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Dual 721 oder Thorens TD115

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Autor
Beitrag
Marsilio
Inventar
#1 erstellt: 13. Nov 2013, 21:31
Hallo miteinander

So - und jetzt brauche ich wieder mal eure Hilfe. Vorhin hat mich ein Arbeitskollege angemailt, der sich auf meine Empfehlung hin eigentlich auf der Suche nach einem Dual 721 befindet, und mich gefragt, was vom Thorens TD115 zu halten ist. Auf so einen sei er jetzt gerade gestossen.

Tja, was nun...? Es soll ja ein guter, robuster und zugleich bezahlbarer Plattenspieler werden. 115er nehmen oder doch besser weiter nach einem 721 umschauen? Vor einer Woche haben wir hier im Forum ja über den 115er diskutiert, da schimmerte durch, dass das ein gutes, eher unterschätztes Teil ist. Ich finde beide Geräte eine Empfehlung wert. Was meint Ihr? Welches ist besser?

Ciao
Marsilio
germi1982
Moderator
#2 erstellt: 13. Nov 2013, 22:16
Der Tonarm des 721 etwas besser von den Daten was die Lagerung betrifft. Zudem hat der Dual eine dynamische Auflagekrafterzeugung, beim Thorens ist die statisch. Die dynamische Auflagekrafterzeugung hat einen Vorteil was die Abtastung betrifft, zum Beispiel bei Platten die etwas wellig sind oder wenn der Spieler nicht 100%ig "im Wasser steht".

Das sind Sachen die sich in der Regel kaum auswirken, es sei denn man hat die ein oder andere leicht wellige Platte. Dann bleibt noch anzumerken, der 721 ist ein Vollautomat, der TD 115 ist ein Halbautomat. Das ist dann eine Sache des Komforts. Mir persönlich reicht ein Halbautomat, deswegen habe ich mich für den 704 entschieden, also den halbautomatischen Bruder des 721. Der hat die ganzen Features des 721, nur fehlt die Einstellbarkeit der Absenkgeschwindigkeit des Tonarmliftes und eben die Vollautomatik. Der 704 hat nur eine Endabschaltung, ist aber ansonsten ebenso gut wie der 721.

Der 721 hat zudem eine Vertical Tonearm Control, das heißt die Basis ist stufenlos in der Höhe verstellbar und damit an unterschiedliche Bauhöhen von Tonabnehmern anpassbar. Das ist perfekt wenn man öfters mal unterschiedliche Tonabnehmer ausprobieren will. Da braucht man sich dann nämlich keine Gedanken um irgendwelche Gedanken um eventuelle Unterbauten zwischen Headshell und Tonabnehmer zu machen damit der Tonarm auch wirklich parallel zur Schallplatte steht. Die Absenkgeschwindigkeit des Tonarmliftes beim 721 zähle ich zu den Punkten der unnötigen Spielereien.

Ich halte die stufenlose Höhenverstellung für extrem praktisch, aber nötig ist das wirklich nur wenn man gerne experimentiert.

Die Laufwerke selbst geben sich nichts, die technischen Daten sind bei beiden exzellent. Daher ist deine Frage eher so wie: "Soll ich mir einen BMW oder einen Audi kaufen?".


[Beitrag von germi1982 am 13. Nov 2013, 22:24 bearbeitet]
dobro
Inventar
#3 erstellt: 14. Nov 2013, 07:25
Hallo Marsilio,

klar den Dual 721. Am Thorens sind hier und da die Gummilagerungen am Tonarm verhärtet, die Haube funktioniert aufgrund der grottigen Konstruktion oft nicht oder sie hält die Haube nicht mehr; der Motor hat ebenfalls so seine Marotten. Neu war der TD 115 super, damals mit leichtem Tonarm und AKG P8E(S), super gelagertem Tonarm usw. Die Jahre fressen aber an ihm. Kann dir mit einem alten Dual allerdings auch passieren. Ich habe kürzlich einen 704er gekauft, da frage ich mich auch wo die Chassisfederung geblieben ist , zudem lassen einige elektronische Bauteile mit der Zeit nach - will sagen, die können auch ihre Probleme haben, die sich aber oftmals relativ leicht aus der Welt schaffen lassen.

