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Bewertung Angebot Dual 1219 für Einstieg

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Autor
Beitrag
Honigbaum
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Apr 2015, 12:56
Hallo zusammen,

ich habe mich die letzten Tage jetzt durch etliche Thread gelesen, da ich den Einstieg in die Vinyl-Welt wagen will. Als Laie und Einsteiger ist es wirklich schwer, da die Meinungen bei den Beratungen natürlich weit auseinander gehen. Der erste schwört auf gebrauchte Waren, der zweite auf neue hochwertige Ware und zu guter letzt kommt der Tipp neu und günstig einzusteigen. Ich möchte eigentlich wirklich erst mal günstig einsteigen um zu schauen, ob ich dabei bleibe.

Ich habe nur einen AV Receiver - Denon X2000 - somit leider keinen Phono Eingang. Ich würde mich freuen, wenn ich inkl. Vorverstärker auf maximal 200 Euro komme. Wenn ich die anderen Threads richtig bewerte, dann wird es da bei Neugeräten, wenn man auch eine gewisse Qualität erwartet, schon schwer? Abgeneigt bin ich gebrauchten Geräten keinen Falls, da sie auch optisch ihren Charme haben.

Ich merke beim Stöbern aber, dass mir das Bewerten wirklich sehr schwer fällt. Und auch die Anzeigen hier in der Umgebung geben nicht sehr viel her, ebenso die Läden (oder hat jemand Tipps für Bremen?).

Daher wollte ich einmal auf eure Erfahrung zurückgreifen, in der Hoffnung, dass mir einige Leute beim Bewerten von gebrauchten helfen können - natürlich nur so weit dies aus der Ferne möglich ist.

Aktuell habe ich einen Dual 1219 gefunden. Zu finden hier: http://kleinanzeigen...172-13512?ref=search

Mich würde als erstes interessieren, was die Fachmänner unter euch zum Abnehmer und zur Nadel sagen. Weiterhin würde mich natürlich auch die allgemeine Meinung zu dem Gerät interessieren. Oder gibt es in der Preisklasse deutlich interessantere Geräte? Sehr wichtig wäre für mich aber der Preis. Wo würdet ihr das Gerät realistisch einordnen?

Ich bedanke mich vorab schon mal herzlichst für alle Antworten
Torben


[Beitrag von Honigbaum am 18. Apr 2015, 12:57 bearbeitet]
plattenmax
Stammgast
#2 erstellt: 18. Apr 2015, 13:35
Hi Torben,

Der Dual 1219 ist schon ein gutes Gerät,
vorrausgesetzt alles funktioniert.
Oft geht die Automatik nicht, weil der
Steuerpimpel sich zersetzt hat und normalerweise
plumpst der Lift hart auf die Platte, weil das
alte Silikonöl zur Bedämpfung sich mit der Zeit
aufgelöst hat.
Falls man aber einen revidierten bekommen kann ist
es ein ganz feines Gerät, was viel Spaß macht.

Wenn Du aber dieses Gerät kaufst, sind die 200 €
ja schon weg. Mein Tip, wenn Du so ein Gerät haben willst
wäre ein PE 3048 oder 3060. Diese Geräte sind von PE
gebaut worden nachdem die Firma PE von Dual übernommen wurde.
Qualitativ entsprechen sie einem Dual 1218/1219.

Ein ebenfalls unterschätzter Plattenspieler ist der Thorens TD105,
welcher für kleines Geld (ca.70-120€) angeboten wird.
Das ist ein so genannter Halbautomat. Heißt; der Tonarm hebt
sich am Ende und der Motor geht aus.
Hier hättest Du dann noch genug Geld über für einen Phonopre.
Z.B. die Pro-Ject PhonoBox MM für ca. 65 €.

Natürlich gibts etliche andere Dreher, die ebenfalls interessant sind.
Ich habe aber nur mit den genannten meine größtenteils guten
Erfahrungen gemacht.

Grüße
Tim
akem
Inventar
#3 erstellt: 18. Apr 2015, 14:13
Ein Shure-Tonabnehmer mit einer Ortofon-Nadel
Wie geht das denn? Entweder weiß er nicht, was er da schreibt, oder er hat die falsche Nadel in das System gesteckt (vielleicht sogar mit Gewalt??).
So oder so, ob mit intaktem System oder nicht, 200€ sind zu viel. Wenn es denn ein Dual sein soll, schau Dich mal auf www.dual-board.de um. Da werden immer wieder gut erhaltene bzw. instand gesetzte Duals zu realistischen Preisen verkauft. Und die wissen im Zweifel auch eher, wie man so ein Gerät verpacken muß, damit nicht nur ein Schrotthaufen ankommt (ich glaube 1m Fallhöhe müssen die Pakete üblicherweise aushalten...).

Gruß
Andreas
Honigbaum
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 18. Apr 2015, 18:58
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten.

@plattenmax
Wenn ich die 200 Euro zahlen würde, dann wäre mein Budget ausgereizt. Aber ich hatte die Vermutung, dass dieser keine 200 Euro wert ist und es steht ja auch VHB dran. Daher hatte ich gehofft, dass mir jemand sagen kann, wie viel man dafür maximal ausgeben sollte. Die von dir genannten "Nachteile" merke ich mir mal. Ich habe Sorge, wie so viele Laien hier, dass ich solche Defekt nicht erkenne. Weiterhin schau ich mir nachher mal die von dir genannten Geräte an. Danke.

@akem
Da geht es schon los. Solche Fragen stellen sich mir ja auf Grund des nicht vorhandenen Wissens gar nicht. Vielen Dank für den Hinweis. Das werde ich noch mal fragen. Du meinst also, dass das eigentlich nicht passen sollte? Du bestätigst auch meine Vermutung, dass 200 Euro zu viel sind. Das Gerät ist auch nur in meinen Fokus geraten, da es hier um die Ecke zu haben wäre. Ich könnte es mir also anschauen und Versand wäre auch nicht nötig. Das genannte Board schaue ich mir mal an. Vielen Dank.

