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Technics SL DD 33 schlechter Sound, Beogram, brauche Rat

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jg1978
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Nov 2015, 09:07
Guten Tag zusammen,

eins vorab, gesucht habe ich schon nach Antworten und vieles abgehakt ...

ich habe eine Beocenter 9500 Anlage und einen Technics SL DD33 Plattenspieler. Der Plattenspieler hat bei vielen Platten einen mehr oder weniger unterirdischen Sound. Den Tonabnehmer (Technics) habe ich getauscht und habe jetzt einen einfachen Audio Technika dran, praktisch kein Unterschied, der neue Tonabnehmer holt etwas mehr raus, aber immernoch wirken viele Platten extrem übersteuert. Dann habe ich noch ein Massekabel gekauft, damit ging nur ein gaaaanz leichtes Brummen weg. Als ich neulich einen ION Plattenspieler mit eingebauten Lautsprechern für 50 Euro (?) gesehen habe der viel besser klingt hatte ich meine Stereoanlage im Verdacht. Also habe ich den Plattenspieler an einen Uralt Sony Verstärker gehangen und den mit meinem Denonreceiver gekloppelt (der keinen Phonoeingang hat) und siehe da - das gleiche in grün, vielleicht etwas besser.

Es liegt nicht
- an der Anlage
- an den Boxen
- am Tonabnehmer
- an der Nadel
- an den Kabeln
- an der Masse
- Skating und wie das alles heisst ist voreingestellt und nicht veränderbar glaube ich.

Er Sound z.B. auf einer Jimmy Eat World Single von 2012 ist so übersteuert dass man sich das nicht anhören kann. Dann habe ich noch eine Peter Schilling Platte von 1982 (Völlig Losgelöst ...) da höer es sich an als wäre es an der Grenze zum Übersteuern. Dann hatte ich mal von ebay nur eine andere Nadel dran für 12 Euro, damit wurde das übersteuern noch schlimmer (> Mülleimer).

Was denkt ihr kann es sein dass am Plattenspieler noch Elkos oder so drin sind die beschädigt sein können oder so ? Ich bin kurz davor mir aus Frust einen Denon DP300 zu kaufen, der kostet aber auch 300 Euro + Nadel (soll schlecht sein). Mit dem Risiko dass der Plattenspieler doch okay war !!

Noch eine Bonusfrage für Superexperten - Was haltet Ihr von den Beogram Spielern ? Die scheinen eine extrem teure Nadel zu brauchen ...

Viele Grüße, Jan


[Beitrag von jg1978 am 27. Nov 2015, 09:07 bearbeitet]
S97
Inventar
#2 erstellt: 27. Nov 2015, 09:11
Hol dir nen Technics SL-QD33. Der ist fast identisch und den bekommst für'n Fuffi
skorpion660
Stammgast
#3 erstellt: 27. Nov 2015, 09:35
Hast Du mal einen Phono-Vorverstärker dazwischen gehangen?
jg1978
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 27. Nov 2015, 09:38
Hallo,

ne einen expliziten Vorverstärker habe ich nicht. Jedoch hat der Sony Verstärker einen Vorverstärker und die B&O auch. Auch wenn ich den Plattenspieler an den Sony hänge und dann an die B&O an den AUX Eingang hänge ist das Ergebnis exakt gleich.

ps ein QD33 für 50 Euro ? Wo gibts denn sowas ?
S97
Inventar
#5 erstellt: 27. Nov 2015, 10:01
Kleinanzeigen , aber auch in der Bucht immer wieder.
akem
Inventar
#6 erstellt: 27. Nov 2015, 12:42

jg1978 (Beitrag #4) schrieb:

ne einen expliziten Vorverstärker habe ich nicht. Jedoch hat der Sony Verstärker einen Vorverstärker und die B&O auch. Auch wenn ich den Plattenspieler an den Sony hänge und dann an die B&O an den AUX Eingang hänge ist das Ergebnis exakt gleich.


