Neue Nadel für Shure V15 mr

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joas84
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Sep 2017, 07:30
Hallo Zusammen

Meine Nadel für mein Shure v15 mr ist leider durch. Was würdet ihr euch für eine Ersatznadel kaufen?
Gibt es noch Originalnadel zu kaufen?


Für eine gute Nadel bin ich gerne bereit 200-300 euro auszugeben.

Danke für eure Tipps
.JC.
Inventar
#2 erstellt: 15. Sep 2017, 07:35
Moin,

wenn die Shure Nutzer das sehen, werden sie dir die SAS Nadel empfehlen.
Was Besseres gibt es nicht (mehr).

ps
hier die beiden Nadeln,
warum die so erheblich unterschiedlich teuer sind, wissen sie vermutlich auch


[Beitrag von .JC. am 15. Sep 2017, 07:38 bearbeitet]
joas84
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 15. Sep 2017, 08:21
Super Danke für deine schnelle Antwort.

Ich glaube der Unterschied ist der Diamant:

Cantilever : Sapphire ->$267.00

Cantilever : Ruby ->$467.00


Hat jemand Erfahrung mit diesen beiden Nadel?
ParrotHH
Inventar
#4 erstellt: 15. Sep 2017, 08:50
Hallo!

Um welches V15 geht es denn?
Auf welchem Plattenspieler bzw. Tonarm wird es verwendet?

Ich habe ein paar Shure V5 Type III, 2 Stück in der "Klick"-Variante LM für Dual-TKs, und ein "normales". Dazu diverse Nadeln, originale VN35E und VN35MR, HE-Nadeln von Jico, eine Shibata-Nadel von Hr. Schürholz, und auch eine "alte" SAS-Nadel (noch mit Bor-Cantilever). Keine Nadel ist wirklich schlecht, schon mit den HE-Nadeln von Jico kann man m. E. gut Musik hören.

Wenn es mechanisch passt, dann sind die SAS-Nadeln gnadenlos gute Ersatznadeln, die einen die Originalteile vergessen machen.

Das Problem mit den SAS-Nadeln aber ist die Compliance, bzw. die Aufhängung insgesamt. Der Cantilever ist mittels eines Drahtes aufgehängt, Jico nennt das dann "Single Point Tension Wire Suspension". Dieses System scheint eine schlechte Dämpfung zu haben, und neigt bei manchen Kombinationen Tonarm/Tonabnehmer zu starken Resonanzen. Die Nadel tanzt dann bei leichten Wellen heftig auf der Platte und fliegt mit Pech ab. Mangels Angabe der genauen Compliance-Werte von Jico ist es ein Glücksspiel, wie die Nadel sich auf dem konkreten Player verhalten wird.

Ich habe diverse SAS-Nadeln, und meine Shures (V15 III, M95) kann ich aufgrund dieses Verhaltens nicht mit diesen auf meinen Dual-Plattenspielern betreiben (604, 621, 721). Andersherum funktioniert eine SAS für ein altes Sony XL35/45 nicht auf dem Arm des Technics SL-1210 MK II, dafür aber auf den Duals.

Ich besitze auch eine neoSAS/S für ein Technics EPC270C. Diese Nadel funktioniert auf den Dual- und den Technics-Armen. Ich kann aber nicht sagen, ob das an der - angeblich - überarbeiteten Aufhängung der neoSAS liegt, oder einfach nur Glück bzw. Zufall ist.


Zum Unterschied der neoSAS/S und neoSAS/R: ob nun Saphir oder Rubin, bei beidem handelt es sich letztlich um Korund, nur mit unterschiedlicher Färbung. Für ein wenig roten Schimmer nochmal 200$ draufzulegen, erscheint mir dann doch so unvernünftig, dass es selbst für mich nicht mehr in Frage kommt. Allerdings ist der R-Cantilever auch in der Bauart etwas anders, er verjüngt sich zur Spitze hin, was eine geringere effektive Nadelmasse ermöglicht. Leider gibt Jico auch hier keine konkreten Werte an, weder für die S- noch die R-Variante. Ich vermute, dass schon die S-Variante deutlich unter 0,3mg liegt, und die Vorteile der R-Variante eher im akademischen Bereich liegen.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 15. Sep 2017, 08:51 bearbeitet]
joas84
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 15. Sep 2017, 09:44
Danke für die ausführliche Antwort.

