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TA 270C-II am SL-1710 defekt. Womit ersetzen?

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Ali_Babo
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 14. Jan 2016, 09:16
Guten morgen,

habe einen Technics SL-1710 bei meinen Eltern aus dem Keller gefischt und wollte mir selbst mal ein Bild von überall erwähntem, gutem Schallplattenklang machen. Auf dem Spieler lag noch eine extrem zerkratzte Tabaluga Platte und die Nadel war gebrochen. Das waren vor mehr als 20 Jahren dann wohl meine Schwester und ich, die sich als DJ's versucht haben.
Hab mir dann zum Test erstmal eine nachgebaute Nadel für ein paar Euro besorgt. Leider bleibt der rechte Kanal stumm.
Hab dann mal alles durchgemessen und den Tonabnehmer selbst als Übeltäter festgestellt.
Nun tu ich mich irgendwie extrem schwer den passenden Ersatz zu finden, da muss ja doch einiges beachtet werden.
Vielleicht kann mir jemand einen kleinen Tipp geben welcher Tonabnehmer hier montiert werden kann und was ich evtl. zusätzlich dazu noch brauche, bevor ich das Geld in was komplett falsches investiere?

Gruß, Christoph
RelacksMax
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 14. Jan 2016, 10:36
Guten Morgen Christoph,

liste doch bitte die Wiedergabekette an der der Plattenspieler betrieben werden soll. Also: Verstärker / Phonostufe intern od. extern / (Lautsprecher).
Dann kann dir zielgerichteter geholfen werden.
Ali_Babo
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 14. Jan 2016, 11:01
Guten morgen,

danke für den Hinweis.

Der Technics ist direkt mit dem Phonoeingang (MM) meines Marantz SR7009 verbunden.
Mir wäre natürlich ganz lieb wenn der neue TA auch direkt angeschlossen werden kann.
Bei meinen Lautsprechern handelt es sich um eine Offene Schallwand (Blueplanet Dipol 10/4 mit Tang Band W4-1320SIF Breitbänder).
Musik die über Platten gehört werden soll sind die typischen Rock/Pop Songs der 80er (z.B. Supertramp, Dire Straits, Phil Carmen, etc.)

Gruß, Christoph
akem
Inventar
#4 erstellt: 14. Jan 2016, 12:15
Zum Marantz lassen sich leider keine aussagekräftigen technischen Daten oder Schaltpläne finden. Daher steht zu befürchten, daß auch dieses Gerät wie die allermeisten Surroundreceiver eine zu hohe Eingangskapazität im Phonoeingang haben.
Daher würde ich ein High-Output MC empfehlen - denen sind die Kapazitäten nämlich egal während MMs auf zu hohe Kapazitäten mit aggressivem Klang reagieren. Da günstigste imho empfehlenswerte HO-MC ist das Denon DL110 und das sollte auch zu Deinem Tonarm passen.

Gruß
Andreas
Ali_Babo
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 15. Jan 2016, 11:50
Hallo Andreas,

habe mir den Denon DL-110 nun einfach mal zum testen bestellt.
Hab auch noch ein Ortofon OM 2M MM Tonaufnehmer unfreiwillig mitbestellt als ich heute bei Amazon etwas bestellt hatte, man sollte vorher den Warenkorb leeren Naja so kann ich mal vergleichen, oder sind Nadeln vom Fernabsatz ausgenommen?

Gruß, Christoph
RelacksMax
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 15. Jan 2016, 11:58
Was für ein Ortofon ist es denn genau?
Es gibt Ortofon 2M Red/Blue/Bronze/Black und Ortofon OM 3E/5E/5/10/20/30/30.
Unterschiede liegen im Design und der Nadel - der Generator ist da mW immer gleich.
Ali_Babo
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 15. Jan 2016, 12:00
Es handelt sich um die Red Version.

Gruß, Christoph
RelacksMax
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 15. Jan 2016, 12:23
Da ist der Denon-TA besser.

An deiner Stelle würde ich den Ortofon direkt zurückschicken - dann kann dir auch keine was von wegen
Wertminderung auf Grund von Inbetriebnahme. Einfach originalverpackt lassen.

Oder als Ersatzsystem behalten ... falls du das für nötig erachtest.
akem
Inventar
#9 erstellt: 15. Jan 2016, 12:47
Kannst Du da die Bestellung nicht rückgängig machen? Ein 2M Red braucht nun wirklich niemand...

