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Plattenspieler Anschlusskabel verlängern

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pavel_1968
Stammgast
#1 erstellt: 27. Jun 2016, 08:12
Hallo,
ich habe einen Linn LP12 mit Lingo und Akito 2.
Ich musste den Plattenspieler umstellen und das Anschlusskabel ist jetzt zu kurz. Kann ich das Kabel mit einer Kabelverlängerung inkl. Erdung einfach verlängern oder sollte das Kabel gegen ein längeres getauscht werden. Dazu müsste es im Plattenspieler umgelötet werden.
Wäre evtl. ein symmetrisches Anschlusskabel viel besser, wenn die Möglichkeit eines symmertischen Anschlusses evtl. besteht?
Danke.

Paul
akem
Inventar
#2 erstellt: 27. Jun 2016, 10:32
Ein wie auch immer ausgeführtes Verlängern des Anschlußkabels ist nicht sinnvoll. Ein Tonabnehmer gibt ein winziges Signal aus, welches im Falle eines MM oder MI Tonabnehmers auch noch aus einer hochohmigen Quelle kommt. Das bedeutet, daß dieses Signal denkbar anfällig für Störungen ist, insbesondere Brummen. Dazu kommt, daß ein längeres Kabel auch eine höhere Kapazität mit sich bringt und MM sowie MI Tonabnehmer reagieren darauf mit zum Teil erheblichen Frequenzgangsänderungen. Eine symmetrische Verkabelung ginge nur bei MC-Systemen da bei MM und MI Tonabnehmern üblicherweise einer der Minuspins als Masseanschluß des Gehäuses benutzt wird und damit die elektrische Symmetrie zunichte gemacht wird. Eine symmetrische Verkabelung würde vielleicht Brummen verringern, im Falle von MM und MI Tonabnehmer erhöht sich aber die Kapazität noch mehr als durch ein normales Koaxkabel...

Lieber eine Phonostufe in der Nähe des Drehers aufstellen. Dessen Ausgangssignal kannst Du problemlos über mehrere Meter zum Hauptverstärker führen (dort natürlich dann nicht mehr an Phono anschließen!).

Gruß
Andreas
pavel_1968
Stammgast
#3 erstellt: 27. Jun 2016, 11:27
Ich hatte so etwas auch von früheren Anfragen rausgelesen, doch Händler und Linn Spezialisten versuchen mir ein teures Kabel anzudrehen ("nur 400€") oder sogar meine Lautsprecherkabel zu ersetzen, damit ich den Verstärker verschieben kann. Andere empfehlen, "Ohren zu" und eine Kabelverlängerung-
Auch wenn der Phonovorverstärker noch etwas teuer ist, ist das sicher die klügere Lösung...

Herzlichen Dank.

Paul
U87ai
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 27. Jun 2016, 21:11
Gibt es denn überhaupt ein Chinch-Verlängerungskabel das geringe Kapazität hat (also Phonotauglich) und das nicht unter die Kategorie "Voodoo" oder "überteuerter Mist" fällt?
ad-mh
Stammgast
#5 erstellt: 28. Jun 2016, 05:52
8erberg
Inventar
#6 erstellt: 28. Jun 2016, 06:10
Hallo,

kleiner Ratschlag am Rande: jemand der mir Kabel aufzwingen will sieht als Letztes von mir meinen Rücken und der Laden steht dann auf der Liste "is nich". Die machen an Kabel richtig Reibach, daher gehört das zu den Artikeln die sie gerne verscherbeln wollen.

Es gibt Abtastsysteme die sind in Hinsicht Kapazität sehr gutmütig und man könnte sie auch mit 2,50 mtr. eines niederkapazitiven Kabels "fahren", als Beispiel die OMs und Verwandte von Ortofon.

Andere dagegen meggern schon bei 1,50 mtr.

Peter
WBC
Stammgast
#7 erstellt: 28. Jun 2016, 10:30

U87ai (Beitrag #4) schrieb:
Gibt es denn überhaupt ein Chinch-Verlängerungskabel das geringe Kapazität hat (also Phonotauglich) und das nicht unter die Kategorie "Voodoo" oder "überteuerter Mist" fällt?


Moin,

Das Technics high fidelity Audio Chord cable hat 68 pF/m und ist normalerweise für irgendwas um 20,- Euro bei eBay zu haben - ist auch nur minimal dicker als das originale Kabel...

scheint allerdings im Moment ausverkauft zu sein...

LG Carsten


[Beitrag von WBC am 28. Jun 2016, 10:34 bearbeitet]
raindancer
Inventar
#8 erstellt: 28. Jun 2016, 19:21
Ich möchte noch zu Bedenken geben, daß das Phonokabel beim LP12 sozusagen Teil des Schwingsystem Subchassis ist, Linn ist das so wichtig, daß sie ihren Kabeln unterschiedliche Zargenbefestgungen (P-clip) mitgeben. Dazu gibts Einbauanweisungen. Also ich würd mich hüten hier irgendwas anzulöten, am wenigsten das vorgeschlagene Koaxkabel.

aloa raindancer
pavel_1968
Stammgast
#9 erstellt: 28. Jun 2016, 20:27
Die neuesten und teuersten Linn LP12 Modelle haben sogar den Phono Vorverstärker eingebaut, so dass das Phonokabel nur ca. 10 cm lang ist. Daher ist es vermutlich keine gute Idee, hier das Kabel länger zu wählen. Ich habe auch bei Linn in Schottland angerufen und der technische support hat mir davon abgeraten.
ad-mh
Stammgast
#10 erstellt: 28. Jun 2016, 20:48
Der Hersteller wird immer von jeglicher Änderung abraten. Dies gilt für alle Hersteller jeglicher Produkte.
Dieses Argument zählt also schonmal nicht.

