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Kassettendeck

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Autor
Beitrag
E-Lock
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 31. Okt 2003, 20:55
Hallo,

möchte mir gerne einen Traum aus früheren Zeiten erfüllen und mir ein wirklich gutes Cassettendeck kaufen.

Weiss jemand von Euch Bescheid, auf was besonders zu achten wäre, welche Marken man bedenkenlos kaufen kann, welche Art Dolby besonders wichtig ist....usw...usw.

Gruss und besten Dank im Voraus,

E-Lock
drbobo
Inventar
#2 erstellt: 31. Okt 2003, 21:13
Nakamichi war so ein Name, da hat man früher geträumt..
Braun - Decks sind bekannt für die Langlebigkeit und waren auch nicht schlecht vom Klang
Dolby B hatten fast alle, bei den neueren sollte dann auch Dolby C vorhanden sein, wobei die Benutzung von Rauschunterdrückungssystemen so eine Sache ist.
Falls Du ein Deck gebraucht kaufen willst, solltest du aber entwerder beim Händler ein überholtes kaufen oder sicher sein, dass alles noch top in Schuss ist.
UweM
Moderator
#3 erstellt: 31. Okt 2003, 21:37
Hi,

ich fürchte, du bist ein paar Jahre zu spät dran.

Von den Topdecks wird nur noch das Sony TC-K6ES hier vertrieben. Die besten Modelle von Pioneer, Revox, Nakamichi oder Teac werden entweder nicht mehr gebaut oder in Deutschland nicht mehr angeboten.

Bleibt nur noch der Gebrauchtmarkt, aber das ist so eine Sache...

Grüße,

Uwe
dresi70
Stammgast
#4 erstellt: 31. Okt 2003, 22:01
aaaaaaabend ,
also ich hab hier noch ein alte, aber klanglich, optisch und einfach zu bedienentes ziemlich geiles "SABA HiFi Tape Deck CS 2000" irgentwie aus den ´80ern oder so8)

das hab ich aus langeweile mal aus dem keller gekramt und mal gegen mein etwas neueres Harman/Kardon TD420 das ´97 ziemlich gute referenzen bekommen hat ausgetauscht und jetzt kommt das H/K in den keller!!!!
gdy_vintagefan
Inventar
#5 erstellt: 31. Okt 2003, 22:16
Ich hatte zwei sehr gute Yamaha-Decks:

K-560: ein uraltes Gerät von 1981 mit spartanischer Ausstattung (nur Dolby B, kein Suchlauf, manueller Bandsortenwahlschalter, Analog-Zählwerk, VU-Meter), aber in Sachen Aufnahmequalität übertraf es ALLE meine anderen (ca. 10) Kassettendecks, vor allem bei den Höhen. Außerdem hatte das Gerät einen besonders guten Sendust-Tonkopf. Kostenpunkt heute bei eBay: unter 25 Euro, manchmal sogar unter 15 Euro. Alt, aber sehr gut!

KX-690: das letzte von Yamaha hergestellte wirkliche High-End-Deck. Mit Dolby B/C/S, HX-Pro, Auto-Bias, und vor allem Play Trim, welches alte und fremdbespielte Bänder wieder gut klingen lässt. Von Ende der 90er Jahre. Kostenpunkt heute: ca. 100 Euro gebraucht.

Ich besitze seit einigen Monaten keine Kassetten/Kassettendecks mehr, aber wenn ich darauf heute noch angewiesen wäre, würde meine Traumkombination wie folgt aussehen: K-560 für die Aufnahme und KX-690 für die Wiedergabe.
E-Lock
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 01. Nov 2003, 17:16
Hallo,

das hört sich ja ziemlich ernüchternd an
Werd mich mal weiter auf die Suche machen.

Gruss und vielen Dank auch,

E-Lock
drbobo
Inventar
#7 erstellt: 01. Nov 2003, 17:40
Nicht den Kopf hängen lassen, schau doch z.B. hier

http://www.audio-markt-auktion.de/item.php?id=9907969412&
drbobo
Inventar
#8 erstellt: 01. Nov 2003, 17:43
E-Lock
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 01. Nov 2003, 17:49
http://www.audioinnovationen.de/html/tape___dat_recorder.html

Geile Seite, besten Dank auch.

Gruss,

E-Lock
HammerHead
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 01. Nov 2003, 21:23

http://www.audioinnovationen.de/html/tape___dat_recorder.html

Geile Seite, besten Dank auch.

Gruss,

E-Lock


Guck auch mal hier

http://www.teac.de/hifi/de/teac17.html
E-Lock
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 02. Nov 2003, 03:11
Klasse, wusste nicht das Teac noch soviele Tapedecks im Angebot hat.


Gruss und danke auch,

E-Lock
DaVinci
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 03. Nov 2003, 18:10
Hi,

ich hätte da auch noch ne Empfehlung.

Ich weiss nicht auf welche Kategorie (High-End, Consumer Bereich, Oldie) es du beim Tape so abgesehen hast.

Sicher gab es mit Nakamichi, Braun, Akai etc. sehr gute Tapes (Dragon, Cr4E, GX-Serie...)

Meiner Ansicht nach sind die Highlights kurz vor Toreschluß gebaut worden. Heute sind in der Regel im Angebot der Hersteller nur noch Standardtapes, insofern überhaupt noch welche gebaut werden.

Es ist wohl so, dass die interessantesten Modelle am Gebrauchtmarkt (z. B. Ebay zu finden sind).

