neues Kassettendeck -> DAT ?

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666Alex666
Neuling
#1 erstellt: 13. Mai 2004, 20:55
Hallo!

Habe einige alte nicht als offizielle CDs erhältliche Audio-Tapes (überwiegend Musik, z.T. Live-Aufnahmen von Freunden die in Bands gespielt haben Anfang der 90er, z.T. Demo Tapes etc.) welche ich mit meinem Sony DAT-Rekorder TCD-7 digital verewigen möchte.

Mein altes Kassettendeck "Kenwood KX-880D" von ca. 1988 soll für nur diesen Job erneuert werden, sprich ich möchte mir ein neues und NICHT benutztes Tapedeck (Einfachdeck, nicht 2fach) zulegen. Gibt es noch neue und erhältliche Tapedecks die diesbezüglich als sehr gutes Abspielgerät fungieren und sich für mein Anliegen eignen ? Preislage nicht mehr als 150-200eur. Muß auf Besonderheiten (Tonkopfanzahl, etc..) geachtet werden ??

Vielen Dank für jeden Tip!

Alex
RealHendrik
Inventar
#2 erstellt: 14. Mai 2004, 09:53
Das KX-880D war eigentlich ein gutes Gerät. Wenn es im Laufe der letzten 16 Jahre nicht im Dauerbetrieb lief (auf deutsch: Tonkopf abgenudelt wurde) und ansonsten noch brauchbar funktioniert, würde ich das Teil nicht ersetzen. Mal or'dtlich den Tonkopf reinigen, entmagnetisieren und das Gerät insgesamt sauber einstellen (lassen), dürfte mA besser sein als ein neues Gerät in der von Dir genannten Preisklasse zú erwerben.

Gruss,

Hendrik
Bernd
Stammgast
#3 erstellt: 14. Mai 2004, 12:17
und wenn es doch ein neues sein soll: TEAC hat noch ein erstaunlich breites Angebot aus allen Preisklassen.
wolfi
Inventar
#4 erstellt: 14. Mai 2004, 14:26
Hallo,
möchte hendrik beipflichten. Bei der zur Verfügung stehenden Summe halte ich einen funktionierenden 880 D für überlegen.
bukowsky
Inventar
#5 erstellt: 14. Mai 2004, 14:46
mal eine Zwischenfrage: Was nennt Ihr denn bei Tapedecks gut? Ich hatte auch einmal dieses Deck und fand es überhaupt nicht gut. Billige Kunststoffmechanik überall, unzureichender Frequenzgang (im Bass schwankend und links und rechts unterschiedlich; Höhen fielen ab etwa 15 kHz ab). Ich hatte es Mitte/Ende der 80er neu gekauft und nach zwei Jahren Betrieb durch ein viel älteres Dual C 844 ersetzt, welches m. E. im Vergleich um Welten besser aufspielt. Das Dual läuft übrigens heute noch sehr zuverlässig ...
wolfi
Inventar
#6 erstellt: 14. Mai 2004, 15:05
Hallo,
ich kenne eine Reihe dieser Geräte, die seit ca. 15 Jahren problemlos funktionieren. Keine der von B. besprochenen Schwierigkeiten traten auf.
bukowsky
Inventar
#7 erstellt: 14. Mai 2004, 15:15

Hallo,
ich kenne eine Reihe dieser Geräte, die seit ca. 15 Jahren problemlos funktionieren. Keine der von B. besprochenen Schwierigkeiten traten auf.


waren keine Schwierigkeiten ... sondern konstruktionsbedingt. Schraub' den Deckel auf und versuch' beispeilsweise mal, den Tonkopf zu tauschen ... dann lernst Du die "stabile" Mechanik kennen, empfindliche Kunststoffnippel und -ärmchen, die man nichtmal anfassen mag. Oder messe den Frequenzgang nach und Du wirst feststellen, dass die Linearität bei etwa 15 kHz aufhört.
Ich habe das Gerät nicht wegen irgendwelcher Schwierigkeiten verkauft, sondern wegen erheblicher Qualitätsmängel.
666Alex666
Neuling
#8 erstellt: 14. Mai 2004, 15:27
vielen vielen Dank für die Info. bleibe also bei meinem Kenwood Deck. Entschuldigt die Nachfrage wie ich am besten qualitäts- und pflichtbewußt das Teil reinige ?? Steht bestimmt irgendwo hier im Forum, finde es aber so schnell nicht!!

