Plattenspieler JVC QL-Y5F

+A -A
Autor
Beitrag
hermannxxl61
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 05. Feb 2007, 16:55
Hallo Zusammen,

nach 10 Jahren unentwegtem Platten drehen möchte ich meinem Player mal ein neues Tonabnehmersystem gönnen!

Hat jemand zufällig erfahrungen mit diesem Plattenspieler?
lens2310
Inventar
#2 erstellt: 05. Feb 2007, 21:26
Ja,

Habe ihn vor ein paar Jahren gebraucht in Topzustand gekauft. Läuft bei mir (allerding selten) mit einer sehr schweren Headshell und AKG P8 ES VH II S dank der Elektronik problemlos. Sehr empfehlenswerter Player.
Cosimo_Wien
Stammgast
#3 erstellt: 07. Feb 2007, 15:17
Wieviel darf es denn kosten?
jvc_graz
Stammgast
#4 erstellt: 08. Feb 2007, 10:47
der ql-y5f ist recht nett, jedoch ein zur damaligen zeit (1980) ein massenprodukt. er beinhaltete als neuheit einen vollautomatische tonarm welcher für viele DIE kaufentscheidung war.
fehlerquellen sind vor allem die steuerelemente des tonarmes, diese fallen spontan aus. auf jeden fall sollten alle lötstellen nachgelötet werden.
als tonabnehmer käme das mc-5e von jvc in frage.

viel besser allerdings wäre der ql-y55f oder ql-y66f. noch ein qualtitätsstufe höher liegt der ql-75 und als spitze der ql-10
die manuals liegen alle auf http://www.vinylengine.com/library.php?make=JVC

zu den preisen:
ql-y5f im erstklassigen zustand: 200-250€
mc5e: 200€

mfg
jvc_graz
köllealaaf
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 08. Feb 2007, 15:11
Hallo,

ich habe den Ql-5 auch mal gehabt und festgestellt, dass die Zarge doch schwer klangverschlechternd wirkte, vor allem der Pappboden ist ein schlechter Witz.
Ich hab ihn in der Zarge mit MPX verstärkt und einen 9mm MPX-Boden druntergeschraubt, das hat SEHR viel gebracht, vor allem im Bass.
Wegen des bedämpften und recht schweren Arms spielte er aber immer noch etwas betulich und undynamisch. Deshalb wird ein dynamisches System ihm bestimmt gut tun, es sollte aber keins sein mit allzu hoher Nadelnachgiebigkeit.
Ich hatte ein JVC Z-1EB drin mit einer Compliance von ca 10, also etwa wie das DL-103 von Denon ziemlich hart aufgehängt.
Da das Denon auch sehr dynamisch spielt, wäre das auch meine Empfehlung. Wennes nicht gefällt, kann man es auch ohne grossen Verlust wieder verkaufen.

Liebe Grüsse,

Jürgen
hermannxxl61
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 09. Feb 2007, 15:41
Hallo Zusammen,

wie gesagt habe ich das Gerät schon seit 1979 und bin sehr zufrieden. es hatte noch nie einen Defekt und ist sehr schön anzusehen.

Ich habe den Klang ausschließlich mit einer Kiloschweren Tellermatte verbessert und will nun mein System austauschen!
hermannxxl61
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 09. Feb 2007, 15:50
Nachtrag:

würde der Denon DL-110 auch gehen?

mein Verstärker lässt nur ein MM System zu!
Cosimo_Wien
Stammgast
#8 erstellt: 10. Feb 2007, 00:04
Hallo!
Das DL 110 und das DL 160 sind sehr empfehlenswert und haben tolle Preis/Leistungsverhältnisse. Sowohl das 110 als auch das 160 sind "high output" MC Tonabnehmer, die für Verstärker mit MM Eingang konzipiert sind. Mit diesen Tonabnehmern hast Du bestimmt Freude!
Grüße, Thomas
hermannxxl61
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 12. Feb 2007, 09:41
Guten Morgen,

ich habe mir am WE ein Denon DL-110 für 45 Euro gekauft und werde es in den nächsten Tagen testen!

Bericht wird folgen.
BassSpieler
Stammgast
#10 erstellt: 20. Aug 2010, 03:14
Ich habe auch einen JVC QL-Y5F mit einem Ortofon Concorde und mich würde wahnsinnig interessieren, ob das Denon DL-110 besser ist...
Fhtagn!
Inventar
#11 erstellt: 20. Aug 2010, 10:22
Moin,

ein Concorde an einem QL-Y5F ist .
Das ist ein DJ-System und sollte auch dafür benutzt werden.
Der JVC hat schon etwas passenderes verdient, also ein HiFi-System.

