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Justageprobleme.

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Essi110
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 07. Aug 2011, 16:32
Hallo Leute,

Sry das ich mit dem leidigen Thema ankomme,aber ich weiß hier grade nicht weiter.

Ich habe mir für meinen Plattenspieler einen AT 95E gekauft weil mein alter Tonabnehmer den Geist aufgegeben hat. Ich habe mich vor dem Kauf nie mit den ganzen Physikalischen und geometrischen Sachen beschäftigt. Nun hab ich den neuen TA angebaut und versucht nach einer IEC schablone zu justieren. Dieses erreiche ich jedoch nur indem ich den Tonabnehmer unter der Headshell sehr stark verdrehe. ich traue mich gar nich so recht das ding so auf meine Platten zu setzen...Der Sound ist äußerst bescheiden bei der ganzen sache. Hatte vorher 8 Jahre das no Name TA system von Monarcor ( IMG ) drauf welches genau mittig in der Headshell montiert war ( Hab den Spieler so bekommen, weiß also auch nicht ob die justage richtig war ,ist aber glaube ich werksmäßig so montiert gewesen )

Plattenspieler ist ein IMG stage line DJP 104 mit S förmigen Tonarm.

Es kann doch nicht richtig sein das der Tonabnehmer so schief sitzen muss um der Schablone zu entsprechen oder? bzw , darf das überhaupt ? Das alte billig system klang um längen besser als das AT 95 E im Moment.

Hoffe ihr könnt mir da mal ein paar tips geben Bin um jeden Ratschlag dankbar... Habe über 300 Platten hier und höre fast auschließlich Vinyl, hab mich aber wie gesagt nie mit den ganzen Technischen und Mathematischen angelegenheiten befasst, es klang und funktionierte schließlich immer alles

Lg
hackmac_No_1
Stammgast
#2 erstellt: 07. Aug 2011, 16:53
Hallo Essi,

auch wenn ich da nicht zu Profis zähle und nicht wirklich viel zu sagen, eins aber doch "Herzlich Willkommen im Forum!".

Damit dir jemand bei deinem speziellen Problem helfen kann, stell erst mal ein paar Bilder von dem TA ein, so wie`s jetzt montiert ist.

Gruß und
Essi110
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 07. Aug 2011, 17:36
Alles klar

IMAG0446

IMAG0447

So sieht das ganze aus. Mit dieser einstellung fluchtet alles super in der Schablone aber der Sound ist mies. Ich habe beim alten TA leider nie eine Schablone drunter gehabt aber die war genau mittig unterm Headshell montiert.

Hab ich irgendwas verkehrt gemacht, passen TA und Arm nicht zusammen oder ist mit dem TA etwas nicht in Ordnung ?
Hann45500
Stammgast
#4 erstellt: 07. Aug 2011, 17:45
Hallo Essi,

Hast Du den Überhang richtig eingestellt`? Dies ist neben dem Auflagegewicht einer der Parameter überhaupt. Der Wert in mm. sollte in dem Manual zum Dreher stehen.

Wenn es so nicht klingt, würde ich persönlich das System gerade in`s Headshell setzen. Kann der Arm in der Höhe verstellt werden ? Falls ja, so einstellen das der Arm bei aufgesetzter Nadel möglichst horizontal liegt.

Auch achten solltest Du auf eine gerade Systemmontage in horizontaler Richtung - ggf. die Schrauben nicht zu sehr anknallen.

Ich hoffe Du kommst damit etwas weiter.
Schönen Restsonntag.


[Beitrag von Hann45500 am 07. Aug 2011, 17:52 bearbeitet]
thom53281
Stammgast
#5 erstellt: 07. Aug 2011, 17:49
Die Schablone, die Du benutzt, passt unter Umständen nicht zum Tonarm. Allerdings kenne ich die Tonarmgeometrie von Deinem Gerät nicht. Da es aber (dem Aussehen nach) einer der zahlreichen Technics 1210 Nachbauten ist, wird die Geometrie ähnlich sein.

