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Brauche Tipps zum Kauf eines gebrauchten Plattenspielers

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swtswt
Neuling
#1 erstellt: 22. Feb 2014, 12:23
Hallo zusammen,
ich brauche einige Tipps zum Kauf zweier günstigerer gebrauchter Plattenspieler. Ich würde gern was Gescheites bekommen, ohne erst ein großes privates "Projekt" draus zu machen. Einer soll die Qualität haben, die man Anfang der 80er Jahre für 300-400 Mark bekam, der andere was, was man damals um die 200 Mark bekam.

Nach meinem Kenntnisstand waren damals zur Hoch-Zeit der Plattenspieler Geräte dieser Preislagen technisch besser als das, was ich heute für 200-300 Euro neu bekomme.(Ich habe einen neuen "Dual" für 200 Euro gesehen, der sah aus wie ein Kinderspielzeug) Wie schätzt ihr das ein? Für die Pro-Ject Plattenspieler, die neu bei ca. 200 Euro beginnen, habe ich passable Bewertungen gefunden. Wären die günstigeren Teile (neu) von Pro-Ject aus eurer Sicht eine qualitativ vergleichbare Alternative? Da sind wenigstens alle Verschleissteile neu.

Wenn ich einen gebrauchten nehme, worauf muss ich achten?
Ich würde eine gute Klassikaufnahme ohne Kratzer mitnehmen, auf Klang, Rauschen und Gleichlauf achten und noch schauen, dass Auflagewicht einstellbar ist. Ich nehme an, den Zustand des Tonabnehmers kann ich ohne Mikroskop nicht beurteilen. ANsonsten, soll möglichst viel manuell sein.(micht vorhandene Automatik kann nicht kaputt gehen) Den Zustand der Lager und anderer Verschleissteile kann ich ja wohl als Laie und ohne Aufschrauben nicht erkennen, höchstens über die Häufigkeit der Nutzung einschätzen. Im Zweifel ist vermutlich ein gebrauchter aus dem Laden besser abschätzbar, weil der Gewährleistung geben muss und deswegen die Verschleissteile halbwegs in Schuss haben sollte. Ich würde was im Fahrbereich kaufen, da Plattenspieler verpacken und zuschicken wohl so eine Sache ist. Klingt das für euch nach einem sinnvollen Vorgehen beim Kauf. Oder was würdet ihr anders machen?


Was wäre für gut gepflegte/erhaltene Modelle von Mitte der 70er bis 80er (wie oben gesagt für Modell um 200 Mark und eines 300 bis 400 Mark Neupreis damals) aus eurer Sicht ein fairer Preis von Privat und was, wenn ich was Durchgeschautes im Laden kaufe?



Hat bei Riemen- oder Direktantrieb einer von beiden die Nase vorn in puncto Haltbarkeit?

Für Antworten auf die Fragen oben und weitere Tipps bin ich dankbar.

Grüße

Uwe
xutl
Inventar
#2 erstellt: 22. Feb 2014, 12:36
HI!
Lies Dich einfach mal ein paar Tage durch das Forum.
Du wirst mehr als genug Infos zu Deinen Fragen finden.
Auch zu Fragen, von denen Du jetzt noch garnicht weißt, daß Du sie stellen solltest.

Zu den Brettern, ähm. Project.

Nicht das die jetzt wirklich grottenschlecht sind, aber....
für das Geld gibt es gebraucht / überholt deutlich Besseres.

Wenn jemand Project und BOSE in einem Atemzug nennt, hat er meine vollste Zustimmung.
swtswt
Neuling
#3 erstellt: 22. Feb 2014, 15:41
Hallo xutl,
danke für die eine konkrete Antwort: Statt Pro-Ject neu empfiehlst Du was Gebrauchtes. Könntest Du auch noch schreiben, in welcher Hinsicht genau das besser ist. Dass Du Pro-Ject und Bose in einem Atemzug nennen willst, hilft mir leider nicht wirklcih weiter.

Ich hoffte auch schon, dass hier einige unterwegs sind, die ganz gern was erklären, auch Dinge, die woanders schon mal gesagt worden sind, auch Dinge, die vielleidht aus Ihrer Sicht, sagen wir, eher sehr grundlegend sind, und wenn die Erklkärungen erst mal Links auf einschlägige Threads wären. Ich beantworte jedenfalls Fragen von Lesern meiner technischen IT Blogs nicht damit, sie sollen das Blog noch mal genau lesen oder woanders nachschauen, sondern erkläre gern auch mal was öfter. Sehr viel von dem, was Leute wissen wollen, könnten sie irgendwo fiinden, wenn sie nur lang genug danach suchen und dann gründlich lesen würden.

Ich fände es jedenfalls nett, wenn ich auf einige meiner konkret formuierten Fragen einige Antworten oder etwas inhaltlichere Tipps bekäme, und ich nicht erst Tage hier im Forum rumlesen müßte, wie es mir xutl empfiehlt, nur weil ich einen halbwegs tauglichen gebrauchten Plattenspieler kaufen will.

