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Tonabnehmer Upgrade mmf 2.2 - 2M Blue oder was gewagtes?

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Q_MaxPower_Q
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 20. Apr 2016, 15:48
Hallo zusammen,

ich möchte meinem mmf 2.2 nun auch einen neuen TA spendieren. Einen Acryl-Teller hat er schon, sodass nun ja auch MC Systeme verwendet werden könne. Das macht die Entscheidung aber nicht einfacher

Gehört wird hauptsächlich ruhiger Rock: Bruce Springsteen, Bob Seger, The Gaslight Anthem, Beth Hart,...
geht aber auch öfter von Hard Rock zu allen Arten des Metals über: Audry Horne, In Flames, Amon Amarth,...

Bei allen möglichen Tests und Upgrade - Posts dieser Einstiegs Dreher a la Rega RP1, Pro-Ject Debut und halt auch meinem mmf 2.2 liest man immer, dass das 2M Blue ein super Upgrade darstellt und die Meisten hiermit zufrieden sind. Ich frage mich allerdings ob es das sein kann, oder es nicht doch noch einen Geheimtipp gibt Viel habe ich hierzu allerdings leider noch nicht finden können.

Preislich wären 200€ die Grenze.

Meine Kette: mmf 2.2 - V90 LPS - Denon X2100W - Jamo S606

wobei die Jamos spätestens Mitte des Jahres auch durch neue ersetzt werden. Sind ja momentan der Flaschenhals

Danke schon mal!
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 20. Apr 2016, 17:35
Hallo,

Was für ein System ist jetzt verbaut? Wenn schon ein Ortofon OM würd ich einfach die Nadel "upgraden".

Das 2m blue ist nicht übel, aber doch recht teuer.

Peter
Q_MaxPower_Q
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 20. Apr 2016, 17:42
Hi,

es ist die Ortofon "music hall magic 2" von werk verbaut.

http://musichallaudio.com/magic-2-cartridge/
8erberg
Inventar
#4 erstellt: 20. Apr 2016, 18:05
Hallo,

also ein Ortofon OM 10.

Tu ne 20er Nadel dran, dann hast Du für weniger Kohle exakt das Gleich, ok, die Optik ist unterschiedlich.

https://www.thakker....-20-original/a-5910/

die Nadel und der Schliff sind identisch, auch der Generator ist gleich.
Also hast Du dann ein 2m blue für 50 Öcken weniger.

Peter
Marsilio
Inventar
#5 erstellt: 20. Apr 2016, 18:46
Hallo Maxpower

Ich besitze selber das Ortofon 2M Blue. So wahnsinnig gut dass ich es weiterempfehlen würde, finde ich es aber definitiv nicht. Mittlerweile buche ich den Kauf sogar unter Lehrgeld bezahlen ab.

Klanglich ist es zwar ziemlich ausgewogen, es macht Druck und hat ein anständiges Stereobild. In der Detailauflösung hingegen hat es mit seiner elliptisch geschliffenen Nadel Defizite. Mein 2M Blue habe ich mittlerweile durch ein Ortofon OM-40 ersetzt.

So eins kannst Du Dir selber auch basteln - da Du ja bereits den OM-Generator an Deinem Dreher verbaut hast müsstest Du nur die Nadel wechseln - und zwar auf diese hier:
https://www.thakker....-40-original/a-5912/
Lass' Dich nicht vom Preis abschrecken. Klanglich ist diese Nadel mit dem raffinierten Gyger-Schliff eine ganz andere Liga als das 2M Blue. Überdies halten solche Multifacettenschliffe viel länger. Kann man also von der elliptischen Nadel des 2M Blue (und des OM-20 - im Grunde ist das genau die gleiche Nadel) von 800 Stunden ausgehen, so darf man beim OM-40 bis zu 2000 Stunden erwarten. Und am Musical Fidelity V-90 spielt diese Kombi auch prima auf, bei mir läuft das OM-40 übers V-LPS II (den direkten Vorgänger).

LG
Manuel
akem
Inventar
#6 erstellt: 20. Apr 2016, 18:48
Das ist ja dann ein OM-Blue...
Meine Empfehlung: Sumiko Pearl. Besser als ein OM30, billiger als ein OM20...

