Welche Füße unter die Schieferplatte unterm Plattenspieler?

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w-o-d-i
Stammgast
#1 erstellt: 30. Okt 2011, 18:40
Hallo, liebe, erfahrene, testfreudige Analogfreunde!

Ich verstehe von überall ein bisschen etwas und vieles glaube ich zu wissen. Solche Leute wie mich will ich hier genau NICHT um Hilfe bitten. Sondern solche mit echten, eigenen Erfahrungen. Ist sowas überhaupt möglich? Gibt es jemanden, der seine echten Erfahrungen hier preisgibt? Ich hoffe es!

Zum Thema: Leider bin ich nicht in der Lage, einen stabilen Träger an die Wand zu dübeln und meine 35 kg schwere Schieferplatte auf diese Wandaufhängung zu legen. Ich muss leider - wie die meisten anderen auch - mit einem vorhandenen Möbelstück Vorlieb nehmen, auf welches ich die Platte legen darf.

Meine Frage: Was soll ich unter diese Platte geben? Abgesehen davon, dass sich die Höhe einstellen lassen soll, damit mein Simon schön auf einer in der Waage liegenden Steinplatte ruhen darf...
Sollen es Spikes sein? Sollen es Absorber-Füßchen sein? Eine Moosgummimatte oder, oder, oder...

Im Augenblick des Hörens gibt es keinen "Trittschall" in unserem Haus. Es ginge also lediglich darum, die Vibrationen zu bedämpfen, die durch die Musik selbst entstehen, die ja auch gelegentlich schlampig neben einander gestellte Weingläser im Kasten zum Klingeln bringt, bis ich dieses Problem durch auseinander Stellen der Gläser gelöst habe. Danach höre ich zwar die Gläser nicht mehr klingeln, weiß aber immer noch, dass der ganze Kasten schwingt.

Ich bitte Euch um Rat!
Fhtagn!
Inventar
#2 erstellt: 30. Okt 2011, 19:06
Moin,

Blotevogel CD-STR-5. Die Platte sollte da aber keine Tonnen wiegen.

MfG
Haakon


[Beitrag von Fhtagn! am 30. Okt 2011, 19:07 bearbeitet]
Rillenohr
Inventar
#3 erstellt: 30. Okt 2011, 19:54

w-o-d-i schrieb:

Ich bitte Euch um Rat!


Leiser hören, dann vibrieren auch nicht die Möbel!
w-o-d-i
Stammgast
#4 erstellt: 30. Okt 2011, 20:14
Hallo Haakon Fhtagn!
Danke für Deine rasche Antwort. Hab natürlich gleich nachgesehen, was das für ein Ding ist... Ja genau, so kann das durchaus funktionieren. Jetzt fürchte ich nur, dass die seltene Erde Neodym noch seltener wird, bis ich in Summe 60 kg hochgestemmt habe! Du sagst ja selbst dass es nicht Tonnen sein sollen.
Ich werde die auf deren Website angegebene e-Mail-Adresse gleich anschreiben und hoffe, dass ich nicht 40 Stück für 60 kg benötigen werde.
Hat man den Einfluss des entstehenden Magnetfeldes eigentlich schon untersucht? Immerhin soll ja ein MC-System 10 cm darüber seine Arbeit gut tun können.
MfG
Wodi
w-o-d-i
Stammgast
#5 erstellt: 30. Okt 2011, 20:25
Danke Rillenohr! Das ist DIE Lösung.
Ich meine... das wäre sie. Leider ist meine Frau damit gar nicht einverstanden!
db_powermaster
Inventar
#6 erstellt: 30. Okt 2011, 21:03
Hallo Wodi,

das Maximum an Entkopplung erreichst Du wahrscheinlich mit industriellen Luftfederelementen. Das aber kein billiger Spaß....

wegen der Luftfedern hier mal ein Thread aus einem Nachbarforum:

http://www.analog-fo...hread&threadID=77009

Wenns günstig sein soll, könntest Du auch mal mit Fahrradschläuchen experimentieren.

auch hierzu ein Verweis.....

http://www.analog-fo...ight=fahrradschlauch

VG
Sascha
Rillenohr
Inventar
#7 erstellt: 30. Okt 2011, 22:59
Ehrlich gesagt, hatte ich anfangs so meine Zweifel, ob dieser Thread eigentlich ernst gemeint ist...

Eine 35kg-Schieferplatte wird die Musik schwingungstechnisch wohl kaum beeindrucken. Das mag bei den dünnen Weingläsern nebenan ja noch anders sein. Du müsstest soviel Schallenergie erzeugen, dass du dich in Kürze beim Ohrenarzt wiederfinden würdest.
Was soll es denn bringen, so eine schwere Platte auf Schwingungsdämpfer zu stellen? Wohnst du über einer Hammerschmiede?
Die Masse der Platte soll doch eigentlich verhindern, was sonst zusätzliche Federelemente verhindern sollen. Warum dann überhaupt noch so eine schwere Platte? Also, entweder oder.

Und was machst du dann mit dem Laufwerk selbst? Vielleicht schwingt das schon im Luftzug deiner Bässe, wie die Gläser, ganz unabhängig vom Untergrund? Aber ok, das kann man ja auch noch auf Dämpfer stellen, auf der Platte mit Dämpfern drunter... Macht also Dämpfer mal zwei...

Also nee, lasst mal die Kirche im Dorf!


[Beitrag von Rillenohr am 30. Okt 2011, 23:00 bearbeitet]
w-o-d-i
Stammgast
#8 erstellt: 31. Okt 2011, 00:19
Danke db Powermaster Sascha,
abgesehen von der Bauhöhe, die optisch "Geschmacksache" ist, scheint auch das eine wirkliche Lösung für meine Sorgen zu sein. Danke für Deine Hinweise und die Links! Ich denke, ich werde die Dämpfer - welche auch immer er werden mögen - zuerst bestellen und dann erst die Platte vom Steinmetz abholen. Dann kann er mir wenigstens noch 2cm tiefe Versenkungen in die Unterseite der Platte hineinmachen, damit sie nicht gar so hoch über dem Holz schwebt.