Ich persönlich würde zu einem der letzten Pioneer ( ausgestattet mit 3 Kopf-System, Dolby S und Einmeßcomputer) greifen oder etwa zu den letzten beiden Technics Decks RS-AZ 6 und 7 (revolutionärer Tonkopf, hohe Rauschreiheit; mechanisch ausgereift, sehr hohe Umspulgeschwindigkeiten etc...).
Diese Modelle wurden in ihrer Bauzeit von der Fachpresse gelobt und sind zum vernünftigen Preis zu finden und da meist Gebrauchtgerät - auch noch nicht so alt.
Geronimo
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 03. Nov 2003, 20:32
Hallo
Ich hatte vor nen paar Jahren nen Defekt bei meinem Onkyo TA 2070
Habe mir dann was neues gekauft (Onkyo integra 6711, und nen 3moteren 3kopfdeck von Denon)
Beide klangen wirklich deutlich schlechter als das alte Onkyo.
Mittlerweile läuft bei mir wieder das TA 2070.
Ich habe an meiner Anlage leider noch kein Nakamichi gehört, aber man hat dem TA2070 nachgesagt zu seiner Zeit
eines der wenigen Decks zu sein die mit guten Nakamichis mithalten konnten.
Nen TA 2070 gibts relativ günstig gebraucht (aber drauf achten ob der Antrieb nicht Probleme bereitet).
Für Nakamichis muß man schon etwas mehr hinlegen, aber dann hast Du auf jeden Fall etwas echt legendäres
MFG
Geronimo
E-Lock
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 19. Nov 2003, 15:33
Hallo,

nach erfolgreicher Suche nach einem Tapedeck, stellt sich mir jetzt die Frage, ob es noch qualitativ hochwertige Bänder(Kassetten)gibt.

Keent sich noch jemand damit aus ?

Gruss und Dank im Voraus,

E-Lock
Bernd
Stammgast
#15 erstellt: 19. Nov 2003, 15:37
gute TDK-Cassetten gibt es doch in jedem Supermarkt an der Kasse.Die nehme ich seit Jahren (na ja, eher Jahrzehnten).
E-Lock
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 19. Nov 2003, 15:52
Hallo analogi,

welche TDK denn genau ? Ist es ratsam Chrome-Kassetten zu benutzen, oder reichen auch "Normal"-Bänder ? Sind Metall-Bänder von der Qualität her wieder was anderes ? Ist es wichtig nur eine Sorte von Bändern zu nutzen ?

Viele viele Fragen ich weiss


Gruss,

E-Lock
gdy_vintagefan
Inventar
#17 erstellt: 19. Nov 2003, 20:57
Ich selbst habe keine Kassetten mehr und kaufte auch die letzten ca. 7 Jahre lang schon keine neuen mehr, aber meine favorisierte Kassette (habe 27 Jahre lang Tapes benutzt) war die Maxell XL II. Meines Wissens wird dieser Typ heute immer noch gefertigt.

Von den sog. "Normal-Bändern" rate ich ab. Chrom-Bänder sollten es schon sein.
E-Lock
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 19. Nov 2003, 20:59
Hallo Michael,

besten Dank auch

Gruss,

E-Lock
drbobo
Inventar
#19 erstellt: 20. Nov 2003, 04:36
Hallo E-lock
was für ein Tape-Deck ist es denn geworden?
E-Lock
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 20. Nov 2003, 07:07
Moin drbobo,

NAD-613, gebraucht. Bin damit sehr zufrieden Würde zu gerne mal wissen, was das Teil neu gekostet hat, kann aber im "Netz" nichts finden.

Gruss,

E-Lock


[Beitrag von E-Lock am 20. Nov 2003, 07:08 bearbeitet]
Rossi68
Neuling
#22 erstellt: 09. Sep 2004, 13:19
Hallo, mein NAD 613 Kassettendeck steht bei Ebay zu Verkauf. Die Auktion endet am Sonntag, den 19.09. um 18:18 Uhr. Zustand ist neuwertig und tadelos, da ich das Deck so gut wie nie benutzt habe. Also, wer Interesse hat... mal bei E-Bay nachsehen, Artikelnummer: 5719796322.

Gruss

Rossi68


[Beitrag von Rossi68 am 10. Sep 2004, 07:57 bearbeitet]
MikeDo
Inventar
#23 erstellt: 09. Sep 2004, 18:57

E-Lock schrieb:
Hallo,

das hört sich ja ziemlich ernüchternd an
Werd mich mal weiter auf die Suche machen.

Gruss und vielen Dank auch,

E-Lock


Oder schau doch mal hier

www.springair.de


Mike
Rossi68
Neuling
#24 erstellt: 09. Sep 2004, 22:52
Das NAD 613 kostete übrigens vor ca. 5 Jahren 600,- DM.

Gruss

Rossi68
Treppendorf
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 10. Sep 2004, 05:02
Hab in England auch noch ein NAD 616 beommen !
baltasar
Stammgast
#26 erstellt: 10. Sep 2004, 06:11
bei iih bäääh gibts grad nen teac v-6030,lechz..........
leider jetzt schon bei 150 euro
fjmi
Inventar
#27 erstellt: 11. Sep 2004, 09:08
nakamichi dragon bei ebay recht oft anzufinden, anscheinend schleudern grad alle ihren alten decks weg.
DAS schnäppchen wirds sicher nicht, aber soooooo teuer sind sie auch nicht in relation zum neupreis.

falls du nur normal hören willst, würde ich einens mit auto bias einstellung usw. nehmen.
natürlich eines von technics wie z.b. dieses
bukowsky
Inventar
#28 erstellt: 11. Sep 2004, 09:24
m. E. schlägt ein Grundig CF5500 oder besser noch ein Dual C844 die genannten Fernostrekorder in Aufnahmequalität und Haltbarkeit des Geräts. Beide Geräte haben keinen Mikroprozessor der kaputt gehen könnte.
Treppendorf
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 11. Sep 2004, 09:27
Ich habe mir ein NAD 616 ersteigert, und bin an einem NAD 613 dran. Eines werde ich dann behalten !
directdrive
Inventar
#30 erstellt: 11. Sep 2004, 09:45
Hallo Bukowsky,

hast Du jemals ein Dual 844 oder 846 besessen? Ja? ...und eines, das keine Probleme machte?