Moment: wie kann das Ergebnis am AUX-Eingang des B&O und am Sony (angeblich mit Vorverstärker!) identisch sein??
Ein Plattenspieler braucht einen Entzerrer-Vorverstärker der
a) das kleine Signal des Tonabnehmers vorverstärkt und
b) die RIAA-Schneidkennlinie rückentzerrt.
Bei der RIAA-Kurve werden Bässe abgesenkt und Höhen angehoben, jeweils aus technischen Gründen. Damit am Ende wieder Hifi rauskommt müssen bei der Wiedergabe die Höhen abgesenkt und die Bässe angehoben werden.
Jetzt gibt es zweierlei Gruppen von Tonabnehmern, was die Ausgangsspannung und die Abschlußimpedanz angeht: grob kategorisiert in MM- und MC-Eingänge. Kann es sein, daß Du das MM-System Deines Drehers versehentlich an einem MC-Eingang betreibst? Bzw. ein Schalter auf MC steht? Das würde zumindest die Übersteuerungseffekte erklären...

Übrigens sind die T4P-Tonabnehmer von Audio Technika jetzt nicht so der Brüller, einige davon sind richtig Grütze. Ein Technics EPC24 (oder bau-ähnlich) mit einer guten JICO-Nadel ist was richtig nettes und wenn Du mit dem Dreher klanglich nahe an CD rankommen willst, solltest Du ne SAS-Nadel für das EPC24 kaufen (kostet zwar an die 200€ aber gute Nadeln kosten halt was, halten dafür aber auch deutlich länger als Rundnadeln oder einfache Ellipsen). Aber das nur am Rande.

Gruß
Andreas
jg1978
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 27. Nov 2015, 13:46
Hallo,

danke für die Antwort. Ja das klingt am Sony und B&O gleich, weil ich folgende Kombis ausprobiert hatte :
1) B&O Phonoeingang
2) Erst Sony als Vorverstärker (also Phono IN und Video OUT) und dann zur B&O AUX
3) Dann Sony als Vorverstärker (also Phono IN und Video OUT) und dann zum DENON Receiver
War klanglich fast alles gleich.
4) Und den Sony direkt an Boxen
Ich wollte damit alles Ausschließen was mir so eingefallen ist. Und hatte zu viel Zeit
akem
Inventar
#8 erstellt: 27. Nov 2015, 14:11
Okay. Das sollte schon funzen...
Vielleicht solltest Du mal genauer zu beschreiben versuchen, was Du mit dem Begriff "übersteuert" meinst. Brüllend laut ist es wohl nicht, wie ich es zunächst verstanden hatte. Meinst Du verzerrt? Verzerrt es generell oder nur im Hochton?
Der Dreher hat hinten am Tonarm ein Gegengewicht eingeschraubt. Sitzt das korrekt? Ist die Schraube ganz eingeschraubt? Sonst kriegt der Tonabnehmer vielleicht zu wenig Auflagekraft und dann verzerrt es natürlich...

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#9 erstellt: 27. Nov 2015, 15:52
Hallo!


...... Als ich neulich einen ION Plattenspieler mit eingebauten Lautsprechern für 50 Euro (?) gesehen habe der viel besser klingt hatte ich meine Stereoanlage im Verdacht........


Mit deinen eigenen Schallplatten?


....... Dann habe ich noch ein Massekabel gekauft, damit ging nur ein gaaaanz leichtes Brummen weg.........


Heißt das nun das es vorher leicht gebrummt hat und nun gar nicht mehr brummt oder das es immer noch brummt nur etwas weniger?


.....Den Tonabnehmer (Technics) habe ich getauscht und habe jetzt einen einfachen Audio Technika dran, praktisch kein Unterschied, der neue Tonabnehmer holt etwas mehr raus, aber immernoch wirken viele Platten extrem übersteuert.........