Soweit man ein vorhandenes Kabel unangetastet lässt und es nur mit niedriger Kapazität mittels Steckverbindung verlängert, spätestens dann sind alle Bedenken belanglos.
Entscheidend ist, ob das Ergebnis dann noch gefällt.
Viper780
Inventar
#11 erstellt: 30. Jun 2016, 08:05
Es ist aber schon korrekt das Kabel so kurz als nur irgendwie möglich zu halten. Die Kapazität ist immer negativ und bei den geringen Spannungen überlagert sich auch gleich mal irgend ein Rauschen und Störsignal von außen. Jedes Kabel ist eine Antenne und der Antenne ist es egal ob sie sendet oder empfängt.

Mit nur 10cm Kabel minimiert man einfach alle Störeinflüße auf ein Optimum
hifi-zwerg
Stammgast
#12 erstellt: 30. Jun 2016, 14:48
Hallo,

Wie weit mußt Du denn. bei mir waren es seinerzeit fast 8m Kabellänge, das geht natürlich nur mit Line Signalen (also Phonovorverstärker neben Plattenspieler und dann mit Kabeln zum Verstärker). Für das Kabel vom Vorverstärker zum braucht man dann nichts besonderes, ich habe mir damals aus den Sommer Slimline und Neutriksteckern was gebastelt (für die 8 m habe ich weniger als 30€ ausgegeben)

hier der Link zu den Thread, in dem ich mich beraten lassen habe Langes Cinchkabel
´
Wenns nur ein wenig länger als die meist 1,5 m des Kabels am Plattenspieren sein sollte kann man natürlich auch das kabel durch ein längeres ersetzten es muß halt geschirmt und falls es ein MM Tonabnehmer ist niedrigkapazitiv sein. Letzten Endes ist es Stom, wenn die technischen Daten stimmen und die Schirmung gut genug ist wird funktionieren. Klar irgendwann wird die Kapazität zu groß (problematisch bei MM, je nach Tonabnehmer und Phonostufe u. U. auch schon bei 1,5m, bei anderen Tonabnehmer kommt es auf 100 pF nicht so an, da schadet halt ein m mehr nicht so).

Bevor ich 400,-€ für ein Kabel ausgebe kauf ich lieber für 370,- eine Phonopreamp und bastel mir für 30,-€ ein Kabel.

Gruß
zwerg
ManiBo
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 01. Jul 2016, 13:30
Wie schon gefragt, wieviel Meter muss die Verlängerung sein?
Mein Yamaha hat 220pF im Eingang. Also genug Spielraum zum Anpassen.
Gruss Mani
akem
Inventar
#14 erstellt: 01. Jul 2016, 13:48

ManiBo (Beitrag #13) schrieb:
Wie schon gefragt, wieviel Meter muss die Verlängerung sein?
Mein Yamaha hat 220pF im Eingang. Also genug Spielraum zum Anpassen.


Erstens ist für den TE völlig unerheblich, wieviel Eingangskapazität DEIN Verstärker hat. Und zweitens sind die 220pF alleine schon zu viel für die überwiegende Mehrheit der heutigen MM und MI Tonabnehmer - Spielraum zum Anpassen hast Du höchstens in der Form, daß Du Deinen Verstärker öffnest, die Kondensatoren im Phonoeingang rausschmeißt und neue Kondensatoren mit maximal 50pF einlötest...

Gruß
Andreas
xutl
Inventar
#15 erstellt: 01. Jul 2016, 14:00

raindancer (Beitrag #8) schrieb:
..... zu Bedenken geben, daß das Phonokabel beim LP12 sozusagen Teil des Schwingsystem Subchassis ist, Linn ist das so wichtig, daß sie ihren Kabeln unterschiedliche Zargenbefestgungen (P-clip) mitgeben. Dazu gibts Einbauanweisungen. .......

Das bedeutet, daß ich bei einem Ersatz-Kabel für einen Linn-Player nicht nur die Kapazität / Meter, sondern auch noch die Federkonstante berücksichtigen muß.

Falls das wirklich ernst gemeint ist (und davon ist ja wohl leider auszugehen ) dann ist das noch ein TOPargument keinen Linn zu kaufen
Hörbert
Moderator
#16 erstellt: 02. Jul 2016, 07:08
Hallo!

@xutl


.......Das bedeutet, daß ich bei einem Ersatz-Kabel für einen Linn-Player nicht nur die Kapazität / Meter, sondern auch noch die Federkonstante berücksichtigen muß........


Ach was, das ist nichts weiter als das übliche britische Technobabbel, das machen die Briten ja immer gerne um von ihren im Grunde recht einfachen Konstruktionen abzulenken und den Blick auf unsinniges oder nebensächliches zu richten. ( Ein Paradebeispiel ist da ja auch Rega, die ggerne mit Technoballel über Schwingungsableitung daherkommen um davon abzulenken das sie ein einfaches Brettchen mit im Grunde recht gutem Tonarm [der seine Macken hat] verkaufen und somit eigentlich nachweisen das einem Laufwerk gar keine größere Bedeutung zukommt)

Wie will eine kleine Firma wie Linn bei einem Phonokabel das sie irgendwo in relativ geringer Stückzahl fertigen lassen müssen die Kontrolle über die Federkonstante oder überhaupt die einzelnen Parameter behalten, -die müssen nehmen was ohnehin schon auf dem Markt ist und gefertigt wird, die müssen nehmen was man ihnen liefert.

MFG Günther
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