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Thorens 145 kaputt? Nadel springt / Tonarm starr?

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aroo
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 28. Aug 2010, 13:34
Moin,

ich habe heute die Cinchkabel an meinem Thorens 145 getauscht (Bericht folgt in einem anderen Thread), dafür habe ich den Thorens auf die Rückseite gekippt. Vorher habe ich den Teller abgenommen und die Schrauben angezogen. Als ich mit den Cinchkabeln fertig war und alles wieder zusammengebaut hatte, schien mir der Tonarm schon beim auflegen ungewöhnlich starr. Die Transportsicherheitsschrauben hatte ich aber gelockert (evtl. nicht locker genug?).

Das Problem ist schwierig zu beschreiben: In 8/10 Fällen setzt die Nadel auf, ich höre auch etwas und nach etwa 1s sprignt die Nadel zurück, als wäre ein Sprung in der Platte. In 2/10 Fällen läuft die Nadel nach ca 10s weiter, läuft ein wenig weiter und springt dann erneut.

Wie schon oben erwähnt: Tonarm lässt sich ungewönlich schwer bewegen, das ist alles, was ich zu dem Problem sagen kann.
Habe ich mein Thorens kaputt gemacht? Irgendwelche Ideen was es sein könnte?

Bin dankbar für jede Hilfe.
Steffen
raindancer
Inventar
#2 erstellt: 28. Aug 2010, 15:18
Du hast WAS gemacht? Den Plattenspieler umgedreht? Versteh ich das so richtig?

Wenn ja, sind natürlich die Tonarmlager hin, da haben dann paar kg drauf gelegen.

Bringt das Ding zum Fachmann, einen Thorens repariert man immer, einen 145 sowieso.

aloa raindancer
raphael.t
Inventar
#3 erstellt: 28. Aug 2010, 15:20
Hallo Steffen!

Fange bei Null an.

1. Bringe den TD in die Waagrechte, Netzstecker ziehen!
2. Nun stellst du Antiskating und Auflagekraft auf Null.
3. Danach bringst du den Arm in die Nullschwebe, indem du das Gegengewicht verschiebst, bis der Arm waagrecht schwebend zur Ruhe kommt. Vorher musst du den Tonarmlift in den Zustand "Gesenkt" bringen.
4. Jetzt Auflagekraft und Antiskating nach der Empfehlung des Tonabnehmer-Herstellers einstellen.
5. Überprüfe die Funktion des Tonarmlifts!
Vielleicht sitzt ja das Armrohr beim Abspielen auf dem Liftbank-Gummi auf. Wie hoch steht die Nadel über der Platte, wie tief reicht sie abgesenkt runter(neben dem Teller, der eine Platte tragen sollte, ausprobieren!)?
6. Wenn du bemerkst, dass die Nadel kaum in die Rille eintaucht, ist der Tonarmlift einzustellen und zwar so, dass die Nadel in der Hochstellung ca. 7-8 mm über der Platte ist.
7. Wenn all das nichts fruchtet, kann die Leichtgängigkeit des Tonarmes in Mitleidenschaft gezogen worden sein.
Dass du "starr" schreibst, deutet darauf hin, aber die Grundeinstellung des Arm ist ohnehin Voraussetzung.
8. Führe also den Arm im abgesenkten Zustand ohne Teller vorsichtig von Hand über seine gedachte Laufbahn.
Das muss ganz leicht gehen.
Wenn du irgendein Hindernis spürst, war´s das. Dann musst du eben von unten nachsehen, was den Arm behindert.
Meist sind´s Kabel, die zu straff sind oder die den Lauf des Armes behindern.
Du kommst schon drauf, dein TD ist robust. So lernst du ihn wenigstens gut kennen.

Doch auch ein Thorens-Büffel braucht ein wenig Zuneigung, das Tellerlager z.B. eine Ölung.
Wenn die Umschaltung 33/45 nicht mehr so gut funktioniert, ist ein neuer Riemen fällig.
Wie das Service geht, findest du im Netz.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


[Beitrag von raphael.t am 28. Aug 2010, 15:36 bearbeitet]
aroo
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 28. Aug 2010, 15:45

Du hast WAS gemacht? Den Plattenspieler umgedreht? Versteh ich das so richtig?


Nein, ich habe ihn nicht umgedreht (180°), ich habe ihn auf die (Rück-)Seite gestellt (90°). Das ist doch eigentlich recht sicher, oder?


Hallo Steffen!

Fange bei Null an.


Das werde ich mal machen. Das mit den Kabel ist ein guter Tip, denn ich habe ja schließlich neue Kabel angelötet


Doch auch ein Thorens-Büffel braucht ein wenig Zuneigung, das Tellerlager z.B. eine Ölung.
Wenn die Umschaltung 33/45 nicht mehr so gut funktioniert, ist ein neuer Riemen fällig.
Wie das Service geht, findest du im Netz.


Das sollte es nicht sein, dass habe ich vor ca. einem jahr gemacht, so schnell braucht ein Thorens doch keine erneute Wartung, oder?

Dann hoffen wir mal, das ich das wieder hinbekomme
aroo
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 28. Aug 2010, 16:06
Nach ernueter Tonarmjustage liegt das Problem immer noch vor. Also habe ich folgenden Tip befolgt:


8. Führe also den Arm im abgesenkten Zustand ohne Teller vorsichtig von Hand über seine gedachte Laufbahn.
Das muss ganz leicht gehen.


Ergebnis: Die ersten Zentimeter lässt sich der Tonarm ganz leicht bewegen und bewegt sich auch durch bloßes anstupsen bis ungefähr in die Mitte. Da stockt es dann, er lässt sich zwar immer noch leicht weiterbewegen, aber nicht so flüssig wie vorher. Nach etwa 1-2 cm lässt der Widerstand nach und man kann ihn wieder einfach bewegen.

Bevor ich ihn nochmals aufschraube, um zu gucken was schief läuft. Darf ich den Thorens jetzt auf die Seite stellen oder mache ich ihn damit kaputt? Wonach muss ich ausschau halten? Darf ich den Tonarm bewegen, wenn der PS auf der Seite liegt und geöffnet ist?

Steffen
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 28. Aug 2010, 16:26
Hallo!

Hast du bei deiner "Kabelaktion die Schrauben der Tonarmbasis gelockert und später wieder angezogen?

