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Meinungen zu Plattenspielern

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Domb_89
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 30. Dez 2014, 14:09
Hallo,

ich bin neu hier und hoffentlich im richtigen Bereich gelandet!

Seit etwa August dieses Jahres begeistere ich mich für Vinyl, Plattenspieler und alles was so dazu gehört.

Da ich mir zunächst nicht so sicher war, ob ich daran auch wirklich Gefallen finden würde, habe ich mir für kleines Geld (~ 50 €) von MEDION einen Plattenspieler (fertig konfiguriert; anschließen Musik hören), der eigentlich damit beworben wurde, seine alten Platten zu digitalisieren, gekauft.

Da ich aber schnell daran Gefallen gefunden habe, möchte ich nun natürlich mehr

Zufällig hat mein Vater noch 2 "alte" Plattenspieler im Keller gefunden:

- Sanyo TP477 (müsste etwa aus der 2. Hälfte der 80ér stammen)

- Elac PC815 High Fidelity (müsste etwa aus der 2. Hälfte der 70ér stammen)

Beide Plattenspieler sind mittlerweile gereinigt und laufen auch einwandfrei.

Nun zu meinen eigentlichen Fragen:

- Sind diese Modelle eine gute Alternative zu meinem jetzigen ?

Falls ja,

- Welchen Vorverstärker sollte ich hierzu kaufen?
- Sollte man eventuell etwas umbauen/umrüsten?

Falls nein,

- Könnt ihr mir ein System so um die 150 - 200 Euro empfehlen?

Vielen Dank für eure Antworten

Gruß

Dominik
Marsilio
Inventar
#2 erstellt: 30. Dez 2014, 16:28
Hallo Dominik

Das waren meines Wissens beides nur Einstiegsdreher - ich würde mir etwas "ausgewachseneres" suchen wenn Du wirklich ernsthafter in die Materie einsteigen möchtest. Beim Elac ist der Tonabnehmerwechsel nur eingeschränkt möglich, der Sanyo hat ein TP4-Anschluss.

Ich würde beide mal für 1 Euro in die Bucht stellen und schauen, was daraus wird. Wenn Du auch das Medion-Teil so noch zu Geld machst hättest Du schon mal ein kleines Fundament für etwas besseres aus der Blütezeit der Gebrauchten. Beispielsweise einen Technics SL-Q2 oder Q3, einen Saba PSP 250 oder 350, einen Hitachi PS38 oder PS48 oder einen Thorens TD110 oder 115. Diese (allesamt guten) Geräte solltest Du alle für einen zweistelligen Betrag bekommen wenn Du etwas Geduld hat.

Natürlich kannst Du auch 200-300 Euro für einen Plattenspieler ausgeben, dann wird die Auswahl naturgemäss grösser.

Wenn Du Dich für einen Dreher entschieden hast können wir weiterschauen, was für ein Tonabnehmersystem da in Frage kommt (respektive ob das vorhandene noch taugt.

LG
Manuel
akem
Inventar
#3 erstellt: 30. Dez 2014, 16:40

Domb_89 (Beitrag #1) schrieb:

- Sind diese Modelle eine gute Alternative zu meinem jetzigen ?


Auch wenn es damals nur Einsteigermodelle waren: schlechter als der Medion sind sie garantiert nicht...

Gruß
Andreas
Domb_89
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 30. Dez 2014, 19:20
Hallo,

vielen Dank für eure Antworten!

@Manuel


Ich würde beide mal für 1 Euro in die Bucht stellen und schauen, was daraus wird. Wenn Du auch das Medion-Teil so noch zu Geld machst hättest Du schon mal ein kleines Fundament für etwas besseres aus der Blütezeit der Gebrauchten. Beispielsweise einen Technics SL-Q2 oder Q3, einen Saba PSP 250 oder 350, einen Hitachi PS38 oder PS48 oder einen Thorens TD110 oder 115. Diese (allesamt guten) Geräte solltest Du alle für einen zweistelligen Betrag bekommen wenn Du etwas Geduld hat.


Zu welchen würdest du den tendieren, wenn du vor der Wahl stehen würdest?

Was denkst du, wie groß der hörbare Unterschied zu meinem jetzigen MEDION sein wird?

