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Neues TA-System für Technics sl-1210 mk2

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Beitrag
Mahagony
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 07. Mrz 2013, 14:31
Hallo Forum,
seit kurzem bin ich Besitzer eines gebrauchten zwölfzehners, und es wird Zeit eine entsprechende Nadel an das gute Stück zu bauen. Bedingt durch den Yamaha AS 700 Amp kann es kein MC sein. Nach langem hin und her lesen was denn jetzt eine gute Wahl wäre bin ich auf das Nagaoka7Tonar 555 gestoßen. Ist so im Schnitt für 120 € zu haben und auch in dieser Preisklasse habe ich vor mich zu bewegen. Als Alternativmodelle sehe ich aber auch das Shure M97xE, den Audio-Technica AT 440 MLa und natürlich etwas auf was ihr mich aufmerksam machen werdet. Auch habe ich über den anscheinend oft empfohlenen Goldring 1022GX und das Nagaoka MP 150 gelesen, das ist mir dann aber doch etwas zu teuer und an dieser Stelle frage ich mich dann auch ob das bei einem AS 700 Amp wirklich zu so deutlichen unterschieden führen würde? Die gennanten Systeme sind so grob die jenigen die mir im Gedächtnis geblieben sind. Ist es dann auch sinvoll/nützlich sich ein entsprechendes Headshell zuzulegen? zb. Ortofon SH-4, würde optisch nicht ganz unpassend am sl-1210 wirken, da bis jetzt eine Gemini Headshell dran sitzt, die wie ich denke nicht das höhste der Gefüehle darstellt.

Zu der Musikrichtung die ich höre zählt so ziemlich alles bis auf modernen Hip Hop dazu, Schwerpunkte liegen aber im Rock und Blues.

Was meint ihr zu den gennanten Systemen? Gibt es deutliche Unterschiede bei den TA's bzw. was wäre für meine Ansprüche geeignet?

Hier nochmal eine Zusammenfassung:

Nagaoka7Tonar 555
Shure M97xE
Audio-Technica AT 440 MLa

evtl.
Goldring 1022GX
Nagaoka MP 150

Eine Anmerkung: Am Plattenspieler habe ich das Standard-Kabel durch ein Sommer Cable Onyx 2025 BK mit 60 cm ausgetauscht.

Gruß und Dank im voraus


[Beitrag von Mahagony am 07. Mrz 2013, 14:32 bearbeitet]
Albus
Inventar
#2 erstellt: 07. Mrz 2013, 22:01
Tag,

um einen Anfang zu machen: Die aus der Kombination A-S700, SL-1210II, 0,6 m des Sommercable ONYX resultierende Kapazität liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei 300-315 pF (davon der Verstärker mit 220 pF, vom Plattenspieler aus Tonarm und 0,6 m Koaxialkabel, 95 pF [mit Arm 25, Audiokabel 70 pF]); somit scheiden das G1022 und das MP-150 aus - das Goldring fordert 150-200 pF, das MP-150 geht nur ohne deutliche Verfärbungen bei einer Lastkapazität von <150 pF.
Als Headshell nähme ich die originale Technics-HS vom SL-1210M5G, Magnesium, Gewicht 7,5 g.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 07. Mrz 2013, 22:03 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 08. Mrz 2013, 07:29
Hallo!

Wie Albus schon dargelegt hat scheiden bei deinem Equipment diese beiden Systeme aus da die notwendigen Kapazitiven-Voraussetzungen für einen optimalen Betrieb beider Systeme nicht gegeben ist.

Zur Wahl der Headshell ist noch zu sagen das eine Änderung zwangsläufig auch zu einer Änderung der eff. bewegten Tonarmmasse führt.

Als Abtastter käme m.E. auch sehr gut eines der High-Output MC´s in Frage.


MFG Günther
akem
Inventar
#4 erstellt: 08. Mrz 2013, 08:33
Die Unterschiede bei Tonabnehmern sind in einer Phonokette (neben den Unterschieden von Lautsprechern) diejenigen, die am leichtesten hörbar sind.
Leider sind 120 Euro eine Preisklasse, in der es noch keine richtig guten Systeme gibt. Sehr gut wäre zum Beispiel ein Ortofon VM Silver. Ein Goldring 1022 ist an sich auch gut, aber zum Thema kapazitiver Abschluß hat ja Albus schon was geschrieben. Das VM Silver ist da wesentlich unempfindlicher. High-Output MCs sind bezüglich Kapazitäten absolut immun, haben aber dafür keine wechselbare Nadel. Ein solches müßte man nach Verschleiß ersetzen oder retippen lassen (wobei man dann aber keine identische Nadel mehr drauf hat).
Ein Denon DL110 wäre zum Beispiel sehr gut, hat eine elliptische Nadel der besseren Art (0,2x0,7mil Radien, Ortofon hat bei seinen elliptischen Nadeln nur 0,3x0,7mil und ist damit wesentlich schlechter).

