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Vinyl digitalisieren mit Olympus LS Digitalrekorder geht nicht?

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Okadah
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 12. Sep 2014, 14:04
Hallo,
ich habe das Problem, das meine Aufnahmeversuche mit dem Digitalrekordder allesamt sehr verzerrt sind, auch wenn ich sie manuell vorab sehr niedrig ausgesteuert habe kommt es immer wieder zu Verzerrungen???
Ich habe einen Olympus Digitalrekorder über Cinch+Miniklinke an den Verstärker (Tape Rec.) angeschlossen um einige Schallplatten zu digitalisieren. Ich habe verschiedene Einstellungen vorgenommen, Format (Mp3 oder PCM9 und mit verschiedenen Frequenzen gearbeitet (44 - 96kHz), aber alles ist verzerrt und klingt übersteuert? Was mache ich falsch?

Gruß
lini
Inventar
#2 erstellt: 12. Sep 2014, 16:45
Wahrscheinlich machst Du gar nichts falsch. Problem ist, dass die kleinen Speicherkarten-Fieldrecorder mit Line-/Mic-In via 3,5-mm-Stereoklinke auch im Line-In-Modus überwiegend noch eine ausgesprochen hohe Eingangsempfindlichkeit haben. Der Olympus LS12 und LS14 sind z.B. mit -6 dBV angegeben, also ungefähr 0,5 V eff., beim Tascam DR05 und DR07II wären's mit -4 dBV etwa 0,63 V - da wird's dann schon mal recht schnell knapp... Und eigentlich find ich solche Eingänge heutzutage an sich eh 'ne Frechheit angesichts dessen, dass moderne Digitalgeräte schon jahrelang um die 2 V max. ausgeben. Da wär's dann wenigstens angebracht, Adapterkabel mit eingebauten Spannungsteilern mitzuliefern - oder zumindest im Handbuch auf die Problematik und Lösungsmöglichkeiten hinzuweisen...

Wenn Du also weiter mit Deinem Olympus arbeiten willst, bau Dir am besten selbst ein Adapterkabel mit eingebauten Spannungsteilern.

Ich hab mich übrigens u.a. auch aus diesem Grund für den kleinen Sony (PCM-M10) entschieden, denn dessen Line-In geht bis 2 V. Wobei freilich auch alle Geräte mit Line-Eingang via XLR/TSR-Buchsen auf höhere Line-In-Pegel ausgelegt sind - allerdings sind die dann typischerweise größer und meist auch teurer, und auch die Kabel tragen mehr auf...

Grüße aus München!

Manfred / lini
juergen1
Inventar
#3 erstellt: 12. Sep 2014, 17:33

lini (Beitrag #2) schrieb:
Wenn Du also weiter mit Deinem Olympus arbeiten willst, bau Dir am besten selbst ein Adapterkabel mit eingebauten Spannungsteilern.
Hallo Lini, entspräche das dann diesem käuflichen Teil?Pegelminderer
Gruß
Jürgen
Okadah
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 12. Sep 2014, 18:54
Guten Abend Manfred,

ich danke Dir für Deine ausführliche Erklärung. In der Tat ist es ärgerlich, zumal in der Bedienungsanleitung die Möglichkeit einer Aufnahme von externen Geräten beworben wird und mit keiner Silbe die diversen Schwierigkeiten oder gar von Pegelunterschieden gesprochen wird.
Ich denke,, ich werde nicht ein weiteres Gerät kaufen. Ich besitze und nutze das Olympus LS12 weiter und wenn das nicht funktioniert, bzw ich das nicht geregelt bekomme, nutze ich meinen CD Rekorder weiterhin für das umwandeln von meinen Vinyls. Eigentlich mache ich das auch nur für andere, ich selbst ziehe die Schallplatte den CDs vor.

