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gebrauchter Pioneer PL-10: Dröhnen (rechter Kanal) und neue Nadel gesucht

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tomsson
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 29. Mrz 2016, 20:39
Liebes Forum, ich brauche mal wieder Hilfe und habe Fragen. Ich habe bezüglich der betreffenden Themen (und Modelle) schon einiges hier gelesen, würde aber die Fragen gern noch einmal ganz konkret lesen.

Ich bin zurzeit auf der Suche nach einem guten und soliden Spieler für eine Freundin. Sie hört bereits viel und oft Vinyl, hat aber keine audiophilen Ansprüche. Da ihr derzeitiger Plastikdreher (baugleich wie der Sony PS-LX300USB, den es ja auch von Marantz und co gibt, allerdings eine no name-Marke) langsam das zeitliche segnet, darf ich bei der Suche behilflich sein.
Ich habe schon hier und da mal Freunden geholfen, im aufkommenden Vinyl-Hype einen soliden und preiswerten, gebrauchten Dreher zu finden. So habe ich wieder die üblichen Seiten nach den üblichen Modellen durchsucht (insbesondere Dual und Co.). Dabei bin ich auf den Pioneer PL-10 gestoßen, den ich in scheinbar wirklich gutem Zustand für einen sehr fairen Preis erhalten kann (wenn ich den hier jetzt schreibe, schnappt den noch jmd weg :P). Das selbe Modell habe ich vor einem Jahr schon einmal Freunden gebraucht gefunden. Damals für etwas kritische 100€, aber in einem sehr guten Zustand. Das Modell hatte zudem ein nachgerüstetes AT Nadelsystem - der Name ist mir entfallen, war etwas mit rot/red und ich denke, der Nadeleinschub war auch rot. Ein älteres System, kein 2M red.

Wie könnte ich den PL-10 eventuell noch etwas upgraden? Im Budget könnten nach Kauf des Drehers noch 50-100€ sein. Jedoch muss auch noch ein Phono-Vorverstärker her. Was ist von den verbauten Standardnadeln zu halten? Ich würde je ein N71 und N75 dazu erhalten, mir sagen die Nadeln nichts, im Netz findet man ein wenig was - no name Systeme, sphärisch. Ich würde ganz gern eine elliptische Nadel raufsetzen - oder eine (preiswerte) andere Alternative, um noch ein wenig rauszukitzeln. Ist kein Muss, wäre aber schön, sollte es da Alternativen auf der Hand geben. Welche elliptischen Nadeln wären zu empfehlen? Gern auch, die direkt auf das System passen. Notfalls kann ich aber auch das umbauen.

Bei der Suche nach schönen, alten Drehern ist auch mein Herz wieder höher geschlagen und ich stehe einfach total auf die alten Dreher in Holzzargen! Aktuell läuft bei mir ein Denon DP300 (mit Epo E Nadel von Thakker) über einen Onkyo A-9010 an QAcoustics 3010. Ich weiß, dass es viele viele bessere Spieler gibt, der Denon war damals für mich als Laie aber eine "sichere Option" (mit Garantie etc.). Ich bin zufrieden mit, klar über die Zeit baut man auch eine emotionale Bindung auf. Dennoch hätte ich gern einen schicken und soliden, guten Spieler mit Holzzarge - irgendwann. Muss nicht jetzt sein, könnte aber natürlich
Ich habe aber Angst, das gute und arbeitende Stück für eine Langzeitbaustelle aufzugeben. Ich kann mir Spieler angucken, weiß auf was zumeist zu achten ist und merke, ob das Gerät solide und in gutem Zustand ist. Aber bei 30-50 Jahre alten Geräten kann und wird natürlich irgendwann immer mal was anfallen (können) - und bautechnisch bin ich bei Plattenspielern ein absoluter Laie. Arm und Tonabnehmer einstellen, justieren etc, Riemen wechseln - alles kein Problem. Aber wenn es an die Mechanik, Motoren usw geht, da sehe ich bisher eher kein Land bzw. habe 0 Erfahrung.