Ich hoffe, Du bist Dir darüber im Klaren, daß man mit Hifi-Tonabnehmern nicht scratchen kann!! Der Nadelträger wäre sofort hin.

Gruß
Andreas
Mahagony
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 08. Mrz 2013, 12:40
Ersteinmal vielen Dank für eure schnellen Antworten!!

@ Albus

Danke für die Aufklärung bezüglich der Kapazitäten, sind die ca 300 pF eigentlich ein hoher oder durchschnittlicher Wert?

@ Günther

Wäre somit der einzige Unterschied die Masse der HS? Macht es Sinn im nachhinein eine neue (bessere?) HS zu montieren und vorerst das TA's Problem lösen oder ist die HS im Prinzip irrelevant?

@ Andreas

Sehe mir gerade die gennanten Systeme an. Das Denon DL 110 und das Ortofon Vinyl Master silver machen auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Wie schnell würde sich so ein Denon abnutzen bei z.b 2 std. Spielzeit pro Tag? Wie ist der Unterschied der Wiedergabe zwischen dem Denon mit 0,2x0,7mil und dem Ortofon mit 0,3x0,7. Ist es ökonomisch sinvoll auf ein System zu setzen dessen Nadel nicht austauschbar ist und rechtfertigt die bessere Qualität diesen Technischen Makel?
Die Preise dieser Systeme liegen da ja schon etwas über den +-120 €, aber ein paar mal nicht Abends ausgehen und das Geld sollte drin sein Zu den von mir genannten Systemen Nagaoka 555,
Shure M97xE und AT 440 MLa und dem Denon bzw. Ortofon besteht ein großer Unterschied oder?
Habe auch schon wo anders gelesen dass die Unterschiede was das TA System angeht deutlich sind und es da relativ große Sprünge gibt.
Dass man mit Hifi-Tonabnehmern nicht scratchen kann ist mir bewusst, aber die Vorstellung fand ich ziemlich amüsant
Albus
Inventar
#6 erstellt: 08. Mrz 2013, 13:38
Tag,

zur Frage der Kapazität meine ich, dass der gegebene Wert des Plattenspielers als günstig niedrig einzustufen ist (<100 pF insgesamt), die 220 pF des Verstärkers sind dann doch schon etwas hoch, aber durchaus typisch, nämlich auch in separaten Phono-Vorverstärkern anzutreffen. Die resultierenden 300 pF sind durchschnittlich tauglich; manche extrem konstruierten MM-Tonabnehmer, 100 - 200 pF maximal fordernd (Beispiele: Audio Technica, Goldring, Nagaoka, Sumiko), sind nur mit Verfärbungen betreibbar (oder ausgeschlossen), eine Vielheit von MM-Tonabnehmern ist damit (den 300 pF) gut abgeschlossen oder vertragen auch höhere Kapazitäten (Shure, Ortofon).
Für die Headshell ist auch das Material von Bedeutung hinsichtlich des Resonanzverhaltens, Magnesium ist ein gut bedämpfendes Material.
Was die von dir genannten drei angeht, so fallen diese offensichtlich in die (ausgesuchte?) Klasse der im Klang als charakteristisch "warm und mehr oder weniger klar" einzustufenden Abtaster. Der interessanteste Vertreter ist sicherlich das Nagaoka/Jeweltone JT 555, allerdings hat die Ultra EX-Nadel (Korund, nicht Diamant) eine einst gängige, heute untypisch hohe effektive Nadelmasse von 0,6 mg - heute sind 0,3-0,4 mg zu erwarten, in Spitzenprodukten 0,2 mg und geringer. Was nun für die Hochtonperformance doch von Bedeutung ist. - Kurz: Insofern ist in diesem Zusammenhang ein Hinweis auf das Ortofon 530II (FineLine, 0,3 mg, 200-400 pF) gut begründbar. Nur, die Klangcharakteristik ist sicherlich nicht als "warm und klar" anzuhören, vielmehr als "neutral oder etwas hell", aber, es käme auf einen Versuch in der realen Hörsituation an.
Neben das JT 555 stellte ich als eine überkommene Möglichkeit das Nagaoka OS 300 MP (Link: http://www.zum-shop....17-320_p10744_x2.htm).