Ich habe bereits einige bei einem großen Internet-Auktionshaus gefunden, hierbei habe ich auch festgestellt, dass es viele Thorens zu unterschiedlichen Preisen gibt; vergleichsweise wenige Sabas findet man jedoch!

@Andreas


Auch wenn es damals nur Einsteigermodelle waren: schlechter als der Medion sind sie garantiert nicht...


Ich habe kurz den Sanyo (aber ohne Vorverstärker - muss ich mir dann auch noch besorgen) angeschlossen gehabt. Ich war der Meinung (vielleicht Irre ich mich ja auch), dass der Sanyo vom Ton her bereits viel wärmer war, als mein MEDION.
Ich kann dir bei deiner Aussage also nur zustimmen!!!!!!

@All

Denkt Ihr, dass der eventuell Versand ein Problem darstellen könnte?

Danke euch!

Gruß

Dominik
Marsilio
Inventar
#5 erstellt: 30. Dez 2014, 20:25
Hallo Dominik

Sabas sind nicht so verbreitet - und da wenig gefragt aus sehr günstig. Thorens gibt es natürlich auch teurere Modelle (TD320 - übrigens sehr empfehlenswert - kosten meistens ca. 300.-, der ältere TD160 gibt es für 150-200.-, der TD126 für über 400.-). Der TD115 ist ein eher unterschätzter und nicht so angesehener Thorens-Spieler, daher günstig zu finden und somit quasi ein Geheimtipp.

Wie schon geschrieben - alle meine Vorschläge kann man kaufen, preislich dürften die Sabas die günstigsten sein, gefolgt von Hitachis, Thorens TD115 und Technics SL-Q. Versand ist so eine Sache, am besten ist immer, wenn man einen Dreher persönlich abholen kann. Grundsätzlich würde ich natürlich das Gerät kaufen, das Dir optisch am besten kauft. Wenn Du aber in Deiner Nähe ein gutes Exemplar erwerben könntest, würde ich dieses zumindest ebenfalls in die engere Wahl mit einbeziehen.

Es gibt übrigens noch viele andere möglichen Dreher. Ist halt auch eine Frage des Budgets.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 30. Dez 2014, 20:25 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#6 erstellt: 30. Dez 2014, 22:17
Nabend, Dominik !

Bei der Qualität der erwähnten Plattenspieler sollte ein Shure M44G für eine akustisch erträgliche Wiedergabe sorgen. Ich würde nicht einmal 100 Euro für ein neues System ausgeben.

MfG,
Erik
Domb_89
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 31. Dez 2014, 17:09
Hallo,

danke für eure Antworten!

Ich möchte euch kurz ein kleines Update, über die Geräte, die ich bis jetzt gefunden habe, geben.


- Hitachi PS-38
Dieser soll 125 Euro kosten und wurde nur wenig gebraucht (laut Verkäufer); auf den Fotos kann man außer etwas Staub nichts groß an Schäden sehen; Ist voll funktionsfähig;

- Hitachi PS-38
Dieses Modell soll 130 Euro kosten, scheint aber augenscheinlich in einem etwas besseren Zustand zu sein


- SABA PSP250
Soll 50 Euro kosten; jedoch kann man auf dem einen Foto nicht wirklich was erkennen; soll aber auch wieder tadellos funktionieren.

- SABA PSP250
Dieses Variante soll 60 Euro kosten, braucht aber auf alle Fälle eine neue Nadel; sieht optisch besser aus als der erste!

- THORENS TD 110
Kostet 89 Euro; außer, dass er funktionieren soll, gibt es keine weiteren Angaben

- THORENS TD 115
Kostet ~100 Euro (denke da geht noch was); optisch sieht er sehr gut aus; technisch soll auch alles funktionieren; zu sehen ist, das ein "Stanton TH 680 EE" drauf ist

Der Nachteil bei allen Geräten ist allerding, dass sie versendet werden müssten


Wie ist eure Meinung hierzu?

Danke

Gruß und guten Rutsch ins neue Jahr

Dominik
Wuhduh
Inventar
#8 erstellt: 01. Jan 2015, 04:32
Prosit Neujahr, Dominik !

