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Dreher mit Holzzarge gesucht

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Beitrag
justin_teim
Stammgast
#1 erstellt: 31. Jul 2014, 13:30
Moin, ich suche einen Plattenspieler (neu) mit Holzzarge (furniert oder massiv, gibts die überhaupt massiv?) im Preisbereich bis ca. 600€ (kann auch mehr sein aber das ist mein ungefährer Richtwert).
Hab ich da reele Chancen oder kann ich das gleich aufgeben?

Es sollte ein Vollautomat sein, kann aber auch ein Halbautomat werden.
Auf jeden Fall muss er einen Tonarmlift haben.
Klingen soll er natürlich auch gut, wobei ich ehrlich gesagt Null Ahnung von Tonabnehmern habe.

Gefunden habe ich bis jetzt ...
Thorens TD 240-2
Thorens TD 295
Dual CS 460

Der Dual CS 460 wurde ja HIER bereits "auseinandergenommen". Das Gerät an sich finde ich schon schön aber der Tonarm gefällt mir optisch überhaupt nicht.
Der Thorens 240-2 gefällt mir optisch vom Holz eigentlich nicht gut aber der 295 ist wirklich hübsch. Aber finanziell wirds da schon recht dünn.
Ausserdem soll der verbaute Tonabnehmer nicht der Bringer sein. Da kann man ja ca. 150€ (?) nochmal für ein gutes System obendrauf packen.

In der Bucht hab ich mich auch schon umgeschaut, aber schöne Holzzargen sind da dünn gesät bis garnicht vorhanden. Die alten 70er - 80er Zargen find ich einfach optisch nicht schön.

Momentan hab ich einen Saba PSP-350 mit dem ich auch sehr zufrieden bin. Aber optisch ist der einfach nicht der Bringer.
Das war jetzt erstmal mein Einstiegsmodell um zu gucken, ob ich Platten auch höre, wenn ich einen Spieler habe.
Als Vorverstärker dient ein Sony TA-F550ES mangels Phone-Pre am Denon 2313. Kann man da mit einem reinen Phono-Pre um die 100€ noch was rausholen?

Ja, soweit. Bin für jede Anregung dankbar.
Vielen Dank für Eure Hilfe!


[Beitrag von justin_teim am 31. Jul 2014, 13:31 bearbeitet]
Jazzy
Inventar
#2 erstellt: 31. Jul 2014, 17:51
Von ProJect gibt es IMHO auch furnierte.
akem
Inventar
#3 erstellt: 31. Jul 2014, 18:12
Warum muß es denn unbedingt neu sein? Beu Neu-Drehern sind andere Materialien modern und die Auswahl mit Holz entsprechend klein. Wenn's dann auch noch ein (Halb)Automat sein soll, bleibt eigentlich nur noch das, was heute unter dem Namen Dual produziert wird.
Das, was da in Deinem Link über den 460 geschrieben steht, kannst Du ohne Einschränkung auf jeden anderen heutigen Dual übertragen. Sprich: hoher Preis für geringe Performance. Allein der Tonabnehmer da drauf ist ja schon ne Frechheit für den Preis. Wenn's wenigstens ein AT95 wäre, das tut wenigstens so, als ob es Hochton wiedergeben könnte (gut, es sind mehr Verzerrungen als Ton, aber es kommt wenigstens was oberhalb von 5kHz...). Und mit den Leichttonarmen kommen heute auch nur die allerwenigsten Tonabnehmer zurecht, weil dieses Konzept schon vor 30 Jahren überholt war. Dazu kommt, daß die 4xx Serie damals absolut unterste Schublade war (200-400DM und das als eigentlich aufwendiger Vollautomat mit Subchassis). Die haben imho einen großen Teil dazu beigetragen, daß Dual damals pleite ging... Wenn's wenigstens parallel noch die 600er und die 700er Serie gegeben hätte. Aber die letzten dieser Gattung waren ja auch nur noch häßliche Plstikschüsseln, die von der Performance her auch schon deutlich hinter ihren Ahnen zurück blieben.
Wenn Du Dich durchringen könntest, einen der "echten Duals" aus den 70ern zu kaufen, könntest Du nen Haufen Vorteile haben: wesentlich günstiger, wesentlich besser, wesentlich kompatibler zu heutigen Tonabnehmern. Dann zahlst Du vielleicht insgesamt die Hälfte, hast schon einen Spitzen-MM-Tonabnehmer dabei und hast ne Performance, die kaum noch zu verbessern ist und runde 5 Klassen höher ist. Sprich, Du hast einen Plattenspieler, der heute mehrere tausend Euro kosten würde...
Für die alten Thorens gilt das gleiche in grün, wobei Du mit einem TD320Mk2 oder höher oder mit einem TD2001 jeweils plus einem guten MC preislich in etwa da landest, wo Du jetzt hinwillst, aber nochmals ein bischen besser bedient bist.