Gruß
Torben
Quo
Inventar
#5 erstellt: 18. Apr 2015, 19:23
Moin Torben,
letzte Woche ist im Dual-Board ein 1219 für 90,-€ verkauft worden. (ohne System allerdings)
und der wurde von einem "Fan" durchgesehen und instand gesetzt.
Nur mal so als Anhaltspunkt.
Ich selber habe einen unrevidierten zum Freundschaftspreis von 20,-€ abgegeben.

Ich halte einen dreistelligen Betrag für die alten Reibradler eindeutig zu hoch.
spacelook
Stammgast
#6 erstellt: 18. Apr 2015, 20:44

Honigbaum (Beitrag #4) schrieb:
Das Gerät ist auch nur in meinen Fokus geraten, da es hier um die Ecke zu haben wäre. Ich könnte es mir also anschauen und Versand wäre auch nicht nötig.

Hi Torben,
besser geht es ja fast gar nicht
Fahr hin und teste den Dual an. (Und achte auf jede Kleinigkeit)
Der Preis ist für ein ungewartetes Gerät natürlich um einiges zu hoch.
Das geschickte Verhandeln liegt dann bei dir.
Aber nur so hast du Gewissheit, das du kein defektes Gerät bekommst.
Gruß
Klaus
Honigbaum
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 19. Apr 2015, 07:23
Guten Morgen,

vielen Dank mal wieder für die Antworten.

@Quo
Danke für die Anhaltspunkte. 90 Euro für einen überholten klingt preislich ja schon ganz anders, wenn auch ohne System. Mir fehlt hier auch das wissen, ob das verbaute System (Shure M91 MG-D) gut ist oder ob ich dieses eh auswechseln müsste. Ich würde mich mit einem überholten und vor allem justierten Gerät eh sicherer fühlen. Alleine traue ich mir das noch nicht zu und wenn ich dies noch machen ließe, wo mir hier in Bremen nur ein Laden blieb, dann sprengt es meinen Preisrahmen sicher. Optisch gefällt mir das Gerät aber sehr gut.

@spacelook
Ja, dass könnte ich machen. Aber ich habe leider niemanden im Freundeskreis, der sich gut mit Plattenspielern auskennt und ich bin wie gesagt ein absoluter Laie. Ich könnte auch vor Ort niemals sagen, ob das Gerät gut ist und wo es preislich einzuordnen wäre. Weiterhin trau ich mir auch das Einstellen noch nicht zu, wie oben geschrieben. Habe so etwas leider noch nie gemacht.

Ich habe hier in der Nähe noch einen Dual 1229 mit Shure 95 GLM gefunden. Dieser wird anscheinend von einem Liebhaber verkauft, der das Gerät gewartet hat (vielleicht ist er sogar hier aktiv? :)). Mit dem Gerät würde ich mich sicherer fühlen. Aber auch hier ist die Frage, ob der Preis in Ordnung ist und ob das System noch zu gebrauchen wäre oder ob hier eh ein Wechsel nötig ist? http://kleinanzeigen...-172-2638?ref=search

Weiterhin hat der Verkäufe auch noch ein Elan 750 II mit Elac STS 344 System da: http://kleinanzeigen...r/294237323-172-2638 Entschuldigt, dass ich euch hier mit Angeboten zu schmeiße, aber das ist momentan das einzige was man hier in der näheren Umgebung so bekommt.

Weiterhin gibt es hier im Forum gerade noch ein Angebot, was mit 375 Euro FP meinen Preisrahmen natürlich um einiges sprengt, in Summe aber auch ganz gut wirkt: http://www.hifi-foru...m_id=264&thread=1472

Ebenso wie die meisten Laien - zumindest habe ich das hier so beobachtet - habe ich auch noch Neugeräte in Betracht gezogen - auch wenn von diesen oft angeraten wird. Z.B. den Audio Technica AT-LP120. In Betracht habe ich diese gezogen, da ich wie bereits geschrieben erst mal ein Gerät für den Einstieg suche. Weiterhin kommt noch dazu, dass ich nur noch bis September hier bin, danach erst mal 16 Monate auf Reise. Mit Blick darauf wäre sicher etwas gebrauchtes sinnvoll, bevor der neue hier dann 16 Monate rumsteht. Ja, ich bin unentschlossen.

So ich lese mich erst mal weiter in die Materie ein. Vielen Dank an alle
Torben


[Beitrag von Honigbaum am 19. Apr 2015, 11:46 bearbeitet]
Quo
Inventar
#8 erstellt: 19. Apr 2015, 11:53
Moin Torben für den NAD und das Ortofon (wenn wirklich im neuwertigen Zustand) würde ICH 150,-€ ausgeben.
Blieben 225,-€ für den Thorens. Ob der das wert ist, müssen dir andere beantworten.

Der 1229 ist ein 1219 und auch zu teuer (imho)
Honigbaum
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 19. Apr 2015, 12:04

Quo (Beitrag #8) schrieb:
Moin Torben für den NAD und das Ortofon (wenn wirklich im neuwertigen Zustand) würde ICH 150,-€ ausgeben.
Blieben 225,-€ für den Thorens. Ob der das wert ist, müssen dir andere beantworten.

Der 1229 ist ein 1219 und auch zu teuer (imho)


Hallo Quo,

danke für deine Einschätzung. Bei den Kleinanzeigen ist es sicherlich normal, dass man den Preis höher ansetzt, da eh jeder versucht zu handeln. Wenn du, oder auch jeder andere, eine realistische Preisvorstellung zu dem Elac oder 1229 abgeben kann, dann immer raus damit. Ich versuche nebenher selbst mal zu schauen, was die Geräte sonst kosten. Elac hat bei mir, als gebürtiger Kieler, natürlich Sympathiepunkte

Gruß
Torben


[Beitrag von Honigbaum am 19. Apr 2015, 12:07 bearbeitet]
akem
Inventar
#10 erstellt: 19. Apr 2015, 12:09
Das Shure M91 ist ein normales MM. Die letztlich resultierende Klangqualität ist in erster Linie der Nadel und deren Qualität geschuldet. Wie bei allen Shures gibt es für jeden Body mehrere verschiedene Nadeleinschübe. Leider werden diese seit geraumer Zeit nicht mehr gefertigt, Restbestände sind rar und alt und die guten Nadeln tendentiell eher schon vergriffen. Allerdings gibt es von der japanischen Firma JICO hochwertige Nadeleinschübe zu kaufen, deren Nadeln einen SAS-Schliff haben. Die sind besser als die meisten Originalnadeln, kosten aber auch eine Kleinigkeit. Auf der japanischen Homepage sind die üblicherweise mit 133$ gelistet, Versand und Einfuhrumsatzsteuer kommen aber noch dazu.

