Hilfe - PE 3040 - Leinetal - Dual CDS 660

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Zehtra
Neuling
#1 erstellt: 30. Mai 2015, 15:00
Hallo liebe Gemeinde,

ich habe vor einigen Tagen folgendes Gerät erworben:

einen Schallplattenspieler der Marke PE
Model 3040 / Leinetal
DUAL CDS 660 System

http://e-pard.com/ebay/order/id391086907920/

Ich bin absolut neu in der Schallplattenwelt und habe keinerlei Ahnung.

Ich habe mit dem Gerät schon Radio etc hören können, allerdings kann ich die eingelegten Schallplatten nicht abspielen...

Brauche ich evtl noch zusätzliches Material um Platten abspielen zu können? Evtl. Vorverstärker o.ä?

Vielen, vielen dank für eure Hilfe!

MfG

Zehtra
akem
Inventar
#2 erstellt: 30. Mai 2015, 15:56
Das Dual CDS 660 ist ein Keramiktonabnehmer. Sowas braucht keinen Vorverstärker, klingt dafür auch nur, äh, sagen wir mal mittelprächtig... Ein Relikt der 60er Jahre halt, wo Elektronik noch richtig teuer war und damit nur richtig guten Geräten vorbehalten war, und auch danach hat man noch Keramiksysteme eingesetzt, um ein paar Mark zu sparen (und heute macht man das sogar auch wieder bei so 50€ Billigstfräsen).
Bau den Tonabnehmer mal aus und prüfe ob
- bei der Wendenadel überhaupt noch ein Diamantstift drin steckt (der rutscht gerne mal aus der Fasssung)
- die beiden Keramikbalken da drin (so weiß bis hellgrau) noch ganz sind oder gebrochen
- ob der Gummi, der Nadel und Keramik verbindet, noch ganz ist
So oder so wäre ein neuer Magnettonabnehmer eine sinnvolle Investition, da Keramiksysteme auch recht hohe Auflagekräfte brauchen (so 3-4g), was nicht besonders plattenschonend ist. Wie gesagt, klanglich sind Keramiksysteme jetzt auch nicht der Brüller, selbst ein Audio Technika AT95E für 20-30€ schlägt so ein Keramiksystem zweistellig. Für ein MM-System brauchst Du dann allerdings einen Phono-Vorverstärker. In meiner Jugend hatte ich auch mal so eine Kompaktanlage mit Keramiksystem. Zwischen Tonarm und restlicher Elektronik ist ein Verbindungskabel, das ich dann aufgetrennt habe und wo ich die Phonostufe eingeschleust habe. Hat prima funktioniert, mußt halt bei der Auswahl der Phonostufe auf die Platzverhältnisse in dem Kasten achten.

Gruß
Andreas
laminin
Stammgast
#3 erstellt: 30. Mai 2015, 22:11

wäre ein neuer Magnettonabnehmer eine sinnvolle Investition


nein, da ist ein 2-pol Motor verbaut, und mit allem mehr empfindlichen als einem Keramiksystem wirst du alles von Brummen ueberlagert kriegen, siehe


[Beitrag von laminin am 31. Mai 2015, 00:39 bearbeitet]
Zehtra
Neuling
#4 erstellt: 31. Mai 2015, 13:24
Oh man

Danke vielmals für eure Antworten. Dann scheint das Gerät defekt zu sein...

Ist nun leider schon der 2te Gebrauchte in Folge der seinen Zweck nicht erfüllt.

Ich denke ich werde mich dann mal nach einem "neuen" Gerät umschauen.

Sind diese "USB-Plattenspieler" zur reinen Plattenwiedergabe zu empfehlen?


Gruß
akem
Inventar
#5 erstellt: 31. Mai 2015, 14:41
Eher nicht.
Mit einem Gebrauchten bist Du was Preis-Leistung angeht schon nicht verkehrt. Aber es sollte halt nicht unbedingt eine Antiquität wie der PE sein und Du solltest den Dreher beim Verkäufer vor dem Kauf besichtigen und vorführen lassen. Wenn der Verkäufer nichts zu verbergen hat, geht er darauf ein. Achte darauf, daß der Dreher ein MM (oder je nach Budget auch ein MC) hat und kein Keramik- oder Kristallsystem hat. Außerdem muß der Tonabnehmer mit der gängigen Halbzoll-Schraubmontage befestigt sein. Alle Stecksysteme oder sonstige herstellereigenen Befestigungssysteme beschränken nur unnötig die Auswahl an Tonabnehmern und Du mußt Dich mit bescheidener Qualität an der Stelle zufrieden geben. Im Worst-Case kriegst Du keinerlei Ersatzteile.
Achte darauf, daß das Anschlußkabel Cinchstecker hat (früher waren DIN-Stecker üblich, da müßtest Du dann mit brummanfälligen Adapterlösungen arbeiten). Heutige Geräte haben nur Cinchstecker bzw. Buchsen.
Beim Besichtigen folgendes prüfen:
- Teller anschieben: läuft der geräuschlos? Bei Riemenantrieb den Riemen abnehmen und prüfen, wie lange der Teller nachläuft. Bleibt der sofort wieder stehen, steht es mit dem Lager nicht zum Besten. Dann Finger weg.
- Tonarm ausbalancieren, so daß er frei schwebt und das System möglichst weit oben hat (aber nicht am Anschlag). Dann am Headshell/Tonkopf leicht anpusten und prüfen, ob der Arm nickt. Dann das gleiche von der Seite (Antiskating hierzu auf Null stellen!): läuft der Arm ohne Hakeln bis zum Ende durch?
- Dann wieder Auflagekraft und Antiskating einstellen und eine Platte abspielen. Gehen beide Tonkanäle? Gibt es auffällige Verzerrungen? Ist die Hochtonwiedergabe klar und sauber oder schmiert es? Falls nein, ist eine neue Nadel fällig (gut für die Preisverhandlung...). Dann solltest Du am besten gleich an Ort und Stelle googeln, ob es für den betreffenden Tonabnehmer überhaupt noch (Original!)Nadeln gibt. Bei vielen Systemen z.B. von Shure oder Audio Technika ist das nämlich keineswegs der Fall...
- Gibt es irgendein Brummen zu hören? Wenn ja, prüfen, ob das schon bei ausgeschaltetem Dreher brummt oder erst, wenn die Nadel auf der Platte liegt. Im ersteren Fall ist es ein elektrisches Problem, was sich evtl. leicht lösen läßt, im zweiten Fall ist der Motor bzw. dessen Aufhängung hinüber oder Murks (in der Regel ist das ein Totalschaden und auf jeden Fall nicht leicht zu reparieren! -> Finger weg!).

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#6 erstellt: 31. Mai 2015, 16:34
Hallo,

was ist denn defekt? Eigentlich sollte das funzen, dreht der Plattenteller? Tuts die Automatik? Woran scheitert es?

Eine neue Nadel kostet nur ein paar Euro zum Testen.... (DN 8, ich hab leider keine mehr, bei Ebay oder im Dual-Board fragen)

ist der Plattenspieler korrekt eingestellt?

Siehe Anleitung: http://perpetuum-ebner.pytalhost.com/3040/

Mit guter Nadel, korrekter Einstellung und regelmässigem Nadelwechsel (nach je 150 LP-Seiten die Nadel umklappen bzw. nach der 2. Seite tauschen) passiert dem Vinyl auch nix.

Peter
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