JVC QL-Y55F

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Staubsauger86
Neuling
#1 erstellt: 27. Mrz 2018, 18:13
Schönen guten Tag,
ich bin neu hier und habe natürlich direkt ein Anliegen. Ich habe einen alten DD Spieler von JVC. Das Modell ist ist ein QL-Y55F. Bisher lief er wunderbar und der Klang ist auch super. Er gehört ja auch zu den etwas besseren Spielern, was ich jetzt erfahren habe.
Das Problem ist, dass er nun von einem Tag auf den anderen den Geist aufgegeben hat. Normalerweise hat man ihn über die "Ready"-Taste eingeschaltet und einige Lämpchen leuchteten auf. Nun ist es so, dass er zwar noch über die "Ready"-Taste eingeschaltet werden kann, die Lämpchen bleiben jedoch aus, dafür fängt der Plattenteller sofort an zu drehen. Vorher musste man erst einmal auf "Play" drücken.
Habe jemanden hier bei mir in Düsseldorf aufgetan, der sich bereit erklärt hat, sich den Spieler man anzuschauen. Es handelt sich dabei um Hifi Knopf http://www.knopfhifi.de/ .
Wagt einer von euch eine Ferndiagnose? Ist es vielleicht ein gängiges Problem?
Was ist von dem Laden zu halten? Hat jemand vielleicht Erfahrungen?
Ich schätze mal, dass eine Reparatur auf jeden Fall lohnt, aber wie ist die Prognose?

Ich bin ein bisschen traurig, da ich sehr an dem Schallplattenspieler hänge, daher möchte ich ihn ungern jemanden in die Hände geben, der es eventuell noch schlimmer macht.

Ich danke euch und hoffe auf Anregungen.

Liebe Grüße aus Düsseldorf
das_t.
Inventar
#2 erstellt: 27. Mrz 2018, 18:33
hallo und herzlich willkommen.

ein fraglos sehr schöner plattenspieler, den du da hast. würde mich auch sehr traurig stimmen, wenn ich ihn besaesse und er dann nicht wollen würde. es gab eine ähnliche problemstellung hier schon einmal im forum, allerdings mit nur wenig antworten:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-9970.html

und die eine landete hier:

VE

vielleicht hilf es schon bzgl. des dreher-problems. zum händler kann ich als berliner nix beisteuern.
Staubsauger86
Neuling
#3 erstellt: 27. Mrz 2018, 20:09
Hallo, erst einmal besten Dank für deine Antwort und deine Mühe. Leider kenne ich beide Links bereits. Hat mir bisher nicht sehr geholfen, da ich von Elektronik nicht die größte Ahnung habe. Ich habe den Spieler heute morgen dennoch aufgeschraubt und habe gesehen, dass dort zwei Sicherungen verbaut sind (so wie man sie auch von Verstärkern kennt, kleines Glasrohr mit einem Metallfaden in der Mitte). Diese seinen mir allerdings unbeschädigt. Habe sie mal rausgenommen und die Kontakte gereinigt. Hat allerdings nichts gebracht. An einer "Diode" (glaube es ist eine) habe ich drum herum einen Schimmer entdeckt, scheint mir Ruß zu sein. Durchgebrannt ist sie allerdings augenscheinlich nicht.
Ich werde später oder morgen mal ein Foto machen.

Für weitere Anregungen bin ich natürlich dankbar
Yamahonkyo
Inventar
#4 erstellt: 28. Mrz 2018, 01:51
Hallo,

ich kann dir leider keine Tipps zur Reparatur geben.
Knopf in Düsseldorf kenne ich zwar auch nicht, aber ich kann die Firma TGE empfehlen. Die sind auf Reparaturen alter Geräte spezialisiert. Da habe ich mein BASF Tapedeck reparieren lassen - läuft wie neu.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 28. Mrz 2018, 01:55 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#5 erstellt: 28. Mrz 2018, 09:08

Staubsauger86 (Beitrag #1) schrieb:
Ich habe einen alten DD Spieler von JVC. Das Modell ist ist ein QL-Y55F. Bisher lief er wunderbar und der Klang ist auch super. Er gehört ja auch zu den etwas besseren Spielern, was ich jetzt erfahren habe.

Hallo!

Die DD-Laufwerke von JVC sind erst ziemlich spät in meinen Fokus gekommen. Die Marke hat hierzulande offenbar weder einen guten noch einen schlechten Ruf, sondern gar keinen. Ich habe seit kurzem den Vorgänger, den QL-Y5F, das ist der beste Plattenspieler, der mir bisher untergekommen ist. Der QL-Y55F sieht mit seinem Tonarm, der aussieht wie ein "Geschützturm" eine Ecke cooler aus, und ich halte auch immer ein wenig Ausschau nach einem Exemplar, das für mich in Frage käme, auch wenn ich gar nicht weiß, was ich damit noch alles anstellen soll. Die Wohnung steht auch so schon voll...


Das Problem ist, dass er nun von einem Tag auf den anderen den Geist aufgegeben hat. Normalerweise hat man ihn über die "Ready"-Taste eingeschaltet und einige Lämpchen leuchteten auf. Nun ist es so, dass er zwar noch über die "Ready"-Taste eingeschaltet werden kann, die Lämpchen bleiben jedoch aus, dafür fängt der Plattenteller sofort an zu drehen. Vorher musste man erst einmal auf "Play" drücken.

Wie es der Zufall so will, wurde gerade vorgestern über eine Kleinanzeige ein QL-Y55F ganz in Deiner Nähe angeboten, und auch recht schnell verkauft. Es handelte sich um eine "Baustelle" ohne Bodenabdeckung und Haube, die der Besitzer recht günstig einfach nur noch loswerden wollte. Die Elektronik funktionierte nicht mehr...

Ich habe mir die Fotos der Platine angesehen, und selbst mit dem kleinen Bild eine Ahnung davon bekommen, was das Gerät für ein Problem hat.

Bei den JVCs ist natürlich auch eine Spannungsregelung verbaut, mit der dann der ganze Rest der Elektronik versorgt wird. Beim QL-Y5F wird die Regelung über Leistungstransistoren gemacht, die aufgrund des Prinzips recht viel Abwärme erzeugen. Die genutzten Siebelkos stehen bei diesem Modell direkt am Kühlkörper, und bei meinem Exemplar waren die auch teilweise schon am Auslaufen.

So sieht die Platine des QL-Y5F aus, den Kühlkörper und die Elkos sind rechts:

JVC QL-Y5F

Wenn Du dir diesen Bildausschnitt ansiehst, dann erkennst Du, dass die Platine rund um die Elkos durch irgendwas verschmutzt ist. Das ist ausgelaufenes Elektrolyt.

Ausgelötet sahen die Dinger dann auch recht fertig aus, man kann auch sehen, dass Elektrolyt an der Seite heruntergelaufen ist:

JVC QL-Y5F

Das war nicht nur bei mir so, sondern auch bei einem anderen Forenmitglied, das kannst Du im Thread zum QL-Y5F (hinten) nachlesen.

Ich hatte die ganze Zeit die Vermutung, dass die Dinger durch die unmittelbare Nähe zu einer Wärmequelle vergleichsweise hoch belastet werden, und daher irgendwann sterben.

Warum erzähle ich Dir das alles?

Auf den Fotos des angebotenen QL-Y55F konnte man sehen, dass auch dort die großen Siebelkos (1.000µF/35V) ausgelaufen waren. Die Platine rund um die Stelle war voll mit dem Zeug. Daher scheint vielleicht gar nicht die Wärme an sich das Problem zu sein, beim QL-Y55F ist die Schaltung und die Positionierung nämlich anders, sondern die verwendeten Elkos an sich. Bei einem anderen Benutzer, der ebenfalls einen QL-Y5F hat, sind die Siebelkos nämlich völlig unauffällig, wenn man sich seine Fotos ansieht, wurden da aber andere Modelle verwendet.

