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günstiger aber halbwegs guter Plattenspieler?

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Autor
Beitrag
YokoOHHNoo
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 10. Jan 2013, 11:09
Hallo, eine Freundin von mir wünscht sich zum Geburtstag einen Plattenspieler, leider habe ich nicht wirklich Ahnung auf diesem Gebiet und als Student auch ein sehr beschränktes Budget (50-70€?).

Hinzu kommt noch, dass man ihre Anlage nicht als "Hifi" bezeichnen kann, es handelt sich nämlich um eine einfache Kompaktanlage wie sie in den 90ern üblich war mit einem Cinch-Eingang ohne Vorverstärker. Man sieht also, es muss auch kein High-End Plattenspieler her. Ein einfaches Gerät, das zuverlässig die Platten abspielt, ohne diese zu verkratzen reicht.

Gibt es in diesem Preisrahmen überhaupt Chancen, was halbwegs vernünftiges zu ergattern?

Bei Ebay Kleinanzeigen habe ich einen günstigen Dual 1224 gefunden (30€), wobei ich bei so einem alten Gerät (mittlerweile 40 Jahre) ja nicht weiß, ob das noch einwandfrei funktioniert. Nen Vorverstärker hat der sicher auch nicht drin, gäbe es denn günstige Wege, das Signal auch anders zu verstärken?

Über Tipps und Ratschläge freue ich mich sehr.
unterberg
Stammgast
#2 erstellt: 10. Jan 2013, 11:24
So ein Reibraddreher benötigt wahrscheinlich eine gründliche Wartung, die man mit etwas Erfahrung auch selbst bewerkstelligen kann. Dann ist er ein vernünftiger Einstieg in die Thematik.

Ein günstiger Vorverstärker zum Betrieb an einem - wie von Dir genannten - Line-Eingang wäre beispielsweise der Dynavox TC750. Dazu bräuchtest Du noch ein weiteres Cinchkabel und möglicherweise einen DIN-Cinch-Adapter für den DUAL. Der preisliche Rahmen wäre dann schon ausgereizt.

Gruß Frank
8erberg
Inventar
#3 erstellt: 10. Jan 2013, 11:35
Hallo,

ist es denn ein 1214 "hifi"? Der "einfache" 1214 hat ein Keramiksystem und ein Magnetsystem ist bei dem Motor nicht der Brüller...

Robust sind die Duals, wenn da keiner mit Gewalt und Idiotie rumbastelte bekommt man ihn auch ohne großen Aufwand zum Laufen.

Anleitung: http://dual.pytalhost.eu/1214/

http://dual.pytalhost.eu/1972/1972-05.jpg
http://dual.pytalhost.eu/1972/1972-06.jpg

Peter
schmiddi
Inventar
#4 erstellt: 10. Jan 2013, 11:45
Hallo und willkommen im Forum!

für 50-70€ wird es schwer was einigermaßen vernünftiges und neues zu finden, zumal auch noch ein Vorverstärker nötig ist. Da musst du schon nach einem gebrauchten Plattenspieler schauen.

Da du aber bei einem gebrauchten Plattenspieler zu einem günstigen Preis aber zu 95% noch eine neue Nadel brauchst, musst du schon ein wenig Geduld haben um mit Allem innerhalb deines Budgets zu bleiben.
So ein Dual 1224 ist kein schlechtes Gerät, alledings solltest du dann auch eine Wartung einplanen. Wenn du keine zwei linke Hände hast kriegt man das hin. Allerdings wirst du dann auch noch ein wenig investieren müssen, wahrscheinlich eine neue Nadel. Für eine einfache Nachbaunadel musst du dann ca. 25- 30€ einkalkulieren.
Ein Vorverstärker ist für ca. 20 - 25€ zu haben. Du siehst dein Budget ist damit schon aufgebraucht. Sollte das Reibrad bei dem 1224 auch verschlissen sein, wird noch mehr fällig.
YokoOHHNoo
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 10. Jan 2013, 11:54
Bei dem Angebot vom 1224 wäre auch noch eine Ersatznadel dabei, das Gerät war die letzten Jahre wohl auf dem Dachboden und ist bestimmt ziemlich eingestaubt.