Davon ganz abgesehen, daß beide Decks in Japan gefertigt wurden, sind meine Erinnerungen daran einfach furchtbar - das Gerät wurde unbeschreiblich heiß, fing nach einstündigem Betrieb an, zu leiern, versagte regelmäßig beim Umspulen und machte mehr Sorgen als Freude.

Insgesamt ein Groschengrab - ich hatte es aus zweiter Hand, der Erstbesitzer war nach einigen Jahren und regelmäßigen teuren (aber ergebnislosen) Reparaturen so frustriert, daß ich's damals geschenkt bekommen habe - trotzdem auch für mich eine mittlere Katastrophe.

Zur Haltbarkeit: Tatsächlich läuft das Ding immer noch bei einem Bekannten - allerdings immer noch höchstens für eine Stunde...

Viele Grüße sendet

Brent
bukowsky
Inventar
#31 erstellt: 11. Sep 2004, 09:51

directdrive schrieb:
Hallo Bukowsky,

hast Du jemals ein Dual 844 oder 846 besessen? Ja? ...und eines, das keine Probleme machte?

Davon ganz abgesehen, daß beide Decks in Japan gefertigt wurden, sind meine Erinnerungen daran einfach furchtbar - das Gerät wurde unbeschreiblich heiß, fing nach einstündigem Betrieb an, zu leiern, versagte regelmäßig beim Umspulen und machte mehr Sorgen als Freude.

Insgesamt ein Groschengrab - ich hatte es aus zweiter Hand, der Erstbesitzer war nach einigen Jahren und regelmäßigen teuren (aber ergebnislosen) Reparaturen so frustriert, daß ich's damals geschenkt bekommen habe - trotzdem auch für mich eine mittlere Katastrophe.

Zur Haltbarkeit: Tatsächlich läuft das Ding immer noch bei einem Bekannten - allerdings immer noch höchstens für eine Stunde...

Viele Grüße sendet

Brent


Hallo Brent,
vom 846 spreche ich nicht, ich kenne das 844, davon habe ich zwei in Benutzung (seit 15 Jahren etwa), und einige Leutchen im Bekanntenkreis ebenso.

Ich kenne den Erhaltungs- bzw. Reparaturzustand Deines Geräts nicht, könnte Dir aber vielleicht Hilfe anbieten

Ich weiß nicht, ob man von der Reparaturqualität auf die Qualität eines Geräts schließen sollte?

Der Schwachpunkt des 844 ist ein Gummiring, der aushärtet und im Original nicht mehr zu bekommen ist. Da gibt es aber im Sanitärhandel Ersatz ...

Vielleicht verwechselst Du es mit der 83x-Serie?
directdrive
Inventar
#32 erstellt: 11. Sep 2004, 11:27
Hallo Bukowsky,

in wieweit unterscheiden sich 844 und 846 konstruktiv außer bei Timer und Post-Fading?
Die Probleme, die ich mit beiden Decks hatte, glichen sich ziemlich, wobei die Umspulschwäche nur das 846er betraf.


Ich kenne den Erhaltungs- bzw. Reparaturzustand Deines Geräts nicht, könnte Dir aber vielleicht Hilfe anbieten

Vielen Dank, nur leider zu spät - ich habe mich grundsätzlich von Tapedecks verabschiedet.


Vielleicht verwechselst Du es mit der 83x-Serie?

Och ne, ich weiß schon, mit was ich gehört habe Allerdings habe ich sowohl ein 820 als auch ein 830 besessen, gerade die gelten als notorische Servicefälle, hier gab's nie irgendwelche Probleme....

Viele Grüße von

Brent
bukowsky
Inventar
#33 erstellt: 11. Sep 2004, 11:53
Hallo directdrive


directdrive schrieb:
in wieweit unterscheiden sich 844 und 846 konstruktiv außer bei Timer und Post-Fading?
Die Probleme, die ich mit beiden Decks hatte, glichen sich ziemlich, wobei die Umspulschwäche nur das 846er betraf.

das 846 hat mehr Elektronik, z. B. wird die Bandsorte automatisch erkannt, evtl. Auto-Perverse? Ich vermute, dass es vom Aufbau dem 844 recht gleich ist, weiß es aber nicht genau, da ich es noch nicht hatte.
Die Umspulschwäche wird wohl an einem spröden Gummi liegen.



directdrive schrieb:
Vielen Dank, nur leider zu spät - ich habe mich grundsätzlich von Tapedecks verabschiedet.

dann kannst Du es ja mir vermachen, wenn es das 844 ist



directdrive schrieb:
Och ne, ich weiß schon, mit was ich gehört habe Allerdings habe ich sowohl ein 820 als auch ein 830 besessen, gerade die gelten als notorische Servicefälle, hier gab's nie irgendwelche Probleme....

mmhh ... jetzt scheinst Du sie doch zu verwechseln. Das 820 ist zwar aus der neueren Serie (wie 822, 828, 844, 846 auch), ist aber überhaupt nicht vergleichbar, das ist ein Billig-Kassettendeck.
Ich hatte auch schon 830 und 839, die waren auch schon ziemlich gut, kamen aber mit dem 844 lange nicht mit.