Da die Spannungsversorgung aber "ganz vorne" ist, und alles andere davon abhängt, stabil und in richtiger Höhe mit Strom versorgt zu werden, wäre das für mich ein heißer Kandidat für eine (die) Fehlerquelle. Materialwert: 50 Cent pro Stück, wenn man die "besten" nimmt, die dann sicher die nächsten Jahrzehnte halten.

Daher schau Dir mal genau die entsprechende Stelle bei Deinem Gerät an, und mach davon ein Foto!

Parrot
ParrotHH
Inventar
#6 erstellt: 28. Mrz 2018, 10:47
Hallo!

Hier zur Verdeutlichung die Platine des QL-Y55F:

QL-Y55F

Schau Dir die fünf "dicken Dinger" rechts an (auf Bild klicken, dann auf "Vollbild"). Da sieht man dunkle Ränder auf der Platine um die Elkos herum. Wenn das bei Dir auch so aussieht, weißt Du, wo Du erst mal ansetzen musst!

Parrot
Staubsauger86
Neuling
#7 erstellt: 29. Mrz 2018, 16:31
Hallo Roland, danke für den Tipp. Werde mal Kontakt herstellen.

Hallo Parrot, vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag. Du machst mir Hoffnung. Habe mal nachgeguckt, offensichtlich sind bei mir auch die Elkos ausgelaufen.
IMG_20180328_121811_286

Die Diode (oder was das auch immer ist) sieht so aus:
IMG_20180328_121908_114
Weiß nicht genau, woher der Schimmer/Ruß her kommt...

Hier mal ein Bild des Spielers:
IMG_20180328_113954_504

Vielen vielen Dank für eure Hilfe. Liebe Grüße aus Düsseldorf
ParrotHH
Inventar
#8 erstellt: 29. Mrz 2018, 17:05

Staubsauger86 (Beitrag #7) schrieb:
Die Diode (oder was das auch immer ist) sieht so aus:
IMG_20180328_121908_114
Weiß nicht genau, woher der Schimmer/Ruß her kommt...

Welches Bauteil meinst Du?

Den Widerstand R944 (das grüne Ding mit farbigen Ringen und den 2 Beinen)?
Oder den Spannungsregler IC815 (das schwarze Ding mit den 10 Beinen)?

Der Widerstand bzw. die zugehörige Fläche auf der Platine ist wahrscheinlich deshalb angelaufen/dreckig, weil er in dieser Schaltung die Funktion hat, eine vergleichsweise große Menge Strom zu "vernichten". Dabei entsteht zwangsläufig Wärme. Und da wo es auf der Platine warm wird, sammelt sich auch mehr Staub an, und die Anschlussdrähte der Bauteile laufen an.

Aus diesem Grund ist der Widerstand hier auch nicht direkt auf die Platine gelötet, sondern etwas "hochbeinig". So bekommt er mehr Luft.

Die Elkos sehen jedenfalls ziemlich fertig aus...!


Frage in die Elektronikerrunde: könnte ein defekter Spannungsregler die eigentliche Ursache sein, und die defekten Elkos nur das Symptom?
Dann wäre es sinnvoll, auch den (STK5416) auszutauschen!


Hier mal ein Bild des Spielers:
IMG_20180328_113954_504


Ein schönes Gerät!

Hast Du auch noch das Zubehör in Form des S-förmigen Tonarms und der dazugehörigen Ausgleichsgewichte?

Parrot
.JC.
Inventar
#9 erstellt: 29. Mrz 2018, 17:34
Hi,


Staubsauger86 (Beitrag #7) schrieb:
.. offensichtlich sind bei mir auch die Elkos ausgelaufen.


definitiv.


ParrotHH (Beitrag #8) schrieb:
Frage in die Elektronikerrunde: könnte ein defekter Spannungsregler die eigentliche Ursache sein, und die defekten Elkos nur das Symptom?


so kannst Du das nicht betrachten.
Das Ganze ist ja ein System und wenn davon etwas kaputt geht, wie eben die SiebElkos oder der Spannungsregler,
dann werden die nach (davor) liegenden Teile (ggf.) auch beschädigt.

Die Elkos muss man ohnehin ersetzen, dann kann man auch probieren, ob es wieder funktioniert.
Wenn nicht, muss man anfangen zu messen und dafür braucht man halt die Unterlagen.
(oder bestellt blind den Spannungsregler)


[Beitrag von .JC. am 29. Mrz 2018, 17:38 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#10 erstellt: 29. Mrz 2018, 17:55
Mein Gedankengang war natürlich so herum Blödsinn.

Die ausgelaufenen Siebelkos sind ja hinter der Gleichrichtung, und vor dem Spannungsregler. Somit könnten die defekten Elkos eher den Spannungsregler in Mitleidenschaft gezogen haben, als andersherum.

Und da die gleichgerichtete Wechselspannung, die an den Elkos anliegt, naturgemäß einen erhöhten Ripplestrom aufweist, es ist ja nur der "umgeklappte Sinus", werden natürlich genau diese erhöht belastet, und machen als erste die Biege.

Richtig?

Parrot
Staubsauger86
Neuling
#11 erstellt: 29. Mrz 2018, 18:02
Hallo Parrot,

ich meinte das "das grüne Ding mit farbigen Ringen und den 2 Beinen"
Aber deiner Schilderung nach, brauche ich mir da ja dann keine Gedanken zu machen. Das von dir angesprochene Zubehör habe ich leider nicht. Man will es nicht glauben, aber den Plattenspieler habe ich mal geschenkt bekommen (vor 15 Jahren oder so). So wie er da steht, mit dem Elac esg 796 Tonabnehmer.
Da habe ich nicht groß nachgefragt
Den S-förmigen Arm hätte ich allerdings auch ganz gerne. Wird aber wahrscheinlich nicht mehr dazu kommen.

Vielen Dank auch an alle anderen, die sich hier beteiligen. Ich werde dann mal jemanden aufsuchen, der mir die Elkos wechselt (traue ich mir selbst nicht zu). Solle doch dann nicht all zu teuer werden oder?
ParrotHH
Inventar
#12 erstellt: 29. Mrz 2018, 18:14
Hallo Staubsauger!

Bei so einem Geschenk sach ich einfach mal: Lucky you!

An Deiner Stelle würde ich im Bekanntenkreis fragen, wer einen Lötkolben besitzt, und einigermaßen weiß, wo da vorne und hinten ist. So schwierig ist der Austausch dieser Bauteile nämlich wirklich nicht.

Das Service-Handbuch findest Du bei vinylengine, eine Anmeldung ist erforderlich, unkritisch und angeraten! Darinnen findest Du auch die Liste der Elkos und die Schaltung. Fürs erste wird es wahrscheinlich ausreichen, die 5 großen Elkos (1.000µF / 35V) zu ersetzen (und die Platine an der Stelle vor dem Einlöten der neuen Teile vorsichtig zu säuberm). Bei meinem QL-Y5F habe ich dafür diese hier genommen.