Gibt es Anleitungen, was bei einer "Entstaubung" alles zu machen ist und wie man ggf. Teile (z.B. die Nadel) auswechselt.
sandy666
Stammgast
#6 erstellt: 10. Jan 2013, 12:14
Versuch doch einen Technics SL-BD oder SL-DD zu bekommen. Die sind recht gut und für ca. 20-30€ zu bekommen. Eine neue Nadel ran (ca. 20€) und den besagten Dynavox Vorverstärker und du liegst voll im Budget. Allerdings solltest Du den Dreher vorher optisch auf Vordermann bringen.
Denn: Wir Mädels stehen auf hübsch...
schmiddi
Inventar
#7 erstellt: 10. Jan 2013, 12:20
Wenn es denn der Dual werden soll, würde ich dir das Dual-Board als Anlaufstelle empfehlen. Dort kann man dir genau erklären wie man den Dual auf Vordermann bringt.

Wenn eine Ersatznadel dabei ist und außer Staub sonst nicht viel dran ist, dann könnte das ein perfekter Einstieg sein.
YokoOHHNoo
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 10. Jan 2013, 12:28
Danke für den Tipp mit den Technics Spielern, werde mich auch da mal umschauen, zumindest Ersatzteile scheint es da ja noch massig zu geben.

Auf Dual möchte ich mich nicht versteifen, der Player steht hier allerdings um die Ecke und hat wie gesagt einen recht attraktiven Preis.

Was wäre denn qualitativ zu bevorzugen ein Technics SL-BD oder der Dual 1224, vorausgesetzt beide sind in nem funktionsfähigem Zustand?
schmiddi
Inventar
#9 erstellt: 10. Jan 2013, 12:43

YokoOHHNoo schrieb:


Was wäre denn qualitativ zu bevorzugen ein Technics SL-BD oder der Dual 1224, vorausgesetzt beide sind in nem funktionsfähigem Zustand?


Das kommt darauf an wie die deine Qualität definierst. Wenn es um die haptische Qualität geht ist der Dual schon richtig gut. Der BD von Technics hat ein Kunstoffgehäuse und macht halt nicht so einen guten haptischen Eindruck.

Von der Tonqualität tun sich die beiden nichts, einen entsprechenden Tonabnehmer mal vorausgesetzt. Hinzu kommt auch noch der eigene Geschmack, mag man lieber das klassische Design oder doch etwas moderner.

Beim Dual musws du mit dem Tonabnehmer aufpassen, die erste Serie hat noch einen Kristall-Tonabnehmer. Den kannst du vergessen.
Haiopai
Inventar
#10 erstellt: 10. Jan 2013, 13:03
Moin , bei den Technics würde ich auf Modelle mit den Kürzeln QD oder DD achten , Beispiel SL-DD33 , daß sind die direkt
angetriebenen Modelle , mit BD werden die Riemen getriebenen Modelle bezeichnet , da sich da preislich nicht unbedingt viel tut ,
würde ich immer auf die Direkt angetriebenen Modelle setzen , weil wartungsarm und von den Gleichlaufwerten her besser .

Ganz problemlos sind die Technics von privat aber auch nicht , die Geräte gehen bei mir häufiger mal durch .

Bekannte Mängel :

- Verdreckte Pitch Potis (gilt natürlich nur für die Modelle , die eins haben ) , äußert sich darin , daß die Dreher die Geschwindigkeit entweder gar
nicht mehr halten oder nur noch wenn man den Pitch Regler vorher ein paar Mal von
Anschlag bis Anschlag dreht .
Ebenso kann es sich so äußern , das die Geschwindigkeiten nur noch ganz kurz vor
Ende des Regelbereiches gehalten werden , dafür gibt es bei einigen Modellen an der
Unterseite zwei Wartungsöffnungen , durch die man je für 33/45 das Pitchpoti vorjustieren
kann .

- Selten aber trotzdem drauf achten , ob die Automatik Funktionen noch einwandfrei funktionieren ,
dabei insbesondere schauen , daß die Gummimatte richtig sitzt , diese Modelle haben in
der Tellermatte zwei Öffnungen für die mechanische Plattengrößenerkennung , wenn da
was nur leicht verrutscht spinnt die Automatik und der Tonarm setzt falsch auf .

Dazu das übliche , nämlich defekte Nadeln , über die Hälfte der Exemplare wird so
verkauft , auch bei Händlern , bei denen wird das dann gerne hergenommen um die
Dreher als defekt zu verkaufen und die Gewährleistungspflicht zu umgehen .