@ Rillenohr,
im ersten Moment habe ich Deine 2. Antwort falsch verstanden. Aber ich glaube: auch Du mich ein bisschen. Lass mich erklären: Das Wohnzimmer ist nicht nebenan. Die Gläser stehen im selben Einbauschrank wie die ganze Anlage. Wenn also der Schrank (oder Teile davon) - angeregt von der Musik - so schwingen, dass oben 2 Gläser, die einander zufällig berühren, klingeln, dann denke ich, dass eine nicht entkoppelte Steinplatte, die etwas weiter unten im selben Schrank liegt, auch immer noch Schwingungen an das Laufwerk überträgt. Und das möchte ich nicht. Inzwischen habe ich etwas nachgerechnet und schätze die Masse der Schieferplatte auf 58 kg. (3x55x88 [cm] minus abgeschrägte Ecken ... V = 11,58 Liter)
Mein Plattenspieler wiegt 24 kg.
Wenn ich Dich richtig verstehe, meinst Du, dass die Schiefer-Platte schwer genug ist, so dass ich sie nicht mehr entkoppeln muss.
Aber so etwas in der Art haben sich auch schon die gedacht, die so schwere Plattenteller bauen.
Übrigens, ich werde den Player nicht auf Dämpfer stellen. Das hätte nur dann Sinn, wenn er selbst Schwingungen erzeugen würde. Zum Glück macht er das nicht in größerem Ausmaß, als er das durch das Herumbeuteln der Nadel auch soll. Nur die Steinplatte, auf der der Player steht wird von mir vom schwingenden Kasten entkoppelt.
Wenn Du mein Thema noch immer nicht für ernsthaft hältst, zählst Du wohl zur Gruppe jener... siehe meine ersten Worte in der Themeneröffnung. Danke.
Fhtagn!
Inventar
#9 erstellt: 31. Okt 2011, 07:31
Meine Meinung: Mit einem Simon Yorke darf man ruhig etwas übertreiben. Das passt schon .

Die Blotevogel Füsse kann man übrigens auch ohne Magneten bekommen, solche hatte ich schon einmal in Gebrauch.
Wenn man die ordentlich festzurrt, sollten 6 Stk. eigentlich ausreichen.

Gruß
Haakon
Hörbert
Moderator
#10 erstellt: 31. Okt 2011, 09:01
Hallo!

@w-o-d-i

Hm, bist du dir sicher daß du das Pferd hier nicht vom Hinterteil her sattelst?

So wie ich das von dir geschriebene Vestehe hast du den Plattenpieler samt der wuchtigen Steinplatte in einer Schrankwand untergebracht die elbst noch einiges an Masse aufbringen dürfte.

Um hier ein Mitschwingen zu verursachen müssen erheblche Kräfte im Spiel sein die durch das weiter Entkoppeln des Plattenspielers nicht beseitigt werdn können nd die sich auch nicht einfach durch Luftschall erklären lassen.

Damit stellt sich zuallererst doch die Frage ob die Lautsprecher zuverlässig von dem Möbelstück mit dem Plattenspieler entkoppelt sind.

Sollte das der Fall sein wäre es höchstwarscheinlich ein Problem mit Raummoden das hier vorliegt und die durch geeignete Methoden der Raumakustik zu beseitigen wären.

Eine bloße weitere Entkopplung wird das Problem m.E. nicht aus der Welt schaffen zumal dieser Lösungsversuch aus meiner Sicht auf einer falschn Problemanalyse resultiert.

Versuche doch mal im Raumakustik-Unterforum eine Lösung zu finden.

MFG Günther
Rillenohr
Inventar
#11 erstellt: 31. Okt 2011, 09:14

w-o-d-i schrieb:

Wenn ich Dich richtig verstehe, meinst Du, dass die Schiefer-Platte schwer genug ist, so dass ich sie nicht mehr entkoppeln muss.
Aber so etwas in der Art haben sich auch schon die gedacht, die so schwere Plattenteller bauen.


In der Tat scheint es mir ganz ähnlich zu sein, wenn einer ein Masselaufwerk mit einem Schwabbler verheiraten möchte.

Die Federelemente, die ich bisher in diversen Links gesehen habe, sind entweder für normalschwere Hifi-Gerätschäften gedacht, oder für Granitplatten von Messmaschinen in einem Fertigungsbetrieb, kommen also aus einem ganz anderen Anwendungsbereich.

Du hast Recht, ich habe keine Erfahrung mit der von dir angedachten Variante in Verbindung mit Plattenspielern. Zum Glück nicht.

w-o-d-i
Stammgast
#12 erstellt: 31. Okt 2011, 09:50

Fhtagn! schrieb:

Die Blotevogel Füsse ... hatte ich schon einmal in Gebrauch.

Gruß
Haakon


...ja und? Lass mich nicht so zappeln! Welche Erfahrungen hast Du damit gemacht, und... warum "hattest" Du und "hast nicht mehr"?
L.G.!
Wodi
w-o-d-i
Stammgast
#13 erstellt: 31. Okt 2011, 10:10
Hallo Hörbert Günter,
unser Raum ist nicht das Problem sondern unser großes Glück! Er ist hauptverantwortlich dafür, dass es bei uns so gut klingt, wie ich es noch nirgendwo anders gehört habe. Der Einbauschrank ist massiv und geht über die gesamte Seitenwand von 5,25m. Hier hat der Schall eine große Angriffsfläche. Und irgendwo liegt die Eigenresonanz dieses Kastens. Wenn die erregt wird, schwingt er eben.
(Der Raum ist 9,90m lang. Die Boxen stehen 1,80m von der einen Seite und 2,80m von der anderen Seite entfernt. Wir sitzen 1,00m von der gegenüberliegenden Seite entfernt. Es klingt einfach unendlich schön hier!)
Alles in allem habt Ihr mir alle schon sehr weiter geholfen.
Ich danke Euch zwischendurch mal sehr herzlich!
L.G!
Wodi
Burkie
Inventar
#14 erstellt: 31. Okt 2011, 10:45
"Weniger Gerät für mehr Geld ist kaum noch vorstellbar." Schön!

Wenn Musik Deinen Plattenspieler zum schwingen bringt, solltest Du Dir vieleicht mal Lösungen aus anderen Bereichen anschauen.

Bei DJ-Parties, bei denen auch von Plattenspielern abgespielt wird, ist die Musik in der Regel sehr laut und auch sehr basslastig. Trotzdem muss man auch dort verhindern, dass die Plattenspieler durch Trittschall (hüpfenden Tänzer), Körperschall (Schallübertragung aus den Boxen über den Boden auf die Plattenspieler) und Schall zum Schwingen oder Vibrieren angeregt werden.

Hierzu stellt man die Plattenspieler auf eine schwere Arbeitsplatte (Holzfaser-Werkstoff, aber leichter als 35 kg), die mit einem Molton als Tischdecke bedeckt ist. Die Arbeitsplatte ruht auf Gummimatten, die wiederum auf zwei Füßen bestehend wahlweise aus Beton-Hohlelementen, Bierkästen oder unbenutzten Gitarrenverstärkern. Damit nichts wackelt, wird die Arbeitsplatte mit den Füßen mittels zweier Zurr-Bänder zusammen verzurrt.