Da die Versandkosten bei Reichelt bei dieser Art Bestellung meist höher sind als die Materialkosten, packe ich dann zusätzlich immer noch alle möglichen Ersatz-Bauteile mit in den Warenkorb, die ebenfalls potentielle Tauschkandidaten sind. Da müsste ich dann nochmal genauer schauen, komme ich aber jetzt nicht zu.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 29. Mrz 2018, 18:15 bearbeitet]
HD-MASTER
Stammgast
#13 erstellt: 02. Apr 2018, 10:46

ParrotHH (Beitrag #8) schrieb:


Hast Du auch noch das Zubehör in Form des S-förmigen Tonarms und der dazugehörigen Ausgleichsgewichte?

Parrot


Das sind die Zubehörteile-Auf dem geraden Arm ist ein JVC -MC 200E

DSC02681

Tonarm

DSC02684


[Beitrag von HD-MASTER am 02. Apr 2018, 12:27 bearbeitet]
walo
Stammgast
#14 erstellt: 09. Apr 2018, 12:25
Das Problem ist wie ich es sehe das der Trafo und die dazugehörigen Bauteile immer unter Spannung stehen sobald der Plattenspieler
am Netz hängt. Das Ein-Ausschalten geschieht auf elektronischem Weg vermutlich nach dem Gleichrichter.
Deshalb habe ich den Primär Trafo Anschluss auf 240Volt um gelötet damit die Bauteile weniger belastet werden.

Gruss

Walter
WBC
Inventar
#15 erstellt: 09. Apr 2018, 12:36
Dito - desweiteren wird bei mir nach Gebrauch alles durch die abgeschaltete Steckerleiste vom Netz genommen - somit kein Problem mehr...
walo
Stammgast
#16 erstellt: 09. Apr 2018, 14:06
Vorsorge ist besser als Heilen
WBC
Inventar
#17 erstellt: 10. Apr 2018, 13:32
So sehe ich das auch...
#Rufus#
Neuling
#18 erstellt: 26. Apr 2018, 23:07
Hallo, liebe HIFI-Freunde,

ich bin derjenige, der den Elektronik-Schrott gekauft hat, von dem hier schon die Rede war.

Der JVC QL-Y55F hat mich fasziniert und ich dachte, auch mit den Problemen, die dieses defekte Dreher offensichtlich hat, das kann ruhig ein längeres Projekt werden. Wird es auch!

Ich habe die Elkos ausgetauscht. Sie sahen exakt so aus, wie oben von ParrotHH gezeigt. Ausgelaufen!

Defekte Elkos

Nachdem ich sie ausgetauscht habe, kommt jetzt das Schadensbild von Staubsauger86 zum Vorschein. Vorher war der Dreher platt. Keinen Muxer! Jetzt fängt der Plattenteller an zu drehen, wenn ich die "ready" Taste betätige. D.h. der D823 Gleichrichter funktioniert. Sonst geht nichts, keine Lampe, keine Anzeige, keine Reaktion!

Die Service-Unterlagen habe ich schon. Ich werde jetzt Punkt für Punkt die einzelnen Testfälle durchgehen. Der Spannungsregler STK5416 ist sicher ein heißer Kandidat für einen Austausch. Ich habe bereits einen Lieferanten in China über Alibaba gefunden. Kosten 10$ pro Stück und 20.90$ Porto und mit DHL sind die Teile in 3-7 Tagen hier.

Frage an Staubsauger86: Hast Du neue Informationen über den Zustand Deines JVCs?

Frage an Alle: Wer braucht noch einen STG5416? Ich würde mehrere bestellen und Euch zukommen lassen. Für mich ordere ich auf jeden Fall 2!

Frage: Wo bekomme ich eine Haube her für den Y55F? Gibt es jemanden, der eine abgeben könnte? Oder kann man von einem anderen Plattenspieler eine passende Haube finden?

Frage: Wo bekommen ich den Mikrocontroller VC4054 her?

Ich freue mich von Euch zu hören! Tolles Forum!

Gruß,
Rufus
HD-MASTER
Stammgast
#19 erstellt: 27. Apr 2018, 16:49

#Rufus# (Beitrag #18) schrieb:


Frage: Wo bekomme ich eine Haube her für den Y55F?

Gruß,
Rufus


Eine Möglichkeit
ParrotHH
Inventar
#20 erstellt: 16. Jul 2018, 11:24
Hallo!

Ich habe jetzt auch einen

JVC QL-Y55F

Wichtig war mir: mit beiden Tonarmen und dem zum S-Arm gehörigen Zusatzgewicht.
Auf den ersten Blick funktioniert alles. Das ist schonmal mehr als die halbe Miete!

Eine erste Sichtkontrolle der Innereien ergab zunächst das übliche an notwendigen Wartungsarbeiten.
Die Elkos der Stromversorgung sehen übel aus und müssen drignend geatuscht werden:

JVC QL-Y55F

Wirklich erstaunlich, dass das so viele der alten JVC´s betrifft. Und noch erstaunlicher finde ich, dass man in praktisch keinem der Threads in den gängigen Foren dazu Hinweise findet. Dabei ist es doch so offensichtlich und so einfach zu beheben. Ich will gar nicht wissen, wieviele dieser wirklich grandiosen Geräte aufgrund solcher eigentlich trivialer Defekte verschrottet wurden, und dann - mit Pech - durch einen "modernen Rega/Pro-Ject" ersetzt wurden...

Ich kann die Verkäufer praktisch reden hören: "So ein altes Gerät zu reparieren, lohnt sich nicht. Die Technik hat sich ja auch weiterentwickelt, kaufen Sie sich besser einen aktuellen HierNameFürAktuellesPeinlichGerät."

Dabei beträgt der Materialwert der notwendigen Ersatzteile: max. 3 Euro zzgl. Versand.

Was man auf dem Foto nicht gut sieht: links neben den Elkos ist eine der Schrauben, mit denen die Platine in der Zarge festgeschraubt ist. Die ist völlig korrodiert und angerostet. Alle anderen Schrauben sind dagegen noch blitzblank. Da war es in der Vergangenheit also offenbar heiß und fettig...

Wenn ich das richtig überblicke, hat auch der Trafo des QL-Y55F eine Wicklung für 240V. Da werde ich dann im Anschlusskasten die Kabel entsprechend umlöten, wobei die offenbar mit Hülsen versehen sind, die dann noch mit dem Anschlusspin verlötet sind. Bin mal gespannt, ob man das ordentlich gelöst bekommt.

Seit ich meinen QL-Y5F auf 240V umgestellt habe (da ging das einfach per Schalter), scheint der sich termisch jedenfalls etwas beruhigt zu haben.

Dann sind noch die Aufhängungsgummis des Trafos über die Jahre hart und spröde geworden. Ich werde mit neue schnitzen, dank des Benutzers Jenschel weiß ich auch wie. Er hatte das dankenswerterweise im Thread zum QL-Y5F sehr schön beschrieben.

Na ja, und dann schaun wir mal. Es gibt noch ein paar Spannungen, die man laut Service-Manual einstellen kann, und die Potis werde ich auch mal spülen.

Die Haube wird eine kleine Herausforderung. Etwas milchig durch viele kleine Wischspuren, zwei etwas tiefere Kratzer. Habe ich zwar überhaupt keinen Bock drauf, aber weil das Schätzchen im Wohnzimmer seinen Platz finden wird - wahrscheinlich muss mein alter Thorens TD 320 MK II weichen - soll das ordentlich aussehen.

Parrot
#Rufus#
Neuling
#21 erstellt: 16. Jul 2018, 12:03
Hallo, ParrotHH,

"Auf den ersten Blick funktioniert alles." Soll das heißen, die ausgelaufenen ELKOs haben gar keinen Einfluß auf die Funktionen? Bewegt sich der Arm? Tarriert er sich aus? Leuchten alle Lampen? Dreht der Motor? :-)

Gruß,
Ralph

PS: Noch im Besitz eines "defekten" JVC QL-Y55F
ParrotHH
Inventar
#22 erstellt: 16. Jul 2018, 12:42

#Rufus# (Beitrag #21) schrieb:
die ausgelaufenen ELKOs haben gar keinen Einfluß auf die Funktionen?