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#7 erstellt: 20. Apr 2016, 19:01
Hallo,

jo, kann man so sagen.
Aber das "Badge engineering" von Ortofon hat ja seine Vorteile...

Gut, die 40er Nadel wär natürlich die Steigerung von das Ganze.

Übel ist das 20 auf keinen Fall, im Vergleich zur 10er Nadel (was ja "immerhin" die Hifi-Norm erfüllt) ist es schon ein Sprung.

Die 30er ist weder Fisch noch Fleisch. Also wenn schon dann 20er oder 40er Nadel.

Peter
Q_MaxPower_Q
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 21. Apr 2016, 16:26
moin,

vielen dank für die zahlreichen antworten und sry für meine verspätete!

die OM40 ist natürlich ein wenig teurer. aber vielleicht auch das geld wert!!!

wie würdet ihr (oder speziell manuel) denn die 40er und 20er im Bezug auf auf die Klangwärme vergleichen? Oder auch generell gesehen: Ist sie den Aufpreis eurer Meinung nach wert? zwischen der 20er und 40er liegen ja mal knappe 150€ und sie wäre ja auch ein wenig über dem Budget.

Auch wenn die Nadel ja eigentlich einer der, wenn nicht gar der wichtigste Punkt (abgesehen von den Boxen) ist um gut Vinyl zu hören habe ich ein wenig Angst es mit der 40er zu übertreiben.
Nach dem Motto "Perlen vor Schweine geworfen" - Der ganze Dreher (ohne Vinyl Teller) hat dann gerade einmal 120€ mehr als die Nadel gekostet.... Was meint ihr dazu?

anderer Punkt: Nadel wechseln: Ist doch eigentlich nur abziehen und aufstecken + Neujustierung, oder?
8erberg
Inventar
#9 erstellt: 21. Apr 2016, 16:56
Hallo,

zum Wechsel: ja, bei einer "gutmütigen" 20er Nadel reicht der einfache abziehen, neue Nadel aufstecken und Auflagekraft/Antiskating anpassen - aus. Damit hast Du dann wirklich 2m blue nur mit Nase...

Die 40er Nadel ist pingelig bei der korrekten Justage, da sollte mit einer Schablone genau geprüft werden.

Letztlich davon abhängig was Du hörst: wenn Du viel Klassik oder Jazz hörst rat ich Dir zur 40er Nadel.
Jetzt werden viele Rockfans auf mich schimpfen, aber mit einer 20er wirst bei ca. pi mal Daumen 90 % aller Alben bei Rock- und Popmusik kaum einen Unterschied wahrnehmen.

Peter
akem
Inventar
#10 erstellt: 21. Apr 2016, 16:58
Der Nadeltausch geht mit plug and play - ohne Veränderung der Justage. Nur das Antiskating solltest Du etwas nachjustieren. Je schärfer der Schliff desto weniger Antiskating fahre ich (bei Gyger und Co stelle ich als Anfangswert etwa 60% der Auflagekraft ein, dann Optimierung nach Gehör: Stereomitte, einseitige Abtastverzerrungen).
Der klangliche Unterschied zwischen der 20er und der 40er Nadel liegt insbesondere in den Mitten und im Hochton:
- weniger Abtastverzerrungen bei der 40er Nadel und damit meine ich nicht nur zischelnde S-Laute sondern auch eine allgemeine Rauigkeit im Klang der Ortofon-Ellipsen wie bei der 20er Nadel (und auch noch bei der 30er Nadel!)
- die 40er Nadel löst wesentlich besser auf, bietet mehr Details, geht subjektiv sogar höher rauf (was meßtechnisch zwar nicht stimmt aber subjektiv fehlt bei der 20er obenrum einfach Pegel)

"Wärmer" im Sinne von mehr Baß klingt die 40er nicht, da tut sich nicht viel ggü der 20er. Wenn Du mehr Baß willst brauchst Du ein gänzlich anderes System wobei ich Dir gleich sage, daß das nur wenige MMs bieten und die wenigen kosten richtig Geld... Da spielen wir dann in der Liga Ortofon 2M Black, Reson Reca, Nagaoka MP500, Garrot P77. Oder vielleicht noch der eine oder andere Disco-Hobel wobei Du da natürlich Disziplinen wie Auflösung etc. eher vergessen kannst...

