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Dual CS 750 vs: Rega Planar 2

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olik1602
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 19. Sep 2017, 21:23
Hallo liebe community,
habe seit langem mal meinen Dual cs 750 in betrieb genommen. Hatte bisher einen Ortofon 40 montiert. Quallitativ konnte ich mich eigentlich nicht wirklich beschweren. Jedoch ging mir nach einiger zeit das "hochauflösende" auf die nerven und bei manchen Platten die tiefen zu kurz. Hab heute ein wenig telefoniert und mich nach anderen Systemen zu Informieren da die Nadel defekt ist.

Da wurd mir heute nahegelegt mich doch von dem Dual zu trennen und mir doch einen Rega Planer 2 oder 3 zu kaufen da der wohl da anfängt wo der Dual aufhört.

Ich bin kein Experte aber ist da in der Preisklasse wirklich nach oben noch so viel luft?

Dachte aktuell an ein System bis ca. 250€

Würde mich über ein paar anregungen freuen.

Schönen Abend euch.

Gruß Olaf
akem
Inventar
#2 erstellt: 19. Sep 2017, 21:40
Nö - der Planar 3 kommt vielleicht in die Nähe des 750 aber besser ist er eher nicht und der Planar 2 schon gar nicht...

Gruß
Andreas
olik1602
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 19. Sep 2017, 21:58
Vielen dank Andreas, das wollte ich hören. Hast du evtl. noch eine empfehlung für mich? Dachte als Low Budget Lösung an eine Ortofon Nadel 20 oder an die Goldring G1006. Hast du da evtl erfahrungen. Wie gesagt da sHochauflösende bei der 40 hat mich nach einer weile genervt und die Tiefen kamen teils etwas zu wenig.

Gruß Olaf
Marsilio
Inventar
#4 erstellt: 19. Sep 2017, 22:00
[i]Da wurd mir heute nahegelegt mich doch von dem Dual zu trennen und mir doch einen Rega Planer 2 oder 3 zu kaufen da der wohl da anfängt wo der Dual aufhört.
[/quote][/i]

So ein Blödsinn. Der Dual ist genauso gut.

Und dass der Händler keine Ahnung hat zeigt sich meiner Meinung nach darin, dass er das Problem beim Dreher und nicht beim Tonabnehmersystem ortet. Ich habe selber nebst anderen Tonabnehmersystemen ein Ortofon OM-40 und in der Tat würde ich es auch als leicht höhenbetontes, sehr detailliert auflösendes, aber auch nüchternes System beschreiben. Zweifellos ein gutes System, dem es für meinen Geschmack aber etwas an Wärme fehlt.

Mit dieser gewissen Nüchternheit entspricht das OM-40, das ja auch schon über 35 Jahre auf dem Markt ist, durchaus dem aktuellen Trend, sind doch möglichst unverfälscht wiedergebende Tonabnehmer gefragt. Auch die Audio Technicas (AT440, AT150 etc.) würde ich so beschreiben. Ich selber hingegen mag die gesoundeten Tonabnehmer mit einem Hang ins Warme lieber. Bekannte Beispiele sind dafür Shure, aber auch Sonus oder Grado.

Mit anderen Worten: Ich würde Dir empfehlen, das Tonabnehmersystem zu wechseln.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 19. Sep 2017, 22:01 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 19. Sep 2017, 22:22
Nabend !

Natürlich ist die geplante 20er-Nadel zwei Schritte rückwärts. Die Unterschiede sind merklich.

Shibata-Retipping für ca. 200,00 Euro ?

Mit max. 250,00 Euro kannst Du schon etwas gutes GEBRAUCHTES bekommen. Wieviel pF gibt es denn am MM-Eingang ?

Behalte bloß den Dual ! Solange der Hubmagnet für den Tonarmlift und die elektronische Drehzahlumstellung unter dem Schalter funktionuckelt, besteht kein Grund zu einem Verkauf oder Schlachtefest.

Die Investitionsempfehlung bzgl. dem einen oder anderen Rega hat einen unangenehmen Beigeschmack von Berliner Dummschwatzluft. Okay, unglücklicher Vergleich ... Luft hat keinen Geschmack ... na Ihr wißt schon, oder ?

MfG,
Erik
olik1602
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 19. Sep 2017, 22:29
Eingangspegel PHONO : 2.5 mV das die Ortofon 20 2 schritte zurück bedeutet war mir klar. Deshalb der Gedanke an etwas anderes. Hab gerade die Grado Prestige Gold 1 für 180€ im netz gefunden. Wie gesagt hätte gerne etwas weniger hoch auflösenderes und eher warm spielendes.
ad-mh
Inventar
#7 erstellt: 19. Sep 2017, 22:30
Es wäre ein Irrsinn, den Dual abzugeben. Alles wäre vermutlich ein Rückschritt oder bestenfalls ein Gleichstand.
Die Laufwerke tun sich praktisch nichts.

Das System macht den Klang. Mit der Nadel 40 warst Du bereits überdurchschnittlich aufgestellt. Entweder retippen oder das Gleiche in neu.
Da ist jedenfalls das Geld besser angelegt als in einem neuen Spieler, bei dem man eh noch zusätzlich ein neues System kalkulieren muss.

Edit:
Deine Antwort hat sich mit meinem Beitrag überschnitten. Bei einen anderen klanglichen Geschmack zurück auf null. Der Dual bleibt, das System wird ein Anderes nach Geschmack.