Als letztes beim Lieferumfang drauf achten , das insbesondere das ORIGINAL Massekabel
beiliegt , die Geräte haben nämlich auf der Rückseite für dieses Kabel einen besonderen
Stecker , wenn das nicht dabei ist muß man sich mit nem Quetschverbinderstecker aus
dem Automobilbereich was basteln , ein Pfennigartikel , aber ärgerlich wenns der Fall ist .

Ansonsten sind die Technics Modelle gerade wegen der T4P Systeme sehr einsteigerfreundlich ,
da man praktisch nix am Tonarm justieren muß , auch Systemwechsel gestalten sich sehr
enfach und ohne Justage .
Die jeweils größeren Modelle QD33 u. DD33 sind Vollautomaten , auch für Einsteiger nett ,
Platte drauf , Start drücken , Rest geht von alleine und das sehr sanft .

Gruß Haiopai


[Beitrag von Haiopai am 10. Jan 2013, 13:16 bearbeitet]
YokoOHHNoo
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 10. Jan 2013, 13:19

schmiddi schrieb:
Von der Tonqualität tun sich die beiden nichts, einen entsprechenden Tonabnehmer mal vorausgesetzt. Hinzu kommt auch noch der eigene Geschmack, mag man lieber das klassische Design oder doch etwas moderner.

Die Klangqualität ist schon das entscheidende, bei niedrigem Preis spielt die Optik jetzt nicht sooo die Rolle.. geputzt wird natürlich dennoch vorm Schenken

@Haiopai: danke für den ausführlichen Post. Das mit dem Direktantrieb hört sich gut an (besonders das "wartungsarm").

Ich werde mich mal nach solchen Playern umschauen..


[Beitrag von YokoOHHNoo am 10. Jan 2013, 13:20 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#12 erstellt: 10. Jan 2013, 13:22
Hallo,

also wenn der Dual lange Jahre stand wird das Schmierfett eine feste Pampe geworden sein.

Kein Versuch den Dreher "so" zu starten sondern dann sofort aus dem Häuschen rausholen den alten Schmodder - wird hart wie Honig sein - entfernen und neu schmieren.

Hier das Serviceheft für den ähnlichen 1216: http://dual.pytalhost.eu/1216s/

Wenn es der 1214 mit Keramiksystem ist kannst Du ein Shure-M75 verwenden, die gibt es bei Ebay oft auf Dual-Schlitten passend für den Tonkopf.

Peter
unterberg
Stammgast
#13 erstellt: 10. Jan 2013, 15:03
Leute,

es ist doch ein 1224! Und damit ein Mittelklasse Reibradler.

Gruß Frank
Detektordeibel
Inventar
#14 erstellt: 10. Jan 2013, 16:52
Ich würd wenns schon Geschenk sein soll was neues nehmen.

Dual DTJ-301, das Ding gibts mit Garantie und der Vorverstärker ist schon eingebaut.

Der muss dann nur noch angeschlossen werden und gut ist.

Mit 50-70€ Gesamtbudget geht nicht viel, Vorverstärker kost 20€, Riementriebler brauchen neuen Riemen für 10€ und eigentlich auch noch immer eine Neue Nadel (ca 20)... Außer nem kleinen Plastiktechnics mit T4P system gibts da normal nicht viel brauchbares für das Geld... - Und die gibts auch nicht mehr alle nachgeschmissen.

Steinzeit/Flohmarkt/Sperrmüll Dual aus den 70ern vielleicht. Aber die haben nichtmal Cinchanschlüsse - also Adapter die gerne brummen oder umlöten, und die Geräte musste fast alle erstmal durchreparieren und warten. Steuerpümpel fast immer im Eimer und die Mechanik schwergängig dank uraltfett etc. - Wenn Pech hast kommen die dann noch mit Kristallsystem oder sowas, Shure M75 gibts dafür zwar oft in der Bucht, das soll aber auch meist dann 20€ ohne Nadel kosten...
vinylrules
Stammgast
#15 erstellt: 10. Jan 2013, 17:31
Guck Dir den mal an. Sowas böte sich an.

Oder das.

Oder sowas geht auch gern mal günstig über den Tresen.

auch

geht auch

hier

tuts auch

Gruß

Matthias
vinylrules
Stammgast
#16 erstellt: 10. Jan 2013, 17:42
Wo man mal dabei ist

Sowas ist gut

Für das Geld auch ok

oder der

der geht auch


Alles Sachen, die keiner mehr will, die aber ganz ordentlich klingen (besonders der Yamaha, braucht aber ein System). Dazu den angesprochenen Dynovox TC4 und an der Kompaktbrüllanlage geht die Sonne auf soweit das möglich ist.