Lini, von Hause aus bin ich Physiotherapeut und könnte dir eine Menge über Anatomie erzählen, vielleicht sogar eine Orthese bauchen, aber meine Verständnis im Bereich Unterhaltungselektronik ist sehr rudimentär und ich bin mit deinem Vorschlag zum Eigenbau eines Kabels, bzw Adapter mit Spannungsteilern sehr hilflos überfordert.

Gruß aus Bonn, Alexander
juergen1
Inventar
#5 erstellt: 12. Sep 2014, 21:24
Hallo Alexander, das von mir verlinkte Teil würde einfach in die Cinch-Buchse gesteckt. Bzw. auf den Cinchstecker.

Noch eine Option. Evtl. könnte man den regelbaren Kopfhörerausgang nutzen?
Gruß
Jürgen
Okadah
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 12. Sep 2014, 21:39
Über den Kopfhöreranschluss kommt leider kein Signal an dem Rekorder an, habe ich bereits ausprobiert, das verzinkte Teil ist allerdings eine andere Nummer und klingt vielversprechend. Hast du praktische Erfahrung damit gemacht? Ich habe es mir jedenfalls schon bestellt, kann nicht schaden:)

Gruß, Alexander
juergen1
Inventar
#7 erstellt: 12. Sep 2014, 21:54
Oh, schon bestellt. Vielleicht hättest du besser gewartet, bis Manfred was dazu sagt?
Bin nämlich selber elektrischer Laie.
Das Teil hab ich selber nicht, da nicht benötigt. Mir ist die Problematik mit der Empfindlichkeit zum Glück rechtzeitig aufgefallen und daher hab ich mir auch den Sony PCM-M10 geholt.
Komisch, daß Du beim Kopfhörerausgang kein Signal bekommst...
Gruß
Jürgen


[Beitrag von juergen1 am 12. Sep 2014, 21:55 bearbeitet]
Okadah
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 12. Sep 2014, 22:02
Wird schon gut gehen:)
Ah, du hast also auch den Sony? Ich habe mir das Ding mal im Internet angeschaut und einige Rezensionen gelesen und mir scheint Gerät ideal für meine Zwecke! Wie sind deine Erfahrungen beim überspielen von Schallplatten? Welche Formate werden angeboten, mp3 und WAV?
Interessieren würde mich auch, wie gut die Software des Sonys ist und ob es gut Nachbearbeitungsmöglichkeiten für Vinylaufnahmen gibt......entknacken, Rauschunterdrückung etc?

Gruß und gute Nach, Alexander
juergen1
Inventar
#9 erstellt: 12. Sep 2014, 23:59
Hallo Alexander, für Schallplatten hab ich den Sony noch nicht getestet, nur Radio aufgenommen. Mit dem Linepegel kommt er also zurecht. Die Qualität war einwandfrei. Und Linesignale unterscheiden sich ja nicht nach ihrer Quelle.

Unkomprimiertes Format: LPCM bis zu 96kHz/24bit, kann man problemlos in CD-Format umwandeln.
MP3 bis 44,1kHz/320kbs

Wenns nur um Digitalisieren geht, gibts noch bessere Lösungen für weniger Geld.

Ich nutz ihn halt auch als MP3-Player für Hörbücher, mit Kopfhörer oder an Küchenradio oder Stereoanlage angeschlossen.
Eingebaute Mikrofone sind auch ganz erstaunlich gut und empfindlich. Um Amsel vorm Fenster aufznehmen, mußte ich die Aussteuerung deutlich zurückdrehen.
Insgesamt ein sehr praktische Vielzweckgerät.

Zur Nachbearbeitung muß man sowieso den Rechner verwenden. Und Software (z.B. Audacity) gibts kostenlos aus dem Netz.
Gruß
Jürgen
lini
Inventar
#10 erstellt: 13. Sep 2014, 02:27
Jürgen: Ja, die Dämpfungsadapter von Monacor/IMG sind im Grunde auch nichts anderes - nur halt gleich mit drei wählbaren Teilerverhältnissen und schon fertig aufgebaut.