Ich habe einen Dual 721 mit Shure V15 Type V-MR.

Ich tendiere momentan stark zur Cantilever : Sapphire ->$267.00
ParrotHH
Inventar
#6 erstellt: 15. Sep 2017, 10:07
Hallo!

Ja, einen Versuch ist es wert.
Dran denken, es kommt auf den Produktpreis noch:
- Versand (25$)
- Zoll (m .W. 5%)
- Einfuhrumsatzsteuer (19%)

Damit landet man bei über 300€ und muss dazu noch ein paar Wochen warten. Ist nichts gegen zu sagen, habe ich auch schon öfter gemacht, allerdings habe ich meist mehrere Nadel gekauft (--> nur einmal Versandkosten). Die besagte Nadel gibt es aber auch bei Thakker (müsste die richtige sein, oder?), also bei einem deutschen Händler und sofort vorrätig.

Parrot
kaizersosse
Stammgast
#7 erstellt: 15. Sep 2017, 10:33
Da würde ich mich gerade mal dran hängen. Bei meinem 721 und Shure System ist auch die Nadel fertig, bzw. verbogen. Ich frage mich gerade, ob nicht ein komplett neues gutes MM System für ca. 350€ mehr Sinn macht, oder ist das Shure so gut, dass sich das Nachrüsten für 300€ lohnt?
Marsilio
Inventar
#8 erstellt: 15. Sep 2017, 11:50

joas84 (Beitrag #5) schrieb:
Danke für die ausführliche Antwort.

Ich habe einen Dual 721 mit Shure V15 Type V-MR.

Ich tendiere momentan stark zur Cantilever : Sapphire ->$267.00


Ich habe einen Dual 704 (also ein sehr ähnliches Gerät wie Dein 721) ebenfalls mit dem Shure V15MR. Ich habe dafür die SAS-Nadel von Jico noch mit dem Bor-Cantilever, die es damals noch für bezahlbare 167 US-Dollar gab. Klanglich ist das sehr überzeugend. Die Beobachtung von ParrrotHH allerdings kann ich bestätigen. So krass dass die Nadel abfliegt ist es nicht, aber zumindest am Anfang der Platte kann man die unruhig geführte Nadel von Auge gut beobachten. Ich hörte das ab Platte nicht; interessanterweise dann aber bei Aufnahmen auf Band.

Die Frage nun ist, ob Jico bei der Neo-SAS-Nadel, die nun ja den Saphir- statt den Bor-Nadelträger hat, da allenfalls etwas geändert hat oder nicht.

Ich besitze auch noch einen Ultra 500-Generator, auf dem diese Nadel ebenfalls passt. Hier ist dieses Problem nicht mehr aufgetreten. Möglicherweise liegt es auch daran, dass die Nadel nun mittlerweile mehr als eingespielt ist (das V15V habe ich schon länger nicht mehr benutzt).

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 15. Sep 2017, 11:56 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#9 erstellt: 15. Sep 2017, 11:53

kaizersosse (Beitrag #7) schrieb:
Da würde ich mich gerade mal dran hängen. Bei meinem 721 und Shure System ist auch die Nadel fertig, bzw. verbogen. Ich frage mich gerade, ob nicht ein komplett neues gutes MM System für ca. 350€ mehr Sinn macht, oder ist das Shure so gut, dass sich das Nachrüsten für 300€ lohnt?


Ist es bei das Shure V15III (Originalbestückung) oder eines der neueren V15-Systeme (V15IV, V15V, V15V MR, V15xMR)?

LG
Manuel
ParrotHH
Inventar
#10 erstellt: 15. Sep 2017, 12:35

kaizersosse (Beitrag #7) schrieb:
Ich frage mich gerade, ob nicht ein komplett neues gutes MM System für ca. 350€ mehr Sinn macht, oder ist das Shure so gut, dass sich das Nachrüsten für 300€ lohnt?

Frag nicht Dich, sondern frag einfach mal die Webseiten diverser Händler, was Du bis ca. 350 Euro an neuen Tonabnehmern angeboten bekommst. So dolle ist das m. E. nicht, bzw. technische Verbesserung gegenüber alten Modellen wirst Du m. E. nicht finden. Außerdem ist der Generator eines MM-Tonabnehmers der eher einfache Teil der Konstruktion.