So wie ich das sehe verzerren deine Schallplatten stark. Das kann an den Platten selbst liegen, an der verwendeten Nadel oder an einem unpassenden Auflagegewicht, falls du jemals an dem eigentlich fest eingestellten Kontergewicht des Tonarmes herumgespielt hast solltest du dir scheunigst eine Feinwaage besorgen um die Auflagekraft wieder auf den genormten T-4P-Wert zu bringen. ( 1,25g )


..... Dann hatte ich mal von ebay nur eine andere Nadel dran für 12 Euro, damit wurde das übersteuern noch schlimmer......


Das weder die billigen Nachbaunadeln für die Technics EPC-2x-30 noch der abgeschrubbt Originaleinschub sowie die beiden billigen AT-Systeme die großen Überflieger sind sollte klar sein.

Wie säuberst du Platten und Nadel? Möglicherweise liegt hier ja eine der Ursachen für den stark verzerrten Sound.

MFG Günther
jg1978
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 27. Nov 2015, 16:00
Hallo,

Der Sound ist in sofern verzerrt, dass es sich teil anhört als würde man ins Mikro brüllen, also krisselig / scheppernd oder so Dass die Platten die ich probiert habe Müll sind ist möglich, aber den Effekt habe ich abgemildert bei einer Neupressung von Frank Sinatra auch. Wenn der Pegel sowieso hoch ist wie bei Rock war der Effekt schon extrem. Also einfach als wäre das Ausgangssignal vom Plattenspieler zu laut. Ist es aber glaube ich nicht. Ich wüsste sonst nur die Lösung einen Vorverstärker mit Pegeleinstellung zu kaufen und wenn der gleiche Fehler dann wieder kommt.

VIELEN DANK erstmal für die zahlreichen Tipps ich probiere das am Wochenende erstmal mit dem Gegengewicht aus ob da alles im Rahmen ist.

Gruß Jan
frank60
Inventar
#11 erstellt: 27. Nov 2015, 17:11
Da ich auch (u.A.) einen SL-DD33 habe, kenne ich die Probleme.

Mit dem originalen EPC-30S klang er, sagen wir mal, für nicht verwöhnte Ohren gut, zumindest war er verzerrungsfrei, ohne klanglich Bäume auszureißen.
Irgendwann war die originale Nadel verschlissen und damit fingen die Probleme an.
Als erstes hatte ich eine Nachbaunadel, mit der der Klang im Prinzip noch OK war, aber hörbar schlechter, als mit der originalen.
Diese Nadel hatte nicht allzu lange gehalten, also wieder zum HiFi Händler vor Ort, der hat mir eine Pfeifer Nachbau Nadel bestellt. Das Ding war nagelneu grottig und benutzt wurde sie immer schlechter. Genau die beschriebenen Verzerrungen, jeder Sänger/jede Sängerin hörte sich wie ein extremer Lispler an. Vollkommener Schrott, die Nadel.
Danach kam ein Shure M92E dran, Klang wieder in Ordnung, in etwas auf dem Niveau der Originalnadel.
Und im Januar diesen Jahres einen Pickering TL-3 Tonabnehmer erstanden, mit dem klingt der Dreher richtig gut und muß sich vor meinem Hauptdreher und dessen Tonabnehmern nicht verstecken.

Elektronikteile befinden sich im gesamten Signalweg keine, da kann auch nichts defekt sein, daß der Klang beeinflußt wird.

Es gibt bei diesem Dreher aber noch andere Fehlerquellen als den Tonabnehmer selbst.

Gegengewicht vollkommen verstellt (wurde von Andreas schon geschrieben), Justage ohne Tonarmwaage wegen fehlender Markierungen und im Armgehäuse integriertem Gewicht unmöglich.
Dieser und ähnliche Dreher scheinen auch so manchen möchtegern Bastler zum unmotivierten Herumdrehen hier und da zu verleiten, komplett versaute (nicht nur verstellte) Tonarmlager und damit ein hakender/schwergängiger Arm kommen immer wieder vor.

