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Dual 1219 qualitative Einordnung?

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PvB03
Stammgast
#1 erstellt: 10. Jul 2015, 16:18
Hallo zusammen, seitdem ich zurückdenken kann, war oben genannter Plattenspieler ein Teil meiner Anlage. Nun überlege ich mir, mir ein paar Platten zu kaufen, nur um das Ding mal zu bewegen.
Er läuft einwandfrei, das weiß ich, weil ich die abgenudelten Platten meiner Eltern probiert habe.

Da ich mir inzwischen ein komplettes Sony-ES-System hingestellt habe, habe ich mich mal nach einem Sony Plattenspieler erkundigt, habe da aber nur Teile gesehen, wie man sie sich an der Oberseite einer 80er Jahre Universum vorstellt, die sehen total billig aus.

Was haltet ihr denn von dem Modell? Wie würdet ihr den einordnen - Basis, Mittelklasse - High End?

Mit besten Grüßen,
Philip
Marsilio
Inventar
#2 erstellt: 10. Jul 2015, 17:01
Hi Philip

Dein Dual 1219 ist sehr alt, ein Reibradler, der braucht im Vergleich zu einem Direkttriebler naturgemäss etwas mehr Zuwendung. Aber auch: Der 1219 ist gut, neben dem Nachfolger 1229 das Topmodell unter den Dual-Reibradler. Frisch gewartet und mit dem richtigen Tonabnehmersystem versehen ist der sogar verdammt gut!

Daher lohnt es sich absolut, sich mit der doch etwas spezielleren Materie dieses alten Reibradlers auseinanderzusetzen.

Hier siehst du mal, was Profi-Dealer von dem Teil halten:
http://bliss-shop.ch...plattenwechsler.html

Auf gar keinem Fall würde ich so ein Schätzchen durch einen Sony-Plastikbomber oder ein neumodisches Pro-Ject- oder Rega-Brettchen ersetzen.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 10. Jul 2015, 17:04 bearbeitet]
PvB03
Stammgast
#3 erstellt: 11. Jul 2015, 19:57
Danke für die positiven Neuigkeiten...

Ich wollte ihn auch nicht wirklich austauschen, ich habe es nur in Erwägung gezogen, um ein schönes, abgestimmtes System zu haben.

Aber gut. Mein Vater hatte den damals ziemilch professionell mit matter schwarzer Folie an den Seiten beklebt, optisch passt er zu dem Rest einwandfrei.

Dann werde ich mich ein wenig um das Teil kümmern und den so behalten.
boozeman1001
Inventar
#4 erstellt: 11. Jul 2015, 20:27
Der 1219 ist, wie schon geschrieben, der beste Reibradwechsler, den Dual gebaut hat. Unglaublich massiv und für die Ewigkeit gebaut.
Der Tonarm ist absolute Spitzenklasse und kann auch sehr hochwertige Systeme hervorragend führen!
Wenn er gut gewartet ist (Reibrad, Motor, Tellerlager), hält sich auch der systembedingte Rumpel so in Grenzen, dass er praktisch keine Rolle spielt.
Ich habe selbst einen 1219 und würde den nie wieder hergeben.
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 11. Jul 2015, 21:10
Nabend !

1.
Der Eidgenosse hat auch halbfeuchte Tagträume, die nicht subventioniert zu werden brauchen.

a) Tellerrand mit Schlieren
b) Tonabnehmer mit billiger Pfeiffer-Nachbaunadel
c) Auflagekraft versus Antiskating

Leude, immer schön auf die Details achten !

2.
" Nichts bleibt für die Ewigkeit " - Zitat: Die Toten Hosen

Ihr DUAL-Fetischisten und Eure Übertreibungen ....

MfG,
Erik


[Beitrag von Wuhduh am 11. Jul 2015, 21:22 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#6 erstellt: 11. Jul 2015, 21:21
Lieber Erik

Unterschätz' mal den Philip nicht, der weiss schon was es braucht dass analog gut klingt und wird wohl kaum eine Pfeiffer-Nadel...

