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Vinyl-Neuling braucht Kaufberatung

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Beitrag
Happyburial
Stammgast
#1 erstellt: 18. Mai 2013, 14:36
Hallo Leute

Ich spiele schon recht lange mit dem Gedanken mir einen Plattenspieler zuzulegen, da mich die analoge Technik und vor allem die Schallplatte selbst ungemein fasziniert, ich damit aufgewachsen bin, und einfach Spaß daran habe.
Ich bin Schüler, 17 Jahre, mein Budget ist entsprechend eher begrenzt. Auf einen Doppelkauf aufgrund mangelnder Qualität habe ich aber auch keine Lust, und da ich den Sommer über arbeiten werde, könnte ich etwa ein Budget von 500 Euro aufbringen. Weniger ist generell besser.
Ich habe mich in den letzten Wochen sehr viel durchs Analogforum gewühlt, immer auf der Suche nach Informationen. Ebenfalls war ich allerdings bei meinem Hifi-Händler, wo ich völlig entgegengehende Informationen erhielt.
Am Anfang meiner Suche stieß ich natürlich auf Pro-Ject. Einer meiner Freunde hatte sich einen Debut III gekauft, und ich wollte natürlich auch einen.
Allerdings hab ich natürlich schnell festgestellt, das Pro-Ject hier im Forum einen sehr schlechten Stand hat, getoppt nur vom Ruf des Debut III.
Mein Hifi-Händler dagegen, den ich eigentlich schätze, empfahl mir auf jeden Fall einen Pro-Ject, der seiner Meinung nach bereits ein Gerät mit audiophilem Potenzial ist.
Im Falle des Falles würde es bei mir aber eher ein Xpression III, über den ich immerhin noch nichts explizit desaströses lesen konnte.
Natürlich ist der Xpression III als Neugerät entsprechend teuer, und ich würde liebend gern etwas besseres fürs Geld, oder wenigstens etwas gleichwertiges für weniger kriegen.

Entsprechend bietet sich der Gebrauchtkauf an.
Hier liebäugele ich mit folgenden Geräten:
Thorens TD320 MK II
Dual CS 704

Vielleicht gibt es auch noch alternative Geräte, die sich ebenfalls anbieten würden.
Spätestens bei den gebrauchten Geräten fehlt mir aber wirklich jeder Durchblick.
Der Thorens ist bildschön meiner Meinung nach, der Dual soll einen perfekten Antrieb besitzen. Welcher ist besser? Gibt es noch bessere Gebrauchtgeräte?
Wie würden sich die gebrauchten gegen den Pro-Ject schlagen?
Ich hoffe wirklich, ihr könnt mir helfen.

Was die Wiedergabequalität angeht bin ich leider nicht unbedingt anspruchslos. Zwar bin ich meilenweit von echten Highender entfernt, aber trotzdem
Die entsprechenden Geräte, an denen der Plattenspieler dann laufen könnte sind:
Martin Logan Motion 40
Vienna Acoustics Haydn Grand SE
Beyerdynamic DT880

Amp:
Der kleine NAD C316

Liebe Grüße, Simon

Edit:
Ich weiß ja nicht ob es hilft, aber ich höre hauptsächlich Metal und Klassik.


[Beitrag von Happyburial am 18. Mai 2013, 15:05 bearbeitet]
akem
Inventar
#2 erstellt: 18. Mai 2013, 15:22
Einfache Antwort:
Thorens TD320 MK II
Dazu ein Denon DL110. Dürfte in der Summe wahrscheinlich etwas teurer als 500,- sein, aber dann hast Du was richtig Ordentliches.

Gruß
Andreas
Happyburial
Stammgast
#3 erstellt: 18. Mai 2013, 15:29
Ich habe gerade ein Angebot für einen TD320 MKIII mit DL110 gefunden.
Hat der MKIII irgendwelche Nachteile gegenüber einem MK II?
germi1982
Moderator
#4 erstellt: 18. Mai 2013, 15:30
Der 704 ist auch ein ordentliches Gerät, dazu noch ein Ortofon VM (Vinylmaster) Silver...