Kennst Du das 844 (3-Kopf, Dual-Kapstan, zwei Geschwindigkeiten, Lichtschranke am Kassettenschacht)?
fjmi
Inventar
#34 erstellt: 11. Sep 2004, 12:13

bukowsky schrieb:
Beide Geräte haben keinen Mikroprozessor der kaputt gehen könnte.

wieso sollte ein mikroprozessor kaputt werden?
besonders noch, wieso z.b. schneller als billige kondensatoren o.ä.?
bukowsky
Inventar
#35 erstellt: 11. Sep 2004, 12:27

fjmi schrieb:

bukowsky schrieb:
Beide Geräte haben keinen Mikroprozessor der kaputt gehen könnte.

wieso sollte ein mikroprozessor kaputt werden?
besonders noch, wieso z.b. schneller als billige kondensatoren o.ä.?


genau, warum sollte überhaupt etwas kaputt gehen.
Weil ich genügend Leute kenne, die Nakamichi, Marantz oder meinetwegen auch Yamaha-Decks auf den Müll geworfen haben, weil es den Prozessor hingerafft hat, den es nicht mehr gab.
Die Wahrscheinlichkeit, einen Kondensator zu finden, ist da ungleich höher ...
directdrive
Inventar
#36 erstellt: 11. Sep 2004, 14:00
Lieber Bukowsky,

entweder versteht Du mich nicht, willst mich nicht verstehen, oder Du hältst mich für einen Aufschneider



dann kannst Du es ja mir vermachen, wenn es das 844 ist

Nein, kann ich nicht, siehe oben, ich habe es bereits verschenkt, sorry.

mmhh ... jetzt scheinst Du sie doch zu verwechseln. Das 820 ist zwar aus der neueren Serie (wie 822, 828, 844, 846 auch), ist aber überhaupt nicht vergleichbar, das ist ein Billig-Kassettendeck.
Ich hatte auch schon 830 und 839, die waren auch schon ziemlich gut, kamen aber mit dem 844 lange nicht mit.

Kennst Du das 844 (3-Kopf, Dual-Kapstan, zwei Geschwindigkeiten, Lichtschranke am Kassettenschacht)? directdrive Hallo Bukowsky,

Wovon reden wir hier denn eigentlich - doch vom C-844 oder hab' ich jetzt irgendwas nicht mitbekommen? Würde ich's nicht kennen, hätte ich sicher auch nichts dazu zu sagen...

Mein 820er war kein Billig Kassettendeck der neueren Baureihe sonder so ein klassischer silberner Klotz, ich befürchte vielmehr, Du hast hier irgendwas durcheinander gebracht...

Viele Grüße sendet

Brent
bukowsky
Inventar
#37 erstellt: 11. Sep 2004, 14:27
Hallo directdrive


directdrive schrieb:
Wovon reden wir hier denn eigentlich - doch vom C-844 oder hab' ich jetzt irgendwas nicht mitbekommen? Würde ich's nicht kennen, hätte ich sicher auch nichts dazu zu sagen...


dann frage ich mich, warum Du 846 und 820 überhaupt erwähnst?


directdrive schrieb:
Mein 820er war kein Billig Kassettendeck der neueren Baureihe sonder so ein klassischer silberner Klotz, ich befürchte vielmehr, Du hast hier irgendwas durcheinander gebracht...


keine Angst, mein 844 funktioniert wunderbar und es war außer zum Einmessen, Justieren und Reinigen noch nie in der Werkstatt

... klassisch waren die braunen Dual-Geräte (die es auch in einem Silberton gab), die neueren waren in Champagner.

http://www.compassnet.com/concept/Tapes/c820.jpg

Das 820 war insofern kein Billiggerät, weil es nicht besonders günstig war. Technisch ist der kleine Bruder des 830 in einer ganz anderen Klasse als das 844 - darum gings.



directdrive schrieb:
Lieber Bukowsky,

entweder versteht Du mich nicht, willst mich nicht verstehen, oder Du hältst mich für einen Aufschneider


wir lassen es besser bei Deiner Vermutung, ich würde Dich nicht verstehen wollen, denn so langsam sind wir mit unseren Beiträgen alles Andere als eine Hilfe für den Threadstarter.

fjmi
Inventar
#38 erstellt: 11. Sep 2004, 14:31
verwendest du soetwas wie einen cd-player?, und nehme mal an auch ältere oder?
da sind ein 'paar' mehr mikorproz. (wie immer das bei dir definiert ist) drinnen.

und vlt. sind die mikropr. ja defekt geworden weil vorher ein kondesator geplatzt ist
bukowsky
Inventar
#39 erstellt: 11. Sep 2004, 14:44
[quote="fjmi"]
verwendest du soetwas wie einen cd-player?, und nehme mal an auch ältere oder?
da sind ein 'paar' mehr mikorproz. (wie immer das bei dir definiert ist) drinnen.
[/quote]

doch, da fehlt die Alternative

[quote="fjmi"]
und vlt. sind die mikropr. ja defekt geworden weil vorher ein kondesator geplatzt ist
[/quote]

tut mir leid, wenn Du damit nichts anfangen kannst. Ich nutze gern Gerät, die halten ...


edit: sorry, gibt keine quotes ... wobei sie in der Vorschau angezeigt werden


[Beitrag von bukowsky am 11. Sep 2004, 14:47 bearbeitet]
Dualist
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 11. Sep 2004, 15:05
@ Buko und Directdrive

Es ist mir ein Vergnügen, Euch bei Eurer erhabenen Auseinandersetzung begleiten zu dürfen.

Nun habe ich zwar von Technik im allgemeinen und von Elektrotechnik insbesondere nicht viel Ahnung, dennoch besitze ich die Serviceanleitung des 844. Und aus dieser geht - wie ich meine - klar hervor, dass das 844 durchaus mit Microelektronic ausgestattet, um nicht zu sagen: vollgestopft ist. Ich darf 'mal zitieren:

"Alle Geräte- und Laufwerkfunktionen werden durch einen 4-Bit-Mirkrocomputer mit integriertem 2 k-Byte Programmspeicher gesteuert."
Auch das Wort "Prozessor" begegnet einem in jedem zweiten Absatz.
Das vorab.

Ansonsten möchte ich noch anmerken, dass das 844 m.E. nicht gerade zu den wartungsarmen Decks gehört; einige der von Directdrive angesprochenen Schwächen kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen wie z.B. die übermäßige Hitzeentwicklung (gleichwohl sich diese bisher noch nie negativ auf die Gerätefunktionen ausgewirkt hat. Das Zählwerk lässt sich sogar erst dann programmieren, wenn die Kiste schon etwas warm geworden ist...).
Allerdings möchte ich auch Bukowsky im Tenor zustimmen wollen: Wenn das 844 erst einmal läuft, ist es mit großem Abstand besser als alles andere, was mir je untergekommen ist.