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 08. Mrz 2013, 13:48 bearbeitet]
akem
Inventar
#7 erstellt: 08. Mrz 2013, 15:13
Wenn jemand einen 1210er hat, muß man durchaus damit rechnen, daß er vielleicht mal verkehrt rum abspielen will...
Beim DL110 würde ich mal mit rund 1000h Spielzeit rechnen, beim VM Silver mit Gygerschliffe dürften es mindestens 2000h sein. Es gibt auch unterschiedliche Gygerschliffe, auf dem VM Silver dürfte einer der "einfacheren" drauf sein. Die Top-Schliffe können bis zu 4000h erreichen. Je schärfer der Schliff umso höher die Lebenserwartung der Nadel. Klingt auf den ersten Blick erstmal paradox, ist aber wirklich so. Das relativiert auch den Mehrpreis ganz erheblich, die deutlich bessere Performance gibt es quasi gratis dazu

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 08. Mrz 2013, 16:08
Hallo!

Es gibt, -platt gesagt-, keine "besseren" Headshells, -nur andere-, je nach geplantem Abtastsystem sollte man auch eine passende Headshell aussuchen, -wobei es nicht um irgendwelche nebulösen klanglichen Unterschiede geht-, sondern darum die Feinabstimmung die mit der Wahl der passenden Headshell bezüglich der eff. bewegten Masse des Tonarmes möglich ist vorzunehmen.

So wie sich der Mark der Tonabnehmer und Nadeleinschübe derzeit darbietet ist es beihnahe gleichgültig ob ich auf einen wechselaren Nadelträger setze oder auf ein tauschbares System. zumindestens die Firmen Ortofon und Benz-Micro bieten hier für abgenutzte oder verunglückte MC-Systeme ihrer Marke noch einen Tauschservice an bei dem du einen Teil der Gestehungskosten für ein neues System ( muß nicht das gleiche sein) aus ihrer Palette bei ablieferung des alten Systems gutgeschrieben kriegst.

Bei den Magnetsystemen mit wechselbarem Nadelträger macht hingegen der eigentliche Systemkorpus nur noch einen relativ geringen Prozentsatz des Gesamtpreises aus und es ist fast gleichgültig ob du gleich das System neu kaufst oder nur eine Austauschnadel.

MFG Günther
Mahagony
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 08. Mrz 2013, 17:44
@ Albus

ausgesucht nicht direkt, aber die von mir genannten sind so ziemlich dass, was ich vom lesen anderer Posts/Beiträge zusammengetragen habe, und an einem derartigen Klangbild bin ich auch interessiert.

Ich sehe gerade dass z.b beim Vinyl Master die Nadel fast den gesamten Preis ausmacht, mit dem Denon würde man da anscheinend noch etwas Preiswerter auskommen?
Ich muss ehrlich sagen durch eure Posts bin ich jetzt deutlich besser informiert und habe jetzt mal 4 Nadeln in die enge Auswahl genommen aufgeteilt in zwei Preisklassen:

Nagaoka JT 555 vs Nagaoka OS 300 MP

und

Denon DL110 vs Ortofon VM Silver

Da die Klangunterschiede was TA-Systeme angeht ja groß sind, will ich auch nicht am falschen Ende sparen. Beim VM Silver ist der Preis für eine Ersatznadel im Prinzip mit einem neuen System gleichzusetzen, somit ist der Vergeich mit dem Denon ähnlich denke ich.
Was diese beiden Preisklassen angeht, gibt es da einen bzw. zwei klare Favoriten oder eher reine Geschmackssache?
So weit ich das verstanden habe ist das Denon etwas besser geschliffen stimmt das?
akem
Inventar
#10 erstellt: 08. Mrz 2013, 18:49
Das Denon hat eine elliptische Nadel. Diese ist zwar feiner geschliffen als das Gros der elliptischen Nadeln, gegen den Gygerschliff des VM Silver hat es aber trotzdem keine Chance. Ein Gygerschliff ist schon noch zwei Nummern besser.
Vorteil des Denon ist halt, daß es ein MC ist und es damit prinzipbedingt keinerlei Frequenzgangsverfälschungen durch Wechselwirkungen mit der Kabelkapazität geben kann oder mit der Eingangskapazität des Phonopre. Das VM Silver ist hier zwar auch gutmütiger als sehr viele andere MM Systeme, aber es gibt eben doch Wechselwirkungen. Andererseits kann man genau das aber auch positiv sehen, indem man dadurch den Klang nach Gusto feintunen kann.