Ich bin mit meinem 704 der ersten Generation* sehr zufrieden. Ich habe ein Ortofon M20 FL Super dran, aber das gibts nicht mehr neu...

Was den Dual auf jeden Fall im Vorteil erscheinen lässt ist meiner Meinung nach die stufenlose Höhenverstellbarkeit der Tonarmbasis. Das hat ansonsten kein anderer Hersteller. Damit kann man schnell und einfach die Tonarmhöhe einfach an die Bauhöhe des Tonabnehmers anpassen. Die sind zwar alle von der Montage her genormt, also 1/2", aber die Bauhöhen unterscheiden sich teilweise sehr extrem.

*Bei den Modellen 704 und 721 gibts zwei Generationen. Die unterscheiden sich lediglich im Design des Tellers. Die erste Generation hat einen glatten Teller mit einer Stroboskopreihe. Die zweite Generation hat einen "Pickelteller" mit vier Stroboskopreihen.


Wie würden sich die gebrauchten gegen den Pro-Ject schlagen?


Alle beide sind dem in jedem Fall überlegen...der Pro-Ject ist ein Einfachstgerät, bietet keinerlei Bedienkomfort und hat eine schlechte Entkopplung gegen Trittschall.


[Beitrag von germi1982 am 18. Mai 2013, 15:52 bearbeitet]
Happyburial
Stammgast
#5 erstellt: 18. Mai 2013, 15:41
Der 704 würde mich halt nur etwa die Hälfte vom Thorens kosten. Dafür sieht er im Vergleich zu diesem eher bescheiden aus^^
germi1982
Moderator
#6 erstellt: 18. Mai 2013, 16:01
Sieht halt etwas altbacken aus, aber technisch gibts kaum was besseres...ist halt typisch 70er-Jahre Design. Das Laufwerk ist praktisch wartungsfrei, es gibt nur ein paar kleine Altersmacken. Die Kontakte an der Headshell muss man evt. reinigen (dauert ca. fünf Minuten), und evt. ist die Stroboskoplampe defekt. Für die gibts einen Ersatz auf LED-Basis, entweder fertig zu kaufen für kleines Geld oder falls du löttechnisch bewandert bist kannst du das auch selbst machen. Das sind nur drei Bauteile...

Vom Antriebskonzept ist der Dual der modernste von den drei Geräten die zur Auswahl stehen. Auch wenn er der älteste der drei ist...der TD-320 kam 1984 auf den Markt, der 704 kam 1976.

Je nachdem was dir mehr zusagt würde ich nach einem 704S Ausschau halten. 704 hat dieses Holzfurnier, der 704S eine komplett schwarze Zarge.

704 der ersten Generation mit Holzoptik:



704S, erste Generation:

http://dual.pytalhost.eu/dual/704.html

Die Zarge ist auch austauschbar, man kann alle Zargen nehmen die Dual für das große Chassis vorgesehen hat. Oder sich auch eine bauen lassen, z.B. vom Ebel.

Aber egal ob du den Dual oder den Thorens nimmst, den Pro-Ject sticht man damit auf alle Fälle aus. Sind beides top Geräte, der Thorens ein Riementriebler, der Dual hat Direktantrieb.


[Beitrag von germi1982 am 18. Mai 2013, 16:07 bearbeitet]
andre11
Inventar
#7 erstellt: 18. Mai 2013, 16:38

Happyburial (Beitrag #3) schrieb:
Hat der MKIII irgendwelche Nachteile gegenüber einem MK II?

Nein!

Der Mk 3 hat einen anderen Motor (24 statt 16 polig) und wenn mich nicht alles täuscht ist beim 3er der Innenteller aus Kunststoff.
Ist aber ohne Belang.


germi1982 (Beitrag #4) schrieb:
....die stufenlose Höhenverstellbarkeit der Tonarmbasis. Das hat ansonsten kein anderer Hersteller....