Nichts für ungut, aber Antworten der Art "Ich halte mich für einen Fachmann, such Dir die Infos selber im Forum zusammen. " bringen mich leider kaum weiter, und sie geben mir auch keine Information, die ich nicht sonst auch bekäme: Ich würde es doch sehen, falls mir tatsächlich keiner was Inhaltliches antwortete..

Damit das nicht falsch rüberkommt. Ich möchte hier als Neuling und vermutlich nur temporärer Gast im Forum niemanden kritisieren, sondern nur klären, welche Antworten mich gar nicht und welche mich weiterbringen würden.

Grüße
Uwe
xutl
Inventar
#4 erstellt: 22. Feb 2014, 18:10
Ich habe von "Tagen" geschrieben, da es zu Deinen Fragen mehr als genug zu lesen gibt.

Deine Fragen werden gefühlt mehr als 29x pro Woche neu gestellt.
Sollen wir jedesmal die gleichen Antworten noch mal schreiben?
Oder ist es sinnvoller, der Fragende liest erst mal die zu seinen Fragen bereits reichlich existierenden Antworten

Es gibt hier eine Suchfunktion, die geschickt gefüttert ( da solltest Du als Betreiber eines Blogs doch keine Probleme haben ) sehr schnell zum Ziel führt.

ICH bevorzuge die "Hilfe zur Selbsthilfe", aber ev. kommt noch jemand mit einer anderen Einstellung.
Marsilio
Inventar
#5 erstellt: 22. Feb 2014, 18:27
Hallo Uwe

Folgendes Posting habe ich vor einigen Wochen schon geschrieben (regelmässige Forums-Leser werden es bereits kennen) - dir hingegen könnte es einige Antworten geben. Damals ging es um die Frage, ob es für 120.- einen brauchbaren neuen Plattenspieler gibt:

Für 120.- bekommst du keinen, aber wirklich keinen neuen Plattenspieler, der auch nur halbwegs qualitiativ zu überzeugen vermag. Gebrauchte Plattenspieler gibt's hingegen für diesen Betrag - und zwar aus den späten 1970er- und aus den 1980er-Jahren. Also aus der Zeit, als man noch keinen CD-Player kannte. Ergo wollte jeder einen Plattenspieler, die Industrie lieferte in grossen Mengen solche Geräte und konnte entsprechend günstig in Grossserie hochwertige Produkte anbieten. Die heutigen Plattenspieler dagegen sind nur noch Kleinserienprodukte, die Nachfrage ist sehr gering. Kleine Serie aber = hohe Produktionskosten. Mit anderen Worten: Was in den späten 1970er Jahren für einige Hundert Mark erhältlich war würde in der gleichen Qualität heute schnell einen fetten vierstellige Eurobetrag kosten. Und genau einen solchen Plattenspieler aus der Blütezeit des Plattenspielerbaues kann man sich heute für ebendiese 120 Euro noch sichern - Geräte, die so hochwertig gebaut sind dass sie auch heute noch bestens funktionieren und die qualitativ allererste Sahne sind. Zudem tasten sie die Platten viel schonender ab als so eine neue "Billigfräse" made in Fernost.

Für dein Budget in Frage kommen könnten beispielsweise die Dual 604, Dual 704, dann natürlich Thorens TD115, TD160, TD145 oder Technics SL-Q3, SL-Q33. Die Thorens-Plattenspieler sind riemengetrieben, d.h. sie benötigen alle paar Jahre einen neuen Antriebsriemen für einige Euro (kann jedes Kind wechseln) und ab und zu einen Tropfen Öl. Die erwähnten Dual- und Technics-Modelle brauchen eigentlich keine spezielle Wartung, da es sich um direktgetriebene Plattenspieler handelt. Von Technics gab es damals übrigens noch viele andere Plattenspieler-Modelle - die günstigeren gibt's heute mit Glück schon ab 20.- - und sooo schlecht sind selbst die nicht.

Allerdings kommen bei einem gebrauchten Plattenspieler nicht selten noch zusätzliche Kosten auf dich zu in Form einer neuen Nadel oder eines neuen Tonabnehmersystems (das Ding, wo die Nadel drin ist). Die Nadel ist eben ein Verschleissteil und in vielen Fällen ist es bei einem älteren Plattenspieler lohnenswerter, nicht bloss die Nadel zu tauschen sondern gleich ein neues Tonabnehmersystem zu kaufen. So ein Tonabnehmerwechsel ist etwas fummelig, aber auch keine grosse Sache - auf Youtube gibt's gute Anleitungen wie's geht. Ich habe zwei linke Hände und habe es dennoch hingekriegt. Billige Einsteiger-Systeme gibt's schon um 50.-, gute kosten aber schnell 100 bis 300 Euro.