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#4 erstellt: 31. Jul 2014, 18:18
Hallo,

wobei die Thorens und der Dual "Halbgeschwister" sind - werden beim Fehrenbacher in St. Georgen im Schwarzwald gebaut.

Schlecht sind die Dreher nicht - sie arbeiten problemlos und haben für die Preisklasse gute Tonarme.

Eine bessere Nadel sollte man eh mit einkalkulieren, die beigefügte Nadel reicht dann ja für Paddy.

Peter
frank60
Inventar
#5 erstellt: 31. Jul 2014, 18:55
Der TD295 ist entgegen der Behauptung bei Amazon kein Halbautomat, sondern ein voll manueller Plattenspieler mit Endabschaltung, der Arm wird nach dem Abschalten nicht abgehoben. Ist aber normalerweise kein Problem, man legt ja keine Platte auf und fährt dann in Urlaub.
Der TP 41 Tonarm ist eigentlich ein Pro-Ject Modell 9, solide und zuverlässig, aber eben auch nichts besonderes.
Für den AT-95E gilt das Gleiche. Ich habe an meinem TD295 einen Goldring G1042, harmoniert sehr gut mit dem Arm und meinem Pre Amp (Graham Slee GramAmp 2 SE). Am integrierten PreAmp meines Denon PMA-700AE klang jeder TA, den ich bislang habe/hatte, deutlich schlechter.
Ob Dir das Gerät den Preis wert ist, mußt Du letztendlich selbst entscheiden, soll es unbedingt neu sein, ist es sicher eine recht gute Wahl. Ich allerdings würde Heute auch eher einen gebrauchten Klassiker nehmen und den aufarbeiten.
Magister_Verbae
Inventar
#6 erstellt: 31. Jul 2014, 19:01
Hm, neu ist in der Preisklasse mit Holz und guter Performance schwierig. Aber für das Geld sind doch jede Menge ältere Dreher aus der Hochzeit des Vinyls drin, die nicht unbedingt dem 08/15-Look der allseits bekannten Duals haben (nur, damit mich keiner falsch versteht, ich mag deren Design). Wie wäre es denn mit einem CS5000 (ja, auch Dual, aber anderes Design)? Oder ein Denondreher bzw einer der anderen japanischen Direkttriebler? Vielleicht gefallen die dir im Design ja besser? Schau doch mal hier 'rein, der Händler ist sehr gut beleumundet und vielleicht ist ja etwas für dich dabei. Das Risiko des Gebrauchtkaufes fällt dann auch quasi weg, weil Thomas Degethof keinen Schrott verkauft und außerdem Garantie gibt.



Martin
frank60
Inventar
#7 erstellt: 31. Jul 2014, 19:06
Genau so. Der Thorens TD 147 und der Denon DP 37 F machen einen guten Eindruck.
justin_teim
Stammgast
#8 erstellt: 31. Jul 2014, 20:32
Vielen Dank für die rege Teilnahme

@jazzy
Tut mir leid aber ich seh da nur Pianolack, Acryl oder Farben.