Gruß
Andreas
Albus
Inventar
#11 erstellt: 08. Mrz 2013, 18:53
Tag,

für mich hätte das Nagaoka/Jeweltone OS 300 MP den höchsten Reiz, dagegen wäre ein Ortofon 540 Mk II (= VM Silver) ein Vernunftkauf. -
Das OS 300 MP mit einem kristallorientierten (d.h. in härtester Richtung geschliffen) 'highly polished' (abgestuft vom OS 100 über das OS 200 zum OS 300 MP) feinen Diamanten, Schliff 0,3 mil x 0,7 mil (8 x 18 µm), Compliance dynamisch 9 µm/mN, statisch 20 µm/mN, Auflagekraft 1,5 - 2,0 g (1,7 empfohlen), Bauhöhe 18,5 mm, Befestigungsabstand 8,5 mm, Gewicht 5,5 g, effektive Nadelmasse 0,6 mg - für € 129 mehr als nur ein Versprechen hohen Nutzens.
Das Denon DL-110 macht gerade einen Marketing-Preisniveau-Sprung, ob es sich dabei um einen begründeten Aufschwung handelt? Wer weiß? Ja, ich find's nicht gut, das DL-110. Ist eben so.

Freundlich
Albus
Detektordeibel
Inventar
#12 erstellt: 08. Mrz 2013, 19:26

Fast alles -Schwerpunkte liegen aber im Rock und Blues.


Und möglichst der ganze Spaß unter 200€ bzw. nah dran?

Shure M44 + Jico S.A.S.. *duckundwech*

Alternativ 2M Red und Shibata-Retipping (=2M Black)

Von der Stange:
Ansonsten wenns billig sein soll in dem Fall das shure M97xe Kapazität ist da afaik ziemlich genau bei 300 angegeben, das sollte in dem Fall passen wie Faust aufs Auge und dürfte besser klingen wie bei anderen Setups. - Würd ich unter den Voraussetzungen dem DL 110 auch vorziehen wenn das 110er die hälfte kosten würde.

AT440mla dürfte recht hell klingen bei dem Setup.

Wenn die Partykasse die 250€ hergibt wäre das VM Silver ansonsten ein Vernunftkauf.

Scheint derzeit fast günstiger zu sein als das 540MKII

http://www.hifi-phon...--6990.html?refID=gb

Bei entsprechend sorgfälter Montage sollte es auch die vglw hohen Anschaffungskosten einspielen. Die Lebenserwartung ner FG/SAS/Microridge Nadel liegt bei 2000-4000 Stunden. In der Zeit hat man 2-4 Shure97er oder Denon 110 sich abgerockt.


[Beitrag von Detektordeibel am 08. Mrz 2013, 19:43 bearbeitet]
Albus
Inventar
#13 erstellt: 09. Mrz 2013, 09:46
Tag,

und wenn - wegen JT 555 und OS 300 MP - vielleicht ein Interesse an älteren Nagaoka-Abtastsystemen besteht oder geweckt ist und die Preisgrenze bei € 250 zu stehen kommt, dann darf das beste der älteren nicht fehlen: JT 322 CD4, mit Shibata-Schliff (Link: http://www.zum-shop....317-320_p9407_x2.htm) - Auch dieses System fällt unter Klangcharakteristik "warm und klar", ab 47 Kiloohm, noch besser bei 100 Kiloohm (einst unabdingbar für CD4; heute noch immer für Feinheiten nützlich).

Freundlich
Albus
Mahagony
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 09. Mrz 2013, 14:00
Also ich muss zugeben je länger ich lese, desto unentschlossener werde ich

Die Preisentwicklung für das Denon:

http://geizhals.at/de/?phist=16394&age=365

von auf 125 auf 209 € ist mir dann doch etwas zu bunt.

