einem gutem Auge einige Schätzchen im vinyltechnischen Bereich abgreifen kann.
Erst heute wieder - eigentlich wollte ich keine Platten holen, da aber ansonsten an HiFi so gar nichts da war, eher Frustkäufe - ein paar sehr schöne Scheiben für insgesamt 9,- geholt (unter anderem das Metallicadebut, eine von mir seit längerer Zeit in gutem Zustand gesuchte Supertrampscheibe, Fleetwood Mac mit Roumors,...). Vor zwei oder drei Wochen waren es auch wieder zwischen 10 und 15 Platten; allesamt, sofern nicht selten und/oder von mir besonders gewünscht, in einem hervorragendem Zustand - nach einmaligem Waschen alles paletti. Leider sind vor allem Jazzplatten auf Flomis eher selten.
Lutz, gerade bei Systemempfehlungen schaue ich auch immer nach deinen Kommentaren

LG

Martin
Pilot74
Stammgast
#25 erstellt: 23. Apr 2012, 12:52
@luckyx02 : ja hast vollkommen Recht gehabt !!!!

@Maqister Verbae : ich werde demnächst mal wieder neue Schallplatten besorgen....mit gebrauchten hab ich bis jetzt nicht soviel glück gehabt....

Jungs danke für die tollen Beiträge.
lini
Inventar
#26 erstellt: 24. Apr 2012, 00:08
Keine Ursache - freut mich, dass es geklappt hat wie erwartet...

Grüße aus München!

Manfred / lini
Pilot74
Stammgast
#27 erstellt: 24. Apr 2012, 10:33
Manfred ganz besonderen Dank an Dich, deine Beiträge & Erklärungen waren sehr hilfreich !!!!!!!!!
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