Gruß
Peter
Guido64
Stammgast
#4 erstellt: 14. Nov 2013, 09:21
Hallo Marsilio,

beides sind, guter Zustand vorausgesetzt, gute Plattenspieler. Ich würde Dir, wie meine Vorposter, auch den 721 empfehlen. Er war seinerzeit das Dual Spitzenmodell und ist auch heute noch den einfachen Brettspielern weit überlegen. Mit einem Shure V15III oder einem Ortofon M20E Tonabnehmer mit vernünftiger Nadel hat man Ruhe zum Thema Plattenspieler.

Gruß
Guido
Marsilio
Inventar
#5 erstellt: 14. Nov 2013, 09:42

dobro (Beitrag #3) schrieb:
Hallo Marsilio,

klar den Dual 721. Am Thorens sind hier und da die Gummilagerungen am Tonarm verhärtet, die Haube funktioniert aufgrund der grottigen Konstruktion oft nicht oder sie hält die Haube nicht mehr; der Motor hat ebenfalls so seine Marotten. Neu war der TD 115 super, damals mit leichtem Tonarm und AKG P8E(S), super gelagertem Tonarm usw. Die Jahre fressen aber an ihm. Kann dir mit einem alten Dual allerdings auch passieren. Ich habe kürzlich einen 704er gekauft, da frage ich mich auch wo die Chassisfederung geblieben ist , zudem lassen einige elektronische Bauteile mit der Zeit nach - will sagen, die können auch ihre Probleme haben, die sich aber oftmals relativ leicht aus der Welt schaffen lassen.

Gruß
Peter


115er-Motor und so - ist das nicht weitgehend baugleich mit dem grossen Bruder TD126?
Guido64
Stammgast
#6 erstellt: 14. Nov 2013, 10:22
So ist es. Damit gibt es aber auch die gleichen Probleme mit der Haltbarkeit !

Gruß
Guido
Marsilio
Inventar
#7 erstellt: 14. Nov 2013, 11:54
Treffen diese Problembereiche eigentlich auch auf die älteren TD145ff. und 160 zu oder sind diese grundsätzlich als solider einzuschätzen?
dobro
Inventar
#8 erstellt: 14. Nov 2013, 12:28
Hallo,

ich bewege mich auf dünnem Eis. Ich meine es ist nur der TD 126 Mk III, der den gleichen Motor hat und ob die 145, 160er betroffen sind, kann ich nicht sagen.

Gruß
Peter
Holger
Inventar
#9 erstellt: 14. Nov 2013, 14:37
Es ist m. W. nur der 126 III, der den gleichen Motor hat. Die 14x/16x haben andere Motoren.

Und ich habe übrigens bis jetzt noch keinen 126 III oder 115 unter meiner Fittiche gehabt, deren Motoren irgendwelche Zicken gemacht hätten - dieses "Problem" wird mbMn gerne deutlich größer dargestellt als es tatsächlich ist... warum auch immer.
lorilocki
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 14. Nov 2013, 14:47
Der Dual 721 ist ein ganz anderes Kaliber ( auch wenn nicht wirklich vergleichbar) der Thorens TD 115 ist auch kein schlechter.Meiner Meinung nach ein stark unterschätzter Thorens und trotzdem würde ich eher die dreier Thorens empfehlen.Wobei der TD 320 MK II mir am Besten gefallen hat.

Ich spreche da aus Erfahrung.Ich hatte schon den TD 145,145 MK II, TD 160,TD 320,TD 320 MK II,TD 125 mit SME 3009 und im Moment steht bei mir der TD 318 MK I neben einem Kenwood KD 700D auf dem Board.