@akem
Es muss nicht neu sein, aber es wäre schön. Ich mag keine Kratzer, sorry. Wenn ich schon "soviel" Geld in die Hand nehme, möchte ich auch ein schönes Gerät bekommen. Natürlich gibts es auch schöne gebrauchte ... hab ja eins zuhause. Aber das war wie gesagt ein "Testmodell".
Das die heutigen Duals ihrem Namen nicht mehr gerecht werden, musste ich jetzt auch schon lesen. Aber die alten wollen mir einfach nicht gefallen ...
Leistung hin oder her. Das Auge isst bekanntlich mit. Vielleicht muss ich mich mit älteren Thorens nochmal mehr auseinandersetzen.

@8erberg
Jetzt hab ichs. Ich denk die ganze Zeit "Wer ist Paddy? Muss ich den kennen?"

@Magister & frank
Die sehen schon schön aus. Der Michell Focus One wäre was für mich, in Holz. Auch der TD 147 und der Denon machen einen sehr guten Eindruck und sehen schick aus, aber treffen nicht ganz meinen Geschmack auch wenn das sicher technisch gute Geräte sind.

Ich würde (wegen Preis/Leistung) ja auch am liebsten ein altes Gerät in einer schicken, neuwertigen Holzzarge nehmen! Keine Frage.
Aber das alleine wird schon schwierig und dann auch noch ein gutes Gerät zu bekommen was mich optisch anspricht, wird sehr, sehr schwierig befürchte ich.

Vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt: ich suche einen Spieler mit einem Holzchassis. Keinen "Plastikspieler" eingelassen in eine Holzzarge.
Sorry, ich glaub da hab ich die Begriffe durcheinandergeworfen. Also einen "Vollholzspieler" wenn man es so nennen will, man klingt das bescheuert ...

Ich mag schon die aufgeräumten Music Halls/Pro-Jects/REGAs oder ähnliches. Ich hätte auch nix gegen mehr Knöpfe auf den Konsolen.
Hab gerade den Denon DP-500M gefunden. Auch nicht schlecht, nur mal als Beispiel. Ich finde leider auch bei den 70er Geräten die Knöpfe meisst nicht schön. Macht auf mich einen alten Eindruck, was ja auch stimmt. Ich will hier keinem auf den Schlips treten, Geschmäcker sind verschieden und wenn man in der Zeit groß geworden ist, sieht man das evtl. nochmal anders. Wobei ich auch sagen muss, dass es viele schöne HiFi-Geräte aus den 70ern gibt, die mich ansprechen. Nur leider weniger die Plattenspieler.

Da wäre der TD 295 MK IV schon nahezu perfekt. Das man da soviel für den Namen zahlt finde ich allerdings recht unverschämt.
Setzt man das in Relation zur technischen Leistung der alten Geräte fühlt man sich natürlich verarscht.
Rillenohr
Inventar
#9 erstellt: 01. Aug 2014, 07:43
"Vollholz" ist suboptimal, weil es arbeitet. Es hat schon seinen Grund, dass die älteren sog. Holz-Chassis nur furnierte Span- oder MDF-Platten waren, die verziehen sich nämlich nicht.

Kunststoff ist nicht immer schlecht. Mein letzter Thorens 145 hatte sogar eine Kunststoffzarge. Den 150 gab es auch teilweise mit Kunststoffzargen und -tonarmbrett.

Ich würde an deiner Stelle den Saba PSP 350 behalten, das ist nämlich ein gutes Gerät. Wenn du den gegen die genannten eintauschst, gewinnst du m.E. nichts, im Gegenteil.
8erberg
Inventar
#10 erstellt: 01. Aug 2014, 08:18
Hallo,

als Plattenspieler noch ein Millionengeschäft war hatten die Hersteller auch Geld und Fachleute um diverse Sachen zu probieren.

So kann man im Kunststoffspritzguss bei entsprechendem Formenbau und Material sehr gute Gehäuse bauen, setzt natürlich Erfahrung voraus.

Beides Sachen die heute einfach ausgestorben sind bei "modernen" Drehern...

Peter
akem
Inventar
#11 erstellt: 01. Aug 2014, 10:13
Naja, das heute so beliebte Acryl ist ja letztlich auch nur Kunststoff...