Daher könnte eine Ausrichtung wie beim Technics passen:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-11849.html#3
(kann sein, muss aber nicht)

Die DIN-Schablone könnte zum Tonarm passen - jedenfalls würde ich es damit probieren:
http://www.vono.ch/akustik/ersteHilfe/plattenspieler/


Grüße
Thomas
Essi110
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 07. Aug 2011, 18:02
Danke für die schnellen antworten

Ja dieses teil ist ein Technics 1210 Nachbau In der Bedienungsanleitung ist für den Überhang überhaupt kein Wert angegeben... Ich werde es gleich mal mit dem Technics Maß und der DIN Schablone versuchen.
Albus
Inventar
#7 erstellt: 07. Aug 2011, 18:02
Tag,

in dem Fall liesse ich Schablonen Schablonen sein - und schöbe das AT95E so mittig unter die Headshell, dass die Abtastnadel 51 mm Abstand zum Headshellgummi hinten hat (genauer 50,8 mm bis 52,0 mm sind gut möglich; im Zweifel den Abstand um 1.0-2,0 mm vergrößern). Ergibt sich dabei ein innerer Nullpunkt zwischen 60-65 mm sowie ein äußerer Nullpunkt zwischen 110-120 mm, dann sollte es für eine Probe auf gute Funktion eingerichtet sein. Innen dürfen es auch 58 mm sein, außen aber nicht mehr als 122 mm.

Die Auflagekraft sollte auf 18 mN (1,8 g) eingestellt werden, die Antiskatingkraft aber auf einen formellen Skalenwert von nicht mehr als 1,5.

Magst du es so einmal versuchen?

Freundlich
Albus

NS: 50,8 mm, zwei Zoll, ist Japanstandard (EIAJ), 52,0 mm ist Technics-Maß.


[Beitrag von Albus am 07. Aug 2011, 18:13 bearbeitet]
Essi110
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 07. Aug 2011, 18:17
Danke

Ich werde mich morgen früh nochmal ans werk machen
juergen1
Inventar
#9 erstellt: 07. Aug 2011, 21:12

Essi110 schrieb:

Es kann doch nicht richtig sein das der Tonabnehmer so schief sitzen muss um der Schablone zu entsprechen oder? bzw , darf das überhaupt ?

Hallo,
der Arm hat also eindeutig eine andere Geometrie als die Schablone. Das erklärt aber nur den schiefen Sitz, nicht den schlechten Klang. Die IEC-Geometrie finde ich zwar keineswegs ideal, aber der Klang müßte trotzdem "gut" sein.

Da es ein Technics-Nachbau ist, könntest Du mit den Technics-Nullpunkten hinkommen. Vorausgesetzt, der Arm hat wirklich eine genau identische Geometrie
Hier hast Du die vom SL 1210 MK 2-4.
Universalschablone
Alternativ würde ich die Punkte nach Schön mit Justiertoleranz 1° empfehlen. Auch auf der Schablone.
Das Technics-Maß von 50,8-52mm braucht Dich bei Einstellung über zwei Nullpunkte nicht mehr zu interessieren.

Ich finde, das ist eine "sauberere" Lösung als die von Albus vorgeschlagene.


Gruß
Jürgen


[Beitrag von juergen1 am 07. Aug 2011, 21:21 bearbeitet]
Essi110
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 07. Aug 2011, 21:32
Ich habe grade doch eine Überhang angabe von 35 mm in der bedienungsanleitung gefunden. Wie nun am besten vorgehen?

Lg
juergen1
Inventar
#11 erstellt: 07. Aug 2011, 21:42

Essi110 schrieb:
Ich habe grade doch eine Überhang angabe von 35 mm in der bedienungsanleitung gefunden. Wie nun am besten vorgehen?
Lg

35mm? So einen großen Überhang habe ich noch nie gesehen. Kommt mir komisch vor.

Aber Überhang braucht Dich bei Einstellung nach Zweipunktschablone auch nicht zu interessieren

Sind in der Bedienungsanleitung weiter Tonarmmaße genannt?
Mounting distance, Kröpfunswinkel, effektive Länge?
Damit könnte man die Originalnullpunkte exakt ausrechnen.
Was aber, wie gesagt, nicht SEHR wichtig ist.

