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Cambridge A500 + P 500 - Separater Phonovorverstärker notwendig?

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rumsisumsi
Neuling
#1 erstellt: 13. Dez 2015, 12:29
Hallo Forumteilnehmer,
ich bin neu hier und für Eure Tipps und Anregungen sehr dankbar. Ich habe nur Basiswissen, also bitte ich um Verständniss, wenn ich versuche so einfach wie möglich zu formulieren.
Die Frage mit Phonovorverstärker wurde hier schon öfter gestellt. Jeder hat aber seine eigene Kette und ich habe jetzt folgende Frage zu meiner Anlage.
Ich habe einen Cambridge Verstärker A 500, dieser hat einen separaten Phono Eingang´. Am Eingang steht Phono/Aux. Zusätzlich habe ich noch einen P 500 Vorverstärker um meine Boxen mit zwei Kabeln anzusteuern.
Ich überlege mir jetzt einen Plattenspieler zu kaufen (habe da den Rega Planar 3 im Auge). Aktuell habe ich einen ganz einfachen Onkyo Plattenspieler angeschlossen und der klingt gruselig. (ohne Vorverstärker).
Frage: Brauche ich für meine Anlage nochmal zusätzlich einen separaten Phonovorverstärker und wenn ja, welcher würde sich empfehlen. wäre z.B. der NAD PP2E passend?
Vielen Dank für Eure Nachricht und schöne Vorweihnachtszeit.
akem
Inventar
#2 erstellt: 13. Dez 2015, 12:38
Was verstehst Du unter "gruselig"?
Ein fehlender Phono-Vorverstärker macht sich durch zwei Dinge bemerkbar:
- es ist verdammt leise, man muß den Lautstärkeregler bis Anschlag aufdrehen und dann hat man immer noch nicht die normale Hörlautstärke
- es klingt sehr hell
Wenn die Lautstärke stimmt (es ist normal, daß man weiter aufdrehen muß als bei CD, aber spätestens bei "10 Uhr" sollte man normale Hörlautstärke haben) und es klingt einfach nur schlecht, dann wird der Tonabnehmer schlecht oder schlichtweg hinüber sein.
Du schreibst zwar nicht, welchen Onkyo Du hast, aber unterschätze die Dinger mal nicht! Ein Rega P3 ist da nicht so viel besser, den Klang macht letzten Endes der Tonabnehmer! Allerdings gibt es ein paar Modelle, bei denen Onkyo sich das seperate Erdungskabel gespart hat und bei denen es zu Brummen auf dem linken Kanal kommen kann (und zu einem Totalschaden des Tonabnehmers, wie es mir mal passiert ist...).

Gruß
Andreas
rumsisumsi
Neuling
#3 erstellt: 13. Dez 2015, 12:48
Hallo,
das ging aber schnell mit der ersten Antwort.Danke.
Mein Onkyo hat die Bezeichnung CP 1500F. Dieser hat kein Massekabel und das System ist von Onkyo. Ein leises Brummen ist tatsächlich immer vorhanden. Unter gruselig verstehe ich, dass ich keine kräftigen Bässe habe und der Sound ingesamt dünn rüberkommt.
Wie du schreibst, wenn ich ungefähr auf 10.00 Uhr aufdrehe habe ich schon einigermaßen normale Lautstärke. Es ist aber so, dass ich stärker aufdrehen muss, als z.b. beim CD Spieler , das sollte aber im Rahmen sein und ist glaube ich auch normal.
Die Frage ist, ob ich bei meinem Cambridge einen Phonovorverstärker bereits drinnen habe. Konnte ich leider bisher nicht ausfindig machen und wenn ja, ob ich trotzdem einen Phonovorverstärker benötige, wenn ich einen besseren Dreher anschließen will.
VG
Christian
akem
Inventar
#4 erstellt: 13. Dez 2015, 13:37
Nach allem, was Du schreibst, kannst Du davon ausgehen, daß Du eine Phonostufe verbaut hast.
Onkyo hat damals ab Werk keine besonders guten Tonabnehmer verbaut, was damals aber durchaus üblich war. Man hat auf der einen Seite einen großen Wettbewerb und Konkurrenzdruck gehabt (den es heute in dieser Form nicht mehr gibt) und man hat damals lieber über Ausstattung gepunktet und das Geld dafür halt beim Tonabnehmer eingespart. Vielfach hat man schlichtweg auch darauf spekuliert, daß es den meisten Leuten mehr oder weniger egal ist, wie's klingt, und die Leute, die Wert auf guten Klang legen, sich eh nen neuen, besseren Tonabnehmer kaufen, der dann auch die individuellen Bedürfnisse und Vorstellungen erfüllt.
In Sachen Antrieb ist Dein Onkyo dem Rega haushoch überlegen und auch beim Tonarm sehe ich den Rega nicht uneingeschränkt im Vorteil. Schau mal in der Bedienungsanleitung des Onkyo nach, ob der Tonarm in der Höhe verstellt werden kann (nicht die Höhe des Tonarmliftes). Ich hab zwar grad auf vinylengine das Servicemanual angeschaut aber das schweigt sich dazu aus.
Ich würde es an Deiner Stelle erstmal mit einem besseren Tonabnehmer versuchen. Einen neuen Dreher kannst Du dann immer noch kaufen wenn's ist. Für eine Empfehlung wäre es aber gut zu wissen, welche Eingangskapazität die Phonostufe hat. Ich hab zu dem A500 keine Daten gefunden. Steht in der Bedienungsanleitung etwas dazu?