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#12 erstellt: 01. Aug 2014, 11:24
Hallo,

tja, es gab mal die hübsche Werbung "es kommt drauf an was man daraus macht".

Der Vorteil von Acrylglas ist, dass man auch kleine Auflagen durch spanende Bearbeitung hinbekommt - man müsste allerdings bei korrekter Beachtung vor allen Dingen die Teller feinwuchten, was ich allerdings bisher noch bei keinem der "High-End" Anbieter gesehen habe...

Es ist schon was völlig Anderes wenn ich eine durch FE-Methoden berechnete und optimierte Spritzgussform habe.

Peter
justin_teim
Stammgast
#13 erstellt: 01. Aug 2014, 12:00
Das heisst im Endeffekt ist das bei mir im Saba PSP350 verbaute AT13(ea?) ungefähr gleichwertig mit einem AT-95 oder Ortofon 2M Red/Blue?
Das wäre doch die Schlusfolgerung, oder?

Ich bin mit dem Saba klanglich auch durchaus zufrieden, hab aber im Phono-Bereich absoulut keine Vergleichswerte was da noch so geht.
Ich dachte, wenn ich 600-700€ aufn Tisch latze bekomm ich dafür auch klanglich was geboten? Ich dachte, da hätte sich qualitativ was getan im Vergleich zu früher?

Also nur für die Optik blätter ich keine hunderte von Euronen hin.
8erberg
Inventar
#14 erstellt: 01. Aug 2014, 12:37
Hallo,

Phono ist ein Nischenmarkt, da hat sich seit den 80ern - obwohl eine Menge Händler was anners erzählen - nix, aber auch garnix mehr getan.

Ausser das die Preise immer weiter nach oben gingen und immer mehr Eso-Mist auf den Markt kommt...

Peter
justin_teim
Stammgast
#15 erstellt: 01. Aug 2014, 12:49
Ok, mit der Aussage kann ich was anfangen.

Aber was sind denn dann gute TAs (also besser als mein AT13) für einen vernünftigen Preis?
Ich mein der TA macht doch den Großteil der Klangqualität aus, richtig?

Ich muss mich wohl intensiver mit Systemen und Nadeln auseinandersetzen.
akem
Inventar
#16 erstellt: 01. Aug 2014, 13:32
Für das AT13 gab es drei Nadeln, entsprechend unterschiedlich war auch der Klang. Mit der besten Nadel war der Klang mindestens gleichwertig zu einem 2M Blue.
Empfehlenswerte Tonabnehmer für bezahlbares Geld sind das Denon DL110 für etwas schwerere Arme und das Ortofon Vinylmaster Silver (bzw. das baugleiche 540mk2) für leichtere Tonarme.
Um die beiden ernsthaft zu toppen muß man schon ziemlich tief in die Tasche greifen. Da ist man dann ganz schnell >>500€.

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#17 erstellt: 01. Aug 2014, 13:35
Hallo,

wieviel Geld darf es denn werden?

Du findest ab & an Original-Nadeln für das AT 13, am besten sind die ATN13 "ohne alles", man muss suchen...

als Orig-Nadel: http://www.lpgear.com/product/ATN13.html

Nachbaunadeln sind billiger aber auch schlechter.

Eins ist aber auf jeden Fall klar: ein vergleichbares Neusystem liegt preislich weit drüber.

Peter
justin_teim
Stammgast
#18 erstellt: 01. Aug 2014, 17:16
Vielen Dank euch beiden. Da scheine ich mit meinem jetzigen Gerät ja wirklich ganz gut bedient zu sein.

Dann muss ich das alles erstmal ruhen lassen bis ich weiß was sich lohnt und was ich dann will.

Schönes Wochenende!
kadioram
Inventar
#19 erstellt: 04. Aug 2014, 17:59
Hi,

es gibt zahlreiche "einschlägige" Foren (auch dieses), deren Biete-Bereiche du mal durchforsten kannst. Die Verkäufer/User dort haben i.d.R. Ahnung vom Verpacken eines Plattenspielers und es werden öfters auch komplett überholte Geräte in sehr gutem Zustand angeboten.