Schöne Grüsse ins wohl etwas überhitzte Berlin

Manuel
Wuhduh
Inventar
#7 erstellt: 11. Jul 2015, 21:26
Hier izz nüscht mehr zu warm bis überhitzt.

DU hast den Link zu dem Fuzzi gesetzt. Und der hat eine Dödel-Pfeifer-Nadel drauf.

Philip muß halt sehen respektive hören, wie weit er mit dem Gerät zufrieden sein könnte.

MfG,
Erik
spacelook
Stammgast
#8 erstellt: 11. Jul 2015, 22:27
Hi Erik,
was sollen deine nichtsaussagenden Kommentare?
Sie helfen dem Themenerteller in keinster Weise weiter, sondern provozieren nur Streit um Nichtigkeiten: hier zu einem Beispielslink.
Dieser Umgangston fällt mir vor allem seit einiger Zeit in diesem Board auf, in anderen den Themen entsprechenden Boards geht es viel humaner und sachlicher zu.
Gruß Klaus
fordgranada23
Stammgast
#9 erstellt: 12. Jul 2015, 09:43
BTT bitte,
es wäre echt fein wenn man beim Thema bleiben könnte....

der 1219 gehört zu den besseren Geräten die der Markt hergibt / gab, natürlich unterliegt er auch einem gewissen Hype. Aber dem stehen seine Techik und seine Qualität nichts nach.

Wenn er dir Gefällt, behalten, einen Service ist er immer Wert, aber dazu findest du mehr Infos im Dual-Board, sehr kompetent, freundlich und hilfsbereit. Mit weniger unqualifizierten Zwischnerufen.
Viel Spaß mit dem Dreher und lass dich nicht von den Reibradmythen verängstigen, Reibrad-Riemen-Direkt hat alles seine Vor und Nachteile, das ist wie wenn man Front Heck und Allrad Antrieb vergleicht, Funktionieren tun alle, es hat halt jeder seine Vorzüge.... und der Anwender seine persönlichen Präferenzen..

LG J
Marsilio
Inventar
#10 erstellt: 12. Jul 2015, 12:22
Wir alle hier kennen den Erik...

@Philip: Was hast du eigentlich für einen Tonabnehmer auf deinem 1219er drauf?

LG
Manuel
PvB03
Stammgast
#11 erstellt: 12. Jul 2015, 15:13
Was ist denn hier los?`

Ok, Tonabnehmer ist ein ELAC (die sind nicht schlecht, oder?). Das ist ein ESG 796.
20150712_165656

Hier noch ein Bild von dem ganzen Tonarm
20150712080959

Bitte entschuldigt, liebe Dual-Liebhaber, ich bin zeitlich noch nicht dazugekommen, das gute Stück mal auseinanderzunehmen und zu reinigen.

Den originalen Plattenteller habe ich leider nicht mehr, da ist ein antistatischer Teller drauf.

Ich habe im Keller noch eine eingescheißte U2-LP gefunden und habe die mal getestet, anhören tut sich der Dual wirklich verdammt gut.

Grüße,
Philip
boozeman1001
Inventar
#12 erstellt: 12. Jul 2015, 18:37
Wenn das Elac Noch eine intakte Originalnadel hat, hast du da was ganz feines!
8erberg
Inventar
#13 erstellt: 12. Jul 2015, 18:43
Hallo,

das Elac ist ein Klassesystem - wenn Originalnadel mit van den Hul-Schliff.

Nachbauten sind dagegen - seufz.

Bitte nie das System im Plattenwechselbetrieb einsetzen.

Eric hat ne leichte Dual-Allergie... für ihn sind die Dreher einfach nur Bazarware für halbtaube Leute...