Mein Favorit allerdings ist der Tonabnehmer bzw. die Nadel als Ursache, auch wenn Du die ausschließt.


[Beitrag von frank60 am 27. Nov 2015, 17:13 bearbeitet]
akem
Inventar
#12 erstellt: 27. Nov 2015, 17:35

frank60 (Beitrag #11) schrieb:

Gegengewicht vollkommen verstellt (wurde von Andreas schon geschrieben), Justage ohne Tonarmwaage wegen fehlender Markierungen und im Armgehäuse integriertem Gewicht unmöglich.


Ich denke, daß man das Gegengewicht bis Anschlag festschrauben muß. Alles andere würde imho keinen Sinn machen, denn sonst wäre das Gewicht ja locker und würde kräftig mitscheppern und resonieren und die Auflagekraft könnte sich durch normales Handling oder durch einen normalen Transport in ein anderes Zimmer schon verstellen. Das kann von Technics so nicht beabsichtigt sein, da bin ich von denen schon tragfähigere Lösungen gewöhnt.

Gruß
Andreas
frank60
Inventar
#13 erstellt: 27. Nov 2015, 21:20
Nein, das wird nicht festgeschraubt. Die Schraube hat ein recht feines Schneckengewinde, das das Gewicht verschiebt.
Ist auch manchmal notwendig, da Normen ja dafür da sind, nach Gutdünken interpretiert zu werden. Die Pickering TL Serie sind z.B. im direkten Vergleich zu Technics TAs ordentliche Brocken, da kommt man ohne Nachstellen nicht weit. Der Shure M92E ist, wenn ich mich richtig erinnere, auch etwas schwerer als die Technics.
skorpion660
Stammgast
#14 erstellt: 27. Nov 2015, 21:45
frank60 hat Recht das Gegengewicht kann man verstellen. Siehe hier, ich hatte das Problem auch mal beim SL-BD3:

SL-BD3 #29
bielefeldgibtsnicht
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 27. Nov 2015, 22:00
Hallo Jan,

auch auf die Gefahr hin, dich zu enttäuschen und hier einen Proteststurm zu entfachen, kann ich dir nur raten, dich von dem Technics Sl-DD33 ganz schnell wieder zu trennen. Die ganze Baureihe von Plattenspielern mit sogenannten T4P-Systemen ist unterklasssig. Leichte Plattenteller, die mittels Motorregelung auf Gleichlauf getrimmt werden, da dies mit dem zu geringen Massenträgheitsmoment des leichten Tellers nicht anders möglich ist. Diese Plattenspieler haben gar nichts mehr mit der Technics-Tradition der großen Direkt- oder Riemenläufer zu tun.

Ein Plattenspieler dieser Bauart kann einem CD-Player oder guter MP3-Wiedergabe nicht das Wasser reichen und lässt sich auch nicht dementsprechend modifizieren oder justieren. Es ist leider so, dass man Schrott nicht tunen kann. Also trenn dich dich von dem Gerät, anstatt hier unnötig Zeit und Mühe zu investieren.

Bei Tipps für einen guten und bezahlbaren Plattenspieler bin ich dir gern behilflich.

Beste Grüße aus Bielefeld
Gerd
frank60
Inventar
#16 erstellt: 27. Nov 2015, 22:27
Selten solchen Blödsinn gelesen.

1. sollte man mal die Preisrelationen beachten
2. kann der SL-DD33 mit dem passenden Tonabnehmer bestückt durchaus mit "ausgewachsenen" Drehern mithalten, das sehe ich nicht zuletzt hier bei mir im direkten Vergleich mit dem Yamaha YP-D71

Besser als so manche heutzutage neu und teurer zu erwerbender Neukram sind die Geräte allemal. Sonst würde meiner nicht, seitdem er den Laden Verlassen hat, ohne jegliche Wartung seit 26 Jahren klaglos spielen.
Hörbert
Moderator
#17 erstellt: 28. Nov 2015, 09:03
Hallo!


