Technics SL 1700 mk2

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bgerischer
Neuling
#1 erstellt: 17. Nov 2013, 12:06
Hallo,

ich bin neu hier im Forum und habe dazu gleich einige Fragen.

Vor einigen Tagen habe ich mir einen Technics SL1700 mk2 zugelegt.
Es sind soweit alle Funktion o.k.

Leider ist die Haube gesprungen und die Scharniere daran fehlen.
Meine erste Frage ist: Passt man auch die Haube samt Scharnier aus der Baureihe vom SL1200 / 1210 ?
Das wäre natürlich gut, denn diese Hauben gibt es ja noch als Ersatzteil in Ebay zu kaufen.

Zweite Frage: Ich habe Probleme mit der Tonarmhöhenverstellung. Wenn ich den Verriegelungshebel an der Tonarmbasis entriegele (geht sehr leicht, ohne Einrasten), kann ich den großen Einstellring mit der Skalierung für die Tonarmhöhe nicht drehen, auch mit etwas größerem Kraftaufwand geht das nicht.
Mache ich etwas falsch oder was ist sonst der Grund für den störrischen Drehring??

Letzte Frage: Würdet Ihr lieber ein Nagaoka MP110 oder das Shure M97 für den Tonarm empfehlen oder soll ich mich auf die Suche nach einer original Ersatznadel für das verbaute Technics System EPC207 machen ?

Bin schon gespannt auf Euere Antworten
Bernd
sandy666
Stammgast
#2 erstellt: 17. Nov 2013, 12:43
Hi,

von der Größe her passt die Haube des 1200er. Ich weiß aber nicht wie unproblematisch der Anbau der Scharniere ist. Die vom 1700MK2 passen nämlich nicht so einfach an die Haube des 1200 MK2.

Die Tonarmhöhenverstellung ist wohl oft fest bei den alten Teilen. ich hab meinen damaligen 1610 MK2 zum Elektrohändler gebracht und ihn den Auseinanderbauen und wieder gangbar machen lasen. Hat mich zwar 50,-€ gekostet, aber ich selbst hätte mich da nicht drangetraut. Und ich glaube das Gewinden in Kontaktpray oder ähnlichem zu ertränken hat keinen Sinn bei der ganzen Elektronik.

Ich würde sagen das Shure ist ein bisschen weich aufgehängt. Ich würde da eher das Nagaoka nehmen. Noch besser das AT 440ML. Kostet aber auch ein klein wenig mehr. Originalnadeln für das EPC gibts nicht mehr. Aber unschlagbar sind die SAS Nadeln von Jico/ Japan. Allerdings mußt Du die im Ausland bestellen. Ich hatte mal eine aus Japan. Das hat ca. 3 Wochen gedauert und ich mußte Zoll an der Tür bezahlen, aber es hat sich gelohnt. Kostete damals insgesamt 135,-€ inkl. Zoll. Du zahlst da im Shop per PayPal, gehst also kein Risiko ein.

Gruß

Sandra
doc_barni
Inventar
#3 erstellt: 17. Nov 2013, 13:43
Hallo bgerischer

willkommen hier im Forum.

Die Höhenverstellung ist gegenüber anderen Modelle aufwendiger gebaut. Hier wird sie über grosse Gewinde reguliert. Und das ist auch nach gut 30 Jahren der Schwachpunkt: Die Gewinde werden ab Werk mit Schmiermittel versehen, welches sich langsam in Klebstoff verwandelt. Letztlich entsteht der Eindruck, als sei die HV festgeschweißt....

Abhilfe:

Tonarmbasis ausbauen, Gewinde lösen, reinigen, neufetten und alles so wieder zusammensetzen, wie es vorher war. Dann läuft sie wieder ....
ist halt etwas Schrauberei...


l

e

v

freundliche Grüsse

Wolfgang


[Beitrag von doc_barni am 17. Nov 2013, 13:46 bearbeitet]
Soundi1
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 20. Mrz 2016, 12:16
Hallo,

vllt, kann mir jemand weiterhelfen.

Mir ist ein 1700 MKII zugeflogen :). Größtenteils funktioniert er, aber die Tücke liegt im Detail. Ich habe ihn zerlegt und konnte den schwergängigen Powerschalter und die Lampe sowie den Tonarmlift von altem Fett befreien.