Dualist

PS: Die Probleme beim Spulen (mir unbekannt) könnten übrigens auch mit dem Prozessor zusammenhängen: Um eine zu starke belastung des Bandes am Wickelende zu vermeiden, wird über einen Optokoppler die Umspulgeschwindigkeit gegen Ende des Bandes verlangsamt. Die Signale des Sensors werden dabei vom Prozessor ausgewertet.


[Beitrag von Dualist am 11. Sep 2004, 15:31 bearbeitet]
bukowsky
Inventar
#41 erstellt: 11. Sep 2004, 15:24
Hallo Dualist
gibs uns

vielleicht hätte ich etwas präziser von weniger anfälligen Mikroprozessoren schreiben sollen.
Zumindest habe ich noch kein Gerät gehabt oder vermittelt, bei dem ein Prozessor defekt war. Ich vermute ohnehin, dass "Prozessor" etwas hoch gehenkt ist für die Funktionen, die darüber gesteuert werden.

Gegen die Hitzeentwicklung muss man doch etwas tun können, mein Gerät wird doch auch nicht heiß.

Probleme mit dem Umspulen kenne ich nur um Zusammenhang mit verhärteten Gummiriemen, die als Reibriemen auf den Metallrädern sitzen. Rutscht z. B. dieser Riemen etwas durch, kann die Kraft vom Kapstan auch nicht auf den Wickelteller übertragen werden. Läuft das Zählwerk nicht ganz mit (wird also nicht korrekt angetrieben), setzt auch der Antrieb aus.

Canon
Inventar
#42 erstellt: 14. Sep 2004, 13:28
Also ich habe noch das Kenwood KX 880 HX wobei das 1100 er mit Hinterbandkontrolle neben Nakamichi immer der Traum war.

Nad war mir damals leider noch unbekannt.
rubicon
Hat sich gelöscht
#43 erstellt: 14. Sep 2004, 13:45
Hallo E-Lock,

du fragst nach guten Cassettendecks und worauf man dabei achten müßte.

Hier meine Tipps:
- ASC 2001/3001/3000
- Revox B 215 S
- Eumig FL 1000up
- Pioneer CT-F 1250

Die Liste bezieht sich auf eigene, gute Erfahrungen mit diesen Geräten. Sicherlich gibt es auch noch andere empfehlenswerte Geräte.

Achten sollte man auch wegen des hohen Alters der Geräte auf:
- saubere Kontakte
- neuer Antriebsriemen (bei capstan)
- Einstellmöglichkeiten für bias, level

Ich habe z.B. über ebay(jawohl!) ein eumig-tapedeck ersteigert, welches top verarbeitet war und einen sehr guten Klang aufweist. Das war noch solider Handwerksbau!

Gruß
rubicon

PS. Ich nehme grundsätzlich ohne Dolby auf


[Beitrag von rubicon am 14. Sep 2004, 13:48 bearbeitet]
bukowsky
Inventar
#44 erstellt: 14. Sep 2004, 15:06

rubicon schrieb:
PS. Ich nehme grundsätzlich ohne Dolby auf


guter Hinweis ... Dolby gibts bei mir auch nicht


mich würden in dem Zusammenhang einmal Messergebnisse interessieren, welchen Frequenzgang die gemachten Empfehlungen "hinbekommen". Habe bei vielen Geräten nämlich die - schlechte - Erfahrung gemacht, dass trotz Angabe von beispielsweise 21 kHz in der Beschreibung und Anleitung, viele Geräte nur 17 oder 18 kHz linear geschafft haben, aufs Band zu bringen. Für mich zumindest ist das ein gewichtiges Kriterium. Ein weiterer Härtetest war für mich immer, eine Aufnahme auf möglichst einfachem Bandmaterial zu machen, teilweise sogar auf schon sehr schlechtem Band (mehrfach überspielt), und dann zu schauen, wie gut die Aufnahme hinterher ist.
rubicon
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 14. Sep 2004, 15:17

mich würden in dem Zusammenhang einmal Messergebnisse interessieren, welchen Frequenzgang die gemachten Empfehlungen "hinbekommen". Habe bei vielen Geräten nämlich die - schlechte - Erfahrung gemacht, dass trotz Angabe von beispielsweise 21 kHz in der Beschreibung und Anleitung, viele Geräte nur 17 oder 18 kHz linear geschafft haben, aufs Band zu bringen. Für mich zumindest ist das ein gewichtiges Kriterium. Ein weiterer Härtetest war für mich immer, eine Aufnahme auf möglichst einfachem Bandmaterial zu machen, teilweise sogar auf schon sehr schlechtem Band (mehrfach überspielt), und dann zu schauen, wie gut die Aufnahme hinterher ist.



Also der Frequenzgang ist beim eumig unter Verwendung von Metallbändern 20 - 25kHz (laut Beschreibung)Linear sind es immerhin noch sehr gute 18 kHz. Das Überspielen auf mehrfach gelöschtn Bändern ist in der Tat ein Gütemerkmal. Viele Rekorder ziehen hier Rauschfahnen hinter sich. Die Löschdämpfung ist ein ganz entscheidender Klangfaktor.

Mein "Referenz-Band" war immer ein altes Eisenoxyd-Band von Ampex. Das besaß zwar einen limitierten Frequenzgang bis max. 17 kHZ, dafür klangen die Aufnahmen aber wahrlich für Cassettenrekorder hervorragend. Und mit dem eumig konnte man prima das jeweilige Band bis zur Sättigung einmessen.

