Kaufberatung Dual 621

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DesmondTMB
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 04. Jan 2018, 05:59
Hey,

Ich moechte von einem Pioneer PL-990 auf einen gescheiten Plattenspieler upgraden. Ich habe einen Dual 621 auf Kleinanzeigen gefunden, ohne Preis er wollte ein Angebot. Ich habe jetzt mal 100 Euro geboten. Von dem was ich an anderen Angeboten gesehen habe ist das ein guter Preis. Wie viel wuerdet ihr sagen sollte ich maximal bieten? Er ist angeblich in sehr gutem Zustand und von den Bildern her sieht es auch so aus, aber nicht generalueberholt. Ich wuerde mir das Teil eh vor dem Kauf ansehen.

Ich sollte dann den Tonabnehmer wechseln, da ich fuer den original Tonabnehmer keine Nadeln mehr bekomme, richtig? Im Forum habe ich oft gelesen, dass das AT 95 empfohlen wurde. Ich moechte nicht zu viel Geld ausgeben, da ich im Moment auch alle anderen Teile meiner Stereoanlage austausche, aber ich will natuelich schon etwas gescheites kaufen.

Ich moechte den Plattenspieler an einem Technics SU-7700 und einem Kenwood KA-6100 betreiben. Die Musik die ich darueber hoere geht querbeet. Also Classic, Jazz, Rock, Punk, Elektro, Pop. Wirklich alles.

Bin ueber jede Hilfe und jeden Hinweis dankbar

Gruss
Desmond
Smoke_Screen
Inventar
#2 erstellt: 04. Jan 2018, 08:33
Wenn du den 621 für 100€ kriegst hast du Glück gehabt.
Meistens gehen die doch für etwas mehr weg,und manchmal auch für wesentlich mehr.
Originalersatznadeln für das DMS-242E sind mittlerweile selten und teuer. So teuer das
es sich nicht mehr lohnt.
Alternativ würde ich mich z.B. nach Technics SL-D2 oder SL-D202 umschauen. Das sind
gute Geräte und immer noch um 100€ zu haben.
Da würde ich Tonabnehmer wie z.B. Goldring Elektra oder Nagoaka MP-110 einsetzen.
Dann bist du mit nur wenig über über 200€ gut bedient.



[Beitrag von Smoke_Screen am 04. Jan 2018, 08:36 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#3 erstellt: 04. Jan 2018, 10:53
Falls der Tonabnehmer ausgetauscht werden müsste empfehle ich in der Unter-100-Euro-Klasse gerne das Acutex 410E, von dem ein italienischer Ebay-Händler noch Restbestände zum Daueraktionspreis offeriert:
http://www.ebay.it/i...5:g:At4AAOSwofxUej4q

In der Performance deutlich über dem AT95.

LG
Manuel
DesmondTMB
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 04. Jan 2018, 15:23
Ich kann den Dual 621 jetzt für 115 Euro bekommen.
Ich werde ihm mir definitiv noch anschauen, aber das ist ein guter Preis für ein gutes Gerät?

Gruß
Desmond
LJSilver
Inventar
#5 erstellt: 04. Jan 2018, 15:36
Also nen nicht restaurierten 6er für 100 Euro mit nicht mehr brauchbarer Nadel finde ich zuviel. Ich habe alle meine 6er für 20 bis 50 Euro bei Kleinanzeigen gekauft.

Nadel gibt es hier:
http://www.dual-dokt...dms-242--dms240.html
DesmondTMB
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 04. Jan 2018, 16:24
Ich weiss nicht ob die Nadel noch brauchbar ist oder nicht. Woran kann ich das erkennen, wenn ich vor Ort bin?

Unter dem Link gibt es das System mit Nadel zu kaufen, aber ich brauche ja nur die Nadel, oder irre ich mich da?

Jetzt habe ich unterschiedliche Meinungen gehoert zum Preis. Der Plattenspieler scheint aber in einem sehr guten Zustand zu sein. Keine Macken am Geraet oder Haube. Ist da 115 Euro nicht gerechtfertigt?

Wie viel kostet denn eine Restauration?