Die SAS von Jico waren bis vor 1,5 Jahren mit ihren 133$ bzw 167$ (je nach Modell) eine wirklich günstige Möglichkeit, ein altes System wieder in Topform zu bringen - mit den genannten Einschränkungen. Mit der Neuauflage, die technisch m. E. keinerlei Fortschritt bringt, hat man dann mit der allgemeinen Preisentwicklung gleichgezogen. Unternehmerisch sicher eine richtige Entscheidung. Die Nadeln sind jetzt nicht mehr preisgünstig, aber im Vergleich zu aktueller Neuware ihren Preis wert!

Es ist also auch eine Geschmacksfrage: wenn man die Optik alter Systeme mag, dann spricht m. E. viel dafür, sie mit so einer Nadel weiter zu betreiben. Klanglich können sie dann mit aktuellen Systemen locker mithalten!

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 15. Sep 2017, 12:36 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#11 erstellt: 15. Sep 2017, 14:23
Tja, und die Shure-Systeme - v.a. die älteren wie das V15III oder auch M75/M91 und M95 - gelten als klanglich warm. Gefällt nicht allen, andere dagegen wollen genau diesen Sound.

Möchtest Du ein eher nüchternes Klangbild, dann wäre ev. der Wechsel auf ein Ortofon- oder Audio Technica eine Option. Für Liebhaber von Wärme bleibt Shure meine erste Wahl.

Lg
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 15. Sep 2017, 15:29 bearbeitet]
kaizersosse
Stammgast
#12 erstellt: 15. Sep 2017, 14:27

Marsilio (Beitrag #9) schrieb:


Ist es bei das Shure V15III (Originalbestückung) oder eines der neueren V15-Systeme (V15IV, V15V, V15V MR, V15xMR)?

LG
Manuel

Hab gerade mal nachgesehen, ist ein V-15 TypIII LM. Gerade gesehen, dass die Nadel eine Pfeifer ist, also schon ein Nachbau.
@ ParrotHH danke für deine Einschätzung!
Dan_Seweri
Inventar
#13 erstellt: 15. Sep 2017, 14:27

ParrotHH (Beitrag #10) schrieb:
Es ist also auch eine Geschmacksfrage: wenn man die Optik alter Systeme mag, dann spricht m. E. viel dafür, sie mit so einer Nadel weiter zu betreiben. Klanglich können sie dann mit aktuellen Systemen locker mithalten!

Was allein deshalb schon nicht verwundert, weil der Generator eines Tonabnehmers technisch gesehen ein relativ simples Teil ist. Bei einem vernünftig konstruierten Generator älteren Baujahrs existiert nicht mehr viel Spielraum für Verbesserung. Deshalb kann man mit hochwertigen frischen Nadeln auf einem solchen Generator ein Klangresultat erzielen, das keinen Vergleich mit aktuellen Tonabnehmern zu scheuen braucht.

In diesem Sinne würde ich ein V15VMR auf jeden Fall mit einer neoSAS-Nadel ausrüsten, als fürs selbe Geld ein aktuelles Komplettsystem zu kaufen. Die Saphirnadel reicht völlig aus.


[Beitrag von Dan_Seweri am 15. Sep 2017, 14:28 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#14 erstellt: 15. Sep 2017, 14:50

kaizersosse (Beitrag #12) schrieb:
Hab gerade mal nachgesehen, ist ein V-15 TypIII LM. Gerade gesehen, dass die Nadel eine Pfeifer ist, also schon ein Nachbau.

Ok, dann wärst Du jetzt ein geeignetes Versuchskaninchen für den Test der neoSAS auf dem V15 III am Dual...

Wie gesagt: ich habe eine alte SAS mit Bor-Cantilever, die ist mir deutlich zu unruhig in der Rille. Wir haben ja schon gelesen, dass andere da entspannter herangehen, mein Eindruck ist trotzdem: das passt mechanisch nicht. Schön wäre es ja, wenn das mit der neuen Variante unkritischer wäre.

Vielleicht kommt für Dich auch noch die Jico-HE in Betracht, die direkt bei Thakker zu erwerben ist. Die spielt auf dem Dual völlig problemlos, klanglich solide, etwas stämmig, kein Feingeist, für den Preis allemal sehr gut.