Wenn es dir um die Holzoptik geht, dann kannst du für Anregungen hier mal die Kataloge der entspr. Hersteller durchschmökern, Zeitraum 1974 bis 1979, da findet sich schon Vieles.
justin_teim
Stammgast
#20 erstellt: 04. Aug 2014, 19:12
Wow, vielen Dank.

Die Seite bietet ja Stoff für Wochen

Ich bin schon am gucken. Sowohl bei Ebay, selbige Kleinanzeigen und auch hier.
Oder gebrauchte Geräte bei Händlern etc.

Momentan schwanke ich zwischen einem Micro Seiki DD-40 und dem Pro-Ject 2Experience in fast egal welcher Ausführung.
Ich brauch nur noch jemanden der mich vor einer Kurzschlussentscheidung bewahrt.
Wenn man sich erstmal ein Ziel gesetzt hat ...

Die Micro Seikis find ich generell sehr schön vom Design und ich denke mal technisch sind viele Geräte nicht diskussionswürdig weil sehr gut.
Aber bekomm mal so ein Teil für einen vernünftigen Preis. Gibt leider so gut wie keine bezahlbaren.

Und den Pro-Ject 2Experience finde ich auch sehr schick. In eigentlich allen Ausführungen.
Und den bekommt man wenigstens noch ab und an.
silberfux
Inventar
#21 erstellt: 04. Aug 2014, 19:12
Hi, bei Neukauf kannst Du im Budget bleiben, aber auch gleichzeitig in der relativ freudlosen Einstiegsklasse.

BG Konrad
justin_teim
Stammgast
#22 erstellt: 04. Aug 2014, 19:36
Entschuldigung, ich versteh nicht ganz was Du meinst.
Könntest Du bitte deine Aussage erläutern?

Du meinst beim Neukauf eines Pro-Ject 2Experience/Micro Seiki DD-40 (??) bleibe ich im Preisbereich von 700€?
Den Pro-Ject gibts neu nicht für 600€, sondern für ca. 950€ und den Micro Seiki gibts neu garnicht.
Also denke ich mal Du meinst den Pro-Ject?

Und wo endet bei Dir die Einstiegsklasse? Und wo fängst sie an?

Fragen über Fragen


[Beitrag von justin_teim am 04. Aug 2014, 19:37 bearbeitet]
kadioram
Inventar
#23 erstellt: 04. Aug 2014, 20:04

justin_teim (Beitrag #20) schrieb:

Ich brauch nur noch jemanden der mich vor einer Kurzschlussentscheidung bewahrt.


Gut Ding will Weile haben...

Ganz ehrlich, prinzipiell funktionieren ALLE Plattenspieler.

Es ist mit "Einstiegsklasse" nur eben so, dass so mancher lieber, sei es aus Überzeugung, Prestige oder manchmal doch aufgrund "harter Fakten" lieber einen gebrauchten aber gut erhaltenen und gepflegten 911er als einen neuen Cayman für den doppelten Preis kauft.

Beides sind Sportwagen, man kommt mit ihnen von A nach B, steht sogar bei beiden Porsche drauf...

Der Unterschied zwischen heutiger "Einstiegsklasse" und damaligem "Top-Gerät" (bei deinem Budget zu haben) ist die Diskrepanz, die das "you get what you pay for" hervorruft.

Simplere statt aufwändige Konstruktion (beides funktioniert jedoch), "vermeintlich minderwertigere" Bauteile, daraus resultierende Unterschiede in der Haptik/Anfassqualität etcetcetcetc, und das auch noch für das selbe bzw. mehr Geld.......

...kurz eine Wissenschaft für sich, bei der schonmal die Hauptsache(?), nämlich die Musik, auf der Strecke bleiben kann.

Wie du ja schon festgestellt hast, funktioniert dein Saba ja scheinbar ganz gut. So wirklich ganz toll fundamental anders wird das auch mit einem anderen Dreher ansich nicht mehr.