Gruss
Desmond
ParrotHH
Inventar
#7 erstellt: 04. Jan 2018, 16:30

DesmondTMB (Beitrag #4) schrieb:
Ich kann den Dual 621 jetzt für 115 Euro bekommen.
Ich werde ihm mir definitiv noch anschauen, aber das ist ein guter Preis für ein gutes Gerät?

Moin!

Gerade habe ich ein Déjà-vu. Schau mal diesen Thread an, da stand jemand an ziemlich genau dem Punkt, an dem Du jetzt stehst.

Wenn der Dreher der ist, der ohne Preis in 4xxx steht, halte ich den für eine ordentliche Wahl. Er sieht mir völlig unverbastelt aus, wahrscheinlich Originalzustand. Das wäre mir sehr recht, da ich weiß, wie man so ein Gerät dann behandeln muss. Du solltest Dich aber eben darauf einstellen, dass das Gerät kein Plug&Play ist, sondern wahrscheinlich einen neuen Steuerpimpel für die Automatik braucht, und auch mindestens die Entstörkondensatoren ("Knallfrösche") gewechselt werden sollten.

Kleinkram, der z. B. hier beschrieben wird.

Zum Preis habe im verlinkten Thread auch etwas geschrieben. Angesichts des Komforts und der grundsätzlichen Qualität halte ich es für irrelevant, ob der Dreher 50 oder 150 Euro kostet, solange die Basis intakt ist. Mit ein wenig Zuwendung hast Du damit nämlich ein Gerät, das es in dieser Ausstattung und dieser Qualität heutzutage auch für viel mehr Geld überhaupt nicht mehr zu kaufen gibt.

Parrot
ParrotHH
Inventar
#8 erstellt: 04. Jan 2018, 16:55

DesmondTMB (Beitrag #6) schrieb:
Ich weiss nicht ob die Nadel noch brauchbar ist oder nicht. Woran kann ich das erkennen, wenn ich vor Ort bin?

Unter dem Link gibt es das System mit Nadel zu kaufen, aber ich brauche ja nur die Nadel, oder irre ich mich da?

Ach so...

Am besagten Dreher hängt ein DMS 240. Wahrscheinlich auch im Originalzustand. Wenn man mit dem System weitermachen will, würde ich die Nadel einfach ersetzen. Dazu habe ich heute in einem anderen Thread bereits geschrieben:

Als adäquater Ersatz bietet sich m. E. die Nachbaunadel von Jico an. Die sollte von den Specs und der Qualität dicht am Original sein. Ich habe zwei Stück davon, damit spielt das DMS 240 ganz ordentlich, wenn man denn den Grundcharakter des Systems mag (da steckt halt ein Audio Technica drin...).

Mit billigeren Nachbaunadeln würde ich nicht anfangen, das m. E. macht keinen Spass.

Parrot
DesmondTMB
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 04. Jan 2018, 17:09
Hey Parrot.

Ich dachte mir aehnliches. Ich kaufe mir ja gerade einen alten Dual, weil ich glaube, dass das Teil mit richtiger Zuwendung hoffentlich auch noch die naechsten 40 Jahre uebersteht.
Der 721 soll ja noch eine Nummer robuster sein. Kostet aber leider das doppelte und das Geld habe ich zur Zeit einfach nicht (Wie gesagt kaufe zur Zeit auch noch nen Verstaerker, Tuner, Tape, CDP und LS).

Du hattest in dem Thread geschrieben, dass man auf den Anti-Resonator achten soll. Wie genau erkenne ich wenn es da ein Problem gibt? Worauf sollte ich sonst achten wenn ich mir das Teil ansehe?

Lohnt es sich mit dem System weiterzumachen und 70 Euro in die Nadel zu investieren? Wie lange haelt die Nadel dann und woran erkenne ich den Verschleiss der Nadel? Ich hoere schon recht viel Platte, die Nadel sollte also moeglichst lange halten.

Glaubst du als Laie bekomme ich die Restaurationen wie Steuerpimpel und Knallfrosch selber hin? Was wuerde es mich kosten einen Fachmann das Geraet warten zu lassen?