Jetzt habe ich einen Dual 1219 entdeckt, den es für nen angmessenen Preis gäbe. Ich habe viele Lobhymnen auf das Stück gehört - jedoch ist er fast 50 Jahre alt. Ich muss ihn mir noch angucken, aber auf den Bildern sieht man doch den Zahn der Zeit (Kratzer und deutliche Spuren an Zarge - geschenkt, ist nur Optik, aber er wurde scheinbar entsprechend behandelt; wirkt eingestaubt, eher lieblose und sehr dunkle Bilder). Zudem habe ich von Reibrädlern keine Ahnung (bisher). Der Besitzer versicherte mir jedoch, dass das Gerät "wie eh und jeh" laufe.
Lohnt sich ein gebrauchter, ungewarteter Dual 1219? Was sollte so ein Gerät kosten? 50-70-90€? Zudem scheint er viele Automatiken zu haben, die ich nicht dringend brauche. Ein ganz puristischer Spieler wäre mir sogar fast lieber als ein Vollautomat.

Ansonsten würde ich einfach weiter die Augen offenhalten nach Alternativen (Dual 7er Reihe z.B., wobei mir die schlichtere Optik von Riemenspielern oft besser gefällt als die Optik der Direktantriebler).


Vielen Dank und ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen und Tipps!
Tattermine
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 29. Mrz 2016, 22:27
Hallo,

Zum Plattenspieler für die Freundin kann ich nichts sagen, außer, dass die allermeisten Geräte, die der Gebrauchtmarkt hergibt, deutlich besser sein dürften als die Sony-Plastikmöhre.

Zu deiner eigenen Baustelle: du musst den Denon (der übrigens schon ein Guter ist) ja nicht gleich ersetzen - spricht was gegen ein Zweitgerät, oder einen "schleichenden Übergang"?

Bei 70er-Duals ist immer mit einigen Nacharbeiten zu rechnen, unabhängig davon, was der Verkäufer erzählt. Die sind auch für Laien größtenteils machbar, aber da sollte man schon auch Lust drauf haben. Bei einem ungewarteten 1219 wäre ich vorsichtig, auch bzw. gerade weil das seinerzeit das Topmodell war und dementsprechend ein paar Problempunkte hat, die ggf. etwas kniffliger zu beheben sind als der Standardkram. Und: ein "puristischer Spieler" ist das beileibe nicht - es gibt wenig außer Rückwärtsabspielen und Kaffeekochen, was der nicht kann .
tomsson
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 30. Mrz 2016, 11:21
Danke für deine Meinung!

An einen zweiten Spieler bzw. Übergang habe ich auch gedacht. Ich werde aber wohl die Finger vom 1219er lassen und in Ruhe nach guten Angeboten schauen. Ich kann mir auch gut nen Zweitspieler im Schlafzimmer vorstellen, da müssen dann nur Stück für Stück auch noch Verstärker (+ je nach Ausstattung ein Phono-Vorverstärker) und Lautsprecher dazu - was wieder kostet. Aber mit Zeit und Glück kann da sicher was brauchbares bei rum kommen.
Für zwei Spieler im Wohnzimmer habe ich schlicht keinen Platz, um alles so zu stellen und auszurichten, dass es das auch wert ist.

Lust auf Reparaturen und schrauben habe ich durchaus! Und ich bin auch absolut gewillt, mich da Stück für Stück einzulesen. Aber das dauert natürlich und nur lesen/Bilder sehen etc. ist doch noch einmal etwas ganz anderes, als Bekannte, die einen praktisch heranführen können. Solche Bekannte habe ich leider nicht. Ich möchte nur ungern Geld für ein ungewartetes Stück ausgeben und dann feststellen, dass da doch eine Fachhand mit Erfahrung ran muss. Aber Stück für Stück einen Spieler selbst überholen, bspw. auch eine eigene Zarge nach eigenen Wünschen und Vorstellungen bauen - das stell ich mir toll vor. Sein "eigenes" Gerät stehen zu haben. Das ist aber eher eine Aufgabe, die aus Kosten und v.a. Zeitgründen in 1-2 Jahren beginnen kann.