Parrot
joas84
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 15. Sep 2017, 17:35
Hallo Zusammen

Nur nochmal zum sicher gehen: Diese Nadel ist es für mein Shure: https://www.jico-sty...n36cmc7vp51l2dkqqhu6

Hab gerade gesehen das folgendes auf meinem PickUp: V15V - MR

Auf dem Link zur Nadel steht aber Cartridge No. : V15VxMR

Weiss jemand ob das kleine x was ausmacht? nicht das ich dann ne Nadel bestelle die nicht passt.
Albus
Inventar
#16 erstellt: 15. Sep 2017, 17:51
Tag,

ja, deine Zweifelsfrage ist nur zu berechtigt: die Nadel des V15VxMR (mit dem kleinen 'x') passt nicht in den Einschub des V15V-MR. Siehe bitte auch den in 'warnendem' ZART-ROT gehaltenen Hinweis auf der Seite des Angebotes: https://www.jico-sty...n36cmc7vp51l2dkqqhu6

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 15. Sep 2017, 17:52 bearbeitet]
Wuhduh
Gesperrt
#17 erstellt: 15. Sep 2017, 17:57
Nabend !

Die Richtige ohne X !

Nicht kompatibel !!!

Retipping mit einer Shibata ?

Shure abgenudelt verkaufen ? Soll ein Anderer weitermachen !

@ Parrot:

Falsches Link, hier nix V15III !

MfG,
Erik


[Beitrag von Wuhduh am 15. Sep 2017, 17:59 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#18 erstellt: 15. Sep 2017, 18:24
Genau. Kompatibel sind V15V, V15V MR und Ultra 500. Beim V15VxMR ist die Kompatibilität nicht gegeben.

Retipping mit einer Shibata (kostet ca. 180.-) wäre in der Tat auch eine Möglichkeit.

LG
Manuel
Dan_Seweri
Inventar
#19 erstellt: 15. Sep 2017, 18:38
Die VN5MR-Nadel hat einen Schaft mit kleinerem Querschnitt als die VN5xMR-Nadel. Die VN5xMR-Nadel ist kompatibel zu M97xE, VST III, M110, M105, M92 etc. In ein V15MR (ohne "x") passt die VN5xMR-Nadel aber keinesfalls rein. Dort braucht es die entsprechende Nadel ohne "x".


[Beitrag von Dan_Seweri am 15. Sep 2017, 18:40 bearbeitet]
joas84
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 15. Sep 2017, 19:05
Da hatte ich noch mal Glück.

Bestellt!!


[Beitrag von joas84 am 15. Sep 2017, 19:11 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#21 erstellt: 16. Sep 2017, 06:40
die SAS ? welche ? link ?
mr.cruzo
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 26. Nov 2017, 15:20
Moin moin

Ich weiß der thread jst schon etwas älter aber ich wollt da trotzdem mal was fragen.


Hier wird geschrieben das ein shure v15 III mit sas nadel ungeeignet fuer einen dual ist

Ich bin im besitzt eines dual 704 der an einem marantz sr 6010 zwei klipsch rp 280f antreibt. Ich hatte bis jetzt das vm silver in benutzung, aber dieses ist nun hinüber. Ich habe mal geschaut und eine ersatznadel kostet fast 300 euro.

Ich war mit dem system sehr zufrieden, möchte aber gern was neues ausprobieren. Vllt ein nicht ganz so neutrales system. Etwas mehr wärme wünsche ich mir. Anders kann ich es nicht beschreiben. Ich habe hier und im dual board immer wieder über dualdreher mit shure sytem und shiabata sas nadel gelesen. Bin mir jetzt aber nach dem lesen eurer kommentare nicht mehr so sicher.

An Musik höre ich jetzt nicht super nuancierte sachen. Sprich orchester oder tonnenweise jazz etc.

Eher so soul und funk, Sachen mit brett wie wolfmother oder led zepplin. Manchmal nen bisschen jazz , groove bisschen hip hop singer songwriter und so.

Ich würde mich über eine antwort sehr freuen ob das shure mit nadel an meinem 704 sinn macht oder nicht und wenn nicht was ihr fuer vorschläge habt bis 250 bis 300 euro. Und wenns geht nich gebraucht . Also System ja nadel nur neu.