Das funktioniert selbst bei höchsten Lautstärken, ohne das die Platten vibrieren oder gar die Nadel springt.

Bezogen auf Dein Problem, sollte es ausreichen, die Granitplatte auf eine Gummimatte oder Gummifüßchen zu legen. Vibriert der Plattenspieler immer noch, liegt die Ursache dann nicht an einer mangelden Entkopplung vom Boden, sonderen in direkter Einkopplung des Luftschalls auf den Plattenspieler.
Dann solltest Du vieleicht darüber nachdenken, ein höherwertiges Gerät zu betreiben, was auch für höhere Schallpegel geeignet ist.

MfG
Fhtagn!
Inventar
#15 erstellt: 31. Okt 2011, 16:07

Burkie schrieb:

Dann solltest Du vieleicht darüber nachdenken, ein höherwertiges Gerät zu betreiben, was auch für höhere Schallpegel geeignet ist.


Wenn ich den TE richtig verstanden habe, handelt es sich bei seinem Dreher um einen Simon Yorke .
Wenn du nicht weisst, was das ist, dann mal Googlen.

Hörbert
Moderator
#16 erstellt: 31. Okt 2011, 17:17
Hallo!

@w-o-d-i

Dann würde ich mir einmal überlegen die gesamte Schrankwand durch einzelne Regalelemente zu erstzen die mit der Wand veschraubt sind.

Um diese ganze Masse die dein Schrankwand nebt Steinplatte und der verstauten Last zum schwingen zu bringen kann de Luftschall eigentlich gar nicht ausreichen, hier gibt es m.E. eine Übertragung durch den Boden, ein Versuch der Lautsprecherentkopppelung vom Untergrund wäre hier zumindestens Aufschlußreich.

MFG Günther
Burkie
Inventar
#17 erstellt: 31. Okt 2011, 18:17

Fhtagn! schrieb:

Burkie schrieb:

Dann solltest Du vieleicht darüber nachdenken, ein höherwertiges Gerät zu betreiben, was auch für höhere Schallpegel geeignet ist.


Wenn ich den TE richtig verstanden habe, handelt es sich bei seinem Dreher um einen Simon Yorke .
Wenn du nicht weisst, was das ist, dann mal Googlen.

:prost


Ich weiß immerhin, dass er anscheinend arge Probleme mit der Rückkopplung der Musik auf den Plattenspieler hat. Obwohl der Plattenspieler auf einer 35kg schweren Granitplatte steht. Wenn das hochwertig sein soll, so benutze man doch einfach ein "minderwertiges" gerät, dass solche Probleme nicht macht.
Hörbert
Moderator
#18 erstellt: 31. Okt 2011, 18:45
Hallo!

Hier stellt sich, bei Licht besehen-, doch erstmal die Frage ob überhaupt,-und wenn ja-, was eigentlich da genau mitschwingt. Sowie die Frage nach der eigentlichen Ursache.

w-o-d-i schreibt daß er "weiß" das der Kasten mitschwingt, -hat aber als Begründung nur die auf dünnen Brettern oder gar Glasböden gelageten Wngläser genannt. Ob der Rest der Schrankwand insgesamt mitschwingt ist also bisher m.E. noc nicht ganz klar.

Wenn es so ist liegt e bei einem so schweren Möbel ganz sicer nicht am bloßen Luftschall, hier wären einige hundet akustische Watt vonnöten, was das bei einem Wirkungsgrad von etwa 10% selbst der besten Tieftonchassis bedeuten würde wenn man sich vor Augen hält das die Schallwirkung vom Lautsprecher her gesehen quadratisch abnimmt bei den genannten 9 Meten bedeuten würde brauche ich wohl nicht zu erläutern.

Hier muß eine andere Form der Vibrationsübtragung eine bedeutend Rolle spielen, m.E. liegt es, -wenn dem also so ist-, am dr Fußbodenkonstruktion (Diele, Parkett o.ä.). Hier hlft dann nur eine zuverlässige Entkoppelung de Lautsprecher vom Fußboden.

MFG Günther
Rillenohr
Inventar
#19 erstellt: 31. Okt 2011, 19:11
Evtl. ist der schwingende Teil des Regals gar nicht schwer. Z.B. die Fächer. Wo eine Resonanz vorliegt, braucht es gar nicht sooo viel Energie zur Erregung, das ist ja die Eigenheit einer Resonanz.

Vielleicht genügt es, die Platte, die ja mittlerweile 58 kg wiegt (!), einfach in ein Regalbrett zu legen, damit der Einbauschrank sicher auf dem Boden steht. Da wäre das Geld für die Füsse gespart.

Vielleicht beschreibt der TE aber auch nur einen Ausnahmefall, wenn er nämlich voll aufdreht. Ich wette, wenn ich das mache, rappelt auch die Scheibe meiner Balkontür.


[Beitrag von Rillenohr am 31. Okt 2011, 19:15 bearbeitet]
germi1982
Moderator
#20 erstellt: 31. Okt 2011, 19:34
Evt. auch eine akkustische Rückkopplung auf den Tonarm durch die gehobene Lautstärke. Da würde ein Subsonic oder Rumpel-Filter helfen, am besten schaltbar, bei meinem Receiver wurde diese Funktion extra auch für diesen Anwendungszweck angepriesen...

In dem Fall kann der Dreher selbst entkoppelt sein wie er will, die Schallwellen wirken durch die Luft auf den Tonarm...

Ich muss ab und an auch dazu greifen, hauptsächlich bei richtig basslastiger Musik.


[Beitrag von germi1982 am 31. Okt 2011, 19:40 bearbeitet]
w-o-d-i
Stammgast
#21 erstellt: 31. Okt 2011, 21:32
Jungs, da lasse ich Euch mal 10 Stunden alleine und dann passiert gleich das, ... dass Ihr Euch Sachen vorstellt, die gar nicht sind.
Wir waren in Italien, wo wir uns die Schieferplatte anfertigen lassen werden. Diese Fahrt hätten wir uns sparen können... die müssen bis Allerheiligen (also Zeit über Zeit) noch jede Menge Grabsteine fertig machen und hatten für unseren "Großauftrag" (eine winzige Platte) heute kein Ohr.