Gruß
Andreas
Ali_Babo
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 15. Jan 2016, 13:13
Moin moin,

ja stornieren ist schon möglich, ist das Ortofon so schlecht? Die Rezessionen bei Amazon lesen sich jetzt garnicht so schlecht?
beide miteinander vergleichen wäre mir eigentlich ganz lieb. Der Denon hatte vor nichtmal all zu langer Zeit auch nur 80€ gekostet.

Gruß, Christoph
ParrotHH
Inventar
#11 erstellt: 15. Jan 2016, 13:43

Ali_Babo (Beitrag #10) schrieb:
Die Rezessionen bei Amazon lesen sich jetzt garnicht so schlecht?

Hatte ich gar nicht mitbekommen, dass es mit Amazon bergab geht...

Parrot
heisau
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 15. Jan 2016, 13:56
Hallo,

die Rezessionen bei Amazon sind kaum ernst zu nehmen.
akem
Inventar
#13 erstellt: 15. Jan 2016, 13:59

Ali_Babo (Beitrag #10) schrieb:
ist das Ortofon so schlecht?


Das ist ein OM10 zum doppelten Preis... Kein Gegner für das Denon.

Gruß
Andreas
Ali_Babo
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 15. Jan 2016, 14:30
Ja parrot da hast du Recht, es wird fleissig konsumiert, den deutschen gehts gut und die Taschen sind "noch" voll...

Klar kann man nicht immer viel auf die Bewertungen geben. Wenn der Artikel aber 5 Sterne bei 30 abgegebenen Stimmen hat, kann es ja nicht so schlecht sein, wenn man bedenkt das der typische deutsche sich eigentlich nur äußert wenn er unzufrieden ist.

Klar, die Antworten im hifi-forum sind natürlich viel mehr Wert, deshalb frag ich auch hier nach. Wenn mir der Klang des Denon zusagt, dann wird der 2M Red sehr wahrscheinlich wieder ungeöffnet zurückgehen.

Gruß, Christoph
Ali_Babo
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 15. Jan 2016, 14:50
Frag ich mal nochmal anders. Wievield Geld müsste ich in die Hand nehmen um noch glücklicher zu werden als mit dem Denon DL-110? In Bezug auf 70/80er Rock? Der Denon wird wohl bis morgen nicht da sein und ich bin wohl zu sehr beeinflusst von den negativeren Erfahrungen in diversen Foren, da mach ich mir die ganze Zeit Sorgen das ich evtl. nicht das richtige gekauft habe. Schande über mich das ich keine Geduld habe ein paar Tage zu warten, sobald ich mir nicht 100% sicher bin und normalerweise bestell ich dann garnicht erst sondern schleiche eher gefühlt 100 Jahre um etwas herum
Bin selbst schon sehr überrascht das ich den denon so schnell gekauft habe.

Gruß, Christoph
akem
Inventar
#16 erstellt: 15. Jan 2016, 14:51
Man muß aber auch dazu sagen, daß den allermeisten solcher Rezensenten der Vergleich fehlt. Solange da Geräusche rauskommen, mit denen der Inhalt der Platte erkennbar ist, ist bei denen die Welt in Ordnung. Daß sie für den halben Preis was technisch de facto Identisches in anderm Design bekommen hätten wissen sie nicht und daß sie für 20-30€ mehr einen TA bekommen hätten, der zwei Klassen besser ist, wissen sie auch nicht... Und dann kommt noch dazu, daß ja das Gerücht umgeht, daß viele solcher Bewertungen schlichtweg Fake sind, um den Absatz anzukurbeln.

Gruß
Andreas
RelacksMax
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 15. Jan 2016, 15:47
Zur Konkretisierung (Schnellsuche per Google):
OM 10 ist ab 40€ zu haben.
2M Red ist ab 82€ zu haben.

Technisch mit Auswirkungen auf den Klang: Keine Unterschiede.
Ansonsten: Anderes Design. Andere Befestigung an der Headshell - beim Red wird nur von oben geschraubt.
Das OM wird mit Schraube + Mutter befestigt.
Ali_Babo
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 15. Jan 2016, 15:50
Ja Andreas wenn ich mir das jetzt so recht überlege hast du eigentlich komplett recht damit, die meisten sind ja wirklich absolut zufrieden wenn nur ein bißchen lala aus den Lautsprechern kommt.