Noch (!) nicht.

Das war bei meinem JVC QL-Y5F ja auch so. Und nicht nur bei meinem.
Die beim QL-Y5F ausgelöteten Elkos lagen ja sogar von der gemessenen Kapazität innerhalb der Spezifikation.

Das muss man sich - mein Laienwissen, ich bitte ggf. um fachliche Korrektur - so vorstellen: Das ausgelaufene (oder, bei anderen Typen: verdunstete oder getrocknete) Elektrolyt hat einerseits eine kapazitätsmindernde Wirkung. Auf der anderen Seite kommen dadurch die Wicklungen im Kondensator dichter zusammen, was eine kapazitätssteigernde Wirkung hat.

Beide Effekte gleichen sich also ansatzweise aus.

Bis irgendwann die Menge des Elektrolyts so gering wird, dass ein Kurzschluss entsteht.
Und dann haste halt wirklich Scheiße am Fuss, weil das mit Pech dann gleich andere Bauteile mit in den Abgrund reißt.

Davor wird es für die Elektronik im Gerät langsam immer schwieriger, ihrer Funktion gerecht zu werden, denn die Versorgungsspannung wird nach und nach immer instabiler. Jedenfalls stelle ich es mir schwierig vor, eine so empfindliche Tonarmregelung ohne Nebeneffekte zu betreiben, wenn man keine stabile Referenzspannungen mehr hat.


Bewegt sich der Arm?

Ja!

Tarriert er sich aus?

Ja!

Leuchten alle Lampen?

Ja!

Dreht der Motor? :-)

Ja!

Kurz gesagt: er "funktioniert".
Deshalb sagte ich ja: mehr als die halbe Miete!

Noch im Besitz eines "defekten" JVC QL-Y55F


Schade!

Ich werde meine Erkenntnisse und Arbeiten hier so gut es geht dokumentieren. Leider bin ich beim Basteln immer etwas fotofaul. Dafür aber geschwätzig. Vielleicht finden wir ja noch was, was Deinem Exemplar auf die Sprünge hilft.

Parrot
(ich heiße übrigens auch: Ralph)


[Beitrag von ParrotHH am 16. Jul 2018, 13:00 bearbeitet]
akem
Inventar
#23 erstellt: 16. Jul 2018, 15:22
Du weißt aber schon, daß diese Siffe um die Elkos herum kein ausgelaufenes Elektrolyt ist sondern schnöder Klebstoff...
Dicke Elkos haben nur kurze Beinchen, die man nach dem Bestücken nicht umbiegen kann, um den Elko gegen Herausfallen zu sichern. Dreht man die Platine also zum Löten um, kann der Elko wieder herausfallen oder zumindest sitzt er beim Löten nicht auf der Platine auf (was dann wiederum mit der Bauhöhe der Platine an dieser Stelle problematisch werden kann). Außerdem haben Goldohren herausgefunden, daß ein festgeklebter Kondensator weniger mikrophonieanfällig ist und es dadurch besser klingt...
Daher denke ich eher nicht, daß die Elkos wirklich defekt sind. Defekte Elkos dieser Größe merkt man in der Regel eigentlich als erstes an einem zu hohen Einschaltstrom, was die Sicherung ansprechen läßt. Selbst dann gilt noch: läuft das Gerät noch, dann läuft es. Man sollte dann halt nur nicht auf die Idee kommen, eine stärkere Sicherung einzusetzen...

Gruß
Andreas
ParrotHH
Inventar
#24 erstellt: 16. Jul 2018, 16:05

akem (Beitrag #23) schrieb:
Du weißt aber schon, daß diese Siffe um die Elkos herum kein ausgelaufenes Elektrolyt ist sondern schnöder Klebstoff...

Das Thema hatten wir ja schon beim QL-Y5F...

Ist dann aber schon ein merkwürdiger Klebstoff, der

  • an den Seiten der Elkos runterläuft, und teils auf die Bodenplatte tropft,
  • gar nicht klebt (bei meinem QL-Y5F mir fielen die Elkos nach dem Ablöten einfach raus),
  • bei manchen Geräten gleichen Typs aber anderen genutzten Elko-Varianten dann gar nicht genutzt wird.


Abseits davon hat ja auch hier im Thread Benutzer #Rufus# durch Wechsel genau dieser Bauteile einen klinisch toten QL-Y55F zumindest bis ins Wachkoma befördert.

Hast Du dir das Bild mit der verrotteten Schraube mal angesehen, also diesen Ausschnitt? Kann man zumindest ansatzweise erkennen, habe ich erst nach dem Fotografieren entdeckt. Kannst Du mir erklären, wie eine Schraube so den Bach runtergeht? Meine Theorie wäre eben, dass die Schraube nach und nach durch die Wärme der stark belasteten Elkos und die Feuchtigkeit des ausgetretenen Elektrolyts so mitgenommen wurde.

Ein Kleber, der kurz nach der Montage trocknet, bekommt das m. E. nicht hin!
Wie gesagt: alle anderen Schrauben sind blitzblank, wie neu. Und sind nur ein paar Zentimeter entfernt.

Und warum sollte man ausgerechnet die einzigen Bauteile, die man aufgrund ihrer Größe wirklich leicht mit der Hand findet und beim Löten festhalten kann, festkleben, während man den ganzen Kleinkram, den man kaum mit den Fingern findet, der aber genauso leicht bei umgedrehter Platine herausfällt (und bei denen die Beinchen auch alle gerade gesteckt sind), dann nicht...?

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 16. Jul 2018, 17:22 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#25 erstellt: 16. Jul 2018, 18:19
Ergänzend:

Beim Aufbereiten von alten Endstufen hatte ich bereits den Effekt, dass Endstufentransistoren sehr sehr warm wurden, auch kanalungleich, obwohl sie eigentlich gar nichts zu tun hatten, also gar kein Signal anlag. Wahrscheinlich hätte man es sogar leicht messen können, z. B. über einen Gleichstromanteil am Ausgang, oder über den erhöhten Ruhestrom, und festgestellt, dass man ihn nicht in den Sollbereich stellen kann.

Nach Austausch der Koppelkondensatoren war dieser Effekt jedenfalls verschwunden.
Die alten Elkos aber waren äußerlich tadellos, und die Kapazität war im Toleranzbereich.

Meine Erklärung: erhöhte Leckströme durch Alterung, also z. B. durch Austrocknung oder Verdunstung des Elektrolyts.

Seitdem fackel ich da nicht mehr lange rum. Insbesondere an Stellen, wo es dann noch ungewöhnlich warm wird, tausche ich die Teile ungefragt aus, erst recht, wenn sie schon optisch suspekt erscheinen. Klar könnte man das sicher irgendwie messen (könnte sogar sein, dass das eines meiner Messgeräte kann), aber was soll der Scheiß? Dazu muss man die Dinger ohnehin erst auslöten, sie durch die Hitze des Lötkolbens zusätzlich belasten, dann messen und wieder einlöten. Damit sie dann in zwei Jahren ableben und dabei Teile zerstören, die nicht oder nur sehr schwer zu ersetzen sind...?

Ne, mach ich nicht! Da kommen neue rein, selbst in hochwertiger Qualität kosten die fast nix, und damit habe ich auf Jahrzehnte an der Baustelle Ruhe.