[Beitrag von ad-mh am 19. Sep 2017, 22:32 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#8 erstellt: 19. Sep 2017, 22:45
Obacht, Oli wünscht ganz gezielt weniger Auflösung, aber mehr Tiefe. Retippen wird ihn da kaum weiterbringen.

Ich würde da auch für ein "warmes" Tonabnehmersystem votieren. Vielleicht das Grado Prestige Silver:
http://www.phonophon...restige-silver1.html
Typisch amerikanisch gesoundet, elliptische, mit scharfem 0.2x0.7mil-Verrundungsschliff aber gut auflösende Nadel. Die einen mögen diesen Sound, andere bezeichnen ihn als "einschläfernd".
Das Prestige Gold ist praktisch das gleiche, angeblich einfach selektioniert... Aber klar, für 180.- in neu ein guter Preis.

Oder das Sonus Silver Label E:
http://www.hifikit.se/hifi/silver-label-e
Eines der letzten legendären Peter-Pritchard-Systeme von etwa 1980. Warmer Klang, fantastische Bühne und tolle Klangfarben, nicht so feine Auflösung da nur durchschnittlicher elliptischer Schliff. Ist NOS-Ware, also alt aber unbenutzt, braucht vermutlich längere Einspielzeit (verhärtete Nadelträgergummi). Für Risikofreudige. Kostet umgerechnet ca. 75.-

Vielleicht würdest Du auch mit dem Shure M97xE glücklich:
https://www.thakker.eu/shure-m97xe-tonabnehmer/a-5189/
Der Shure-Sound ist berühmt für seine Wärme; Auflösung ähnlich dem Grado Prestige Silver da gleicher Schliff.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 19. Sep 2017, 23:20 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#9 erstellt: 20. Sep 2017, 08:31
Hallo,

der Verkäufer will verkaufen - der 750 ist ein hervorragender Dreher mit einem sehr guten Tonarm.

Beim 750er würd ich auch ein MC in Betracht ziehen, der Tonarm kann auch schwere Jungs.

Mich wundert nur das bei Tests keiner mehr die simpelsten technischen Fakten checkt (Gleichlauf, Rumpel)... statt dessen wird genebelt und Pudding an die Wand genagelt.

Peter
evilknievel
Inventar
#10 erstellt: 20. Sep 2017, 10:23
Hallo,

vielleicht taugt der Phono Eingang des Verstärkers nicht.
Dazu werden herstellerseitig wie fast immer keine Angaben gemacht. Mit scheint, daß der Verstärker sein Hauptaugenmerk auf digitale Signalverarbeitung legt.

Frag mal den Händler, ob er dir eine Pro-Ject Phono Box S ausleiht.

Ansonsten wäre ich auch beim Shure 97 oder dem Sumiko Pearl, welches im Hochton definitiv nicht hochauflösend ist.

Gruß Evil
ad-mh
Inventar
#11 erstellt: 20. Sep 2017, 19:42
Moin,

danke wegen der PN. Der Dual ist kein Plattenwechsler. Einen Keil benötigt man nicht.

VG Andreas
akem
Inventar
#12 erstellt: 21. Sep 2017, 09:24

olik1602 (Beitrag #3) schrieb:
Wie gesagt da sHochauflösende bei der 40 hat mich nach einer weile genervt und die Tiefen kamen teils etwas zu wenig.

Vorsicht: mit geringerer Auflösung gehen auch höhere Abtastverzerrungen einher. Aus einem S wird dann schon mal ein SCH oder gar eine ZZZZ...
Ich denke, wenn ich Dich richtig verstehe, daß Du einfach nur einen Tonabnehmer mit anderer tonaler Balance suchst, der schlichtweg einen höheren Baßpegel liefert. Richtig?
Da Du Dir ja einen neuen Dreher "sparen" kannst, wäre vielleicht Geld für ein Ortofon 2M Black vorhanden? Oder gar ein Quintet Black? Oder ein Reson Reca? Transrotor Cantare? Das wären allesamt Tonabnehmer, die untenrum deutlich nachdrücklicher spielen als ein OM40. Der Hochton ist zwar trotzdem gut aufgelöst, hält sich aber pegelmäßig mehr zurück.

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 21. Sep 2017, 19:15
Hallo!

@olik1602


.........Hab gerade die Grado Prestige Gold 1 für 180€ im netz gefunden. ........


Dann nimmst du besser das -silver, gleiche Nadel und gleiche Technik wie dsa -gold, der einzige Unterschied ist das die Systemkörper des -gold aus den -silver Systemkörpern herausselektiert werden.


.....Jedoch ging mir nach einiger zeit das "hochauflösende" auf die nerven und bei manchen Platten die tiefen zu kurz. .........


Dann wäre auch ein 2M-black kein Schritt davon weg, das ist quasi das gleiche System mit einer etwas anderen Nadel die auch nicht mehr kann als die defekte NADEL-40 und die Tieftonschwäche bliebe erhalten, -wobei fraglich ist ob die nicht von den Schallplatten selbst herührt da Tiefton nicht gerade eine Domäne von Schallplatten darstellt-.


.....Beim 750er würd ich auch ein MC in Betracht ziehen, der Tonarm kann auch schwere Jungs.........


Das wäre ein Weg eine insgesamt ausgewogenere und stimmigere Wiedergabe zu erhalten, -immer unter der Voraussetzung dass das die Schallplatten auch hergeben-, allerdings sollte man hier nicht zu günstig einkaufen, ein Goldring Eroica (H oder L) wäre hier das mindseste um ein OM-40 zu toppen, -das ist schließlich schon ein sehr gutes Abtastsystem und ziemlich nahe an dem mwas mit Magnettonabnehmer überhaupt machbar ist.