Gruß
rubicon
Tschugaschwilly
Stammgast
#46 erstellt: 14. Sep 2004, 16:20
Hallo E-Lock

Wenn du ein wirklich gutes Deck für den Gebrauch suchst, welches noch ein paar Jahre funktionieren soll und problemlos repariert werden kann, dann solltest du dir diese zwei Geräte ansehen:

ReVox B710 MKII
http://www.revoxonline.ch/B710.html

ReVox B215
http://www.revoxonline.ch/B215.html

Testbericht
http://www.revoxonline.ch/testberichte/B215S-testbericht.zip

- Beides sehr hochwertige Decks mit dem mit Abstand besten Antrieb, der je gebaut wurde. Beide verfügen über Dolby B und C. Das B215 hat zusätzlich noch HX Pro.

- Das B215 wurde nur in der Disziplin Klang vom Dragon geschlagen.

- Das B215 hat einen Einmesscomputer, mit dem er sich automatisch auf ein Band einmessen kann. Mit guten Kassetten sind fast keine Unterschiede zum Orignial hörbar. Bei einem Blindtest 1983 beim italienischen TV-Sender RAI konnten die Tontechniker das ältere B710 MKII NICHT von CD unterscheiden....

- Für beide Geräte gibt es noch alle Ersatzteile und kompetentes Personal dazu.

- Wenn es günstig sein soll, gibt es noch das B710 MKI, welches nur über Dolby B verfügt.


Gruss
Tschugaschwilly
selfmadehifi
Stammgast
#47 erstellt: 15. Sep 2004, 21:30
Bevor es keine mehr gab, habe ich mir noch ein von Pioneer
gekauft.
CT-S 740S
mit
DOLBY B, C, S und ein Pioneer-eigenes BIAS-System,
dass ähnlich wie Dolby HX-pro arbeite.
Einmesscomputer, Hinterbandcontrolle, full-logic
wahlweise Höhenkorrektur bei Wiedergabe alter MCs, etc. p.p.
elektronik-gestützte Aufwickelkontrolle.
nie mehr hörbares Jaulen...


vom Klang war ich damals immer begeistert, sehr warm.
Am Ende waren alle Aufnahmen meist nur mit
Metal-Kassetten und DOLBY-S.

Kann ich nur empfehlen. läuft immer noch 1A.
Alex_-_Neuling
Neuling
#48 erstellt: 26. Mai 2005, 18:35
Hallo,

ich habe eine Frage: Wo kann ich für ein Technics Tapedeck M233X aus den 80ern ein Antriebsrädchen bekommen?
Passt da eventuell etwas von Neueren?

Vielen Dank im Voraus und Grüße Alex.
Konstantin
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 26. Mai 2005, 21:02
Hallo!

Wer noch ein hochwertiges und neuwertiges Modell haben will, dem kann ich den noch erhältlichen Sony TC-KA 6 ES durchaus empfehlen.

Hab das Teil seit 8,5 Jahren, läuft absolut problemlos, der Klang ist sehr gut. Ich habe nie Gleichlaufprobleme, Leiern oder ähnliche mechanische Pannen gehabt. Das Modell ist mit dem nötigsten ausgestattet (Dolby S, Manuelle Kalibration + Mitteltonentzerrung, und ein paar mehr).
Für maximalen Klang sollen unbedingt Metallbänder verwendet werden, die es heute nicht mehr ohne weiteres überall gibt.
Dann hat man bei Dolby S gute Höhendynamik und wenig Rauschen. Die Tiefendynamik ist exzellent!
Chrombänder tun´s auch, bei mir erziele ich mit Dolby C dabei allerdings eine kräftigere Hochtonwiedergabe.
Das Modell hat als einziges in der "Stereoplay" den "Absolute Spitzenklasse IV"-Rang eingenommen.

In so fern, wer Fragen dazu hat, kann diese gerne stellen.

Gruß Konstantin
moonray
Schaut ab und zu mal vorbei
#50 erstellt: 25. Okt 2005, 03:39
Auch wenn dieser Threat schon älter ist, schreib ich dazu was, denn bei meiner derzeitigen Suche nach Tape-Infos stoße ich oft darauf.

Seit 1985 nehme ich selbst Kassetten auf, mittlerweile aber mehr CDs, so konnte ich einige Erfahrungen sammeln. DDR-Decks wie Geracord, HMK oder SK 3000, 3900 sind wegen der verschleißanfälligen Tonköpfe ein Risiko, ich habe in einen GC 6131 HIFI schon nach 3 Jahren (500 Stunden) mal einen Ersatz-TK einbauen müssen, den ich mir bei Conrad-EL besorgt hatte - nach den elektrischen Justagen klang das ganze Gerät Klassen besser, damit bespielte Kassetten klingen heute noch Top. Zwei Dinge muss ein Gerät perfekt einstellen können: Level und Bias. CrO2 <> CrO2, das kann ich bestätigen. Und gilt auch für Fe2O3. Oft haben preiswertere Kassetten eine gerigere Remanenz (Level), so dass rauschgeminderte Aufnahmen dann dumpf klingen, weil die Höhendynamik mit Dolby pegelabhängig ist (nur so kann Rauschen gemindert werden). HMK hatte dafür je zwei Bandsortenwähler, solch ein Gerät durfte ich mal justieren, (privat, ein tolles Erlebnis).