Also ganz langsam: Mein Simon ist ja noch gar nicht da. Aber er wird in ein paar Tagen da sein und dann wird sein Aufstellplatz sicher noch nicht fertig sein, was mich traurig macht. Aber Dank Eurer Hilfe weiß ich schon in Umrissen, in welche Richtung es gehen wird oder gehen könnte.
Unsere Sonus Faber Cremona sind nun mal Bassreflexboxen, und als solche haben sie neben aller Schönheit und Klangmalerei (ich hab's nur übersetzt, nicht so beschrieben) bestimmt im Bassbereich ein paar Frequenzen, die vielleicht nicht ganz so linear sind, wie vielleicht andere (zum Beispiel meine Eigenbau-Boxen). Ich will jetzt gar nicht dieses Schwingungsproblem dramatisieren. Ich will auch keine Boxen-Diskussion lostreten. Der Kasten vibriert. Das ist so. Es darf auch so bleiben. Man hört das nicht und wenn doch... dann schauen wir uns nur groß an und sagen ehrfurchtsvoll: "Wumm!" und freuen uns, dass wir in keiner Mietswohnung wohnen. Es stört niemanden. Ich weiß nur durch den schon 2x beschriebenen Zufall, dass es so ist, dass er schwingt.
Dieses Erlebnis hatten wir bei tiefen Tönen, die zwar mit so ca. 90 Watt Spitztenpegel (bei Gott nicht Sinus!) gespielt werden, aber keine Ähnlichkeit mit Disco-Musik haben. (Dort hängt der Hammer so ab 150 Hz, schätze ich.) Ich rede von Tönen, wie sie zum Beispiel auf Peter Gabriels "Up" vorkommen.
Und noch einmal: es gibt bei uns kein Problem! Wir wollen an diesem Klang nichts verändern oder "verbessern".

Nur, wenn in Kürze der Plattenspieler dort einzieht, soll er sich wohl fühlen und auch die Nadel. Das ist alles.

So, jetzt lese ich mal Eure vielen Antworten, für die ich sehr dankbar bin.
w-o-d-i
Stammgast
#22 erstellt: 31. Okt 2011, 22:36
@ Burkie: ja, in Discos ist sicher alles so gebaut, dass es passt. Unser Wohnzimmer nicht ganz so. Aber wie soeben gesagt… alles im grünen Bereich. Ich erwarte nicht, dass der direkte Luftschall unseren Tonarm verbläst… ich will hier bitte nicht als Mega-laut-Spieler schubladisiert werden.
Ich denke auch, dass es genügen wird, die Platte auf 4 bis 6 „Füßchen“ zu stellen, die dann eben für das Gesamtgewicht von 85 kg ausgelegt sind.
Genau dafür ist ja auch dieser Thread.
[In einem anderen Thread (siehe #6) steht was davon, dass es durchaus sinnvoll sei, mit der Masse noch höher zu gehen… 120 kg und so…] … habe ich derzeit gar nicht vor. Es soll ein dezenter, wohnzimmertauglicher Anblick bleiben.
Zum S9… wir haben uns für das Einstiegsmodell entschieden. Ich denke, wir bleiben Einsteiger bis an unser Lebensende.

@Hörbert Günther: diese Diskussion führe ich nicht mit meiner Frau. Noch ist sie auf meiner Seite! Die Speaker stehen auf den Original-Spikes. Wie schon gesagt. Mit dem Klang sind wir sehr zufrieden. Es hat eine Weile gedauert, bis wir Lautsprecher fanden, die uns (akustisch) derart gefallen haben. Wir wissen, die Genauigkeit in den untersten Frequenzen ist nicht grenzenlos. Von 2 Stück 18cm Bässen und noch dazu Resonanz-Prinzip darf man sich keine Wunder erwarten. Aber insgesamt lege ich Wert auf die Betonung, dass wir nichts am Klang ändern müssen, um glücklich zu bleiben.

@ Burkie: nein also wirklich… der SY kann nichts dafür. Der ist noch gar nicht da.

@ Hörbert Günther: da hast Du Recht! Ich habe das NICHT analysiert. Und stimmt… die Gläser stehen auf Glasböden. Aber egal. Ich suche ja nur nach einer Lösung für das „85 kg - Problem“, welches inzwischen – dank einiger Forenmitglieder – bald keines mehr ist.
Was Deine Watt-Rechnung angeht… die stimmt nicht, wie Du mir sicher bestätigen wirst, sobald es sich nämlich um die Erregung der Resonanzfrequenz handelt. (Eine Kinderhand kann eine Seilbahn zum Einsturz – Reißen des armdicken Seils – bringen!)

@ Rillenohr: oh! Mein vorhin Gesagtes hast Du schon vor 3 Stunden gesagt… auch gut. Ja genau… Resonanz! Ist auch mein Tipp.

Die Platte kommt ohnehin ganz nach unten… sozusagen auf den Sockel, der ca. 50 cm hoch (oder eben leider nur 50 cm niedrig) ist. Er ist an dieser Stelle ganz schön massiv, dieser Kasten. Auf ein Einlagebrett hätte ich die Schieferplatte nicht gelegt… auch nicht auf eine der Glasplatten… trotz Dämpfer-Füßchen

Zitat: Vielleicht beschreibt der TE aber auch nur einen Ausnahmefall, wenn er nämlich voll aufdreht. Ich wette, wenn ich das mache, rappelt auch die Scheibe meiner Balkontür.
So ist es ganz genau!

@ germi1982 Marcel: noch einmal: es tut mir leid, dass ich am Anfang so unpräzise war.

Wenn’s mit dieser schweren Platte und den Absorbern immer noch rumpeln sollte (Rückkopplung auf den Tonarm) dann muss ich wohl ein wenig leiser drehen…
Aber noch ist das nicht mein Thema und ich hoffe, das wird es nach diesem Einsatz von Material (noch weniger Material wäre nicht mehr finanzierbar) und Herzensblut von so vielen Forenmitgliedern auch nicht werden.

Oder ich hänge rund um den Dreher schallwellenabsorbierende Vorhänge auf… na wär’das nix?


[Beitrag von w-o-d-i am 31. Okt 2011, 23:03 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#23 erstellt: 01. Nov 2011, 08:35
Hallo!

@w-o-d-i


..sobald es sich nämlich um die Erregung der Resonanzfrequenz handelt. (Eine Kinderhand kann eine Seilbahn zum Einsturz – Reißen des armdicken Seils – bringen!)...


Gerade das ist ja der Punkt an den du m.E. die Sache völlig falsch siehst, deine Schrankwand an sich besteht aus vielen unteschiedlchen Teilen,diese haben -einzel gsehen- sehr wohl eine Resonanzfrequenz die du schon mal treffen kannst aber erst die Gesamtresonanz aller diesr Teile würde zu drastischen Auswirkungen führen, -und die kannst du mit der möglichen abstrahlbaren Energie deiner Lautsprecher gar nicht bewirken-.

Wenn also die Gläser auf Glasböden schwingen muß das bei der Gesamtmasse deiner Schrankwand noch lange keine Auswirkung auf den Plattenspieler haben, was da noch davon ankommt sollte ein gut konstruiertes Gerä locker wegstecken ohne Klangbeeinträchtigungen.