Dass sich Line-Signale nach der Quelle nicht unterscheiden, würd ich hingegen so nicht behaupten wollen. Denn da gibt's tatsächlich schon ganz erhebliche Unterschiede bei den Pegeln - sprich, das können schon bei normalen, asymmetrischen Line-Outs mal nur rund 0.5 V, mal rund 2 V maximal sein, bei symmetrischen auch noch deutlich mehr...

Alex: *grinsl* Dann sag ich's einfach mal recht untechnisch: Mit den bestellten Pegeldämpfern sollte es eigentlich ganz gut klappen. Und der Preis scheint mir auch noch vertretbar.

Grüße aus München!

Manfred / lini


[Beitrag von lini am 13. Sep 2014, 02:41 bearbeitet]
Okadah
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 13. Sep 2014, 09:08
Morgen!
Ich danke Euch beiden erst einmal für die gute Unterstützung und werde die Pegelminderer testen, wie es wird erzähle ich dann zu einem späteren Zeitpunkt. Bis dahin:)

Gruß und schönes Wochenende, Alexander
greeny123
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 02. Okt 2014, 08:35
Habe gestern mit meinem Olympus-LS12 folgendes getestet :

Audio-Technica-LS-120-USB vom Line-out (Pre-Amp eingeschaltet) direkt Line-in Olympus Ls-12.
Automatische Pegeleinstellung auf mp3 320kbps und dann mit mp3split die einzelnen Files.
Danach gehört mit Ibasso dx90 und stagediver 3.
Qualität war für meine Ohren hervorragend und es gab auf jeden Fall keine Probleme, die dazu führen würden, dass man einen Pegelminderer einsetzen müßte .
lini
Inventar
#13 erstellt: 02. Okt 2014, 15:11
greeny: Das Problem bei der Geschichte ist, dass nicht nur die Ausgangsspannungen von für "MM-Eingänge" gedachten Tonabnehmern ganz schön unterschiedlich sein können (so etwa zwischen 2 und 10 mV bei 5 cm/s), sondern auch die Verstärkungsfaktoren der Phono-Vorstufen noch um einige dB. Beispiel: System A mit 2,5 mV und Vorstufe A mit 35 dB Verstärkung (~ Faktor 56) -> 140 mV bei 5 cm/s; System B mit 5 mV und Vorstufe B mit 40 dB (Faktor 100) -> 500 mV bei 5 cm/s. Wie man sieht, kann's also je nach Kombination mal problemlos klappen, mal gar nicht oder in Grenzfällen auch mal nur mit "leise" geschnittenen Platten, während lautere schon Probleme machen.

Grüße aus München!

Manfred / lini
greeny123
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 02. Okt 2014, 16:11
Dann habe ich also Glück gehabt, diass meine Kombination passt.
Na man muß halt auch mal Glück haben.
Vielen Dank für die Info, zumindest können andere eventuell davon profitieren, dass diese
Kombination problemlos funktioniert .
lini
Inventar
#15 erstellt: 02. Okt 2014, 22:10
greeny: Hmja, ein bisschen Dusel kann nie schaden - und ansonsten muss man halt einfach mal kurz rechnen. Knifflig wird's allerdings bei schlechter Datenlage, wenn man den Verstärkungsfaktor erst aus dem Schaltplan oder gar durch Messung bestimmen muss...

Grüße aus München!

Manfred / lini
T9
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 03. Okt 2014, 08:59
Ich benutze noch den LS11 von Olympus. Das auch ganz ohne Dämpfungsadapter.
Sowohl am Tape out als auch am KH-Out des Phonopre lassen sich ganz vorzüglich Aufnahmen damit erstellen.
Durch die Umschaltung auf manuelle Aussteuerung habe ich mit dem LS11 noch nie Probleme mit zu hohen Pegeln gehabt.
Offensichtlich Glück gehabt!


[Beitrag von T9 am 03. Okt 2014, 09:00 bearbeitet]
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