Leider läuft er nur auf 33 er Geschwindigkeit. 45 lässt sich nicht auswählen. Ich wollte mir deshalb die Taster bzw. die Platine mal anschauen, bekomme diese aber nicht ausgebaut. Lt. Service Manual muss der Powerschalter sowie die Schrauben der Platine entfernt werden, das habe ich getan, aber sie scheint noch irgendwie am Poti bzw. Drehregler für den Pitch zu hängen, jedenfalls kriege ich sie nicht ab :(. Des Weiteren blähen sich einige Kondensatoren auf der Platine um den Motor herum, wie kriege ich diese am besten ausgebaut?

Wenn man die Transportsicherungsschrauben entfernt, fängt ja der Tonarm und der Plattenteller an zu schwabbeln, ich habe den Eindruck, dass er aufgrund des Gewichtes des Tonarms etwas schräg hängt. Kann man diese Lage irgendwie an den Federn verstellen?

Vielen Dank und viele Grüße


[Beitrag von Soundi1 am 20. Mrz 2016, 12:18 bearbeitet]
doc_barni
Inventar
#5 erstellt: 20. Mrz 2016, 13:13
Hallo Soundi,

wenn ich mich recht erinnere, must du erst alle relevanten Schrauben der Platine lösen, das sind die, mit den " Pfeilen" daran. Die Nadelbeleuchtung muß ausgebaut sein. Dann läßt sich die Platine nach hinten herausziehen, denn das Pitchrädchen ist nur aufgesteckt.
Wenn der Arm und der Teller "schwabbeln" , solltest du mal die Aufhängungen des Subchassis ausbauen, nicht selten sind die Gummiteile gerissen, was die Funktion stört.

a
x

freundliche Grüsse

Wolfgang
Soundi1
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 20. Mrz 2016, 15:05
Hallo Wolfgang,

danke für die Tipps. Alle Pfeilschrauben wurde gelöst, jedoch ging die Platine immer noch nicht runter. Ich hab dann noch die zwei tiefer liegenden Schrauben durch die Platine hindurch gelöst. Schon klappte es.

Die Taster für die Geschwindigkeiten sahen i.O. aus und auch das Schalten scheint zu funktionieren. Ich vermute der Fehler liegt auf der Motorplatine, die habe ich gelöst und gesehen, dass sich die Kondensatoren nicht nur aufblähen sondern teilweise auch schon korrodierte Beinchen haben und wohl nässen. Die müssen also raus.

Die Aufhängungsgummis sind noch ohne Risse oder andere Schäden, mal sehen, wie es mit dem Schwabbeln aussieht, wenn er wieder zusammengebaut ist.

Viele Grüße
Soundi1
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 21. Mrz 2016, 00:24
So, die schlechtesten Elkos habe ich gewechselt. Die Werte der verbauten Elkos lagen bezüglich der Spannungen unter den im Service Manual angegebenen Werten. Da sollte man durchaus mal nachschauen ob die noch i.O. sind, wenn man einen 1700 II sein Eigen nennt. Leider keine Besserung bei der Geschwindigkeit. Ich befürchte, da wird wohl ein IC durch sein:

http://audiokarma.or...tter-removal.336252/
doc_barni
Inventar
#8 erstellt: 21. Mrz 2016, 00:54
Hallo,

vielleicht liegst du richtig, aber nach meiner Erfahrung sind es meistens die mechanischen Teile, die Probleme verursachen.

freundliche Grüsse

Wolfgang
WBC
Inventar
#9 erstellt: 16. Mrz 2018, 15:42
Moin, mal 'ne Frage an die "Bäumchen wechsle dich"- Profis - habe mich bisher nicht wirklich mit dem Thema beschäftigt und will nicht extra 'nen neuen Fred dafür eröffnen...

Kann man den Pro-Ject 9CC / 5P in den 17xx/16xx MK2 verpflanzen? Und wieviel Aufwand ist das?

Ich hätte einfach mal gern einen Carbon-Arm. Ist der qualitativ vergleichbar mit dem Original?


[Beitrag von WBC am 16. Mrz 2018, 15:45 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#10 erstellt: 16. Mrz 2018, 20:26
Hallo!

@WBC

Das geht schon, nur ist halt der Aufwand entsprechend hoch.

Das damit weder eine Automatik noch eine Halbautomatik noch funktioniert ist dir Klar?

Als musst du das eigentliche Laufwerk, -falls möglich- auf Manuell schalten oder eben die gesamten Funktionen (Endabschalter u.s.w. stillegen respektive bei einigen Modellen kurzschließen.