Ich hatte auch einige Duals,zwar nicht den 721 aber den 701,704,601 alles geile Plattenspieler,die allerdings etwas mehr Aufmerksamkeit verlangen können.Im DUAL board findest du teilweise überholte exemplare.Plug und Play meine ich


Und ich habe übrigens bis jetzt noch keinen 126 III


Ach so,ich vergaß zu erwähnen dass ich auch einen TD 126 MK III hatte (habe ich wohl verdrängt) Das Teil lief genau einen Tag,danach drehte der Motor in einer unglaublich schnellen Geschwindigkeit durch,damals war ich noch Anfänger und kam mit der Situation nicht klar.

Damals war ich auf der Suche nach einem Motor und schielte auf die TD 115 Dreher...
Holger
Inventar
#11 erstellt: 14. Nov 2013, 14:52

lorilocki (Beitrag #10) schrieb:
Das Teil lief genau einen Tag
(...)


Ja, irgendwie habe ich das (für mich gute ) Gefühl, dass es immer die Anderen trifft...

SCNR
Marsilio
Inventar
#12 erstellt: 14. Nov 2013, 14:57
[quote="lorilocki (Beitrag #10)"]

Ich hatte auch einige Duals,zwar nicht den 721 aber den 701,704,601 alles geile Plattenspieler,die allerdings etwas mehr Aufmerksamkeit verlangen können. [/quote]

Inwiefern? Ich hätte jetzt eher gedacht, dass es v.a. die Thorense sind, die etwas grössere Aufmerksamkeit verlangen...


[Beitrag von Marsilio am 14. Nov 2013, 14:58 bearbeitet]
lorilocki
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 14. Nov 2013, 15:13

Ja, irgendwie habe ich das (für mich gute ) Gefühl, dass es immer die Anderen trifft...


Hauptsache du hast Glück

Bei den meisten Thorens Dreher,die ich hatte, habe ich lediglich den Riemen gewechselt und ein bisschen Öl dazugegeben und gut wars.

Bei meinen Duals sah das etwas anders aus,abgesehen vom Dual 704 hatte ich grundsätzlich Einschränkungen der Automatikfunktion.Steuerpimpel austausch war angesagt, ggf und wenn man schon dabei ist, wechselt man auch noch die Knallfrösche,die sogenannten Entstörkodensatoren.Die Mechanik ist Ingenieurskunst vom Feinsten, vom alten fett befreien und neu schmieren.Wie das alles genau geht, steht im dualboard.

hier mal ein bild von meiner aktuellen anlage:

dobro
Inventar
#14 erstellt: 14. Nov 2013, 15:55
Hallo Marsilio,

irrtum, ich hatte mit den Thorensen, die ebenfalls in größerer Zahl bei mir waren (TD 160, 146, 316, 318, 320, 115) eigentlich nur Ärger wegen:

- TD 320 MK III mit dem Tonarm TP 90 (Kunststoffteilchen zerbröselt - deshalb kommt der mir auf keinen Fall mehr ins Haus)
- TD 115 MK II besagter Motor leierte, Haubenarrettierung defekt (Klang mit AKG P8E super, ansonsten aus meiner Sicht qualitativ hinter 14x, 16x und 3x - kommt mir auch nicht mehr ins Haus)

Ansonsten war nach erfolgtem Versand bei mir nur Reinigung, Lagerölung, ggf. neuer Riemen fällig. Richtig gut gefallen haben mit die Thorens TD 320 MK nix mit TP 16 MK IV-Tonarm.

Bei Dual gibt es mehr Ärger, wie ich finde. Fast immer defekte Hauben, Automatik ist oft verharzt und der Steuerpimpel verratzt, die Chassisfederungen waren ebenfalls fast immer runter und erfüllten nicht mehr ihren Zweck, ein 714er meinte abheben zu wollen, heißt der Antrieb beschleunigte erheblich, Plumslifte, zerbröselter Pitch, defektes Stroboskop, hörbare Motoren bei Dual 510, 601. Richtig gut in Erinnerung geblieben ist mir ein Dual 701. Den hat die dicke Haube gerettet, ansonsten hätte der Versand das Gerät zerlegt. Die 704er sind insgesamt auch gut, weil sie robust gebaut wurden. Ich habe aber den Eindruck, dass einige Geräte davon Discobetrieb hinter sich hatten...Die Dualgeräte konnten technisch zumindest meist wieder zum laufen gebracht werden, wobei ich auf Hilfe angewiesen war, diese aber auch kulanterweise erhielt.