Gruß
Andreas
Honigbaum
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 19. Apr 2015, 12:19
@akem
Hallo Andreas. Danke für die Infos. Das klingt für mich als Neuling, der erst mal günstig fahren will, eh so, als wenn sich der Kauf eines gewarteten Duals ohne Abnehmer und die Investition in einen neuen Abnehmer eher lohnen würde.

Gruß
Torben
akem
Inventar
#12 erstellt: 19. Apr 2015, 12:31
Ich habe hier in der Nähe noch einen Dual 1229 mit Shure 95 GLM gefunden. Dieser wird anscheinend von einem Liebhaber verkauft, der das Gerät gewartet hat (vielleicht ist er sogar hier aktiv? :)). Mit dem Gerät würde ich mich sicherer fühlen. Aber auch hier ist die Frage, ob der Preis in Ordnung ist und ob das System noch zu gebrauchen wäre oder ob hier eh ein Wechsel nötig ist? http://kleinanzeigen...-172-2638?ref=search

--> IMHO ein faires Angebot - wenn denn der Tonabnehmer eine halbwegs neuwertige Nadel hat. Der Dreher ist ist optisch in einem sehr guten Zustand und scheint technisch auch fit gemacht worden zu sein.

Weiterhin hat der Verkäufe auch noch ein Elan 750 II mit Elac STS 344 System da: http://kleinanzeigen...r/294237323-172-2638 Entschuldigt, dass ich euch hier mit Angeboten zu schmeiße, aber das ist momentan das einzige was man hier in der näheren Umgebung so bekommt.

--> Hätte ich ein weniger gutes Gefühl damit. Ist aber nur ein Bauchgefühl.

Weiterhin gibt es hier im Forum gerade noch ein Angebot, was mit 375 Euro FP meinen Preisrahmen natürlich um einiges sprengt, in Summe aber auch ganz gut wirkt: http://www.hifi-foru...m_id=264&thread=1472

--> Das Ortofon-System und der NAD PP2 sind nicht gut und werden Dich kaum dauerhaft zufrieden stellen. Zumindest nicht, wenn Du schon mal nen guten Dreher gehört hast...

Ebenso wie die meisten Laien - zumindest habe ich das hier so beobachtet - habe ich auch noch Neugeräte in Betracht gezogen - auch wenn von diesen oft angeraten wird. Z.B. den Audio Technica AT-LP120. In Betracht habe ich diese gezogen, da ich wie bereits geschrieben erst mal ein Gerät für den Einstieg suche.

--> Neugeräte haben halt ein schlechtes Preis-Leistungsverhältnis. Der LP120 konkret ist zwar nicht so schlecht (wenn Du ein intaktes Exemplar erwischst), leidet aber auch wie alle anderen Hanpin-Dreher unter Qualitätsschwankungen. Dazu gibt es hier im Forum mehr als genug zu lesen... Bei diesem Modell ist der Plumpslift scheinbar besonders "beliebt".

Gruß
Andreas
pe66
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 19. Apr 2015, 13:17
Hallo Thorben,

wenn an dem 1229 aus den Kleinanzeigen wirklich alles so überholt wurde wie beschrieben bekommst du vieeel Plattenspieler fürs Geld und hast die nächsten 20 - 30 Jahre keine Arbeit damit. Auch optisch steht der 1229 gut da. Die einzige unbekannte ist die Nadel.

Auch ich habe die letzten Monate zwei 1229 komplett gewartet und einen davon für sogar noch etwas mehr als den aus den Kleinanzeigen weitergegeben, allerdings hatte der am M91 eine neue EVG Nadel dran, eine der wenigen Nachbaunadeln die auf etwa gleichem Niveau spielen wie die orignale Nadel.
Von daher betrachte ich den Preis nicht als unangemessen.
Wenn du ihn ohne viel Aufwand selbst abholen kannst, umso besser.

Und noch so nebenbei, billiger werden solche Geräte in diesem Zustand die nächsten Jahre sicherlich nicht.

Gruß Peter
Honigbaum
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 19. Apr 2015, 16:26
Erstmal wieder ein generelles Danke an alle, die sich die Mühe machen mir hier zu helfen.

@akem
Danke für deine Einschätzung. Vom Neugerät Technica AT-LP120, dem Thorens hier aus dem Forum und dem Elac 750 bin ich gedanklich erst mal abgedrückt. Die 1219 und 1229 gefallen mir optisch auch wirklich sehr gut, vor allem nach den letzten beiden Einschätzungen.

@pe66
Auch hier noch mal vielen Dank. Wie oben geschrieben ist der Dual 1229 nun auch eher in meinen Fokus gerückt. Deine Einschätzung hat mir da auch noch mal sehr geholfen. Und mit dem Preis hast du sicher Recht, die durchgeführten Arbeiten sind ja sicherlich auch nicht in 30 Minuten erledigt.

Der Anbieter des Dual 1219 aus meinem Eingangspost ist nach meiner Rückmeldung, dass mir dieser doch zu teuer sei von sich aus direkt auf 150 Euro runtergegangen.

Dennoch spricht mich der optisch echt feine und anscheinend gut gewartete Dual 1229 immer noch am meisten an. Ich habe den Anbieter mal kontaktiert und nach der Nadel gefragt.

Bei meiner Suche bin ich auch noch auf folgenden Dual 1219 gefunden. System kann der Verkäufer nicht erkennen, Nadel sei ein neuer Nachbau. Er bot mir aber weiterhin an, mir das Gerät mit Dual DMS 240 E und DN 241 Nadel für 140 Euro zu verkaufen.

Ich warte noch mal die Antwort zu Dual 1229 ab.

Danke und Gruß
Torben


[Beitrag von Honigbaum am 19. Apr 2015, 16:27 bearbeitet]
Honigbaum
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 19. Apr 2015, 17:43
Hallo zusammen,

ich habe mich nun noch weiter in die Materie eingelesen und ein paar Videos geschaut. Das Einstellen und zentrieren trau ich mir nun in gewissen Maßen doch zu.