Und wie immer die - dringende! - Bitte: bei fachlich falschen oder windigen Aussagen, bitte ich, mich entsprechend zu korrigieren. Obwohl Sohn eines Radio- und Fernsehelektronikers und selbst Amateurfunker mit der alten C-Lizenz in Elektronik nicht völlig unbedarft, bin ich doch nur ein Laie, der aber danach dürstet, von Menschen zu lernen, die mehr wissen, als er selbst!

Parrot
akem
Inventar
#26 erstellt: 16. Jul 2018, 21:43

ParrotHH (Beitrag #24) schrieb:

Ist dann aber schon ein merkwürdiger Klebstoff, der

  • an den Seiten der Elkos runterläuft, und teils auf die Bodenplatte tropft,
  • gar nicht klebt (bei meinem QL-Y5F mir fielen die Elkos nach dem Ablöten einfach raus),
  • bei manchen Geräten gleichen Typs aber anderen genutzten Elko-Varianten dann gar nicht genutzt wird.


Hast Du dir das Bild mit der verrotteten Schraube mal angesehen, also diesen Ausschnitt?

Und warum sollte man ausgerechnet die einzigen Bauteile, die man aufgrund ihrer Größe wirklich leicht mit der Hand findet und beim Löten festhalten kann, festkleben, während man den ganzen Kleinkram, den man kaum mit den Fingern findet, der aber genauso leicht bei umgedrehter Platine herausfällt (und bei denen die Beinchen auch alle gerade gesteckt sind), dann nicht...?

Moin Parrot,

  • an den Seiten der Elkos runterläuft, und teils auf die Bodenplatte tropft, --> Naja, was glaubst Du, wie sowas in der Industrie / Massenproduktion aufgebracht wird?
  • gar nicht klebt (bei meinem QL-Y5F mir fielen die Elkos nach dem Ablöten einfach raus), --> Was nach so vielen Jahren kein Wunder ist - jeder Kleber ist irgendwann so ausgtrocknet, daß er hart ist.
  • bei manchen Geräten gleichen Typs aber anderen genutzten Elko-Varianten dann gar nicht genutzt wird --> Vielleicht haben diese Elkos Beinchen nach dem Snap-In-Prinzip? Dann halten sie von alleine weil sie in den Platinenbohrungen einrasten.

    Auf dem Bild kann ich offen gestanden überhaupt nichts erkennen. Ich meine den roten "Ortofon-Punkt" auf einer OM-Nadel zu erkennen...

    Die meisten bedrahteten Bauteile haben so lange Anschlußdrähte, daß man sie auf der anderen Seite der Platine nach dem Durchstecken problemlos umbiegen kann und damit das Bauteil gegen Herausfallen sichern kann.
    Ehrlich gesagt beschleicht mich der Verdacht, daß Du eine etwas - äh - "romantische" Vorstellung von der industriellen Fertigung hast... Da wird nicht jedes Bauteil einzeln eingesteckt und direkt verlötet. Da sitzt jemand dran, der einen gewissen Vorrat an Bauteilen hat und er bestückt einen gewissen Teil der Platine. Dann geht die Platine ab zum nächsten Arbeiter... also reichlich Gelegenheit für Bauteile, da wieder rauszufallen... (heute machen das ja zu über 95% Automaten - die gab es damals aber noch nicht).

    Gruß
    Andreas
  • ParrotHH
    Inventar
    #27 erstellt: 17. Jul 2018, 10:06

    akem (Beitrag #26) schrieb:
    Auf dem Bild kann ich offen gestanden überhaupt nichts erkennen. Ich meine den roten "Ortofon-Punkt" auf einer OM-Nadel zu erkennen...

    Knapp daneben...

    Es handelt sich um einen Bildausschnitt aus diesem Bild her:

    JVC QL-Y55F

    Klicke mal drauf, dann kommst Du in die Galerie. Wenn du dann mit der Maus auf dem Bild bist, erscheint ein weißer Rahmen, das ist der besagte Ausschnitt, und da solltest Du dann den völlig verotteten Schraubenkopf erkennen.

    Wir werden es ja demnächst sehen.

    Ich werde vor dem Auslöten der Elkos ein paar Temperaturmessungen machen, und anschließend die ausgelöteten Elkos durchmessen. Mal schauen, was mein Fricklergerätepark so hergibt. Ich habe hier noch einen "Bauteile-Tester", das Ding basiert auf diesem Konzept, vielleicht wirft mir das ja ein paar interessante Werte aus.


    Die meisten bedrahteten Bauteile haben so lange Anschlußdrähte, daß man sie auf der anderen Seite der Platine nach dem Durchstecken problemlos umbiegen kann und damit das Bauteil gegen Herausfallen sichern kann.

    Du kannst davon ausgehen, dass mir das durchaus bekannt ist. Ich löte ja nicht erst seit gestern an Geräten herum. Das hat mir mein Vater schon im Vorschulalter beigebracht, der seinerzeit eigene Amateurfungeräte entwickelt und gebaut hat. Da er in der Prüfabteilung eines großen Computerkonzerns gearbeitet hat, konnte er dabei auch auf entsprechende Gerätschaften zurückgreifen.

    Meine allererste Amtshandlung bei neuen Elektronikgeräten war von kleinauf eigentlich immer, erst mal den Garantieanspruch durch Aufschrauben zu verwirken, weil mich immer schon interessiert hat, was hinter der Fassade steckt.

    Ich habe auch schon ältere Geräte bei mir auf dem Basteltisch gehabt, da waren alle Anschlussdrähte nicht nur leicht umgebogen, sondern fast mit Gewalt platt auf die Leiterplatte gedrückt, und oft noch überlappend mit den Anschlussdrähten von Nachbarbauteilen. Die Geräte hätten mit Glück sogar ganz ohne weitere Verlötung funktioniert... Da etwas auszulöten ist dann echte Arbeit.

    Zumindest bei meinem JVC QL-Y5F war aber gar kein Anschlussdraht auch nur irgendwie gebogen, sondern alles ganz gerade. Da ist dann die Verlötung m. E. natürlich nicht manuell, sondern maschinell am Stück und aufrecht in eimem Lötbad erfolgt. Aber ich sehe mir das dann nochmal genauer an, wenn ich in HH bin, und die Kiste "bearbeite".

    Ehrlich gesagt beschleicht mich der Verdacht, daß Du eine etwas - äh - "romantische" Vorstellung von der industriellen Fertigung hast...

    Den Verdacht kannst Du streichen.

    Parrot
    ParrotHH
    Inventar
    #28 erstellt: 24. Jul 2018, 11:47
    So, mal ein kleines Update:

    Ich habe den QL-Y55F nun in mein Wohnzimmer verfrachtet, wo der riesige Trumm nun auf dem TV-Board steht:

    JVC QL-Y55F

    Ich hatte da zuvor einen Technics SL-1210 MK II "geparkt" (war nicht angeschlossen). Der sah da recht organisch aus, der JVC ist dagegen schon ein Klotz! Zudem ist er soooo hoch, das ich die Haube abnehmen muss.

    Na ja, er spielt erst mal.

    Was mir auffällt: der QL-Y55F ist extrem anfällig beim Klopfen gegen das Gehäuse. Mein anderer JVC, der Vorgäner QL-Y5F, ist dagegen völlig (!) unempfindlich gegen derlei Erschütterungen.