Gruß

Matthias
Felix176
Stammgast
#17 erstellt: 10. Jan 2013, 17:42
Ich würde dir einen Micro Seiki empfehlen. Wartungsfreie Direct Drives mit herausragendem Gleichlauf. Das Problem ist nur, dass die meist unter anderen Markennamen (Siemens, Metz, Telefunken) angeboten wurden. Deswegen solltest du nach Siemens RW 666, RW 777, oder Telefunken CS 20 umsehen. Das sind herausragende Plattenspieler die es ab 30 euro gibt.
YokoOHHNoo
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 10. Jan 2013, 18:29
vielen Dank an die Vorposts

@Detektordeibel

prinzipiell geb ich dir Recht. Was neues mit Garantie wäre schon besser. Aber für mein Budget gibt's da gelinde gesagt nur Schrott, einzig der aber auch nur noch selten verfügbare Dual DT 210 wäre da noch eine Option und selbst dieser liegt noch über dem Budget (aber vllt zahlen noch mehr Freunde mit).

Außerdem steht die Dame, um die es geht, auch auf Retro und falls für 50€ der Spieler inkl Nadel und Riemen (bei Direktantrieb entfällt letzterer ja, oder?) zu bekommen ist und dann noch nen Phono-Verstärker für 20€, dann läge das noch im Budget, hätte Retro-Stil und ist hoffentlich von der Verarbeitung her etwas besser als ein aktueller Billig-Player.

Aber mal schauen, wenn sich noch mehr Geldquellen auftun, wirds vllt doch ein neues Gerät.

@vinylrules:
vielen Dank für die vielen Links, habe viele davon (die Technics ;)) schon selbst gefunden, aber die Onkyo scheinen auch interessant zu sein.

@Felix176:
Das Gerät gibt es leider nicht mehr bei eBay, zumindest nicht unter den Bezeichnungen, die du spontan nennen konntest.
Felix176
Stammgast
#19 erstellt: 10. Jan 2013, 18:51
http://www.ebay.de/i...6fb635#ht_500wt_1219
Das wär zum Beispiel so ein empfehlenswertes Gerät.

http://www.ebay.de/i...b71f8#ht_2326wt_1219

Sowas wäre natürlich auch nicht zu verachten, Shure M75 ran und gut ist!
rup2412
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 11. Jan 2013, 13:02
hallo,

ein telefunken sts1 wäre vielleicht auch passend.
bekommt man auch schon recht gute um ca. 70 euronen.

lg
schmiddi
Inventar
#21 erstellt: 11. Jan 2013, 15:02
Wenns doch was klassisches sein soll, hier ein Dual 1226 von einem Händler. Liegt zwar leicht über deinem budget, dafür ist er überholt worden und sieht tiptop aus.
spacelook
Stammgast
#22 erstellt: 11. Jan 2013, 19:43

unterberg schrieb:
Leute,

es ist doch ein 1224! Und damit ein Mittelklasse Reibradler.

Gruß Frank


Da hat Frank in der Tat recht!
Zumindest einen einen sehr gut erhaltenden 1226 oder 1228 kaufen.
Habe diese beiden Dreher seit Jahren neben meinen "großen" Duals für Rockmusik am laufen.
Komplett gewartet und einem Shure M75 mit guter Nachbaunadel machen sie ungemein Spaß.

Gruß
Klaus
GregorRobert
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 11. Jan 2013, 19:50
ich habe eine Frage zum 1226. Am Bild bei diesem Händler sieht man den Pichtdreher. Nur wo sieht man die Geschwindigkeit? Kann nirgends irgendetwas wo man die korrekte Geschwindigkeit ablesen könnte sehen ...
Welches System wäre für diesen Plattenspieler zu empfehlen wenn man hauptsächlich Jazz, Klassik und Indie hört?

Danke!
Haiopai
Inventar
#24 erstellt: 11. Jan 2013, 20:15
Moin , um deine Frage mal zu beantworten , die frühen Dual Dreher die zwar über Pitch aber kein Stroboskop verfügten ,
werden vor dem Betrieb mit aufgelegter Stroboskop Scheibe justiert .