Problemlos waren hingegen bei mir alle Technicsgeräte. Allen voran SLQ3 und mein überholter 1710 MK II - völlig ohne Probleme.
Guido64
Stammgast
#15 erstellt: 14. Nov 2013, 16:43
...deshalb ist es empfehlenswert ein gebrauchtes Gerät beim Verkäufer abzuholen und sich vor Ort von Zustand und Funktion zu überzeugen. Alternativ sollte man in den Bietebereichen der Foren schauen.

Gruß
Guido
lorilocki
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 14. Nov 2013, 16:44

deshalb ist es empfehlenswert ein gebrauchtes Gerät beim Verkäufer abzuholen und sich vor Ort von Zustand und Funktion zu überzeugen.


Das ist richtig!


Problemlos waren hingegen bei mir alle Technicsgeräte. Allen voran SLQ3 und mein überholter 1710 MK II - völlig ohne Probleme.


Über Technics Plattenspieler kann ich auch ein Lied singen.Mein Lieblinsgerät war ein SL 1310,bella macchina.Insgesamt besaß ich 3 Stück von denen,(natürlich nicht alle gleichzeitig) der erste hatte leider massive Tonarmprobleme,die beiden Anderen funktionierten einwandfrei.
Den SL Q2 und Q3 kenne ich natürlich auch,alles solide Geräte.

Der Markt gibt soviele schöne Plattenspieler her,eine zeitlang hatte ich über 30 Plattenspieler bei mir zu Hause stehen.Seinerzeit packte mich das Sammelfieber.
Die meisten standen sich einen ab bzw waren arbeitslos.Irgendwann machte es für mich keinen Sinn mehr und so trennte ich mich nach und nach von fast allen.

Ich kann nur den Tipp geben,sich beim Schallpalttenspielerkauf Zeit zu nehmen.Manchmal kriegt man für einen schmalen Kurs einen hervorragenden Dreher.Vor 5 oder 6? Monaten stellte jmd per Sofortkauf einen Thorens TD 320 MK II für lächerliche 199 Euro,lt Beschreibung im gepflegten Zustand mit Zubhör und OVP und nur an Abholer,der Thorens war nicht einmal eine Minute online und schon wieder weg.
germi1982
Moderator
#17 erstellt: 14. Nov 2013, 22:12

lorilocki (Beitrag #13) schrieb:
...
Bei meinen Duals sah das etwas anders aus,abgesehen vom Dual 704 hatte ich grundsätzlich Einschränkungen der Automatikfunktion.Steuerpimpel austausch war angesagt, ggf und wenn man schon dabei ist, wechselt man auch noch die Knallfrösche,die sogenannten Entstörkodensatoren.Die Mechanik ist Ingenieurskunst vom Feinsten, vom alten fett befreien und neu schmieren.Wie das alles genau geht, steht im dualboard.

...


Der 704 hat keinen Steuerpimpel, denn er hat keine Tonarmrückführung...am Ende der Platte wird der Tonarm lediglich angehoben und der Motor abgestellt. Der Nachfolger 714 hatte dann eine Rückführung, der 604 der später kam hatte auch die Rückführung. Zur Rückführung fehlen dem 704 ein paar entscheidende Teile, u.a. das Kurvenrad. Den Pimpel gibts nur bei Geräten wo die Automatik den Tonarm in der Horizontalen bewegt. Das Teil dient ja als Rutschkupplung. Damit ,falls der Tonarm blockiert wird in seiner Bewegung, die Mechanik keinen Schaden nimmt.