    Abseits der Frage, wie relevant das in meiner Praxis ist, es stört micht! Und ich frage mich, woran es liegt. Beim QL-Y5F habe ich die verhärteten Hutelemente aus Gummi in den Gerätefüßen erneuert. Beim QL-Y55F ist das anders kosntruiert, dort sind die Gummidämpfer in der Zarge selbst, die Füsse sind starr und werden auf die Dämpfer geschraubt. Die Gummis selbst sind elastisch und weisen keinerlei Beschädigungen auf.

    What´s wrong?
    Ist das einfach schlecht gemacht?

    Wie sieht das bei den anderen Besitzern aus?

    Parrot
    ParrotHH
    Inventar
    #29 erstellt: 26. Jul 2018, 19:59
    Hallo, liebes QL-Y55F-Tagebuch,

    im Thread zum JVC QL-Y5F hatte Benutzer Jenschel dankenswerterweise beschrieben, wie er u. a. die verhärteten Dämpfer für die Trafoaufhängung erneuert hat. Bei meinem QL-Y5F waren die komischerweise noch wie neu.

    In meinem QL-Y55F allerdings waren sie hart und spröde. Von den Abmessungen sind die Elemente mit denen im QL-Y5F identisch. Daher klaue ich mir einfach mal Jenschels Bild:

     Trafo Aufhängung Zeichnung

    Er hatte sich neue aus einem Kniekissen für den Garten geschnitzt. So ein ähnliches hatte ich mir auch mal besorgt, und damit dann etwas zurechtgeschnitten, was der Form der Dämpferelemente irgendwie nahe kommt. Einen Tag nach dem Einbau habe ich die Dinger dann nochmal kontrolliert, und festgestellt, dass das Material offenbar zu weich war und sie bereits plattgedrückt waren.

    Also bin ich wieder auf die Suche nach einem geeignetem Material gegangen, und bin zufällig bei mir im Büro fündig geworden, nämlich beim Säubern meines Whiteboards. Der Schwamm hatte genau die Konsistenz, die ich brauchte. Also flugs noch ein paar bestellt.

    Heute dann meine gesamte Handwerkskunst aktiviert:

    IMG_20180726_194534

    Hoffentlich halten die nun länger als einen Tag.

    Parrot


    [Beitrag von ParrotHH am 26. Jul 2018, 20:03 bearbeitet]
    ParrotHH
    Inventar
    #30 erstellt: 27. Jul 2018, 08:47

    ParrotHH (Beitrag #28) schrieb:
    Was mir auffällt: der QL-Y55F ist extrem anfällig beim Klopfen gegen das Gehäuse.

    Ich muss Abbitte leisten!

    Aufgrund der Hitze habe ich sponten etwas Urlaub genommen, konzentriertes Arbeiten bei dem Wetter ist echt schwierig. Also lieber ein wenig draußen gewesen, und auch zu Hause ein wenig gebastelt und Musik gehört.

    Fazit: der QL-Y55F ist genauso wenig oder viel anfällig gegen Erschütterungen wie der QL-Y5F.

    Wie komms zu dieser steilen Wende?

    Zum einen hatte ich die letzten Tage vor allem Klaviermusik gehört, ein paar gute DMM-Aufnahmen aus den 80ern, die ich noch verschweißt mal irgendwo für ein paar Euro mitgenommen hatte. Nun sind DMM-Schnitte zum einen normalerweise ziemlich hochwertig und arm an Nebengeräuschen. Dafür aber etwas leiser. Und dazu sind diese Aufnahmen ziemlich leise. Das habe ich gemerkt, als ich dann ein paar Pop-Scheiben aufgelegt habe, und es mir fast die Fenster rausgesprengt hat.

    Ich hatte also die Lauststärke davor ziemlich hoch, und auf diesem Pegel erschienen dann die Reaktionen auf das Klopfen gegen das Gehäuse ziemlich heftig. Bei angeglichenem Pegel kann ich keinen Unterschied mehr ausmachen. Da bin ich echt beruhigt!

    Beim Einbau meiner neuen Trafö-Aufhängungsdämfper habe ich dann noch allerlei Schrauben nachgezogen. Eigentlich alle Schrauben, die in die Pressholzzarge geschraubt sind, auch die Imbusschrauben der Tonarmbasis. Die konnte man allesamt praktisch ohne Kraftaufwand mindestens eine halbe Umdrehung weiterdrehen. Wahrscheinlich ein objektiv unwichtiges Detail, aber gefühlt habe ich einen losen Haufen Teile so wieder zu einem massiven und stabilen Gerät gemacht...

    Parrot
    .JC.
    Inventar
    #31 erstellt: 27. Jul 2018, 08:53

    ParrotHH (Beitrag #30) schrieb:
    Die konnte man allesamt praktisch ohne Kraftaufwand mindestens eine halbe Umdrehung weiterdrehen.


    Das ist völlig normal bei so alten Geräten, bietet sich also immer an.
    ParrotHH
    Inventar
    #32 erstellt: 27. Jul 2018, 09:22
    Noch ein paar Worte zur Elektronik:

    Letztes Wochenende habe ich die Hauptplatine gereinigt, die Netzteilelkos ersetzt und auch gleich alles, was da sonst noch so rumstand, und für was ich neue Teile im Bestand hatte. Die Elkos waren an sich in Ordnung, teilweise etwas hohe Leckströme, wobei ich mich mit der Interpretation der Werte eher schwer tue.

    Dann habe ich nun die Netzanschlüsse auf die 240V-Wicklungen des Trafos gelegt.

    Thermisch macht das alles aber nichts aus. Der Kühlkörper des Spannungsreglers wird jetzt genauso warm wie vor dem Umbau (zwischen 40 und 50 Grad), die Elkos daneben wurden und werden nicht nennenswert warm (ca. 32 Grad). Ich habe vergessen, die verottete Schraube zu fotografieren. Mir schleierhaft, wie die bei diesen Umgebungsparametern so aussehen kann. Da muss noch anderes vorgefallen sein.

    Sei´s drum: da wird nun hoffentlich erst mal auf längere Zeit nix kaputtgehen.


    Dann habe ich die Potentiometer mit Teslanol T6 Oszillin gespült und die Werte auf der Platine neu eingestellt, die im Service-Manual auf Seite 8 unter 7-(8) bis 7-(12) beschrieben sind: Horizontal drive stage offset adjustment, Horizontal first stage offset adjustment, Vertical offset adjustment, Anti-skating adjustment, Tracking force adjustment.

    Alle Werte waren justagebedürftig, manche waren sogar recht weit ab vom Soll. Hätte ich mir natürlich aufschreiben sollen, welche.

    Egal, das sollte man auf jeden Fall machen, denn grob falsche Offset-Werte können auch dazu führen, dass der Tonarm gar nichts mehr macht, das habe ich ausprobiert. Justage ist mit einem Multimeter ziemlich einfach, die Testpins sind alle in einer Leiste zusammengefasst, das ist echt gut und servicefreundlich ausgeführt. Man merkt, dass bei diesem Gerät Obsoleszenz ganz sicher nicht eingeplant worden ist!


    Ach ja, das Tellerlager...: So servicefreundlich die Elektronik abzugleichen ist, so umständlich erscheint mir das Auseinanderbauen des Geräts, wenn man an den Motor will. Da sind allerlei Platinen samt Kabel im Weg. Das ist beim JVC QL-Y5F deutlich einfacher. Und da der Teller noch recht lange nachläuft (länger als beim neu geschmierten QL-Y5F), habe ich zunächst davon abgesehen, da was zu machen.

    Parrot


    [Beitrag von ParrotHH am 27. Jul 2018, 09:50 bearbeitet]
    ParrotHH
    Inventar
    #33 erstellt: 02. Aug 2018, 21:31
    Huhu...

