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MM oder MC, Newbie Frage

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Beitrag
peter500
Neuling
#1 erstellt: 20. Dez 2015, 20:16
Hallo,

durch den Kauf eines Yamaha YP-D8 bin ich auf dieses Forum gestoßen und bin begeistert was es früher für tolle Hifi Geräte gab.
Bevor ich jetzt mein Konto plündere und mir (Vor) Verstärker, Boxen usw. kaufe würde ich den Plattenspieler
zunächst gern an meinem vorhanden Hifi System (Yamaha RX-V420, Mitte 90er Jahre) zum Laufen bringen.
Von einem Freund habe ich mir einen einfachen Tonabnehmer besorgt. DJ System Stanton 505.
Wie zu erwarten war, ist der Sound nicht so toll. sehr leise, kaum Bässe, Höhen ok.
Nun zu meinen Fragen.

- ist es in der Kombination mit dem Verstärker (RX-V420) sinnvoll einen MC Tonabnehmer mit einem entsprechenden Vorverstärker zu kaufen?
Wenn ja, welchen sollte ich nehmen?

- sollte ein besserer TA (z.B. Nagaoka MP-200) eine deutliche Verbesserung bringen oder werde ich den Unterschied aufgrund des einfachen Verstärkers kaum bemerken?

- macht es mehr Sinn einen alten Vollverstärker oder Receiver zu kaufen der eine MM/ MC Umschaltung hat?

Danke vorab, für eure Kommentare.

Viele Grüße


[Beitrag von peter500 am 20. Dez 2015, 20:21 bearbeitet]
A-Abraxas
Inventar
#2 erstellt: 20. Dez 2015, 20:32
Hallo,

peter500 schrieb:
... Yamaha YP-D8 ...Yamaha RX-V420 ...einen einfachen Tonabnehmer ... System Stanton 505.
... sehr leise, kaum Bässe, Höhen ok.

wie / an welchem Eingang hast Du denn jetzt den Plattenspieler am Receiver angeschlossen

Der RX-V hat imho keinen Phonoeingang, Du bräuchtest also jedenfalls einen Phonovorverstärker - dann wird sich auch das Stanton 505 schon deutlich besser anhören .

Viele Grüße
frank60
Inventar
#3 erstellt: 20. Dez 2015, 20:35
Ein Vorverstärker ist so oder so Pflicht, da Dein Receiver keinen Phono Eingang hat.
In Frage käme ein reiner MM PreAmp, oder ein umschaltbarer für MM/MC. Am reinen MM könntest Du natürlich auch einen High Output MC Tonabnehmer betreiben. In Anbetracht der relativ hohen dynamischen Masse des YP-D8 Arms wäre ein MC sicher keine schlechte Wahl, aber es gibt auch einige gute MMs. Allerdings, der MM mit der besten Leistung fürs Geld, der AT 150 MLX, könnte an dem relativ schweren Arm Probleme haben.
RelacksMax
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 20. Dez 2015, 20:37
Das das Stanton an deinem vorhandenen Verstärker leise spielt ist ja klar - da gibt auch keine Niederpegeleingänge (Phono).
Ich würde an deiner Stelle einen Vorverstärker kaufen - umschalt- und anpassbar. Bspw. die Phono Box S von Pro-Ject. Damit kannst du Tonabnehmer aller Art verwenden. Für MC Abnehmer lässt sich die Eingangsimpedanz und für MM-Abnahmer die Eingangskapazität einstellen.

Dazu noch einen Tonabnehmer je nach Budget (wobei sich natürlich auch für den Vorverstärker beliebig viel Geld mehr ausgeben lässt).

EDIT: Da es schon angesprochen wurde - die effektive Masse des Arms liegt lt. Anleitung bei 24g inkl. 6g Tonabnehmer. Ergibt: 18g mit der originalen Headshell/Systemträger (12g) - wenn ich danebenliegen sollte dann bitte ich um Verbesserung. Mit ner Technics-Nachbau-Headshell in silber käme man nachmal um 2,5g runter auf dann effektiv 15,5g. Damit liegt der Arm etwa auf dem Niveau vom Technics SL-15x0 ohne MK.

Passend wären zB Denon DL-110 als HoMC-Abnehmer. Mit der Originalheadshell der Klassiker Denon DL-103(R).
Es kommen sicherlich noch endlos mehr Vorschläge.


[Beitrag von RelacksMax am 20. Dez 2015, 20:51 bearbeitet]
peter500
Neuling
#5 erstellt: 20. Dez 2015, 20:55
Hallo,

zunächst einmal besten Dank für eure Antworten.
Schön dass der (Anfänger) Fehler so einfach zu lösen ist.
Als TA habe ich einen Nagaoka MP-200 oder Denon DL 103 ins Auge gefasst.
Beeinflusst eine zusätzlicher MM/MC Vorverstärker den Klang negativ?
Sollte der Klang an einem "alten" Receiver z.B. Marantz 2270" deutliche besser sein als in der jetzigen Konfiguration (RX-V420 + Phono Box S9 ?

Besten Dank
RelacksMax
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 20. Dez 2015, 21:15
Die meisten Verstärker - auch alte Modelle - im bezahlbaren Bereich habe keine MC-fähige Phonostufe. Auch der von dir als Beispiel angeführte Maranz har meines Wissen "nur" einen Eingang für MM.

Ich denke das DL103 passt etwas besser zum Arm.
akem
Inventar
#7 erstellt: 21. Dez 2015, 12:21

peter500 (Beitrag #5) schrieb:

Beeinflusst eine zusätzlicher MM/MC Vorverstärker den Klang negativ?