Knallfrosch musste ich bisher nicht machen, zur Not habe ich aber passenden Ersatz eingelagert. Dafür die Stroboskoplampe ersetzen. Habe da was auf LED-Basis gebastelt, das dürfte für die nächsten Jahr(zehnt)e halten.


[Beitrag von germi1982 am 14. Nov 2013, 22:18 bearbeitet]
kadioram
Inventar
#18 erstellt: 15. Nov 2013, 17:47
Hi,

ich hatte auch einmal einen 115er. Dummerweise ging mir der Fingerbügel verloren, der leider auch unerlässlich zur Montage des Systems ist. Kleine Ursache, große Wirkung (denn damals hatte ich weder Internet noch ebay-Account)...

Ansonsten war ich sehr zufrieden mit ihm, ich hatte das orgininale Stanton 500 drauf. Mit dem Motor hatte ich nie Probleme.
Marsilio
Inventar
#19 erstellt: 23. Nov 2013, 11:55
Hallo miteinander

Ich nehme nochmals diesen Thread hervor - vielen Dank für Eure Antworten, ich habe sie weitergeleitet.

Wir sind aber noch nicht weiter gekommen. Mein Kollege hat nun so einige Vorbehalte wegen der Möglichkeit zum Tonabnehmerwechsel. Bei den Duals 721/704 (andere mit den ULM-Armen sind kein Thema) soll das ja auch ein ziemliches Gebastel sein. Wie seht Ihr das? Vielleicht doch besser Thorens - oder sogar ein Technics?
Holger
Inventar
#20 erstellt: 23. Nov 2013, 12:05

Marsilio (Beitrag #19) schrieb:
...soll das ja auch ein ziemliches Gebastel sein. Wie seht Ihr das?


Quatsch.

"Gebastel" ist das gar nicht, man muss sich halt mal ein wenig mit der Materie beschäftigen, dann klappt ein Systemwechsel problemlos in zehn Minuten.

Wenn man's aber nur schnell und bequem haben möchte, dann lieber einen Technics und dazu ein paar Concorde-Systeme in Reserve - wenn mal eins gewechselt werden muss, dann nur ab- und wieder aufschrauben, fertig.
Aber nötig ist das nicht, außer vielleicht für DJ-Anwendungen.
Wir Hobbyisten sollten uns schon den Luxus leisten, mit etwas mehr Muße und Liebe an die Sache heran zu gehen.
Gelscht
Gelöscht
#21 erstellt: 23. Nov 2013, 12:16
Warum soll der TA-Wechsel beim 704/721 ein "ziemliches Gebastel" sein? Da passt jedes normale TA-System mit 1/2"-Befestigung rein. Dank sehr guter Höhenverstellbarkeit des Arms lässt sich auch die Parallelität des TA-Systems zur Plattenoberfläche sehr leicht einstellen.

Ich halte einen TD 115 und einen 721/704 für ungefähr gleichwertig. Beim Thorens darf man mit Motorproblemen rechnen (@Holger: Eigene Erfahrung mit TD126 MkIII), beim Dual mit Problemen bei der Endabschaltung ("Steuerpimpel") bzw. beim 721 mit der Automatik. Der Dual kann heute noch seine Gleichlaufwerte erreichen (Direktantrieb), beim Thorens halte ich das für fragwürdig, weil man keine Riemen mehr bekommt, die der ursprünglichen Spezifikation entsprechen. Mit den Original Thorens-Riemen war der Gleichlauf nämlich für einen Riemenantrieb mit eher leichtem Teller exzellent.

Das Preis/Leistungsverhältnis dürfte für einen gebrauchten TD115 besser sein, weil der TD110/115 nie besonders beliebt war.

Gruß

Thomas
Marsilio
Inventar
#22 erstellt: 25. Nov 2013, 17:31
So - mein Kollege hat sich entschieden, er will einen Technics SL-1200/1210. Das wird zwar sicher nicht billig, aber er möchte eben das Original. Ich denke, er wird seinen Spass damit haben.