    Ein paar Anmerkungen zum verbauten Standardsysten JVC DT200E am geraden Tonarm:

    Dabei handelt es sich m. E. um einen recht interessanten Tonabnehmer, denn es ist ein MC-System mit recht hoher Compliance für eher leichte Tonarme und - vor allem - mit wechselbarem Nadelträger. Wobei man natürlich nicht nur die Nadel, sondern gleich auch die Spulen mitwechselt. Der Body besteht im wesentlichen nur aus den Anschlüssen und Magneten.

    Das System stammt eigentlich von Audio Technica, und wurde unter anderem Label bei vielen Herstellern als Erstaustattung verbaut.

    Die original verbaute Nadeleinheit ist ein HO-MC, allerdings mit einem nur getippten Diamanten mit elliptischem Schliff:

    JVC DT200E

    Das ist nun ein eher durchschnittlicher Tonabnehmer, die Nadel meines Exemplars ist auch durch, der Nadelträger etwas verbogen, ich musste die Nadel lange schrubben, um überhaupt was sehen zu können. Die hat also kein leichtes Leben gehabt.

    Also Ersatz gesucht.

    Eine passende Ersatznadel, sogar mit nackter elliptischer Nadel, gibt es noch käuflich zu erwerben. Sie heißt AT3100XE, man kann sie bei pickupnaalden bestellen. Es ist dann aber ein normales Low-Output-MC, was ich im Zweifel auch bevorzuge, da die kleineren Spulen weniger bewegte Masse bedeuten.

    Dafür, dass der Nadeleinschub ja fast der komplette Tonabnehmer ist, fand ich das mit 149 Euro recht günstig. Also zugeschlagen.

    Audio Technica AT3100 XE

    Die Nadel sieht schon besser aus, nackte Ellipse, allerdings nur angeschliffener Kegel, mittelscharfer Schliff mit 0,3 x 0,7 mil. Schliff ist das eine, Nadelträger das andere. Hier auch nur Mittelmaß, einfacher Nadelträger aus Alu, an der Spitze viel zu lang, das hätte man nach dem Diamanten doch einfach wegschneiden können. Stattdessen hat man nun ganz vorne noch einen Alu-Knüppel, der die effektive Nadelmasse wahrscheinlich relevant erhöht.

    Aber trotzdem: die Nadel klingt ganz passabel. Damit bekommt man das Originalsystem zumindest wieder zum Laufen, und das ziemlich wahrscheinlich in höherer Qualität als mit der original verbauten Nadel.

    Trotzdem weitergesucht. Immerhin war dieser leichte Tonarm ja mal der Stolz von JVC.
    Da muss es doch noch besser gehen.

    Irgendwann bin ich irgendwo auf ein paar Postings von Benutzer Lini gestoßen, der anführte, als Ersatz für ein AT3100XE gäbe es in Amerika noch eine bessere Nadel namens ATN35E MC. Gesucht, gefunden, bestellt.

    Audio Technica ATN35E

    In Summe hat mich die Nadel ca. 180 Euro gekostet. Dafür gibt es einen feinen Nadelträger aus Beryllium und eine nackte scharfe Ellipse mit 0,2 x 0,7 mil. Das ist schon was, für den Preis eigentlich grandios.

    Falls Lini das hier mal irgendwann liest:
    1. Vielen vielen Dank für Deinen wertvollen Hinweis!!!
    2. Ab in die Ecke und schäm Dich, dass man das nur so schwer finden konnte!


    Mit dieser Nadel habe ich nun jedenfalls das Gefühl, einen dem leichten Tonarm einigermaßen angemessenen Tonabnehmer zu betreiben. Für jeden, der für den JVC QL-Y55F noch das Originalsystem herumliegen hat, ist das eine dicke Empfehlung. So günstig kommt man wahrscheinlich selten zu einer so hochwertigen neuen Nadel.

    Audio Technica ATN35E

    Parrot


    [Beitrag von ParrotHH am 02. Aug 2018, 21:37 bearbeitet]
    ParrotHH
    Inventar
    #34 erstellt: 07. Aug 2018, 16:31
    So, jetzt bin ich komplett, was das Zubehör des QL-Y55F angeht.

    Nominiert in der Kategorie "Most expensive sparepart ever":

    Optionales Gegengewicht SW-Y55:

    JVC SW-Y55

    Nominiert in der Nebenkategorie "Dumbest moneytransfer ever":

    Parrot
    HD-MASTER
    Stammgast
    #35 erstellt: 31. Aug 2018, 17:53

    ParrotHH (Beitrag #34) schrieb:

    Optionales Gegengewicht SW-Y55:
    Parrot


    Ist das Hilfsgewicht am Ende auch vorhanden ?

    DSC03416


    [Beitrag von HD-MASTER am 31. Aug 2018, 19:00 bearbeitet]
    HD-MASTER
    Stammgast
    #36 erstellt: 31. Aug 2018, 18:59
    In der Bedienungsanleitung ist folgendes Zubehör
    .DSC03419

    DSC03417

    DSC03418
    ParrotHH
    Inventar
    #37 erstellt: 31. Aug 2018, 20:58

    HD-MASTER (Beitrag #35) schrieb:
    Ist das Hilfsgewicht am Ende auch vorhanden ?

    DSC03416

    Hallo HD-MASTER!

    Klar, das Hilfsgewicht war dabei, steht auf dem Bild hier oben auf dem Plattenteller:

    JVC QL-Y55F

    Darauf habe ich bei der Suche nach einem geeigneten QL-Y55F schon geachtet: beide Tonarme, Hilfsgewicht.
    Das Hilfsgewicht brauche ich auch immer, wenn ich den S-förmigen Arm montiert habe, wie z. B. zur Zeit mit einem Benz ACE SL.

    Parrot
    sdz
    Ist häufiger hier
    #38 erstellt: 23. Sep 2018, 21:53
    Irgendwie hat mich dieser Dreher auch schon seit einiger Zeit fasziniert. Eigentlich nutze ich einen Dual CS-750 bis jetzt völlig zufrieden. Darauf ein schickes Audio Technica Art 9. Heute habe ich bei Ebay dann einfach zugeschlagen. Spontankauf, ich konnte nicht anders. Wohl vom Erstbesitzer in gutem Zustand. Die Haube hat Kratzer und es ist NUR der grade Tonarm dabei. Sonst soll alles schön sein damit. Über die Haube kann ich hinwegsehen. Oder ich kaufe mir irgendwann Ersatz vom Zweitausrüster.
    Was mir aber etwas Sorgen macht ist der Tonarm. Meint ihr, ich kann das schöne Art 9 an dem eher leichten Arm gut nutzen? Kann so ein hochwertiges MC seine Stärken auch mit einem solchen Arm ausspielen? Dynamische Compliance von 18. das Originalsystem von JVC hat ja sogar eine Compliance von 8 wenn ich das in der Anleitung richtig verstehe. Das müsste doch dann mit dem ART fast besser passen, als mit dem Original?

    Wie auch immer, ich habs jetzt getan und bin SEHR gespannt!


    [Beitrag von sdz am 23. Sep 2018, 21:54 bearbeitet]
    WBC
    Inventar
    #39 erstellt: 23. Sep 2018, 22:09
    Die Haube kannst du noch retten...
    sdz
    Ist häufiger hier
    #40 erstellt: 23. Sep 2018, 22:18
    Hehe, das gläserne Internet. Was meinst du, Fehlkauf? Ich werde mich der Sache dann mal mit Politur und ggf. sogar einem geeigneten Schleifmittel annehmen.