Wirklich ausschlaggebend ist das System, und das sollte zum jeweiligen Dreher bzw. Tonarm passen.

So gesehen hast du freie Auswahl und kannst im Prinzip nach optischen Gesichtspunkten auswählen.

Grüße
justin_teim
Stammgast
#24 erstellt: 04. Aug 2014, 20:14
Ja, die Optik ... ich bin leider kein Pragmatiker, ich kann mich mit einer "macht seinen Dienst sehr gut, sieht aber nicht gut aus"-Lösung einfach nicht abfinden.

Ok, ein Pro-Ject 2Experience mit einem Benz MC 20 E2 für 600€. Deal or no deal?
Und wenn deal: guter deal oder "haut mich nicht vom Hocker-deal"?

Tut mir leid, ich bin echt absouluter Neuling auf dem Gebiet Phono. Aber ich lese und lese. Nur macht das keine langjährige Erfahrung wett.

Das MC 20 soll ja ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben.
kadioram
Inventar
#25 erstellt: 04. Aug 2014, 21:04
Also,

deine Optikanforderungen scheinen "komplett Holz" sein, also auch nicht Chassis in Holzzarge, sondern wie z.B. eben jener ProJect, oder?

Falls du einen Laden für Hifi in der Nähe hast, solltest du vor dem Blindkauf erst mal das Objekt der Begierde in natura in Augenschein nehmen und vorführen lassen.

Ob dich das Angebot jetzt vom Hocker reißt, können wir nicht beurteilen, da wir weder deinen Musikgeschmack noch deine Ohren kennen.


[Beitrag von kadioram am 04. Aug 2014, 21:05 bearbeitet]
justin_teim
Stammgast
#26 erstellt: 04. Aug 2014, 21:31
Mein Musikgeschmack geht Hauptsächlich in Richtung HipHop, teilweise Jazz und vereinzelt auch mal Klassik.
Also wird es eher Basslastig als Feinauflösend. Was der MC 20, soweit ich gelesen habe, auch ganz gut können soll.
Aber die Frage war auch eher: ist der Preis in Ordnung für die dargebotene Leistung. Unabhängig von der Musikrichtung.

Ich hab jetzt in den letzten 2 Stunden nochmal verglichen und Bilder angeschaut: es soll ein Micro Seiki DD-40 werden.
Der spricht mich optisch sehr an und das ist für mich erstes Auswahlkriterium. Ich denke über das Gerät selber gibt es nichts schlechtes zu berichten.
Der Pro-Ject 2Experience und generell die Pro-Ject/Rega/MusicHall Geräte sind mir einfach zu clean. Ich brauche ein paar, vernünftige, gut angeordnete und schicke Knöpfe.

Ich muss erstmal Geld beiseite legen
Und dann einen finden der mit Glück nicht aus den Staaten eingeflogen werden muss ...

Ich danke Dir (und allen anderen natürlich auch) vielmals für Deine/Eure Hilfe.
Hat mich vor einem Impulskauf bewahrt!
Aber auch diese Entscheidung wird jetzt nochmals gründlich und lange überschlafen.



[Beitrag von justin_teim am 04. Aug 2014, 21:33 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#27 erstellt: 05. Aug 2014, 06:29
Hallo,

ganz ehrlich: kauf Dir lieber ein paar Platten...

Von den "modernen" Brettern wirst Du im direkten Vergleich mit Deinem Saba enttäuscht sein, klanglich können die eh nix mehr.

Aber das sind nur meine 2 Cent, ist eh nicht meine Kohle

Peter
akem
Inventar
#28 erstellt: 05. Aug 2014, 06:58
Mag ja sein, daß das MC20 ganz okay ist. Aber es ist ein MC und die Project Arme sind sehr leicht. Und das paßt nicht zusammen.

Gruß
Andreas
Rillenohr
Inventar
#29 erstellt: 05. Aug 2014, 07:47
Das sehe ich auch so. Der Saba-Tonarm ist schwerer, da würde das MC20 sicher besser passen. Wie groß die eff. Masse ist, weiß ich leider nicht mehr.