Dass Kassetten nach Jahren dumpf werden, hat 2 gute Gründe: Zum einen sind nicht alle Tonköpfe gleich gut justiert, zum anderen tolerieren die Gehäuse u.U. so sehr, dass einige Kassetten auf 2 gut justierten Geräten immer noch unterschiedliche Azimuthe haben. Bei Geräteneukauf = dumpf, bes. wenn das Aufnahmegerät eine schlechte Justage hatte (war früher bei meinem 1. Recorder, SKR 501 (Stereo) der Fall). Dann klingen Kaufkassetten dumpf, die i.A. sogar als Justagehilfe dienen können (ausmitteln, bei Mono-Wiedergabe muss es nahezu gleich gut klingen). Du kannst schon viel tun, indem du vor der Aufnahme die Kassette einmal komplett umspulst. Zweitens bewirken starke Bässe mit ihrem unvergleichlich stärkeren Magnetfeld auf dem Band mit der Zeit eine Höhenverschlechterung, die aber weniger ins Gewicht fällt (daran kann auch HX-Pro nix ändern, denn HX-Pro regelt nur den Bias-Level bei der Aufnahme abhängig von den Hochtonanteilen der Musik)

Bias (Vormagnetisierung, je nach Hersteller 70-220 kHz HF) ist notwendig, wurde um 1930 durch Zufall entdeckt, und ermöglicht überhaupt erst, dass eine Sinuswelle über Band nicht zum Nadelimpuls mutiert. Zu wenig Bias, dann klingt alles spitz und die Bässe verzerrt, die Sättigung (Aussteuerbarkeit) wird schlechter (z.B. Typ II als Typ I aufgenommen, wie auf Billig-Geräten ohne Umschaltung, noch krasser Reineisenband), zu viel Bias macht sie dumpf, währen man jedoch wahnsinnig hoch aussteuern kann, so entstand wohl der Techno , z.B. Fe2O3 als Cr aufgenommen. Kassetten klingen nicht dumpf, weil abgenutzte Köpfe einen breiteren Spalt haben, das ist sogar besser für alle Frequenzen (günstigere Sättigung), deswegen auch 3-Kopf-Recorder mit unterschiedlichen Spaltbreiten!!!
Nein, ein abgenutzter Kopf hat einen flacheren Kern, so der Bias stärker auf das Band wirkt - ein Einmesscomputer kann das gut kaschieren.

Dolby C hat gegenüber B den Nachteil, dass schon sehr leichte Drop-Outs hörbar werden (Bandunebenheiten, Staub), manchen stört das aber nicht, bei lauter Disco wegen des geringeren Rauschens besser. Über Dolby S lässt sich streiten, der Dynamikgewinn ist kaum 3 DB über C, aber man kann (mit geringen Einbußen) diese Aufnahmen auf Dolby B wiedergeben (Kompatibel).

Wenn ihr Frequenzen oberhalb 17 kHz nicht messen könnt, das geht oft nur, wenn Dolby aus ist. Denn die meisten Geräte haben leider einen MPX-Filter vor der Dolby-Stufe, der selten schaltbar ist (AZ7 kann!!). Der Filter ist aber nur bei analogen Rundfunkaufnahmen nötig, wo ja auch bei 16 kHz Schluss ist. Denn bei Stereo wird immer ein 19 kHz Pilotton ausgestrahlt, den ältere Empfänger möglicherweise nicht Filtern, also da geht man auf Nummer sicher, denn das würde die Dolby-Stufe völlig durcheinanderbringen. Ich habe mal den Radio-Ton per PC auf diesen Pilotton hin anlysiert, er ist tatsächlich sichtbar enthalten, aber schon stark gedämpft (kleine Glockenkurve bei 19 kHz, aber Maximum "nur" -78 dB). Hören kann ich ihn nicht, bei 17-18 kHz ist leider schon Schluss, aber trotzdem bekomme ich natürlich an einer guten Anlage, die 40 kHz und mehr überträgt, die vielbeschworene Gänsehaut.

1998 habe ich das vielgelobte Yamaha KX-690 ausprobiert, und bei Dolby S dann enttäuscht schwache Brummgeräusche gehabt - Fehler auf der Hauptplatine, es hat auch manches neue Band gleich mit netten Knicken versehen - einziges Plus: das Kassettenfach war auch ausgeschaltet zu Öffnen.

Ich hab dann zu Teac AZ7 gegriffen - wegen des schnellen Spulens und dem AZ - Kopf, der mich aber mit dem angeblich besseren Phantomverhalten (Kopiereffekt, bes. bei 90er CrO2) nicht sehr überzeugte. Und leider kein Dolby S. Der AZ Kopf (nur Wiedergabe) hat aber einen Super linearen Bass, bes. bei Klassik ein Gewinn. Man sieht das auch an den Messkurven im Katalog. Der Einmesscomputer kommt mit CRII von BASF nicht klar, er kann offenbar den Level nicht ausreichend korrigieren, der bei diesen Kassetten im Vergleich zur CR-Maxima deutlich nach oben gehen muss. Leider war auch dieses Gerät nicht perfekt: es spielt ständig mit einer anderen Geschwindigkeit ab, mit herkömmlichen Methoden jedoch nicht messbar, für mich aber wichtig, das alte Geracord war dagegen ein Traum, mit einer simplen Geschwindigkeitsregelung auf dem Motor. AZ7 gehört jetzt meiner Freundin, die damit gut leben kann.

Später nahm ich ein CT-S670D von Pioneer. D=Digital, dieses Deck verfügt nicht nur über digitalen Eingang, sondern die Kassette wird (auf Wunsch) in einem Digitalfilter entrauscht und kommt mit Dolby B oder C auf sagenhafte 90 DB, das ist Tonstudioqualität!!!
Für das Remastern auf CD-R ein Traum, ein Muss, lecker! Ich habe eine alte Kinderkassette (Mikrofon) angehört - der Filter geht auch ohne Dolby - man konnte plötzlich sogar hören, wie die Leute auf der Straße sprachen. Der Geracord hatte das auch, RMS, aber analog, Fachjargon DNF - Dynamic Noise Filter - dabei wird, wenn keine Hochtonanteile sind (Schwelle), einfach alles oberhalb 3 KHz abgeschnitten, leider rauschen dann noch die Transistoren, außerdem brummt er ein bissel, aber beim Pioneer ist es perfekt. Zusätzlich gibt es, wie bei Yamaha, einen schaltbaren Flex, für ordentliche Höhen, aber automatisch, so dass man nicht Gefahr läuft, beim Remastern zuviel des Guten zu tun.

Wenn ich noch mal einen neuen Tonkopf einbaue, statte ich meinen Geracord bestimmt noch mit Kalibrierern aus.