Bei einem neuen Plattenspieler ist natürlich meistens bereits ein Tonabnehmersystem dabei, in vielen Fällen allerdings nur von lausiger Qualität. Und glaub's mir: In erster Linie macht der Tonabnehmer den Sound.

Vielleicht habe ich dich jetzt etwas geschockt, aber analoges Schallplattenhören ist halt schon einiges teurer als einen CD-Player aufstellen. Dafür ist es auch ein schönes Hobby - und gerade so einen guten alten Plattenspieler kann man bei Hobbyaufgabe meistens auch verlustlos wieder weiterverkaufen.



Und da du ein grösseres Budget als 120.- pro Plattenspieler hast möchte ich noch eine weitere Kandidaten in den Raum stellen: Technics SL-1600, Technics 1610,Technics-SL1700, Technics SL-1900 (Achtung: nicht ganz so wertig wie 1600 & Co, daher billiger), Thorens TD320, Thorens TD126 (teuer aber sehr schick und sehr gut), Revox B790, Revos B795. Aber auch Hersteller wie Hitachi, Sony, Kenwood und sogar Mitsubishi bauten damals gute Plattenspieler.

Noch eine Frage aber habe ich. Warum suchst Du zwei Plattenspieler? Für DJ-Spielereien wären dann eher wieder andere Modelle interessant.

Und nochmals zur Frage Riemen- oder Direktantrieb: Riemen- oder Direktantrieb spielt bei den genannten Herstellern eigentlich keine Rolle. Die einen mögen lieber Riemen, die anderen lieber Direkt - ich habe beides. Dritte Anriebsart ist übrigens Reibrad - auch das hat seinen Reiz. Hier wären dann die "alten" Dual wie z.B. 1229 oder Lenco L75 als Beispiele zu nennen. Vorausgesetzt die Geräte sind in gutem Zustand macht auch das eine Menge Spass.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 22. Feb 2014, 18:29 bearbeitet]
Archivo
Inventar
#6 erstellt: 22. Feb 2014, 22:04
Mannmannmann - ein bisschen Eigeninitiative hat noch niemandem geschadet.

Gefühlt kommen hier täglich mehrere solche Anfragen herein, die sich im Grund genommen immer um das gleiche drehen.

Und im Gegensatz zur Analogie des TE mit seinem Blog kann man hier alle diese gleichlautenden Antworten über die Suchmaschine finden - so man nicht zu faul/unfähig/unwillig ist.

Aber nochmal von vorne: die einfacheren Projects sind nicht so gut wie gute, überholte Dreher aus den 70ern und 80ern, da sie in wesentlichen Bereichen (Gleichlauf etc.) nicht einmal die ehemalige offizielle DIN-HiFi-Norm erreichen. Gesch...en auf "neue Verschleißteile" - ein schlechtes Auto wird durch neue Reifen auch nicht besser.

Du fragst nach fairen Preisen für Dreher aus den 70ern und 80ern von privat und überholt?

Was würdest Du denn für ein Auto aus den 70ern und 80ern bezahlen? Die naheliegendste Frage Deinerseits darauf wäre: welches Auto soll es denn sein - und genau darum geht es.

Du kannst für 30 Euro einen Technics BD-20 bekommen oder einen Thorens TD 126 um 600 Euro.

Schau' einfach auch mal auf eBay nach Preisen oder auf hifi-preise.com

Ivo


[Beitrag von Archivo am 22. Feb 2014, 22:06 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#7 erstellt: 23. Feb 2014, 04:19
Keine Ahnung welcher 200€ Dual ein Kinderspielzeug gewesen sein soll, aber dann brauchst nen hifi-untauglichen Essential und andere Ikea-Dreher gar nicht erst anschauen...

Kauf dir wenns neu und bis 200€ sein soll McCrypt DJ-U2650 Conrad - der ist voll manuell, und dann kannste dir das gequatsche und die Fahrerei etc. sparen.
Meld dich wieder wenn nen neuen Tonabnehmer willst.

Für 200DM gabs anfang der 80er nur klump, und für 400DM auch nur Einsteigerdreher, mit Glück untere Mittelklasse Asien-Direktantrieb, T4P Dreher und viel Plastik. Der McCrypt und vergleichbare Geräte liefern zwar nicht ganz die Gleichlaufwerte (aber deutlich besser als Project etc) un ist in der Praxis da auch nicht wirklich schlechter als das was man damals bekam.


[Beitrag von Detektordeibel am 23. Feb 2014, 04:20 bearbeitet]
Saege
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 23. Feb 2014, 08:04
Habe mir im Herbst einen Rega Planar 3 gebraucht für >300€ gekauft. Ortofon M2 red drauf unf Spaß habén. Zum Geburtstag gibt es evtl eine neue Innenverkabelung und ggf. Ein neues System.
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