Ich hatte mal einen PSP 350. Er hat mir eigentlich sehr gut gefallen, mit der Alu-Frontleiste und schönen Knöpfen kommt der eigentlich sehr wertig daher. Die Automatik ist absolut zuverlässig. Ich hatte damals auch die anderen Geräte der Serie, also den Tunder MD 292 und den Verstärker MI 215 samt Tapedeck CD 362. War ziemlich stolz auf die Kombi. Aber leider brummte der Trafo des Tuners und der Geräuschspannungsabstand des Verstärkers war mir im Kopfhörer zu niedrig. Die Anlage war optisch, zumal in schwarz, eine Augenweide. Der PSP schien mir schlussendlich die beste Komponente der ganzen Anlage zu sein.

Die Mikros laufen einem nicht gerade tagtäglich über den Weg, das hast du wahrscheinlich schon gemerkt. Und wenn mal einer auftaucht, ist der Preis entsprechend.
Optisch ähnlich gibt es auch noch andere, guck mal hier:
http://www.hifi-studio.de/hifi-klassiker/plattenspieler.htm

Aber dem Tip von 8erberg, erst mal Platten zu kaufen, kann ich nur zustimmen.


[Beitrag von Rillenohr am 05. Aug 2014, 07:48 bearbeitet]
justin_teim
Stammgast
#30 erstellt: 05. Aug 2014, 17:55
@8erberg
Platten hab ich mir in den letzten 5 Monaten schon einige zugelegt. Sind momentan um die 100 Stück.
Da wird jetzt der ein oder andere lachen aber dabei wird es ja nicht bleiben.
Die modernen "Bretter" sind ja momentan bei mir auch nicht mehr aktuell. Objekt der Begierde ist zur Zeit der Micro Seiki wie weiter oben zu lesen.

Aber warum Du mir jetzt empfiehlst erstmal mehr Platten zu kaufen verstehe ich nicht ganz.
Muss ich erst eine gewisse Anzahl an Platten mein eigen nennen um mir einen hochwertigeren Plattenspieler kaufen zu dürfen?
Ich denke Du spielst auf mein mangelndes Fachwissen auf dem Gebiet an? Ist aber nur eine Vermutung.

Versteh mich nicht falsch, ich versuche nur die Intention deiner Aussage zu ergründen.

@Rillenohr
Wie gesagt, ich bin mit dem Klang des Saba nicht unzufrieden und die optik ist auch ok. Aber das war wie gesagt ein Kompromiss zwischen finanziellem Aufwand, guter Technik und schicker Optik. Um zu gucken ob ich, wenn ich denn einen PS habe, ihn auch nutze.

Mittlerweile weiss ich: er steht nicht nur in der Ecke rum. Also möchte ich jetzt ein Gerät das mich optisch mehrere Jahre erfreut und natürlich technisch wertig ist. Etwas, was man auch mal repariert wenn es kaputt ist und dementsprechend auch einen materiellen Gegenwert darstellt. Das ist alles.
8erberg
Inventar
#31 erstellt: 05. Aug 2014, 18:36
Hallo,

nein, nein. Mir gings nur darum: investiere lieber in Platten und evtl. erwische eine gute Originalnadel (ATN13 "nix").

Ein MEHR wird erheblich teuer, da könntest schon ein paar Plattenständer mit Vinyl füllen...

Peter
justin_teim
Stammgast
#32 erstellt: 05. Aug 2014, 18:42
Tja, wenn nur die Platten im Bereich HipHop nicht so teuer wären. Selbst gebraucht kosten gute Alben in gutem Zustand im Schnitt 10-15€ oder mehr.

Das ist kein Spaß mehr

Da muss dann eben auch ein vernünftiges Gerät daneben stehen wo man diese teuren Scheiben dann auch gebührend auflegen kann.
8erberg
Inventar
#33 erstellt: 05. Aug 2014, 18:49
Hallo,

ach, meine Plattensammlung (meist 70er und 80er Jahre) haben mir damals Blut, Schweiß und Tränen gekostet.