    [Beitrag von sdz am 23. Sep 2018, 22:21 bearbeitet]
    WBC
    Inventar
    #41 erstellt: 23. Sep 2018, 22:33
    Politur erst zum Schluss. Erstmal anschleifen und Material abtragen, bis die Kratzer weg sind...
    ParrotHH
    Inventar
    #42 erstellt: 24. Sep 2018, 18:04

    sdz (Beitrag #38) schrieb:
    Die Haube hat Kratzer und es ist NUR der grade Tonarm dabei. Sonst soll alles schön sein damit. Über die Haube kann ich hinwegsehen. Oder ich kaufe mir irgendwann Ersatz vom Zweitausrüster.

    Ja, die Haubenproblematik...
    Hauben kann man zur Not wieder polieren, es ist halt einfach eine echt beschissene Plackerei!

    Es ist schon seltsam, dass man die QL-Y55F und die QL-Y66F meist nur mit einem Arm findet. Sie wurden ja immer mit beiden ausgeliefert, da fragt man sich, was die alle mit dem anderen gemacht haben. Bei so einem hochwertigen Gerät würde ich einfach davon ausgehen, dass man auch die Zubehörteile pfleglich und zugreifbar verwahrt. Aber gut...

    Was mir aber etwas Sorgen macht ist der Tonarm. Meint ihr, ich kann das schöne Art 9 an dem eher leichten Arm gut nutzen? Kann so ein hochwertiges MC seine Stärken auch mit einem solchen Arm ausspielen? Dynamische Compliance von 18. das Originalsystem von JVC hat ja sogar eine Compliance von 8 wenn ich das in der Anleitung richtig verstehe. Das müsste doch dann mit dem ART fast besser passen, als mit dem Original?

    Ich würde sagen: Versuch macht kluch...!
    Das Art 9 kenne ich nicht, ist natürlich schon eine Hausnummer. Eine Compliance von 18 bei 100Hz lässt ja auf ein butterweich aufgehängtes MC schließen, habe ich so noch gar nicht wahrgenommen. An sich müsste das passen, vielleicht sogar sehr gut!

    Was ist denn jetzt noch auf dem Arm montiert? Das originale System mit der ATN35E MC ist nämlich wirklich schon ein echt guter Tonabnehmer! Und sei es nur zur Reserve! Einen so schöne und scharfe (Spezial)Ellipse (ich vermute eine Hyperellipse) auf einem Beryllium-Nadelträger sollte man nicht unterschätzen!

    Wie auch immer, ich habs jetzt getan und bin SEHR gespannt!

    Ja, kann ich verstehen! Glückwunsch zu diesem tollen Gerät!

    Wenn ich im Wohnzimmer sitze, und das Gerät abschaltet, schaue ich immer gebannt auf den Geschütz-Tonarm, und bete, dass er nicht auf mich feuert, wenn er an mir vorbeischwenkt...

    Parrot
    Topos
    Ist häufiger hier
    #43 erstellt: 31. Jan 2019, 14:30
    Servus; suche zu kaufen ( funktionstüchtig)so nen Dreher von JVC also den QL - y 55 FF .
    Yamahonkyo
    Inventar
    #44 erstellt: 31. Jan 2019, 22:48
    Dann stell deine Anfrage am Besten in den biete/suche Bereich.

    Gruß Roland
    Topos
    Ist häufiger hier
    #45 erstellt: 31. Jan 2019, 23:11
    Ja klar, schon erledigt! Ist n seltenes Stück, einer meinte letztens, kostet so um die 1300 Euro....
    PeHaJoPe
    Inventar
    #46 erstellt: 29. Nov 2019, 11:33
    ich krame den Fred mal wieder raus.

    Hat sich schon mal jemand Gedanken um das Gehäuse gemacht. Mein JVC läuft und läuft.
    Das Plastikfurniergehäuse finde ich aber schon schrecklich. Hatte schon in Erwägung gezogen mit 1-2mm Furnier zu überkleben. Die Seiten sind ja nicht da Problem. Mit der Decke wird es wenns vernünftig werden soll schon fummelig. Da wäre eine CNC gefräste schon was Feines. Es gibt aber auch, so glaube ich keine Vorlagen um so etwas machen zu lassen oder sich mit viel Zeit, 2 Flaschen 24jährigem Single Malt und einer Laubsäge sich daran zu wagen.

    Hat es jemand schon versucht, auch ohne das schöne Getränk?
    ParrotHH
    Inventar
    #47 erstellt: 29. Nov 2019, 12:06
    Moin!

    Die Geschmäcker sind verschieden, manche mögen ja genau die Holzoptik. Und über die Frage, was genau das für ein Furnier ist, gehen die Meinungen auseinander. Da ich kein Spezialist für Holz oder Furnier bin, halte ich mich da besser raus.

    Ansonsten glaube ich nicht, dass man beim Arbeiten übermäßig präzise sein muss, da wahrscheinlich die Kanten, die Du meinst, von Kunststoffteilen abgedeckt sind. So jedenfalls ist es beim Vorgänger, dem QL-Y5F, da habe ich mir eine Zarge bei einer Lackiererei auf schwarz hochglanz lackieren lassen.

    Schau Dir die "nackte" Zarge an:

    Zarge JVC QL-Y5F

    Und dann den zusammengebauten Dreher:

    JVC QL-Y5F

    Habe meinen QL-Y55F nicht komplett auseinander gebaut, es würde mich aber wundern, wenn es da großartig anders wäre.

    Parrot
    PeHaJoPe
    Inventar
    #48 erstellt: 02. Dez 2019, 11:25
    Moin,

    ich würde "ihm" ja ein schönes Kirschbaumfurnier, passend zu meinem anderen Gerödel verpassen wollen.
    Gerade beim Dreher, der sich ja nicht gerade im Hintergrund hält sollte und muss es dann aber auch richtig gut werden. Da gibt es bestimmt nicht viele Spezies. am besten wäre ja wirklich erst Schablonen herzustellen und darauf dann das etwas stärkere Furnier ausschneiden. Da würde aber bei einem evtl. Verkauf wieder negativ drauf reagiert und der Preis wird eben gedrückt weil - ist ja selber gemacht.

    Mörderarbeit, ob ich mir das nochmal zumute?

    Verhunzen will ich das Gerät nicht, nur mir gefällt eben seit langem dieses rötliche Resopal(?)-Furnier nicht so. Ja ist schön glänzend.

    Dann lieber erst mal ne vernünftige Haube. Die immo drauf ist gefällt auch nicht durch die kleinen Schrauben. Ist eben nur ein Schutz. Die stark in Mitleidenschaft genommene Originale liegt aber dennoch gut verpackt auf dem Schrank und der 2. Arm (gesamte Ersatzteile sind auch vorhanden. Trotzdem ist es schwierig diesen tollen Dreher für ehrliches Geld zu verkaufen. Es werden lieber irgendwelche Thorens oder Duals blind gekauft, die teilweise ihr Geld nun wirklich nicht wert sind. ............... aber der Name.

    Ich bin auf jeden Fall mehr als zufrieden mit dem Laufwerk. Dat löpt und löpt.


    [Beitrag von PeHaJoPe am 02. Dez 2019, 11:26 bearbeitet]
    hasenbraten
    Stammgast
    #49 erstellt: 12. Feb 2021, 10:33
    Mal vorgekramt den alten Fred um das hier mal zu zeigen. Komplett mit S-Arm und Gegengewicht, Kondensatoren am Netzteil sind bereits gewechselt. Funktioniert 1A. Welche Wartungsarbeiten sollten ausserdem vorgenommen werden? Ich habe ein wenig die Größe unterschätzt, 50cm Breite...

    jlNgm2E
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