Gruß
Jürgen
Essi110
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 07. Aug 2011, 21:45
Den Tonarm betreffend sind zwei werte angegeben :

effektive Tonarmlänge = 211 mm
Tonarm Überhang = 35 mm

Ich finde den Wert auch seltsam, da der beim Technics 15 mm ist...
juergen1
Inventar
#13 erstellt: 07. Aug 2011, 21:57

Essi110 schrieb:
Den Tonarm betreffend sind zwei werte angegeben :

effektive Tonarmlänge = 211 mm
Tonarm Überhang = 35 mm

Ich finde den Wert auch seltsam, da der beim Technics 15 mm ist... :?

Die allermeisten Tonarme haben so um die 15 plusminus 2mm.
Der größte Überhang bei vinylengine beträgt 25mm.

Scheint eine sehr seltsame Geometrie zu haben.
Ein Winkel ist nicht genannt?

Gruß
Jürgen
Essi110
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 07. Aug 2011, 22:06
Ne ist leider keiner angegeben. Das sind dann wohl die negativ seiten eines so billigen drehers...
juergen1
Inventar
#15 erstellt: 07. Aug 2011, 22:11
Wenn die Originalgeometrie dermaßen seltsam ist, (mit diesem Überhang) dann wird sie wohl auch nicht gut sein.
Probier doch einfach mal, ob sich die Schön-Geometrie einstellen lässt, von den Langlöchern her. Die ist mindestens gut-sehr gut.
Gruß
Jürgen
Essi110
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 07. Aug 2011, 22:15
Wenn dabei wieder eine schrägstellung unter der headshell erforderlich ist, ist das in irgendeiner form schädlich für Nadel oder Platte ?
juergen1
Inventar
#17 erstellt: 07. Aug 2011, 22:25

Essi110 schrieb:
Wenn dabei wieder eine schrägstellung unter der headshell erforderlich ist, ist das in irgendeiner form schädlich für Nadel oder Platte ?

In keinster Weise.
Auf die Stellung der Nadel in der Plattenrille hat das keinen Einfluß.
Bzw. diese Stellung wäre haargenau die gleiche, bei einem anderen Arm, der zufällig zur Schablonengeometrie passen würde.

Auf den Nullpunkten sitzt die Nadel immer ganz perfekt in der Rille, egal wie es an der Headshell aussieht.

Gruß
Jürgen
Essi110
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 07. Aug 2011, 22:30
Ok ich werde es gleich mal versuchen nach deiner Schablone

Danke für die Hilfe

Lg
Essi110
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 07. Aug 2011, 23:18
So ich glaube das problem sollte gelöst sein , mit den schön Punkten ging es besser :

a

IMAG0448

So ist der TA auch nicht mehr allzu doll verdreht.
Gewicht habe ich nun 1,8g und 1,5 Antiskating wie Albus empfohlen hatte.
Müsste doch eigentlich alles stimmen jetzt oder ?
juergen1
Inventar
#20 erstellt: 08. Aug 2011, 01:28

Essi110 schrieb:
So ich glaube das problem sollte gelöst sein , mit den schön Punkten ging es besser :

So ist der TA auch nicht mehr allzu doll verdreht.
Gewicht habe ich nun 1,8g und 1,5 Antiskating wie Albus empfohlen hatte.
Müsste doch eigentlich alles stimmen jetzt oder ? :?

Die Tonabnehmervorderkante muß halt exakt parallel zu den Hilfslinien sein. Auf dem Foto kann mans nicht erkennen.

Albus hatte, glaub ich, nicht erwähnt, daß der Tonarm vor Einstellung der Auflagekraft "genullt" werden muß.
Er muß also annähernd schweben, wenn man Auflagekraft "Null" einstellt. Andernfalls hätte er ja logischerweise auch nicht 1,8g, wenn Du 1,8 einstellst. Solltest Du nochmal überprüfen.

Antiskating kann man noch feinjustieren, indem man darauf achtet, ob Verzerrungen bei hohen lauten Stimmen überwiegend auf dem selben Kanal auftreten. Wenns immer der rechte wäre, dann AS erhöhen und umgekehrt.

Ansonsten müßte es soweit alles eigentlich alles stimmen..

Gruß
Jürgen
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