Spätere Modelle hatten dann ein Stroboskop , als erstes aus Papier unten am Teller verklebt (1229 zum Beispiel ) , danach
kamen dann die Rasterungen am Plattenteller .

Eins muß man aber auch sagen , für Klassik Hörer sind diese alten Reibradmodelle nicht wirklich was , die
Antriebe rumpeln immer , was gerade bei höheren Pegeln und leisen Passagen auch hörbar wird .
Diese Antriebsart ist nicht umsonst durch andere ersetzt worden .

Für Klassik Hörer , würde ich auf Grund der technischen Vorteile und besserer Messwerte immer auf ein
direkt angetriebenes Modell setzen , von Dual vor allem auf 701 , 704 und 721 , weil die Systemauswahl
noch nicht durch die späteren Modelle mit ULM Armen eingeschränkt wird .

Gruß Haiopai


[Beitrag von Haiopai am 11. Jan 2013, 20:32 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#25 erstellt: 11. Jan 2013, 20:23
Hallo,

beim 1226 lag eine Stroboskopscheibe bei, die wird wohl weg sein in den Jahrzehnten...

http://ftf-galerie.magnetofon.de/data/media/200/Strobosingle.png

ausdrucken und passend einstellen.

Zum 1226 passt sehr gut das Shure M75D oder auch das M91, die gibt es mit "Dual-Klick" oder sofort auch auf Dual TK bei Ebay recht günstig. Nachbaunadeln empfehle ich Cleorec (Shop bei ebay).

Wenn es was modernes sein sollte: auch ein Ortofon Vinyl-Master kann man auf das TK montieren.

Wie man dem Test http://dual.pytalhost.eu/1228t/1228t.jpg
entnehmen kann hat der Dual recht gute Werte...

Peter
GregorRobert
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 11. Jan 2013, 21:26
super danke! dann werde ich mich mal nach einem 704 oder so umsehen. Gibts hier eine Empfehlung für ein System?
8erberg
Inventar
#27 erstellt: 11. Jan 2013, 22:02
Hallo,

als "Seriensystem" gab es das Shure V15 III, andere wurden auch mit Ortofon M20E ausgeliefert.

Ich hab an meinem 721 das Ortofon und an der Kombi hab ich immer wieder Freude, überwiegend läuft bei mir Klassik.

Daher hab ich beschlossen, dass wir zusammen alt werden.

Peter
GregorRobert
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 11. Jan 2013, 22:28
danke! wo bekomme ich ein ortofon me20 her und ist es schwer so ein system zu installieren? (bin diesbezüglich sehr sehr unerfahren)
spacelook
Stammgast
#29 erstellt: 11. Jan 2013, 22:33

GregorRobert schrieb:
ich habe eine Frage zum 1226. Am Bild bei diesem Händler sieht man den Pichtdreher. Nur wo sieht man die Geschwindigkeit? Kann nirgends irgendetwas wo man die korrekte Geschwindigkeit ablesen könnte sehen ...
Welches System wäre für diesen Plattenspieler zu empfehlen wenn man hauptsächlich Jazz, Klassik und Indie hört?

Danke!


Hallo,
am 1226 muss zur Geschwindigkeitskontrolle eine Stroboskopscheibe aufgelegt werden. Einmal eingestellt und Ruhe ist!
Der 1228 hat an seinem "megaschweren" Plattenteller unten eine Stoboskopscheibe eingegklebt welche durch Beleuchtung und Spiegel oben auf dem Chassi angeschaut werden kann.

Zum System und Nadel hatte ich mich ja schon mal geäußert: M75 mit Nachbaunadeln vom Thakker oder Cleorec, die sind wirklich gut.


Eins muß man aber auch sagen , für Klassik Hörer sind diese alten Reibradmodelle nicht wirklich was , die
Antriebe rumpeln immer , was gerade bei höheren Pegeln und leisen Passagen auch hörbar wird .
Diese Antriebsart ist nicht umsonst durch andere ersetzt worden.


Kann ich nicht bestätigen.
Mein 601 mit Riemenantrieb hat mehr Laufgeräusche in den Leerrillen wie mein 1228 mit dem Top Plattenteller und neuwertigen Treibrad. Ich sag' mal um das rauszuhören braucht es dann aber auch eine gute Abhöre und ein System mit guten polierten Diamanten.