Gruß,Christoph


Edit: als der OM10 in den Raum geworfen wurde habe ich auch direkt die Suche angeschmissen


[Beitrag von Ali_Babo am 15. Jan 2016, 15:52 bearbeitet]
evilknievel
Inventar
#19 erstellt: 15. Jan 2016, 22:52
Hallo,

mach dir keinen Kopp, daß DL110 ist sehr gut. Es spielt um einiges besser als das 2M Red. Ich habe beide Systeme und erlaube mir mal das Urteil.
Schick das 2M zurück, du verpasst da klanglich nichts.

Zum 2M Red:
Es ist lauter als das sonst vergleichbare OM10.
Es ist sehr montagefreundlich durch das Gewinde im Korpus.
Beim OM10 liest man ab und zu von Qualitätsschwankungen in der Produktion, beim 2M Red nicht.

Ich kann die guten Bewertungen durchaus nachvollziehen, denn das System macht ja nichts falsch. Ottonormalverbraucher hantiert nicht mit einer Vielzahl von Systemen herum, wie die meisten hier und kann daher kaum einen Vergleich zu dem ziehen was er nicht kennt.
Vielleicht wollte er sich auch richtig was gönnen und ist vom AT91 oder AT95 zium 2M gewechselt. Verglichen damit ist das Ortofon schon seine Sternchen wert.
Daraus folgt was Akem sagt, daß der Käufer einfach nicht gewußt hat, daß er für 30 Euro mehr auch was besseres bekommen hätte, zb. ein AT120eb.
Und wer das 120er kauft, hat dann nicht gewußt, daß es für nochmal 30 Euro das 440er gäbe und so dreht sich die Spirale weiter nach oben und schwups ist man beim Denon DL110 für 180 Euro gelandet, welches man nicht kaufen müßte, wenn man noch ein paar Euronen drauflegen könnte und sich ein OM40 oder AT150 ins Haus holt.

Gruß Evil
Ali_Babo
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 16. Jan 2016, 12:20
Hi Evil,

also wenn es sich wirklich lohnt noch ein paar Euro draufzulegen, warum nicht? Doch meistens bedeutet teurer ja nicht immer gleich besser. Abstimmung ist ja wieder Geschmackssache. Wenn ich mit dem Denon DL-110 mindestens die Wiedergabequalität hinbekomme wie mit meinem Marantz CD Spieler, das wäre schonmal "OK". Wenn ich nun noch mehr Geld in die Hand nehmen muss um einen WOW Effekt hinzubekommen, wäre mir das sogar noch lieber, sonst könnte ich ja auch bei den CD's bleiben.

Mit Plattenspielern kenn ich mich leider nicht aus und ich kenne auch keine Anlaufstation wo man mal ausgiebig verschiedene systeme probehören kann.

Den Red hab ich mir zumindest nicht mehr zuschicken lassen.
Vom Denon hab ich bisher auch noch keine Versandbestätigung, wäre also auch noch leicht den zu stornieren

Gruß, Christoph
akem
Inventar
#21 erstellt: 16. Jan 2016, 13:54
Ich glaube, Du hast eine etwas zu hohe Erwartungshaltung...
Die Platte ist der CD zwar in einigen Teilbereichen theoretisch überlegen, in vielen anderen Bereichen jedoch heillos unterlegen. Und bei CD ist es um einiges billiger, das klangliche Potential zu sagen wir mal 95% auszuloten. Dafür reicht ein x-beliebiger DVD-Player für unter 50€. Um 95% des klanglichen Potentials der Platte auszuloten, wirst Du um Größenordnungen mehr ausgeben müssen, 50.000€ ist da nicht zu hoch gegriffen...
Und dann stellt sich immer noch die Gretchenfrage, was vom theoretischen Optimum tatsächlich auf der Platte gelandet ist. Das ist nämlich gar nicht so einfach, eine klanglich optimale Platte herzustellen. Das dafür nötige Know-How ist längst ausgestorben oder zumindest seit vielen Jahren in Rente und die Maschinen, mit denen heute Platten produziert werden, sind seit Jahrzehnten museumsreif.