Bleibe ich bei der Frage, welche Nadel gut zum Pioneer PL-10 passen würde? Welchen Vorverstärker würdet ihr empfehlen? Der Dynavox TC-750 ist sehr günstig und wurde mir im Fachhandel als preiswerteste Option empfohlen (ohne natürlich Wunder zu erwarten, zum reinen ersten Abspielen aber in Ordnung). Ansonsten gäbe es noch die günstige PhonoBox von Pro-Ject oder den ART DJ Pre II Phono Preamp.


Lieben Dank euch!
akem
Inventar
#4 erstellt: 30. Mrz 2016, 12:05
Ich würde den Pioneer nehmen wenn er nicht zu teuer ist. Das scheint mir ein sehr solider Dreher zu sein.
Allerdings bleibt nach dem Kauf einer brauchbaren Phonostufe vom Restbudget nicht mehr viel übrig so daß Du im Prinzip drauf angewiesen bist, daß der montierte Tonabnehmer nebst Nadel noch brauchbar ist. Weil unter 100€ gibt es eigentlich keinen Tonabnehmer, der das Prädikat Hifi verdient und selbst deutlich darüber muß man noch aufpassen, was man kauft. Da gibt es zwar schon sehr gute TA, aber auch ne Menge überteuerte Modelle, die nicht halb so viel wert sind, wie sie kosten...

Gruß
Andreas
Tattermine
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 30. Mrz 2016, 13:26
Naja, wenn ich das richtig lese ist an o.g. Pio ja ein TA dran. N71 und N75 könnte auf ein Shure-System hindeuten (M75?), zumindest für den Anfang sollte das reichen. Zudem würde ich vermuten, dass im Vergleich zum derzeitigen Plastikteil nicht wenige unter-100-€-Systeme einen klangliche Aufwertung bedeuten.
tomsson
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 30. Mrz 2016, 13:46
Ja genau, es ist ein TA dran. Wenn ich das auf dem Foto richtig erkenne, handelt es sich um ein Shure 71. Davor stehe 1-2 Buchstaben, die bei der Auflösung leider nicht ganz lesbar sind - N oder M könnte es sein. Der Verkäufer meinte, ein "N71" sei verbaut und er habe noch ein N75 rum liegen, was er mir dazu geben würde.

Eine neue Nadel oder gar neuer TA hätte keine Priorität, wäre nur ein nettes plus gewesen. Ich hatte an eine zum Shure passende, einfache elliptische (Nachbau)Nadel gedacht, um ein wenig mehr Mitten und Höhen heraus zu kitzeln. Sphärische Standardstifte klingen oft doch etwas dumpf.
Ich kenne das Pioneer Modell von anderen Freunden, der Spieler ist super und grundsolide, sehr hübsch. Allerdings spielt an deren PL 10 ein nachgerüsteter Audio Technica TA samt Nadel.

Was für ein einfacher, preiswerter Vorverstärker wäre zu empfehlen? Ich habe bisher immer nur über bereits in Verstärkern verbaute Platten gehört.


Danke!
akem
Inventar
#7 erstellt: 30. Mrz 2016, 13:47
Weiter oben hast Du ja was von einem Audio Technika System geschrieben und da gab es glaub ich auch mal irgendwas mit 71. Als Vorgänger vom AT 91.
Egal. Besser als der Sony wird es vermutlich sein, vorausgesetzt, die Nadel ist noch in Ordnung. Viele Leute verkaufen die Nadel als angeblich in Ordnung, solange sie noch irgendwie in der Rille bleibt... Also abwarten und anhören. Klar, ein AT95 kostet nicht viel und kann durchaus Spaß machen auch wenn es recht hohe Verzerrungen macht und S-Laute schon mal ungenießbar sind. Das könnte man allemal nachkaufen, auch wenn das Budget eigentlich schon erschöpft ist. Die rund 30€ kann man eigentlich immer noch erübrigen.