Hast du an den Tonarmkabel gezogen oder diese Verdrallt?

Nein du kannst den Plattenspieler getrost auf die Seite Stellen wenn der Tonarm in der Halterung ist und das Kontergewicht abgenommen wird.

Bei aufgesetzter Haube und herausgenommenen Innenteller kannst du ihn auch auf den Rücken drehen, hauptsache die Last liegt nicht auf dem Tonarm.

Ich nehme mal an das hier ein Zug auf die Tonarmkabel kommt die du entweder versehentlich verdrallt hast oder du hast die Tonarmbasis verdreht.

Einen Lagerschaden kann ich zwar nicht ausschließen aber halte ihn eher für unwahrscheinlich.

MFG Günther
aroo
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 28. Aug 2010, 16:41

Hast du bei deiner "Kabelaktion die Schrauben der Tonarmbasis gelockert und später wieder angezogen?


Nein, glaube ich nicht. Hier mal ein Bild von all den Dingen, an denen ich rumgeschraubt habe




Nein du kannst den Plattenspieler getrost auf die Seite Stellen wenn der Tonarm in der Halterung ist und das Kontergewicht abgenommen wird.


Sehr gut. Das habe ich eigentlich gemacht. Ich habe ihn allerdings, als er schon wieder zusammengeschraubt war, noch einmal kurz auf die Seite gedreht um zu gucken wie die Kabel sitzen und da war das Tonarmgewicht schon wieder dran. Meinst du, dabei kann es passiert sein?
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 28. Aug 2010, 17:33
Hallo!

Nein, denke ich nicht wenn der Tonarm in der Halterung war kann eigentlich nichts passiert sein. Im Allgemeinen ist so ein Tonarmlager aucgh wesentlich stabiler als man gemeinhin annimmt.

Hast du den Tonarm im Verlauf dieser Operation ganz sicher nicht verdreht, höhergesetzt oder sonstwie mechanisch verändert?

MFg Günther
raphael.t
Inventar
#9 erstellt: 29. Aug 2010, 08:49
Hallo!

Durch die Aktion könnte der Arm sich aber gelockert haben.
Der Arm ist ja in gerimgem Maße höhenverstellbar, was man aber niocht tun sollte, sonst ist bald die Endabschaltung verstellt.
Ich wäre ja in wenigen Minuten durch mit dem Problem, wohne aber 30 km südl. von Wien.
Da wird´s wahrscheinlich schwierig.

Grüße Raphael
aroo
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 29. Aug 2010, 10:47
Moin,

ich habe das Problem lokalisiert, glaube ich. Es ist die von euch schon vermutete Tonarmkabelverdrallung

Hier sind drei Fotos zur weiteren Analyse.

Foto 1 - vor dem Tausch:




Foto 2 - An dieser Position hakt der Tonarm (etwa 45° von Ausgangsstellung)




Foto 3 - Aktueller Zustand. Tonarm eingehängt.

http://img693.imageshack.us/img693/6079/imag0106q.jpg

Wenn ich den Tonarm bewege, sehe ich auch, dass die Kabel sich ineinander schieben und sich so blockieren. Nur kann ich den Fehler leider nicht beheben, gibt es dafür irgendein Patentrezept?
Noch eine andere Frage: Das blaue, dicke Kabel ist deutlich dicker, als die anderen Tonarmkabel, ist das ein Original? Es ist mit einem dünnen, grünen Kabel verlötet.
Rillenohr
Inventar
#11 erstellt: 29. Aug 2010, 12:27
Die Tonarmkabel sind vermutlich nicht original. Blaue und weiße Kabel kenne ich vom 145 nicht. Da war wohl schon mal ein Vorbesitzer dran.
Viele meinen, sie müssten eine andere Verkabelung einziehen und verschlimmverbessern das Ganze indem sie zu kurze oder zu starre Kabel nehmen.


[Beitrag von Rillenohr am 29. Aug 2010, 12:28 bearbeitet]
aroo
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 29. Aug 2010, 12:32
Puh, das ist ja blöd. Ich werde das dicke blaue Kabel austauschen, vielleicht funktioniert es dann. Kann man als nicht-Profi die Tonarmkabel selbstständig auswechseln?
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 29. Aug 2010, 12:41
Hallo!

Das dicke blaue Kabel ist wohl die Hauptursache des Problems. Hier hat ein Vorbesitzer sich wohl eingebildet das er mit einer neuen Tonarmverdrahtung den Plattenspieler verbessern würde oder es war eine bittere Notwendigkeit da es zu einem Kabelbruch der Tonarminnenverdrahtung gekommen war (seltene aber nicht ganz auszuschließende Ursache) das Endergebniss war dann wohl ein Kaputtmodifiziertes Gerät das Verkauft wurde in der Hoffnung das der neue Besitzer die Reparaturkosten übernimmt.

Ich fürchte fast du konnst um eine professionelle Neuverdrahtung nicht herum, -das kann einiges kosten-.

MFg Günther
aroo
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 29. Aug 2010, 12:49
mh aber der Thorens hat doch immer schön funktioniert
Das ärgert mich jetzt wirklich enorm. Insbesondere, weil ich gerade neue Cinchverbindungen gelötet habe, die funktionieren etc

Gibt es Thorensfachmänner in England? Über wieviel Pesetos reden wir hier? unter 100, über 100€?
Hörbert
Moderator
#15 erstellt: 29. Aug 2010, 13:04
Hallo!

Eventuell ist ja die Ursache doch eine andere, jedenfalls kannst du mal die Tonarmkabel ablöten, paralell ausrichten und dann unverdrallt neu anlöten. Zudem kannst du schauen ob die Endabschaltung irgendwo hakt und auch noch die Tonarmbasis vorsichtig etwas verdrehen um hier einen Spielraum zu gewinnen.

Erst wenn das alles nicht hilft wäre eine Neuverdrahtung des Tonarmes fällig. Dieser Fachmann ist gut und günstig: http://www.highend-online.eu/impressum.html Ob es in England eine AQlternative dazu gibt weiß ich nicht. Aber eine Neuverdrahtung in einem absehbarem Zeitraum würde ich auf jeden Fall vornehmen lassen, -auch wenn es das eine oder andere Work-Around gibt-.

