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Wie wichtig ist ein Lateralgewicht an einem Standardarm ?

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Wuhduh
Inventar
#1 erstellt: 01. Sep 2014, 18:08
Nabend !

CEC BD 5200 läuft zwar prima, doch das Lateralgewicht ist nicht mehr vorhanden !

Die Fräse ist von ca. 1977 und der Tonarm ist mit und ohne Halbautomatik in der Zeit ordentlich bewegt worden. Es scheint aber noch nicht bemerkenswert ausgelullert zu sein.

1. Soll ich einfach den Tonarm so weiter ohne Gewicht betreiben ? So viele Tonarme haben sowas sowieso nicht und verrichten trotzdem ihre Arbeit.

2. Wenn NEIN, welches Eigengewicht hat denn bitte das Lateralgewicht ? Ich würde mir dann eine Alternative basteln.

MfG,
Erik
Hmeck
Inventar
#2 erstellt: 02. Sep 2014, 06:36
Hi,

habe mit erst mal ein Bild des Gerätes gesucht, um mir das vorzustellen. Wenn ich mich dann einfach mal frage: Was könnte denn so ein Lateralgewicht bewirken? - so fallen mir lediglich folgende Antworten ein:
1) Statische Auswuchtung als Gegengewicht für Headshell + System. -- Ist bedeutungslos, wenn der Spieler waagerecht steht.
2) Exakte Aufteilung des Tonarmgewichtes auf linkes und rechtes waagerechtes Lager. -- Ist ebenfalls bedeutungslos. (solange nicht eine Seite schiebt, und die andere drückt )
3) Aussehen. Sieht so aus, als könne man damit irgendwas wichtiges kompensieren.

Grüße, Hmeck
dannewitz
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 02. Sep 2014, 11:14
Es ist wichtig, in unserem Hifikreisen wurden verschiedene Test mit und ohne Lateralgewichten an verschiedenen Tonarmen gemacht. Wir sind der Meinung, das es kein Gimmik darstellt und unbedingt vorhanden sein sollte. Wichtig ist hierbei auch das Manual, da bei verschiedenen TA das Lateralgewicht unterschiedlich justiert wird. Tonal könnten Verzerungen im li. Oder re. Kanal auftreten. Tonarm kippt entweder nach li. oder re. .
Hmeck
Inventar
#4 erstellt: 02. Sep 2014, 14:27

dannewitz (Beitrag #3) schrieb:
Es ist wichtig [...] Tonarm kippt entweder nach li. oder re. .


Wie macht er das? Ein-Punkt-Lagerung?
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 02. Sep 2014, 15:46
Ich nehme an, Dannewitz meint die Tendenz eines Tonarmes, sich beim Abspielen um die Längsachse zu drehen. Habe irgendwo schon einen Thread im englisch gesichtet.

Deshalb auch meine präzisere Frage, ob das bei diesem ca. 37 Jahre alten CEC-Tonarm in Verbindung mit einem höherwertigen Einsteigersystem so abtesttechnisch relevant ist, als daß ich hier im Forum oder woanders mich auf die Suche nach einem Lateralgewicht machen oder eine Alternative konstruieren sollte.

MfG,
Erik
Hmeck
Inventar
#6 erstellt: 02. Sep 2014, 19:33
Ich wollte nicht polemisch wirken. Aber ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass eine leicht unterschieliche Belastung des waagerechten Lager - egal wie diese ausgeführt sind - irgendeinen Einfluss auf die Abtastung haben könnte.
Wuhduh
Inventar
#7 erstellt: 03. Sep 2014, 03:09
Moin !

Hier ein Auszug aus einer Montageanleitung eines Acos-Lustre GST-1 !

Ich nehme an, daß sich auch die Konstrukteure von konventionell gelagerten Drehtonarmen etwas dabei gedacht haben, wenn sie ein Lateralgewicht für nötig hielten, siehe auch die Pioneer PL-Serie aus den 70zigern ( 10, 12, 112, 112D, 115 ? ) .

MfG,
Erik
Albus
Inventar
#8 erstellt: 03. Sep 2014, 09:02
Tag,

wenn vorhanden oder vorgesehen oder wenigstens dafür vorbereitet, dann sollte man unter Anspruchsabsichten höher als bloßer Grundnutzen das gegen die Auslegerbeschaffenheiten von J- oder ausgeprägt S-förmigen Armen wirkende Lateralgewicht sorgfältig einrichten. Vergleiche einst den Braun PS 500, J-förmiger Arm (Library der Vinylengine, Instruction Manual, Abschnitt "Justage des Tonarmes" mit Erläuterungen zum technischen Sinn). Eine weitere gute Anleitung zur Justage des Lateralgewichtes findet man im Owners Manual des Yamaha YP-700, Seite 5: http://www2.yamaha.c...469866539.1405688923 Beim YP-700 hatte ich das Gewicht stets so genutzt (die Höhenangabe lautet 35 mm, doppelte Chassishöhe).