MFG Günther
akem
Inventar
#14 erstellt: 21. Sep 2017, 22:37

Hörbert (Beitrag #13) schrieb:
Dann wäre auch ein 2M-black kein Schritt davon weg, das ist quasi das gleiche System mit einer etwas anderen Nadel die auch nicht mehr kann als die defekte NADEL-40 und die Tieftonschwäche bliebe erhalten, -wobei fraglich ist ob die nicht von den Schallplatten selbst herührt da Tiefton nicht gerade eine Domäne von Schallplatten darstellt-.

Kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Bei mir spielt es recht kräftig von unten raus. (Rega RB303, Phonobox S)

Gruß
Andreas
ratfink73
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 22. Sep 2017, 07:31
Was mich interessieren würde da hier immer gegen Rega gewettert wird.Hat die beiden Laufwerke schon mal wer gegeneinander verglichen?
Ich hatte ein paar Dual 750 und jetzt auch einen Planar 2 und ich muss sagen, es sind beide gute Laufwerke. Optisch gefällt mir der Rega besser, klanglich kann ich es nicht wirklich sagen. Beide gut, aber unterschiedliche Wiedergabe. der Musik.
oremilac
Stammgast
#16 erstellt: 22. Sep 2017, 08:38

ratfink73 (Beitrag #15) schrieb:
Beide gut, aber unterschiedliche Wiedergabe. der Musik.


Moin!

Inwiefern unterschiedlich?
Beide haben einen mehr oder weniger guten TA mit dem
der "Ton abgenommen" wird und leiten dieses Signal
an den (Vor-)Verstärker weiter.

Vinyle Grüße
Thomas =8)

P.S. In einem Thread habe ich gelesen, dass die Antiskating-
Einstellung des Rega 2 nicht so ganz koscher ist, er hat nämlich keine.
Bei "scharfen" Nadelschliffen ein No-go.
hier
8erberg
Inventar
#17 erstellt: 22. Sep 2017, 09:00
Hallo,

ebenso lässt sich der aufwändige Dual-Antrieb mit Soll/ist Vergleich der Tellerdrehzahl mittels Quarzsteuerung nicht mit einem einfachen Synchronmotörchen vergleichen...

Der Dual ist einer der rumpelärmsten Dreher überhaupt, dazu der aufwändige kardanische Tonarm.

Auch muss ich nicht mit dem Riemen rumfummeln wenn 45er Platten abgespielt werden...

Peter
kölsche_jung
Inventar
#18 erstellt: 22. Sep 2017, 09:31

8erberg (Beitrag #17) schrieb:
... ebenso lässt sich der aufwändige Dual-Antrieb ... nicht mit einem einfachen Synchronmotörchen vergleichen...
...

Klar, läßt sich das vergleichen ...
Beim Vergleich wird rauskommen, dass der Dual die eingestellte Soll-Drehzahl ohne nennenswerte Schwankungen zuverlässig hält ... beim Rega wird rauskommen, dass er mit noch geringen Schwankungen eine Drehzahl einhält, die iaR eine andere ist als die eingestellte ...
ratfink73
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 22. Sep 2017, 10:46
Diejenigen die jetzt gegen den Rega gewettert haben, haben sie auch schon direkt die beiden Dreher verglichen oder nur das, was sie irgendwann einmal wo gelesen haben verglichen?
Marsilio
Inventar
#20 erstellt: 22. Sep 2017, 11:00
Mein Schwager meinte vor einigen Jahren, seinen alten Flohmarkt-Pioneer aus den 70er-Jahren durch so einen schicken Rega ersetzen zu müssen. Seine Rega-Episode dauerte nicht lange. Das Teil sah sogar im Vergleich zum (noch aus dem Vollen geschöpften) Pio alt aus. Jetzt besitzt er einen schönen Thorens TD320 und ist happy.

LG
Manuel
Passat
Moderator
#21 erstellt: 22. Sep 2017, 11:17
Dual behalten.

Dual setzt den Tonarm aktuell auch bei den beiden Spitzenmodellen CS 550 und CS 600 ein, dort allerdings mit Höhenverstellung.

Der CS 750 ist aber vom Antrieb her dem 550 und 600 haushoch überlegen.

Grüße
Roman
8erberg
Inventar
#22 erstellt: 22. Sep 2017, 11:54
Hallo,

leider haben die 600 und 550er nur einen kleinen tachoregelten Gleichstrom-Motor drin, vielleicht kommt Dualfred mit einer Umbauplatine auf Papst-Direktantrieb, ich glaub dann könnt ich schwach werden...

Der Papst-Aussenläufer ist vom Einkaufspreis kein Schnäppchen, wer den tollen Motor haben möchte muss sich einen PE 4040 anschaffen.

http://www.weaudiosy..._EBM-Antrieb_891.jpg

Peter


[Beitrag von 8erberg am 22. Sep 2017, 11:55 bearbeitet]
oremilac
Stammgast
#23 erstellt: 22. Sep 2017, 14:49

ratfink73 (Beitrag #19) schrieb:
Diejenigen die jetzt gegen den Rega gewettert haben, haben sie auch schon direkt die beiden Dreher verglichen oder nur das, was sie irgendwann einmal wo gelesen haben verglichen?


Moin!