MFG Günther
aroo
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 29. Aug 2010, 13:35
Okay, ich habe eine neue Theorie: Die Spule rechts neben der Platine (Bild 1) ist doch ein Magnet und sobald dieser Magnet dem anderen Magneten gegenüber steht, fühlt man den Widerstand. Drehe ich dann weiter, nimmt der Widerstand wieder ab. Meine Fragen also sind:

Was ist das für ein Magnet (Endabschatlung?)? Kann der sich selbstständig verstellen? Ich habe da nichts bewusst verändert. Wie repariere ich die Magneten?

Danke für eure Utnerstützung.
aroo
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 29. Aug 2010, 21:38
Ich werde noch verrückt hier

Also hier meine neue Theorie vom bösen Magneten erläutert an einem Bild:



Zu sehen ist der Tonarm von unten in Ausgangsposition. Ein kleiner Magnet befindet sich an Position 2. Ich entschuldige mich an dieser Stelle für mein Unwissen im Bereich Fachbegriffe Drehe ich den Tonarm spüre ich Widerstand sobald der Magnet nahe Position 1 ist. Drehe ich weiter und verlässt der Magnet den Bereich, ist kein Widerstand vorhanden. Ich habe mittlerweile alle Tonarmkabel abgelötet und sortiert. Dabei ist mir folgendes aufgefallen.



So sieht die Platine mometan aus. Ich bin drauf und dran die ganze Sache einmal sauber zu entlöten, da der Vorbesitzer anscheinend zittrige Hände hatte. Aber was mich eigentlich interessiert ist, warum die Erde mit einem der Tonarmkabelkontakte zusammengelötet wurde? Hat das einen bestimtmen Grund? Eigentlich soll das goldene Kabel doch an die Schraube gehen, oder? Puh ich hoffe ihr könnt mir helfen meinen Thorens zu retten.

Hörbert
Moderator
#18 erstellt: 30. Aug 2010, 08:13
Hallo!

Erstmal eine wichtige Unterscheidung bezüglich der Begriffe "Erde" und "Masse"

Eine "Erdung" über den Schutzleichter die Netzseitig erfolgt hat mit der Masse die von den Netzteilen deiner Geräte abgeht nichts zu tun und sollte auch nicht verwechselt werden. (und schon gar nicht zusammengeschaltet werden) Aber zurück zu deinem Problem.

Der Vorbesitzer hat es unterlassen die Tonarm,masse von dem invertierten Ausgang der Generatorspule des Abtastsystems zu trennen, hier befindet sich zwischen den beiden Kontakten eine Brücke die du entfernen kannst um die Tonarm-Zargenmasse des PS separat zu führen. Welche von beiden Methoden Brummfreier ist hängt einzig und alleine von der Masseführung in deinem Entzerrer ab. Hier gibt es kein Patentrezept, allerdings eine gewisse Konvention der Gerätehersteller, wurde sich daran gehalten erzeugt die separate Masseführung weniger Brummstörungen.

Das Ablöten und entdrallen der Tonarmkabel habe ich dir schon weiter oben vorgeschlagen, es kann jedenfalls nicht schaden, -es sei denn die gesamte Tonarmverdrahtung ist dermaßen Pfusch das dabei irgendwelche klapprigen Lötstellen im Tonarmrohr abreissen, aber das ist eher unwarscheinlich.

Anstatt jetzt laufend irgendwelche neuen Vermutungen aufzustellen wo der Fehler jetzt sitzt solltes du eine mögliche Fehlerquelle nach der anderen ausschließen. Nur so kommst du weiter, -nicht mit Theorien und Raten-.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 30. Aug 2010, 08:13 bearbeitet]
aroo
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 30. Aug 2010, 09:55

Erstmal eine wichtige Unterscheidung bezüglich der Begriffe "Erde" und "Masse"


Danke dafür. Kann mir einer von euch evtl eine Seite empfehlen, auf der ich mich in diesem Bereich weiterbilden könnte (E-Technik Grundlagen, speziell Plattenspieler)? Wenn ich das Service Manual des Thorens lese verstehe ich zwar, was es aussagt, aber verstehe nicht warum. Ich bin nämlich nicht Ignorant, sondern einfach nur ungebildet

Ich werde die Brücke dann abreißen und die Masse dem PS separat zuführen (also nach dem oben bereits gezeigten Schema, richtig [Bild 3]?)


Das Ablöten und entdrallen der Tonarmkabel habe ich dir schon weiter oben vorgeschlagen, es kann jedenfalls nicht schaden,


Hatte ich vergessen zu erwähnen, Tonarmkabel wurden bereits abgelötet und entdrallt. Die Enden der Kabel gucken jetzt heraus und sind nicht mehr miteinander verdrallt oder verdreht. Trotzdem spüre ich weiterhin den Widerstand.


Anstatt jetzt laufend irgendwelche neuen Vermutungen aufzustellen wo der Fehler jetzt sitzt solltes du eine mögliche Fehlerquelle nach der anderen ausschließen. Nur so kommst du weiter, -nicht mit Theorien und Raten-.


Da hast du natürlich recht. Also, ich habe die Tonarmkabel entlötet und die gucken nun, sauber sortiert, aus der Öffnung heraus. Trotzdem besteht das Problem weiterhin. Die Kabelführung durch den Tonarm scheint problemlos zu funktionieren; Kabel im oberen Teil des Tonarms bewegen sich synchron zu den unteren Kabelenden - was ein gegenseitiges blockieren der Kabel unwahrscheinlich macht (richtig?).

Was meint ihr, wie soll ich weiter vorgehen?
Danke an dieser Stelle für die schon geleistete Hilfe und die Geduld.
raphael.t
Inventar
#20 erstellt: 30. Aug 2010, 15:00
Hallo!

Was ist mit dem schrecklich dicken Kabel ganz rechts?
Das schaut brutal aus!

Schau dir den Arm von unten an, während du ihn drehst.
Achte auch auf Geräusche, ob´s irgendwo schleift.
Was bewegt sich genau?

Wenn die Kabel nicht Ursache der Gangbehinderung sind, hat sich möglicherweise der Tonarm doch in seiner Basis gelockert und ist ev. etwas verdreht.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
aroo
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 30. Aug 2010, 16:02

Was ist mit dem schrecklich dicken Kabel ganz rechts?