Nun ja, die üblichen ca. 15,00 Euro für sachgerechte Verpackung und Versand sind ein Selbstkostenpreis. Die ganze Prozedur ist relativ zeitaufwändig unter Benutzung von Kleinhirn und Muskelkraft.

Meine derzeit vakanten Plattenspieler werde ich Dir nicht zu einem Schleuderpreis anbieten.

MfG,
Erik
joschbass
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 02. Jan 2015, 13:38
Mit dem SABA PSP 250 oder 350 kannst du eigentlich nix falsch machen. Die Geräte sind mechanisch und klanglich sehr ordentlich und mit neuen "Billigdrehern " nicht zu vergleichen. Ich habe selber beide SABA Modelle und bin damit sehr zufrieden. Habe mir ein besseres System drunter gebaut und gut wars. Der Saba PSP 250 bzw, 350 hat auch einen ordentlichen Plattenteller, der sehr massiv und schwer ist.

Am besten natürlich immer selber abholen! Ich hatte mir meinen neulich senden lassen, allerdings hab ich mich mit dem Verkäufer über die richtige Verpackung geeinigt . Also, System abbauen, Teller gesondert einpacken und den Tonarm mit einem Faden sichern.

Meiner kam heile an.
Marsilio
Inventar
#10 erstellt: 02. Jan 2015, 17:13
Hi Dominik

Bei den Sabas machst Du wie joschbass schreibt zu den verlangten Preisen nichts falsch. Mehr Plattenspieler für so wenig Geld geht eigentlich nicht. Stellt sich noch die Frage, was da für Tonabnehmer verbaut sind. Wobei bei dem Preis ja schon noch was für ein Ersatzsystem übrig sein dürfte. Hier im Forum gibt es einige Saba-Betreiber, die ziemlich hochwertige Tonabnehmer darunter geschraubt haben.

Die erwähnten TD110 und TD115 finde ich preislich ok., das Stanton TH680EE ist alt, wurde damals in dieser Version meines Wissens aber eigens für die Thorens-Dreher entwickelt und soll gar nicht mal so schlecht spielen. Ob's aber noch Ersatznadeln gibt weiss ich nicht.

Die für die beiden Hitachis aufgerufenen Preise finde ich hingegen klar zu hoch, mehr als 80.- würde ich da sicher nicht bezahlen.

LG
Manuel
joschbass
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 02. Jan 2015, 17:32
Die SABA PSP 250 und 350 sind wirklich hervorragende Dreher, fast schon ein Geheimtipp, wie ich meine.

Die hatten damals, 1980, auch sehr gute Testergebnisse erzielt. Manuale dafür gibt es übrigens auch noch.
Ich habe meinen PSP mit einem Ortofon Red etwas aufgewertet. Da ich den SABA auch schon zerlegt habe, weiß ich die gute Mechanik zu schätzen.
Da kann man noch selber Hand dran legen, wenn was nicht mehr funktioniert. Der SABA ist übrigens eigentlich ein JVC, wurde nur von SABA damals gelabelt.

Gruß, Jörg


[Beitrag von joschbass am 02. Jan 2015, 17:33 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#12 erstellt: 02. Jan 2015, 17:35
Ich glaube nicht nur fast - die SIND ein Geheimtipp wenn ich sehe, was mittlerweile für Kenwoods, Dual 704/721 etc. bezahlt wird.

Und wenn das VM Red da passt wage ich zu behaupten, dass auch das VM Silver passt - und das spielt dann schon sehr weit oben mit. Kannst ja bei Gelegenheit mal eine Silver-Nadel dazukaufen.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 02. Jan 2015, 17:37 bearbeitet]
joschbass
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 02. Jan 2015, 17:40
Das Silver sollte auch passen. Das Red funktioniert bei mir ohne Probleme.

Sollte das originale System noch drauf sein, auch die Nadel gibt es noch.
"AT 13 EaX" ist das übliche System für den Dreher.
joschbass
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 02. Jan 2015, 17:43
Ich hab meinen PSP 350 für 90 Euro geschossen. Ich denke, viele kennen den PSP eher nicht.
Wuhduh
Inventar
#15 erstellt: 03. Jan 2015, 00:04
Nabend !

Wer Suchmaschinen richtig füttern kann, findet auch die wiederholten Hinweise auf GEHEIMtipps. Izz ja lächerlich.