Für Klassik Hörer , würde ich auf Grund der technischen Vorteile und besserer Messwerte immer auf ein
direkt angetriebenes Modell setzen , von Dual vor allem auf 701 , 704 und 721


Das ist richtig!
Die Dual Direkttriebler sind über alle Zweifel erhaben.
Die Tonarme sind bei diesen Modellen wirklich top, wenn Nostalgie, Vintage oder Geld kene Rolle spielen sind die angesprochenden "701,704" eine gute Wahl.
Aber ein günstiger 630q bringt auch das gleiche Ergebnis.

Aber eines nicht vergessen:
Um im Dual direkt Drive High End Bereich gute Ergebnisse zu erziehlen benötigt es schon top Nadeln mit nackten polierten Diamanten. Da braucht man dann nicht mehr mit günstigen Systemen oder Nachbaunadeln "rumfummeln".

Das ist meine langjährige Erfahrung.
Ansonsten nochmal meine Devise: einen guten 1228 mit einem gut justierten M75 und gut ist.

Gruß
Klaus
GregorRobert
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 11. Jan 2013, 22:45
hallo,

ich kenne mich ja echt nicht aus. Auf meinem jetzigen Plattenspieler (Pro-Ject) ist ein VinylMaster White.
Wäre zB ein dual 721 mit einem ortofon me20 besser, schlechter oder gleichwertig?
Welche System kann ich alles montieren? Wie schwer ist es ein System zu installieren und zu justieren?

Sorry für meine nervigen Fragen ...
unterberg
Stammgast
#31 erstellt: 11. Jan 2013, 23:10
Hallo,

ein M20E ist häufig ein Klicksystem, das klickst Du in das TK von einem DUAL-Dreher, z.B. 721, und alles ist damit justiert. Käbelchen natürlich nicht vergessen.

Und für das System gibt es sogar noch Originalnadeln zu kaufen, für schlanke 59 Euro!

Gruß Frank
spacelook
Stammgast
#32 erstellt: 11. Jan 2013, 23:12

GregorRobert schrieb:
danke! wo bekomme ich ein ortofon me20 her und ist es schwer so ein system zu installieren? (bin diesbezüglich sehr sehr unerfahren)


Das System ist schwer zu bekommen. Wer verkauft schon sein Tafelsilber?
Zu finden meist an Dual 601 oder 701.
Eine neue original NOS Nadel schlägt dann auch noch zu Buche.

Außerdem ist dieses Ortofon System nur für absolut "plane" Klassik oder filligrane Jazz Lp's zu händeln.
Nur für leichte Tonarme.
Es gehört auf Grund des scharfen Schliffes schon akurat installiert.
Nadelnachgibigkeit von fast 40y und ein Tieflieger mit nicht mal 1 mm Abstand des Systemkörpers zum Vinyl.

Trotz der angesprochenden Nachteile hat das m20e einen super Klang.
Es toppt bei mir locker ein Nagaoka MP200; was ein MP300 kostet findest du ja wohl heraus!!!

Aber nichts desto trotz: Das M20e ist super, aber für fetzige Bluesrock Sessions gibt es bessere und vor allem problemlosere Alternativen.

gruß
Klaus
GregorRobert
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 11. Jan 2013, 23:17
jetzt kenne ich mich nicht mehr aus. Ist es jetzt nur ein reinklicken in den TA oder kniffliges justieren?
unterberg
Stammgast
#34 erstellt: 11. Jan 2013, 23:18

spacelook schrieb:

Es gehört auf Grund des scharfen Schliffes schon akurat installiert.


Hallo Klaus,

nö, es hat einen elliptischen Schliff und der gilt nicht als besonders scharf.
In ein DUAL-TK eingeklickt, ist es automatisch justiert.
Von der Nadelnachgiebigkeit her passt es ausgezeichnet zum Tonarm des 704/721 (701).
Und Originalnadeln gibt es für kleines Geld (siehe meinen Post oben).

Gruß Frank
germi1982
Moderator
#35 erstellt: 11. Jan 2013, 23:19

8erberg schrieb:
Hallo,

ist es denn ein 1214 "hifi"? Der "einfache" 1214 hat ein Keramiksystem und ein Magnetsystem ist bei dem Motor nicht der Brüller...

Robust sind die Duals, wenn da keiner mit Gewalt und Idiotie rumbastelte bekommt man ihn auch ohne großen Aufwand zum Laufen.