Ich muss mir keinen Rega p2 kaufen nur um sagen zu können,
ja, die Beschreibungen haben recht, er hat keine Antiskating-
Einrichtung.
Dafür 500€ zu verlangen finde ich vera.....g.
Des weiteren gehe ich immer noch davon aus, das eine Beschreibung
eines Ist-Zustandes kein "wettern" ist.
Ratfink73, wenn du andere Informationen über den Rega p2 hast,
dann gerne her damit.
Gerne können wir uns über den Rega p3 unterhalten, dann sind
wir aber schon bei ca. 1000€

Vinyle Grüße
Thomas =8)
gapigen
Inventar
#24 erstellt: 22. Sep 2017, 15:06
Beim Vergleich alt gegen neu gibt es immer für und wider. Wieso man jedoch die Drehzahl oder das letzte Promille Gleichlauf anführt ist für mich nicht transparent und geht in Richtung Erbsenzählerei.
8erberg
Inventar
#25 erstellt: 22. Sep 2017, 17:16
Hallo,

es gibt da die gute alte DIN 45500, wenigstens daran sollte sich so genanntes Highend einfach halten...


Peter
Hörbert
Moderator
#26 erstellt: 22. Sep 2017, 19:28
Hallo!


....... Wieso man jedoch die Drehzahl oder das letzte Promille Gleichlauf anführt ist für mich nicht transparent und geht in Richtung Erbsenzählerei...........


Nun ja, es gibt wenn man die Eckwerte einer Schallplatte zugrunde legt (bis zu +/- 1,5% Gleichlaufschwankungen und bis zu +/- 0,5% Drezahlabweichungen) natürlich keinen Grund Drehzahlabweichungen oder Gleichlaufschwankungen im Zehntelprozent- oder Hunderstelprozent-Bereich gegeneinander aufzurechnen, zulässig ist halt eine Schwankung von 0,1% und eine Drezahlabweichung von 1,5 U/min nach der alten HiFi-Norm damit ein solcher Plattenspieler noch als HiFi-Gerät angesehen wird.

Dabei wurde die alte HiFi-Norm von der HiFi-Industrie selbst als Übereinkunft eingeführt und entspricht dem technischen Stand der frühen 60ger Jahre des 20. Jahrhunderts, zudem wurde sie gerade wegen der Schallplatte selbst und den Schallplattenspielern schon kräftig nach unter korrigiert da dieses Format und diese Geräte die HiFi-Anforderungen die an die anderen Geräteklassen gestellt wurden (Tonband, UKW-Tuner) gar nicht erfüllen konnte.

MFG Günther
gapigen
Inventar
#27 erstellt: 22. Sep 2017, 20:32
Wenn man hier so mitliest, dann kommt schnell der Eindruck auf, dass neue Brettchenspieler (oder auch darüber) nicht in der Lage sind, die von Dir erwähnten Werte einzuhalten. Und das mag ich nicht wirklich glauben.

Ich denke, dass auch ein kleiner Rega vernünftige Musik machen kann, wenn der Tonabnehmer stimmt.
akem
Inventar
#28 erstellt: 22. Sep 2017, 21:11
Sagen wir mal so: es gibt neue Plattenspieler, die tatsächlich die Gleichlaufwerte nach DIN 45500 nicht einhalten. Schau Dich mal bei Project um aber es gibt auch noch andere...
Ein kleiner Rega kann natürlich Musik machen. Zumindest wenn einen das Brummen durch den Motor nicht stört... Die größeren Regas brummen zwar auch aber nicht ganz so stark. Einziger Ausweg: ein MC (aber auch da gibt es welche, die sich durch das Streufeld des Motors gestört fühlen, z.B. Lyra Delos).

Gruß
Andreas
wendy-t
Stammgast
#29 erstellt: 22. Sep 2017, 21:11
Hallo!

Immer wenn ich hier die vernichtenden Urteile über die Rega-Brettchen lese, bekomme ich Lust darauf, meinen RP 3 anzuschmeißen und genussvoll eine Platte zu hören.
Momentan läuft zwar ein alter Thorens, aber ich wechsele dann mal eben den Plattenspieler.

Viele Grüße
Philip

Nachtrag: Bei mir brummt nix.


[Beitrag von wendy-t am 22. Sep 2017, 21:13 bearbeitet]
gapigen
Inventar
#30 erstellt: 22. Sep 2017, 21:36

akem (Beitrag #28) schrieb:
Sagen wir mal so: es gibt neuue Plattenspieler, die tatsächlich die Gleichlaufwerte nach DIN 45500 nicht einhalten. Schau Dich mal bei Project um aber es gibt auch noch andere...

Die gab es früher auch. Dein Post suggeriert, dass das bei neuen Plattenspieler eher häufig vorkommt. Naja Übertreibung macht anschaulich.


Ein kleiner Rega kann natürlich Musik machen. Zumindest wenn einen das Brummen durch den Motor nicht stört... Die größeren Regas brummen zwar auch aber nicht ganz so stark. Einziger Ausweg: ein MC (aber auch da gibt es welche, die sich durch das Streufeld des Motors gestört fühlen, z.B. Lyra Delos).

Gruß
Andreas

Das mit dem Brummen klingt so nach Mischung aus Waschmaschine und Haarfön, also völlig untauglich zum Musikhören.
Auch hier: Übertreiben macht anschaulich.
Passat
Moderator
#31 erstellt: 22. Sep 2017, 21:39
Das ist leider so.
In der vorletzten Stereoplay war z.B. ein Plattenspieler für 7.500,- € drin.
Bei dem Gerät wurde ein Gleichlauf von 0,23% gemessen.
Und das liegt deutlich über dem, was die alte DIN 45500 als Mindestwert für HiFi vorschreibt.