Eine Frage die sich mir aber noch nicht ganz erschlossen hat, vor allem wenn man ein altes Gerät wie den Dual 1229 kauft: Das Tonabnehmer nur mit bestimmten Nadeln zusammen passen habe ich ja schnell verstanden. Weiterhin habe ich auch gelesen, dass die Tonabnehmer zum Gewicht des Tonarms passen müssen. Aber: passt überhaupt jeder Tonabnehmer an jeden Tonarm? Da gibt es doch sicher auch unterschiedliche Vorrichtungen und Bajonette? Falls ja, wo finde ich Infos zu diesem Thema?

Vielen Dank
Torben


[Beitrag von Honigbaum am 19. Apr 2015, 20:24 bearbeitet]
akem
Inventar
#16 erstellt: 19. Apr 2015, 18:11
Bzgl. "Gewicht" muß man unterscheiden:
- Eigengewicht des Tonabnehmers: jeder Tonarm kann nur Tonabnehmer in einem bestimmten Gewichtsbereich ausbalancieren. Ein System darf nicht zu leicht sein (sonst schlägt das Gegengewicht vorne an bzw. kann nicht weit genug nach vorne geschoben werden) und auch nicht zu schwer (sonst fällt das Gewicht hinten von der Achse runter). Wobei hier die Auflagekraft auch noch eine Rolle spielt: hab ich einen TA z.B. mit 4g Eigengewicht, ist es ein Unterschied, ob es 1g Auflagekraft braucht oder 2g oder noch mehr. Gibt der Arm z.B. ein Mindestgewicht von 5g vor, kann ein 4g Tonabnehmer mit 1g Auflagekraft trotzdem noch zu justieren sein. Braucht er 2g reicht es mit einiger Sicherheit nicht mehr.
- effektive Masse des Armes: das ist kein Gewicht im eigentlichen Sinne sondern ein Maß für das Trägheitsmoment des Tonarms. Zusammen mit dem Eigengewicht des Tonabnehmers und dessen Nadelnachgiebigkeit (engl. Compliance) ergibt sich ein schwingfähiges Feder-Masse-System mit einer gewissen Eigenresonanz. Die Frequenz dieser Eigenresonanz muß in einem bestimmten Bereich liegen, sonst kann sie die Abtastung stören. Dazu gibt es diverse Rechner im Netz.

Gruß
Andreas
akem
Inventar
#17 erstellt: 19. Apr 2015, 18:16

Honigbaum (Beitrag #15) schrieb:
Da gibt es doch sicher auch unterschiedliche Vorrichtung und Bajonette? Falls ja, wo finde ich Infos zu diesem Thema?


Ach ja: die mechanische Befestigung ist noch mal ein Thema. Mit Abstand am verbreitetsten sind die Halbzollsysteme. Die sind per Schrauben zu befestigen, die einen Abstand von einem halben Zoll haben (daher die Bezeichnung). Daneben gab es mal einen Versuch insbesondere japanischer Hersteller, einen Standard zu etablieren, um die Tonabnehmer Plug and Play fähig zu machen. Dazu wollte man die Befestigung, die Geometrie und das Gewicht bzw. die Auflagekraft standardisieren. Hat sich eine Zeit gehalten, heute ist das Angebot an solchen Tonabnehmern sehr dünn geworden (insbesondere im hochqualitativen Bereich). Außerdem gab es insbesondere früher diverse herstellereigene Befestigungssysteme (bis in die 60er Jahre, heute nur noch im Allerbilligstbereich). Letzteres beim Kauf unbedingt vermeiden!

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#18 erstellt: 19. Apr 2015, 19:30
Hallo,

die Duals haben einen "TK" genannten Schlitten, auf dem jedes 1/2-Zoll-System montiert werden kann. Ich hab einige TKs mit vormontierten Systemen - so kann ich schnell das gewünschte Magnetsystem einbauen, eben justieren und dann Mucke hören.

Auch neue Systeme kann man auf dem TK montieren, wenn man den Shure-Sound nicht mag.

Wichtig ist immer eine gute Nadel, wenn Du den Wechslerbetrieb nutzen möchtest nehm dafür eine Rundnadel, bei Nutzung als Einzelspieler (egal ob im Automatik oder manuellen Modus) dann eine elliptische Nadel.

Peter
Honigbaum
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 19. Apr 2015, 20:43
Hallo zusammen,

vielen Dank @akem für die vielen Infos. Das hat einiges noch klarer gemacht. Somit kann ich am Tonarm des Duals durch den TK also alles gängige anbringen. Das ist gut

@8erberg
Auch dir vielen Dank. Gibt es bei den TK's auch noch irgendwelche Unterschiede, insbesondere qualitativ oder handelt es sich hier bei wirklich "nur" um einen Schlitten? Ob mir z.B. der Klang des Shure 95 GLM gefällt, kann ich ja leider noch nicht sagen. Aber auch wenn dies der Fall ist, dann gibt es keine Originalnadeln mehr, wenn ich dies vorhin richtig verstanden habe, sondern "nur" noch Nadeln z.B. von JICO, die wiederum auch einiges kosten. Oder gibt es neben JICO Nadeln auch noch andere bezahlbare gute Nadeln, die ich an den Shure 95 bekommen würde? Irgendwo hatte ich noch etwas von Cleorec gelesen. Kann man eigentlich immer sphärische und elliptische Nadeln montieren? Ich hatte es so verstanden, dass für den privaten Gebrauch die elliptischen besser sind - oder war das in dem Artikel zu einfach "zusammengefasst"?

So, ich hoffe, dass ich morgen eine Antwort vom Anbieter bekomme. Bin schon ganz gierig

EDIT 20.04.2015 9:11 Uhr: Ich habe gestern beim Recherchieren noch gesehen, dass es eine Menge Nadeln für jedes Budget gibt. Sehr gut

Vielen Dank und euch alles noch einen schönen Abend
Torben


[Beitrag von Honigbaum am 20. Apr 2015, 07:11 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#20 erstellt: 20. Apr 2015, 07:39
Hallo,

die TKs wurden von Dual in so großen Mengen hergestellt, das wahrscheinlich noch in 1000en von Jahren bei Ausgrabungen welche gefunden werden...