Klaro kenne ich die Saba, die ich gönnerhaft für Euch als ET-Spender stehen lasse.

Ein Plattenspieler ohne voll funktionstüchtiges System macht einem Wieder- oder Neueinsteiger nur Streß. Eure Empfehlungen für die originalen ATN-13-Nadeln werden fast sofort negiert durch die geizgeilen Rückfragen nach dem AT95E.

MfG,
Erik
joschbass
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 03. Jan 2015, 04:27
Moin Eric!

Also ich finde es nicht so problematisch, eine neue Nadel einzusetzen....wenn dann die alte defekt sein sollte.

Zum AT 95E, dass hab ich in meinem viert Dreher, dem AT 120 LP USB drin. So mies wie viele darüber schreiben, finde ich dies System zum Einsteigen nicht. Das dieses als "grüne Hölle" verschrien ist, weiss ich. Allerdings klingt mein AT95E bei mir so mies nicht.

Jetzt ducke ich mich lieber...

Gruß, Jörg


[Beitrag von joschbass am 03. Jan 2015, 04:35 bearbeitet]
radiodadio
Neuling
#17 erstellt: 03. Jan 2015, 06:22
Wenn du 150 - 200 EUR ausgeben möchtest, würde ich einen alten Thorens kaufen (146, 165, 166, eventuell einen 160er). TD 110 und 115 kann ich nicht empfehlen, auch die neueren Thorens gefallen mir nicht so gut. Die Sabas, Sanyos und sonstigen, die du ins Auge fasst, sind Schrott. Das Audio Technica AT 95 ist ein sehr gutes Einsteigersystem. Es war auch in Linn Sondeks LP12 eingebaut.
joschbass
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 03. Jan 2015, 07:28
Weshalb sollen denn die SABAS Schrott sein? Kennst du die, schon benutzt?

Ich hab in meinen 49 Lebensjahren wirklich schon einige Dreher gehabt, die SABA gehören dabei zu den Besseren, wenn man etwas günstiges sucht.


[Beitrag von joschbass am 03. Jan 2015, 07:36 bearbeitet]
radiodadio
Neuling
#19 erstellt: 03. Jan 2015, 08:06
Ein Direkttriebler, der eher trocken geklungen hat. Die Aussage "SABA gehören dabei zu den Besseren, wenn man etwas günstiges sucht." mag stimmen, ich würde einen alten Thorens aber jederzeit vorziehen.
Du hast aber insofern recht, dass eine Aussage nicht bewertet werden kann, wenn man nicht die Hörerfahrung des Kommentierenden kennt. Nun, in 35 Jahren HiFi-Hobby sind viele Geräte in meinem Wohnzimmer zum Einsatz gekommen. Von Cello über Mark Levinson, Linn, Audio Reearch, Music Tools bis zu den kleineren wie NAD, Rotel, Arcam, Rega etc. Natürlich auch Technics, Kenwood, Sony und sonstiges Japanisches.
joschbass
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 03. Jan 2015, 08:17
Dann sind wir uns ja einig

Sicherlich ist der SABA kein Highend Dreher, verglichen mit der Auflistung deiner Schätzchen. Aber man kann den mit einem ordentlichen System recht gut zum Klingen bekommen. Sicherlich sind die besseren Thorens auch dem SABA überlegen, dass möchte ich nicht bestreiten .

Wenn ich mir allerdings so die neuen günstigen Dreher von z.B Pro Jet so ansehe, muss ich mir an den Kopf fassen. Dann rate ich einem Einsteiger lieber zu einem guten alten gebrauchten. Ich hab in meiner Sammlung auch einen Pro Jec Debut stehen. (hab den in einem Fachgeschäft als Vorführgerät super günstig gekauft, konnte ich nicht stehen lassen).
Auch bei den günstigen REGA Drehern fasse ich mir an den Kopf.

Ein Thrones fehlt mir allerdings noch in meiner Sammlung....Muss mich dazu aber erst mit meiner Frau einigen...