Großartige Raummoden hast du bei normalen BR-Lautsprechern mit 8-Zoll-Woofern ohnehin nicht zu erwarten, -da gebe ich dir recht-. Bei spätestens 40 Hz ist da Schicht im Schacht was energiereiche Impulse anbetriff.

An deiner Stelle würde ich mir erstmal gar keinen Kopf machen und den Plattenspieler ohne besondere Dämpfungsmaßnahmen aufstellen, -wahrscheinlich sind die auch gar nicht notwendig-, die Steinplatte würde ich allerding schon aus optischen Gründen trozdem verwenden.

MFG Günther
w-o-d-i
Stammgast
#24 erstellt: 01. Nov 2011, 09:33
[quote="Hörbert"]Hallo!

@w-o-d-i

[quote] ...der Punkt an den du m.E. die Sache völlig falsch siehst...

An deiner Stelle würde ich mir erstmal gar keinen Kopf machen und den Plattenspieler ohne besondere Dämpfungsmaßnahmen aufstellen, ...

MFG Günther[/quote]

Danke für Deine Beruhigung, Günther. Ich seh's ja aber eh gar nicht sooo dramatisch und - wie Du meinst - "völlig falsch".

Ich hab' die Aufstellfläche inzwischen vermessen: sie ist leider - wie befürchtet - nicht in der Waage. Also benötige ich in der Höhe einstellbare "Dinge", die die Gesamtmasse ertragen sollen.

Meine Frage in der Themeneröffnung lautete sinngemäß: Was soll ich da unterlegen? (Eine Matte scheidet aus, da nicht höheneinstellbar.) Bleiben also Spikes oder Dämpfer.

So weit war ich am Anfang auch schon. In meier Themeneröffnung suchte ich nun Rat von Leuten, die selbst Erfahrungen damit haben.

Was ich inzwischen herausgelesen habe und glaube:
weiche Auflage = druckloser Bass
viel Masse unterm LW = Bässe kommen gut trotz weicher Auflage unter der großen Masse
Rillenohr
Inventar
#25 erstellt: 01. Nov 2011, 10:19

w-o-d-i schrieb:
Was soll ich da unterlegen? (Eine Matte scheidet aus, da nicht höheneinstellbar.) Bleiben also Spikes oder Dämpfer.


Für den Maschinenbau gibt es da noch Nivellierspindeln.
Link

Von solchen Hilfsmitteln abgesehen, man kann jede Platte ohne viel Aufwand ins Wasser legen, indem man sich entsprechende Unterlagen macht. So macht das der Fachmann auch bei Möbeln. Viele Leute achten aber gar nicht darauf, ob ihre Schränke überhaupt optimal stehen.

Hast du eigentlich schon mal 58 kg gestemmt? Ich glaube mich dunkel zu erinnern, das zulässige Gewicht, das man berufsgenossenschaftsmäßig einer Person bei Montagearbeiten zumuten darf, ist so um die 25 kg.
Hörbert
Moderator
#26 erstellt: 01. Nov 2011, 12:41
Hallo!

@w-o-d-i


..Was ich inzwischen herausgelesen habe und glaube:
weiche Auflage = druckloser Bass
viel Masse unterm LW = Bässe kommen gut trotz weicher Auflage unter der großen Masse..


Das ist wie mit homöopathischen "Medikamenten", zuweilen wirken sie, -wenn man daran glaubt-.

Mit irgendwelchen Simplifizierungen kommt man leider weder bei der Raumakustik noch bei der analogen Abtastung sehr weit, das Laufwek selbst und seine Unterlage hat am wenigsten Einfluß auf das Gesamtergebniss, hier zählt viel mehr die richtie Aufstellung und noch mehr der verwendete Tonarm, respekive seine Eignung für die Kombination mit dem verwendetem Abtastsystem.

Ca. 75% des schlußendlich erreichbaren Ergebnisses gehen zu Lasten des Abtasters und seine korrekten Justage, noch mal ca. 15% trägt der Tonarm selbst bei, (korrektes Zusammenspie mit dem Abtaste einmal vorrausgesetzt) de Rest geht auf´s Laufwerk und seine Aufstellung die vor allem sicher, stabil und trittschallfest sein sollte.

Ob es sich beim Untergrund jetzt um einen Ikea-Tisch, einen tonnenschweren Granitblock oder ein Wandhalterung handelt bleibt sich gleich solange sie die Hauptkriterien optimal erfüllt.

Der Rest bedarf eigentlich keiner irgendwie gearteten Begründung, -er ist vor allem eine Frage des eigenen Geschmacks und des persönlichen Stils-.

MFG Günther
w-o-d-i
Stammgast
#27 erstellt: 01. Nov 2011, 15:54
Okay, Freunde, ich kenne jetzt Eure Meinung. Mein Urlaub ist nun zu Ende. Ich werde jetzt nicht mehr so viel Zeit für Smalltalk haben. Sollte sich noch jemand zu Wort melden, der Erfahrung hat, (deren Auswirkungen sehr, sehr gerne im Promille-Bereich liegen dürfen, denn den Prozent-Bereich habe ich mit meiner Kombination [Laufwerk - Tonarm - Abtaster] schon abgedeckt...) dann werde ich wieder antworten.

@ Rillenohr: keine Angst wegen der 58 kg schweren Platte. Die muss ich bestimmt nicht heben. Das macht meine Frau... die ist Supergirl
w-o-d-i
Stammgast
#28 erstellt: 05. Nov 2011, 01:21

Rillenohr schrieb:


Vielleicht genügt es, die Platte, die ja mittlerweile 58 kg wiegt (!), ...


Ursprünglich hatte ich die Platte auf 35 kg "geschätzt", wobei ich die spezifische Masse auf 2,8 geschätzt hatte und die Masse berechnet.

Dann las ich auf dieser Website:
http://www.phonophono.de/pdf/phono_katalog_simonyorke.pdf
folgende Angaben:
Schieferplatte 2,5 x 56 x 35,5 (H x B x T) /
Gewicht ca. 25kg
daraus errechnete ich mir die spezifische Masse und stellte fest: "oh, ich habe mich gewaltig geirrt... die muss 5 (!) sein" So kam ich dann auf die 58 kg.

Inzwischen habe ich von Prof. Google gelernt: Roh = 2,7 bis 2,8 [kg/dm³]

Meine Schieferplatte mit 3 x 50 x 88 [cm] mit 9 cm großen Fasen an allen 4 Ecken wiegt demnach also doch nur ca. 35 kg.

Aber das macht nichts. Da der Plattenspieler etwas verloren aussehen würde, auf dieser großen Platte, spendiere ich ihm zusätzlich eine kleine Schiefer-Auflage von 2,9 x 56 x 35,5 [cm], wodurch sich die Masse um 16 kg erhöht auf 51 kg.