Ich nehme an, du beziehst dich auf das blaue Kabel. Ich hab es inzwischen abgelötet und ausgetauscht. Der Vorbesitzer scheint es für sicherer gehalten zu haben


Achte auch auf Geräusche, ob´s irgendwo schleift.
Was bewegt sich genau?


Schleifgeräusche höre ich keine. Es bewegt sich die Spule (beige, runde Form)und die Kabel bewegen sich ebenfalls ein wenig.
Könnte mir jemand erklären, wozu die Magneten da sind (Auf dem Bild unter Position 1 und 2 zu finden)?
earnyh
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 30. Aug 2010, 16:47
Hallo,

das runde Teil (Pos. 2) ist die Halterung des Ferritjochs.
Pos.1 ist die Sensorspule,bewegt sich das Ferritjoch an der
Spule vorbei ändert sich deren Induktivität und die
Endabschaltung löst aus.
Der Abstand zwischen Spule und Ferritjoch soll bei 0,4mm
liegen,wenn sie sich gegenüberstehen bzw. vorbeibewegen.
Das kann durch verschieben des Spulenkörpers eingestellt werden.
Schau dir mal bei der VE die Serviceanleitung an,ist da genau
beschrieben.
Da gibt es auch eine gut lesbare Serviceanleitung vom TD126MKIII (gute Qualität,~15MB),das Funktionsprinzip der Endabschaltung ist das gleiche.

Gruss Earny
Hörbert
Moderator
#23 erstellt: 30. Aug 2010, 19:11
Hallo!

Gut, verdrallte Tonarmkabel die Zug ausüben können wir also ausschließen. Prüfen wir die nächste Möglichkeit, die Liftbank ist in der richtigen Höhe und der Tonarm berührt sie beim Abspielvorgang nicht an irgendeiner Stelle?

Das Tonarmlager steht im richtigen Winkel zum Tellerlager? Falls es verdreht ist wäre der Effekt einfach erklärt.

Sollte hier nichts zu finden sein wäre die Endabschaltung der nächste Punkt den du unter die Lupe nehmen solltest, hierzu stellst du den Plattenspieler mit herausgeschraubren Boden am besten auf die Lehnen zweier mit dem Rücken im passendem Abstand zueinander geschobener Stühle. Falls der runde Klotz irgendwo schabt oder anstößt solltest du das dann sehen können.

Allzuviele Fehlerquellen gibt es bei der einfachen Konstruktion des TD-145 nicht. Sollte sich auch hier nichts auffälliges finden lassen liegt der Schadem möglicherweise doch im Tonarmlager.

MFG Günther
raphael.t
Inventar
#24 erstellt: 31. Aug 2010, 05:13
Hallo!

Ich tippe auch auf die Endabschaltung.
Wie weit lässt sich der Arm vorne nach rechts führen?
Über die normale Position hinaus? Deutlich?

Grüße Raphael
aroo
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 31. Aug 2010, 18:53
Moin und danke.

Der Reihe nach:


das runde Teil (Pos. 2) ist die Halterung des Ferritjochs.
Pos.1 ist die Sensorspule,bewegt sich das Ferritjoch an der
Spule vorbei ändert sich deren Induktivität und die
Endabschaltung löst aus.


Danke. Wird die Endabschaltung durch noch einzustellende Faktoren (Anti-Skating, Auflagekraft, Gerät "unter Strom") beeinflusst? Ich finde die Frage selbst ein wenig peinlich, aber momentan möchte ich nichts unerwähnt lassen


Das kann durch verschieben des Spulenkörpers eingestellt werden.


Dazu müsste ich doch die blaue Schraube des Spulenkörpers lösen, oder? Es kann also nicht ausversehen beim ab-/löten passiert sein?


Gut, verdrallte Tonarmkabel die Zug ausüben können wir also ausschließen.


Denke ich auch.


Prüfen wir die nächste Möglichkeit, die Liftbank ist in der richtigen Höhe und der Tonarm berührt sie beim Abspielvorgang nicht an irgendeiner Stelle?


Der Tonarmlift berührt den Tonarm bei abgesenkter Haltung nicht.


Das Tonarmlager steht im richtigen Winkel zum Tellerlager? Falls es verdreht ist wäre der Effekt einfach erklärt.


Könntest du mir sagen, wie ich das überprüfen kann?


der runde Klotz irgendwo schabt oder anstößt solltest du das dann sehen können


Habe ich gemacht, aber nichts feststellen können. Gleicher Effekt, sobald die Magneten sich zu Nahe kommen, bremst der Tonarm ab. Hier zwei Fotos "von unten":






Wie weit lässt sich der Arm vorne nach rechts führen?


Nicht weiter als Normal denke ich: Siehe Foto.




Ich werde, während ich ungeduldig auf eure Antworten warte, im Servicemanual zum 126 MK III stöbern. Warum musste ich nur die Cinchkabel austauschen? (Wer braucht schon Musik aus zwei Lautsprechern? )

Steffen
raphael.t
Inventar
#26 erstellt: 01. Sep 2010, 05:51
Hallo Steffen!

Zu weit rechts meiner Meinung nach! Das wird´s wahrscheinlich sein.
Soweit ich nmich erinnern kann, sind da zwei Inbusschrauben hinten an der Armbasis unten (ich glaube rechts und hinten), mit denen du die Stellung des Tonarms korrigieren kannst.
Richte ihn pfeilgerade nach vorne aus und dann sehen wir weiter. Vielleicht sitzt er auch einen Hauch zu tief.
Lockere die Halteschrauben etwas und dann positioniere den Arm vorsichtig.
Nicht wild anreißen, sonst haut´s mit der Endabschaltung nicht hin!

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Hörbert
Moderator
#27 erstellt: 01. Sep 2010, 07:38
Hallo!

Den Lagerblock würde ich versuchsweise mal einige Grad nach innen drehen und die Liftbank schräg zum Tonarm stellen, damit wären diese Potentiellen Fehlerquellen sicher ausgeräumt und man kann -falls es nichts nutzt-, weiter nach der Ursache suchen.

Das geht natürlich über das Netz recht zäh, wäre ich oder raphael.t vor Ort, respektive sonst jemand der sich mit den Thorens-Plattenspielern einigermaßen auskennt, wäre der Fehler wohl in kurzer Zeit lokalisiert.