Auf Deutsch:
Ein Gerät von 2017 für 7.500,- € ist nicht einmal in der Lage, die Mindestwerte einer 50 Jahre alten Norm einzuhalten.
Und das ist schlicht megapeinlich.

Selbst von einem Einsteigergerät für 200,- € erwarte ich, das es diese uralte Norm einhält.

Grüße
Roman
Hörbert
Moderator
#32 erstellt: 22. Sep 2017, 21:58
Hallo!


......dann kommt schnell der Eindruck auf, dass neue Brettchenspieler (oder auch darüber) nicht in der Lage sind, die von Dir erwähnten Werte einzuhalten. Und das mag ich nicht wirklich glauben.........


Da braucht man eigentlich keinen Glauben die Gleichlauf-, Rumpel, und Drehzahlwerte von Rega-Plattenspielern gibt die Fa. Rega schließlich bekannt und ich sehe keinen Grund diese Werte anzuzweifeln.

Die alte HiFi-Norm halten die Regas ja zweifelsfrei ein und damit sind das HiFi-Geräte.


........ Zumindest wenn einen das Brummen durch den Motor nicht stört... Die größeren Regas brummen zwar auch aber nicht ganz so stark. ..........


In meinem BK gibt es insgesamt drei Regas von denen kein einziger irgendwelche Brummprobleme hat oder verursacht. M.E. brummt da nur dann etwas wenn in der fraglichen Kette ohnehin ein massives Problem vorliegt , solche Brummprobleme sollte man im übrigen nicht auf die leichte Schulter nehmen oder einfach dem Plattenspieler zuschreiben sondern sich an die Behebung des eigentlichen Fehlers machen. -Wäre dieses Brummen ein generelles Rega Problem wäre die Firma längst pleite.


......Ich denke, dass auch ein kleiner Rega vernünftige Musik machen kann, wenn der Tonabnehmer stimmt..........


..........und die Aufstellung, -ein Rega fühlt sich auf einer Wandhalterung am wohlsten da er, -wie alle leichten Brettchenplayer sehr aufstellungskritisch ist.

Ansonsten ist ein Rega so gut wie jeder andere Plattenspieler auch und die Tonarme ab dem RB-3xx sind sogar sehr gut.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 22. Sep 2017, 21:59 bearbeitet]
Smoke_Screen
Inventar
#33 erstellt: 23. Sep 2017, 02:34
Wenn man einen CS750 betreibt braucht man sich keinen RP2 oder RP3 reinziehen,ausser man
braucht dringend eine andere Optik. Auch ob der Arm auf den Rega´s generell besser ist als der
auf dem Dual wage ich mal zu bezweifeln. Außerdem wenn schon ein (Super) OM40 gefahren wird
ist auch ein neuer 250€ TA wohl kaum besser. Anders vielleicht,aber besser wohl kaum.
Imho ist die vorhandene Plattenspieler/Tonabnehmer Kombination schon hochwertig genug. Da noch
eine Schippe draufzulegen wird eher haarsträubend teuer. Mit nem RP2 braucht man da wirklich nicht
kommen.

ratfink73
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 23. Sep 2017, 07:24
Also mein Planar von 2003 hat AS. Mich nervt einfach, das immer wieder, nur aufgrund von irgendwelchen Testberichten Geräte schlecht gemacht werden. Wenn diejenigen es selber getestet und sich ihr eigenes Urteil gebildet haben, dann ist's ja ist okay.
Mein Rega spielt viel dynamischer als der Dual. Komfortabler ist der Dual.
Ich habe auch geschrieben, er klingt anders als der Dual.
lini
Inventar
#35 erstellt: 23. Sep 2017, 09:00
Günther: Nur so am Rande, aber wie kommst Du denn auf Gleichlaufschwankungen von +/- 1,5 %? Die Exzentrizität des Mittellochs zur Rillenspirale darf doch nach den meisten Schallplattennormen nur maximal 0,2 mm betragen, weshalb sich der dadurch bedingte Wow selbst im schlimmsten Fall, also im Innenbereich, bei einer normgerechten Platte auf ca. +/- 0,33 % peak bzw. durchschnittlich ca. +/- 0,24 % beschränken sollte (berechnet für einen Abspielradius von ca. 60 mm) - was auch schon nicht eben wenig ist, aber halt doch noch ein gutes Stück weit von Deinen +/- 1,5 % entfernt. Ich hab allerdings bislang noch nie ausgerechnet, wieviel wohl durch höhenschlagsbedingtes Scrubbing zu erwarten wär (wofür spielerseitig wohl ein kurzer Tangentialarm mit recht hoch angesetzer Lagerachse für die Vertikalbewegungen den "worst case" darstellen dürfte...).

Grüße aus München!

Manfred / lini
gapigen
Inventar
#36 erstellt: 23. Sep 2017, 09:25
Und mich würde einmal interessieren, ab wieviel Prozent Gleichlaufschwankung der normale bis geübte Hörer tatsächlich Unterschiede im Klang wahrnimmt.

Im Augenblick ist diese theoretisch sicher berechtigte Diskussion für mich vergleichbar mit dem Abfotografieren von Backsteinwänden, um Objektive zu vergleichen. Das liefert Ergebnisse, die in der Praxis völlig irrelevant sind.
ad-mh
Inventar
#37 erstellt: 23. Sep 2017, 09:35
Wo ist der "like button" für die letzte Antwort.