Gruss
Desmond
ParrotHH
Inventar
#10 erstellt: 04. Jan 2018, 17:36

DesmondTMB (Beitrag #9) schrieb:
Der 721 soll ja noch eine Nummer robuster sein. Kostet aber leider das doppelte und das Geld habe ich zur Zeit einfach nicht (Wie gesagt kaufe zur Zeit auch noch nen Verstaerker, Tuner, Tape, CDP und LS).

Ein 721 ist nicht nur robuster, sondern auch deutlich komplexer. Schönes Gerät, aber es kann viel viel mehr kaputtgehen oder verstellt sein und das bedeutet viel viel viel mehr Arbeit.

Du hattest in dem Thread geschrieben, dass man auf den Anti-Resonator achten soll. Wie genau erkenne ich wenn es da ein Problem gibt? Worauf sollte ich sonst achten wenn ich mir das Teil ansehe?

Der Anti-Resonator muss frei im Gehäuse des Gegengewichts schwingen. Wenn er nur leicht herunterhängt, ist das noch kein Problem, wenn er aber schon unten aufsetzt, dann bekommt man das Ding wahrscheinlich nicht mehr gerade, weil dann eher die Feder beim Zurückbiegen bricht.

Beim Ansehen würde ich den Fokus auf folgende Punkte legen:
  • Tonarm: lässt er sich einwandfrei ausbalancieren (Auflagegewicht und AS auf 0)? Ist das Lager einigermaßen frei von Spiel?
  • Antiskating: Tonarm darf bei ausblanciertem Tonarm (Auflagegewicht und AS auf 0) nicht oder nur leicht nach außen ziehen. Bei Erhöhung des AS dann umso stärker.
  • Motor: hält er die Drehzahl bei 33 und 45? Zur Prüfung muss die Strobolampe funktionieren...!
  • Automatik: funktioniert die Startautomatik (wahrscheinlich nicht), und die Rückführung am Ende der Platte?
  • Federung Subchassis: Sitzt das Chassis gerade und eben in der Zarge?


Lohnt es sich mit dem System weiterzumachen und 70 Euro in die Nadel zu investieren? Wie lange haelt die Nadel dann und woran erkenne ich den Verschleiss der Nadel? Ich hoere schon recht viel Platte, die Nadel sollte also moeglichst lange halten.

Kommt auf den Anspruch und den persönlichen Geschmack an. Ich persönlich mag die AT´s nicht sehr. Der Dual kann mit seinem sehr guten Tonarm auch sehr hochwertige Tonabnehmer führen. Aber warum nicht erst mal mit dem DMS anfangen.

Glaubst du als Laie bekomme ich die Restaurationen wie Steuerpimpel und Knallfrosch selber hin?

Ein gewisses handwerkliches Geschickt ist vonnöten. Mehr aber auch nicht. Wenn Du schon mal einen Lötkolben benutzt hast, sollte das kein Problem darstellen.

Was wuerde es mich kosten einen Fachmann das Geraet warten zu lassen?Desmond

Keine Ahnung, könnte teuer werden.

Das gute ist: hier und im Dual-Forum gibt es Fachmänner, die man fragen kann, und die evtl. auch persönlich zur Seite stehen.

Parrot
DesmondTMB
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 04. Jan 2018, 18:10

ParrotHH (Beitrag #10) schrieb:
Tonarm: lässt er sich einwandfrei ausbalancieren (Auflagegewicht und AS auf 0)? Ist das Lager einigermaßen frei von Spiel?

Heisst ich stell das Gewicht und AS auf 0 und dann soll der Arm vertikal frei schweben und hoechstens horizontal ein kleines bisschen nach Aussen gehen? Wenn ich das AS hochdrehe, dann mehr nach Aussen?

ParrotHH (Beitrag #10) schrieb:
Kommt auf den Anspruch und den persönlichen Geschmack an.

Mein Anspruch ist wohl nicht der groesste, aber ich will schon was gutes haben, deshalb steige ich ja von meinem Pioneer um.
Zum persoenlichen Geschmack kann ich nicht viel sagen, da werde ich wohl nicht drum rum kommen erstmal auszuprobieren. Ich habe bisher halt nur gehoert was auch immer auf meinem Pioneer drauf ist und habe da auch nie wirklich drueber nachgedacht. Weil ich immer die Laienvorstellung hatte alle Plattenspieler an der gleichen Anlage auch ziemlich gleich klingen und war mir der Unterschiede in den verschiedenen Tonabnehmern gar nicht bewusst bis ich hier ein wenig gelesen habe. Auch ist meine Anlage im Moment in allen Komponenten mies, ich kann da also garnicht sagen wer mir den Sound verhunzt. Da muss ich wohl ein bisschen Erfahrung sammeln.