Nein, keine Sorge!
Eine Phonostufe hat im Prinzip drei Aufgaben:
1.) Rückentzerrung der RIAA-Kennlinie, die zum Schneiden der Platte verwendet wird und durch die tiefe Frequenzen vor dem Schneiden im Pegel stark abgesenkt werden (um Platz zu sparen und damit die Nadel keine unmöglichen Auslenkungen machen muß) und die Höhen werden gleichzeitig angehoben (weil hohe Frequenzen in realer Musik nur sehr kleine Amplituden haben, die sonst im Rillenrauschen untergehen würden).
2.) Verstärkung der winzigen Ausgangsspannung magnetischer Tonabnehmer
3.) korrekter elektrischer Abschluß des Tonabnehmers
Zu Punkt 3 muß man ein bischen ausholen. Ein magnetischer Tonabnehmer ist elektrisch gesehen eine (im Falle von MM und MI Systeme sehr große) Spule und ein ohmscher Widerstand. Das ergibt eine frequenzabhängige Quellimpedanz. Damit am Ende ein linearer Frequenzgang herauskommt, braucht ein Tonabnehmer einen definierten elektrischen Abschluß. Die Tonabnehmer-Hersteller geben zu jedem Modell empfehlungen, wobei gezielte Abweichungen davon aber durchaus subjektiv besser klingen können.
Bei MC Systemen muß eigentlich nur der ohmsche Abschlußwiderstand passen während bei MM und MI Systemen auch die Abschlußkapazität passen muß.

Für den Yamaha würde ich mittelfristig auch für ein MC System plädieren. Im bezahlbaren Bereich würde ich ein Denon DL110 oder ein Audio Technika AT-F7 empfehlen. Das DL103 hat seine Qualitäten, aber es hat auch Schwächen. Zum einen hat es nur eine Rundnadel, die a) nur etwa 500-600h hält und b) hat es ein lausiges und resonierendes Gehäuse, das sich durch eine gewisse Rauigkeit im Klang bemerkbar macht. Nicht umsonst ist das 103 ein beliebtes Tuningobjekt, es gibt eine Menge Gehäuse dafür zu kaufen und es wird oft mit guten Nadeln retippt. Solchermaßen getunt gibt es das Denon auch käuflich zu erwerben, zu Preisen bis rauf zu knapp 1000€...

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 21. Dez 2015, 13:16
Hallo!


......Beeinflusst eine zusätzlicher MM/MC Vorverstärker den Klang negativ? .......


Weder negativ noch positiv, bestenfalls ist er nicht ganz überflüssig da an das jeweilige Abtastsystem gut anpassbar oder im allergünstigsten Fall schlicht und ergreifend notwendig da gar kein interner vorhanden ist.

Hier mußt du dir keinen Kopf machen, -zudem bleibt dir beim Nichtvorhandensein eines internen Entzerrers gar nichts anderes übrig wenn du nicht gleich auch noch den gesamten Verstärker tauschen willst-.

MFG Günther
frank60
Inventar
#9 erstellt: 21. Dez 2015, 15:14

peter500 (Beitrag #5) schrieb:
Sollte der Klang an einem "alten" Receiver z.B. Marantz 2270" deutliche besser sein als in der jetzigen Konfiguration (RX-V420 + Phono Box S9 ?

Ich kenne die Phonobox nicht, kann sie deshalb nicht beurteilen. Wenn sie gut konstruiert ist, klingt sie neutral, es gibt aber auch, gerade heutzutage, PreAmps, die gesoundet sind und somit den Klang verändern.
Wenn Du einen alten Marantz hast, dann nutze ihn, die eingebaute Phono Vorstufe ist hervorragend. Ich höre seit ein paar Wochen auch nur noch über die interne meines 2265B. Extra wegen der einen Receiver kaufen lohnt sich wegen der hohen Preise eher nicht, es sei denn, Du willst generell auf HiFi Klassiker umsteigen.
peter500
Neuling
#10 erstellt: 25. Dez 2015, 17:16
da ja gerade Weihnachten war habe ich mir noch einen Luxman L-410 gegönnt.
Bleibt also "nur" noch die Frage nach einem Tonabnehmer.
Den DL 103 finde ich ganz gut jedoch scheinen die Anschlusswerte nicht an den Luxman zu passen.
(Phono MC (100 µV an 100 Ohm / 300 Ohm, schaltbar)

Habt ihr eine Empfehlung welchen TA ich mit dem Luxman und dem Yamaha YP-D8 betrieben kann?

Vielen Dank
kinodehemm
Inventar
#11 erstellt: 25. Dez 2015, 17:23
Moin

das Dl103 spielt -ausd meiner Erfahrung- mit passenden ÜT und PhonoMM meist sehr viel besser als im MC Eingang..
Aber grundsätzlich passt es von den Anschlusswerten deines Amp- probieren..

Ein DL304 wäre was feines, ist aber auch preislich recht happig.
HiFi_Sepp
Stammgast
#12 erstellt: 25. Dez 2015, 17:26
Von den Anschlußwerten passt das Denon doch....
Der Hersteller empfiehlt 100 Ohm oder mehr.
Aber das DL-103 hat nur eine Rundnadel. Ich würde da ein System mit schärferer Nadel nehmen, falls Dein Budget das zuläßt.

edit: einer war schneller


[Beitrag von HiFi_Sepp am 25. Dez 2015, 17:27 bearbeitet]
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