Ich stelle mir hier zu Hause 6-10 Spieler hin, nicht weil der eine oder andere besser ist (sonst hätte ich nur einen oder zwei) sondern weil mit die unterschiedliche Optik, die verschiedenen Bedienkonzepte und die zugegebenermaßen existenten aber äußerst geringen klanglichen Unterschiede, die ich eher den Tonarmen zuordne, interessieren.
akem
Inventar
#38 erstellt: 23. Sep 2017, 10:00

Hörbert (Beitrag #32) schrieb:

In meinem BK gibt es insgesamt drei Regas von denen kein einziger irgendwelche Brummprobleme hat oder verursacht. M.E. brummt da nur dann etwas wenn in der fraglichen Kette ohnehin ein massives Problem vorliegt , solche Brummprobleme sollte man im übrigen nicht auf die leichte Schulter nehmen oder einfach dem Plattenspieler zuschreiben sondern sich an die Behebung des eigentlichen Fehlers machen. -Wäre dieses Brummen ein generelles Rega Problem wäre die Firma längst pleite.

Das liegt imho daran, daß das Brummen sehr tieffrequent ist und nicht alle Lautsprecher das überhaupt wiedergeben können. Mir ist das seinerzeit bei meinem ersten Rega auch erst über Kopfhörer aufgefallen, das zweite Mal über Studiomonitore. Meine normalen Hifi-Boxen davor haben da den Mantel des Schweigens drüber gelegt...

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#39 erstellt: 23. Sep 2017, 10:05
Hallo!


.......Günther: Nur so am Rande, aber wie kommst Du denn auf Gleichlaufschwankungen von +/- 1,5 %? .........


Das ist durch die Produktionsmethode selbst bestimmt und stellt selbstverständlich den zulässigen Höchstwert dar.

Alleine schon durch die summierten Gleichlaufschwankungen der alten analogen Bandmaschinen beim Mastering den Gleichlauffehlern beim Matrizenschnitt und der mindestens dreifachen voneinander abhänhgigen "Hardkopien" der Matritze bis schlussendlich das Presswerkzeug erstellt wird und die Eigenschaften der PVC-Scheibe kommen solche Werte zusammen.


.....Und mich würde einmal interessieren, ab wieviel Prozent Gleichlaufschwankung der normale bis geübte Hörer tatsächlich Unterschiede im Klang wahrnimmt. ............


Laut den damaligen Untersuchungen die die die MI schon in den 50ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Auftrag gegeben hatte lag die Wahrnehmbarkeitsschwelle eben etwas über den genannten +/- 1,5%.

Hier galt wie stets "so gut wie gerade nötig so günstig wie möglich."


......Das liefert Ergebnisse, die in der Praxis völlig irrelevant sind............


Nicht ganz sondern es zeigt die Grenzen der Einsatzfähigkeit des alten analogen Formates und seiner Abspielgeräte auf, -so gibt es in der Realität praktisch gar keine Aufnahmen die auf Schallplatten gepresst sind die nicht ziemlich nahe an der "Leiergrenze" angesiedelt sind und schon ein wenig mehr Gleichlaufschwankung oder Umlaufabweichung kann genügen diese Grenze hörbar zu überschreiten.

Man sollte sich hier keinerlei Illusionen machen, das gesamte alte analoge Format ist sehr knapp bemessen, hier gibt es kaum noch Spielraum nach unten.

@ Andreas


.....Das liegt imho daran, daß das Brummen sehr tieffrequent ist und nicht alle Lautsprecher das überhaupt wiedergeben können..........


Denke ich nicht, Tischhupen sind in meinem BK eher nicht im Gebrauch, 27 Hz untere Grenzfrequen zumindest in einem der Fälle ist hier amtlich.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 23. Sep 2017, 10:08 bearbeitet]
Passat
Moderator
#40 erstellt: 23. Sep 2017, 11:12

Hörbert (Beitrag #39) schrieb:

Laut den damaligen Untersuchungen die die die MI schon in den 50ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Auftrag gegeben hatte lag die Wahrnehmbarkeitsschwelle eben etwas über den genannten +/- 1,5%.


Die DIN 45500 schreibt für Plattenspieler einen Gleichlauf von mindestens 0,2% vor.
Und 1,5% ist schon extremes jaulen.
Ich habe mal einen Walkman gemessen, bei dem mich das Jaulen störte.
Der kam auf +/- 0,4%.
Das war selbst bei Popmusik deutlich hörbar und störend.

Grüße
Roman
8erberg
Inventar
#41 erstellt: 23. Sep 2017, 12:29
Hallo,

geschulte Ohren hören einen Halbton raus. Ich kenn eine Klavierlehrerin die das mit über 70 Jahren problemlos hinbekommt...

Schlimmer sind Gleichlaufschwankungen, da das Ohr darauf nicht gleichmässig reagiert gibt es nach DIN 45507 eine Bewertungskurve.

Da solche Faktoren wie Rundlaufabweichungen durch Aussermittigkeit von Plattenlöchern nicht beim Gerät berücksichtigt werden können hat die DIN 45500 die zulässigen Tonhöhenschwankungen mit 0,2 % festgelegt.
Es gibt schon Aufnahmen auf denen man geringere Schwankungen eindeutig hören kann, Klaus Doldinger ist dafür nach meiner Erfahrung rech gut.