Nadeln gibt es wirklich wie "Sand am Meer", man sollte aber immer daran denken, dass der Unterschied von 20 Euro zu 200 Euro schon "irgendwo" steckt...

Wenn Du auch Wechslerbetrieb nutzen möchtest (was die Platten bei vernünftigem Umgang nicht schadet), dann aber nur ne Rundnadel nehmen, der Austausch (Nadeleinschub tauschen, neu auspendeln, Auflagekraft und AS neu einstellen) ist ruck-zuck gemacht.

Vor allen Dingen ganz junge Leute kriegen große Augen, wenn eine Platte vom Stapel auf den Teller fährt, der Tonarm einschwenkt und die Musik ertönt...

Peter
pedi
Stammgast
#21 erstellt: 20. Apr 2015, 07:56
sollte man bei LPs aber tunlichst unterlassen.
8erberg
Inventar
#22 erstellt: 20. Apr 2015, 08:04
Hallo,

warum? Ich mach es seit über 30 Jahren und habe noch keine Schäden an meine Platten feststellen können.

Es gab extra Opernaufnahmen, deren Platten so gepresst worden sind, dass man diese über "Stapel" hören kann.

Peter
pedi
Stammgast
#23 erstellt: 20. Apr 2015, 08:12
bei singleplatten ists auch kein problem, da das label leicht erhöht ist.LPs sind normalerweise plan, wenn jetzt eine runterfällt, schabt sie auf der unteren, bis sie die sollgeschwindigkeit erreicht hat.
ich hab LP nie aud die wechselachse gepackt.
bei speziellen pressungen mag das gehen, aber normalerweise sind LPs nicht für wechsler ausgelegt.
kann aber natürlich jeder halten, wie er möchte.
Honigbaum
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 20. Apr 2015, 08:17
Guten Morgen zusammen,

ein Wechslerbetrieb hatte ich bisher nicht im Sinn. Ich werde mich nochmal über die unterschiedlichen Nadeln informieren. Aber wieso wird für den Wechlerbetrieb eine sphärische Nadel empfohlen? Lese ich es richtig raus, dass ein elliptischer Schliff die Abtastung besser ist, jedoch auch Fehler beim Zentrieren weniger verziehen werden als bei einer sphärischen Nadel?

Als ganz jung möchte ich mich nicht bezeichnen, aber mit meinen 29 bin ich auf jeden Fall kein Kind der Vinyl Generation

Gruß
Torben


[Beitrag von Honigbaum am 20. Apr 2015, 08:18 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#25 erstellt: 20. Apr 2015, 08:28
Hallo,

es gibt das Problem, das mit dem "steigenden Plattenstapel" der Abtastwinkel (VTA) nicht mehr passt. Es gibt zwar dafür den "Mode Selector", aber das ist eher ein Behelf (siehe http://dual.pytalhost.eu/1229p/dual1229p-07.jpg ).

Rundnadeln sind einfach toleranter...
Das war auch der Grund warum Dual den 1229 wunschweise mit einer Rundnadel oder einer elliptischen Nadel ausgeliefert hat.

Peter
Honigbaum
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 20. Apr 2015, 09:41
Vielen Dank an alle für die zahlreichen Hilfestellungen. Und das, obwohl ihr solche Fragen sicher in gleichen Ausführen oft bekommt. Ich habe mich mit dem Verkäufer des 1229 nun auf 180 Euro geeinigt und werde den Weg morgen mal antreten und das Gerät abholen.

Torben
8erberg
Inventar
#27 erstellt: 20. Apr 2015, 10:01
Hallo,

hier schon mal der Link zur Anleitung: http://dual.pytalhost.eu/1229/

Viel Spaß mit dem tollen Gerät. Der ist noch aus dem Vollen gefertigt - Maschinenbau

Peter
Honigbaum
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 20. Apr 2015, 10:37
Hallo Peter,

besten Dank. Da kann ich schon mal stöbern.

Nun muss ich mich noch mal Fix mit dem Thema Vorverstärker befassen. Da hatte ich beim Lesen schon oft gesehen, dass es für den Anfang günstige und gute Geräte gibt. Was mir als Laie auch nach viel googlen unklar ist: ist das Shure M95 G ein MM oder MC System? Und gibt es Empfehlungen für Vorverstärker? In einem anderem Beitrag hattest du mal den Behringer PP400 empfohlen

Gruß
Torben


[Beitrag von Honigbaum am 20. Apr 2015, 11:08 bearbeitet]
akem
Inventar
#29 erstellt: 20. Apr 2015, 11:39
Das ist ein MM. Ein MC paßt auch nicht wirklich auf die Duals, dazu sind deren Arme dann doch etwas zu leicht. Übrigens passen nich ALLE Halbzollsysteme auf den Dual-TK, da das TK eine gewisse maximale Breite und Tiefe vorgibt. Ohne es ausprobiert zu haben, aber ich habe mal gelesen, daß z.B. die 2M Serie von Ortofon zu breit sei. Also lieber mal die Abmessungen in den technischen Daten checken, bevor Du was neues kaufst (leider werden die nur selten angegeben). Im Zweifel im Forum fragen...
Noch was zu den Nadeln: elliptisch ist auch noch ein relativ einfacher Schliff und elliptisch ist auch nicht gleich elliptisch. Entscheidend sind die Verrundungsradien. Bei elliptischen Nadeln gibt es neben wenigen Exoten im Wesentlichen 3 Gruppen: 11x18µm, 8x18µm, 5x18µm. Erstere sind kaum besser als Rundnadeln, zweitere sind so der Feld-Wald-und-Wiesen-Schliff (den z.B. Ortofon bei allen seinen elliptischen Nadeln verwendet) und die letzteren sind die schärfsten Ellipsen. Mit letzteren kann man schon ganz brauchbar Musik hören, bei den anderen gibt es hörbare Defizite in Sachen Abtastverzerrungen und Auflösung. Bei einer Nadel für 20€ brauchst Du nicht davon zu träumen, daß sie 5x18µm hat
Daneben gibt es aber noch die interessanten, scharfen Schliffe: Shibata, Gyger/van den Hul, Line Contact, Micro Ridge, Jico-SAS usw. Die nehmen sich dann nicht mehr so arg viel, da spielen dann andere Dinge für die klangliche Diktion eine Rolle. Die spielen dann schon ziemlich verzerrungsarm und haben eine gute Auflösung (wenn es die Platte hergibt). Und: sie halten mit rund 2000h auch mind. doppelt so lange, wenn sie halbwegs korrekt justiert sind, was den Mehrpreis auch deutlich relativiert. Eine einfache Ellipse hält dagegen nur ~600...700h, eine Rundnadel nur 500...600h.