Vielen dank schonmal
Marsilio
Inventar
#23 erstellt: 26. Nov 2017, 21:54
Hallo crozo

Also - das Shure V15III war die Originalbestückung Deines Dual 704. Dieses Systems ist optimal auf diesen Plattenspieler abgestimmt (eigentlich stimmt das zwar so nicht ganz, dank dem Trick des Antiresonators am Tonarm aber passt es gleichwohl prima). Das V15III gab es damals mit elliptischen, hyperelliptischen (HE) und Microridge-Nadeln. Letzter war auf Berrylium-Nadelgträger, teuer und selten. Die klassische Bestückung war die HE-Nadel. Gerade für Soul/Funk imo sehr passend.

Originalnadeln zu finden ist heute sehr schwierig bis unmöglich geworden; in die Bresche gesprungen sind zahlreiche Fremdanbieter. Die vorgängig erwähnte SAS-Nadel von Jico entspricht punkto Schliff ziemlich weitgehend einer Microridge. Auch hier im Forum gibt es sehr viele Ûster, die mit der SAS-Nadel am V15III absolut zufrieden sind.

Günstiger und laut Parrot absolut unproblematisch ist die ebenfalls angebotene HE-Nachbaunadel:
http://www.ebay.de/i...8:g:rzwAAOSwMNxXY~s~
Diese entspricht punkto Schliff der damals am häufigsten verwendeten HE-Originalnadel.

V15III-Tonabnehmer versprechen in der Tat mehr Wärme als das VM Silver (das ich auch kenne) . Auf Ebay werden sie meines Erachtens aber oft etwas zu teuer angeboten. Schau doch ab und zu mal im Dual-Board vorbei, dort werden immer mal wieder V15III-Generatoren angeboten.


Ansonsten: An meinem 704 habe ich mittlerweile schon einige Tonabnehmern ausprobiert. Grundsätzlich passt da fast alles - einzig MC's, die schwere Tonarme mögen, würde ich da nicht betreiben wollen.

Falls Du genügend Geduld hast empfehle ich Dir, Dich auf die Lauer zu legen und ein Sonus Gold Blue zu suchen. Dieses System bietet eine gute, wenngleich nicht ganz so detaillierte Wiedergabe wie das VM Silver, hat aber eine unglaubliche Bühnenwiedergabe und tolle Klangfarben. Ein Zwischending zwischen Wärme des Shure und Analytik des VM Silver bietet das Elac ESG796. Das gibt es ebenfalls nur noch NOS, passt am 704 aber ebenfalls ausgezeichnet.

In neu schliesslich wäre aus dem Hause Shure noch das M97xE zu erwähnen. Findet man ab ca. 120.-; die Nadel ist leider nur gebondet, der elliptische Schliff ist aber mit 0.2x0.7mil Verrundungsradius einer der feineren Sorte. Zudem kann auch dieses System später bei Gefallen durch eine SAS-Nadel hochgerüstet werden.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 26. Nov 2017, 21:56 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#24 erstellt: 07. Jan 2018, 15:20

ParrotHH (Beitrag #14) schrieb:

kaizersosse (Beitrag #12) schrieb:
Hab gerade mal nachgesehen, ist ein V-15 TypIII LM. Gerade gesehen, dass die Nadel eine Pfeifer ist, also schon ein Nachbau.

Ok, dann wärst Du jetzt ein geeignetes Versuchskaninchen für den Test der neoSAS auf dem V15 III am Dual...

Wie gesagt: ich habe eine alte SAS mit Bor-Cantilever, die ist mir deutlich zu unruhig in der Rille. Wir haben ja schon gelesen, dass andere da entspannter herangehen, mein Eindruck ist trotzdem: das passt mechanisch nicht. Schön wäre es ja, wenn das mit der neuen Variante unkritischer wäre.

Gerade schiebe ich meinen Vorsatz, im neuen Jaher wieder mehr Sport zu machen, erfolgreich vor mir her. Während ich also in Laufklamotten hier rumsitze, kommt mir die grandiose Idee, genau jetzt meine neue neoSAS/R mal auf dem Dual 721 auszuprobieren. Bringt noch ein wenig Zeit!