ParrotHH (Beitrag #10) schrieb:
Ein gewisses handwerkliches Geschickt ist vonnöten. Mehr aber auch nicht. Wenn Du schon mal einen Lötkolben benutzt hast, sollte das kein Problem darstellen.

Mein Handwerkliches Geschick ist okay wuerde ich behaupten. Geloetet habe ich aber noch nicht Ich weiss auch nicht ob das innere meines neuen Duals dann der richtige Platz zum anfangen ist

Gruss
Desmond
DesmondTMB
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 04. Jan 2018, 18:43
Ich fahr da gleich hin. Wenn ich das Teil nehme muss ich es mit Bus und Bahn nach Hause karren. Kann mir jemand Tips zum Transport geben?
ParrotHH
Inventar
#13 erstellt: 04. Jan 2018, 18:46
Hallo!

  • Transportsicherungsschrauben "rausdrehen", also gegen den Uhrzeigersinn, bis sie sich nicht mehr leicht weiterdrehen lassen, und die Schrauben das Chassis nach unten in die Zarge drücken.
  • Tonarm fixieren, am besten noch ein Stück Taschentuch zwischen Arretierung in Tonarm, damit der Tonarm sich wirklich nicht bewegen kann.
  • Auflagegewicht auf Null stellen
  • Gegengewicht abnehmen
  • Anti-Resonator im Gegengewicht sichern (z.B. Q-Tips in den Spalt zwischen Hülle und Anti-Resonator schieben, oder ein Taschentuch)
  • Plattenteller abnehmen

Die Transportsicherungsschrauben sind die dicken mit dem Kreuzschlitz. Kann man kaum übersehen, eine links hinten, eine links vorne, eine rechts mitte.

Wenn der Plattenteller ab ist (wichtig!), das Gegengewicht entfernt (beides mit einem Handtuch in eine Tüte oder den Rucksack) und die Sicherungsschrauben angezogen, dann kann das Chassis mit Zarge eigentlich in beliebiger Haltung transportiert werden. Wahrscheinlich würde ich das auch in ein großes Handtuch einwickeln, und in eine entsprechend große Tüte packen. Haube würde ich ebenfalls separat transportieren.

Klingt nach einer Menge Tüten...

Aufpassen, dass beim Transport nichts und niemand an den Tonarm und die Lager stösst.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 04. Jan 2018, 18:51 bearbeitet]
DesmondTMB
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 04. Jan 2018, 19:06
Danke fuer die ganze Hilfe Parrot!

Ich verstehe alles soweit bis auf

ParrotHH (Beitrag #13) schrieb:
die Schrauben das Chassis nach unten in die Zarge drücken

ich denke mal es sollte 'des' heissen, aber ich verstehe trotzdem nicht was gemeint ist.

Kann ich das Gegengewicht einfach abziehen? Oder wie ist das fixiert?

ParrotHH (Beitrag #13) schrieb:
Klingt nach einer Menge Tüten...

Habe mir auch gleich nen Kumpel eingespannt als Entertainment und Packesel

Gruss
Desmond
ParrotHH
Inventar
#15 erstellt: 04. Jan 2018, 19:18
Ne, es heißt, dass die Schrauben das Chassis nach unten drücken, und so fixieren.
Du musst nix drücken, das genau erledigen die Schrauben, wenn man sie herausdreht.

Verstanden?

Parrot
DesmondTMB
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 04. Jan 2018, 19:29
Ahhh okay. Da stand ich auf dem Schlauch

Wenn du mir jetzt noch sagst wie ich das Gegengewicht abmache, fuehle ich mich top vorbereitet

Danke nochmal fuer die Muehe Parrot

Gruss Desmond
ParrotHH
Inventar
#17 erstellt: 04. Jan 2018, 19:35
Hallo!