Fragen wir die Amerikaner: die bejubelten die Geräte und kauften den12919/1229 in sehr großen Mengen, über 60 % gingen in die USA.
Tja, dann wurde die D-Mark teuer und der Yen blieb für Amis billig...

Peter


[Beitrag von 8erberg am 12. Jul 2015, 18:50 bearbeitet]
PvB03
Stammgast
#14 erstellt: 12. Jul 2015, 19:36
Die Nadel sollte original sein.
Mein Opa hat den damals neu gekauft, kaum benutzt und der lag im Keller bis ich mir vor ein paar Jahren eine Mischmaschanlage aus Restbeständen zusammengestellt habe.

Wie gesagt. Anhören tut sich der Dual wirklich verdammt gut.

Also es ist auf jeden Fall ein keramischer Abnehmer (nennt man das so?) Einstellung am Sony TA-F535R ist MC.
akem
Inventar
#15 erstellt: 12. Jul 2015, 19:51
Das ELAC ist ein MM-System und die Einstellung am Verstärker sollte entsprechend auch auf MM sein. Wenn der Verstärker auf MC eingestellt ist und es klingt trotzdem gut, dann verstehe ich das überhaupt nicht...

Keramische Abnehmer hat man vor mehreren Jahrzehnten mal in billigeren Drehern verwendet, als Verstärker noch richtig teuer waren (sprich mit Röhren gebaut waren). Später dann nur noch in Billigst-Equipment. Heute findet man das leider auch wieder, bei Plattenspieler-Attrappen für 50€ und so'n Schrott... Qualitativ sind die Dinger mehr als suboptimal.

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#16 erstellt: 12. Jul 2015, 20:00
Hallo,

ja, auf MC und guter Klang ist wirklich komisch...

Peter
PvB03
Stammgast
#17 erstellt: 12. Jul 2015, 20:04
Okay, ihr dürft mich hauen
Ich hab die Legende über dem Knopf soeben erfolgreich verwechselt.
Ist MM
8erberg
Inventar
#18 erstellt: 12. Jul 2015, 20:06
Hallo,

och, 0,5 so wild...

Hauptsache alle Klarheiten sind beseitigt...

Peter
Marsilio
Inventar
#19 erstellt: 12. Jul 2015, 20:28
Gut erhaltener Dual 1219 mit Elac ESG796 und kaum gebrauchter Originalnadel - schön vintage und sehr lecker...

Vielleicht ab und an mal eine Revision am Dreher (wenn du das nicht selber machen willst halt machen lassen). Und bei Jico gibt es auch sehr feine Nachbaunadeln fürs Elac.

Du kannst dich also getrost an den Aufbau einer schönen Plattensammlung machen, die technische Grundlage bei dir ist dafür vorhanden.
Hat dein Opa damals gut ausgewählt!

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 12. Jul 2015, 20:29 bearbeitet]
PvB03
Stammgast
#20 erstellt: 12. Jul 2015, 20:45
Mein Opa hat Geschmack.
Der Dual hing immer (bevor er in meiner Hände geriet) an einer Revox 7er-Serie mit T+A-Lautsprechern.

Danke an euch alle für die ganzen Infos,
eine neue Nadel werde ich vielleicht noch in Erwägung ziehen, wenn das Ding ein bischen gelaufen ist, aber wie gesagt, U2 hört sich sehr klar und dynamisch an, die Nadel ist wie neu.

Und eine Jico kostet auch ein Bündel, mein System braucht die teuerste, die Jico für Elac-Systeme herstellt
http://www.jico-styl...=93&products_id=1332


[Beitrag von PvB03 am 12. Jul 2015, 20:57 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#21 erstellt: 12. Jul 2015, 21:26
Hochwertige Plattenspieler verdienen eben auch hochwertige Nadeln.