Gruß
Andreas
Tattermine
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 30. Mrz 2016, 14:36
Was Vorverstärker angeht habe ich leider keine Ahnung. Allerdings wird hier, wenn ich mich recht erinnere, in letzter Zeit öfters der ART DJ Pre II empfohlen. Hierzu am besten mal die Suche bemühen oder ggf. den Threadtitel anpassen.
maicox
Stammgast
#9 erstellt: 30. Mrz 2016, 15:03
Hallo,

Zum Pioneer PL-10:

Eher Einsteiger- bzw. Mittelklasse- Gerät. Keine Möglichkeit die Drehgeschwindigkeit einzustellen (Kein Pitch), recht einfach gehaltene Tonarm- Lagerung. Teilweise wohl auch Probleme mit Motorgeräuschen. Auch das Plattenteller- Lager macht wohl häufiger Probleme, da wohl häufig "trocken" betrieben. Die sollen wohl hin und wieder auch komplett "gefressen" haben. Meinem Wissen nach hat das Gerät noch nicht einmal eine Endabschaltung - keinerlei Automatik - Nichts, außer einem Tonarmlift.

Hier wird es wohl auf jeden Fall auch zum Basteln kommen. Ein neuer Riemen ist auch meist fällig. Mit Glück ist das Tellerlager in Ordnung.


Zum Dual 1219: Seinerzeit ein Spitzengerät. Auch heute noch sehr beliebt. Nicht vergleichbar mit dem Pioneer - eine andere Klasse. Sehr guter Tonarm, der auch in der Lage ist sehr hochwertige Tonabnehmer ordentlich zu führen, Voll- Automatik, Pitch- Funktion usw. Die Haptik und Verarbeitungqualität ist bei den alten Kisten auf jeden Fall noch positiv erwähnenswert.

Sicherlich ist beim Kauf eines 1219 einiges zu beachten. Dreht der Motor noch? Ist das Reibrad noch weich und geschmeidig? Ist der Tonarm noch in Ordnung? Sind diese drei Faktoren gegeben, kann man sich aus so einer Basis einen richtig tollen Dreher "Basteln". Der Aufwand ist nicht ohne, aber mit handwerklichem Geschick und eine paar Kleinigkeiten gut zu bewerkstelligen. Es lohnt sich aus jeden Fall. Hat man solch einen Spieler erst einmal richtig überholt, wird er wohl noch einmal so lange laufen.


Einen Tonabnehmer bzw. eine neue Nadel wird meistens so oder so dazu kommen. Es sei denn Du kaufst ein komplett überholtes Gerät aus zuverlässiger Quelle.


So kann ein Dual 1219 nach der Komplett- Überholung aussehen:



tomsson
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 30. Mrz 2016, 16:45

akem (Beitrag #7) schrieb:
Weiter oben hast Du ja was von einem Audio Technika System geschrieben und da gab es glaub ich auch mal irgendwas mit 71. Als Vorgänger vom AT 91.
Egal. Besser als der Sony wird es vermutlich sein, vorausgesetzt, die Nadel ist noch in Ordnung. Viele Leute verkaufen die Nadel als angeblich in Ordnung, solange sie noch irgendwie in der Rille bleibt... Also abwarten und anhören. Klar, ein AT95 kostet nicht viel und kann durchaus Spaß machen auch wenn es recht hohe Verzerrungen macht und S-Laute schon mal ungenießbar sind. Das könnte man allemal nachkaufen, auch wenn das Budget eigentlich schon erschöpft ist. Die rund 30€ kann man eigentlich immer noch erübrigen.