Ach ja, laufen die unterhalb des Vertikallagers sichtbaren Tonarmkabel paralell oder erscheinen sie verdrallt?

Sollten sie verdrallt erscheinennmuß man gegebenenfalls den gesamten Lagerblock um die eigene Achse drehen um die Kabel zu entdrallen.

Sollte so nichts zu finden ein kommst du über kurz oder lang um den Ausbau des gesamten Tonarmes wohl nich herum.

MFG Günther
violette
Stammgast
#28 erstellt: 01. Sep 2010, 08:05
Hallo Aroo

Dein Tonarm ist verstell
Versuche die Alte Einstellung (schraube markierung) wieder zu finden.

Notfallls !

Beide Tonarmführung Imbuschraube leicht öffnen

Tonarm in seine Tonarmstütze halten und der Antiskating Trägerplatte nach link drehen bis zu Anschlag

Lift Bank Stellung wie Herbert sagt auch korrigieren.

Mehr Hilfe per PN

Mfg
Joel
Albus
Inventar
#29 erstellt: 01. Sep 2010, 09:19
Tag,

die Suche nach den Bedingungen der Schwierigkeit kommt nun langsam ins Ziel; fragen möchte ich doch noch: hattest Du vor dem Kippen und Arbeiten das Gegengewicht vom Tonarmhebelende abgenommen?

Freundlich
Albus
raphael.t
Inventar
#30 erstellt: 01. Sep 2010, 13:06
Ja, man hat das Gefühl, jetzt wird´s endlich gut!

Grüße Raphael
aroo
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 01. Sep 2010, 17:00
Hallo alle miteinander,

das hört sich tatsächlich alles so an, als hätten wir die Fehlerursache gefunden. Da kann man leicht übermütig werden, deshalb schreibe ich lieber nochmal was und frage ganz genau nach, bevor ich eine Schraube locker.


Zu weit rechts meiner Meinung nach! Das wird´s wahrscheinlich sein.
Soweit ich nmich erinnern kann, sind da zwei Inbusschrauben hinten an der Armbasis unten (ich glaube rechts und hinten), mit denen du die Stellung des Tonarms korrigieren kannst.


Okay ich habe hier ein paar Fotos. Welche Inbusschrauben muss ich lösen, um den Tonarm auszurichten?






Dein Tonarm ist verstell
Versuche die Alte Einstellung (schraube markierung) wieder zu finden.


Hallo Joel, welche Schraube meinst du genau? Eine der Schrauben im Gehäuse (mit blauer Farbe)? Ich kann da leider keine genaue Markierungen aus machen, da sie komplett blau sind.



Notfallls !

Beide Tonarmführung Imbuschraube leicht öffnen


Welche Inbusschrauben? (Siehe Bilder oben) Wenn ich mich nicht irre, sprichst du über den Vorgang, über den auch raphael gesprochen hat, oder?


Den Lagerblock würde ich versuchsweise mal einige Grad nach innen drehen und die Liftbank schräg zum Tonarm stellen


Ist der Lagerblock der Teil auf dem dem der Tonarm steht (gesichert mit 3 kreuzschlitz Schrauben)? Der Tonarmlift steht doch schräg (~90°) zum Tonarm? Was genau meinst du mit schräg?


Ach ja, laufen die unterhalb des Vertikallagers sichtbaren Tonarmkabel paralell oder erscheinen sie verdrallt?


Recht parallel, ja.


Das geht natürlich über das Netz recht zäh, wäre ich oder raphael.t vor Ort, respektive sonst jemand der sich mit den Thorens-Plattenspielern einigermaßen auskennt, wäre der Fehler wohl in kurzer Zeit lokalisiert.


Das glaube ich gerne. Tja, hier in England ist nicht so viel los mit HiFi scheint mir


hattest Du vor dem Kippen und Arbeiten das Gegengewicht vom Tonarmhebelende abgenommen?


Ja, allerdings hatte ich den PS noch einmal kurz auf die Seite gekippt, um was zu gucken und da war das Gewicht schon wieder dran.

Also los, Endspurt! Danke, danke.
violette
Stammgast
#32 erstellt: 01. Sep 2010, 17:11
Hallo Aroo
Nur N° 3
N° 2 auf keine Fall
Mfg
Joel
Hörbert
Moderator
#33 erstellt: 02. Sep 2010, 05:26
Hallo!

Nein, was da mit Kreuzschlitzschrauben gesichert ist ist die Tonarmbasis, da bleibst du besser weg. Die mußt du nur entfernen wenn du den gesamten Tonarm gegen ein anderes Modell tauschen willst.

Im Grunde meine ich das gleiche wie Joel und raphael.t, nämlich den gesamten Lagerblock etwas drehen und zudem noch die Liftbank etwas schräger drehen damit der Hebepunkt gleich bleibt.

Dazu mußt du wie Joel schon gepostet hat die unteren Schrauben vorsichtig lösen, aber Achtung, wenn du sie einfach nur aufdrehst sackt der Tonarm ab, du solltest dabei den Tonarm am äusseren Lagerring halten und dann etwas mehr nach innen drehen. Danach wieder provisorisch festschraauben und probieren ob er jetzt ohne Stockung durchläuft, wenn nicht mußt du nocheinmal die Schrauben lösen und das ganze wiederholen. Als Anhaltspunkt kann dir die Tonarmhalterung dienen, der Tonarm sollte sich bis ca. 1 Zentimeter darüber hinaus nach aussen bewegen können bis er anschlägt dann stimmt die Position des Lagerblockes schon mal ganz gut.

MFG Günther
aroo
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 03. Sep 2010, 17:37

Hallo Aroo
Nur N° 3
N° 2 auf keine Fall
Mfg
Joel


Du meinst N° 1 und N° 3 oder? Wenn ich nur 3 löse, dann passiert nichts


Dazu mußt du wie Joel schon gepostet hat die unteren Schrauben vorsichtig lösen, aber Achtung, wenn du sie einfach nur aufdrehst sackt der Tonarm ab, du solltest dabei den Tonarm am äusseren Lagerring halten und dann etwas mehr nach innen drehen. Danach wieder provisorisch festschraauben und probieren ob er jetzt ohne Stockung durchläuft, wenn nicht mußt du nocheinmal die Schrauben lösen und das ganze wiederholen. Als Anhaltspunkt kann dir die Tonarmhalterung dienen, der Tonarm sollte sich bis ca. 1 Zentimeter darüber hinaus nach aussen bewegen können bis er anschlägt dann stimmt die Position des Lagerblockes schon mal ganz gut.