Gruß, Jörg


[Beitrag von joschbass am 03. Jan 2015, 08:17 bearbeitet]
radiodadio
Neuling
#21 erstellt: 03. Jan 2015, 08:21
Dem kann ich nur zustimmen. Mir haben ProJect und Rega-Plattenspieler auch nie gefallen. Gut ist allerdings der Rega 250 Tonarm. Von den Plattenspielern, die günstig und gut sind fällt mir noch der Lenco 75 oder 78 ein, der mit Jean Nantais-Zarge sehr gut klingt .Der bedarf allerdings ein wenig Bastler-Arbeit.
ESELman
Stammgast
#22 erstellt: 03. Jan 2015, 08:55
Hi,

die Empfehlung zu den größeren Sabas und den Technics SL-Q2/Q3 kann ich mich nur anschliessen.
Als weitere Optionen möchte ich die Technics SL-5210/5310 (bzw. 5200/5300 in silber) nahelegen, als auch die beiden Grundig PS-3500 und PS4500.
Beide sind astreine Technics, der PS-4500 entspricht im Antrieb voll dem SL-Q2, hat aber einen m.A.n einen besseren geraden Tonarm.
Die nicht-Technics Technics kann man zu günstigerem Kurs erwerben, da Technics, ganz besonders die SL-1210er arg gehypt werden .... wie übrigens auch Thorens und Dual.
Ich habe meinen SL-5210 z.B für 15€ und den PS-4500 für 55€ bekommen, beide in hervorragendem Zustand.
An deren Armen läuft ein AT-95E sehr gut, das es z.Zt für ~20€ gibt.
Besonders beim PS-4500 passt das auch bezgl. der Armhöhe (VTA), weil der original mit einem AT-71 ausgeliefert wurde, das die gleiche Bauhöhe aufweist wie das AT-95.
Für den Preis gibt es einen guten Body und einen Nadeleinschub mit gebondeter elliptischer Nadel, die es sonst erst ab vielleicht 50€ aufwärts gibt.
Das AT-95E ist auch Gegenstand zahlreicher Upgrades.
So basierten die Linn K5, K9 und auch das K18(!, immerhin mal mit einem Listenpreis von 600DM versehen, galt es als eines der besten MMs überhaupt) auf dem 95er Body und waren nur mit unterschiedlichen Nadeleinschüben versehen.
Das K18 besaß eine Fineline Nadel auf einem konischen Aluminium-Nadelträger (ähnlich ATs original ATN-140LC)
LP-Gear bietet verschiedene Nadeleinschübe für das AT-95 an, bis hin zu einem sehr gut beleumundeten Shibata-Schliff für ca.150$, was das System etwa auf das Niveau des K18 bringen sollte.

Mit der Kombination PS-4500 oder einem der genannten Technics und dem AT-95E könntest Du unter 100€ Einstandspreis bleiben und hättest die Option die Nadel zu tauschen und wüsstest schon mal in welche klangliche Ausrichtung Du Dich bewegst.
Die upgrades verändern nicht den grundlegenden Charakter des Systems, sondern verbessern einzelne Parameter wie Auflösungsvermögen.
Das AT-95E spielt schön dynamisch, nie langweilig mit kräftigem Bass und fein dosiertem Hochton (Kommentare, es klinge spitz der schrill dürften auf eine Fehlanpassung des Verstärkers hin deuten).
Die schärferen upgrade-Nadeln bringen vor allem mehr Durchzeichnung und Auflösung.
Wenn Dir der Grundstock gefällt, werden die upgrades kein Sprung in unbekannte Gewässer.
Das Setup und der Betrieb des Players sind absolut Anfänger geeignet, das klangliche Ergebnis braucht sich hinter keinem Thorens, Dual oder Technics verstecken .... eher umgekehrt.

DerESELman
Burkie
Inventar
#23 erstellt: 03. Jan 2015, 09:16
Hallo,

meine Meinung ist, dass gerade die SABA Plattenspieler echte HiEnd-Geräte sind, die jeden Thorens alt und schwabelig aussehen lassen und gnadenlos an die Wand spielen.
Man darf nicht vergessen, dass SABA damals eine Top-Marke war, die nur hochwertigste Geräte im Sortiment hatten.
Wer sich allerdings nicht auf echte handwerkliche Qualität einlassen will, darf sich gerne mit einem Thorenz begnügen.... irgendwie Musik wiedergeben kann man selbst damit.
Es muss ja nicht jeder was besseres haben...