Doch, z.B. Thorens beim TP 90, verbaut u.a. auf dem TD 320 ab Mk 2.
germi1982
Moderator
#8 erstellt: 18. Mai 2013, 21:44
Dann ist es auch in der Hinsicht egal was man nimmt...dann gibts nur noch Unterschiede beim Antriebskonzept. Man könnte jetzt noch in den Krümeln suchen und sagen der Tonarm vom Dual ist besser weil er schon ab 0,25g betriebssicher arbeitet und der Thorens erst ab 0,5g. Das ist aber Korinthenkackerei, so weit runter wird keiner gehen bei der Auflagekraft und kann man auch nicht. Da machen einem die Tonabnehmer schon einen Strich durch die Rechnung.

Ansonsten sind beide kardanisch gelagert und beide erzeugen die Auflagekraft mittels Feder.

Was viel wichtiger ist, ist dann die Auswahl des Tonabnehmers und das er zum Tonarm passt.


.... ist beim 3er der Innenteller aus Kunststoff....


Hat technisch gesehen keinerlei Bedeutung ob dieses Teil nun aus Kunststoff oder Metall ist.


[Beitrag von germi1982 am 18. Mai 2013, 21:52 bearbeitet]
HiFi_Addicted
Inventar
#9 erstellt: 19. Mai 2013, 01:31
Sooooo schlecht gehen die kleinen Project auch nicht wenn man auf stabilen Stand achtet. Gehwegplatte drunter und die Sache ist gegessen. Beim Tonabnehmer sollte man aber nicht sparen.

Hab man einen Versuch gemacht vor einiger Zeit. Project Debut mit van den Hul Grashopper IV GLA Tonabnehmer (Listenpreis ~4000€) gegen meinen Project Studie (am 12" Arm) mit dem Ortofon OMB5 vom Debut. In dem Fall hat der Debut deutlich gewonnen.

Ich würde sagen dass für 80% des Klangs der Tonabnehmer verantwortlich ist. Der Plattenspieler muss eigentlich nur ruhig seine Runden drehen. Tonarm Resonanzen lassen sich super mit Schrumpfschlauch beseitigen. Den Stift für das Antiskating Gewicht kann man bei den Project gegen eine M2,5 Schraube tauschen. Irgend eine Position am Gewinde wird schon passen was man von den 3 Kerben nicht unbedingt behaupten kann.

Persönlich würde ich in der Preisklasse zu einem Project RPM 1.3 ohne dem werkseitigen Ortofon M2 Red tendieren und einem Grado Prestige Gold1. Sollte sich mit etwas Verhandlungsgeschick preislich ausgehen. Das System will aber penibelst eingestellt werden.

LG

Christoph
andre11
Inventar
#10 erstellt: 19. Mai 2013, 07:37

germi1982 (Beitrag #8) schrieb:
....beide erzeugen die Auflagekraft mittels Feder.....

Sorry Germi für meine Klugsch.....rei, aber der Thorens Arm TP 90 macht das ganz herkömmlich, also ohne Feder.
Der mit der Feder ist der TP 16, der unter anderem auf dem 320 Mk nix verbaut ist.
Macht aber aus dem TP 90 keinen schlechteren Arm, sondern sogar den Universelleren, weil zu seinem Gewicht mehr Systeme passen.

Aber um unseren Einsteiger nicht noch mehr zu verwirren - mein Tipp: nimm den 320er mit dem Denon System!

Und das soll kein Schlechtmachen der Duals sein (ich habe hier neben meinem 320er auch noch einen 606).


Gruß

André
germi1982
Moderator
#11 erstellt: 19. Mai 2013, 15:17

andre11 (Beitrag #10) schrieb:
...
Der mit der Feder ist der TP 16, der unter anderem auf dem 320 Mk nix verbaut ist.
Macht aber aus dem TP 90 keinen schlechteren Arm, sondern sogar den Universelleren, weil zu seinem Gewicht mehr Systeme passen.