Neben der Optik bringt diese 2. Platte noch einen entscheidenden Vorteil: Ich werde nämlich unter die große Platte 4 Stück Oehlbach XXL Air Cylinder stellen. Diese habe ich schon bestellt. Ich nehme an, dass die keine Möglichkeit zum "Aufpumpen" haben. Es wäre daher eine unendliche Geschichte, zu versuchen, die Gesamtmasse in die Waage zu bringen. Doch nun verschiebe ich einfach die obere Platte samt Laufwerk, bis alles im Lot ist.

Gestern brachte der Spediteur den Tonabnehmer, das Jan Allaerts MC1 Boron aus Belgien. Süß, die innere Verpackung... wie vom Juwelier...

Das Laufwerk kam heute an... verpackt in einer Holzkiste mit blechversteiften Kanten. Im Inneren in mehreren Schaumstofflagen verteilt die Einzelteile des Einstiegsmodells von Simon Yorke. Alle Achtung!
Ein T-shirt war auch dabei. Das werde ich jetzt so lange tragen, bis ich einen Menschen treffe, der weiß, was das sein soll... Simon Yorke Designs...

Laufwerk und System habe ich heute zwecks Montage der Cartridge zum Spezialisten gebracht.


[Beitrag von w-o-d-i am 05. Nov 2011, 01:26 bearbeitet]
w-o-d-i
Stammgast
#29 erstellt: 24. Jul 2012, 17:49
So, mein Monolog geht weiter, aber ist ja gut, wenn sonst niemand da ist... da kann ich wenigstens niemandem auf die Nerven fallen.

Also, alles ist fertig... (bis auf die Beleuchtung, die ich noch ändern werde, wenn viel Zeit ist.)

Ein paar Details am Rande:

Der Simon Yorke S9 ist ein Plattenspieler mit Riementrieb. Wie üblich steht der Motor extra. Dieser Motor ist "relativ schwach", damit wollte Herr Yorke bewirken, dass sich kleine Schwankungen der Gleichförmigkeit des Antriebs nicht auswirken können. (Zur Veranschaulichung: das "Beserl" zum Abstauben bremst die Platte total ein... erst mit ein wenig Übung kann man so leicht niederdrücken dass sich die Platte weiter dreht... so schwach ist der Antrieb!)

Wenn man den eingeschalteten Motor berührt, spürt man ganz leichte Vibrationen.

Der S9 besitzt keinen Ein-/Aus-Schalter. Der sichtbare Schalter dient nur zur Wahl von 33 oder 45 UpM.

Der S9 ist ein absoluter Minimalist. Laut Herrn Yorke wurde alles weggelassen, was nicht nötig ist. Und alles, was ihm wichtig ist, hat er selbst gefertigt. (So ist das Netzteil - im Gegensatz zu allem Anderen - ein Zukaufsteil mit keiner besonderen Haptik.)

Wer mich kennt, weiß, dass ich erst beurteile, was ich selbst gehört habe. Es gibt High-End-Puristen, die bauen sogar den Ein-/Aus-Schalter ihres Plattenspielers aus, weil das besser klingen soll. Ich habe den umgekehrten Weg gewählt: ich habe am Sekundärkreis des Netzteils eine Leitung unterbrochen und an einen Schalter angeschlossen. (Natürlich habe ich es nicht gewagt, das mit dem Original-Netzteil zu machen. Das neue Alternativ-Netzteil hat eine Lächerlichkeit gekostet und treibt jetzt den Motor des Simon Yorke an.)
Es ist schwer, den "Klang" zu vergleichen... ich habe es versucht.... wir konnten keinen Unterschied feststellen. In beiden Fällen, mit direkt verbundenem Original-Netzteil und aber auch mit Alternativ-Netzteil mit Schalter klingt Musik aus diesem Plattenspieler einfach unbeschreiblich, unendlich gut!

Ich bin fast geneigt zu sagen: Der Motor dreht sich so oder so... was soll das für einen Unterschied beim Klang ergeben? Der Antriebs-Stromkreis hat ja absolut nichts mit dem Signal-Stromkreis zu tun.

[edit: Gramatikfehler ausgebessert,...]
[Im Gegensatz zu allen anderen HiFi-Geräten, bei denen nämlich sowohl Strom-Kreis als auch Signal-Kreis ein und der selbe Kreis ist, was viele einfach nicht wahr haben wollen, ... Daher wird von solchen Ignoranten lieber von "Voodoo" gesprochen, obwohl man es doch so genau hört, wenn eine ordentliche Stromversorgung (Stromkabel usw.) vorhanden ist. Diese Obergescheiten sind eine Bremse für die Verbreitung des guten Tons und für ein Forum, das sich "hifi-forum" nennt.]
[edit: neue Wortwahl]

Also, um mir das mühsehlige Herausziehen und Einführen des Steckers zu ersparen, habe ich einen Schalter eingebaut... und auch gleich einen fürs Licht dazu.

Fortsetzung folgt...


[Beitrag von w-o-d-i am 24. Jul 2012, 20:20 bearbeitet]
w-o-d-i
Stammgast
#30 erstellt: 24. Jul 2012, 18:34
Und so sieht das jetzt aus:

Simon Yorke S9   +   Jan Allaerts   +   Schieferplatten

(Der Puck gehört natürlich auf die Diana Krall - "All for you" - Platte...)

Die Schieferplatten sind nach meinen Plänen in Italien aus Italienischem Schiefer gefertigt worden.
Die untere Platte ist naturrau, die oberen Schieferplatten sind geschliffen.

Es sieht einfach göttlich aus. Aber das hat er sich verdient, unser Simon Yorke!

Denn er klingt auch göttlich! (In der Zwischenzeit wird unser unterer Frequenzbereich mit einem B&W Subwoofer ASW 855 aufgefüllt. Dieser 38cm-Basslautsprecher wird ja vom eigenen 1000W-Verstärker fest im Griff gehalten.)

Nichts dröhnt, nichts rumpelt, es klingt perfekt! Wegen der Schieferplatten? Keine Ahnung. Geschadet hat dieser Aufbau und Aufwand dem Klang aber sicher nicht!

Fortsetzung folgt...
germi1982
Moderator
#31 erstellt: 24. Jul 2012, 18:41
Das kann aber auch nicht alles ab. Gerade wenn du laut Musik hörst wird das nicht soo viel bringen, denn das sind dann meist akkustische Rückkopplungen die über die Luft direkt auf den Tonarm gehen. Das äußert sich dann in unkontrolliertem Schwingen der Membran des Tieftöners. Da kann der Dreher so selbst so sehr entkoppelt sein wie er will. Allerdings bringt das Holzhaus darum schon was in der Hinsicht.