MfG
Haakon
jenschel
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 23. Feb 2011, 11:08
Hallo,

leider hat hermannxxl61 uns seine Erfahrungen mit dem Denon DL 110 nicht mitgeteilt. Ich habe diesen Plattenspieler auch seit 1982. Das Orginal-System MD-1025EB hatte ich gleich gegen ein ATR-AC1 getauscht. Später dann bis heute ein Denon DL110. Ich finde den Klang des DL110 sehr schön und harmoniert gut mit meinem Luxman LX33. Der hat leider nur einen normalen Phonoeingang.
Bei diesm System wird nichts geschönt, schlechte Aufnahmen klingen schlecht, hervorragende Aufnahmen klingen auch hervorragend, die muss man nur finden.
Übrigens, für den JVC QL-Y5F habe ich 1982 980DM bezahlt mit ATR System. :.javascript:insert('%20:.%20','')
wewap
Stammgast
#13 erstellt: 05. Dez 2012, 13:20
Der Faden hängt hier zwar schon länger aber ....

Ich habe mein QLY-5F seit 1983, habe mir damals gleich einen Systemträger von Audio-Technica geholt und ein Elac ESG796H drangeschraubt. Diese Kombination läuft bis heute bei mir einwandfrei und ist klanglich nur in Nuancen von CD zu unterscheiden.
CD-Player zum Vergleich ist ein Marantz CD80.

Ja da Teil war zwar Massenware (wobei ich den sonst nie irgend wo stehen gesehen habe;-), hat mir aber nie Probleme oder Kopfzerbrechen bereitet sondern stets nur getan was es tun soll. Konstruktive Chassisverbesserungen einzubringen finde ich schon ok und sind es meiner Meinung nach auch wert. Wenn dies auch kein teurer (war aber auch nicht billig., die Kombination kostete damals auch schon 1580.-DM) Exote ist
hermannxxl61
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 10. Dez 2013, 17:38
Hallo,

auch ich habe mich damals für das DL110 entschieden und habe es nie bereut!

Gruß
BassSpieler
Stammgast
#15 erstellt: 28. Dez 2013, 12:55

Moin,

ein Concorde an einem QL-Y5F ist .
Das ist ein DJ-System und sollte auch dafür benutzt werden.
Der JVC hat schon etwas passenderes verdient, also ein HiFi-System.

MfG
Haakon


Könntest Du das irgendwie präzisieren?
Ich bin kein Profi, würde aber gerne mal das System wechseln.
Was wären die Vorteile eines Denon DL-110?
Kann man es einfach in den JVC QL-Y5F einbauen, neu einstellen und fertig?
Vielen Dank vorab!
Detektordeibel
Inventar
#16 erstellt: 28. Dez 2013, 20:07
Ist ein uralter Beitrag.

Das Denon 110 war damals auch nur 110€ günstig. ^^

Es gibt auch Concorde Systeme mit elliptischer Nadel mit denen man Hifi-Tauglich Musikhören kann das Ortofon Arkiv, und das kann man auch am JVC QL-Y5F einsetzen Überhang sollte da der gleiche sein.

Allerdings ist das nicht wirklich Standesgemäß das der JVC eher ein Oberklassedreher war. Da darf es schon ein höherwertiger Tonabnehmer als 1/2 Zoll sein.
BassSpieler
Stammgast
#17 erstellt: 29. Dez 2013, 00:20

Da darf es schon ein höherwertiger Tonabnehmer als 1/2 Zoll sein.


Als da zum Beispiel wäre?
Was würdest Du empfehlen?
Detektordeibel
Inventar
#18 erstellt: 29. Dez 2013, 04:43
Was für Musik hörste denn? Wo wird der Spieler angeschlossen? Und was willste ausgeben?
BassSpieler
Stammgast
#19 erstellt: 29. Dez 2013, 05:16

Detektordeibel (Beitrag #18) schrieb:
Was für Musik hörste denn? Wo wird der Spieler angeschlossen? Und was willste ausgeben?


Ich höre Jazz, Klassik und ganz bischen Pop (Musik aus meiner Jugend).
Aber überwiegend Jazz und Klassik.

Angeschlossen wird an einen Akai AM 39, der zwei Olavi Räsänen Oy 410 Hi Special Edition bespielt.
MM und MC wäre möglich.
Irgendwo habe ich gelesen, dass der Nadelwechsel beim MC schwierig sei?

Über den Preis würde ich nach Abwägung aller Fakten entscheiden.
Ich bin keine arme Kirchenmaus, aber in einen Mittelklasse-Plattenspieler muss man doch kein System für 1500.- Euro einbauen. Oder?

Danke und Grüsse!
Detektordeibel
Inventar
#20 erstellt: 29. Dez 2013, 05:33

Irgendwo habe ich gelesen, dass der Nadelwechsel beim MC schwierig sei?


Da gibts keine wechselbaren Nadeleinschübe. D.h. zu nem Fachmann einschicken der ne neue Nadel einsetzt, solang es sie noch gibt. Oder System wegschmeißen.

Haste den Originaltonabnehmer noch?

Ein Ortofon 2M Black würde der Dreher z.B. schon verkraften. Aber für weniger Geld kommt man ja auch schon weit.