....


Die dynamische Erzeugung der Auflagekraft hat mit dem Gewicht des Tonarmes nichts zu tun. Der Arm des Dual ist mittelschwer, ca. 12g effektiv bewegte Masse. Damit hat man schonmal eine gewisse Auswahl, es sei denn man will ultrahart aufgehängte MC-Tonabnehmer betreiben. Aber da hätte man auch mit anderen Tonarmen Probleme.

Bei der dynamischen Auflagekrafterzeugung wird im Endeffekt das Gegengewicht nur dazu benutzt den Tonarm zu balancieren. Die Auflagekraft selbst wird dann von einer Feder erzeugt statt mittels gezielter Verstellung am Gegengewicht ein Ungleichgewicht herbeizuführen das dann die Auflagekraft darstellt.

Bei kardanischer Lagerung und dynamischer Auflagekrafterzeugung muss der Spieler auch nicht 100%ig im Wasser stehen, theoretisch funktioniert der Abspielvorgang auch über Kopf. Zudem ist die Abtastfähigkeit, auch gerade bei verwellten Platten, wesentlich besser. Nicht umsonst sind solche Tonarme wesentlich teurer als konventionelle Tonarme wenn man diese nachrüsten will...

http://www.youtube.com/watch?v=x5BWzlxP-80

Dein 606 ist da schon eingeschränkter aufgrund des leichten ULM-Tonarmes, ULM gabs aber beim 704 noch nicht, sondern kam erst beim Nachfolger 714Q der 1978 auf den Markt kam.


Der mit der Feder ist der TP 16, der unter anderem auf dem 320 Mk nix verbaut ist.


Ok, hatte nur mal schnell im Hifi-Jahrbuch aus dem Jahre 1984 nachgeschlagen und da stand dass die Auflageerzeugung mittels Feder geschieht.


[Beitrag von germi1982 am 19. Mai 2013, 15:19 bearbeitet]
Happyburial
Stammgast
#12 erstellt: 19. Mai 2013, 18:57
Vielen Dank für die ganzen Infos!

Nun nehmen wir mal - rein hypothetisch - an, ich würde den Thorens für 350 + DL110 kriegen, den Dual für 150-200 + AT95. Was wäre die bessere Wahl? Gibt es überhaupt hier die bessere Wahl?

Grüße, Simon
germi1982
Moderator
#13 erstellt: 19. Mai 2013, 19:09
Wenn es dir ums Budget geht, dann den Dual und das AT durch ein ordentliches System ersetzen. Das AT 95 ist ein absolutes Einsteigersystem für unter 30€...das hat wohl einer montiert damit überhaupt was dranhängt...

Der Dual könnte ohne Probleme selbst ein AT OC 9 tragen...aber das sprengt dein Budget, denn das kostet alleine schon um die 500€...

Ich würde das hier nehmen:

http://www.zum-shop....317-319_p4302_x2.htm

Ist baugleich mit dem VM Silver, kostet aber 30€ weniger...

Der Dual könnte zwar auch mit einem DL 110 bestückt werden, ist aber schon grenzwertig (Arm zu leicht). Dummerweise gibts das DL 160 nicht mehr neu, das passte perfekt. Das DL 160 war der größere Bruder vom 110.

Diese Kombi hatte ich auch mal eine Zeit lang am Laufen.


[Beitrag von germi1982 am 19. Mai 2013, 19:16 bearbeitet]
andre11
Inventar
#14 erstellt: 20. Mai 2013, 14:33

Happyburial (Beitrag #12) schrieb:
...den Thorens für 350 + DL110....

Kaufen!


germi1982 schrieb:
...Die dynamische Erzeugung der Auflagekraft hat mit dem Gewicht des Tonarmes nichts zu tun....

Und schon wieder aneinander vorbei geredet....

Ich bezog mich hier auf die effektive Tonarmmasse.
Die ist beim TP 90 höher als beim TP 16, und deswegen ist die Systemauswahl größer.