Freundlich
Albus

Nachsatz: Link zum PS 500: http://www.vinylengine.com/library/braun/ps-500.shtml


[Beitrag von Albus am 03. Sep 2014, 09:18 bearbeitet]
Janus525
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 03. Sep 2014, 09:07

Wuhduh (Beitrag #1) schrieb:
2. Wenn NEIN, welches Eigengewicht hat denn bitte das Lateralgewicht ? Ich würde mir dann eine Alternative basteln. MfG,
Erik

Hab´ vor Kurzem noch eins für einen HiFi - Freund gemacht, allerdings kannte er die genauen Maße und das Gewicht des Originals...

gewicht1
Compu-Doc
Inventar
#10 erstellt: 03. Sep 2014, 11:29
Damit das Tonarmlager gleichmäßig belastet wird.

Wuhduh
Inventar
#11 erstellt: 03. Sep 2014, 20:21
Dies wird dann aber nur für diesen Tonarm gelten.

@ Janus:

Ist nicht eher das Eigengewicht denn die Abmessungen wichtig ? Beim BD5200 - siehe Compu-Doc's Bild - wird das Gewicht auf der fest stehenden Stange verschoben und fixiert, nicht beides als Einheit.

MfG,
Erik
Janus525
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 03. Sep 2014, 21:36
Bei dem Player, für den das Lateralgewicht gedacht war, war es genau anders herum. Die Stange wird durch eine Bohrung im Arm geführt und seitlich verschoben bis die laterale Balance stimmt. Ist wohl ein etwas anderes Prinzip.
Holger
Inventar
#13 erstellt: 04. Sep 2014, 04:26

Wuhduh (Beitrag #11) schrieb:
Beim BD5200 - siehe Compu-Doc's Bild - wird das Gewicht auf der fest stehenden Stange verschoben und fixiert, nicht beides als Einheit.


...und zumindest muss man sich nicht um weitere Einstellarbeiten mit dem Lateralgewicht abmühen - der BD3200 hat wie's aussieht den gleichen Tonarm und in dessen BA steht, dass das Gewicht nur bis zum Anschlag aufgeschoben und dann fixiert werden soll. Es gibt also offenbar keine unterschiedlichen Stellungen für z. B. verschieden schwere Tonabnehmer.
Compu-Doc
Inventar
#14 erstellt: 04. Sep 2014, 09:42
Mir ist kein Tonarm bekannt, bei dem das Lateralgewicht verschoben werden muß; die Geometrie eines Tonarmes ist nicht veränderbar.

Hier in meiner Bastelkiste liegen zig Tonarme mit Lateralgewichten; keines davon ist verschiebbar.

Was links aus der Tonarmmitte herausragt, wird rechts durch das Lateralgewicht kompensiert, warum sollte da etwas verschoben werden?


[Beitrag von Compu-Doc am 04. Sep 2014, 09:42 bearbeitet]
directdrive
Inventar
#15 erstellt: 04. Sep 2014, 10:15

Compu-Doc (Beitrag #14) schrieb:
Mir ist kein Tonarm bekannt, bei dem das Lateralgewicht verschoben werden muß; die Geometrie eines Tonarmes ist nicht veränderbar.


Dann hast du den Thread nicht aufmerksam gelesen, denn sonst würdest Du zumindest drei Tonarme kennen, bei denen das Lateralbalancegewicht einstellbar ist und dessen Justage in der Anleitung beschrieben ist. Genannt und verlinkt wurden bereits der Arm des Braun PS-500, des Yamaha YP-700 und der Acos Lustre GST-1.


Grüße, Brent


[Beitrag von directdrive am 04. Sep 2014, 10:16 bearbeitet]
Compu-Doc
Inventar
#16 erstellt: 04. Sep 2014, 14:19
.........das Alter,.......die Augen.
Hörbert
Moderator
#17 erstellt: 04. Sep 2014, 18:06
Hallo!

Bei S- und J-Tonarmrohren und altertümlichen Messerlagern hatte das Lateralgewicht sehr wohl eine wichtige Aufgabe, es verhinderte die ungleichmäßige Belastung des Lagers und verhinderte das sich die Tonarmachse verschob.

Bei Tonarmen mit eine Spitzen oder Kugellager ist es eigentlich mehr oder weniger eine Spielerei für den Anwender so wie z.B. beim Micro-Seiki MA-505 wo es keinen meßbaren Effekt hervorruft.

Es kann natürlich nichts schaden es trozdem korrekt einzustellen.

MFG Günther
Wuhduh
Inventar
#18 erstellt: 04. Sep 2014, 18:10
@ Compu-Doc:

... und noch mehr, weil ...

