Problem: Tonarm springt von der Auslaufrille zurück und dann erst hoch

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Taaazman
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 28. Dez 2011, 20:26
Hallo,
habe einen neuen Plattenspieler von Medion. Ja ich weiß um die "Qual"ität aber er ist ein Geschenk! Ich bekomme ihn nicht so eingerichtet, dass der Tonarm direkt nach dem Abspielen der Platte hochfährt. Er kommt immer etwas ca. (0,5cm) auf den glänzenden Innenring (Auslaufrille?), rutscht kurz in die allerletzte Spur zurück und fährt dann hoch.

Bekomme es durch die Stellschraube nur so hin, dass der Tonarm bereits mitten im letzten Lied hochfährt oder eben so wie oben beschrieben. Ich bin derzeit auf einem Seminar und erst Sonntag zu Hause aber ich erhoffe mir einige Tipps und bitte argumentiert nicht mit "Medion ist Schrott" weil mir das echt nicht hilft. Einer hat mir erzählt, dass ich meine Geschwindigkeit zu hoch eingestellt hätte. Nach Anruf zu Hause weiß ich nun, dass der Hebel nicht ganz auf 33 steht. Frage ist nur, ob das die Lösung wirklich ist. Vielleicht hat einer Ideen.


[Beitrag von Taaazman am 28. Dez 2011, 20:32 bearbeitet]
faxe
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 28. Dez 2011, 23:14
hallo

http://www.medion.co...?msn=50038153&gid=12

mehr kann ich leider auch nicht helfen, sorry.
hatte das (endpunkt)problem mit einem sony ps-q7, habe fast die schraube abgedreht, also vorsicht.

lg faxe
Magister_Verbae
Inventar
#3 erstellt: 28. Dez 2011, 23:51
Willkommen im HiFi-Forum!
Wir hatten ja schon auf anderer Basis Kontakt.

Nicht unerwähnt sollte sein, dass der TE auch zwei Klassiker besitzt (Dual und Kenwood, welche weiß ich nicht).
Es geht hauptsächlich um Digitalisierung.
Reanimierung der Klassiker wird in Erwägung gezogen, aber Ehrgeiz, das Aldi-Teil zum Laufen zu bringen ist da, vielleicht habt ihr ja noch Ansätze.

Nebenbei: Der Tonarm fährt mit 3,5 (!) AK und AS. Eventuell sorgt die hohe AS für ein Rückfahren des Tonarms?

LG

Martin
net-explorer
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 29. Dez 2011, 00:10
Die Beschreibung der automatischen Endabschaltung hört sich für mich annähernd normal an.

Nach Ende des letzten Tones (Ende der engen Rillenspur) kommt der Auslaufbereich der LP, mit einer Führung auf dem glänzenden Vinyl, der dafür sorgt, dass der Tonabnehmer den Arm zum Abschaltkontakt führt. Dieser variiert etwas, je nach Modell.

Anscheinend schaltet der Plattenspieler im Sollbereich nicht so sauber/umgehend ab, so dass es noch zu diesem "Zurückfahren" des TA kommt.

Solange die Nadel nicht auf den bedruckten Bereich gerät, und der Plattenspieler abschaltet, ist doch eigentlich alles in Ordnung?!

Bzgl. AK und AS: Welche Werte sind für das System (welches) denn empfohlen?

Wurde das System händisch selbst ausgerichtet und eingestellt, oder kam das alles "betriebsfertig" von Medion?

Digitalisieren von LP geht auch sehr gut durch Anschluss eines PC oder Laptop am Aufnahmeausgang des Verstärkers. Dann kann man einen "guten" Plattenspieler in Kombination mit einem "sehr guten Phonoteil" am Verstärker für die LP-Signalausgabe nutzen, was das beste Material für die Digitalisierung liefert. Digital aufzeichnen geht unter Windows z.B. mit der Freeware Audacity.
Taaazman
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 29. Dez 2011, 12:03
Ich nehme an du meinst mit dem bedruckten Bereich das Label? Jedenfalls spielt er bei dem genannten Rückfahren in die letzten Rille einen ganz kurzen Ton ab und fährt hoch. Das in der Anleitung empfohlene Gewicht liegt zwischen zwei und vier. Bei zwei springt die Nadel lustig hin und her oder verharrt auf ganz bestimmten Rillen. Bei Platten mit weniger ausgeprägten Rillen kann es vorkommen, dass ich das Gewicht noch etwas höher einstellen muss. Jedoch habe ich das ganze nochmals ganz neu eingestellt und die Platte danach lief völlig in Ordnung.