Ich frag mich nur warum selbst Popelgeräte in den 70ern die Normen problemlos einhielten und heute werden Geräte gelobt die nicht in der Lage sind diese simplen Normen einzuhalten.

Aber anscheinend ist der Hifi-Markt noch kaputter als ich dachte. Gute Nacht sag ich nur noch.


Peter
akem
Inventar
#42 erstellt: 23. Sep 2017, 13:13
Gerade für einen Plattenspieler sollte Gleichlauf eigentlich die leichteste Übung sein! Stichwort Schwungmasse... Tape Decks hatten da prinzipbedingt wesentlich mehr Probleme aber selbst die hatten damit eigentlich ab einer gewissen Klasse keine Probleme, da mußte man keineswegs einen vierstelligen Betrag dafür ausgeben.

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#43 erstellt: 23. Sep 2017, 13:25
Hallo!


..... und heute werden Geräte gelobt die nicht in der Lage sind diese simplen Normen einzuhalten. .............


Damit kannst du aber kaum die Rega-Geräte meinen, zumindest die alten Normwerte halten diese Plattenspieler ja ein.

Auch das Gros der alten Plattenspieler die es in gewaltigen Massen in Kunststoffbomber-Kompaktanlage für 800-1000 DM gab war nicht in der Lage die Kriterien der alten HiFi-Norm einzuhalten, -deswegen wurden diese "Preciosen" die heute noch ab und an bei Ebay als toller "Kellerfund" auftauchen ja auch explizit als Audiogeräte an den Mann gebracht wobei die Hersteller solcher Schätze sich damals schon bemühten die eigentliche Bedeutung des Begriffs HiFi in Vergessenheit geraten zu lassen, -was ihnen dann ja auch mit der lan­cie­rung des Begriffs High-End sehr, sehr gut gelungen ist-.

MFG Günther
Smoke_Screen
Inventar
#44 erstellt: 23. Sep 2017, 16:51
Imho bietet Rega solide Qualität im Vergleich zum aktuellen Mitbewerb.
Allerdings bei einem Vergleich mit Vintagegerät ab der oberen Mittelklasse sieht
auch Rega oft ziemlich blass aus.
Hörbert
Moderator
#45 erstellt: 23. Sep 2017, 17:55
Hallo!


......ab der oberen Mittelklasse sieht auch Rega oft ziemlich blass aus..........


H.., ja, was Ausstattung und die technischen Werte (seinerzeit, ab Werk, -nicht die heutigen die sehr wohl irgendwo liegen können) der Geräte betrifft die aber heute bezüglich der Ausstattung (z.B. Automatik) gar nicht mehr verlangt werden da ein Plattenspieler nur noch eine Sekundärquelle darstellt die von vielen gerade wegen der damit verbundenen Mehrarbeit geschätzt wird. (Stichworte "Entschleunigung" und "Live-Style". Plattenspieler sind halt keine Arbeitstiere und notwendige Übel mehr wie zu ihrer Blütezeit.)

Die -moglicherweise ohne fachkundige Restauration nur ehemaligen- besseren technische Werte die seinerzeit ja auch ein Verkaufsargument waren zählen im praktischen Betrieb heute ebenfalls immer weniger und ich musste bei Jungen Leuten die Schallplatten präferierten mir nicht selten Sätze anhören wie: Es soll ruhig ein wenig Nostalgisch und Oldschool klingen dafür habe ich den PS ja." wenn ich sie darauf hingewiesen habe das die Wiedergabe durchaus zu verbessern wäre.

Mit HiFi-Wiedergabe hat zumindest ein guter Teil der "neuen" Generation von Schallplattenhörern die ich so erleben durfte nicht wirklich viel am Hut,
-jedenfalls was die Schallplatte betrifft-, hier werde ich oft an Grammopohnbesitzer der späten 80ger Jahre erinnert die sich vor allem an den hohen Verzerrungen der altn Trichtergeräte erfreut haben aber keinerlei Sorgfalt in eine halbwegs erträgliche Wiedergabe investieren wollten.

MFG Günther
akem
Inventar
#46 erstellt: 23. Sep 2017, 18:34

Hörbert (Beitrag #43) schrieb:
auch explizit als Audiogeräte an den Mann gebracht wobei die Hersteller solcher Schätze sich damals schon bemühten die eigentliche Bedeutung des Begriffs HiFi in Vergessenheit geraten zu lassen, -was ihnen dann ja auch mit der lan­cie­rung des Begriffs High-End sehr, sehr gut gelungen ist-.

Schön geschrieben...

Bei Rega ist halt das Problem, daß alle Modelle das gleiche Konzept verfolgen und dementsprechend die Produkthierarchie durch gezielte Downgrades realisiert werden. Früher waren das zumindest innerhalb einer Modellserie Ausstattungsmerkmale wie Halb- und Vollautomatik, Riemen- oder Direktantrieb, Stroboskop ja/nein oder auch der Tonabnehmer, der ab Werk montiert war (Rundnadel, Ellipse, MM/MC...). Und mancher Hersteller hatte auch mehrere Serien im Programm, die dann weitere Merkmale mit sich brachten wie z.B. Holz-Zarge statt Plastik oder manchmal sogar Kunststein, Subchassis oder gar ein Modul-Baukasten, wie ihn Technics mal im Programm hatte oder auch manch anderer (Mikro Seiki etc.). Okay, spätestens diese Baukasten-Dreher waren dann auch preislich in Bereichen, die nur für die allerwenigsten Kunden in Frage kamen und damals wie heute Spielzeuge und Prestigeobjekte für Leute waren, die nicht so recht wußten, wohin mit ihrem Geld...
Egal. Wieder zum Rega. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es in Punkto Brummen einen großen Unterschied zwischen dem 110V und dem 24V Motor gibt, der 24V Motor brummt nicht so sehr wie der 110V Motor. Und ob es brummt oder nicht hängt auch stark vom Tonabnehmer ab. Bei den meisten (nicht bei allen) MMs brummt es doch vernehmlich weil MMs ja prinzipbedingt in Richtung maximaler magnetischer Empfindlichkeit offen sein müssen. Bei MCs hingegen sitzt die Spule in einem schützenden Magnetfeld und hat auch noch eine erheblich geringere Induktivität. Deswegen bleiben die meisten MCs auf Regas ruhig (selbst mit dem 110V Motor) aber auch da gibt es Ausnahmen. Z.B. beim Lyra Delos habe ich dezentes Brummen festgestellt.