[Beitrag von Burkie am 03. Jan 2015, 09:16 bearbeitet]
sandmann319
Inventar
#24 erstellt: 03. Jan 2015, 10:46
Hallo,
will meinen Senf auch einmal dazugeben.
Ich hatte mir im November bei E-Bay einen Saba PSP350 für 36,- € geschossen.
Versand ist kein Problem gewesen.
Plattenteller unten im Karton, Haedshell und Gegengewicht separat eingepackt,
zwischen Haube und Gehäuse ein Schaumstoffblock und alles heile angekommen.
Neues Sumico Perl eingebaut, System und Tonarm neu justiert, Kabel erneuert, ja und dann gehört.
Mitlerweile habe ich mir zwei weitere Headshels mit anderen Tonabnehmern für bestimmte Zwecke zugelegt.

Das Ergebnis ist, das mein Thorens TD147 Jubilee nun im Kleiderschrank eingemottet steht
und ich nur noch mit dem Saba meine Platten malträtiere, drei mal dürft Ihr raten warum.

Es ist richtig das der Saba 250/350 von JVC gebaut wurde,
aber bei Saba, Nordmende usw. einen anderen Tonarm bekam,
vom wem ist mir nicht bekannt, vermutlich von Jilco.

Diese Dreher sind weit besser als ihr Ruf,
unkompliziert, stabil, langlebig, würde ich mir sofort wieder zulegen.

Gruß Gerd
Wuhduh
Inventar
#25 erstellt: 03. Jan 2015, 11:42
Moin !

@ radiodadio:

So eine Jean Nantais-Zarge ist bestimmt sinnvoll, wenn man das Abrollgeräusch des Reibrades ( natürlich nur die Voodoo-4-Speichen-Version ! ) bei allen Geschwindigkeiten auf ein Minimum senken will. Klappt aber auch nur, wenn der Reibradgummibelag die optimale Betriebstemperatur erreicht hat. Ich hoffe, Monsieur Nantais hat in seine Zarge eine Halterung für eine kleine E14-Glühlampe mit 5Watt eingearbeitet, damit das Reibrad vorgeheizt werden kann. Damit das Zargenholz nicht übermäßig austrocknet, sollte ein Sockel mit angebauten Reflektor verwendet werden.

+ ,
Erik
Marsilio
Inventar
#26 erstellt: 03. Jan 2015, 11:53
@Gerd: Wie sind denn die Tonarme so am SABA? Leicht, mittelschwer, schwer? Was für Tonabnehmer verwendest Du (mit welchen Erfahrungen)? Ich frage Dich das deshalb weil ein guter Bekannter von mir gerade einen Nachfolger für seinen nicht mehr so tollen Lenco L75 sucht - und ich ihm grundsätzlich geraten habe, angesichts seines Gesamtbudgets von ca. 200-300 Euro eher wenig für den Dreher und dafür umso mehr für einen guten Tonabnehmer auszugeben. Und warum eigentlich nicht Saba...

LG
Manuel
Domb_89
Schaut ab und zu mal vorbei
#27 erstellt: 03. Jan 2015, 12:44
Hallo,

vielen Dank für die zahlreichen Beiträge und Ratschläge!

Mittlerweile habe ich mich für den Thorens TD 115 entschieden! Gezahlt habe ich 95 Euro inkl. Verpackung und Versand.

Der Verkäufer hat auf meine Fragen hin immer sehr schnell und ausführlich geantwortet, sowie mir zahlreiche zusätzliche Fotos geschickt.

Für den Versand hat er mit zugesichert, dass alles fachgerecht verpackt wird (Teller demontieren und separat verpacken, ...)

Bin mal gespannt, wie er hier ankommen wird und werde dann gerne wieder berichten!!!!!!

Gruß

Dominik
sandmann319
Inventar
#28 erstellt: 03. Jan 2015, 12:57
@Manuel,

konnte keine Angaben über den Tonarm bekommen.
Er dürfte aber zu den leichten bis mittelschweren gehören.
Systeme mit einer Compliance von 15-20 gehen hervorragend
und damit ist die Auswahl natürlich sehr groß.