Gruß
Andreas


Ich habe das wohl etwas unklar geschrieben. Ich habe vor gut einem Jahr schon einmal einen PL-10 für Freunde gekauft. Der Dreher kam von einem Herrn, der sich recht gut auskannte. Er hatte einen neuen TA samt Nadel angebaut - ein AT System. Ich glaube, der nadeleinschub war rot und auch im Namen kam red vor. Es war aber kein 2M red oder so, sondern älter. Das System passte recht gut.


maicox (Beitrag #9) schrieb:
Hallo,

Zum Pioneer PL-10:

Eher Einsteiger- bzw. Mittelklasse- Gerät. Keine Möglichkeit die Drehgeschwindigkeit einzustellen (Kein Pitch), recht einfach gehaltene Tonarm- Lagerung. Teilweise wohl auch Probleme mit Motorgeräuschen. Auch das Plattenteller- Lager macht wohl häufiger Probleme, da wohl häufig "trocken" betrieben. Die sollen wohl hin und wieder auch komplett "gefressen" haben. Meinem Wissen nach hat das Gerät noch nicht einmal eine Endabschaltung - keinerlei Automatik - Nichts, außer einem Tonarmlift.

Hier wird es wohl auf jeden Fall auch zum Basteln kommen. Ein neuer Riemen ist auch meist fällig. Mit Glück ist das Tellerlager in Ordnung.


Zum Dual 1219: Seinerzeit ein Spitzengerät. Auch heute noch sehr beliebt. Nicht vergleichbar mit dem Pioneer - eine andere Klasse. Sehr guter Tonarm, der auch in der Lage ist sehr hochwertige Tonabnehmer ordentlich zu führen, Voll- Automatik, Pitch- Funktion usw. Die Haptik und Verarbeitungqualität ist bei den alten Kisten auf jeden Fall noch positiv erwähnenswert.

Sicherlich ist beim Kauf eines 1219 einiges zu beachten. Dreht der Motor noch? Ist das Reibrad noch weich und geschmeidig? Ist der Tonarm noch in Ordnung? Sind diese drei Faktoren gegeben, kann man sich aus so einer Basis einen richtig tollen Dreher "Basteln". Der Aufwand ist nicht ohne, aber mit handwerklichem Geschick und eine paar Kleinigkeiten gut zu bewerkstelligen. Es lohnt sich aus jeden Fall. Hat man solch einen Spieler erst einmal richtig überholt, wird er wohl noch einmal so lange laufen.


Einen Tonabnehmer bzw. eine neue Nadel wird meistens so oder so dazu kommen. Es sei denn Du kaufst ein komplett überholtes Gerät aus zuverlässiger Quelle.


Der PL ist ja für eine Vinyl Einsteigerin. Sie hat zwar schon eine gute Anzahl an Platten und hört viel, bisher aber eben mit einer Plastikmühle und nem Conrad-Mini-Verstärker, diese schlimmen Retroteile. Da ist der Spieler total ausreichend und solide. Besonders wenn man nicht mehr als 40-60€ für ausgeben will und kann. Der Riemen ist wohl nagelneu, kostet sonst online ein paar Euro.
Ich bin allgemein kein großer Freund von zu viel Automatik. An meinem eigenen Denon lege ich immer manuell auf. Nur eine Endabschaltung finde ich ganz nett, ist aber nicht zwingend. Die Platten dudeln nicht im Hintergrund, sondern werden bewusst aufgelegt und gehört. Je weniger Automatik, desto weniger kann potentiell kaputt sein/gehen.
Der PL-10, den ich damals für die Freunde gekauft habe, war ein solider Dreher und macht sie noch immer glücklich: Er spielt solide und sauber Platten, sieht dazu richtig gut aus. Dass er damals das low Budget Modell von Pioneer für 99 DM war, weiß ich.

Welche einfache und preiswerte elliptische Nasel passt auf das Shure headshell des PL 10? Oder einfach direkt ein AT95E kaufen, anschließen und neu justieren?