...... aber den Effekt habe ich abgemildert bei einer Neupressung von Frank Sinatra auch........


Nun diese Aufnahmen sind wahrscheinlich uralt und mit entsprechendem historischem Klangbild behafter, selbst die "neuesten" Sinatra-Aufnahmen dürften aus den 70ger Jahren des letzten Jahrhunderts stammen.Das es hier klirrt und zerrt finde ich nicht sonderlich verwunderlich.

Würdest du hier von verzischelten Sibilanten und oder einem dicken undurchsichtigem Klangbild berichten würde ich ja eher auf des Abtastsystem tippen da du hier genau die Effekte beschreiben würdest die bei diesen billigen Abtastern mit Rundnadeln und groben Ellipsen erzielt werden.

@bielefeldgibtsnicht


......Die ganze Baureihe von Plattenspielern mit sogenannten T4P-Systemen ist unterklasssig. ..........


Ganz klar, nur eine Halbzollbefestigung gewährleistet automatisch den klanglichen heiligen Gral.

Somit existieren Geräte wie der Technics SL M-3 oder MA-1 gar nicht, -das ist wie mit Bielefeld wie du uns ja bereits verkündet hast.-

MFG Günther
Tywin
Inventar
#18 erstellt: 28. Nov 2015, 12:28
Hallo Gerd,


Leichte Plattenteller, die mittels Motorregelung auf Gleichlauf getrimmt werden, da dies mit dem zu geringen Massenträgheitsmoment des leichten Tellers nicht anders möglich ist.


was spricht technisch dagegen den Gleichlauf elektronisch zu regeln wenn es funktioniert? Wichtig ist aus meiner Sicht, dass die Platte mit der richtigen Geschwindigkeit möglichst ohne Störgeräusche gedreht wird. Wie auch immer.

Wenn Dir prächtige Masselaufwerke optisch/haptisch gut gefallen und ein vergleichsweise bescheiden aussehender TP4-Dreher eben nicht, dann kannst Du dies doch auch schreiben ohne irgendwelche nicht gegebenen technischen Vorteile zu bemühen.

Solche Dreher haben doch auch reichlich praktische Vorteile, wenn man damit auch nicht angeben kann und die Auswahl an Tonabnehmern und Nadeln eher gering ist.

Warum sollte man mit einem ordentlichen TP4 Dreher wie dem SL DD 33 nicht gut Platten hören können, wenn eine gute Nadel die Platte abtastet.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 28. Nov 2015, 17:44 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#19 erstellt: 28. Nov 2015, 14:48
Hallo!

@Tywin

Na ja, einen unbesteitbaren und sonst nur schwer zu realisierenden Vorteil haben Masselaufwerke von etlichen Zentnern Eigengewicht halt schon:

Sie sind praktisch Diebstahlsicher. Kein vernüftiger Krimmineller wird wohl etliche Zentner Plattenspieler aus einer Wohnung schleppen.

So ein kleiner T-4P Player trägt er hingegen wohl am kleinen Finger weg.

MFG Günther
Dan_Seweri
Inventar
#20 erstellt: 28. Nov 2015, 17:42

bielefeldgibtsnicht (Beitrag #15) schrieb:
Die ganze Baureihe von Plattenspielern mit sogenannten T4P-Systemen ist unterklasssig. Leichte Plattenteller, die mittels Motorregelung auf Gleichlauf getrimmt werden, da dies mit dem zu geringen Massenträgheitsmoment des leichten Tellers nicht anders möglich ist.