Dafür bin ich durch die Recherche auf den Geschmack gekommen und werde mich nun auf die Suche nach einem der legendären Schwarzwälder (704 oder 721, mit dem Spiegelchenteller) machen - für mich. Falls jemand einen abzugeben hätte: bitte PM

LG
Marsilio
tinnitusede
Inventar
#23 erstellt: 25. Nov 2013, 17:54
Hi,

also, ein halbes Dutzend Dual´s hab ich ja schon besessen, aber mit einem "Spiegelchenteller" kann ich trotzdem nichts anfangen,

Wie sieht er denn aus??

Gruß Hans
Marsilio
Inventar
#24 erstellt: 25. Nov 2013, 17:55
Ich versuche mit diesen Worten zu beschreiben, dass ich die modernere Plattenteller-Version meine - also nicht die Version mit dem geraden Plattenteller. Vielleicht wäre "Pickelteller" eine gescheitere Umschreibung...
DrNice
Moderator
#25 erstellt: 25. Nov 2013, 18:07

Marsilio (Beitrag #24) schrieb:
Vielleicht wäre "Pickelteller" eine gescheitere Umschreibung... :KR


Korrekt.
tinnitusede
Inventar
#26 erstellt: 25. Nov 2013, 18:11
Hi,

jetzt iss klar, diese Bezeichnung ist geläufiger, habe beide gehabt, mir gefiel der andere besser, er sah mir irgend wie geschmeidiger aus,

Gruß Hans
Marsilio
Inventar
#27 erstellt: 25. Nov 2013, 18:13

tinnitusede (Beitrag #26) schrieb:
Hi,

jetzt iss klar, diese Bezeichnung ist geläufiger, habe beide gehabt, mir gefiel der andere besser, er sah mir irgend wie geschmeidiger aus,

Gruß Hans


Gut habt Ihr nachgehakt damit man versteht was ich meine.
Mir gefällt der Plattenteller der späteren Version wenn keine Platte drauf ist irgendwie besser. Aber ich habe auch den Eindruck, dass die ältere Version mehr gefällt. Was vielleicht meine Chancen erhöht, ein gesundes Exemplar der späteren Version an Land zu ziehen.


[Beitrag von Marsilio am 25. Nov 2013, 18:13 bearbeitet]
tinnitusede
Inventar
#28 erstellt: 25. Nov 2013, 18:25
ja, hat auch was, wenn sich die neun Segmente von der Matte gleichmäßig drehen, hab noch den 521, der auch diesen Teller hat, ist übrigens mein Liebling, allerdings auf Grund anderer Applikationen,

Hans
Marsilio
Inventar
#29 erstellt: 25. Nov 2013, 18:29
Etwas erstaunt hat mich, dass die - ich nenne sie mal "grossen Duals" 704/721 & Co. - hier in der Schweiz offenbar nicht gross vertreten sind. Zumindest werden solche nur sehr selten angeboten. Ich vermute mal, dass Ende der 70er-Jahre hierzulande Plattenspieler aus den Schmieden von Revox und Thorens weitaus verbreiteter waren.


[Beitrag von Marsilio am 25. Nov 2013, 18:29 bearbeitet]
tinnitusede
Inventar
#30 erstellt: 25. Nov 2013, 18:37
da gebe ich dir Recht, bei dem hohen Lebensstandard schaute man wohl nicht so auf dass beste P/L-Verhältnis, sondern nahm gleich so ungefähr das Beste,
Marsilio
Inventar
#31 erstellt: 25. Nov 2013, 18:59
Revox IST super. Deshalb hab' ich ja auch so ein Teil. Doch nun soll auch noch ein optisch klassischerer Dreher her. Und da würde mir der Dual gefallen. Und super sollen die ja auch sein.
germi1982
Moderator
#32 erstellt: 25. Nov 2013, 19:10
Ich denke mal da spielte auch der patriotische Faktor mit rein, auch wenn die Thorens selbst zu dem Zeitpunkt (ab 1968) aus dem Gerätewerk Lahr im Schwarzwald kamen war zumindest der Vertrieb von Thorens doch noch in der Schweiz. Und Thorens war ja auch ein bekannter schweizer Markenname. Revox ist doch ebenso eine schweizer Firma.