Leichter tust du dir hier natürlich mit Non-Automatics respektive mit von vorn herein auf Tonarmwechsel ausgelegten reinen Laufwerken, -in deinem Fall z.B. mit einen SL-150 MK nix/MK-II-, oder auch einem der alten SL-110/120.

Zudem brauchst du natürlich noch eine auf den Tonarm-Einbauabstand ausgelegte Tonarm-Grundplatte die es für diverse Laufwerke auf den jeweiligen Tonarm ausgelegt auf dem Netz gibt oder die du natürlich auch selbst anfertigen kannst.

Großartige Unterschiede jenseits der unterschiedlichen eff. bewegten Tonarmmassen darfst du natürlich nicht erwarten aber diverse feine Unterschiede zwischen Tonarmkonzepten/-modellen sind schon vorhanden, sei es nun das die verschiedenen Tonarmen bei Verwellungen unterschiedlich schnell "aussteigen" sei es die "Störfestigkeit" gegenüber äusseren Einflüssen u.s.w.

Das wechseln von Tonarmen ist halt einer der "Hobbyzusätze" die die einen mögen und die anderen halt nicht, -ich möchte dieses Feature nicht missen-.

MFG Günther
WBC
Inventar
#11 erstellt: 16. Mrz 2018, 21:12
Hi Hörbert,

ja, dass die Automatiken dann "ueber" sind, ist schon klar...

Aber eigentlich ist das doch schon viel Aufwand, da wäre für dieses Projekt ein rein manueller Dreher doch die bessere Wahl, wie Du schon schreibst, die 17/16er wären mir dafür dann doch zu schade...

Naja, mal sehen, ich werd' jedenfalls die Augen offenhalten...


Thx erstmal...

ad-mh
Inventar
#12 erstellt: 17. Mrz 2018, 02:15
Warum suchst du nicht ein Gerät aus dem "Japan Baukasten". Damals gab es neben den Riementrieblern auch direkt getriebene, auch mit Quartz Steuerung. Davon nimmst du nur den Antrieb und den Plattenteller. Die Zarge baust du neu.
Einen Technics Vollautomaten würde ich nicht umbauen. Zu schade und zu umständlich.

VG Andraes
.JC.
Inventar
#13 erstellt: 17. Mrz 2018, 10:20
Moin,


WBC (Beitrag #11) schrieb:
...da wäre für dieses Projekt ein rein manueller Dreher doch die bessere Wahl, ..


typisch eben der SL 110
Hörbert
Moderator
#14 erstellt: 17. Mrz 2018, 11:00
Hallo!

@WBC

Für die "ersten Schritte" kannst du dir eigentlich den günstigsten Hanpin dessen Gleichlauf- und Rumpelwerte HiFi-gerecht sind anlachen und die Tonarm Grundplatte(n) selbst anfertigen.

Den abmontierten Original-Tonarm legst du solange du rumexperimentierst "auf Eis" um ihn später wieder zurück zu bauen.

Dann kannst du mit einerm der Carbonarme experimentieren (hier würde ich dir den Pro-Ject 9cc EVO empfehlen dessen Headshellbügel eigentlich der einzige echte Schwachpunkt ist) und gegebenenfalls noch mit einigen anderen Tonarmen falls die Sache sich ausweitet (z.B. mit einem Roxan Nima oder einem der anderen Uni-Pivots, auch ein älterer Rega RB-300 wäre denkbar um einmal Erfahrungen mit einem Tonarm mit dynamischer Auflagekrafteinstellung zu sammeln )

Im Prinzip ist es nicht besonders schwierig hinterher das gesamte Geraffel mit geringem Verlust wieder zu verscherbeln oder halt falls du es möchtest damit auch weiterzumachen und dir schlussendlich ein repräsentatives reines Laufwerk zuzulegen.

Davor sollte allerdings die Grundüberlegung stehen ob man diesen Hobbyzweig aber tatsächlich eröffnen möchte da sich die Sache zu einem argen "Zeitfresser" ausweiten kann.

MFG Günther
WBC
Inventar
#15 erstellt: 17. Mrz 2018, 13:47
Moin Günther,

ich kenne eigentlich keine Hobby, das keinen "Zeitfresser" darstellt, wenn man es akribisch betreibt...

Ich denke, ich werde einfach mal damit starten und schauen, wo ich schlussendlich damit landen werde.


Mal sehen...
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