Ich benutze ein Sumico Perl, Shelter 201, beide mit 15
und ein AT91 mit Thakker Epo-Nadel mit 20.

Das AT91 benutze ich für unbekannte gebrauchte Platten,

das Sumiko wird am meisten benutzt, gutes Allround System was nie Nervt.

Das Shelter ist Grandios,
Die Abtastsicherheit des Shelter ist herausragend und etwas abgenutzte Platten verlieren ihren Schrecken,
weil Rauschen und Knistern sehr gut gedämpft werden.

Eine Raumausleuchtung wie ich sie selten gehört habe,
einzelne Instrumente/Stimmen stehen holografisch im Raum.
Sehr präziser und sehr weit hinabreichender Bass, alles etwas tiefer gelegt.
Instrumente werden extrem Natürlich und Hautnah abgebildet, als könnte ich sie anfassen.
Die Auflösung im Mittel und Hochtonbereich lässt kaum noch Wünsche offen.
Nach 4Std hören kenne ich keine Ermüdung.

Gleiches trifft aber auch auf das Sumico Perl zu, nur alles eine Stufe kleiner und ,für manch einen vielleicht etwas langweilig.
Beide Systeme zeigen aber erst nach ca. 50Std ihre volle Leistung.
Frag mich nicht warum die so lange brauchen.

Ist natürlich nur meine persönliche Meinung,
jeder hat so seine Vorlieben dabei.

Gruß Gerd

Gruß Gerd
Tywin
Inventar
#29 erstellt: 03. Jan 2015, 13:30
Hallo Manuel,

auf meinem inzwischen verkauften PSP250 liefen alle meine Systeme einwandfrei, genau so wie auf meinem Technics SL2000. Den Arm halte ich somit für einen typischen mittelschweren Arm.

Wie Gerd feststellte, ist der Überhang bei den Saba etwas kürzer als bei meinem Technics, somit kann man leider die Technics-Lehre nicht verwenden.

Die Geräte von Saba halte ich für sehr gute und günstige Alternativen zu den oft zu teuer gehandelten Drehern von Technics.

Ich hab meinen Saba PSP250 nur deshalb verkauft, da ich günstig an meinen Metz TX 4963 gekommen bin. Der gefällt mir optisch/thematisch besser an meiner Wega-Anlage und ich halte dieses Gerät auch für den vergleichsweise besseren Dreher.

Ich vermute mal, dass der Metz aber auch einen ganz anderen - inflationsbereinigten - Neupreis als der PSP250 hatte.

LG Tywin
akem
Inventar
#30 erstellt: 03. Jan 2015, 13:36

ESELman (Beitrag #22) schrieb:

Das AT-95E ist auch Gegenstand zahlreicher Upgrades.

Das AT-95E spielt schön dynamisch, nie langweilig mit kräftigem Bass und fein dosiertem Hochton (Kommentare, es klinge spitz der schrill dürften auf eine Fehlanpassung des Verstärkers hin deuten).


Suche den Widerspruch in Deiner Aussage...
Wenn das System so toll wäre, wie Du schreibst, warum sollte es dann so viele Upgrades geben??
Und daß der "fein dosierte Hochton" in erster Linie aus Verzerrungen besteht hast Du wohl auch noch nicht rausgehört. Das Ding hat eine gebondete, grobschlächtige Ellipse mit 11x18µm. "Fein dosierter Hochton" fängt bei 5x18µm an, Auflösung bei ner Gygernadel mit 6x70µm...
Das AT95E mag also der Einäugige unter den Blinden sein. Un das auch nur, weil es im Gegensatz zu einem Ortofon OM5E im Hochton wenigstens so tut, als ob. Und für die meisten ist ein Gekreische im Hochton besser als ein fehlender Hochton

Gruß
Andreas
joschbass
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 03. Jan 2015, 14:22
Das finde ich ja schön, hier so viel positives zu dem SABA zu lesen. Ich dachte wirklich, den kennt hier kaum einer.

Die genauen Werte zum Einstellen des Systems bekommt man übrigens bei vinylengine. Ist recht unkompliziert und kann durchaus ohne eine Schablone gemacht werden.