Ist doch hier auch nicht anders. Und mit diesen Tricks versuchen einem heute verschiedene Firmen allen möglichen Schrott unterzujubeln, indem man den Kram labelt. Sei es nun Telefunken, AEG, Nordmende oder Grundig. Telefunken meistens China, Nordmende-Fernseher aus Indien, Grundig aus der Türkei und AEG weiß der Teufel woher Electrolux den Kram bezieht, die letzten Geräte die hier im Haushalt den Namen AEG tragen sind von 2006, die sind noch Made in Germany.


[Beitrag von germi1982 am 25. Nov 2013, 19:14 bearbeitet]
tinnitusede
Inventar
#33 erstellt: 25. Nov 2013, 19:11
na, hoffentlich klappt´s auch mit dem Versand, man sollte versuchen, das Gerät möglichst abzuholen,
ich werde meinen 701 mit der speziellen Haube zum aufklappen bald verkaufen, der geht aber auf keinen Fall mit Hermes u. Co. auf die Reise,

Hans
Marsilio
Inventar
#34 erstellt: 25. Nov 2013, 19:11
Hat was. Und da ich ja Schweizer bin und meine Frau Schwarzwälderin ist, sind für uns Revox und Dual die zweifelsohne richtigen Marken.
germi1982
Moderator
#35 erstellt: 25. Nov 2013, 19:14
Thorens wäre auch gut....wie gesagt, eigentlich Schweiz aber ab 68 wurden die Plattenspieler im Gerätewerk Lahr im Schwarzwald gebaut.

Dual war aber der größte Plattenspielerhersteller Europas, alleine schon aus dem Grund konnten die ihre Geräte so günstig verkaufen. Man hat das über die Stückzahl wieder reingeholt. Dual Fehrenbacher produziert aktuell pro Jahr ungefähr 15 bis 20.000 Geräte im Jahr. Das ging zur Hochzeit pro Woche raus bei Dual...


[Beitrag von germi1982 am 25. Nov 2013, 19:17 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#36 erstellt: 25. Nov 2013, 19:17
Stimmt, Thorens würde auch passen. Im Moment tendiere ich aber zu einem Dual, nicht zuletzt da die hier seltener (!) sind. Wobei der Anfangs vom einem Kollegen ins Spiel gebrachte TD115 natürlich schon auch was hat...

Eigentlich egal - hauptsache guter Sound.
tinnitusede
Inventar
#37 erstellt: 25. Nov 2013, 19:25

germi1982 (Beitrag #32) schrieb:


Ist doch hier auch nicht anders. Und mit diesen Tricks versuchen einem heute verschiedene Firmen allen möglichen Schrott unterzujubeln, indem man den Kram labelt. Sei es nun Telefunken, AEG, Nordmende oder Grundig. Telefunken meistens China, Nordmende-Fernseher aus Indien, Grundig aus der Türkei und AEG weiß der Teufel woher Electrolux den Kram bezieht, die letzten Geräte die hier im Haushalt den Namen AEG tragen sind von 2006, die sind noch Made in Germany.


Hi,

diese Firmen haben auch aus anderem Grund Schwierigkeiten ihren Schrott hier zu verkaufen, weil der Deutsche nämlich mit Patriotismus nicht mehr viel am Hut hat, bei ihm steht die Geiz und Geil Mentalität ganz weit vorne, egal, wo das Produkt herkommt und unter welchen unmenschlichen Bedingungen es hergestellt wird.