Das Gegengewicht ist mit einer kleinen Rändelschraube am Tonarm fixiert (hier bei einem 721, sieht beim 621 nicht viel anders aus):

Dual 721 Antiresonator

Wenn man die löst, kannst Du das Gegengewicht nach hinten rausziehen.

Die muss man übrigens auch lösen, um den Tonarm auszubalancieren:
- Auflagekraft und AS auf Null stellen
- Dann das Gegengewicht bei gelöster Schraube soweit verschieben, bis der Arm einigermaßen ausbalanciert ist, also frei pendelt (Grobeinstellung)
- Über die Rändelschraube direkt am Gegengewicht die Feineinstellung vornehmen.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 04. Jan 2018, 19:37 bearbeitet]
DesmondTMB
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 05. Jan 2018, 01:16
Ich habe mir den Dual gekauft fuer 110 Euro. Vor Ort hat nach meiner laienhaften Begutachtung noch alles Funktioniert. Der Anti-Resonator war leicht nach unten gebogen, lag aber nicht auf. Der Arm lies sich balancieren, das anti-skating war gut. Das stoppen hat funktioniert, nur beim Starten hat er wie vermutet nur den Arm gehoben und gesenkt. Das liegt aber ja wohl am Steuerpimpel hat mich also nicht abgeschreckt. Die Geschwindigkeit konnte er auch halten.

Ich hab mir alle Muehe beim Transport gegeben, aber jetzt wo ich ihn zuhause habe laeuft es nicht mehr so rund.
Der Anti-Resonator liegt jetzt auf - trotz Transport mit Taschentuechern.
Die Geschwindigkeit haelt er auch nicht mehr. Entweder er laeuft recht konstant, aber nicht in der richtigen Geschwindigkeit (und dann habe ich auch das Gefuehl die Geschwindigkeit aendert sich nicht wenn ich von 33 auf 45 umschalte, aber da bin ich mir nicht sicher) oder er haelt die Geschwindigkeit kurz und wird dann langsam, zieht wieder an zur richtigen Geschwindigkeit und wird wieder langsamer. So in einem 2 Sekunden Takt. Dabei hat das Umstellen von 33 auf 45 auf jeden Fall einen Einfluss
Stoppen will er auch nicht mehr. Zieht nur den Arm hoch und setzt dann wieder ab.

Ich war so euphorisch auf dem Weg nach Hause und jetzt diese derbe Ernuechterung Entweder ich hab das Teil beim Transport zerstoert, oder ich haette laenger testen sollen beim Verkaeufer Der hatte das Teil ein Paar Jahre nicht in Benutzung.

Ich komm mir vor wie ein deprimierter Trottel
ad-mh
Inventar
#19 erstellt: 05. Jan 2018, 01:37
Moin,

das klingt halb so schlimm.
Einmal nach dem erfolgreichen Problelauf beim Verkäufer nach 10 Jahren Standzeit angeworfen und zu Hause hat es den Steuerpimpel dann entgültig zerlegt. Dann spinnt die Automatik und er setzt auf, ab, schaltet nicht ab und so weiter.
Bitte ignoriere erst einmal die Automatik und nutze den Spieler rein manuell.

Wenn er nun die auch die Geschwindigkeit nicht mehr hält, dann würde ich den Spieler ein paar Stunden benutzen und den Poti für die Geschwindigkeitsregelung "Pitch" gute 50x von Anschlag zu Anschlag drehen.

Wenn der Drehzahlfehler durch 5 Stunden Benutzung nicht weg ist, dann würde ich mir die Motorsteuerung vornehmen.

Die Kondensatoren sind zu tauschen.
Hier habe ich mal meinen Beitrag verlinkt, Beitrag 12 Bild 6.

http://www.dual-boar...ual-621-aufarbeiten/

Die Knallfrösche in Beitrag 12 Bild 3 sowie im Netzteil, Bild 4 müssen unbedingt getauscht werden, dazu der 2000er Kondensator (gelegentlich auch 2200) im Netzteil Bild 4.
Wenn der Fehler nicht beseitigt ist, wären die nächsten Kandidaten die roten Röderstein Elkos in Bild 6.