Quatsch mit Sauce! Lassen wir doch einfach die Zahlen sprechen:

Gleichlaufschwankungen des Technics SL-DD33: +- 0,035% (IEC 98A bewertet, Prospektangabe)

Der selbsternannte "Weltrekordhalter im Gleichlauf" Clearaudio Innovation: +- 0,05% (bewertet, Herstellerangabe, siehe: http://clearaudio.de/de/products/turntables-innovation.php)

Stereoplay jubelte im Fall des Clearaudios: "Die aufwendige Motorregelung des Innovation führt zu sensationell gutem Gleichlauf." (siehe: http://clearaudio.de...ation_stereoplay.pdf)

Ja wat denn nu? Da erklärt plötzlich ein Hifi-Magazin ein Motorregelungs-Verhalten, das in diesem Thread als Beleg für die Minderwertig des Technics dienen sollte, beim Clearaudio Innovation plötzlich zu einem Qualitätskriterium. Und ganz neben hat der alte Technics noch ähnliche oder sogar bessere Gleichlaufwerte als der 6.000 Euro Dreher von Clearaudio. Verkehrte Highend-Welt.


[Beitrag von Dan_Seweri am 28. Nov 2015, 17:43 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#21 erstellt: 28. Nov 2015, 17:45
@Günther - meinen TD520 möchte ich auch nicht unbedingt klauen. Der ist schon etwas unhandlich und schwer.


[Beitrag von Tywin am 28. Nov 2015, 17:46 bearbeitet]
MacPhantom
Inventar
#22 erstellt: 28. Nov 2015, 20:45

bielefeldgibtsnicht (Beitrag #15) schrieb:
Die ganze Baureihe von Plattenspielern mit sogenannten T4P-Systemen ist unterklasssig.

Mmmh, ich liebe Pauschalisierungen…



bielefeldgibtsnicht (Beitrag #15) schrieb:
Diese Plattenspieler haben gar nichts mehr mit der Technics-Tradition der großen Direkt- oder Riemenläufer zu tun.

Das hat nicht wirklich viel mit T4P zu tun. Stattdessen gab es jederzeit Modelle der Einsteigerklasse wie auch des Top-Segments (der Wirtschaftskrise der 80er/90er in Japan mussten sich natürlich alle Firmen unterwerfen, aber geh mal zurück in die 70er: da wurde neben dem damaligen Überflieger SL-1000 auch z.B. ein SL-23A angeboten. Später wurden es dann z.B. der SL-1000MK3 und eben auch Dreher wie der SL-DD33. Natürlich lässt sich letzterer nicht mit einem SL-1200 vergleichen, aber wie gesagt hat das wenig mit T4P an sich zu tun. Es gab konstant auch hervorragende T4P-Dreher von Technics. Besonders erwähnenswert sind hier neben dem im Bild gezeigten SL-1000MK3D (bester Dreher aller Zeiten, zusammen mit dem Pioneer Exclusive P3) der SL-M1/M2/M3, SL-MA1, SL-QX300, sowie die Modelle SL-7/10/15. Einige davon sind horrend teuer, einige sind Tangentialdreher (nicht Jedermanns Sache), doch gerade der SL-QX300 ist sehr empfehlenswert und kommt qualitativ ohne Probleme z.B. an einen SL-Q3 heran.



bielefeldgibtsnicht (Beitrag #15) schrieb:
Ein Plattenspieler dieser Bauart kann einem CD-Player oder guter MP3-Wiedergabe nicht das Wasser reichen und lässt sich auch nicht dementsprechend modifizieren oder justieren.

Das kann kein Plattenspieler. Da macht einem weit vorher das Medium Vinyl schon einen Strich durch die Rechnung. Doch darum sollte es beim Vinylhören auch nicht gehen.


bielefeldgibtsnicht (Beitrag #15) schrieb:
Es ist leider so, dass man Schrott nicht tunen kann.

Schrott finde ich etwas heftig. Klar. der DD33 gehört zur Einsteigerklasse, ist aber trotzdem deutlich besser wie so mancher heutiger Hanpin-Dreher. Tunen kann und sollte man da auch nichts, man muss sich einfach im Klaren sein, dass man mit dem Dreher noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht hat. Beim TE geht's anscheinend aber nicht wirklich um die Qualität, sondern eher um einen Fehler an der Hardware.