Hans
germi1982
Moderator
#38 erstellt: 25. Nov 2013, 19:26
Man sollte auch nicht unterschätzen, das viele Leute auch aus dem Elternhaus geprägt sind. Ich zum Beispiel bin mit Dual aufgewachsen, meine Eltern hatten Dual-Plattenspieler und meine Großeltern auch. Wohl auch mit ein Grund das ich einen 704 habe.
Marsilio
Inventar
#39 erstellt: 25. Nov 2013, 19:27

germi1982 (Beitrag #38) schrieb:
Man sollte auch nicht unterschätzen, das viele Leute auch aus dem Elternhaus geprägt sind. Ich zum Beispiel bin mit Dual aufgewachsen, meine Eltern hatten Dual-Plattenspieler und meine Großeltern auch. Wohl auch mit ein Grund das ich einen 704 habe.


Meine übrigens auch, das waren aber noch die älteren "Reibrädler". Anfangs der 80er kam bei meinen Eltern dann Technics als Ersatz des Wega-Dual-Teils, Revox war ihnen wohl zu teuer.


[Beitrag von Marsilio am 25. Nov 2013, 19:29 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#40 erstellt: 25. Nov 2013, 19:52
Hallo,

der Patriotismus istund war ein schlechter Verkäufer...

Ich weiß noch: Anf. der 80er Jahre konnten Geräte aus deutscher Fertigung noch so gut sein - "in" waren Sony, Technics und Co.
Allein schon DIN-Kabelverbindungen wurden verpönt weil angeblich "altmodisch", nur der "Chinch" gennannte RCA-Draht war das einzig wahre.


Peter
Hörbert
Moderator
#41 erstellt: 25. Nov 2013, 20:59
Hallo!

Dual erschien in den 70ger-frühen 80ger Jahren bei vielen einfach als "Altbacken" Metall und Kunststoffe anstatt Holz und furniertes Presspan war angesagt. Zudem hatten sie sich zusammen mit Grundig durch die unsäglichen Lautsprecher der Kompaktanlagen einen teilweise sehr schlechten Ruf erworben.

Die tolle 7xx-Serie kam überhaupt nicht mehr so in das Bewußtsein der Öffentlichkeit wie sie es verdient hätte zudem gab es Vorbehalte gegen die Dual-Hausnorm (Click-Systeme) und vielen war gar nicht klar das man in den Systemträgern auch Halbzollsysteme verschrauben konnte.

Plattenspieler waren seinerzeit noch ein Massenprodukt das man sich einfach aufstellen wollte, Spezialisten die sich mit der Materie auskannten gab es damals wahrscheinlich auch nicht wirklich mehr als heute.

MFG Günther
germi1982
Moderator
#42 erstellt: 26. Nov 2013, 22:29

8erberg (Beitrag #40) schrieb:
....
Allein schon DIN-Kabelverbindungen wurden verpönt weil angeblich "altmodisch", nur der "Chinch" gennannte RCA-Draht war das einzig wahre.


....



Dabei ist die RCA-Verbindung die ältere von den beiden Steckverbinderarten. Und meiner Meinung nach nicht unbedingt die bessere Variante, alleine schon dadurch dass der Signalleiter vorrauseilend ist und das die Abmessungen nicht genormt sind.

Noch älter als RCA ist eigentlich nur der Klinkenstecker...


[Beitrag von germi1982 am 26. Nov 2013, 22:31 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#43 erstellt: 27. Nov 2013, 13:22
Hallo,

das Erste was ich mir damals zu meiner HS geholt hatte waren "gescheite" Boxen, die beigefügten liegen noch heute im Keller... (für Feten im Garten). Jaja, bei mir kommt nix weg

Komischerweise waren die Lautsprecher die Dual "lose" verkauft hat wirklich nicht übel, aber bei den HS (Plattenspieler mit Verstärker) waren es eher Alibiboxen. Die Kompaktanlagen KA von Dual hat man recht selten gesehen, Dual hatte halt immer den Ruf des Schallplattenspezialisten. Andersrum warben viele Kompaktanlagenhersteller mit "da ist sogar ein Dual-Plattenspieler eingebaut", selbst bei Tandberg war in der Kompaktanlage ein Dreher aus St. Georgen.

Peter
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