Gruß
Andreas
sundaydriver
Stammgast
#47 erstellt: 23. Sep 2017, 18:56
Moin zusammen,

da möchte ich auch mal meinen Senf dazugeben. Auch in bin Fan der ordentlichen 70er/80er Jahre Spieler. Dual, Thorens, Technics, usw. hatte ich schon viele hier und höre damit immer noch sehr zufrieden meine Platten. Ich habe neulich preiswert einen Rega RP 3 bekommen und muß sagen das Teil spielt wirklich toll. Klar man hat keine Ausstattung und haptisch ist der Rega auch nicht zu vergleichen mit den guten alten Spielern. Aber klanglich ist am RP 3 nichts auszusetzen. Es macht wirklich Spass damit zu hören. Und den Tonarm finde ich auch sehr gut.

Wenn man also heutzutage entweder nicht in der Lage ist einen alten Spieler zu warten (und das brauchen die Dual und Thorens auf jeden Fall) oder einfach keine Lust dazu hat, kann ich auf jeden Fall einen RP 3 empfehlen. Und mal ehrlich, optisch ist er den meisten alten schon überlegen. Und das Auge hört ja auch ein bisschen mit.

Carsten
Smoke_Screen
Inventar
#48 erstellt: 23. Sep 2017, 19:05

Hörbert (Beitrag #45) schrieb:

H.., ja, was Ausstattung und die technischen Werte (seinerzeit, ab Werk, -nicht die heutigen die sehr wohl irgendwo liegen können) der Geräte betrifft die aber heute bezüglich der Ausstattung (z.B. Automatik) gar nicht mehr verlangt werden


Naja,was bei mir so über den Schraubertisch an alten Plattenspielern gegangen ist hat kaum nennenswerte Abweichungen
von den Werte von anno dazumal gezeigt. Es sei denn es lag wirklich ein Defekt vor. Insofern kann ich nicht bestätigen das
die technischen Werte heute "irgendwo" liegen. Das trifft schlicht nicht zu. Und z.B. eine Semiautomatik oder wenigsten eine
Endabschaltung mit Luft hoch liegt sehr wohl im Wunschbereich vieler User modernen Gerätes. Wird aber schlicht aus Kosten-
gründen nicht geboten. Man will ja schließlich aus diesem gar so winzigen Nischengeschäft noch ein paar Thaler verdienen.
Lustig nur das seit Jahren jeder im Buisness versucht sich auch eine Scheibe von dem Microkuchen abzuschneiden. Vor allem
in der gehobenen Preisliga. Anscheinend gehört es zum guten Ton sich eine moderne Plattenspielerplastik in die Wohnlandschaft
zu stellen.

Wuhduh
Inventar
#49 erstellt: 23. Sep 2017, 21:03
Nabend !

Es ist eine üble Angewohnheit, so einen Thread und dessen Ersteller derartig " zuzutexten " und sich in den üblichen philosophischen Gedanken üppigst auszulassen.

Habt Ihr nichts besseres zu tun als über pupsige Gleichlaufschwankungen und andere Befindlichkeiten der REGA's zu schwatzen ?

Die Frage " Neue Nadel oder neues System ? " wurde nicht zielführend behandelt. Es wird auch kaum passieren, daß eine neuwertige 40er-Nadel zu einem moderaten Preis angeboten wird. Wer so eine Investition tätigt, legt heutezutage ordentlich Kohle hin und wird auch die Nadel mit sehr hoher Wahrschweinlichkeit abnudeln.

MfG,
Erik


[Beitrag von Wuhduh am 23. Sep 2017, 21:04 bearbeitet]
olik1602
Schaut ab und zu mal vorbei
#50 erstellt: 25. Sep 2017, 20:06
Guten Abend alle miteinander,.. Grado Prestige Gold ist heute gekommen. Haben sie auch gerade eingebaut. Muss evtl. noch etwas nachjustieren, ein paar stunden einspielen. Der erste eindruck ist aber super. So hab ich mir das vorgestellt. Schöne warme klänke oben rum nicht nervig, schöne tiefen. Super. Vielen dank für die empfehlung.

Allen einen schönen Abend.

olik1602
Schaut ab und zu mal vorbei
#51 erstellt: 25. Sep 2017, 22:37
kurze frage noch in die runde. Mir kommt es so vor als ob der TA etwas leiser spielt. Könnte mir jemand sagen ob z.B. ein Musical Fidelity V-90LPS Phono-Vorverstärker bei meinem Advance Acoustic ix 120 Verstärker klanglich etwas bringt?


https://advance-acoustic.com/en/archives/96-x-i120
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