Es ist ein 1224, davon gabs keine Hifi-Version wie beim Vorgänger 1214. Die Hifi-Version des 1224 ist der 1225.


Wäre zB ein dual 721 mit einem ortofon me20 besser, schlechter oder gleichwertig?
Welche System kann ich alles montieren? Wie schwer ist es ein System zu installieren und zu justieren?


Vom Komfort ist der 721 wesentlich besser, die Entkopplung gegen Trittschallübertragung ist wesentlich besser, der Tonarm ist besser und das Tonabnehmersystem ist meiner Meinung nach auch besser. Das M20 E ist wesentlich besser als das VM White...ich habe ein M20 Super, allerdings mit Fine Line-Schliff statt elliptisch. Braucht sich hinter einem VM Silver nicht zu verstecken, und war als NOS beim Händler weitaus günstiger zu bekommen als ein VM Silver...

Systeme kann man alle montieren die für eine 1/2"-Montage vorgesehen sind, das ist eigentlich international Standard. Passend sind am besten Tonabnehmer die mit dem mittelschweren Tonarm des Dual harmonieren.

Ich habe zum Justieren eine kleine Justierhilfe von Dual, die gehörte seinerzeit zum Lieferumfang dazu, damit geht das sehr schnell und einfach weil man sich nicht mit Schablonen abmühen muss.
GregorRobert
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 11. Jan 2013, 23:56
klingt ja suuuper!!!
Und was ist mit den "absolut planen LPs"? Wie kann ich das verstehen?
CarstenO
Inventar
#37 erstellt: 12. Jan 2013, 09:36

Haiopai schrieb:
würde ich immer auf die Direkt angetriebenen Modelle setzen , weil wartungsarm und von den Gleichlaufwerten her besser .


Hallo Klaus,

das kann ich als Grundsatz so nicht bestätigen. Die Wiedergabe eines 315-Hz-Tones geriet beim riemenangetriebenen SL-BD 3 gleichmäßiger, als mit dem direktangetriebenen (nicht quarzgeregelten) SL-D 310, der SL-D 30 (direkt, auch ohne Quarz, Teller schwerer) lag mit dem SL-BD 3 gleichauf. Das kann natürlich beim Erstellen der Datenblätter im Neuzustand anders gewesen sein, ich schildere meine Erfahrungen mit gebrauchten, entsprechend alten (15 bis 25 Jahre) Geräten. So wie sie der TE auch vorfinden wird. Aber 15 jünger, als die Dual-Dreher.

Hallo Yoko,

mein Tipp gilt bei den Technics Einstiegsmodellen dem SL-BD 22 (halbautomatisch, Riemen, Riemen kostet 9 EUR), SL-BD 3 (vollautomatisch, Riemen, Riemen kostet 9 EUR) und dem direktangetriebenen SL-D 30, sowie den direktangetriebenen quarzgeregelten SL-QX 300 (könnte außerhalb es Budgets liegen) und SL-QD 33.

Bei SL-D 30 und SL-QX 300 besteht durch einstellbares Gegengewicht und Antiskating etwas mehr Flexibiltät, die anderen sind diesbezüglich narrensicher. Mir gefielen als Tonabnehmer das Audio Technica AT 3482 (baugleich mit Technics EPC-P 34), Shure M92E und Digitrac 300 SE besser als die Seriensysteme. Andererseits gibt es für die Seriensysteme Nachbaunadeln für 15 EUR.

Grüße, Carsten
8erberg
Inventar
#38 erstellt: 12. Jan 2013, 11:38
Hallo,

man darf aber nicht den "Philosophieunterschied" zwischen den Dual- und Technics-Direktantrieben vergessen: die Papst-Antriebe von Dual lassen eine Überkompensation einfach "leerlaufen", Technics macht das durch "aktives" Eingreifen, beschleunigt und bremst also elektronisch den Plattenteller.
Man kann das gut sehen, wenn ein Plattenspieler bei drehendem Teller von 45 auf 33 1/3 umgestellt wird. Ein Technics hat die "neue Drehzahl" innerhalb von 1 Umdrehung erreicht, der Dual braucht ein paar Sekunden.

Das könnte - bei in "Jahren" gekommenen Exemplaren - den Effekt vielleicht verursachen.