Was da hilft ist ein Rumpelfilter in der Phonostufe, am besten schaltbar...das hat man zur Hochzeit der Schallplatte so gemacht, also als die Platte noch das Medium Nummer 1 war.


[Beitrag von germi1982 am 24. Jul 2012, 18:45 bearbeitet]
w-o-d-i
Stammgast
#32 erstellt: 24. Jul 2012, 19:05
Hallo Marcel,

ich kenne Deine LS leider nicht, aber ich denke, - da Klipsch - dass es Hornlautsprecher sind. Man weiß ja, zu welchen Schallpegeln diese Hörner in der Lage sind. Vielleicht braucht man dann auch solche "Gegenmaßnahmen" wie Du sie beschreibst.

Wie gerade gesagt... bei uns drühnt nichts, rumpelt nichts, es klingt perfekt.
Wir spielen bei uns im Haus schon "laut", Es klingt aber auch wirklich imposant!

Vielleicht hat ja unser Entzerr-Vorverstärker, der PASS XP-15, so einen Subsonic-Filter schon eingebaut... keine Ahnung. Jedenfalls spielt dieser Pass unendlich groß auf! Schon mein Accuphase AD-20 klingt ja schon nicht übel... aber der Pass... alle Achtung! Der klingt noch eine Welt besser!

Ich kann Dir nur noch einmal versichern: der Klang bei uns benötigt keine weitere Maßnahme zur Verminderung von irgendetwas! Wenn wir einen Lottotreffer machen, dann kommen andere Lautsprecherkabel ins Haus... aber sonst sind wir rundherum zufrieden! (Bei 20m Kabellänge müsste es schon ein kleiner Haupttreffer sein!)

Gruß!
Wodi
w-o-d-i
Stammgast
#33 erstellt: 24. Jul 2012, 23:33
So habe ich es dann gemacht:
(Die Fotos sind schon früher entstanden - teilweise bei einem Probe-Zusammenbau - daher decken sie sich nicht ganz mit dem Text. Der Text würde zum letzten Zusammenbau passen, doch dabei wurde nicht mehr fotografiert.)

1)
Auf die 4 cm dicke Grundplatte des Kastens habe ich Luftzylinder von Öhlbach gestellt.

Öhlbach Luftzylinder

2)
Darauf die untere Schieferplatte gelegt. (Zum Zeitpunkt der ersten Fotos war eine passende Sperrholzplatte, die unter die Schieferplatte geklebt werden hätte sollen noch nicht geliefert. Auch eine passende Rückwand, die dann die Kabel verdeckt, war noch nicht da.)

zu groß und zu klein

An den Teilen von Öhlbach gibt es etwas auszusetzen: der "Kolben" hat keine 15° Einführschräge. Das ist ein ganz simpler Konstruktionsfehler. Es passiert dadurch, was mit einer Einführschräge von 15° nicht passieren könnte: man beschädigt zwangsläufig den Dichtungsring. In der Folge entweicht die Luft, bis der Kolben "hart auf hart" ansteht, was nicht im Sinne des Erfinders ist.

Das ist auch bei mir passiert. Doch anstatt mir einen neuen O-Ring zu besorgen, habe ich in jeden der Zylinder eine Gummikugel gelegt. Nun habe ich kein Luftpolster sondern ein Gummielement, auf dem alles aufliegt. Diese Öhlbach-Zylinder sehen sehr gut aus,... aber "kleine Fahrradschläuche" hätten den gewünschten Effekt wohl doch eher erfüllt, wie mir db-powermaster schon ganz am Anfang geraten hat.

Egal, meine Gummikugeln in den Öhlbach-Zylindern erfüllen ihren Zweck auch und die Füßchen sehen gut aus... Schwamm drüber.

3)
In die untere Schieferplatte habe ich einen Lichtschalter montiert, an dem sich Kabel mit Schrauben befestigen lassen (die also nicht nur federbelastete Steckverbindungen haben).

4)
Durch ein Loch in der Schieferplatte habe ich das Stromkabel durchgeführt, das den Motor dann mit Gleichstrom versorgt. Dieser Strom kann vom Schalter ein- und ausgeschaltet werden.

5)
In die beiden oberen Schieferplatten habe ich je 4 Gewindeeinsätze geklebt.
Es sind deshalb 2 Platten, weil ich "die obere Platte" geteilt habe... in einen ungedämpften Plattenteller-Bereich und in einen bedämpften Motor-Bereich. Die Schwingungen des Motors sollen sich ja nicht 1:1 in den Plattenteller übertragen. (Eines Tages werden wohl alle Unterlagen so gebaut .)

6)
Dort, wo die SinnOxx Steel Pointers Gewindeeinsätze der Motor-Unterlagsplatte sind, habe ich 4 SSC Pucks Net Point 300 untergelegt. Die Löcher in der unteren Platte und in der U-förmigen Motor-Platte müssen fluchten,... damit ist die Position der Motor-Platte vorgegeben.

SSC Pucks net point 300

7)
In die Plattenteller-Unterlage habe ich Stellschrauben geschraubt, die flach direkt auf der unteren Schieferplatte aufliegen. Zwischen dieser und der Motor-Platte ist ein ca. 5 mm großer Spalt.

8)
Auch die Spikes die ich in die Motor-Unterlagsplatte geschraubt habe, sind nach meinen Plänen angefertigt worden. Die Original-SinnOxx - Spikes konnte ich nicht gebrauchen. Nun habe ich das Stromkabel auch durch die Motor-Auflageplatte durchgeführt und die Platte mit den Spikes auf die SSC Pucks gestellt.

Schieferplatte unter Plattenspieler-Motor

9)
Meine Einstellschrauben sind alle 8 von oben zu verstellen. (Alles Andere wäre Wahnsinn.) Mit Wasserwaage habe ich nun die beiden oberen Platten in die "horizontale Ebene" und natürlich auch "gleich hoch" eingerichtet.

In die Waage damit!

10)
Dann habe ich die Löcher, durch die ich die Schrauben verdrehen konnte, mit Öhlbach XXL Cinch Caps - Abschlusskappen verschlossen. (Logisch, dass das alles bei der Zeichnung der Schieferplatten schon so geplant war.)

zweckentfremdet: Öhlbach XXL Cinch

11)
Nun habe ich den "Lagerteil" des Plattenspielers aufgestellt, den original S9 Tonarm aufgelegt, und die Kabelchen des Tonarms angesteckt.