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#30 erstellt: 20. Apr 2015, 11:41
Hallo,

das Shure ist ein MM-System.
Das Behringer ist ein einfacher aber gut funktionierender Preamp.

Sollten die Anforderungen steigen kannst den immer ohne Verlust weiterverkaufen.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 20. Apr 2015, 11:42 bearbeitet]
dobro
Inventar
#31 erstellt: 20. Apr 2015, 12:03
Hallo Torben,

wenn ich dir einen guten Rat geben darf, solltest du das Gerät als Laie nicht kaufen. Mal im ernst, kannst du beurteilen, ob das Gerät technisch einwandfrei ist? Angefangen beim Reibrad, Lift, Multiselektor, Antiskating, Lager usw.

Wenn du wirklich mit Schallplatten anfangen möchtest, was ich heute nur schwerlich nachvollziehen kann, würde ich mir als Neuling eher ein Neugerät kaufen, z.B.

https://www.google.d...Quo0VZP7AsbYPI_ogbAC

Wenn es dich dann gepackt haben sollte und du mehr willst, kannst du dieses Neugerät wieder verkaufen und weiter schauen.

Gruß
Peter
Honigbaum
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 20. Apr 2015, 13:23
Hallo zusammen,

@akem
Vielen Dank für den kleinen Theorieüberblick. Ich werde erst mal bei der Nadel bleiben die dabei ist und schauen was raus kommt. Nach deinen Infos kann ich den Preis der Jico-SAS Nadeln dann auch ein wenig besser einordnen.

@8berg
Danke. Ich versuch es einfach mal mit dem Behringer.

@dobor
Soll richtig nachvollziehen kann es sicher keiner. Vor allem da ich selbst nie Schallplatten hatte und diese nur von meinem Vater kenne. Aber ich konnte bei der Musik die ich höre in den letzten Jahren schon viel beobachten, dass es mittlerweile eigentlich auch alles wieder als Vinyl gibt. Für Material ist also gesorgt. Weiterhin kommt dazu, dass ich für zuhause nicht mehr rein auf Streaming setzen möchte, auch wenn es bequem ist. Aber nicht alles was bequem ist, ist ja auch direkt gut. Da bleibt dann CD oder Vinyl. Und CDs habe ich auch kaum noch, geschweige denn einen CD Player. Der müsste also auch her. Und hier sind die Kosten sicher die gleichen. Mich spricht eine große Vinyl, die Haptik und das bewusstere Umgehen mit der Musik aber sehr an, daher habe ich mich am Ende dann dafür entschieden. Vielleicht ist es nur die Suche nach einem weiteren Sammelhobby welches Geld kostet, für sowas in ich anfällig.

Ich bin dir für deinen Rat dankbar, auch wenn der nun natürlich wieder etwas Unsicherheit geweckt hat. Aber du hast natürlich recht, ich kann es nicht wirklich beurteilen. Ich muss mich hier auf meine Menschenkenntnis und mein Gefühl verlassen. Beides ist zum Glück meistens ganz gut. Und sollte ich mich doch täuschen, dann hätte ich ein nicht wirklich intaktes Gerät. Das wäre natürlich schade. Ob ich dann selbst dabei gehen würde oder es machen lassen würde, darüber denk ich jetzt lieber noch nicht nach. Und für den Fall das alles gut ist: der 1229 ist ja nur ein wenig teurer als das von dir genannte Einstiegsgerät und verkaufen kann ich ihn sicherlich notfalls auch wieder. Und da bei einem Wiederverkauf der Verlust beim Neugerät größer ist als beim 1229 gleich sich das sicherlich wieder aus. Aber ich habe ja noch einen Tag Zeit darüber nachzudenken.

Gruß
Torben


[Beitrag von Honigbaum am 20. Apr 2015, 13:32 bearbeitet]
dobro
Inventar
#33 erstellt: 20. Apr 2015, 14:12
Hallo Torben,

ich selbst habe seit den 70ern Plattenspieler. Es waren Reibradler, Riementriebler und Direktantriebe dabei. Die kompliziertesten waren die Reibradler aufgrund der Mechanik und dem Wechselbetrieb. Ich will dich auch nicht von Plattenspielern abhalten, weil ich, wie du auch kennengelernt hast, die Haptik sehr mag. Aber ein 1219/29 er gehört schon zu den sehr komplexen Geräten. Empfehlenswerter wären für Anfänger - aus meiner Sicht, eher ein Dual 604/621 oder, den finde ich wieder sehr schön, einen Dual 601, wobei auch der gelegentlich speziell sein kann. Unkompliziert sind, wenn sie richtig eingestellt sind, Thorens TD 140er, 160er, 318er, 320 mit TP 16 MK IV. Als sehr problemlos habe ich den Technics SL Q3 kennengelernt. Der hat höchstens Probleme mit der Haubenhalterung.

Hier wäre z.B. ein Händler, der auch Garantie gibt:
http://www.analogrevival.de/plattenspieler/0-200/

Die Geräte dieser Seite sind aus meiner Sicht ihren Preis wert und du hättest eine Garantie. Dabei wäre auch ein bereits oben angesprochener Hitachi. Im Regelfall haben die Spieler auch schon ein System - für den Anfang sicherlich gut. Als Phono Pre käme auch in Frage:

https://www.google.d...UAg1VdPsN8OvPNHHgeAK

oder

http://project-audio.com/main.php?prod=phonobox&cat=boxes&lang=de

für MM und MC.

Aber du wirst auf 1.000 Fragen 1.500 Antworten bekommen ...