Peter
CarstenO
Inventar
#39 erstellt: 12. Jan 2013, 11:55
Hallo Peter,

das kann ich nicht beurteilen. Der SL-D 30 ist allerdings älter als der SL-D 310.

Carsten
Haiopai
Inventar
#40 erstellt: 12. Jan 2013, 12:34

CarstenO schrieb:

Hallo Klaus,

das kann ich als Grundsatz so nicht bestätigen.


Moin Carsten , immer im Kontext lesen , mein Vergleich bezog sich in erster Linie auf die alten Reibradler .

Das es genügend Riementriebler gibt , bei denen man im Vergleich die Unterschiede zu direkt angetriebenen
Modellen getrost vernachlässigen kann , ist mir bewusst , ebenso das es genügend billige direkt angetriebene
Modelle gibt , bei denen selbst theoretische Vorteile nicht gegeben sind .

In einer Preisklasse , wie der TE sie anstrebt , spielt das auch durchaus eine Rolle , im Bereich 50 € muß man
von gebraucht wirklich aufpassen , daß einem kein Schrott angedreht wird , ganz unabhängig von Marke oder
Antrieb .

In dem Bereich wo Roger nachfragt (bis 400€ ) kann man aber auch vom Händler ein Top Angebot erwarten .
Ziemlich abnerven tut mich dabei die zunehmende Zahl an Händlerkollegen , die fast ne DIN A4 Seite lang
sich über die Revidierung eines Drehers auslassen , sich am Ende aber nicht zu schade sind , an
ein 400€ Gebrauchtgerät ein AT 95 zu klatschen .
Für mich ist sowas Kundenverarsche , in einer 400€ VK Kalkulation muß ich im Stande sein , auch
adäquate Systeme zu montieren und wenn es "nur" das meist gute Original System des jeweiligen
Drehers ist , aber nicht das billigste halbwegs akzeptable System , was ich am Markt finde .

Gruß Klaus
CarstenO
Inventar
#41 erstellt: 12. Jan 2013, 13:05

Haiopai schrieb:
Moin Carsten , immer im Kontext lesen ,


Ich möchte nur verhindern, dass sich allzu schnell verbreitet, Riementriebler seien Mist und nur Direkttriebler seien gut. Das geschieht sicherlich dadurch, dass nicht immer der Kontext gelesen wird.

Was Deine Darstellungen zu anderen Händlerangeboten angeht, teile ich Deinen Ärger nur zum Teil. Wenn eine attraktive Beschreibung zum Verkauf eines überteuert wirkenden Plattenspielers führt, scheint es ja einen Markt zu geben.

Wenn ich mir die Plattenspielerthreads so anschaue, steht ja bei den Allermeisten das Plattenspielermodell im Vordergrund. Fragen nach Nadelzustand oder passendem System werden erst durch die Ratgeber aufgeworfen. Wenn überhaupt. So entscheiden sich Anbieter von Plattenspielern halt auch dafür, den Plattenspieler an sich in Vordergrund zu rücken und beim Tonabnehmer ggf. nur den Neuzustand zu betonen. Als Verarsche empfinde ich das nicht, weil bestimmt auch die Meinungen darüber auseinander gehen, was ein stattdessen (statt bspw. AT-95 E) angemessener Tonabnehmer ist. Mir wäre ein AT-95 E zu 29,90 EUR lieber als ein Sumiko Oyster zu 49,90 EUR.


[Beitrag von CarstenO am 12. Jan 2013, 13:35 bearbeitet]
YokoOHHNoo
Schaut ab und zu mal vorbei
#42 erstellt: 18. Jan 2013, 20:35
Hi, ich wollt nur mal bescheid sagen, dass ich nen Dual CS 620Q bekommen habe für ca 33€. Bin auch recht zufrieden damit, allerdings hat er leicht Anlaufschwierigkeiten und muss teilweise etwas "angeschoben" werden.

Aber die Nadel scheint noch gut zu sein.

Hab zusätzlich noch den empfohlenen Dynavox TC750 geholt. Das tut es erst mal und sicher besser als ein billiger neuer Plattenspieler für den gleichen Preis. Den Motor noch etwas ölen und dann dürften auch die Anlaufprobleme weg sein.

Gibt es diesbezüglich (Motor ölen) Tipps?
8erberg
Inventar
#43 erstellt: 18. Jan 2013, 20:46


[Beitrag von 8erberg am 18. Jan 2013, 20:49 bearbeitet]
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