Mh ich denke noch über den Dual als Langezeitprojekt für mich nach. Was wäre ein guter Preis für einen ungewarteten mit Gebrauchsspuren? 60-70€?
Diese ganzen Automatik und Wechselspielereien brauch und möchte ich eig nicht. So ein halbautomatischer aus der Dual 7er Reihe wäre was feines. Optisch gefällt mir der 1219er aber etwas besser. Die direkt Drive Dreher von Dual versprühen mir persönlich schon einen Tick zu viel DJ-Optik/direktantriebler Optik. Wenn ihr wisst, was ich meine. Ich würde mir auch niemals nen Technics SL hinstellen - außer ich bekomme ihn geschenkt und zimmere mir ne schöne Holz-Zarge dazu.

Aber danke für die Hinweise. Die helfen mit auf jeden Fall weiter!
Tattermine
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 30. Mrz 2016, 17:35
Was die Nadel für das verbaute System angeht, müsste man halt wissen, welches genau das ist. Wenn es tatsächlich ein Shure M75 ist, dann sollte die hier passen. Ansonsten kann man mit dem AT95 schon mal hören und bei Bedarf eine bessere Nadel nachrüsten.

Nochmal zum Dual: wenn er dir gefällt und du eh vorhast, irgendwann das Basteln anzufangen, dann greif da zu (Abholung mit Anschauen und Ausprobieren vorausgesetzt), wenn er nicht sichtbar total runtergerockt oder gar beschädigt ist. Für 50 - 60 € machst du da, glaube ich, nichts verkehrt. Informier dich am besten vorher nochmal, was da zu beachten ist. Wie gesagt, das meiste kann man auch als Laie selbst erledigen, und dann hast du da ein richtiges Top-Gerät stehen. Und die Automatik muss man ja nicht nutzen, wenn man sie nicht braucht.
tomsson
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 31. Mrz 2016, 18:08
So, der Pioneer steht jetzt bei mir zu Hause. Das gute Stück sieht gut aus, Zarge und Dreher sind komplett ohne ersichtliche Kratzer etc., selbst die Haube sieht für ein solch altes Modell ungewohnt gut aus! Für 50€ bin ich damit sehr zufrieden. Der Riemen ist in der Tat neu, alles läuft, wie es soll.

Die beiden Nadeln muss ich mir die Tage mit etwas Zeit noch einmal genauer anhören. Ich könnte beim Testhören nur hören, dass sie etwas dumpf klingen, spährische Standard-Stifte eben, aber nicht wirklich schlecht oder gar abgespielt. Allerdings scheinen sie ja doch ettliche Jahre auf dem Buckel zu haben. Zum halbwegs genauen Alter konnte der Verkäufer mir leider nichts sagen.

Beim System scheint es sich in der Tat um ein Shure zu handeln. Die Ersatznadel ist als Shure N75-6 betitelt, die verbaute ist eine Shure NB 71.
Danach müsste die von dir verlinkte N 75 ED passen - und der Preis passt auch. Somit kann ohne großen Bau- und (mit Schablone) Ausrichtaufwand direkt der Klang etwas getuned werden.
Oder gäbe es noch qualitativ hochwertigere Nadel-Alternativen (für das TA-System)?
Zur Auflagekraft des verlinkten N 75 ED finde ich auf der thakker-Seite leider nichts, 1,5 bis 3 gr?

Danke!
tomsson
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 01. Apr 2016, 11:54
Wie ihr am geänderten Thema schon erkennt, sorgt der PL-10 jetzt doch für etwas Sorgenfalten. Es ist mir gestern am Verstärker des Verkäufers nicht aufgefallen, ich hatte es als dumpfen Klang abgetan. Leider dröhnt der rechte Kanal des Drehers an meinem Verstärker enorm! Es ist nicht der Motor, auch bei Stillstand dröhnt es. Wenn ich über die Balance-Steuerung meines Verstärkers den rechten Kanal tot stelle und nur den linken höre, ist es ok. Der linke hat zwar auch ein leichtes dröhnen, aber nicht so schlimm oder gar das Hören nervend. Klingt aber keinesfalls so sauber und störfrei wie mein Denon.

