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Tonabnehmer Hilfe (Shure V15V MR)

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Beitrag
robwag
Stammgast
#1 erstellt: 26. Sep 2008, 09:17
Hallo,
bin gerade (mal wieder) dabei meine Platten zu digitalisieren
und stelle fest, dass mir die Höhen überhaupt nicht gefallen.
irgendwie verzerrt, wie übersteuert ... auch nicht bei jeder Platte gleich schlimm (aber nie toll).
[Bässe und Mitten finde ich übrigens Top ... habe hier schon anderes gelesen]
Bei anderen Musikquellen ist´s auf jeden Fall besser bis gut.
Das System hat nun auch schon gut 20 Jahre auf dem Buckel, wurde aber auch nicht übermäßig beansprucht.
(Und ich frage mich, was an einem Diamanten, der auf Plastik reibt abnutzen soll ???)
Aber ich glaube ja nicht was für dieses System (wenn erhältlich) für Preise aufgerufen werden!
Ich bin jetzt nicht der audiophile High-End Purist, es soll einfach sauber und klar klingen
... und am besten nicht viel mehr als 100.- kosten (80 wären auch nicht schlecht)
Wie wäre zB das M97 xE ?
Da ich mich auch schon seit 20 Jahren nicht mehr mit der Materie beschäftigt habe und völlig planlos bin, bin ich für jeden Tip dankbar.
Ach ja, kann es sein, dass mein Thorens (TD316) leiert???
Der Riemen ist ja ebenso alt, ausgeleiert und hat evtl. nicht mehr genug "Traktion" ? Wo bekommt man denn Ersatz?
Gibt´s da Größenangaben? Da könnte man ja nun wirklich irgendeinen nehmen.
Dank im Voraus,
RW
Yorck
Gesperrt
#2 erstellt: 26. Sep 2008, 09:54
Das Shure V15 / 5 ist unverbesserlich gut...neue Nadel ist nicht zwingend notwendig...guck doch erstmal durch ne Photolinse oder ein Mikroskop auf die Nadel..evtl bloß verdreckt? Hast Du die Auflage und den Überhang nach Fein Schablone und mit der Nadelwaage auf 0,75-1 Gramm justiert??

Neue v15/5 Nadel wird schwer zu finden sein und wenn unbezahlbar.

Möglicherweise JICO Ersatznadel SAS kaufen, die ist noch am nächsten am Original dran: http://www.export-ja...=18&products_id=1049

Das ist die Nadel für das Shure V15/4..ich weiß aber nicht ob die auch an das V15/5 passt.

V15/5 Nadeln "XMR" steuern im Original langsam auf 1000 Dollar zu...Unfug sowas zu kaufen (Meiner Meinung nach)

Neuen Riemen kannste schon aus Prophylaxe kaufen bei William Thakker http://www.williamthakker.eu/
Das ist immer gut.

Schmier mal Dein Plattentellerlager ab mit Mos2.
Alten harzigen 70´s Rotz raus mit Benzin und Q-Tip auswaschen,
dann neues Liqui Moly Mos2 10W40 Öl bzw Molykote Fett rein.
Je nachdem was Du für ein Lager hast.
dann leierts auch nicht mehr...ich gehe mal nicht davon aus, dass der Motor verharzt ist...ansonsten wirds fummelig.
Leg mal ne Stroboscheibe drauf und schau nach ob der Gleichlaufschwankungen hat:

http://cgi.ebay.de/P..._trksid=p3286.c0.m14
PE Stroboskopscheibe

Leuchte da mal mit ner 50HZ 220V Glühbirne drauf, dann muß der Stroboskop-Wander-Effekt möglichst bei 33er Skala statisch stehen.

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 26. Sep 2008, 12:38 bearbeitet]
raphael.t
Inventar
#3 erstellt: 26. Sep 2008, 12:32
Hallo RW!

Gib mal vorsichig 2 Millinewtom mehr Auflagekraft drauf.
Wenn es dann weniger verzerrt, war das ein Schritt in die richtige Richtung und du kannst eventuell noch mal zwei drauflegen.
Verzerrt es noch immer, ist die Nadel hinüber.