Denn der Einmesscomputer des Pioneer ist ein Witz, und deshalb kann ich dieses Gerät nicht für die Aufnahme empfehlen. Irgendwie stellt er den Level nicht korrekt ein. Und alles mit Dolby wird dann leicht dumpf.
Außerdem ist die einzige mit der Voreinstellung brauchbare Bandsorte die Crome Maxima von BASF, schlimm genug, dass herstellerseitig der rechte Kanal noch etwas zu schwach eingestellt ist, das gleicht die Automatik zwar aus, aber dann wird selbst die Maxima dumpf. Fa. Esser, Pioneers Vertragswerkstatt, hat mir zwei Mal versichert, das alles vorschriftsgemäß justiert wäre. ICs, die keine Sau programmieren kann, sage ich mir. Nun, meine Freunde hören die Unterschiede so wie ich auch.

Übrigens - der Pioneer erzeugt bei Aufnahme wegen seiner optimierten Kopfformen kein Ploppen an den Klebestellen der Kassetten, bzw. kann solches wenn vorhanden gut löschen, das ist noch erwähnenswert, und obwohl kein AZ-Kopf, hat er den Kopiereffekt sehr gut im Griff.
Wie gesagt - für Wiedergabe ein Könner, und wohl auch dahingehend entwickelt.

Nach wie vor begeistern mich aber neue Analogaufnahmen, wegen des herrlich warmen Klanges und ihrer hohen "Datensicherheit" (meine CD-R sind z. Teil schon nicht mehr abspielbar, während Tonbänder von 1950 noch gut klingen), und weil Freunde immer wieder mal ein Tape von mir möchten - warum wohl??? Außerdem werden übermäßig komprimierte Digis neuerer Produktion (sage nur Catterfeld & Co.) wieder schön transparent und hörenswert.

Und deswegen will ich mir nun doch noch mal ein Tapedeck kaufen. Aber ich schwanke zwischen Akai GX (Glastonköpfe, aber kein Dolby S), Sony TC-K909 ES (Gleichlauf bei 0,065 %, könnte besser sein, Akai 0,04%), oder Harman/Kardon TD 4600 (handselektierte Köpfe, echt lecker) höchstens schlechter zu reinigen. Ja, ich denke der Harman macht das Rennen.

Der Nakamichi Dragon hat selbst für einen Technikfreak zuviel Einstellungen, und soll wohl auch nicht ganz so robust sein. Der wäre mir auch gebraucht zu kostspielig für meine Zwecke.
Ich hörte mal von einem Drachentöter, Teac 95 oder 96, hab aber weiter keine Quellen für dieses Geät. Es sollte auf jeden ein Gerät mit NP über 2000 DM sein, weil ich von Teilen unter 1000 DM immer enttäuscht wurde. Vom Jugendweihe-Recorder SKR 501 für 2150 "Reichsmark" abgesehen, war, gemessen an meinem Gehalt übrigens der Geracord mit 1400 DDR-Mark mein teuerster Erwerb bei Bandgeräten, nur gefolgt von einem AKAI VS-F600 HiFi VHS-Videorecorder mit Bandeinmessung, 1800 DM, eben für Musikaufnahmen im Analogzeitalter super, und einem D-05 (R-DAT, 1600 DM, da kann ich Pioneer nur loben), aber da hatte ich auch schon das dreifache Netto-Gehalt. Ja, auch Digitalbänder schlagen die CD-R, wenn man immer schön die Tapes zurückspult. Wobei die CD-R besser abschnitte, wenn man eine Fehlerkorrektur wie bei Daten hätte - aber welcher Player kann schon .WAV abspielen? Leider oder aus gutem Grund haben die Entwickler das in den Rainbow Books nicht vorgesehen. Was für mich auch ein Grund ist, über die Kopierschutzverfahren zu lachen, denn:

+++ Der sicherste Kopierschutz ist immer noch der Raffzahn der Zeit. +++

Euer Gerrit


[Beitrag von moonray am 25. Okt 2005, 04:33 bearbeitet]
moonray
Schaut ab und zu mal vorbei
#51 erstellt: 25. Okt 2005, 04:29
noch ne kleine Episode zum Schmunzeln:

Als ich 1987 meinen Geracord kaufen wollte, hab ich 4 von 8 Geräten der Reihe nach ausprobiert: bei einem kratzte der Kopfhörerregler, bei einem lief das Tape zu langsam, bei einem anderen war der Kopf schlecht justiert. Der Chef kam, ich soll entweder sofort das Haus verlassen oder mich jetzt für ein Gerät entscheiden. Ich zahlte per Scheck, den eigentlich meine Ma hätte unterschreiben müssen (ich war erst 17). So kam es, dass die Deppen dann die Bullen gerufen haben - Pech gehabt Leute: gekauft habe ich bei denen schlussendlich gar nix.


[Beitrag von moonray am 25. Okt 2005, 04:31 bearbeitet]
ronmann
Inventar
#52 erstellt: 02. Nov 2005, 18:40
Der Drachentöter ist das Pioneer CT95. Ein Harman willst du dir kaufen? Mmh ich weiß nich, das ist doch nicht gerade die Recorderschmiede. An den Gleichlaufwerten der Hersteller brauchst du nicht nicht "hochziehen". Kauf was solides! Revox B215 oder H1 (4Motoren) oder die Akais sind nicht schlecht, nur etwas wenig Dynamik. Einen großen Sony oder Pioneer kann man kaufen. Bei Teac kenne ich mich nicht aus, aber eine Amischleuder sollte es nicht sein, oder? Naja, wenn dir ein Harman gefällt. Nakamichis mit Azimuthjustage ääh ... ich wüßte es auch nicht, hätte ich mich nicht schon längst für einen 4MotorenDAT entschieden. Das Akai meines Kumpels (75er) läuft auch immer noch tadellos...
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