Ich vermute mal, es liegt an den Kabeln - oder hoffe es. Wenn ich die hinten bewege, erzeugt das zusätzliches Rauschen und Kratzen bzw unterdrückt es. Woran könnte es noch liegen?
Bei der Umrüstung von DIN auf Cinch wurde da vllt nicht so sauber gearbeitet. Wie kann ich als Laie simpel die Cinch-Kabel tauschen? Hinten den Verschluss aufschrauben, neue Kabel verlören und neue Cinchstecker rauf?


[Beitrag von tomsson am 01. Apr 2016, 12:18 bearbeitet]
akem
Inventar
#14 erstellt: 01. Apr 2016, 12:05
Das klingt sehr nach Kabelbruch. Bau ein neues gut geschirmtes Cinchkabel ein (gut geschirmtes Koax oder sogar ein symmetrisches Kabel - auch das kann man mit Cinch-Steckern konfektionieren). Achte auch auf die Kapazität des Kabels wenn Du MM- oder MI-Tonabnehmer verwenden willst und mach das Kabel nicht zu lang (max. ca. 1m ab Dreher-Zarge).

Gruß
Andreas
tomsson
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 01. Apr 2016, 12:21

akem (Beitrag #14) schrieb:
Das klingt sehr nach Kabelbruch. Bau ein neues gut geschirmtes Cinchkabel ein (gut geschirmtes Koax oder sogar ein symmetrisches Kabel - auch das kann man mit Cinch-Steckern konfektionieren). Achte auch auf die Kapazität des Kabels wenn Du MM- oder MI-Tonabnehmer verwenden willst und mach das Kabel nicht zu lang (max. ca. 1m ab Dreher-Zarge).

Gruß
Andreas


Ok, das war auch meine Vermutung, nachdem ich mich etwas durch div. ähnliche Themen gelesen habe. Danke für die schnelle Antwort!

Gibt es etwas Bestimmtes zu beachten? Ich habe noch nie ein Cinch-Kabel an einem Plattenspieler verlegt (bzw. allg. an Audio-Geräten). Betrieben werden sollen eig nur MM-Systeme.

Schritt-für-Schritt-Anleitungen dazu finde ich online sicher genügend. Oder könnt ihr mir eine besonders gute und leicht verständliche empfehlen? Ich habe 1-2 Versionen gefunden, aber an gänzlich anderen Geräten (Technics SL) und mit eher schlecht-verwackelten Fotos.

Danke nochmals.
akem
Inventar
#16 erstellt: 01. Apr 2016, 15:43
Es ist eigentlich immer das gleiche zu beachten, da unterscheiden sich die Plattenspieler nicht. Für MM-Systeme muß die Schirmung noch besser sein als bei MC-Systemen da die Kette hochohmiger ist und damit anfälliger für Störeinstreuungen ins Kabel (bei MCs werden induzierte Störspannungen salopp gesagt kurzgeschlossen).
Beispiel für ein ordentliches Kabel: http://www.thomann.de/de/sommer_cable_scalbedo_mkii.htm
Kapazität für einen Meter:
Ader - Ader: 65pF
Ader - Schirm: 110pF
Wie die Kapazität aussieht, wenn man es quasi-symmetrisch beschaltet weiß ich aber nicht.