Die alte Bor-Variante wackelte auf dem Dual bei welligen Platte ja herum wie der Hintern einer watschelnden Ente. Konnte man da eigentlich nicht benutzen.

Ob das nun an diesen spezifischen Nadeln aufgrund der Serienstreuung hängt, oder tatsächlich etwas an der Aufhängung geändert wurde, weiß ich nicht. Die neoSAS liegt jedenfalls deutlich ruhiger, der kann ich nun für die Kombination Dual 5xx, 6xx, 7xx (vor ULM-Ära) und Shure V15 III meine Empfehlung aussprechen.

Mist, nun muss ich doch laufen gehen,
Parrot
mkoerner
Stammgast
#25 erstellt: 08. Jan 2018, 12:58
Hi,

um wieder etwas stärker zum Thema zurückzukommen.
Ich habe seit letzte Woche eine VN5MR neoSAS/R für mein VSTV (selektiertes V15VMR). Ich bin seeehr beeindruckt. Das System spielt mit der Nadel extrem schnell, sauber und sehr "stabil" (im Sinne Räumliche Abbildung). Ich tue mich extrem schwer einen Unterschied zur Originalnadels des VSTV zu hören. Ich hab auch noch eine Originale VN5MR, die klingt minimal "langsamer" bei den Transienten. Also definitiv eine Kaufempfehlung. Eine neoSAS/S habe ich nicht, von daher kann ich nicht sagen ob es die auch täte.

Mike
Marsilio
Inventar
#26 erstellt: 08. Jan 2018, 13:37
Ich denke, gerade für die grossen Shure-Systeme mit der SAS-Nadel adäquat bestückt werden können. Ich besitze ein Ultra 500 mit der alten SAS-Nadel - mit Abstand mein bestes System.

Eh werden die grossen Shures meines Erachtens teilweise etwas unterbewertet. Heute sieht man halt nur noch, was da aus aktueller Produktion noch angeboten wird, also Tonabnehmer der Liga M97xE, M44 etc. Dabei konnten die Amis früher richtig grosse MM's. Ein V15V mit Microridge-Nadel muss sich vor einem Ortofon 2M Black keinesfalls verstecken.

LG
Manuel
ParrotHH
Inventar
#27 erstellt: 08. Jan 2018, 15:37
Moin!

Ich besitze ja "nur" eine Reihe von Bodies für das V15 Typ III. Mittlerweile befinden sich dafür aber drei originale Einschübe VN35MR (mind. zwei davon NOS) in meinem Bestand. Wenn ich die SAS- und Originaleinschübe miteinander vergleiche, dann fällt mir auf, dass die originalen etwas dunkler/wärmer abgestimmt sind.

Vielleicht meint das Mike mit seiner für mich völlig kryptischen "Schnelligkeit"?! Ansonsten laufen meine Platten auch mit SAS nämlich immer noch mit 33RPM...

Parrot
mkoerner
Stammgast
#28 erstellt: 08. Jan 2018, 17:51
Schnelligkeit:

Wenn du Anschläge hörst: Wie "hart" ist der Anschlag, wie sauber das Ausschwingen des Tones. Je "schneller" ein TA desto härter und präziser die Transienten. Wie stark "zupft" eine Saite oder "entsteht" nur irgendwie ein Ton. Bei schnellen Abnehmern hört man den Vorgang des Anreißens der Saite sehr genau.

Rein Technisch: die Fähigkeit ein Rechteck möglichst "Rechteckig" wiederzugeben :-).

Klanglich wird ein schnelles System dadurch auch immer etwas heller als ein langsames. Denn nach Fourier machen ja die Obertöne das Rechteck zum Rechteck...

Bei den klassischen SAS Nadeln gibt es aber auch eine Nadelträgerresonanz des Borstabes irgendwo zwischen 10 und 20khz, wo genau weiss ich gerade nicht mehr. Auch diese "hellt" das Klangbild gegenüber dem Orignal Shure Beryllium Nadelträger auf. Dieses Problem scheint der Rubin Nadelträger nicht in gleichem Umfang wie der Bor zu haben, habe ich den Eindruck.