Alles klar, dass werde ich morgen alles mal ausprobieren. Danke für die ganze Hilfe, hoffen wir aufs Beste.

aroo
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 04. Sep 2010, 14:42
Hallo zusammen,

leider hat es alles nichts gebracht

Ich habe die 2 Inbusschrauben gelöst und nach euren Anleitungen gedreht, hat ohne Probleme geklappt.

Das Problem besteht aber immer noch, bisher haben wir folgende Ursachen ausgeschlossen:

* verdrehte oder blockierte Tonarmkabel
* verstellte Tonarmbasis (egal ob weiter nach links oder rechts, das Problem bestand weiterhin unverändert (d.h. auch die Position an der das Problem auftrat änderte sich nicht.)

Ich habe hier nochmal eine Reihe von Bilder für Analysezwecke.
Bild 1 (Tonarm so weit nach rechts ausgerichtet wie möglich)

http://img839.imageshack.us/img839/7456/imag0120t.jpg

Bild 2 (Tonarm an der stockenden Stellen)

http://img840.imageshack.us/img840/1014/imag0121v.jpg

Bild 3 (Tonarm verlässt die stockende Stelle)

http://img543.imageshack.us/img543/6519/imag0122.jpg

Bild 4 (Tonarm so weit nach links ausgerichtet wie möglich)

http://img713.imageshack.us/img713/6991/imag0123q.jpg

Bild 5-8 (Bilder der Tonarmbasis)

http://img530.imageshack.us/img530/8872/imag0124m.jpg

http://img37.imageshack.us/img37/2168/imag0125e.jpg

http://img291.imageshack.us/img291/1432/imag0127p.jpg


Tut mir echt leid, euch keine positivieren Nachrichten überbringen zu können. So langsam wird es frustrierend - was nicht heißen soll, dass ich die Hoffnung aufgegeben habe.

Steffen
Albus
Inventar
#36 erstellt: 04. Sep 2010, 15:52
Tag,

das Ding braucht wie noch jeder Tonarm einen Drehwinkel von ca. 50° als Maximum, eher weniger, den aber hat der gegebene Arm nicht; gehalten wird die Drehbewegung zwischen den Abschnitten Radius ca. 65 mm und 100 mm, entsprechend etwa Winkel von 30° und 10°. Mancher Tonarm reicht nicht einmal bis an die Tellerachse. Der Überschuss nach rechts ist doch wohl belanglos. - Oben bietet sich ein dicker Schlitz als Schlitz zur Betätigung an: ich öffnete die Kappe für einen Blick, vermutlich auf ein Kugellager oder eine Spitzenlagerung. Es sei denn 'unten' hängt irgendwo noch ein weiterer Magnet herum, dessen Magnetfeld streut und die Blockade verursacht. Irgend neue Drähte (Kabel) mit massivem Innenleiter aus Stahl kupferbeschichtet wsurde nicht verwendet? Stahl ist eben magnetisch, auch in kleinen Portionen.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 04. Sep 2010, 15:53 bearbeitet]
earnyh
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 04. Sep 2010, 17:10
Der Effekt ist auch da wenn der Player vom Netz getrennt ist?
Nimm mal eine Stecknadel und taste das Ferritjoch und die Sensorspule ab.Die sollten ausgeschaltet nicht magnetisch
sein.
Ansonsten schraub einfach mal die Sensorspule ab,und teste mal.

Gruss Earny
aroo
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 04. Sep 2010, 17:29
Hallo,

Albus, ich bin mir nicht sicher, ob ich genau verstehe, was du mir sagen möchtest.


das Ding braucht wie noch jeder Tonarm einen Drehwinkel von ca. 50° als Maximum, eher weniger, den aber hat der gegebene Arm nicht; gehalten wird die Drehbewegung zwischen den Abschnitten Radius ca. 65 mm und 100 mm, entsprechend etwa Winkel von 30° und 10°. Mancher Tonarm reicht nicht einmal bis an die Tellerachse. Der Überschuss nach rechts ist doch wohl belanglos. -


Wenn ich das richtig verstehe, sagst du erst aus, dass mein Tonarm nicht die 50° Maximun übersteigt, richtig? Dann sagst du als zweites, dass man am Überschuss nach rechts nicht sehen kann, ob ein Tonarm richtig kalibriert ist oder nicht.


Oben bietet sich ein dicker Schlitz als Schlitz zur Betätigung an


Was meinst du damit?


Irgend neue Drähte (Kabel) mit massivem Innenleiter aus Stahl kupferbeschichtet wsurde nicht verwendet? Stahl ist eben magnetisch, auch in kleinen Portionen.


Ich habe Sommer Albedo genommen, ich denke nicht, dass die Schwierigkeiten daher kommen - lasse mich aber natürlich gerne eines Besseren belehren


Der Effekt ist auch da wenn der Player vom Netz getrennt ist?


Ja.


Nimm mal eine Stecknadel und taste das Ferritjoch und die Sensorspule ab.Die sollten ausgeschaltet nicht magnetisch
sein.
Ansonsten schraub einfach mal die Sensorspule ab,und teste mal.


Was mache ich, wenn entweder das Ferritjoch oder die Sensorspule trotzdem magnetisch sind?
Ich bin mir fast sicher da magnetische Kräfte gespürt zu haben, werde es aber nochmals gründlich testen.

Kann ich die Sensorspule bedenkenlos abnehmen? Ich habe sehr großen Respekt vor den Schrauben mit blauer Farbe
Zur Sicherheit nochmal; das runde Ding mit der blauen Schraube, richtig?



Danke für eure Hilfe!
earnyh
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 04. Sep 2010, 17:59
Hallo Steffen,

das runde Teil ist das Ferritjoch.Lass das erst mal dran.

Das rechteckige,mit dem Kondensator und den zwei roten Kabeln
dran,schraub das mal weg.Bzw. Schraube lösen und weiter weg schieben.

Gruss Earny
Hörbert
Moderator
#40 erstellt: 04. Sep 2010, 18:57
Hallo!


Du schreibst:

...verstellte Tonarmbasis (egal ob weiter nach links oder rechts, das Problem bestand weiterhin unverändert (d.h. auch die Position an der das Problem auftrat änderte sich nicht.)...