Im Jahrbuch von 1984 hast Du mit Sicherheit den TD 320 mit dem TP 16 gefunden.

Nur nebenbei - mein 606 steht übrigens eher als schmückendes Beiwerk herum und ist noch mit dem Orignalsystem bestückt.
germi1982
Moderator
#15 erstellt: 20. Mai 2013, 15:49
Einen Nachteil sehe ich beim 350, der hat keinen Pitch zur Drehzahlfeinjustierung. Und die Kabelkapazität ist mit 190 pF relativ hoch, was aber bei der Verwendung eines High Output-MC Tonabnehmers wie dem DL 110 kaum auffallen dürfte...


Nur nebenbei - mein 606 steht übrigens eher als schmückendes Beiwerk herum und ist noch mit dem Orignalsystem bestückt.


Durch den ULM-Tonarm hast du da auch nicht wirklich viel Auswahl.

Und es sind schließlich beide aus dem Schwarzwald, sowohl Thorens als auch Dual....

Der 704 hat nur einen Nachteil, er war damals zu billig, dadurch fehlt halt der Nimbus. Ich würde auch mal die Tests aus zeitgenössischen Zeitschriften lesen:

704, STEREO:

http://dual.pytalhost.eu/704t/

Thorens 320, AUDIO:

http://hifiarchiv.uhostfull.com/Thorens/TD320t/

Was ich beim Test der Audio vermisse sind so Meßwerte wie das Rumpeln...da hat man wohl schon zu der Zeit angefangen zu schludern bei den Hifi-Gazetten....


[Beitrag von germi1982 am 20. Mai 2013, 15:51 bearbeitet]
andre11
Inventar
#16 erstellt: 20. Mai 2013, 17:42

germi1982 (Beitrag #15) schrieb:
....keinen Pitch zur Drehzahlfeinjustierung....

Wer's nicht hat, vermisst es meistens auch nicht.
Schließlich hat er auch keine Strobo-Markierung am Teller.

Sollte er arg schräg laufen, gibt's auf der Motorplatine Potis zur Feinjustage.
Bei meinem mußte ich in den letzten 26 Jahren da jedenfalls nicht ran - wenn er läuft, dann läuft er!

...Kabelkapazität ist mit 190 pF ...

Wenn's die Originalkabel sind, stellen die eigentlich kein Problem dar, und wer kritische Systeme montiert, hat ja auch meistens eine anpassbare Phonostufe.
Jaws1974
Stammgast
#17 erstellt: 20. Mai 2013, 18:16
Hi,

190 pF finde ich nicht so wenig. Die meisten Pres zwischen 100 und 250€ haben z.B Eingangskapazitäten, die bei rund 75 pF beginnen. Der Aikido und glaub der SUPA sind da ne Ausnahme, da sind es 5 bis 47.
Viele Goldring, ATs und Nagaokas verlangen zwischen 100-200 pF, wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass 150 am Besten sind. Ergo sind 190 am Kabel allein schon zuviel.
Ich würde auch den Thorens nehmen, aber das Cinchkabel ersetzen, z.B. durch ein Pro Snake Phono Line, welches relativ niederkapazitiv ist und dazu auch noch günstig.
Einen TD320 mit TP16 finde ich übrigens auch sehr empfehlenswert.
Ich habe einen TD147 mit TP16 und obwohl relativ leicht, laufen da auch MCs ganz gut dran, z.B. Goldring Eroica oder Ortofon Nr.2. So eingeschränkt is man da nicht.
Gegen einen Dual wäre aber sicherlich auch nichts einzuwenden. Meinen 1228 geb ich z.B. nicht mehr her.

Viele Grüße
Bernd
germi1982
Moderator
#18 erstellt: 20. Mai 2013, 18:45
Die einfachste Lösung ist meist die beste:


...Nun nehmen wir mal - rein hypothetisch - an, ich würde den Thorens für 350 + DL110 kriegen, den Dual für 150-200 + AT95. Was wäre die bessere Wahl? Gibt es überhaupt hier die bessere Wahl?...