Das VM Silver wird ja wiederholt als Vernunftkauf bewertet, ich nehme an in der 250 € Klasse wohl eine gute Wahl.
Ein interessanter Aspekt ist natürlich das "tunen" des TA wie z.b. die Kombi:
Shure M44 + Jico S.A.S oder das 2M Red + Blue usw.
Habe hier in anderen Threads eigentlich nur Gutes über diese Kombis gelesen, und es reizt natürlich dass man mittels einer hochwertigeren Nadel das System verbessern kann, und gegebnenfalls eine Nadel für in die Jahre gekommene Platten mit Gebrauchsspuren und eine andere für neue Platten benutzen kann.
Gibt es so eine Verbesserung auch für das VM Silver, d.h also eine andere bzw. bessere Nadel, wobei ja die Nadel den Löwenanteil des Gesamtpreises darstellt.
Das Nagaoka OS 300 MP finde ich ebenfalls interessant. Wo wären die Kombis Shure M44 + Jico S.A.S und 2M Red bzw. Blue denn anzusiedeln im Vergleich des OS 300 und des VM Silver?
Burkie
Inventar
#15 erstellt: 09. Mrz 2013, 14:31
Hallo,

im 1210er-Stammtisch-Thread ist das Thema mit den Tonabnehmer doch auch ein paar mal herum gegangen. Kannst ja auch dort mal nachlesen.

Grüße
Albus
Inventar
#16 erstellt: 09. Mrz 2013, 15:41
Tag erneut,

nein - ein M44-Korpus mit einer JICO-Nadel (Shure-Nadelersatz) oder einer JICO-SAS-Nadel (gibt's die für ein M44G oder gar M44-7, angenommen) - bleibt ein Korpus, der mindestens 450 pF als Lastkapazität verlangt; diese Last hast du aber nicht, nur gut 300 pF (dein modifizierter Technics am A-S700).
Ferner ist, es sei eine JICO-SAS-Nadel gemeint (also sehr scharfer Schliff), von den diversen JICO-SASs nicht bekannt: die effektive Nadelmasse, der Dämpfungsfaktor des Nadellagers, die Nadelnachgiebigkeit(en) vertikal, lateral, dynamisch wie statisch, die zugesicherte Abtastfähigkeit; somit bleibt es ein Rätsel, kaum kalkulierbar, was aus einem bewährten robusten M44G wird, wird es mit einer derartigen Nadel bestückt. Wie überhaupt. Taucht unter ihr Gedanken.

Und zu der 2M-Serie von Tonabnehmern gesagt, wesentlich wohl ein Design-/Marketing-Produktmix; stattdessen hätte man bei Ortofon die internationale 500er-Serie (deutscher Markt VM-Serie) vervollkommnen sollen: die Kunststoffkorpusse sollten durch Metall ersetzt werden, dann wäre das Spitzenmodell 540 Mk II (~VM Silver) in die Gegend des State-of-the-Art gekommen. So ist ein 540 II für <€ 250 ein sehr gutes MM-System (dessen Nadeleinschub so fest sitzt, dass man den nicht mehr erst einkleben muss), das 530 II (~ VM Blue) ein gutes System. Für ein ähnlich gutes MM-System wie das 540 II (VM Silver), nämlich das Shure Ultra 500 sollte der Käufer mehr als DM 1000 (eintausend, Listenpreis) bezahlen. Soweit.

Freundlich
Albus
Detektordeibel
Inventar
#17 erstellt: 09. Mrz 2013, 18:22
Haha.

Ja, gibt ne SAS dafür und im M44 schlummert das alte Shure V15 MK1. Kapazität lässt sich ja leichter erhöhen als senken ansonsten.
Mahagony
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 09. Mrz 2013, 18:24
@ Burkie

Bin ich dabei, steht wirklich viel wissenswertes über den Dreher.

hmm dann lasse ich das mal lieber mit den M44-experimenten.
Im Bereich 120 € stelle ich mal das Nagaoka OS 300 MP.
Im Bereich 250 € das Ortofon VM-Silver.

Kann man das VM-Blue zwischen diesen beiden Systemen ansiedeln? Interessant wäre es ja, da ich die Blue gegen eine Silver Nadel austauschen könnte, Korpus ist ja identisch.

Ein interessanter Thread der sich mit dem Thema befasst:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-1252.html

Gibt es bei der Blue Nadel Unterschiede was die Abschlusskapazität angeht?