... der BD5200 hat das Lateralgewicht links, wie auf Deinem Bild zu sehen. RECHTS izz da nix !

Die alten SME-Arme haben doch eine Lateralbalance in Verbindung mit dem Auflagegewicht, oder ?

MfG,
Erik


[Beitrag von Wuhduh am 04. Sep 2014, 18:10 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#19 erstellt: 04. Sep 2014, 18:27
Hallo!

@Wuhduh

Jepp haben sie, und auch Messerlager, hier ist das Lateralgewicht auch richtig und sinnvoll.

Grob verstell ist hier auch ein deutlicher Effekt meßbar, ein Kanal wird trotz korrekt eingestelltem Antiskating schlechter abgetastet und die Verzerrungen zum Platteninneren hin nehmem merklich zu.

Gleiches Experiment mit dem MA-505 ergibt keinen Effekt (Lateralgewicht einmal installiert, einmal nicht installiert). Hintergrund des gesamten Experimentes war übrigens die Frage ob das Lateralgewicht beim MA-505 überhaupt notwendig ist, einer meiner Bekannten hatte seines beim Umzug verschludert.

MFG Günther
Janus525
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 04. Sep 2014, 18:35

Hörbert (Beitrag #17) schrieb:
Bei Tonarmen mit eine Spitzen oder Kugellager ist es eigentlich mehr oder weniger eine Spielerei für den Anwender so wie z.B. beim Micro-Seiki MA-505 wo es keinen meßbaren Effekt hervorruft. Es kann natürlich nichts schaden es trozdem korrekt einzustellen. MFG Günther

... wo es keinen messbaren Effekt erzeugt...? Kann man die Verzerrungen nicht messen...? In der BDA steht dazu Folgendes:

TA-MA505-Lateral

TA-DSCF0005-a
Hörbert
Moderator
#21 erstellt: 05. Sep 2014, 14:03
Hallo!


..... In der BDA steht dazu Folgendes:.....


Da kann stehen was will, einen meßbaren Effekt hat es hingegen nicht, selbst ganz ausgefahren ergibt sich kein Unterschied zu gar nicht installiert.

Das Lateralgewicht ist zumindestens in diesem Fall nichts weiter als Spielzeug.Der MA-505 ist zwar ein sehr guter mittelschwerer Tonarm aber wie man hier sieht leider nicht ganz frei von sinnfreiem Tineff.

MFG Günther
Compu-Doc
Inventar
#22 erstellt: 05. Sep 2014, 14:14

Hörbert (Beitrag #17) schrieb:
Es kann natürlich nichts schaden es trozdem korrekt einzustellen.

Wie willst Du das machen? Da müßtest Du schon die-beiden-Lagerkräfte an der Tonarmaufnahme messen!
Wuhduh
Inventar
#23 erstellt: 05. Sep 2014, 20:42
Habe gerade bei einer Abay-Auktion gesehen, daß es den BD5200 auch mit einem schaurigen , schwarzen Leichttonarm (?) gibt. Der " Erstausrüster " gefällt mir weitaus besser. Den anderen würde ich nur als ET-Spender kaufen.

MfG,
Erik
Hörbert
Moderator
#24 erstellt: 07. Sep 2014, 07:45
Hallo!

@Compu-Doc


....Wie willst Du das machen? .........



Zumindestens für die J-Förmigen SME-Tonarme der 30xx-Serien gibt es da einen Anweisung in der BDA:


.....Arm locker in der Stütze liegen lassen lassen. Antiskatinggewicht aushängen. Auf der Headshellseite direkt am Lager mit einem dünnen Stift oder Schraubendreher den Arm von unten leicht anheben. Wenn er dann nicht mehr kippt und somit in der lateralen Balance bleibt dann ist alles ok.......


Da bei S-Tonarmen oder geraden Tonarmen mit Spitzen oder Kugellager die Lateralbalance eigentlich gar keine Rolle spielen dürfte habe ich ich mich bisher nur mit Hilfe einer Testschallplatte darum gekümmert, wenn beim Abtasttest und korrekt eingestelltem Antiskating trotz Verschiebung der Lateralbalance keine Verzerrungen oder sonstige Effekte auftreten (was bisher bei solchen Tonarmen nie der Fall war) gehe ich davon aus es hier mit einem der vielen HiFi-Fakes die es ja gerade im analogen Bereich zuhaufe gibt zu tun zu haben und hake die Sache einfach ab.

Aber wer meint seine Zeit damit verbringen zu müssen an wahrscheinlich funktionslosen Gimmiks herumzuschrauben kann das gerne tun.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 07. Sep 2014, 17:16 bearbeitet]
Compu-Doc
Inventar
#25 erstellt: 07. Sep 2014, 10:27
Das sehe ich genauso.
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