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Bias/Level/EQ-Einstellung Sony-Tapedecks

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Noctew
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 04. Jan 2012, 20:14
Hallo,

ich habe ein gebrauchtes TC-K 808 ES ohne Anleitung erstanden. Bias/Level-Einstellung kenne ich vom TC-K 920 QS, aber der 808 hat ja auch noch eine EQ-Einstellung Low/Normal/High. Wie ist denn da die richtige Reihenfolge...und es sind ja auch nur zwei Balken in Deckung zu bringen, nicht drei.

Fragen über Fragen...
SR2245
Stammgast
#2 erstellt: 05. Jan 2012, 17:41
Manchmal reicht der Regelbereich der BIAS/Level Einstellung nicht aus um die Balken deckungsgleich an der Level Marke zu bekommen.
Etwa bei manchen Zweischichtbändern oder einigen Metallbändern.
Dann kann während der Kalibration den EQ CAL noch zusätzlich nbenutzen.

EQ High erhöht sowohl die Wiedergabe der hohen Frequenzen als auch den REC Level.
EQ LOW verringert sowohl die Wiedergabe der hohen Frequenzen als auch den REC Leveln.

REC EQ CAL kann man auch zusätzlich nach der Kalibrierung benutzen um bewusst ein gewisses Klangbild zu erzielen.
(Was natürlich auch schon mit der Bias Einstellung während der zweistufigen Kalibrierung geht)

Je nach später zu benutzenden Schalterstellung solltte man voher bei der Kalibrierung die Levelerhöhung/verringerung berücksichtigen.

Deckungsgleicher Playback und Rec Level sind besonders wichtig für ein gut funktionierendes Dolby.


Bekommst du bei deinem Bandmaterial die Kalibrierung mit BIAS und Level hin und du willst keine andere Klangcharakteristik, ist der REC EQ CAL Schalter überflüssig.




Such doch mal bei google nach Sony TCK.pdf
Wirst bestimmt ein Manual von einem der größeren Decks finden, wo diese Funktion beschrieben ist.


[Beitrag von SR2245 am 05. Jan 2012, 17:50 bearbeitet]
Noctew
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 05. Jan 2012, 18:34
Ja, danke, ich hab was gefunden


[Beitrag von Noctew am 05. Jan 2012, 18:35 bearbeitet]
SR2245
Stammgast
#4 erstellt: 05. Jan 2012, 19:05
Hier auch nochmal, ein wenig anders, passt hier eher zu meiner Beschreibung.

950ES
Noctew
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 05. Jan 2012, 19:06
Ich noch einmal...der Anleitung nach ist das ja ein ganz anderes Konzept als z.B. Pioneer es mit Auto-BLE verfolgte. Dort diente der EQ, wenn ich es damals richtig verstanden hatte, dazu die Frequenzgangdelle von Zweischichtbändern glattzubügeln, während Sony hier primär ermöglichen will, den Balanceakt zwischen Aussteuerbarkeit und Verzerrungen manuell zu optimieren.

- Hat man hochtonreiche Musik, wird die Höhenaussteuerbarkeit zum Problem, also stellt man den EQ auf "Low", d.h. weniger Höhen, biegt dann den Frequenzgang durch weniger Bias wieder gerade und hat Höhenaussteuerbarkeit gewonnen um den Preis von mehr Verzerrungen (die ggf. von den vorhandenen Obertönen teilweise verdeckt werden)

- Hat man basslastige Musik stellt man den EQ auf "High", erhöht den Bias, verliert dadurch Höhenaussteuerbarkeit die man hier nicht braucht und optimiert die Verzerrungen.

- Erst in zweiter Linie soll der EQ benutzt werden wenn der Regelbereich der anderen Regler nicht ausreicht (muss ich mal mit der guten alten Maxell XL-IIS ausprobieren; die hat immer Bias ohne Ende gebraucht weil der Höhenanstieg extrem war).
Noctew
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 06. Jan 2012, 17:28
Falls es jemand interessiert: ich habe da noch eine gute Beschreibung hierzu gefunden gefunden:

"Record pre-emphasis is what is used to get frequency response flat after adjusting bias. It is user-adjustable in professional recorders but extremely rare in cassette decks. If one sets bias on the low side in order to sacrifice some low frequency output and distortion in favor of greater HF output and SOL, one can back off the pre-emphasis a bit to improve output. On the other hand, if one prefers to maximize low frequency output and minimize LF distortion, the bias can be increased a bit at the sacrifice of HF output. Record EQ is then turned up to bring the HF output, but at some risk of increased HF saturation. This is not a significant problem with mastering equipment running at 7.5, 15, or 30 ips; but it is skating on thin ice with cassette tape because the thresholds are so narrow." (User Wilhelm im tapeheads.net-Forum)
RöhreV2
Neuling
#7 erstellt: 04. Jul 2013, 17:53
Hi Sony Fans

habe mir kürzlich, um aufzusteigen, zwei 870 ES geholt. Nun bei den ersten Aufnahmen habe ich trotz der Einmessprozedur eine Pegelabweichung

von REC zu Playback. Da habe ich mal das andere fit gemacht d.h. gereinigt, entmagnetisiert und siehe da, das exakt gleiche "Problem".

Nun Frage ich mich, was soll die Zeremonie, wenn ich den hinterher aufgenommen Level der Aufnahme nur schätzen kann.

Klar kann ich bei der Bandkalibrierung REC Level 2db weniger einstellen um bei der Aufnahme auf der sicheren Seite zu sein um nicht zu übersteuern.

Aber macht das Sinn ? Ich sollte doch den "Großen " Rec Level Regler bis zu angezeigten Max. aussteuern können ohne im PB jedes mal in den Roten

bereich zu kommen? oder liegt bei beiden Geräten ein defekt vor ? oder mache ich was falsch?

Die Aufnahmen sind nur hörbar mit eingeschalteten HX Pro da fallt das übersteuerte Signal nicht auf..

Bin Ratlos und würde mich über Tipps freuen.

Grüße Ralle
HiFi_Addicted
Inventar
#8 erstellt: 04. Jul 2013, 18:20
Der Rote Bereich ist kein Problem. Kommt aufs Bandmaterial drauf an. Einige Kassetten vertragen durchaus +6 dB und mehr ohne Verzerrungen.

Stand früher auf auf der Hülle wie weit man Aussteuern konnte.

LG
Passat
Moderator
#9 erstellt: 04. Jul 2013, 18:56
Die Pegelanzeigen beim Einmessen stimmen oft nicht.

Man muß den Pegel mit dem Rec-Cal Regler so einstellen, das der Pegel vor- und Hinterband exakt gleich ist.
Dann wird per BIAS nicht auf glatten Frequenzgang, sondern auch maximale Aussteuerbarkeit geregelt.
Eine Änderung des BIAS zieht i.d.R. auch eine kleine Änderung des Aufnahmepegels nach sich. Der muß also nach der BIAS-Einstellerei noch einmal kontrolliert und bei Abweichungen nachgeregelt werden.
Evtl. durch die BIAS-Einstellung entstehende Frequenzgangfehler muß man dann per Aufnahmeentzerrung glatt bügeln, also per REC-EQ.

Da hat der Sony leider nur einen groben 3-stufigen Schalter.

Was den Aufnahmepegel angeht:
Da kommt es aufs Tapedeck an, welches Band sich wie weit aussteuern lässt.
Da muß man ausprobieren.
Wenn es verzerrt, muß man den Aufnahmepegel reduzieren.

Grüße
Roman
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