Mike
.JC.
Inventar
#29 erstellt: 08. Jan 2018, 18:41
Hi,


mkoerner (Beitrag #28) schrieb:
Klanglich wird ein schnelles System dadurch auch immer etwas heller als ein langsames.


die typische Hochtonpräsenz die dem AT 150 MLX nachgesagt wird.

die Leute die so was nicht kennen, meinen dann die Musik wäre zu hell,
während sie doch (für sie) zum 1. Mal genau so ist, wie in der Rille gespeichert.

Die Nadeln sind ja im Prinzip gleich schnell, aber die Umwandlung in elektrische Spannung ist es nicht.
Und das kann nur am Cantilever (etc.) liegen.

Was Schliff und Cantilever ausmachen, hört man ja gerade hier sehr schön am Klangunterschied.
(ich kenne ihn nicht, würde aber ihn gerne mal hören)
Dan_Seweri
Inventar
#30 erstellt: 08. Jan 2018, 20:40

.JC. (Beitrag #29) schrieb:
Die Nadeln sind ja im Prinzip gleich schnell.

Sind sie meines Erachtens nicht: Du lässt die Masse der Nadel außer Betracht und damit die Massenträgheit. Es ist kein Zufall, dass Nadeln mit geringer bewegter Masse besser klingen als Nadeln mit hoher Masse.
Marsilio
Inventar
#31 erstellt: 08. Jan 2018, 20:55
Also Hochtonpräsenz haben die grossen Shure auch mit der Bor-SAS in meinen Ohren definitiv nicht. Auf Tonabnehmer, die eine gewisse Hochtonbetonung haben, reagiere ich mitunter eher genervt. Namentlich meine ich damit die Ortofon OM40 und 2M Blue, aber auch das Acutex STR412 und sogar das Philips GP351. Zumindest beim V15V und Ultra mit der Bor-SAS ist das definitiv nicht der Fall, die sind wirklich sehr ausgewogen.

Dass hingegen die originale MR-Nadel noch etwas dunkler abgestimmt ist, möchte ich nicht in Abrede stellen. Ich hatte lange Zeit eine HE-Nadel für ein kleines Shure, da war das ebenfalls so.

LG
Manuel
ParrotHH
Inventar
#32 erstellt: 08. Jan 2018, 20:58

.JC. (Beitrag #29) schrieb:
die typische Hochtonpräsenz die dem AT 150 MLX nachgesagt wird.

die Leute die so was nicht kennen, meinen dann die Musik wäre zu hell,
während sie doch (für sie) zum 1. Mal genau so ist, wie in der Rille gespeichert.

Gut, ich kann nur für das AT440MLa sprechen.
Das hat ebenfalls "die typische Hochtonpräsenz".

Leute, die keine Ahnung haben, meinen dann die Musik würde damit so wiedergegeben, wie sie in der Rille gespeichert ist,
während sie doch einfach nur einen verbogenen Frequenzganz hören.

Siehe hier (und folgende, insbesondere hier).

Wechsele zur Zeit immer zwischen der originalen VN35MR und der neoSAS/R hin- und her. Die neoSAS/R ist top, keine Frage. Besser gefallen tut mir aber die originale Shure-Nadel!

Parrot
ad-mh
Inventar
#33 erstellt: 08. Jan 2018, 21:52
Moin,

ich würde das nicht überbewerten.

Sehr oft passt es zum Gesamtkonzept. Ich höre sehr gern mit Breitbändern.
Wenn man hingegen mit einem Bändchenhochtöner hört, wird ein solches AT System durchaus problematisch bis nervig.

Meiner Meinung nach muss es passen. Über den Kamm scheren kann man die AT auch nicht.
Ich bin gespannt, wenn mein nächster Lautsprecher mit Ringradiator fertig ist.

VG Andreas
ParrotHH
Inventar
#34 erstellt: 08. Jan 2018, 23:08
Hallo Andreas!

Wenn da einfach nur gestanden hätte, dass es gefällt, dann hätte ich auch gar nix gesagt.
Meine Einlassung ging nur gegen die absolute Aussage, die so eben absolut falsch ist.

Parrot
mkoerner
Stammgast
#35 erstellt: 08. Jan 2018, 23:50

.JC. (Beitrag #29) schrieb:
die typische Hochtonpräsenz die dem AT 150 MLX nachgesagt wird.


Nein, das AT-150MLX ist nicht nur sehr schnell (Das schnellste System das ich habe), sondern definitiv auch untenrum das blutärmste System das ich habe. Das VSTV mit neoSAS/R ist nur unwesentlich langsamer aber untenrum deutlich voller.