Es muss UND heißen, nicht ODER, UND!!....

Deswegen haben hier viele auch einen Verstärker mit mindestens zwei Phonoeingängen...

Nee, mal Scherz beiseite. Es ist es egal welches Laufwerk der Threadstarter nimmt, sowohl der TD 320 als auch der 704 sind exzellente Geräte. Auch wenn ich da voreingenommen bin weil ich selber seit Jahren zufriedener 704-Nutzer bin.


Wenn's die Originalkabel sind, stellen die eigentlich kein Problem dar, und wer kritische Systeme montiert, hat ja auch meistens eine anpassbare Phonostufe.


Die originalen Kabel von Dual haben ca. 100 pF. Manche Tonabnehmer sind da recht kritisch, und für manche ist aber so eine hohe Kapazität von Vorteil. Ortofon-Tonabnehmer sind da recht kulant. Die alten Top-Systeme von Shure, die V15-Reihe, wollten eigentlich immer eine recht niedrige Kapazität von 250 pF sehen. Und es gibt aktuell auch manche Systeme die noch niedrigere Werte sehen wollen.


Metal und Klassik zusammen ist eine interessante Kombination...auf jeden Fall ist diese Aussage welche Musik damit gehört werden soll interessant für die Auswahl des Tonabnehmers.



Ergo sind 190 am Kabel allein schon zuviel.


Meiner Meinung nach auch, wenn man aber gut löten kann ist das kein Problem das sich nicht lösen ließe. 2m RG174 A/U, das hat eine Kapazität von ca. 100 pF/m. Dann noch passende und qualitativ hochwertige Cinch-Stecker und schon ist das Problem gelöst...die Stecker dürften das teuerste an der Sache sein, das Kabel selbst schlägt mit etwa 1,30€ pro Meter zu Buche. Das RG ist eigentlich ein Hochfrequenz-Kabel, die Abschirmung reicht also vollkommen aus...
Wuhduh
Inventar
#19 erstellt: 21. Mai 2013, 02:26
Moin !

Wie schon wiederholt erwähnt:

Die kleinen Denon MC's sind jetzt schlichtweg überteuert.

Den TP90-Tonarm würde ich nicht nur wegen der eff. Masse von ca. 18 Gramm außen vorlassen. M. E. sind die TP16-Arme mit ca. 12,5 Gramm noch wesentlich universeller.

Wie oft verstellt man im Leben eines Plattenspielers dessen Tonarm in der Höhe ? Wohl nur, wenn ein TA-Wechsel angesagt und / oder der Austausch der Tellermatte nicht möglich ist.

Einige Pro-Ject kann man durchaus kaufen. Nicht nur wegen des Designs. MDF-Basen und andere Arten von Zargen kann man in Wunschdesign umarbeiten. So kann man auch den Plastik-Bodenwannen von DUAL das evtl. Knirschen im Alter abgewöhnen.

MfG,
Erik
Happyburial
Stammgast
#20 erstellt: 21. Mai 2013, 11:22
Ich hoffe ich strapaziere eure Hilfsbereitschaft nicht über, aber ich hab noch ne Frage:
Wie ist der Denon Dl110 mit dem ja am Pro-Ject verbauten 2M Red, oder auch dem 2M Blue zu vergleichen?