Gruß
Peter
selbstbauen
Inventar
#34 erstellt: 20. Apr 2015, 14:42

akem (Beitrag #29) schrieb:
Übrigens passen nich ALLE Halbzollsysteme auf den Dual-TK, da das TK eine gewisse maximale Breite und Tiefe vorgibt. Ohne es ausprobiert zu haben, aber ich habe mal gelesen, daß z.B. die 2M Serie von Ortofon zu breit sei. Also lieber mal die Abmessungen in den technischen Daten checken, bevor Du was neues kaufst (leider werden die nur selten angegeben). Im Zweifel im Forum fragen...
Gruß
Andreas


Hallo Andreas,

in der Tat, das 2M passt nicht. Man kann es aber passend machen, wenn man mit einem Teppichmesser an den beiden Seiten auf einer Länge von 2 mm etwa 0,1 mm abhobelt.

Dual TK

Die Verdickung an den Flanken muss weg. Die dünneren Seitenteile passen genau, man hat dann auch gleich eine mittige Ausrichtung. Das geht aber so leicht nur den TKs, die schmale Seitenflanken haben. Das sind die TK 14 oder 24, die TK 181 haben hohe Seitenflügel, da wird es schwieriger.

Gruß
sb
8erberg
Inventar
#35 erstellt: 20. Apr 2015, 14:49
Hallo,

wobei: wofür braucht man ein 2M, solange Ortofon die OMs noch im Programm hat...

Peter
Marsilio
Inventar
#36 erstellt: 20. Apr 2015, 15:10
Die OMs' - zumindest jene mit den richtig guten Nadeln (30, 40) sind Auslaufmodelle. Hier in der CH laut Generalvertreterin bereits nicht mehr erhältlich...

LG
Manuel
akem
Inventar
#37 erstellt: 20. Apr 2015, 15:12
Die Super OMs auch?
Dann gäbe es noch die VM-/5xx-Serie, die ja auch praktisch das gleiche sind, nur in nochmals anderem Plastik...

Gruß
Andreas
Marsilio
Inventar
#38 erstellt: 20. Apr 2015, 15:30
Zumindest hier in der CH ist auch mit der VM-Reihe Schluss...

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 20. Apr 2015, 15:33 bearbeitet]
Honigbaum
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 20. Apr 2015, 15:54

dobro (Beitrag #33) schrieb:
Hallo Torben,

ich selbst habe seit den 70ern Plattenspieler. Es waren Reibradler, Riementriebler und Direktantriebe dabei. Die kompliziertesten waren die Reibradler aufgrund der Mechanik und dem Wechselbetrieb. Ich will dich auch nicht von Plattenspielern abhalten, weil ich, wie du auch kennengelernt hast, die Haptik sehr mag. Aber ein 1219/29 er gehört schon zu den sehr komplexen Geräten. Empfehlenswerter wären für Anfänger - aus meiner Sicht, eher ein Dual 604/621 oder, den finde ich wieder sehr schön, einen Dual 601, wobei auch der gelegentlich speziell sein kann. Unkompliziert sind, wenn sie richtig eingestellt sind, Thorens TD 140er, 160er, 318er, 320 mit TP 16 MK IV. Als sehr problemlos habe ich den Technics SL Q3 kennengelernt. Der hat höchstens Probleme mit der Haubenhalterung.

Hier wäre z.B. ein Händler, der auch Garantie gibt:
http://www.analogrevival.de/plattenspieler/0-200/

Die Geräte dieser Seite sind aus meiner Sicht ihren Preis wert und du hättest eine Garantie. Dabei wäre auch ein bereits oben angesprochener Hitachi. Im Regelfall haben die Spieler auch schon ein System - für den Anfang sicherlich gut. Als Phono Pre käme auch in Frage:

https://www.google.d...UAg1VdPsN8OvPNHHgeAK

oder

http://project-audio.com/main.php?prod=phonobox&cat=boxes&lang=de

für MM und MC.

Aber du wirst auf 1.000 Fragen 1.500 Antworten bekommen ...

Gruß
Peter


Hallo Peter,

Nun gibst du mir aber gerade wirklich zu denken. Ich hatte die Hoffnung, dass ich bei so einem gewarteten Gerät im besten Fall erst mal keine Sorgen mehr habe und dies gut läuft. Entsteht an den Geräten denn oft Wartungsbedarf? Und wenn ja: ist es für einen technisch nicht unbegabten in Zeiten des Internets wirklich so schwer da selbst Hand anzulegen?

Torben
akem
Inventar
#40 erstellt: 20. Apr 2015, 16:03

Marsilio (Beitrag #38) schrieb:
Zumindest hier in der CH ist auch mit der VM-Reihe Schluss...


Anscheinend verdienen die Schweizer alle so gut, daß man die auf die überteuerte 2M Serie festnageln kann... Bin mal gespannt, wann sie das in Deutschland auch durchziehen (oder haben sie vielleicht gemerkt, daß die Kaufkraft in D schon deutlich gesunken ist?)...

Gruß
Andreas
Marsilio
Inventar
#41 erstellt: 20. Apr 2015, 16:14

akem (Beitrag #40) schrieb:

Marsilio (Beitrag #38) schrieb:
Zumindest hier in der CH ist auch mit der VM-Reihe Schluss...


Anscheinend verdienen die Schweizer alle so gut, daß man die auf die überteuerte 2M Serie festnageln kann... Bin mal gespannt, wann sie das in Deutschland auch durchziehen (oder haben sie vielleicht gemerkt, daß die Kaufkraft in D schon deutlich gesunken ist?)...

Gruß
Andreas


Wird so sein. Nur gibt es eben solche Typen wie ich, die dann halt doch irgendwie zu ihrem OM40 kommen...
akem
Inventar
#42 erstellt: 20. Apr 2015, 16:35
Geizkragen...