Das gibt mir einiges zu denken.

Wenn du den Tonarm respektive der Lagerbloch nach innen gedrht hast und der Tonarm bleibt trotzdem noch an der gleichen Stelle auf der Platte stehen kann es sich eigentlich nicht um einen Schaden am Tonarm handeln da der Punkt an dem der Tonarm hängt mitwandern müßte.

Falls das also tatsächlich der Fall ist müßte es sich eigentlich um einen Einfluß ausserhalb des Tonarmes handeln.

Welcher Einfluß käme dafür in Frage? Jedenfalls kann es kein Magnetischer Einfluß von dem Ferrithjoch sein da das ja die Drehung mitmacht.

Jetzt noch eine recht dumme Frage: Testest du das etwa immer mit der gleichen Schallplatte? Wenn ja, wie verhält sich der Tonarm bei anderen Schallplatten?

MFG Günther
aroo
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 04. Sep 2010, 20:49


das runde Teil ist das Ferritjoch.Lass das erst mal dran.

Das rechteckige,mit dem Kondensator und den zwei roten Kabeln
dran,schraub das mal weg.Bzw. Schraube lösen und weiter weg schieben.


Danke. Hatte das falsch in Erinnerung.


Jetzt noch eine recht dumme Frage: Testest du das etwa immer mit der gleichen Schallplatte? Wenn ja, wie verhält sich der Tonarm bei anderen Schallplatten?


Haha. Nein, obwohl ich den Gedanken lustig finde Hier im Forum eine Wochen nach 'ner Ursache zu suchen und dann liegts an der Platte Die Platte, die auf den Fotos zu sehen ist, ist meine "Justageplatte", nichts weiter.

Allerdings bringt mich deine Frage auf ein weiteres Detail, welches für mich selbstverständlich ist, für euch an den anderen Enden des Äthers, allerdings vielleicht nicht ganz klar ist. Ich spüre den Widerstand auch, wenn ich den Tonarm "durch die Luft führe".

Ich habe hier, mit meinen außergewöhnlich guten Paint-Fähigkeiten, mal aufgemalt, wo genau ich diesen Widerstand spüre.
Zone 1 und 3 - kein Widerstand
Zone 2 - Widerstand




Falls das also tatsächlich der Fall ist müßte es sich eigentlich um einen Einfluß ausserhalb des Tonarmes handeln.

Welcher Einfluß käme dafür in Frage? Jedenfalls kann es kein Magnetischer Einfluß von dem Ferrithjoch sein da das ja die Drehung mitmacht.


Da bin ich überfragt. Meint ihr, weitere Fotos vom Innenleben des gesamten Plattenspieler bringen etwas?
Tut mir wirklich leid, dass ich nicht von größerem Nutzen sein kann.
s
earnyh
Hat sich gelöscht
#42 erstellt: 04. Sep 2010, 21:39
Hallo Stefan,

wenn Du die Spule weggeschraubt hast,der Runde Halter
des Ferritjochs nirgendwo streift und der Widerstand immer noch vorhanden ist kann es nicht mehr von unten kommen.

Wo ich aber gerade dein letztes Bild sehe,kontrolliere nochmal
die Antiskating Verstellung.Wenn Du diese von 3 auf 0 verstellst muss sich innen ein Magnet verschieben.Du siehst ja quasi in der Achse des Einstellknopfes am äusseren Tonarmgehäuse die runden Bohrungen.
Von vorne betrachtet steckt in der linken Bohrung ein Permanentmagnet der fest eingebaut ist.In der rechten Bohrung,
wo die Antiskatingverstellung sitzt,ist auch ein Magnet der über diese Vorrichtung verschoben wird. Das müsstest du eigentlich sehen können,eventuell kannst Du es ja auch mit einer abgebogenen Büroklammer ertasten.

Diese Magnete wirken auf den Ring direkt unter dem Kardangelenk,dürfen diesen aber nicht berühren.Ich habe schon Magnete gesehen die gebrochen waren.

Verständlich?
Bei Einstellung 3 müsste der Magnet nahe dem Ring sein,bei Stellung 0 weit weg.

Den Ring sieht man hier auf deinem Bild,über Markierung 2,
direkt unter dem silbernen inneren Körper.
http://s5.directupload.net/images/100901/firu97bd.jpg



Gruss Earny
Albus
Inventar
#43 erstellt: 05. Sep 2010, 11:31
Tag,

da hat Earny genau hingesehen, die Marke des Antiskating steht auf Maximum; das muss genauestens angesehen werden. Erstmal für Earny eine 10,0 vornotiert.

Freundlich
Albus
aroo
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 05. Sep 2010, 14:06
Hallo,


wenn Du die Spule weggeschraubt hast,der Runde Halter
des Ferritjochs nirgendwo streift und der Widerstand immer noch vorhanden ist kann es nicht mehr von unten kommen.


Wird gleich mal alles ausprobiert.


Wo ich aber gerade dein letztes Bild sehe,kontrolliere nochmal
die Antiskating Verstellung.Wenn Du diese von 3 auf 0 verstellst muss sich innen ein Magnet verschieben.


Antiskating scheint zu funktionieren, auf 3 sehe ich den Magneten nahe des Ringmageneten, verstelle ich die Antiskatingkraft wieder, dann zieht er sich zurück.


Diese Magnete wirken auf den Ring direkt unter dem Kardangelenk,dürfen diesen aber nicht berühren


Geprüft - tun sie nicht.


da hat Earny genau hingesehen, die Marke des Antiskating steht auf Maximum; das muss genauestens angesehen werden. Erstmal für Earny eine 10,0 vornotiert.


Warum muss das genauestens angesehen werden? Auf dem Bild ist die Antiskatingkraft verstellt, weil ich kurz vorher geprüft habe, ob das Verstellen der Antiskatingkraft den Effekt verstärkt oder abschwächt. Die normale Antiskatingkraft für meinen TA liegt bei 1.75.

Also, ich werde mal earnyhs Hinweisen nachgehen.
Danke soweit
SteffEn
earnyh
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 05. Sep 2010, 14:30
Hallo Steffen,

das mit dem Antiskating wäre auch noch eine Möglichkeit
gewesen,


Antiskating scheint zu funktionieren, auf 3 sehe ich den Magneten nahe des Ringmageneten, verstelle ich die Antiskatingkraft wieder, dann zieht er sich zurück.


das scheint dann aber in Ordnung zu sein.