Das einzige Problem, was der betagte SABA hat, sind die Gummifüße, dich sich nach 35 Jahren auflösen.
Aber auch das kann man selber beheben.
sandmann319
Inventar
#32 erstellt: 03. Jan 2015, 15:58
Geht doch ganz einfach beim Saba (und anderen, wenn man es weiß)

Hier ein Foto
test

Wie auf dem Bild zu sehen, beträgt der Abstand, Kante vom Headshell zur Nadelspitze, hier 46mm,
damit ist bei diesem Plattenspieler der richtige Überhang eingestellt
und man muss nur noch den Systemkörper parallel zu den Längs-kanten ausrichten.
Das wäre hier alles an Justage, sehr einfach wie ich finde.
ESELman
Stammgast
#33 erstellt: 03. Jan 2015, 17:46
Hi,

akem, Deine Kritik ist m.A.n ziemlich daneben.
Für Dich mag ja ein guter Abnehmer erst ab schmaleren elliptischen Nadeln anfangen, wir sprechen hier aber über ein 20€ System Endkundenpreis inkl. Versand. und nicht eines das 200€ kostet.
In der Preisklasse des AT-95 und noch ein Stück darüber hinaus sind Rundnadeln Stand der Austattung.
Der Body hat Potential für bessere Nadeln wie halt die Linn und die LP-Gear u.A. zeigen.
Ortofon hat das mit seiner OM10-30 Reihe und den heutigen Modellen nicht anders gemacht.
Ebenso Goldring und sicher noch einige mehr.
Spielt das LP-Gear mit der Shibata-Nadel im AT-95 Body halbwegs auf dem Niveau des alten Linn K18, dann ist es für die geforderten 150$ keinen Cent zu teuer.
Das AT-95 bietet dem TE die Möglichkeit für ganz geringes Geld zu schauen, ob Ihm der grundsätzliche Charakter gefällt und kann dann halt auf Wunsch nachrüsten.
Im übrigen sprach ich von fein dosiert, was nicht gleichbedeutend mit fein auflösend ist.
Das hättest Du aus dem unmittelbar in den Klammern folgenden Text folgern können, wärest Du nicht auf einen erbsenzählerischen dummen Kommentar aus gewesen.

DerESELman
Marsilio
Inventar
#34 erstellt: 03. Jan 2015, 18:01
@Dominik: Viel Spass mit deinem TD115 - ich finde die punkto Design recht gelungen (ist natürlich immer Geschmacksache). Noch etwas Infos zum TD115 findest Du u.a. hier auf Holgers schöner Site (ist ebenfalls hier im Forum präsent): www.thorens-info.de
Berichte uns doch mal wie Dir der Dreher gefällt - und auch wie das alte Stanton klingt. Vielleicht ist dann ja Ersatz fällig, vielleicht gefällt es Dir aber auch prima. Hier gibt es für kleines Geld Nachbaunadeln: http://www.hifi-phon...satznadel--1883.html
Allerdings vermute ich, dass Du mit einem neuen Tonabnehmersystem noch mehr rausholen könntest.

@Gerd und Tywin. Danke für Eure Erfahrungsberichte, ich werde es so an meinen Bekannten weitergeben mit der Empfehlung, mal nach so eine Gerät zu schauen.

LG
Manuel
Domb_89
Schaut ab und zu mal vorbei
#35 erstellt: 03. Jan 2015, 19:21
Hallo,

danke für die Antworten!

@Manuel:

Kannst du mich denn schon einmal in Sachen Vorverstärker beraten?

Auf dem Gebiet bin ich nämlich absoluter Anfänger, da mein MEDION ja schon einen eingbaut hatte


Vielen Dank und schönes Wochenende

Gruß

Dominik
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Jojo_ am 17.01.2010  –  Letzte Antwort am 20.01.2010  –  8 Beiträge
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alexchilla97 am 16.02.2013  –  Letzte Antwort am 23.02.2013  –  21 Beiträge
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toyfriend am 14.06.2011  –  Letzte Antwort am 15.06.2011  –  3 Beiträge
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BoWeR am 04.12.2006  –  Letzte Antwort am 12.12.2006  –  36 Beiträge
Was brauch ich alles um platten zu hören?
Noiling88 am 27.04.2008  –  Letzte Antwort am 28.04.2008  –  5 Beiträge
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