Habe folgendes zur Blue gefunden:

Gewicht 5 gramm
Auflagekraft 1,5 gramm
Ausgangsspannung 3,0mV
Nadel: Fineline-nude
Frequenzgang: 20-25.000 Hz.
Comliance: 30 mN

Und folgendes zur Silver:

Nadelnachgiebigkeit: 25µm/mN
Abtastdiamant: Fritz Gyger 70, nackt
empf. Auflagekraft: 15mN (1,5g)
empf. Abschlusskapazität: 200-400pF
empf. Abschlusswiderstand: 47kOhm
Gewicht: 5g

Wenn der Kapazitätenunterschied (falls vorhanden) irrelevant ist würde ich dann unter diesen drei wählen, je nachdem was vom Bafög übrig bleibt
akem
Inventar
#19 erstellt: 09. Mrz 2013, 20:58
Die Abschlußkapazität richtet sich ausschließlich nach dem Generator des Tonabnehmers. Nicht nach der Nadel, die ist dabei vollkommen irrelevant.

Gruß
Andreas
Albus
Inventar
#20 erstellt: 09. Mrz 2013, 21:29
Tag erneut,

gehe doch bitte die drei Seiten Ortofon-Angebote einmal durch (http://www.zum-shop....n_c32-317-319_x1.htm) , dabei vergleichend von Seite 1 die Typen 510 II bis 540 II mit den Typen von Seite 3 VM White bis VM Grey/Silver - Daten und Preise bitte beachten. Grey/Silver - weil es zunächst Irritationen der Kunststofffarben wegen gegeben hatte - das Kunststoff-White vom VM White sah anfangs nicht anders aus, nämlich Grey, als das Kunststoff-Silver vom VM Silver. Leute, die ein Silver bezahlt hatten, fragten anhand der grauen Farbe, ob sie etwa nicht ein Silver erhalten hatten? Aha, also kam es zur Klarstellung. Was Grey aussieht, soll Silver sein: Grey/Silver. Wuff.

Dazu bemerkt, dass aus Dänemark ein Interessent einst auf Anfrage die Antwort erhalten hatte, die 500er Serie sei absolut baugleich mit der VM-Serie - was soll es da schon bedeuten können, dass die 530 II, 540 II mit einer Compliance (Nadelnachgiebigkeit) von 30 µm/mN (dynamisch lateral) verzeichnet sind, dagegen für die VM Blue bzw. VM Grey/Silver 25 µm/mN. Pah... von den Kunststofffarben einmal abgesehen. Kein Grund zur Unruhe.

Der deutsche Markt gibt für die benamten Typen (VM White ...) eben mehr Geld her als für die bloß bezifferten Typen für den internationalen Markt (die 500er).

Deine drei Kandidaten kann man so reihen: OS 300 MP - 530 II (VM Blue) - 540 II (VM Silver), als aufsteigende Reihe.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 09. Mrz 2013, 21:31 bearbeitet]
Mahagony
Schaut ab und zu mal vorbei
#21 erstellt: 09. Mrz 2013, 23:42
Mein Entschluss steht (fast) fest. VM blue oder VM silver.
Macht es an dieser Stelle Sinn zuerst den Blue zu kaufen, und nächstes bzw.übernächstes Jahr den Silver oder wie würdet ihr entscheiden? Im laufe der Zeit den Blue für ältere Platten und den Silver für neue zu verwenden würde mir da sinnvoll erscheinen, da ja die Ausbaufähigkeit nach oben noch vorhanden ist, und ich nicht vor habe meine (bisherige) Grenze von 250 € zu überschreiten.
Meines Erachtens nach bietet das Blue die sinnvollste Lösung an, da es nach oben noch (leicht?) ausbaufähig ist und somit meinen evtl. steigenden Ansprüchen einhalt bieten kann
Detektordeibel
Inventar
#22 erstellt: 10. Mrz 2013, 02:54
Ich würde an deiner Stelle gleich das Budget in das Silver stecken. Da biste bei den 250 im Budget und hast gleich den hochwertigen Tonabnehmer.