Gruss Earny
Hörbert
Moderator
#46 erstellt: 05. Sep 2010, 15:16
Hallo!

Meine eigentliche Frage ist wohl ein wenig untergegangen, also noch einmal.

Du hast geschrieben:

[quote...verstellte Tonarmbasis (egal ob weiter nach links oder rechts, das Problem bestand weiterhin unverändert (d.h. auch die Position an der das Problem auftrat änderte sich nicht.)...][/quote]

Ist in der Tat so das der Punkt an dem sich das Prioblem zeigt nicht mitwandert wenn du den Tonarm in der Basis verdrehst.

Es ist sehr wichtig das zu wissen. Denn sollte es so sein liegt das Problem nicht am Tonarm sondern woandes. Egal ob es sich um ein Lagerproblem oder sonst um irgendeine Hemmung innerhalb der Tonarmkonstruktion handelt, der Punkt an dem der Arm auf der Platte Steht sollte im gleichen Maß wandern in der das Lager verdreht wird.

MFG Günther
earnyh
Hat sich gelöscht
#47 erstellt: 05. Sep 2010, 18:00
Hallo Günter,da hast du Recht.

Wenn es Lager oder Antiskating wäre hätte der Punkt des Widerstands beim verdrehen der Tonarmbasis mitwandern
müssen.

Dann bleibt nur noch die Endabschaltung,die Position der
Sensorspule wird ja durch verdrehen des Tonarmes nicht verändert?

Bei meinem EMT929 fehlte die Ferrithalterung,da hatte ich mir selber was konstruiert.Da ist aber nichts spürbar magnetisch.
Ich bin aber wirklich nicht mehr sicher ob das ganze
(das silberne Kunststoffteil wo auch die Sensorspule befestigt ist)am Tonarmschaft(dann würde es mitwandern) oder am Tonarmboard befestigt ist.


Gruss Earny
Albus
Inventar
#48 erstellt: 05. Sep 2010, 18:17
Tag erneut,

noch einer im Werweissen von mir: irgend Magnetisches als Problemlösung erwarte ich nicht mehr.

Weil: Wenn Magnetismus im üblen Spiel wäre, dann müsste (erstens) der Arm beim Eintritt in das Streufeld der Magneten angezogen, d.i. merklich (sichtbar) hineingezogen werden in eine leicht beschleunigte Bewegung, und (zweitens) dann im homogenen Bereich der Magnetfelder gehalten werden, schließlich (drittens) beim Hinausschieben mit der Hand, nach dem Loslassen am anderen seitlichen Streufeldbereich der Magnete, ein Stück zurück gezogen werden, bis gänzlich aus den Streufeldern heraus geführt. So ist es aber wohl nicht.

Vielmehr liest sich das alles, als ob eine Gleitreibung in eine Haftreibung über gegangen sei. Erste Adresse dafür ist aber doch das Drehlager des Armes. Meine erste Probe wäre schlicht, Grundstellung für den Arm - und dann die Gleitprobe. Heißt: Auflagekraft 0,0 g, Antiskating 0, Arm in die Balance, Lift nach unten; Arm anblasen. Bleibt der Arm dann im Drehwinkel stehen, versuchen, den Punkt der Haftreibung am Arm selbst zu finden. Haftet der Arm 'von unten' oder der Armhebel 'im oben'?

Nachsatz: Was das Nichtmitdrehen der Stopposition bei Bewegung des sog. Lagerblocks angeht: wenn eben im Kardanlager eines völlig, 360°, angeschlagen ist?!

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 05. Sep 2010, 18:41 bearbeitet]
aroo
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 09. Sep 2010, 19:30
Hallo Allerseits.

Ich hatte gestern endlich wieder Zeit ein wenig an meinem Thorens zu schrauben. Leider war es wohl ein wenig spät und ich entschloss, in einem Zustand geistiger Umnachtung, ein Tonarmkabel nach oben aus dem Tonarm herauszuziehen. Schon beim Ziehen merkte ich, dass sich irgendwas in meinem Körper gegen diese Handlung wehrte, leider zu spät. Jetzt war das Kabel draußen - der Effekt immer noch da Also habe ich anschließend 40 Minuten lang versucht das Kabel wieder zurück durch den Kanal nach unten gleiten zu lassen. Ich kam glaube ich bis zum Ferritjoch, nie weiter.
Also musste ich, schluchzend, da ihr mich ja davor gewarnt habt, das Ferritjoch abnehmen. Zum Glück war es so, wie ich es mir gedacht hatte - das Kabel steckte mehr oder weniger vor dem Ferritjochkanal fest.
Da das Ferritjoch nun abmontiert war, probierte ich erneut den Tonarm zu bewegen - und siehe da: Der Widerstand war weg! Also probierte ich herum und schraubte das Ferritjoch an verschiedenen Position fest. Das Ergebnis: Verstellte ich das Ferritjoch, bewegte sich der Widerstand "mit". Ich schraubte es also einer Stelle fest, an der der Effekt etwa an der Stelle auftauchte, an der die Platte ausläuft.
Mit zittrig-aufgeregten Händen also wieder alles angelötet, angeschraubt, umgedreht und angeschlossen. Dann schnell noch das Tonarmgewicht justiert, Antiskating und Auflagekraft auf 1.75 gedreht und los gings!
Mit meiner Testschallplatte von "Precious Wilson" (Wer kennt sie nicht? ) einen ersten Test gemacht. Alles funktionierte! Hurra!

So nun aber weitere Fragen: Warum oder besser: Wie habe ich das Ferritjoch verstellt? Ich kann mich ehrlich nicht daran erinnern das Ferritjoch in irgendeiner Weise gedreht zu haben, zumal es auch fest angeschraubt war.
Wwas kann ich beim Ferritjoch ab-/anschrauben kaputt oder falsch gemacht haben? Worauf ist zu achten?
Nochmals vielen Dank an alle Helfer, eure Ratschläge haben mir immer wieder Motivation und Mut gegeben und haben letztendlich auch zum Erfolg geführt. Zudem kenne ich dank eures Wissen nun meinen Thorens ein wenig besser.
steffen
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