[Beitrag von Happyburial am 21. Mai 2013, 12:50 bearbeitet]
akem
Inventar
#21 erstellt: 21. Mai 2013, 14:56
Im Gegensatz zu Wuhduh halte ich das DL110 nicht für überteuert (gut, es war bis vor nicht allzu langer Zeit erheblich preiswerter), wobei ich das nicht am ehemaligen Preis messe sondern an dem, was man bei der Konkurrenz für's gleiche Geld kriegt. In der 2M Serie wirst Du mindestens zum 2M Bronce greifen müssen, um das DL110 klanglich toppen zu können und selbst da wäre ich mir noch nicht sooo sicher, daß das gelingt. Die beiden Ortofon-Ellipsen haben 8x18µm Verrundungsradien, das Denon hat 5x18µm. Damit ist das Denon in Sachen Verzerrungsarmut und Hochton-Detailwiedergabe erheblich im Vorteil. Klar ist der Fine-Line Schliff nominell noch besser, aber der Generator spielt ja auch noch mit. Bei den 2M ist das der Generator, den es z.B. auch in einem OM3 zu kaufen gibt, sprich, in der Bucht gibt's den für ~5 Euro ohne Nadel. Mehr muß ich glaub ich nicht sagen. Nur das Plastik außenrum schaut bei den 2M Systemen anders aus... Die Nadeleinschübe kann man untereinander tauschen. Man kann auch sagen, die 2M Systeme sind alter Wein in neuen Schläuchen Nur die Shibatanadel gab's vorher noch nicht. Und wirklich schlecht sind die OM-Systeme ja nun auch nicht. Es fehlt halt etwas im Bass...

Einen Haken hat das DL110 aber: um vernünftig zu klingen braucht es eine effektive Tonarmmasse von 12g aufwärts. 12g ist die absolute Untergrenze und da gibt's schon Defizite im Bass und in der Klarheit.
Das Problem ist, der einzige mir bekannte Project Arm mit 12g ist der 12-Zoll Arm. Alle anderen liegen so um die 9g und darunter und das ist für das DL110 viel zu wenig, das wird nix. Da müßtest Du mindestens 3 besser 4 oder 5g zusätzlich am Headshell dazupacken. Nur: ob Du das ausbalanciert bekommst?? Es könnte gehen, da das DL110 selbst nur etwa 5g wiegt - wenn Dein Arm z.B. 9 oder 10g schwere Tonabnehmer ausbalancieren kann, müßte es hinhauen.

Gruß
Andreas
Passat
Moderator
#22 erstellt: 21. Mai 2013, 15:08
Die 2M-Generatoren unterscheiden sich in den elektrischen Werten von den OM/OMB-Generatoren und auch von den Super OM-Generatoren.

Das das DL-110 zwingend schwerere Arme braucht, kann ich nicht bestätigen.
Ich betreibe seit 1984 ein DL-110 auf einem Dual CS 627 Q mit ULM-Tonarm und über mangelnde Bässe o.Ä. kan ich mich da ganz und gar nicht beklagen.

Grüße
Roman
Happyburial
Stammgast
#23 erstellt: 21. Mai 2013, 15:25
Oh, das DL110 würde, wenn überhaupt, nur in Kombination mit dem TP90-Tonarm verwendet werden.
akem
Inventar
#24 erstellt: 21. Mai 2013, 15:54
Ach so, naja, der TP90 hat ja gesunde 17g - da bist Du voll im grünen Bereich.

Gruß
Andreas
germi1982
Moderator
#25 erstellt: 21. Mai 2013, 20:49

akem (Beitrag #21) schrieb:
Im Gegensatz zu Wuhduh halte ich das DL110 nicht für überteuert (gut, es war bis vor nicht allzu langer Zeit erheblich preiswerter), wobei ich das nicht am ehemaligen Preis messe sondern an dem, was man bei der Konkurrenz für's gleiche Geld kriegt. ...


Für den Preis hast du vorher das 160er bekommen...und das fand ich besser als das 110er...
Happyburial
Stammgast
#26 erstellt: 22. Mai 2013, 09:12
Tja, da hat mir jemand meinen Wunsch-TD320 MKIII weggeschnappt.
Wie siehts mit dem TD320 MK0 aus, wie ist der darauf verbaute TP16 MK IV im Vergleich zum TP90 einzuordnen? Bzw. wären dann vielleicht sogar die Dual-Tonarme besser?

Grüße, Simon.