Ein weiterer Punkt, der zugunsten der 40er Nadel spricht ist die Lebensdauer. Der Gyger-Schliff hält gut und gerne 2-2,5 mal so lange wie die elliptische Nadel. Das relativiert den Mehrpreis ganz erheblich. Natürlich sollte die Nadel dann nicht "verunfallen" sonst haste nicht viel davon...

Gruß
Andreas
akem
Inventar
#11 erstellt: 21. Apr 2016, 17:03

8erberg (Beitrag #9) schrieb:

Jetzt werden viele Rockfans auf mich schimpfen, aber mit einer 20er wirst bei ca. pi mal Daumen 90 % aller Alben bei Rock- und Popmusik kaum einen Unterschied wahrnehmen.

Bei Metal schon...

Gruß
Andreas
Q_MaxPower_Q
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 21. Apr 2016, 17:57
hi,

und nochmal danke für die antworten!

vorweg: wärme meine ich nicht im sinne von bass. bass ist mir nicht so wichtig. wärme im sinne von einem warmen, vollen klang.
details sind mir sehr wichtig. dabei sollte aber der volle klang nicht verloren gehen. immer noch eine "wand" von musik, die einen um bläst, allerdings nicht verschwommen / matschig / "gefiltert" sondern mit vielen details. schwer zu beschreiben ist das ganze

ich weiß, dass meine momentanen boxen vor allen in den mittleren Tonlagen ihre schwächen zeigen , aber man braucht ja auch noch was zum optimieren erst mal beim Dreher weiter machen und dann dazu passende Boxen suchen

Bzgl. der Musikrichtung hatte ich oben ja schon erwähnt wohin es mich zieht. Wobei piano a la george winston auch mal vorkommt...

mmh schwierig, schwierig...
Marsilio
Inventar
#13 erstellt: 21. Apr 2016, 18:44
Ich nenne Dir noch zwei Alternativen zum OM-40:

- Audio Technica 440Mlb (ca. 160.-): Nadel mit feinem Microlinear-Schliff, rund 1200-1600 Stunden Spieldauer denkbar, genauso detailverliebt aufspielend wie das OM-40, vielleicht etwas höhenbetonter
- Denon DL-110 (im Grunde ein MC,. aber high-Output, d.h. am normalen MM-Anschluss betreibbar) (ca. 180.-): leider nur elliptische Nadel, aber Schliff der besseren Sorte, etwas wärmer im Klang als das OM-40 und das AT440, grundsätzlich sehr stimmig im Saund, aber nicht so detailliert auflösend, leider kein Nadeltauschmöglich (da MC), rund 800 Stunden Spieldauer

Hier müsstest Du also in beiden Fällen den Tonabnehmer wechseln, das bedeutet exakte Justage. Das AT440 gilt zudem als kapazitätskritischer als das OM-40, da müsste man die Specs des Verstärkers genau anschauen. Beim DL-110 ist das nicht so ein Problem da MC.

LG
Manuel
andreas3
Stammgast
#14 erstellt: 25. Apr 2016, 15:58
akem #6 schrieb:


Meine Empfehlung: Sumiko Pearl. Besser als ein OM30, billiger als ein OM20...


Hallo Namensvetter, und natürlich die anderen Experten,

bin ebenfalls in der Neuorientierung, da interessiert mich der /die Unterschied/e zum Black Pearl, wird ja nicht nur die "Vergoldung" sein..

Grüße und Danke!
akem
Inventar
#15 erstellt: 25. Apr 2016, 18:12
Das Black Pearl hat nur eine Rundnadel. Der Body dürfte technisch der gleiche sein.

Gruß
Andreas
andreas3
Stammgast
#16 erstellt: 25. Apr 2016, 18:15
Danke, ging ja schnell!

Und klanglich?
akem
Inventar
#17 erstellt: 25. Apr 2016, 18:18
Das Black Pearl hatte ich noch nie. Rundnadeln kommen mir nicht mehr ins Haus und wenn dann höchstens in Form eines Denon DL103, welches dann ungespielt zum Retippen geschickt wird und anständig besohlt wird...

Gruß
Andreas
andreas3
Stammgast
#18 erstellt: 25. Apr 2016, 18:47
Alles klar, vielen Dank!
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