Als Ergänzung für schlechte Pressungen reicht ne simple preiswerte Ortofon 510 MKII Nadel. Da muss man kein Blue für abrocken eigentlich, die Gyger Nadel vom Silber hält schlechte Platten wahrscheinlich sogar länger ohne Schaden aus als das ein Blue tun würde.
Albus
Inventar
#23 erstellt: 10. Mrz 2013, 14:41
Tag,

um 'familiär' mit der Schallplattentechnologie zu werden ist ein VM Blue (entsprechend 530 Mk II) ein guter Anfang, auch für höhere Ansprüche geeignet. Ich erwähne ein letztes Mal, dass die 500er-Versionen preiswerter sind als die baugleichen VM-Versionen; im Falle des Fine Line-bestückten Produktes 530 II für € 194,50 gegen VM Blue für € 216 (Preise Williamthakker).
Für altes Zeugs nimmt man zweckmässig einen Abtaster mit Rundnadel und etwas erhöhter Auflagekraft (so 2,5 +/-0,5 g). Beispielsweise Shure M35X oder M70BX.

Freundlich
Albus
Mahagony
Schaut ab und zu mal vorbei
#24 erstellt: 11. Mrz 2013, 14:59
Ich habe einmal das VM Silver für 248 € gefunden

hier link:
http://www.hifi-phon...--6990.html?refID=gb

und einmal das 540 MKII für 242 €

http://www.zum-shop....317-319_p4302_x2.htm

Im Prinzip is es ja dasselbe, und welchen Shop ich jetzt nehme ist denke ich auch egal.
Ich werde dann heute meine Bestellung abgeben.

Nochmal vielen Dank für die Hilfe aller, die sich hier beteiligt haben.

Beste Grüße,

Mahagony
Mahagony
Schaut ab und zu mal vorbei
#25 erstellt: 14. Mrz 2013, 20:32
Das 540 MKII rockt! Probier es gerade an "The Rod Mason Jazz Band - Stars Fell On Alabama" aus.
War ein wenig gefummel mit dem Einstellen an der Schablone, hat aber ganz gut geklappt. Funktioniert jetzt mit 1,5g aber wirklich gut. Habe mich dieser Anleitungen bedient:

http://www.audio.de/ratgeber/plattenspieler-justage-372659.html
und
http://www.audio.de/...-einbau-1120350.html

steht denke ich mal das gleiche wie bei anderen Anleitungen. Hat jemand vll noch einen ergänzenden Tipp?
Burkie
Inventar
#26 erstellt: 14. Mrz 2013, 20:44
Hast Du noch die Einstelllehre des Technics?
Ich fand, die ist sehr genau und gut geeignet.

Grüsse
Mahagony
Schaut ab und zu mal vorbei
#27 erstellt: 14. Mrz 2013, 20:51
Nein leider nicht, da der Technics gebraucht und auch ohne Zubehör war. Hab eine ausgedruckte genommen, empfiehlt es sich so eine Lehre zu kaufen?
Burkie
Inventar
#28 erstellt: 14. Mrz 2013, 20:54
Hallo,

klingt es jetzt gut? Macht es Verzerrungen, wo es nicht sollte?

Grüsse
Detektordeibel
Inventar
#29 erstellt: 14. Mrz 2013, 20:57
Lineal tuts auch.

Mahagony
Schaut ab und zu mal vorbei
#30 erstellt: 14. Mrz 2013, 21:00
Ab und zu ist eine minimale Verzerrung hörbar, aber das liegt vermutlich eher an der Platte als an dem Abnehmer. Der Klang ist gut, Höhen sind klar, Mitten passen, einzig der Bass klingt nicht so Tief, aber das kann momentan auch Einbildung sein, ich werde da erst etwas im direkten Vergleich rumprobieren müssen.
Burkie
Inventar
#31 erstellt: 14. Mrz 2013, 21:14
Naja,
dann brauchst Du jetzt eigentlich nichts reparieren, wenn nichts kaputt ist...

Wenn Du Lust am Basteln oder Einstellen hast, kannst Du ja probieren, den Tonabnehmer mal etwas weiter nach vorne oder etwas weiter nach hinten in der Headshell zu verschieben, um zu hören, ob die Verzerrungen weg gehen.
Ausserdem könntest du probieren, die Höhe des Tonarms (ist doch der Original-Technics-Tonarm?) zu verstellen, ob das etwas am Klang ausmacht.