Gruß
Andreas
Tywin
Inventar
#5 erstellt: 13. Dez 2015, 13:58
Hallo Christian,

so lange der Onkyo seine Runden einwandfrei dreht sehe ich keinen Grund das Gerät auszutauschen. Schon gar nicht gegen einen technisch vergleichsweise einfach/billig gemachten Brettchendreher.

Wenn es Dir aber um einen hübschen Dreher als stylischen Einrichtungsgegenstand zum Hinstellen und Herzeigen geht, spricht aber gar nichts gegen so ein Assessor.

Für den Klang eines Drehers ist das Tonabnehmersystem/Nadel/Nadelträger/Abtaster/Schliff verantwortlich. Dieses muss mechanisch zum Tonabnehmer passen. Ein guter Tonabnehmersystem/Nadel/Nadelträger/Abtaster/Schliff kostet womöglich den mehr- oder vielfachen Preis eines genügend funktionierenden Drehers und ist zum Teil - mehr oder weniger schnell - verschlissen.

Weiterhin ist die gänzlich korrekte Auf- und Einstellung von Plattenspieler/Tonarm/Tonabnehmer Grundlage für ein gutes Ergebnis. Damit sollte man sich intensiv beschäftigen können und wollen. Ansonsten sind moderne digitale Plug&Play Quellgeräte die bessere Wahl wenn es um gutes Musikhören geht.

Des Weiteren muss der Phono-Pre elektrisch zum Tonarmnehmer + Verkabelung bis zum Phono-Pre passen.

VG Tywin
Albus
Inventar
#6 erstellt: 13. Dez 2015, 14:06
Tag,

sortieren wir gemeinsam einmal? - Der A-500R (auch der A-300) war in der Grundversion ohne Phono-Modul, Preis ca. DM 800 bzw. DM 550. Ein leicht einzusteckendes Phono-Modul war für den Preis von DM 84 zu kaufen gewesen. P-500 ist eine Endstufe, oder nicht, jedenfalls weist das Internet das Gerät als Endstufe aus.
Wenn man von oben in das Gerät blickt (es sollten Lüftungsschlitze vorhanden sein), dann ist links hinten (hinter dem Gerät stehend) entweder ein leeres markiertes Feld für das einzusteckende Phono-Modul zu sehen oder einige Bauteile des Phono-Moduls.

Also ist ein Phono-Entzerrerverstärker (Phono-Vorverstärker, Phono-Pre) erforderlich. Ist schon klar, ja.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 13. Dez 2015, 14:14 bearbeitet]
rumsisumsi
Neuling
#7 erstellt: 13. Dez 2015, 15:27
Hallo in die Runde,
vielen Dank nochmal an Alle für Eure Antworten.
Zunächst bin ich ja positiv überrascht, dass ich mit meinem Onkyo anscheinend ein kleines
Dornröschen, welches zart erweckt werden muss, an meiner Anlage angeschlossen habe.
Design ist mir ehrlich wurscht. Ich meine mich zu erinnern, als ich den Onkyo installiert habe, ziemlich viel Zeit in die Einstellung und den Aufbau investiert zu haben. In den ganzen Hifi Foren liest man immer Riemenantrieb, Rega etc.., usw.
Mir geht es in erster Linie daraum vernünftig und in guter Qualität meine Platten abzuspielen. So wie ich eine gute CD genießen kann (incl. Gänsehautfeeling), möchte ich das auch wieder mit meiner Plattensammlung tun, die leider schon lange nicht mehr richtig genutzt wird.
D. H. mein nackter Onkyo CP -1500 F ist, vom System abgesehen, auch als Direktantrieb besser als ein riemgengetriebener Rega Planar 3. d.h. er würde mit einen vernüftigen System zumindest nicht schlechter klingen als ein Rega? Das wäre ja klasse!!
Hier nochmal die technischen Daten von meinem System:
Vertärker_technische DatenOnkyo_technischeDaten
Der Tonarm ist so wie ich das sehe nicht Höhenverstellbar.
Ich würde es dann durchaus erst einmal mit einem neuen System probieren. -Freue mich auf Eure Empfehlunge und Tipps. Ich höre in erster Linie - 70 er Jahre Rock und Blues.
Ich konnte leider durch die Lüftungsschlitze nicht erkennen, ob ein Phono Modul eingebaut ist. Ich habe allerdings die Rechnung von meinem Verstärker gefunden. Da steht als Position noch Cambridge Audio, PM 01 und ich glaube das bedeutet - Phono Modul.... , richtig?
Also was meint ihr, welches System ist zu empfehlen. ggf. noch welches Verbindungskabel vom Spieler zum Verstärker und ggf. noch weitere Tipps.
Vielen Dank schon mal
Christian
akem
Inventar
#8 erstellt: 13. Dez 2015, 17:00
Wenn der Tonarm nicht höhenverstellbar ist bist Du leider auf ein MM beschränkt. MCs in der richtigen Bauhöhe gibt es kaum, bei meinem Onkyo damals hat nur das Denon DL103 von der Höhe her gepaßt und das baut niedriger als alle anderen MCs. Das müßten wenn ich mich recht entsinne 16mm gewesen sein.
Nachdem Du bereit warst, einen Rega P3 zu kaufen, nehme ich an, daß Du ein bischen Budget hast. Gut zu wissen wäre jetzt natürlich die Eingangskapazität der Phonostufe, die aus den geposteten Daten leider nicht hervor geht. Vielleicht kann Albus dazu noch was sagen, der treibt immer Daten von den unmöglichsten Geräten auf...
Ansonsten wäre vielleicht ein Ortofon Vinylmaster Silver, das baugleiche aber oft etwas billigere 540mkII oder alternativ das technisch ähnliche OM40 eine gute Wahl, da die Ortoföner von allen heute noch verfügbaren MMs den größten Bereich zulässiger Kapazitäten abdecken. Ein OM40 wäre dem Super OM40 vorzuzihen, da hier der Bereich etwas größer ist. Oder eben das VM Silver...
Eine andere Variante wäre natürlich der Kauf einer externen Phonostufe, die einstellbar ist oder von zumindest eine hinreichend niedrige Eingangskapazität aufweist. Dann wäre auch ein Audio Technika AT150mlx eine Überlegung wert oder ein Goldring 1022 oder sowas. Oder etwas billiger ein Audio Technika AT440mla oder mlb.