Als armer Stift auf Kino oder Mofa-Tankfüllung verzichtet um die damals relativ teuren Vinyls zu kaufen.
Daher häng ich ja an denen so...

Peter
akem
Inventar
#34 erstellt: 06. Aug 2014, 06:31
10-15€ ist eh noch preiswert. Viele andere Sachen kosten das doppelte...
Aber was macht man nicht alles für sein Hobby

Gruß
Andreas
sonicman
Stammgast
#35 erstellt: 06. Aug 2014, 15:57
Hallo@ justin_teim,
wenn Du einen Dreher mit Holzzarge suchst, dann solltest Du zumindest auch an einen LINN LP12 denken. Die gibt es gebraucht durchaus bis 1.000,- EUR. Dann hast Du auf jeden Fall eine Massivholzzarge, und da verzieht sich auch nichts, da die LINN Zargen aus gelagertem Holz hergestellt werden, ähnlich wie Musikinstrumente. Und wenn Du denn gar ein Holzzargenfetischist bist - so wie ich - dann kannst Du ja später, wenn das Sparschwein es wieder erlaubt, die Zarge gegen eine von Chris Harban auswechseln: Chris Harban Plattenspieler Zargen u. a. für LINN LP 12 . Ich habe noch keine schöneren Zargen gesehen, die Lieferzeit bei Chris Harban ist aber etwas länglich, er fertigt individuell nach Bestellung. Viel Spass beim Zargen schmökern.
Sonicman
justin_teim
Stammgast
#36 erstellt: 07. Aug 2014, 18:00
Ja den Linn LP12 hab ich natürlich auch schon entdeckt, der ist auch nicht schlecht. Also rein optisch. Über die Technik, die wohl auch über jeden Zweifel erhaben scheint, kann ich nichts aussagen. Sonst wäre er wohl nicht so begehrt.
Aaaaaber: der Micro Seiki gefällt mir optisch noch eine ganze Ecke besser. Und preislich nimmt sich das so gut wie nix. Ich glaube da ist der Linn sogar teilweise noch teurer?
Die hier ist gerade ausgelaufen: Linn LP12 mit externem Netzteil
.... ääähhh .... OK! Muss einem dann auch gefallen
Oder man weiss nicht mehr wohin mit dem Geld.

Ich bleibe bei (leider noch nicht) meinem Micro Seiki. Ich wüsste nicht was noch zwischen uns kommen sollte

Aber dennoch danke für die Anregung.

Das einzige was ich mir alternativ noch vorstellen könnte ist, ein eigenes Chassis zu bauen und ein schönes Gerät einzupflanzen.
Aber das kostet verdammt viel Zeit, Nerven und Geld (hab kaum Erfahrung mit Holz aber bin selber Handwerker) und das muss ich momentan nicht haben.
mwrichter
Stammgast
#37 erstellt: 08. Aug 2014, 12:27
Hallo

Einen Linn LP12 hätte ich jetzt auch gesagt , wenn es neu sein sollte,.

Ansonsten ist der Thorens TD 3001 BC ein sehr schönes schlichtes Laufwerk aus einer 16mm Esche Massivholz-Zarge.

image


Gruß


[Beitrag von mwrichter am 08. Aug 2014, 12:30 bearbeitet]
justin_teim
Stammgast
#38 erstellt: 12. Aug 2014, 18:24
Nur falls es noch jemanden interessiert: ich hab jetzt meinen Micro Seiki DD-40

Hat mich einiges an Fahrtzeit gekostet, aber dafür, denke ich, hab ich einen ziemlich guten Deal gemacht.
Besagter Spieler in sehr gutem Zustand, mit neuer Haube (Anfertigung) und Goldring Elite II (!).

Das ist er

IMGP1186

Einfach nur wunderschön. Ich bin glücklich!
Muss jetzt noch ein bischen gereinigt werden, Tonarm einstellen und Motorlager ölen und dann passt alles für mich.
sonicman
Stammgast
#39 erstellt: 13. Aug 2014, 17:13
Sieht sehr schön aus, gratuliere
Sonicman
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