Der rosa Steuerpimpel von Olli62 aus dem Dual Board sollte PNP funktionieren. Saubermachen, tauschen, fertig.
Bitte verstelle die Mechanik unbedingt NICHT. Saubermachen, Pimpel tauschen und die Automatik sollte (fast) durchlaufen.

Kosten 5 Euro, ein bischen Recherche und Spaß am Hobby.

Viel Spaß dabei.

VG Andreas


[Beitrag von ad-mh am 05. Jan 2018, 01:45 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#20 erstellt: 05. Jan 2018, 01:44
Hallo!

Nun erst mal keine Panik! Geht ja erst los, da werden wir doch nicht schon aufgeben.

Kommen wir erst mal zur Geschwindigkeit. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Du bei der ganzen Transportiererei und Ein- und Auspacken, den Pitchregler verstellt hast. Wenn der die letzten Dekaden nie bewegt wurde, dann hast Du den Schleifer vielleicht nun auf eine Stelle geschoben, die über die Jahre korrodiert ist, und an der kein richtiger Kontakt mehr zustande kommt.

Dreh den Pitchregler ein paar mal vorsichtig hin- und her, und schau, ob er dann die Geschwindigkeit hält

Außerdem: lass die Automatik einmal mit verriegeltem Arm durchlaufen, damit die sich korrekt zurücksetzt.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 05. Jan 2018, 01:52 bearbeitet]
DesmondTMB
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 05. Jan 2018, 01:53
Danke das ihr mich da beruhigt.

ad-mh (Beitrag #19) schrieb:
Kosten 5 Euro, ein bischen Recherche und Spaß am Hobby.

Ich habe definitiv Spass daran an Geraeten rumzubasteln. Habe mein ThinkPad T400 Notebook auch schon bis auf das letzte Teil zerlegt gehabt um ein Teil zu wechseln. Ich habe aber noch nicht die Erfahrung und natuerlich muss man irgendwann anfangen zu lernen, aber ich hab echt Angst bei dem Dual noch mehr Schaden anzurichten.
Aber da muss ich wohl ins kalte Wasser springen.

Ich mache erstmal was ihr mir empfohlen habt und melde mich dann zurueck.


[Beitrag von DesmondTMB am 05. Jan 2018, 01:53 bearbeitet]
DesmondTMB
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 05. Jan 2018, 02:01
Der die obere Markierung fuer 45rpm und die 2. von unten fuer 33rpm bei 50Hz fuer die Geschwindigkeit sind aber schon richtig? Da steht ja nix dran (und in der Anleitung auch nicht) bei meinem Pioneer ist es aber so.
ad-mh
Inventar
#23 erstellt: 05. Jan 2018, 02:06
PN

Bitte verstelle erst einmal nichts an der Liftbank und an der Anhebung des Lifts. Das wird sonst hinterher etws fummelig.
45 = oben
33 1/3 = 2. von unten


[Beitrag von ad-mh am 05. Jan 2018, 02:11 bearbeitet]
DesmondTMB
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 05. Jan 2018, 02:10
Danke fuer den Hinweis. Ich habe nichts verstellt bisher, ausser das Gegengewicht, das anti-skating und die Auflagekraft. Ich werde auch nix verstellen, wenn mir nicht jemand vorher gesagt hat ich solle. Wenn man keine Ahnung hat sollte man sich auch ensprechend verhalten
DesmondTMB
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 05. Jan 2018, 02:53
Nach einer Stunde hat sich das Teil verabschiedet. Teller dreht nicht mehr und Lampe ist auch aus.
ParrotHH
Inventar
#26 erstellt: 05. Jan 2018, 18:54
Tja, Licht aus, Klappe zu ...
Wahrscheinlich der dicke Elko im Netzteil.

Don´t care, den hättest ohnehin besser ausgetauscht.
Jetzt weißt Du, warum.

Erstaunlich, die habe ich bei allen meinen Duals auch ausgetauscht, und anschließend durchgemessen. Die waren alle ausnahmslos noch innerhalb der Spezifikation!

Wie per PN bereits gesagt: ich stell Dir eine kleine Sammlung der unbedingt notwendigen Elkos und Knallfrösche zusammen, und auch ein paar für die Kür, wenn Du Lust und Zeit hast. Brief geht spätestens Montag raus.