Simon Yorke S9 auf 3 Schieferplatten

Das Tonabnehmer-System hatte ich mir zuvor in einem Fachbetrieb montieren lassen. Dort habe ich meinen Plattenspieler auch zum ersten Mal gehört... Nie zuvor in meinem Leben habe ich einen so unbeschreiblich schönen Klang gehört! Der Verkäufer meinte auch: "...najo, der klingt scho guat!"
[Kette dort: Simon Yorke S9 + Jan Allaerts Boron MC1 Mk2 (Tonabnehmer) .... SilentWire ..... als Phonostage so ein kleiner Gesteins-Würfel... Schande, mir fällt nicht ein, wie diese saugute Teil heist!... Silent Wire..... Accuphase E-460 ..... LS-Kabel, ca. 2 Finger dick, keine Ahnung, wie die heißen..... Sonos Faber Armati Futura]

12)
Das Tellerlager nach Anleitung geschmiert und den Plattenteller eingesetzt...

13)
Die Cinchkabel vom Plattenspieler zum Pass und vom Pass zum Vorverstärker angeschlossen....

14)
Platten gehört...

15)
Platten gekauft...

16)
Platten gehört...

17)
Den Bass der Amati Futura vermisst

18)
Subwoofer zugelegt

19)
Platten gehört
(Ja, zugegeben... CDs auch...)

20)
Monate später:
diese Beschreibung meiner Tätigkeiten im Februar 2012 verfasst

... und so sieht's heute aus:

Christianes und Wodis Stereoanlage 2012

Ein Traum ist in Erfüllung gegangen!

Simon Yorke S9   +   Jan Allaerts MC1 Boron MkII  +   Schieferplatten + Schalter

'weiß nicht, ob noch eine Fortsetzung folgt...

Ich danke allen in diesem Forum, die mir auf diesem Weg behilflich waren, sowie allen Firmen, die alle Teile so perfekt nach meinen Zeichnungen gefertigt haben, und meiner Frau, die meine Spinnereien nicht nur duldet, sondern mich auch dabei ermutigt und sich gemeinsam mit mir am Endergebnis erfreut!
germi1982
Moderator
#34 erstellt: 25. Jul 2012, 19:23

w-o-d-i schrieb:
...

ich kenne Deine LS leider nicht, aber ich denke, - da Klipsch - dass es Hornlautsprecher sind. Man weiß ja, zu welchen Schallpegeln diese Hörner in der Lage sind. Vielleicht braucht man dann auch solche "Gegenmaßnahmen" wie Du sie beschreibst.



Ich brauche das auch nicht, steht aber in der Gebrauchsanweisung von meinem Receiver drin. Der stammt aus der Hochzeit der Schallplatte...da wurden die Geräte noch richtig fett gebaut. Heute leider kaum noch, bis auf ein paar Ausnahmen wie Accuphase oder MacIntosh die eben nicht jeden Trend mitmachen.

Die Heresy sind aus der Heritage-Reihe, die werden noch in den USA handgebaut. Von ihrer klanglichen Abstimmung her würde man kaum meinen das es Hörner sind, die wurden im Laufe der Jahrzehnte extrem entschärft was überspitzte Höhen betrifft. Ich habe mich halt für die Kleinen entschieden weil ich im Hörraum nicht viel Platz habe. Da passen die Cornwall, die La Scala oder gar das Eckhorn nicht. Die Stimmenwiedergabe (Gesang) ist auf jeden Fall sensationell! Die zeigen dir auch gnadenlos auf wenn du schlechte Aufnahmen hast, die klingen dann auch richtig schlecht...also Schönfärber sind es nicht.

Und das was du da mit den Stoßdämpfern machst hat Braun schon in den 1970ern gemacht, allerdings mit Öldruckdämpfern.


[Beitrag von germi1982 am 25. Jul 2012, 19:48 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#35 erstellt: 26. Jul 2012, 07:47
Also, bei deiner Konstruktion einer simplen Plattenspielerunterlage fällt mir nur eines ein: Bewundernswerte Leistung!
Optik und Funktionalität sind wirklich wunderbar gelungen, Gratulation!
w-o-d-i
Stammgast
#36 erstellt: 26. Jul 2012, 22:44
aaahhhhh.... das tut gut!
Haakon
w-o-d-i
Stammgast
#37 erstellt: 12. Sep 2012, 17:42

w-o-d-i schrieb:

Der Simon Yorke S9 ist ein Plattenspieler mit Riementrieb. Wie üblich steht der Motor extra. Dieser Motor ist "relativ schwach", damit wollte Herr Yorke bewirken, dass sich kleine Schwankungen der Gleichförmigkeit des Antriebs nicht auswirken können. (Zur Veranschaulichung: das "Beserl" zum Abstauben bremst die Platte total ein... erst mit ein wenig Übung kann man so leicht niederdrücken dass sich die Platte weiter dreht... so schwach ist der Antrieb!)

Wenn man den eingeschalteten Motor berührt, spürt man ganz leichte Vibrationen..


Es muss sein, ich muss endlich ein paar meiner Irrtümer richtigstellen:

1) Nicht der Motor wird durch die winzige Kraft des Staub-Beserls eingebremst, sondern die Schallplatte rutscht dann auf der Carbon-Unterlage. (Trotz Puck!)

2) Ich habe es wieder versucht: ich spüre kein Vibrieren des Motors.
w-o-d-i
Stammgast
#38 erstellt: 13. Jul 2013, 10:55
Nachwort:
zurück zur anfänglichen Sorge "Schwingungen, die sich rückkoppeln könnten":

Egal aus welchen Gründen auch immer, nicht einmal der Bass unserer inzwischen angeschafften Subwoofer-Box B&W ASW 850 schafft es, die Arbeit des Tonabnehmers zu stören. Im Gegenteil, seit auch noch der Subwoofer mithilft, bin ich rundherum glücklich und alles ist perfekt!

Der Subwoofer rundet die tiefen Töne ab, macht sie vollständig. Dort wo man bisher nur einen "tiefen Bass" gehört hat, hört man jetzt deutlich, welches Musikinstrument diesen Bass erzeugt.

Wer mehr über den B&W Subwoofer lesen will, hier ist eine kleine Beschreibung:
http://www.gute-anla...how/Product/asw-850/

Jedenfalls, ich weiß nicht, ob es "notwendig" war, den Aufwand mit den höheneinstellbaren, dreiteilig getrennten Schieferplatten zu treiben. Jedenfalls hat es nicht geschadet und der Simon Yorke S9 klingt so einfach perfekt!

Sollte ich Herrn Simon Yorke einmal persönlich begegnen, kann ich ihm ruhigen Gewissens in die Augen schauen. Alles, was er weggelassen hat habe ich ergänzt, ohne seiner Philosophie entgegenzuwirken.

"Ein Simon Yorke spielt am besten auf Schiefer."
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