Gruß und Danke

Alex
wolfi
Inventar
#9 erstellt: 14. Mai 2004, 15:43
Hallo,
mache dies seit rund 20 Jahren regelmäßig ( damals noch mit dem Vorläufer Basic X 1 bis zum Schluss mit dem 880 HX ). Keine Probleme und auch die Endnutzer sind bis heute zufrieden. Übrigens ist - je nach Betriebsart - eine Grenzfrequenz von 15 kHz völlig in Ordnung
Ich würde das Deck zunächst entmagnetisieren ( Drosseln gibt es z.B. beim Tonstudiobedarf Bluthard ) und danach Köpfe und Bandführung mit Isopropanol ( auf einem Wattestäbchen ) - gibt es für wenig Geld in der Apotheke - vorsichtig säubern.
RealHendrik
Inventar
#10 erstellt: 16. Mai 2004, 01:34
Hi, Bukowsky! Bist Du sicher, dass wir vom gleichen Deck reden? Habe selbst noch ein KX-880 (ohne D) (und ein KX-1100 HX <--- niehergebenwoll!), ein Bekannter hat das 880D, ein weiterer das 880 HX. Alle drei mit einem in dieser Preisklasse üblichen Sanken-Laufwerk, direktgetrieben, ausgestattet, das 880HX sogar mit einem Zinkdruckguss-LW (glaube ich. Das 1100HX hat auf jeden Fall ZDG). Die Köpfe sind seit jeher Amorph-Alloy-Köpfe (und m.E. relativ haltbar), dazu relativ servicefreundlich (ja, ok, man braucht zwei Stunden, das LW zu zerlegen, und vier, um es wieder zusammenzukriegen).

Aber billige Plastikmechanik habe ich bei den 880ern noch nicht gesehen. Kann es sein, dass Du Probleme mit Deinen Kassetten bzw. mit der Kombination Deiner Kassetten und dem 880 hattest? Sauber eingemessen waren mit -3 dB durchaus 19 kHz mit gutem Bandmaterial zu erreichen. Pegelschwankungen habe ich - bei gutem Bandmaterial - auch noch nicht erlebt...

Was die qualitäts- und pflichtbewusste Wartung angeht: Entmagnetisieren (wie, steht hier überall), Reinigen mit 70%igem Isopropanol (hat einen 30%igen Wasseranteil, verhindert weitgehend das Austrocknen und Sprödewerden der Andruckrolle. Braucht aber deutlich länger zum Verdunsten! Lieber nach der Reinigung mit trockenem Wattestäbchen nachputzen).

Tonköpfe nachstellen, am besten mit einer Testkassette (ist teuer und mitunter schwer zu kriegen. Vielleicht nimmt Dir ein Bekannter mit exzellent eingestelltem Deck einmal Tunerrauschen auf), oder in Deinem Fall gehörmässig mit dem vorhandenen und zu überspielendem Material!

Megatipp: Schalte zum Tonkopfjustieren auf Mono (bei fehlender Mono-Taste z.B. mit einem passenden Kopfhörer-Adapter, gibts leider nicht zu kaufen, lässt sich aber simpel selbst basteln)! Lässt den richtigen Punkt viel leichter finden und präziser abgleichen!

Gruss,

Hendrik
bukowsky
Inventar
#11 erstellt: 17. Mai 2004, 16:46
Hallo RealHendrik!
Ich muss gestehen, dass ich nur noch 880 weiß und irgendwas knapp um oder unter 1.000 DM dafür bezahlt habe.
Beim Ein- und Durchmessen des Geräts saß ich dabei und durfte mich von der "Qualität" überzeugen. Sicher ist der Vergleich mit einem Dual C 844 nicht ganz fair ... allerdings erwarte ich zumindest die Einhaltung der angegebenen technischen Daten, was nicht gegeben war. Ich erinnere mich an angegebene 21 kHz ... in diese Nähe ist das Kenwood-Gerät auch mit Metall-Band nicht gekommen, keine Chance. 18 kHz mit - 3dB sind ja schon nicht sooo schlecht, aber m. E. Erachtens kann man die nicht von einem guten Kopf bzw. Tape sprechen. Mein Kennwood fiel jedenfalls bei etwa 15 kHz ab. Laut meinem Bekannten, der diese Geräte repariert liegt das u. a. an dem simplen Kopf, dessen Spalt nicht schmal genug ist. Naja ... nach einem Vergleichshören und als ich dann noch die "Mechanik" größtenteils aus Kunststoff sehen durfte, war das Tapedeck für mich gestorben. Das Dual ist ihm halt haushoch überlegen ... und spielt auch heute noch tadellos.
Zidane
Inventar
#12 erstellt: 24. Mai 2004, 01:44
Hi..

Ein Sony TC KB 920 QS wie ich es mal hatte, währe sicher nicht schlecht, zum Aufnehmen war shit, aber als reines Wiedergabe Tapedeck durchaus brauchbar, mit so einem habe ich meinen alten 30 Kasetten auf DAT mit einem Sony 57 ES geschichert. Bei E-Bay sollte du sowas günstig bekommen. NP war mal über 300 Eur.


[Beitrag von Zidane am 24. Mai 2004, 01:45 bearbeitet]
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