Gruß
Andreas
pe66
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 20. Apr 2015, 16:40
Hallo Torben,
hier nochmal der andere Peter,
wie ich ja bereits geschrieben habe, wenn der Verkäufer die Wartungsarbeiten so wie er sie beschrieben hat ordnungsgemäß erledigt hat, sollte mit über 90%iger Sicherheit für die nächsten Jahre Ruhe sein.
Laut seiner Beschreibung hat er ja alles gewartet was zu warten ist nach 40 Jahren Betriebs/Standzeit.
Das meiste davon lässt sich bei der Vorführung auch kontollieren:

Motor: Bestenfalls nicht hörbar, wenn dann sollte er so leise sein dass du ihn erst hörst wenn zu das Ohr schon fast an der Zarge hast. Der VK soll dir den Dreher aus der Zarge holen, sind an der Unterseite des Motors drei Muttern statt Nieten wurde das untere Motorlager zerlegt und überholt, sind es Nieten ist er entweder ein Vollprofi oder Lügner

Tellerlager: Der Teller sollte geräuschlos mindestens 40 Sekunden nachlaufen, tut er das ist alles ok.

Reibrad: Wenn es nicht rumpelt ist alles ok.

MS: Einfach ein paarmal auf Single und Multi schalten. Bei ausgependelten Tonarm mit 0 Auflagekraft muss der Arm absolut freigängig sein und beim Pustetest oder antippen ohne Blockade nach innen schweben. Auch da ist eine Sichtkontrolle der Wartung möglich: Als Ersatz für den meistens verhärteten/gerissenen Gummi wird üblicherweise eine 3/8 Quetschdichtung verwendet von der meistens außen etwas abgeschnitzt wird.

Automatik: Start/Stop, Pitch und Plattengrößenkennung durchprobieren, macht er alles, ist auch alles ok. Sichtkontrolle: Ist es auf der Unterseite sauber/frisch geölt oder hängt altes Fett dran.

Passende Tonabnehmer und Nadeln ab 100,-€ gibt es für die nächsten Jahre (Jahrzehnte) mehr als genug zur Auswahl.

Falls es dann bei dir trotzdem zu Problemen kommen, melde dich im Dual-Board an, wir haben da noch jeden Dual (auch scheinbar hoffnungslose Fälle) wieder ans Laufen bekommen.

Gruß Peter
8erberg
Inventar
#44 erstellt: 20. Apr 2015, 16:41
Hallo,

ein ordentlich gewarteter Dreher läuft wieder (je nach Qualität der Wartung) min. 10 Jahre problemlos.

Meine erste Pflegefälle aus Ende der 1990er Jahre tuns noch bis heute ohne Macken.

Bei der Abholung gugg Dir folgendes an:

1. Automatik sollte bei allen Geschwindiigkeiten funzen
2. Strobe sollte leuchten und die Drehzahlen gehalten werden (also im Strobo ein Strich stehen)
3. Der Mode-Selector sollte ohne Probleme von Multi auf Single eingestellt werden könne
4. der Tonam sollte auf Auflagekraft und Antisktating"0" und "lift unten" schweben und weder Richtung Tonarmbasis noch Richtung Tellermitte laufen
5. der Motor sollte unhörbar sein

wenn das alles ok ist wirst Du noch lange Spass mit dem Dreher haben.
Die 1229 sind aus dem Vollen geschnitzt - die Amis waren absolut begeistert von dem Gerät, über die Hälfte der Produktion ging dorthin.

Peter
pe66
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 20. Apr 2015, 16:45
@Peter:
Diesmal war ich schneller , aber jetzt ist es komplett.

Gruß Peter
8erberg
Inventar
#46 erstellt: 20. Apr 2015, 16:57
Hallo Namensvetter,

so kanns gehen

Wir haben ja die gleiche Meinung...

Peter
Honigbaum
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 20. Apr 2015, 19:24
Ein riesigen Dank an die Peters! Mit den Fakten kann ich das Gerät sicher gut prüfen.

Nun aber noch eine ganz andere Wendung: meine Freundin meinte, dass ihr Opa noch einen neuen ungenutzten Dreher hat, welchen ich erstmal zur Leihe haben könnte. Opa sagte 10 Jahre alt, Oma meinte 30 Jahre. Aus dem Karton vom Dachboden kam dann eben ein Luxman PD-284. Kann jemand etwas zu dem Gerät sagen?

Hab gerade nur das hier gefunden: http://www.hifi-stud...84/Luxman_PD-284.htm

Gruß
Torben


[Beitrag von Honigbaum am 20. Apr 2015, 19:38 bearbeitet]
Honigbaum
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 20. Apr 2015, 21:22
Nach so langer Zeit noch Schweigen. Kennt keiner das Gerät?

Schönen Abend noch
Torben
sandmann319
Inventar
#49 erstellt: 20. Apr 2015, 21:37
Technische Informationen gibt es bei Venylengine
Link
Anmelden tut nicht weh.

Hier unter Kleinanzeigen
Link
Preis 499,-€ (das doppelte vom damalige Neupreis)

Die Suchfunktion (oben rechts) gibt auch was her.
Ansonsten war Luxman der Hauptkonkurent von Accuphase,
das dürfte dir wohl etwas sagen.

Wenn du ihn nicht willst, her damit, ich nehme ihn gerne

Gruß Gerd
dobro
Inventar
#50 erstellt: 21. Apr 2015, 05:27
Hallo Torben,

das ist ja mal eine Wendung. Ich wünsche dir viel Spaß mit dem Lux. Da er bis 84 gebaut wurde, hat deine Oma wohl recht

Wenn du ihn so bekommst, kannst du ihn im Zweifel auch von einer ordentlichen Werkstatt prüfen lassen. Möglicherweise ist die Nadel verhärtet. Das wirst du aber an einem flachen Klangbild relativ schnell merken.

Gruß
Peter
TomBe*
Inventar
#51 erstellt: 21. Apr 2015, 06:12
Mojn Torben,

der 284 war ein günstiger Einstiegsdreher...speziell was den Tonarm anbelangt.
Immerhin ist der in der Höhe einstellbar. Ich habe meinen vor nicht allzu langer Zeit für 150 verkauft.
Viel mehr sollte man dafür auch nicht ausgeben. Klangtechnisch und "optisch" fand ich ihn super.
Man kann durchaus damit glücklich werden, aber außer einer Endabschaltung hat er nicht den
Komfort einer Automatik wie bei einem 1229/1249.
Die Preise, die z.T. dafür aufgerufen werden sind der Brüller
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