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Dual 491 empfehlenswert?

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derPhilipp
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 04. Mai 2016, 17:05
Hi,

ich habe bei 'nem Trödelhändler einen Dual 491 entdeckt. Das gute Stück läuft ganz gut (soweit ich halt beurteilen kann) und besitzt eine neue Nadel. Ich habe noch nie einen Plattenspieler besessen, habe aber einige schöne Platten geschenkt bekommen.

Der optische Zustand ist gut, die Haube kaum zerkratzt. Was mich aber gestört hat, ist die/der/das Zarge in nussbaum. Passt optisch halt gar nicht in meine Einrichtung. Kann ich den Spieler einfach rausnehmen und offen stehen haben? Ich habe in meiner Studentenbude nur einen Denon AVR-1910 und einfache Magnat Supreme 200 stehen, also nicht das non plus ultra.

Ist der Plattenspieler ok oder völliger Schrott? Über google finde ich nicht viel brauchbares.
Der Händler will 50€ dafür haben, großartig verhandeln ging auch nicht mehr.

Grüße
Tattermine
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 04. Mai 2016, 17:58
Hi,

"Schrott" ist der bestimmt nicht - zumindest auf dem Papier. Vollautomat, Direktantrieb, Tonabnehmer lässt sich aufrüsten. Als "mein erster Plattenspieler" sicher auch nicht das Schlechteste. Und für 50 Ocken vom Händler (Gewährleistung), da würde ich nicht lange zögern. Bei dem Alter fallen evtl. kleinere Wartungsarbeiten an, die man aber mit etwas Geschick selbst durchführen kann. Sollte man aber wollen.

Die Zarge ist notwendiges Bestandteil des Gehäuses, also ist einfach rausnehmen nicht drin. Kann aber lackiert werden, wenn's dir nicht gefällt, oder du schaust dich nach einer anderen Zarge um (gibt's immer mal wieder in der Bucht).

Der Denon hat keinen Phono-Eingang, oder? Dann bräuchtest du noch einen Phono-Preamp, dazu kann dir sicherlich jemand anderes hier mehr erzählen.
evilknievel
Inventar
#3 erstellt: 04. Mai 2016, 18:21
50 Euro ist ein guter Preis.

Hier gibt es die nötige Bedienungsanleitung zur Inbetriebnahme (wichtig für Erstbesitzer eines Plattenspielers) und auch die Serviceanleitung für Wartungsarbeiten.

http://wegavision.pytalhost.com/dual.html

Als Phono Pre wird gerne der Art DJ Pre genannt. Günstig im Preis und mit Anpassungsmöglichkeiten.

Man kann die Zarge furnieren, wenn einem das Schwarz oder Nussbaum nicht gefällt.
Eigenbauzargen sind mit handwerklichem Geschick auch möglich und es gibt Anbieter wie Ebel, die sowas im Programm haben.
Sehr viele Eigenbauzargen kannst du im Dual-Board bestaunen, wo es einen eigenen Thread dazu gibt.

Gruß Evil
akem
Inventar
#4 erstellt: 04. Mai 2016, 18:28
Der 491 stammt noch aus einer Zeit, als auch die 4xx Modelle bei Dual noch gute Qualität waren. Wenn er gut läuft und die Automatik auch funktioniert dann nimm ihn - dann ist er für 50€ fast geschenkt. Für auch nur annähernd vergleichbares Geld wirste nix Besseres kriegen, eher im Gegenteil...
Theoretisch könnte man ihn vielleicht auch ohne Zarge betreiben - ist aber nicht empfehlenswert: erstens fehlt dann womöglich der Berührungsschutz für Netzspannung, zweitens haben die Kabel vielleicht keine Zugentlastung mehr und vor allem hast Du dann keinerlei Trittschallentkopplung mehr. Und schöner anzuschaun ist das garantiert auch nicht...
Du kannst sicher die Zarge aufhübschen (lassen) oder eine neue Zarge von einem einschlägigen Anbieter wie Kai Ebel kaufen. Dann paßt aber die Haube nicht mehr bzw. die kannst Du dann nur noch oben drauflegen und mußt sie dann jedesmal wegstellen.

Gruß
Andreas
ParrotHH
Inventar
#5 erstellt: 04. Mai 2016, 18:46

derPhilipp (Beitrag #1) schrieb:
Ist der Plattenspieler ok oder völliger Schrott? Über google finde ich nicht viel brauchbares.
Der Händler will 50€ dafür haben, großartig verhandeln ging auch nicht mehr.

KAUFEN!