Und die Jico-Nadeln sind diesen Preis absolut wert. Für meinem Dual 704-Plattenspieler habe ich so ein älteres Shure V15V-System, für das schon längst keine Orginalnadeln mehr verfügbar sind, mit einer SAS-Nadel von Jico erfolgreich wiederbelebt. Ein vergleichbar gutes Tonabnehmersystem aus aktueller Produktion kostet schnell mal 350-500 Euro. Ausserdem halten die raffinierten Nadelschliffe wie z.B. Shibata oder eben SAS gerne doppelt so lange als die "normalen" elliptischen Schliffe, was die höheren Preise auch wieder etwas relativiert.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 12. Jul 2015, 21:27 bearbeitet]
dobro
Inventar
#22 erstellt: 13. Jul 2015, 05:00
Hallo Philip,

falls dann doch noch einmal ein Sony dazu soll:

https://www.google.d...sAQ&biw=1680&bih=899

Den 50er hatte ich selbst und war sehr zufrieden damit.

Gruß
Peter
8erberg
Inventar
#23 erstellt: 13. Jul 2015, 07:25
Hallo,

hossa, das Jico selbst für die Elacs... ich kannte nur die (doch nicht wirklich guten) Nachbaunadeln von den Händlern hier, die seinerzeit einem Kollegen das geschätzte Elac vermiest hatte.

Danke für den Tip!

Mit einem 1219 in gutem Zustand braucht man keinen anderen Dreher. Früher war ich auch kein Fan der Reibräder, ich musste mich erst reinhören und kann nur sagen: der schlechte Ruf ist Tinnef.


Peter
PvB03
Stammgast
#24 erstellt: 13. Jul 2015, 10:51
@dobro Danke, die sehen garnicht mal schlecht aus.
Aber das einzige Szenario, in dem ich mir tatsächlich jetzt mit diesem Wissen einen Sony-Plattenspieler kaufen würde wäre wenn ich mir irgendwann eine 1980er silberne Sony-Anlage zusammenkaufen würde, das TC-K71 habe ich schon, das ist mir über den Weg gelaufen.

Der Dual ist momentan vollkommen ausreichend für mich.


[Beitrag von PvB03 am 13. Jul 2015, 10:53 bearbeitet]
dobro
Inventar
#25 erstellt: 13. Jul 2015, 11:54
Hallo Philip,

zwar nicht in silber aber auch aus der Zeit und wirklich empfehlenswert - hatte ein Freund von mir:

https://www.google.d...sAQ&biw=1680&bih=899

Dazu passen entsprechende Sony-Systeme: Sony XL 15/20 usw.

Ich will dir nur Alternativen zeigen. Der Dual ist im gewarteten Zustand sicherlich eine gute Wahl und der 1219er macht vor allem mit Rockmusik richtig Spaß. Ich hatte mal einen, der klang toll, wenn die Passagen nicht zu leise waren. Bei leisen, klassischen Passagen machte sich das Rumpeln des Reibrades schon bemerkbar. Daher für mich nur noch Riemen oder DD. Aber wie so Vieles, ist dies eine rein subjektive Meinung, soll auch nicht zur Diskussion führen ...

Gruß
Peter
Marsilio
Inventar
#26 erstellt: 13. Jul 2015, 12:28
Und unter Plattenfans geht der Trend eh zum Zweit- , Dritt- oder gar Viertdreher...

LG
Manuel
PvB03
Stammgast
#27 erstellt: 13. Sep 2015, 16:43
Ich wollt' nur noch mal ein kurzes Statement abgeben: Ich habe mir jetzt den Dual mal vorgeknüpft, ihn fast komplett auseinandergenommen, gereinigt, den Teller unten geölt und die Drehknöpfe neu festgeklebt, jetzt steht das ding wieder da wie neu, ich habe sogar ein Kabel zu Erdung angelötet, was bitter nötig war.
Der macht optisch viel her und hört sich super an, ein sehr zufriedenstellendes Teil -> Danke nochmal, dass ihr mich aufgeklärt habt

Beste Grüße,
Philip
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