Gruß
Andreas
Albus
Inventar
#9 erstellt: 13. Dez 2015, 19:57
Tag,

eine der üblichen Quellen (Library der Vinylengine) ergibt für den 1500F als originalen Tonabnehmer eine Cartridge mit der Bezeichnung OC-61VE (mit Nadel DN-61STE). Das ist nun nach Auflösung ein Ortofon FF15 E Mk II, Bauhöhe 15 mm (es passt(e) auch die Nadel FF 15 XE Mk II). Die Abtaster aus der VMS/F/FF-Serie waren mit 400 pF nach Empfehlung abzuschließen, 300 pF sind schon gut brauchbar.

Zum PM01, Phono Modul 01, habe ich keinen Kapazitätswert notiert, nur "eine kleine Platine mit diskreter Bestückung". Die Empfindlichkeit von 1,75 mV/47 Kiloohm ist allerdings vorzeigbar niedrig.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 13. Dez 2015, 20:00 bearbeitet]
rumsisumsi
Neuling
#10 erstellt: 25. Dez 2015, 20:51
Hallo Zusammen,
ich habe, nachdem ich auch meine alte Rechnung gefunden habe, herausgefunden, dass ich einen Phono Verstärker eingebaut hat.
Nach div. Recherchen und auch Information aus dem Internet, habe ich mich entschieden, es doch erst mal mit einem externen Phonovorverstärker auszupropbieren, da die Qualtiät der eingebauten Vorverstärker nicht so doll sein soll.
Ich habe einen Cambridge Audi 551 P ausprobiert und ich muss sagen. Super! Das Teil hat richtig was gebracht, in allen Bereichen.
Der Systemtausch auf meinem Onkyo wird dann der nächste Schritt sein. Ich habe rausbekommen, dass ein einfaches AT 3600 verbaut ist.
Aber ist ja schön, wenn man noch weitere Möglichkeiten hat. Jetzt erst einmal bin ich mit der Verbesserung durch den Phono Vorverstärker mehr als zufrieden.
akem
Inventar
#11 erstellt: 26. Dez 2015, 12:44
Leider haben die Cambridge-Phonostufen auch hohe 220pF Eingangskapazität. Immerhin kann man die bei einer externen Phonostufe relativ unkompliziert gegen einen praxisgerechten Wert tauschen (lassen).

Gruß
Andreas
Papa_San
Stammgast
#12 erstellt: 26. Dez 2015, 14:53
Und daran sollte der TE beim Neukauf achten! Goldring und Audio Technica kommen so nicht in Frage.

Gruß
Siggi
akem
Inventar
#13 erstellt: 26. Dez 2015, 19:01
Außer Ortofon kommt eigentlich überhaupt nichts in Frage... und da auch nur die OM und VM / 5x0 Serie. Selbst für die 2M ist das schon zu viel, die wollen maximal 300pF haben und da kommt er locker drüber (220pF plus ~150pF vom Kabel, macht 370pF...). Oder natürlich ein High-Output-MC, denen ist die Kapazität herzlich egal...

Gruß
Andreas
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