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#22 erstellt: 17. Jan 2016, 11:19
Hallo!

@Ali_Babo


.....Wenn ich mit dem Denon DL-110 mindestens die Wiedergabequalität hinbekomme wie mit meinem Marantz CD Spieler, das wäre schonmal "OK"......


Wirst du leider nicht, ausser in einigen Ausnahmefällen die daran liegen das die CD sehr-sehr schlecht produziert ist hast du da schon aus rein technischer Sicht gar keine Chance.


...... Wenn ich nun noch mehr Geld in die Hand nehmen muss um einen WOW Effekt hinzubekommen, wäre mir das sogar noch lieber, sonst könnte ich ja auch bei den CD's bleiben........


Das ist keine Frage des Geldes sondern eine Frage der Technik, man sollte hier nicht das Unmögliche versuchen und sich an einem irrsinnigen und schlußendlich nutzlosen analogen Overkill festbeißen sondern sich auf die echten Vorteile der alten Technik stützen.

So sind z.B. viele alte Stücke die es auf Schallplatten gab nie auf CD veröffentlich worden. Bei anderen waren die vorhandenen Masterbänder z.Z. der Digitalisieren bereits in einem Zustand bei dem die Umsetzung ein Ergebniss erbracht hat das weit unter dem der alten Erstpressung lag, -leider ist es zumeist ein recht teuerer Spaß sich hier mit gut erhaltenen Erstpressungen einzudecken, zudem ist das sehr alte Musik die nicht jedermanns Sache ist-.

Weiterhin läßt sich mit Schallplatten bei geschickter Kombination von Tonarm, Tonabnehmern und der richtigen dafür gut geeigneten Musik durchaus ein Ergebniss erzielen das angenehm und stimmig klingt und das von etlichen Hörern auch als der CD gleichwertig empfunden wird da hier die Vorteile der CD keine Rolle spielen.

Eigentlich sollte man die alte Analogtechnik als ein eigener Zweig des Hobbys sehen und sich nicht auf die öden Vergleiche mit moderneren Medien einlassen, Schleßlich erwartest du ja auch von einem beliebigen Internetradio das deine bevorzugte Musik spielt nich die Qualität einer DVD-A oder SACD sondern genißt die gebotenen Vorteile . Du solltest es einfach bei Schallplatten genau so halten anstatt dich auf ein klangliches Rennen einzulassen das die alte Schallplatte schon vor 35 Jahren klar verloren hat ungeachtet des finanziellen und technischen Aufwandes der seinerzeit getrieben wurde. Schließlich hat sich die alte analoge Technik seit damals nicht verändert, -hier gab es keinerlei Entwicklung mehr da diese Technik schon seinerzeit bisa zum möglichen Anschlag ausgereizt war. -Wäre das anders könnte heute keiner der alten Plattenspieler, Tonarme und Abtastsysteme mehr mit neueren Produkten mithalten-, aber in der Realität ist oft das Gegenteil der Fall.

MFG Günther
Ali_Babo
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 18. Jan 2016, 11:34
Moin moin,

oh okay, dann hab ich das mit der Qualität die mir von meinem Arbeitskollegen erzählt wurde wohl etwas falsch verstanden, oder er hatte ein wenig übertrieben. Aber eigentlich ist das auch nicht weiter schlimm, ich habe die ganzen Jahre immer gedacht das Platten grundsätzlich knistern und im Klang eher stumpf klingen, doch das dies nicht der Fall ist höre ich selbst nur über einen Kanal. Den WOW Effekt hatte ich also schon

Im Auto höre ich z.B. nur Dance, Pop etc der heutigen Zeit. Die Qualität des Soundsystems ist nicht die beste, aber für diese Art von Musik reicht mir das völlig aus. Sowas höre ich in der Regel zu Hause garnicht und falls doch, reicht mir die Spotify Qualität in der Regel aus.
Ansonsten find ich Spotify auch sehr praktisch, wenn ich dort Lieder finde die mir gut zusagen, bestelle ich mir diese einfach auf CD.
Grundsätzlich aber gebraucht, da kann man dann auch mal verkraften wenn diese nicht gut abgemischt wurden.
So würde ich das auch bei Platten handhaben, die in den 70/80er Jahren gepresst wurden.
Wobei kaufen bräuchte ich eh erstmal keine, habe von meinem Vater und Schwiegervater über 100 Platten bekommen mit der Musik die ich mir auch selber kaufen würde.