Parrot
ad-mh
Inventar
#27 erstellt: 05. Jan 2018, 20:28
Moin,

das ist doch mal eine gute Nachricht. Der Test, das Gerät mal ein paar Stunden zu nutzen, hat doch ein genaues Ergebnis gebracht.
Es gab eh nur zwei Möglichkeiten. Entweder es ist das Poti oder aber die Elkos sind zumindest angeschlagen. Das hätte sich geben können oder aber auch nicht.
Ich tippe auch auf den dicken, gelben Elko (C55) 1000MFD 40V. Wenn es die Steuerplatine wäre, dann müsste das Strobo leuchten. Wenn alles aus ist, dann sollte es die Netzteilplatine sein. Da hatte ich dir oben bereits den Thread aus dem Board verlinkt. Der eine Knallfrosch ist im Netzteil direkt neben dem Dicken. Da must Du ohnehin "bei" (der weiße, mit .068J 400 beschriftete ist unproblematisch). Der andere Frosch ist im, mit KS-4 beschrifteten Kästchen (dazu gibt es auch ein Foto).

Wenn der Spieler lange gestanden hat, dann sind meiner (nicht allzugroßen) Erfahrung nach die Kondensatoren in schlechterem Zustand, als bei einem Gerät, welches durchgehend immer mal wieder genutzt wurde. Ich hatte schon beide Varianten.

Im Board gibt es m.E. einen Thread, in dem alle Kondensatoren mit Bestellnummern vom großen C und großen R aufgelistet waren.
Zumindest tauschen würde ich die beiden Frösche, den großen Gelben und die beiden roten Röderstein (C13 - ROE 47/25V) auf der Steuerplatine. Da wird viel Panik drum gemacht, dass sie Ärger machen. Ich hatte allerdings noch nie ein Problem damit.

VG Andreas


[Beitrag von ad-mh am 05. Jan 2018, 20:38 bearbeitet]
DesmondTMB
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 06. Jan 2018, 03:32
Ich warte dann jetzt erstmal auf die Teile die mir Parrot netterweise zuschickt.

Ich muss mir dann auch erstmal jemanden suchen der mit mir Loetet, ich habe das naemlich noch nie gemacht und moechte nicht ohne Erfahrung in dem Dual rumloeten. Das kann nur eine Sauerei geben. Glaub euch zwar, dass man bei den Teilen alles wieder hinbekommt, aber wohl nicht mehr, wenn ich eimal die ganze Elektronik zu einem Klumpen zusammengeloetet habe

Wenn es soweit ist und ich mich an das Teil ransetze, mache ich einen Thread im Dual Forum dazu auf.

Vielen Dank euch beiden fuer die Hilfe bisher

Gruss
Desmond
ParrotHH
Inventar
#29 erstellt: 06. Jan 2018, 16:50
Hallo Desmond!

Habe gestern Abend drei kleine Tütchen zusammengestellt:
  1. Muss: Entstörkondenstoren für Netzteilplatine und Schaltkasten, sowie der Elko für die Netzteilplatine
  2. Optional: Elkos für die Motorsteuerplatine (was ich da hatte: 2x47µF, 1x10µF, 1x220µF, 1x470µF)
  3. Steuerpimpel

Es ist alles in allem erstaunlich wenig Material, was man benötigt. Der A4-Umschlag (einen kleineren habe ich nicht gefunden) ist völlig oversized...
Bringe ich nachher zur Post.

An sich ist der Austausch der Kondensatoren kein schwieriges Unterfangen, aber klar: ich bin Sohn eines Radio- und Fernsehelektronikers, der mir schon im Vorschulalter einen Lötkolben in die Hand gedrückt hat.

Hoffen wir, dass der Trafo nichts abbekommen hat, das Ersatzteil passt nicht in einen Briefumschlag...

Parrot
ad-mh
Inventar
#30 erstellt: 06. Jan 2018, 16:54
Denke an die Sicherung.
Reiniman
Stammgast
#31 erstellt: 19. Mrz 2021, 18:53
Hmmm, das ganze liest sich so spannend wie ein Kriminalroman von Jerry Cotton.

Auch wenn das ganze schon eine Weile her ist, würde es mich interessieren was aus dem guten Stück wurde.
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