Mit ein wenig Mühe sieht er nachher so aus (der hier kostete ursprünglich 34 €):

Dual 491

Der Dual 491 ist in vielerlei Hinsicht der kleine Bruder des Dual 621. Der Antrieb ist identisch, der Tonarm fast identisch (2cm kürzer), die Mechanik ähnlich. Ich finde das einen richtig guten Plattenspieler! Zudem mit Automatik! Den kleinen Teller mag nicht jeder, der kürzere Tonarm hat wahrscheinlich hörere Spurfehlwinkel zur Folge, was den Einsatz aufwendiger scharfer Nadelschliffe einschränken könnte. Tut es bei mir aber auch nicht: in meiner Zweitwohnung spielt er mit einem Ortofon 540 MK II.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 04. Mai 2016, 18:54 bearbeitet]
derPhilipp
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 04. Mai 2016, 19:08
Danke für Eure Antworten! Dann werde ich ihn am Freitag kaufen und dann schwarz lackieren.

Jap, mein Denon besitzt keinen Phono-Eingang. So ein Phonovorverstärker kostet aber jetzt nun auch nicht die Welt. Irgendwo habe ich auch noch einen Yamaha A500.

Kann mir noch jemand das Baujahr nennen? Habe ich im Handbuch nirgends einen Hinweis finden können.

@parrothh: Wow, aber der Ortofon überspringt bei weitem mein Budget, da Hifi nicht mein Hobby ist. Irgendwann kommen mal bessere Lautsprecher, aber das hat Zeit.

Grüße
ParrotHH
Inventar
#7 erstellt: 04. Mai 2016, 19:08
Ach so: das mit der Zarge ist irgendwie tragisch.

Hättest Du das nur ein paar Tage vorher geschrieben, dann hätten wir tauschen können. Denn bis dato sah mein 491 so aus:

Dual 491

Die Zarge habe ich die Woche nun auf Nussbaum-Echtholz umgebaut, und dafür den folierten Pressspan abgerissen...
In welcher Gegend wohnst Du denn?

Parrot
derPhilipp
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 04. Mai 2016, 19:13
Oh man, das ist doof. Genauso würde er mir optisch gefallen. Ich habe ihn eigentlich schon am Samstag gesehen und ewig überlegt: "Brauchst du es überhaupt, nein du brauchst es nicht, es ist aber cool etc." Erst nachdem ich mich mal im Bekanntenkreis umgehört habe, habe ich ein paar tolle Platten geschenkt bekommen.

Ich wohne in Augsburg.
ParrotHH
Inventar
#9 erstellt: 04. Mai 2016, 19:24
Augsburg ist dann doch ein wenig ab vom Schuss für mich. Hamburg, Rhein/Main-Gebiet, Karlsruhe wäre kein Problem gewesen...

Denn: Du solltest die Kiste wenigstens soweit inspizieren, dass die sogenannten "Knallfrösche" ausgetauscht sind, bzw. das dann selbst tun. Es handelt sich um Bauteile, die ein paar Euro kosten, aber mächtig Ärger erzeugen können, wenn sie einem um die Ohren fliegen. Wenn man dabei ist, tauscht man auch gleich den Elko im Netzteil aus, das kostet ein paar Cent. Wenn man einen Lötkolben halten kann, ist das alles kein Problem.

Die Arbeiten sind hier m. E. hier ganz gut beschrieben.

Bitte keine Angst bekommen, das ist alles kein Hexenwerk. Aber das Gerät ist schon fast 40 Jahre alt, und wird danach wohl weitere 40 Jahre halten.

Parrot
evilknievel
Inventar
#10 erstellt: 04. Mai 2016, 20:58
Hallo,

bezüglich der Zarge kannst du mal im Dual-Board nachfragen, ob jemand eine passende in schwarz hat und tauschen möchte.
Das ist vielleicht die elegantere Lösung als wohlmöglich mit der Sprühdose loszusprühen.
Das Entnehmen des Chassis und der Tausch der Zarge ist für einen Geübten eine Fingerübung und mit Bedienungsanleitung und Service Manual auch gut für Anfänger dokumentiert.

Gruß Evil
akem
Inventar
#11 erstellt: 05. Mai 2016, 10:49

derPhilipp (Beitrag #6) schrieb:

@parrothh: Wow, aber der Ortofon überspringt bei weitem mein Budget, da Hifi nicht mein Hobby ist. Irgendwann kommen mal bessere Lautsprecher, aber das hat Zeit.

Warte erst mal ab, wie der verbaute Tonabnehmer mit der (angeblich ja neuen) Nadel klingt. Eine sonderlich hochwertige Nadel wird das zwar nicht sein, aber vielleicht kannst Du ja damit leben. Wenn nicht: ein Audio Technika AT95E ist preiswert und klingt schon nicht sooo übel. Der Hochton ist zwar nicht sonderlich gut aufgelöst und neigt zu zischenden S-Lauten und anderen Abtastverzerrungen. Aber im Gegensatz zu anderen preislich vergleichbaren Systemen macht es wenigstens Hochton... Und wenn dann mal die Lust auf "Mehr" kommt, kann man die Nadel upgraden (Thakker bietet unter seiner Eigenmarke Thakker passende hyperelliptische und Shibata Nadeln an).

Gruß
Andreas
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