Habe mich am Wochenende noch ein wenig im Internet herumgetrieben, und vom "lesen" her finde ich ja den AT 150 mlx ja sehr interessant.
Hier im Forum hat den auch jemand an seinem SL-1710 laufen. Der Denon liegt auf jedenfall noch immer im Lager, mal sehen ob dieser heute noch rausgeht, das macht mich schon ganz kribbelig

Gruß, Christoph
Hörbert
Moderator
#24 erstellt: 19. Jan 2016, 10:17
Hallo!


......und vom "lesen" her finde ich ja den AT 150 mlx ja sehr interessant.........


Eigentlich kannst du da ebensogut ein AT-440 MLa nehmen, das ist wesentlich günstiger und die klanglichen Unterschiede sind bei gleichen Anschlußbedingungen und erfolgter Gewichtsbereinigung eigentlich marginal.

Wie immer hängt es vor allem natürlich von den Schallplatten selbst ab inwieweit sich ein teuereres Abtastsystem überhaupt lohnt. Technisch gesehen rangieren die Werte einer Schallplatte unterhalb dessen was z.B. mit dem alten UKW-Radio zu übertragen ist falkls du einen weitgehend rauschfreien Empfang hast, -das kommt nicht von ungefähr da seinerzeit bei der Einführung des UKW-Rundfunkes es eine der Forderungen gewesen war eine handelsübliche Schallplatte ohne Abstrichr übertragen zu können-.

Du hast doch mit dem DL-110 ohnehin schon ein Abtaster der gut zum Plattenspieler passt und bei 100 Platten lohnt sich doch auch der Neukauf eines Abtasters der 400 € Klasse eigentlich noch gar nicht, da würde ich an deiner Stelle erstmal in die "Software" investieren.

MFG Günther
Ali_Babo
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 19. Jan 2016, 17:55
Hi Günther,

ich warte nun erst einmal auf den DL-110 und höre jetzt auf mit dem spekulieren was mir evtl. besser an anderen Abnehmern gefallen könnte.
Der Händler liest bestimmt mit und will erst auf Nummer Sicher gehen, das ich den Denon auch bloß behalte. Anders kann ich es mir nicht erklären weshalb der noch immer nicht das Lager verlassen hat

Gruß, Christoph
RelacksMax
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 19. Jan 2016, 17:56
Hast bei fono bestellt ?
Ali_Babo
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 20. Jan 2016, 11:22
moin moin,

die angegebenen 5-10 Tage Lieferzeit von fono hatten mich abgehalten dort zu bestellen.
Da ich diese Woche Abends etwas Luft habe, Hatte ich gehofft schön testen zu können,
doch sollte mir wohl nicht gegönnt sein

Gruß, Christoph
bapp
Inventar
#28 erstellt: 20. Jan 2016, 13:23

akem schrieb:
Die Platte ist der CD zwar in einigen Teilbereichen theoretisch überlegen

Wie denn das?
Außer dass sie vielleicht besser in der Hand liegt, ist die LP der CD technisch in absolut jeder Hinsicht teilweise sogar weit unterlegen.


Um 95% des klanglichen Potentials der Platte auszuloten, wirst Du um Größenordnungen mehr ausgeben müssen, 50.000€ ist da nicht zu hoch gegriffen...

Woher kommt dieses groteske Zahlenwerk?
Ich würde behaupten, mit einem guten gebrauchten DD-Laufwerk als Basis reichen 2000€ locker, um 100% der Rilleninformationen einzufangen.
akem
Inventar
#29 erstellt: 20. Jan 2016, 14:09
Naja, die theoretischen Vorteile der Platte sind
- die Möglichkeit, >20kHz aufzeichnen zu können und
- es gibt keine Quantisierung.
Auch wenn die meisten Menschen Frequenzen im Bereich 20kHz als Sinuston nicht mehr hören können (oder nur mit abartigen Schalldruckpegeln), so ergibt das einen Vorteil im Zeitbereich. Bei Impulsen erzeugt die Bandbreitenbegrenzung bei einem CD-Player ein Ringing, das man in einigen Fällen als eine Art "Schnalzen" hören kann. Ich hab da eine CD von Clawfinger, wo ein Stück drauf ist, wo genau das passiert. Da hört man dann sehr gut die Filterauslegung des CD-Players weil es mal stärker und mal weniger stark schnalzt - je nach CD-Player. Die bessere Auflösung im Amplitudenbereich wegen fehlender Quantisierung wird in der Praxis im Normalfall durch Vinyl-typische Schwächen zunichte gemacht ("Rauschen" durch mechanische Abtastung der Rille, Vinylqualität, Schmutz).