Gibt es eigentlich andere Tonabnehmer/Nadeln, die ich für das Ding nehmen kann? Im Netz finde ich bisher nichts.
lunatic303
Stammgast
#6 erstellt: 29. Dez 2011, 12:23
Hi,

handelt es sich um das unten verlinkte Gerät?

http://www.markensys...attenspieler/001882/

Falls ja, sollte man das System wechseln können, sieht nach SME-Bajonett aus. Ist aber fraglich, ob ein Upgrade hier Sinn ergeben würde.

Teste doch zuerst mal, ob der Tonarm einigermaßen leichtgängig ist. Dazu bringst Du ihn in die Schwebe (durch Verdrehen des Gegengewichts am Arm). Falls eine Antiskating-Vorrichtung vorhanden sein sollte, stelle diese auf 0. Wenn der Arm frei schwebt, parallel zum Plattenteller, kannst Du durch seitliches, leichtes Anpusten ausprobieren, ob der Tonarm horizontal frei beweglich ist. Der Tonarm sollte sich gleichmäßig zur Mitte des Plattentellers bewegen und möglichst auch zurückschwingen. Um die vertikale Beweglichkeit zu testen, lässt Du einen ca 1x1 cm messenden Papierschnipsel auf das Headshell fallen, der Arm sollte eine Nickbewegung vollführen und sich anschließend langsam wieder in Ruhestellung pendeln.

Wenn beide Tests erfolgreich verlaufen, könnte man über ein besseres System nachdenken..

Ansonsten würde ich Dir in der Testphase, solange die Nadel noch ab und zu springt, dringend empfehlen nur wertlose Platten zu verwenden, nicht dass Du am Ende gutes Vinyl schredderst

Grüße,

Patrick
schlagerbummel
Stammgast
#7 erstellt: 29. Dez 2011, 14:08
Hallo

Ich tippe auch darauf, dass das Antiskating zu hoch eingestellt ist und der Arm so zu schnell nach innen zieht und den Sollpunkt zum Abheben des Arms quasi überfährt ...

LG, Armin
Magister_Verbae
Inventar
#8 erstellt: 29. Dez 2011, 20:30
Da das AS -nach meinen Infos- bei 3,5 liegt, war das auch meine Vermutung.
Einfach mal reduzieren (in 0,2-0,5er Schritten) und sehen, ob sich etwas tut.

Ansonsten gilt immer noch der Rat: Reaktiviere die Klassiker
Mit denen wirst du haptisch, optisch, klanglich und nicht zuletzt, was die Auswahl betrifft, eine weitaus bessere Basis haben.
Und falls es ein paar "Krankheiten" gibt: Hier wird dir kompetent geholfen!

LG

Martin
Taaazman
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 02. Jan 2012, 22:21
Das Problem scheint gelöst. Musste das Gewicht zunächst wirklich sehr hoch stellen und das Antiskating runter. Dann habe ich die Tonarmschraube noch so weit gedreht, dass er auch wirklich jede Platte komplett durchspielt. Sehr volle Platten hat er dann nämlich doch nicht ganz gemacht. Nun geht der Tonarm kurz vor dem Label hoch. Was ich ganz interessant finde ist die Tatsache, dass ich das Gewicht von anfänglich 5,0 nach und nach auf 2,5 stellen konnte, ohne das die alten Fehler auftraten. Zuvor funktionierte das mit 2,5 nicht. Aber nun ja... So lange es jetzt geht, bin ich zufrieden. Vielen Dank euch!
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