Grüsse
Mahagony
Schaut ab und zu mal vorbei
#32 erstellt: 14. Mrz 2013, 21:20
Kaputt ist da sicherlich nichts Vergleiche gerade mit anderen Platten, bei den besseren Pressungen gibts keine Verzerrungen, hab aber auch nicht unsorgfältig gearbeitet Es ist der original Technics-Arm, an der Höhenverstellung werde ich mal drehen und hören.
Burkie
Inventar
#33 erstellt: 14. Mrz 2013, 21:47
Ja, also mit "kaputt" meinte ich das mehr im übertragenen Sinne.... Man muss nichts neu justieren, wenn es doch schon gut klingt.
Schallplatten sind leider kein perfektes Medium, kleinere Verzerrungen könnten durchaus schon auf der Platte selber enthalten sein. Staub und Fusseln an der Nadel macht auch Verzerrungen!

Wie gesagt, wenn Dich die Basteln- oder Einstelllust packt, kannst Du ja versuchen, durch weitere Justage und Hören ein Optimum an Klangqualität zu finden. Vieleicht kommtst Du aber auch nach der ganzen Bastelein zu dem Ergebniss, dass es doch nicht zu verbessern ist.

Ein guter Ansatz ist, den Tonabnehmer exakt parallel zur Headshell auszurichten. Der Abstand der Nadel zum Ende der Headshell sollte die von detektordeibel geposteten 52mm sein. Das ist die von Technics vorgeschlagene Justage.

Das wird aber auch das Ergebniss sein, wenn Du nach üblichen Schablonen ausgerichtet hast.

Grüsse
Mahagony
Schaut ab und zu mal vorbei
#34 erstellt: 14. Mrz 2013, 21:57
Zum Basteln habe ich mir überlegt es mal mit einer selbstgebauten Tellermatte aus Kork zu probieren, da mit die Optik sehr gut gefällt. Klanglich soll es ja auch Unterschiede geben wie manche schreiben, aber die will ich mal vernachlässigen. Mit der Original Technicsmatte läuft es ja aber auch tadellos.
Hörbert
Moderator
#35 erstellt: 15. Mrz 2013, 09:21
Hallo!

Der Vorteil der original Plattentellermatte des Technics ist vor allem das sie antistatisch ist, das heißt das sich deine Platte nicht so leicht aufladen kann, somit hast du bedeutent weniger Probleme mit statischem Knistern. Das ist bei einer Selbstbau-Matte, einer Slipmat oder bei den meistem Zukaufmatten nicht gewährleistet.

MFG Günther
Mahagony
Schaut ab und zu mal vorbei
#36 erstellt: 15. Mrz 2013, 19:47
Darüber habe ich gelesen, dass die Matte bzw. Slipmat durch statisches aufladen an der Platte kleben bleiben kann, und auch zum Knistern führt. Naja war so eine Idee.
Hörbert
Moderator
#37 erstellt: 16. Mrz 2013, 07:01
Hallo!

Sei froh das du noch eine Gummimatte hast, das was heute unter dem Namen "Plattentellerauflage" firmiert ist zum nicht geringen Teil überteuerter Tinneff wie z.B. eine Pappscheibe mit aufgeklebten Saumstoffpfitzel für 100-120 Euro, Filzlappen die an der Platte kleben bleiben und neben der erwänten Pappscheibe wohl die geringten Herstellungskosten überhaupt verursachen und was der Dinge mehr sind.

Mit dem eigentlichen Zweck eine griffige, elastische Unterlage mit guter Dämpfung und antistatischen Eigenschaften zu bieten hat das nichts mehr zu tun.

MFG Günther
Detektordeibel
Inventar
#38 erstellt: 16. Mrz 2013, 07:05
Seh ich auch so, alles außer Gummimatte ist eigentlich Blödsinn oder Voodoo... (Alles schmeckt viel vitaler seit ich es von der Vitalplatte esse)
Hörbert
Moderator
#39 erstellt: 16. Mrz 2013, 08:37
Hallo!

@Detektordeibel

Nix gegen eine edle Ledermatte in einer gefälligen Fatbe die zur Abdeckung als Eye-Catcher während der Zeit in der der Plattenspieler nicht gebraucht wird genutzt wird, aber als Gebrauchsgegenstand sind die Gummimatten weitaus praktischer.

Auch gegen die Millenium Carbon Matte würde es nichts zu sagen geben, -sie ist genau so praktisch wie eine Gummimatte und sieht zudem noch sehr edel aus, aber der Preis von über 100 Euro ist für so einen einfachen Gebrauchsgegenstand einfach überzogen.

MFG Günther
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