Die Zahlen sind natürlich nicht empirisch belegt sondern sollten nur als Verdeutlichung der Aussage dienen, daß eine bestmögliche Vinylwiedergabe wesentlich teurer ist als bei CD. Das geht los beim Tonabnehmer, wo man schon ein paar Tausender für das technisch Machbare rechnen muß. Ein State-of-the-Art Tonarm kostet auch ein paar Tausender und ein sehr gutes Laufwerk ist dagegen schon fast preiswert. Dann kommen aber noch Nebengeräusche dazu (Plattenwaschmaschine, Phonostufe), die auch nochmal viele hundert Euro kosten. Okay, 50 k€ waren vielleicht ein bischen zu hoch gegriffen, aber im fünfstelligen Bereich ist man ziemlich schnell, wenn man wirklich ganz vorne dabei sein will.

Gruß
Andreas
bapp
Inventar
#30 erstellt: 20. Jan 2016, 16:28

- die Möglichkeit, >20kHz aufzeichnen zu können und

- besteht theoretisch, ist aber gänzlich irrelevant

- es gibt keine Quantisierung

-nur dann ein "Vorteil", wenn man AD/DA-Wandlung grundsätzlich nicht verstanden hat

Ansonsten ringt und schnalzt bei mir überhaupt nichts - die restlichen Einwände kann ich auch nicht nachvollziehen.
akem
Inventar
#31 erstellt: 20. Jan 2016, 17:40
Och, ich denke mal, als Nachrichtentechnik-Ing hab ich mich ausreichend lange und oft mit Sinn und Wesen der PCM rumgeschlagen, um das verstanden zu haben...

Gruß
Andreas
bapp
Inventar
#32 erstellt: 20. Jan 2016, 17:43

aber im fünfstelligen Bereich ist man ziemlich schnell, wenn man wirklich ganz vorne dabei sein will.

Wenn man preislich unbedingt vorne dabei sein will, dann schon.
Hörbert
Moderator
#33 erstellt: 20. Jan 2016, 19:36
Hallo!


.......... Bei Impulsen erzeugt die Bandbreitenbegrenzung bei einem CD-Player ein Ringing, das man in einigen Fällen als eine Art "Schnalzen" hören kann. ......


Sorry Andreas, hierb liegt ein Denkfehler deinerseits vor, falls ein solcher Fehler vorhanden ist wird er nicht durch eine Bandbreitenbegrenzung des CDP´s verursacht sondern hat sich während der Digitalisierung des Analogbandes oder bei einer Digitalaufnahme durch ein schlecht ausgesteuertes Mischpult eingeschlichen da hier versäumt wurde bei der A-D-Wandlung den Gleichstromanteil des Signals zu entfernen. Das ist ein geläufiger Fehler der vor allem bei Laienaufnahmen/ Laiendigitalisierungen vorkommt, hier war da die Aufnahme aus dem Profibereich stammt ohne wenn und aber ein Pfuscher am Werk.


.....die Möglichkeit, >20kHz aufzeichnen zu können.........


Sorry aber diese Moglichkeit gibt und gab es nicht einmal in der Theorie. Hier gibt es nur nachgeschwätzten Unsinn einiger High-Ender die technisch alles andere als beschlagen sind.

Was glaubst du was mit dem Schneidstichel pasieren würde wenn er mit einer Frequenz von 18-20 KHz vibrieren würde?

Irgendwo zwischen 13-15 KHz ist selbst bei DMM-Schallplatten Schluß, möglicherweise gibt es einige Half-Speed-Aufnahmen die bei den ersten 20 bis 25 Abspielvorgängen auch noch ein wenig höher gekommen sind aber dann war es das auch schon gewesen danach dürften sie bis 12-14 KHz runtergeschliffen sein wie der Rest der handelsüblichen Schallplatten auch.