Grüße Raphael
robwag
Stammgast
#4 erstellt: 26. Sep 2008, 12:58
Danke für die ausführlichen Tips.
Die Nadel ist blitzsauber (...so mit Spiegel + Licht klar wie Glas, werde sie mir aber mal genauer mit Lupe ansehen)
Ersatznadel unter 80.- hatte ich auch schon gesehen
http://www.dacapo-re...cj6SE9MAABfqAKcAAAAL
wäre für den Preis auch völlig Ok.
Habe aber hier im Forum schon gelesen dass man sich für das
Geld (oder ein bischen mehr) lieber ein neues System holt.
Habe auch eben an schallplattennadeln.de gemailt.
(Bietet wohl speziell zu diesem System was an ... mal sehen)

Die Einstellung / Justierung habe ich natürlich auch in Verdacht. Habe sie jetzt auf 1,25g (Digitalwaage 0,05 genau)
Die Schablone muss ich erstmal suchen. Gab´s die nicht auch mal irgendwo für lau zum download?
Aber was soll sich da verstellt haben? System und Arm sind auf jeden Fall "in Flucht". (Ob vertikal gekippt überprüft man auf Spiegel?)
Die 1,25 Gramm Auflage habe ich vor ein paar Wochen schon mal recherchiert und habe sie auch noch von früher in Erinnerung.
Sind 0,7 - 1 nicht zu leicht? (Spiele übrigens nass mit dest. Wasser ab)
Intuitiv würde ich ja denken, dass die Nadel dann noch mehr schwingt und verzerrt, als wenn sie in die Rille "gepresst" wird? ...ups, sehe gerade die Antwort von raphael die in die gleiche Richtung geht. 1mN = 0,1g?
Mein Plan war eigentlich ein neues System zu Kaufen (so 80 - 100 Eur + das was ich für das V15 noch bekäme), aber welches von den 100.000 oder welche Firma macht in dem und dem Segment die besten Systeme (und welche sollte man meiden)?
Wenn´s danach natürlich noch genauso besch eiden klingt habe ich ein Problem
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 26. Sep 2008, 14:28
Hallo!

Für ein gleichwertiges System (allerdings mit anderen klanglichen Eigenschaften) wie dein Verbautes Shure V-15/5 legst du gut und gerne deine 400-500 Euro heutzutage hin.

Eine Schalone bekommst du hier für Lau : http://www.vono.ch/akustik/ersteHilfe/plattenspieler/index.html beim Ausdruck solltest du unbedingt auf die richtige Skalierung achten! Am besten hat sich bei mir die alte Audio-Schablone bewährt. Eine recht gute Anleitung zur Justage gibt es da ebenfalls zum Runterladen.

Daß sich eine Abtastnadel im laufe der Zeit runterschleift ist eine Tatsache, Abtastnadeln sind nach ca 500-2000 Bertiebsstunden in der Regel verschlissen. Deine Hochtonverzerrungen sind m.E. ein ziemlich sicheres Zeichen für eine abgenutzte Nadel, Originalnadeleinschübe sind schon deshalb so teuer weil diese Abtastnadel nicht mehr Original produziert wird. Mit dem Gros der Nachbauten wirst du wohl nicht recht glücklich werden, sie Funktionieren zwar aber der typische Sound des Systems bleibt in der Regel zum größten Teil leider auf der Strecke.

Ein neuer Riemen ist m.E. ebenfalls ein absolutes Muß, suche hier im Forum doch mal nach dem User "Joel" das ist ein ehemaliger Thorens-Mitarbeiter der noch Originalteile zu moderaten Preisen verkauft.

MFG Günther
raphael.t
Inventar
#6 erstellt: 27. Sep 2008, 08:04
Hallo Rob!

Ja, 1 Millinewton sind 0,1g.
Es könnte ja sein, dass der Dämpfungsgummi des Nadelträgers etwas verhärtet ist im Laufe der Jahre und deshalb habe ich als Erstmaßnahme eine leichte Erhöhung der Auflagekraft empfohlen, um das auszugleichen.
Wenn es dann aber bei 1, 5 g immer noch verzerrt, ist definitiv die Nadel hinüber.

Was ich, wie Hörbert vor mir, auch vermute.

Grüße Raphael
robwag
Stammgast
#7 erstellt: 27. Sep 2008, 14:28
Schöner Link mit den Schablonen.
Dass es so viele Arten gibt hätte ich nicht gedacht.
Beim Shure ist ja auch eine Plastikschablone dabei.
Aber am besten wird dann wohl die Originalpappe von
Thorens sein. Vielleicht finde ich die ja noch.
Werde mein System jetzt zu Herrn Schürholz (schallplattennadeln.de) schicken.
Der meinte auch schon was von verhärteter Aufhängung
...und ein neuer Diamant ist nach den Betriebsstunden mit Sicherheit fällig.
Mal sehen was für einen Schliff ich mir gönne.
Dank @all der Entscheidungshilfe
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 27. Sep 2008, 17:51
Hallo!

@robwag

Für das Shure kommt eigentlich nur ein Original-NOS-Nadeleinschub mit MR-Schliff in Frage. Alles andere wäre verschenkte Qualität.

Ansonsten solltest du meinen Tipp bezüglich Joel beachten. Sein Lagerpoliturset und Hartmetall-Lagerspiegel lohnen sich allemal für den betagten Thorens.

MFG Günther
raphael.t
Inventar
#9 erstellt: 28. Sep 2008, 07:45
Hallo!