Unsymmetrische Beschaltung:
- Plus auf einen der Innenleiter, den anderen Innenleiter unbeschaltet lassen
- Minus auf den Schirm, Schirm beidseitig anlöten

Quasi-symmetrische Beschaltung:
- Plus auf den einen Innenleiter
- Minus auf den anderen Innenleiter
- Schirm nur in den Cinchsteckern an Masse anlöten, das Schirmende im Plattenspieler offen lassen
- oder (wie es z.B. SME macht): Schirm auf der Seite des Phonovorverstärkers nicht im Stecker anlöten sondern mit einem Kabel verlängern und an die Erdungsklemme des Phonovorverstärkers anklemmen; das Schirmende im Plattenspieler kannst Du dann an die Erde des Plattenspielers klemmen (meistens dünne schwarze Kabel, eines aus dem Tonarm und mindestens eines vom Laufwerk)

Gruß
Andreas
tomsson
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 01. Apr 2016, 19:48
Mit Schirm meinst du das Massekabel, das um's Signal gewickelt/geflechtet ist?
Von deinem verlinkten Kabel nehme ich zwei, eins für den rechten und eins für den linken Kanal? Lasse dabei jeweils einen Innenleiter unbeschaltet?

Wie finde ich heraus, wo das Kabel gebrochen ist? Muss ich es komplett entfernen und erneuern? Kann ich theoretisch ein neues an die Bruchstelle löten (sollte ich die finden)? Oder muss ich doch alles aufschrauben und das neue Kabel direkt von der Platine, auf die das Kabel gelötet ist, herführen?
Bei meinen ersten Leseeindrücken der Verlegung eines neuen Cinch-Kabels klang das doch alles kniffliger als gedacht.
akem
Inventar
#18 erstellt: 02. Apr 2016, 10:57
Du brauchst zwei Kabel, eins für rechts, eins für links. Der Schirm ist das Aderngeflecht um die Innenleiter herum, manchmal ergänzt durch eine Folie.
Ersetze am besten das ganze Kabel. Irgendwo anzudocken ist Pfusch... Es ist auch nicht ganz einfach, vernünftig anzudocken...
Irgendwo im Inneren sollte eine Kontaktleiste oder eine Platine sein, wo die Kabel aus dem Tonarm an die Cinchkabel "übergeben" werden. Da lötest Du die neuen Cinchkabel an. Zugentlastung für die Kabel nicht vergessen!

Gruß
Andreas
tomsson
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 04. Apr 2016, 20:09
Alles klar, vielen Dank! Das sollte ich dann hinbekommen. Ich hab dem Verkäufer auch nochmal geschrieben, dass es leider offenbar ein Kabelproblem gibt. Er hat mit direkt angeboten, vorbei zu kommen und beim Austausch zu helfen. Sollte es zeitlich passen, werd ich das tun und so "das erste Mal" zusehen können. Aber auch sonst denk ich, dass ich dank eurer Hilfen hier (und von UriahHeep per PM, der schon einmal an einem PL-10 gebastelt hat) einen Kabeltausch selbst gut hinbekommen sollte. Nur das Löten werd ich vorher mal etwas üben.

Wie finde ich eine passende Zugentlastung? Die muss ja hinten in den PL-10 passen? Oder gibts da universal passende Modelle?
akem
Inventar
#20 erstellt: 04. Apr 2016, 20:52
Du kannst das Kabel per Kabelbinder an irgendwas Festem fixieren. Auch die Durchführung durch ein relativ kleines Loch ist möglich wobei Du dann im Inneren wiederum einen Kabelbinder drum herum machst - der wirkt dann als Zugentlastung weil er an der für ihn zu engen Öffnung hängen bleibt.

Gruß
Andreas
tomsson
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 04. Apr 2016, 21:49

akem (Beitrag #20) schrieb:
Du kannst das Kabel per Kabelbinder an irgendwas Festem fixieren. Auch die Durchführung durch ein relativ kleines Loch ist möglich wobei Du dann im Inneren wiederum einen Kabelbinder drum herum machst - der wirkt dann als Zugentlastung weil er an der für ihn zu engen Öffnung hängen bleibt.

Gruß
Andreas


Ah versteh, ich muss also keine dieser Zugentlastungen bei Conrad und Co kaufen, sondern bastel sie quasi selbst. Danke Andreas!
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