PS. Das war die letzte Frage, versprochen
Jaws1974
Stammgast
#27 erstellt: 22. Mai 2013, 11:52
Ich habe den TP16 MKIII mit 7,5g. Dieser war noch teilweise auf dem TD 320 der ersten Baureihe zu finden. Ein sehr guter Arm, wenn auch etwas leicht, das heißt nicht so universal. MMs laufen super darauf und sogar MCs (Eroica oder Ortofon Nr.2) gehen sehr gut.
Nun hat der TP16IV, der danach auf dem 320er verbaut wurde, keine wechselbaren Tonarmrohre mehr, dafür aber Langlöcher, welche den Einbau der System erleichtern und 12,5g, was den Arm sehr flexibel für die verschiedensten Systeme macht. Nur sehr weiche MMs laufen nicht so gut dran.
Insgesamt ein sehr guter Arm, der dem TP90 in nicht viel nachsteht. Ich habe sogar schon öfter gelesen, dass der TP90 gebraucht eher Macken hat, die es zu reparieren gilt, als der TP16.
Weiterer Vorteil: Die erste Version des TD320 ist günstiger zu bekommen, da der TP90 allgemein sehr sehr gelobt, der TP16 dagegen eher ignoriert wird.

Grüße Bernd

P.S. Natürlich würde auch hier das Denon 110 gut passen.


[Beitrag von Jaws1974 am 22. Mai 2013, 11:54 bearbeitet]
akem
Inventar
#28 erstellt: 22. Mai 2013, 13:26

Jaws1974 (Beitrag #27) schrieb:
und sogar MCs (Eroica oder Ortofon Nr.2) gehen sehr gut.


Wenn man auf Tiefbass und Subbass verzichten kann, dann schon... Und ich würde auch damit rechnen, daß die Nadel bei knackigen Impulsen oder lauten Passagen das eine oder andere Mal aus der Rille fliegt.

Gruß
Andreas
Jaws1974
Stammgast
#29 erstellt: 22. Mai 2013, 13:39
Also über fehlenden Bass kann ich mich nicht beklagen und bei mir ist noch nie eins aus der Rille gesprungen.
Ne Resonanzfrequenz von 10,5 ist ja auch durchaus im Rahmen. Das Eroica und das Nr.2 sind auch nicht so hart (Compliances von 18 bzw. 16)
Natürlich werden sie am TP16IV mit 12,5g noch besser laufen.

Gruß Bernd
Wuhduh
Inventar
#30 erstellt: 23. Mai 2013, 09:14
Bei einer korrekten Justage schwuppt erfahrungsgemäß kaum eine Nadel aus der Rille, auch wenn theoretische 80µ Amplitude angesagt sind. Da muß schon einiges nicht zusammenpassen.

Leude, hört bitte auf mit diesen Einsteiger-MC's ! Sowas fischt man nur noch irgendwo aus einer seriösen Quelle und reicht das Teil sofort fürn Taschengeld an einen - äh - Gläubigen weiter.

MfG,
Erik
Happyburial
Stammgast
#31 erstellt: 18. Jun 2013, 18:48
Soo, falls sich jemand dafür interessiert, wie die Geschichte (vorerst) ausgegangen ist:
Hab mir einen Dual 704 auf Ebay bestellt, festgestellt, dass nicht nur die Nadel, sondern auch das V15 III selber beschädigt ist, und mir ein Goldring Eroica als (etwas überdimensionierten) Ersatz gekauft.
Dazu einen V-LPS II.
Ich bin glücklich!
Ich danke allen, die mir mit Rat beiseite gestanden haben
Jaws1974
Stammgast
#32 erstellt: 18. Jun 2013, 20:25
Gratulation.
Hast du das low-Output oder high-Output Eroica?
Ich hab noch das alte Eroica GX und bin absolut happy damit.

Grüße
Happyburial
Stammgast
#33 erstellt: 19. Jun 2013, 07:32
Das Low-Output-Teil. Mein Händler sagte, dass ich in Kombination mit dem V-LPS damit bessere Ergebnisse erziele
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