Um 100 Euro eine Shibata - Nadel drauf vom Nadelspezialisten, und es ist auch gut.

Grüße Raphel
robwag
Stammgast
#10 erstellt: 17. Okt 2012, 14:13
4 Jahre später ... und noch immer nicht viel weiter
Neuer Riemen war schonmal gut, TA mit der Shure-Lehre einstellen ging auch super.
Auch eine "rebuilt Shibata" Nadel hatte ich mir seinerzeit für €99 gekauft (s.o.),
aber das war der totale Reinfall, da klingt meine uralte, originale MR-Nadel noch immer um Welten besser.
Habe jetzt gerade erst wieder angefangen mal wieder Platten zu hören / digitalisieren
und dachte mir, guck dir die Nadel doch mal unter dem (30.-) USB-Mikroskop an.
Das habe ich mit der reb. Shibata zwar nicht gemacht, aber selbst unter der Lupe sah man,
dass das kein Kristall war, sondern auch so eine grauschwarze "Bleistiftspitze" (s.u.)

Kann man denn bei diesen hier von einer -zumindest optisch- ähnlichen Qualität ausgehen wie das Original? (oder sind das nur geschönte "Beispielbilder")
Jico-SAS
identisch? (steht nix von SAS)

so sieht meine originale MR also zZt aus (x60)
v15vmr@60x
x200
v15vmr@200x

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Ein Lupenreiner Brilliant von 1mm /0,01ct kostet im EK max. 8-10€ (und ist ca 10-20x größer als so eine Nadel). Die Kosten liegen hier natürlich in der Verarbeitung/Schliff, eben wegen der mikroskopischen Größe. Daher verstehe ich nicht, warum als Ausgangsmaterial fast immer diese Industriediamanten (?) genommen werden .... oder ist das gar zusammengesinterter, gepresster Diamantenstaub? Das würde die Herstellung nat. extrem verbilligen. Aber wenn sie tatsächlich (wie auch immer) geschliffen werden, muss man doch nicht wegen ein paar Cent Ersparnis ein so viel minderwertigeres Material nehmen?
shure m95edm
shure m95edm
hifi-collector
Stammgast
#11 erstellt: 18. Okt 2012, 10:52
Auch wenn es vier Jahre später ist, hier mal ein Tip, der wesentlich weniger kostet, als eine neue Nadel oder ein neues System. Wie steht es mit der Sauberkeit Deiner Platten? Hast Du die mal gewaschen? Ansonsten kauf Dir mal eine Knosti und wasch Deine Platten mal. Das geht schnell und ist nicht teuer. Du wirst Deine Platten nach dem Waschen klanglich neu entdecken!

Gruß

Andreas
robwag
Stammgast
#12 erstellt: 18. Okt 2012, 14:23
Ich habe eine Knosti, erziele aber wesentlich bessere Ergebnisse mit Ultraschall
da hier nicht mechanisch mit Bürsten der Staub in den Rillen herum gerieben wird.
Ausserdem spiele ich nass ab, das sollte eigentlich reichen
Mango23
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 14. Mrz 2015, 19:08

robwag (Beitrag #10) schrieb:


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Ein Lupenreiner Brilliant von 1mm /0,01ct kostet im EK max. 8-10€ (und ist ca 10-20x größer als so eine Nadel). Die Kosten liegen hier natürlich in der Verarbeitung/Schliff, eben wegen der mikroskopischen Größe. Daher verstehe ich nicht, warum als Ausgangsmaterial fast immer diese Industriediamanten (?) genommen werden .... oder ist das gar zusammengesinterter, gepresster Diamantenstaub? Das würde die Herstellung nat. extrem verbilligen. Aber wenn sie tatsächlich (wie auch immer) geschliffen werden, muss man doch nicht wegen ein paar Cent Ersparnis ein so viel minderwertigeres Material nehmen?
shure m95edm
shure m95edm


Ein "Industriediamant" ist ein Diamant der wegen seiner Farbe oder/und Einschlüsse nicht zu einem Schmuckdiamanten verarbeitet wird.
Dadurch ist dieser nicht schlechter, wieso denn auch.
Man würde doch nicht den Cullinan I zu einer "Grammophon Nohl" (so nennt man eine Abtastnadel in unserem Dialekt) schleifen, ist doch total fehl am Platze.

Meistens werden synt. Diamanten verwendet, diese unterscheiden sich in keiner Weise vom natürlichen Diamanten.

Und NEIN, es gibt keine rekonstruierten Diamanten. Für Schleif und Bohrwerkzeuge werden zum Teil, je Werkzeuge mit gesindertem Diamant verwendet. In diesem Fall sind Diamant Splitter in eine Metalllegierung eingesindert. Wieder eine andere Baustelle.

Und JA, ich bin von Beruf Edelsteinschleifer Meister.
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