Das sind quasi zwei Vektoren
1) die "blubbrigkeit / Trägheit" die vor allem bei Bass ein "Volumen" erzeugt und
2) der Pegel also der Frequenzgang.

Mit etwas Übung kann man bei Schlagzeug recht schnell hören ob man Variante 1) oder 2) vor sich hat. Wenn man das mal im Ohr hat merkt man eben auch das das Volumen untenrum beim 150MLX nicht nur sehr schnell sondern auch dünner als bei allen anderen TAs ist. Wobei eigentlich ist es andersrum, es ist ab dem oberen Mittelton nach oben einfach lauter / hat mehr Energie als von mir "normal" empfundene TAs.

Wäre ich Speed-Metal Hörer würde ich wahrscheinlich ein 150MLX in eine ansonsten "Britische" Anlage packen und wäre glücklich.... Bin aber Elektro Hörer...

Generell habe ich ein Hörempfinden das sich (zumindest in seinen Aussagen hier) mit Manuel / Marsilio deckt.

Mike
FrankyU
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 05. Dez 2018, 19:57
Hallo,

möchte den Thread noch mal hochholen. Frü mein V15V MR brauch ich ebenfalls eine neue Nadel, nun bin ich unsicher, was ich nehmen soll. Das Tanzen der SAS- Nadel hat mich doch jetzt verunsichert. Habe mal gelesen, dass die SAS ein Compl. von 20 haben. Das Shure am SME 3012 R mit einer originalen Shure Nadel P, muss wohl die Nadel des Shure V 15 TypV (P-Mount) sein.

Es muss ja nicht unbedingt eine SAS sein, die neo/SAS erst recht nicht, ist mir einfach zu teuer.

Ja, jetzt ist guter Rat teuer oder auch nicht.
ad-mh
Inventar
#37 erstellt: 05. Dez 2018, 20:38
Ausprobieren. Anders wird es nicht gehen.
Ich bin derzeit mit zwei Systemen sehr zufrieden.

Dual 721 mit Elac 796 H30 (Bor Cantilever mit van den Hul II) und
Dual 621 mit Shure V15III mit normaler SAS (Bor Cantilever mit MR Stein)

Beide sind sehr gut, letztere gefällt mir in Summe etwas besser.
Da tanzt nichts. Zur Compliance gibt es keine verlässlichen Werte.

Viel Glück bei Deiner Entscheidung.

VG Andreas


[Beitrag von ad-mh am 05. Dez 2018, 20:40 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#38 erstellt: 05. Dez 2018, 22:55
Tja, SAS oder was?
mkoerner
Stammgast
#39 erstellt: 06. Dez 2018, 00:51
Für diesen Arm ist die SAS sogar besser als die Originalversion. Der Arm ist nicht unbedingt optimal für High Compliance. Die 20 sind als eher unproblmatischer. Wenn man sich SAS nicht leisten will, dann kauf besser gleich nen neuen Abnehmer und verkauf das V15V. Damit fährst du dann besser.

Mike
mark666
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 06. Dez 2018, 09:24
Bei eBay gibts diese Nadel auch für 1.160,11 und 3.495,18 Euro
das_t.
Inventar
#41 erstellt: 06. Dez 2018, 09:44

mark666 (Beitrag #40) schrieb:
Bei eBay gibts diese Nadel auch für 1.160,11 und 3.495,18 Euro :*


wenn da sonst keine unterschiede feststellbar sind...

... würde ich die günstigere nehmen.



t.
FrankyU
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 06. Dez 2018, 10:38

mkoerner (Beitrag #39) schrieb:
Wenn man sich SAS nicht leisten will, dann kauf besser gleich nen neuen Abnehmer und verkauf das V15V. Damit fährst du dann besser. Mike


Von nicht leisten wollen, war nicht die Rede, ich meinte damit ja die neo/SAS. Die normale mit Bor Cantilever gibt es immer noch. Ich war nur verunsichert, ob der Arm mit der SAS harmoniert. Vielleicht wird es dann ja die "alte" SAS Nadel.

Einen neuen MM-Abnehmer werde ich mit Sicherheit wegen ein paar Spielereien nicht kaufen.
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