MFG Günther
akem
Inventar
#34 erstellt: 20. Jan 2016, 20:32

Hörbert (Beitrag #33) schrieb:

Sorry Andreas, hierb liegt ein Denkfehler deinerseits vor, falls ein solcher Fehler vorhanden ist wird er nicht durch eine Bandbreitenbegrenzung des CDP´s verursacht sondern hat sich während der Digitalisierung des Analogbandes oder bei einer Digitalaufnahme durch ein schlecht ausgesteuertes Mischpult eingeschlichen da hier versäumt wurde bei der A-D-Wandlung den Gleichstromanteil des Signals zu entfernen.

Was glaubst du was mit dem Schneidstichel pasieren würde wenn er mit einer Frequenz von 18-20 KHz vibrieren würde?


Ich glaube nicht, daß Du mit Deiner These recht hast. Denn dann müßte sich die betreffende Stelle auf jedem CD-Player gleich anhören - tut sie aber nicht!

Und zum Schneidstichel: naja, zunächst mal würde er nur 20.000 mal pro Sekunde hin und her wackeln... Wie die Nadel beim Abspielen halt auch. Und wenn man Deiner Meinung nach für 20kHz schon Halfspeed-Mastering braucht, wie hat man dann damals Quadrophonieplatten geschnitten? Achtelspeed?
Die heute gängige Praxis steht natürlich auf einem anderen Blatt, da Ersatzteile extrem rar bis nicht verfügbar sind. Und es mag durchaus sein, daß eine große Aufzeichnungsbandbreite den elektromechanischen Antrieb des Schneidstichels stark belastet und im Extremfall die Spule abraucht. Aber solche Signalfrequenzen sind ja auch nicht permanent vorhanden (wenn man nicht versehentlich den Pilotton von UKW mit aufzeichnet) und dann auch nur mit vergleichsweise geringer Amplitude, trotz Anhebung durch RIAA. Deshalb würde ich schon von der technischen Möglichkeit sprechen, solche Frequenzen aufzuzeichnen.

Gruß
Andreas
bapp
Inventar
#35 erstellt: 20. Jan 2016, 22:22

...Sinn und Wesen der PCM...

Okay - dann haben wir also wegen der bösen Quantisierung ein S/N von ca. 98dB. Kann Vinyl da mithalten?
Wohl nicht einmal annähernd - was soll das also?

Aber eigentlich gehört das alles gar nicht hierhin...
ParrotHH
Inventar
#36 erstellt: 21. Jan 2016, 10:23

akem (Beitrag #34) schrieb:
... dann müßte sich die betreffende Stelle auf jedem CD-Player gleich anhören - tut sie aber nicht!

Tach Andreas,

nenne doch bitte mal Ross und Reiter. Nicht, weil ich Dir nicht glaube, sondern weil wir da erstaunlicherweise mal Überlappungen im Musik-Archiv haben und ich interessehalber mal meine abstehenden Holzohren mit Deinen Aussagen konfrontieren könnte. Clawfinger steht nämlich auch bei mir im Schrank

Parrot
akem
Inventar
#37 erstellt: 21. Jan 2016, 10:54
Das ist das Album "Deaf Dumb Blind" von 1993. Dabei geht es um den Anfang von Track 6 "Catch me". Da die Impulse...

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#38 erstellt: 21. Jan 2016, 12:26
Hallo!

@Andreas


......Ich glaube nicht, daß Du mit Deiner These recht hast. Denn dann müßte sich die betreffende Stelle auf jedem CD-Player gleich anhören - tut sie aber nicht!.......


Nun hier solltest du den unterschiedlichen Aufbau von Digitalfiltern und Wandlern beachten sowie den der nachgeschalteten Analogelektronik, es ist immerhin möglich das die unterschiedlichen Konfigurationen mit den Gleichstromanteilen im Signal unterschiedlich gut zurechtkommen.