[Beitrag von MacPhantom am 28. Nov 2015, 20:47 bearbeitet]
Koopa_Troopa
Neuling
#23 erstellt: 29. Nov 2015, 00:35
Hallo bin neu hier also vezeiht mir meine schreibfehler.

Hast du schon bei der nadel am lesekopf nachgekuckt wenn die verbogen ist ist es wahrscheinlich die ursache für deine p
robleme
bielefeldgibtsnicht
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 05. Dez 2015, 00:55
Muss mich hier einmal korrigieren, da ich nicht wusste, dass es Plattenspieler mit T4P Systemen im hochpreisigen Segment gegeben hat. Andererseits ist es aus meiner Erinnerung aber so, dass es bei den T4P-systemen nichts wirklich hochklassiges gab, weder bei Shure, Ortofon, Audio-Technica, es waren MM-Systeme im unteren bis maximal mittleren Preissegment und viele Hersteller haben T4P gar nicht bedient. Gab es MC-Systeme mit T4P Anschluss?

Der solideste Plattenspieler für Einsteiger wäre für mich ein Thorens td-280 oder Dual-505, der Thorens ist besser, weil nicht so viel Plastik wie bei Dual verbaut ist. Die Tonarme haben halb-Zoll Befestigung und die Auswahl an Tonabnehmern ist vergleichsweise riesig. Schon mit einem kleinen Audio-Technica AT-95, das für 20,-- bis 25,-- € zu haben ist, lassen sich bei korrektem Einbau gute Resultate erzielen. Wenn man sich dann lohnenswert verbessern will, muss man schon in die Tonabnehmerklasse von 100 - 150 € einsteigen.

Gruß Gerd
frank60
Inventar
#25 erstellt: 05. Dez 2015, 06:39
Auch da hast Du eine große Bildungslücke.

Selbstverständlich gab es auch sehr hochwertige T4P Tonabnehmer. Es gibt, besser: gab auch noch eine Welt abseits der von Dir genannten Hersteller. Und da hat Technics einen der besten MMs überhaupt als T4P gebaut, von Pickering gab es, das habe ich schon geschrieben, hervorragende T4Ps, ...

Und selbst in Deiner Unkenntnis ist es Unsinn zu schreiben, der SL-DD33 wäre Schrott, der ist, wie erwähnt wurde, selbst den allermeisten Heute angebotenen Drehern in Preisbereich sagen wir mal unter 1000€ überlegen. Den Hanpins sowieso. Und mitboffenen Augen findet man auch immer noch gute Tonabnehmer, selbst 1 MC ist noch für T4P erhältlich. von Ortofon, die ja, laut Deiner Expertise, so etwas nie hergestellt haben. Zeit, Deinen Horizont zu erweitern.
MacPhantom
Inventar
#26 erstellt: 05. Dez 2015, 09:11

frank60 (Beitrag #25) schrieb:
Und da hat Technics einen der besten MMs überhaupt als T4P gebaut

Ergänzend zum Nachlesen: Technics hat oft seine besten SME-kompatiblen TA auch in einer T4P-Variante gefertigt.
Hier ein paar der besten:
SME: EPC-100CMK4 ➔ T4P: EPC-P100CMK4
SME: EPC-205CMK3/MK4 ➔ T4P: EPC-P205CMK3/MK4
SME: EPC-305MCMK2 ➔ T4P: EPC-P305MCMK2 (MC-Cartridge)
SME: EPC-310MCMK2 ➔ T4P: EPC-P310MCMK2 (MC-Cartridge)

bielefeldgibtsnicht
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 05. Dez 2015, 11:27
Hallo Frank, das mit der Bildungslücke hättest du dir sparen können. Ich habe die Frage gestellt, ob es T4P-MCs gab und nicht behauptet Ortofon hätte so etwas nie gebaut.