Wenn ich z.B.die Beschaltung eines der seltenen D/A-Wandler betrachte die keine Kondensatoren im Ausgangsbereich verwenden sondern mit Komperatorschaltungen arbeiten bin ich mir ziemlich sicher das hier dein "Schnalzgeräusch" vollkommen verschwunden wäre falls es auf mitdigitalisiere Gleichstromanteile basiert. Während ich mir gleichzeitig ziemlich sicher bin das z.B. bei einem uralten Saba CDP-380 anstatt Musik nur noch ein schgarfer Knacks an diesen Stellen zu hören sein wird. Leider nimmt der alte Saba keine "gebrannten" an sonst würde ich das gleich mal testen, so kann ich dir nur den ersten Teil meiner These bestätigen die "Plopps" sind bei unterschiedlichen Konfigurationen auch unterschiedlich stark ausgeprägt.


......Wie die Nadel beim Abspielen halt auch........


Moooment, dazu müssten erstmal Signale im entsprechenden Fequenzbereich auf den Schallplatten vorhanden sein, zudem ist es etwas völlig anderes einen Vibration in dieser Frequenz dem Stichel aufzuzwingen als später beim Abtastvorgang, hier wird mit ungleich höheren Energiebetägen gearbeitet und der Stichel arbeitet gegen den Widerstand des Materials, das Abtstvorgang hingegen ist ein rein Passiver.


....... wie hat man dann damals Quadrophonieplatten geschnitten? Achtelspeed?........


Du meinst das CD-4 Verfahren?

Dann ist das eine einfache Frage auf die ich dir gernne auch eine einfache Antwort gebe:

.............Aus den Kanälen K1, K2, K3 und K4 werden zunächst mit einer Matrix die Summen {K1+K3) und (K2+K4) sowie die Differenzen (K1-K3) und (K2-K4) gebildet Die Differenzkanäle werden dann zwei Hilfsträgern in Form von Phasenmodulation (für f> 800 Hz) und Frequenzmodulation (für f< 800 Hz) auf moduliert, deren Mittenfrequenz bei 30 kHz liegt. ............

Das Zitat stammt von hier wo du auch näheres über die verschiedenen Quadro-Verfahren nachlesen kannst.

http://www.hifimuseum.de/quadrophonie-artikel-1.html

Alle diese Verfahren waren heillos Kompliziert und so gesehen ist das kein Wunder das siew sich niemals durchsetzten.

Aber aus dem Zitat dürfte trotzdem klar ersichtlich sein wie das 30 KHz-Signal eigentlich erzeugt wurde.


...... Aber solche Signalfrequenzen sind ja auch nicht permanent vorhanden .......


Sorry aber das ist ein heilloser Euphermismus, Frequenzanteile oberhalb von 12 KHz sind bei Rock-/Popmusik so gut wie gar nicht- und bei Jazz und klassischer Musik nur bis ungefähr 16 KHz in sehr geringen Anteilen vorhanden (Obertöne von Pikoloflöten Tschinellen und Triangeln.

Einzig bei Beifallskundgebungen (Händeklatschen) ist ein deutlich höherer Anteil von Frequenzen oberhalb von 13-14 KHz vorhanden.

MFG Günther
volvo740tius
Inventar
#39 erstellt: 22. Jan 2016, 04:19
Hallo,


akem (Beitrag #37) schrieb:
Das ist das Album "Deaf Dumb Blind" von 1993. Dabei geht es um den Anfang von Track 6 "Catch me". Da die Impulse...


Yo, das Album habe ich auch. Das Ding startet ja mit einem Hip-Hop Beat. Welche Impulse?

Gruß Thomas
Ali_Babo
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 22. Jan 2016, 09:38
Moin moin,

bin seit gestern beruflich wieder im Ausland unterwegs und habe nun den DL-110 storniert. Werde den Versuch nochmal starten sobald ich mitte Februar wieder zu Hause bin.

Gruß, Christoph
RelacksMax
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 22. Jan 2016, 11:46
Kannst ja dann auch anrufen und direkt fragen ob auf Lager / wann lieferbar. Manchmal hilft das. Bei fono steht kja überall 2-5 Tage (oder so). Aus Erfahrung gesprochen: Ging bei mir auch schon schneller.
Ali_Babo
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 22. Jan 2016, 18:44
Eine Woche bevor ich nach Hause komme werd ich direkt bestellen, diesmal kann ich ja etwas vorausschauend planen. Zusätzlich hab ich mir noch hier über das Forum ein 270c gekauft, da kann ich dann wenigsten schonmal in stereo hören, falls bei der nächsten Bestellung eine Woche für die Lieferung auch nicht ausreicht

Gruß, Christoph
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