Das kleine T4P mit der orangefarbenen Nadel habe ich immer als dürftig erlebt, ich habe damals bei einem Technics mit Tangentialtonarn gegen Shure T4P ca. 80 - 120 DM getauscht, Klanggewinn deutlich positiv.
Ein Toarmgegengewicht zur Verstellung der Auflagekraft war nicht vorhanden oder zugänglich. Ist das beim DD-33 anders, also sind T4Ps doch unterschiedlich im Eigengewicht und man muss bei einem Wechsel auf jeden Fall neu justieren? Dann wäre der einzige Vorteil bei T4P, dass der korrekte Überhang quasi voreingestellt ist.

Im Wege der Technics-Renaissance wird es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis der SL1200/1210 wieder aufgelegt wird, ist doch mit dem Pioneer-PLX-1000 ein potenter Herausforderer schon am Markt. Außerdem würden sich bei einer ähnlichen Preisgestaltung wie bei Pioneer die teils überzogenen Preise auf dem Gebrauchtmarkt in realistische Bereiche korrigieren.

Gruß Gerd


[Beitrag von bielefeldgibtsnicht am 05. Dez 2015, 11:32 bearbeitet]
skorpion660
Stammgast
#28 erstellt: 05. Dez 2015, 12:27
Es gibt auf dem Markt noch gute T4P-Systeme, Dagger hat da gut nachgelegt im letzten Jahr und wieder mehr Auswahl:

T4P-Systeme

Mit etwas Geduld gibt es auch im Netz gute NOS-Systeme, Frank60 und ich hatten da mal richtig Glück mit Pickering Systemen.


[Beitrag von skorpion660 am 05. Dez 2015, 17:40 bearbeitet]
frank60
Inventar
#29 erstellt: 05. Dez 2015, 12:32

bielefeldgibtsnicht (Beitrag #27) schrieb:
Ich habe die Frage gestellt, ob es T4P-MCs gab und nicht behauptet Ortofon hätte so etwas nie gebaut.

Das steht nun komplett dem

bielefeldgibtsnicht (Beitrag #24) schrieb:
Andererseits ist es aus meiner Erinnerung aber so, dass es bei den T4P-systemen nichts wirklich hochklassiges gab, weder bei Shure, Ortofon, Audio-Technica

entgegen. Daß es auch andere Hersteller mit sehr guten und hochwertigen T4P Systemen gab, die beim heutigen Preisniveau locker die 1000€ Marke knacken würden (z.B. Technics EPC-P100CMK4) oder zumindest auf dem Niveau Heute sehr guter MMs zwischen 350 und 500 € liegen würden (Pickering TL-3 und TL-4, diverse Technics EPC mit 3-stelliger Typbezeichnung), wurde nun oft genug geschrieben.
Selbst die Einsteiger MMs ließen sich mit entsprechenden Nachbaunadeln aus Japan auf das Niveau der besseren aktuellen MMs heben, die Generatoren sind dafür locker gut genug.

Generell ist von Deiner ersten Behauptung in diesem Thread, T4P und der Dreher, um den es hier geht, wären Schrott, nichts mehr übrig geblieben.
akem
Inventar
#30 erstellt: 05. Dez 2015, 13:04

bielefeldgibtsnicht (Beitrag #27) schrieb:

Ein Toarmgegengewicht zur Verstellung der Auflagekraft war nicht vorhanden oder zugänglich. Ist das beim DD-33 anders, also sind T4Ps doch unterschiedlich im Eigengewicht und man muss bei einem Wechsel auf jeden Fall neu justieren?


Nein. Es ist nicht richtig, daß bei T4P die Auflagekraft mit 1,25g genormt wäre. Das Gewicht der Systeme war durchaus unterschiedlich, damit wurde aber dann die vom System benötigte Auflagekraft hergestellt. Lediglich die Differenz aus Systemgewicht und "Auftriebskraft" durch den Tonarm war mit 1,25g genormt - das bedeutet aber nicht automatisch, daß auch die Auflagekraft immer 1,25g war...

Gruß
Andreas
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