Audio Technica 440mla z.B. für Jazz und Klassik.
BassSpieler
Stammgast
#21 erstellt: 29. Dez 2013, 05:38

Da gibts keine wechselbaren Nadeleinschübe. D.h. zu nem Fachmann einschicken der ne neue Nadel einsetzt, solang es sie noch gibt. Oder System wegschmeißen.

Haste den Originaltonabnehmer noch?

Ein Ortofon 2M Black würde der Dreher z.B. schon verkraften. Aber für weniger Geld kommt man ja auch schon weit.

Audio Technica 440mla z.B. für Jazz und Klassik.


Das sind ja schon mal ein paar Hausnummern.
Ich habe den JVC mit einem Ortofon Concord Pro Std. bekommen.
Klingt gut, aber ich bin kein Profi.
Habe halt noch viele LPs, die ich nicht digitalisieren sondern abspielen möchte.
Und mich reizt der Gedanke, dass es vielleicht besser klingen könnte als man so von Platten denkt...
Detektordeibel
Inventar
#22 erstellt: 29. Dez 2013, 07:27
Wenn du dir nicht sicher bist und um zumindest ne Steigerung zum Ist-Zustand zu haben würd ich einfach diese Nadel draufsetzen. Ist zwar noch nicht der Weißheit letzter Schluss aber wenn die Platten vernünftig gewaschen sind wird schon was annehmbares aus den lautsprechern kommen.

http://www.idealo.de...tznadel-ortofon.html

Wenn wieder Interesse am Vinylhören geweckt ist geht mehr und teurer immer.
BassSpieler
Stammgast
#23 erstellt: 29. Dez 2013, 07:39
Okay, mache ich!
Grüsse und vielen Dank!
Und gute Nacht!
hermannxxl61
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 09. Aug 2016, 05:02
Hallo,

ich habe nun ein Elac ESG796H drauf und bin sehr zufrieden

Gruß
BassSpieler
Stammgast
#25 erstellt: 09. Aug 2016, 10:32
Ich habe mir seinerzeit die oben empfohlene Ortofon Arkiv besorgt.
Die Nadel ist günstig, etwa 33.- und klingt auch sehr gut.
Manchmal glaube ich, sogar Unterschiede zur Standardnadel zu hören.
Derzeit scheitert das Umsteigen auf eine Headshell an der Headshell.
Ich finde keine Headshell für den Plattenspieler JVC QL-Y5F.
Jedenfalls nicht in der BRD. In GB ja, aber darauf habe ich derzeit keine Lust.
Das Ortofon Concorde Standard ist sehr "gutmütig", wie ich mir vom
Hersteller eines Phono-Preamps sagen liess. Ich habe mir eine
Pro-Ject THE PHONO BOX besorgt und daran klingt alles ganz passabel.

Wenn ich meine überwiegend dreissig und mehr Jahre alten Platten sehe
bzw. höre, dann ist der Störpegel inzwischen so hoch, dass ich keine
weiteren Anstrengungen mehr unternehme, irgendetwas verbessern zu wollen.

Es geht mir eigentlich nur noch darum, alte LPs, die nicht mehr zu bekommen
sind, noch anzuhören. Zum Beispiel habe ich ein Dreier-Album Super Stars Live,
https://www.discogs....Live/release/3074121
mit einer tollen Aufnahme von Starship Trooper, die ich Anfang der Neunziger mit
vielen anderen LPs zum 2nd Hand-Händler gebracht und mir 2015 mit grossem
Aufwand wiederbesorgt habe.
EDIT: Wiederbesorgt hier:
https://www.facebook.com/blackplastic666/
Sehr nette und hilfsbereite Leute!

Oder Renaissance Live at Carnegie, nach meinem Empfinden eine der schönsten
Progressive Rock-Platten. Die gibt's zwar als CD, aber ich bin mir gar nicht sicher, ob ich
die remastered oder irgendwie in einem anderen Sound als den, den ich seit
dreissig Jahren kenne, hören will.


[Beitrag von BassSpieler am 09. Aug 2016, 10:47 bearbeitet]
akem
Inventar
#26 erstellt: 09. Aug 2016, 10:35
Das Headshell sieht nach nem stinknormalen SME-kompatiblen Headshell aus. Da kannst Du in Deutschland dutzende kriegen...

Gruß
Andreas
BassSpieler
Stammgast
#27 erstellt: 09. Aug 2016, 10:54
Da bin ich unsicher.
Ich hatte Angst, dass die Abstände irgendwie nicht stimmen.
Und danach die Neigung und/oder der Winkel des Nadelträgers
falsch sind. Und der Auflagedruck und das Antiskating auch.
Ganz zu Schweigen vom Spurwinkel. Wie soll man feststellen,
ob er nach einem Wechsel noch stimmt?
akem
Inventar
#28 erstellt: 09. Aug 2016, 11:02
Geometrie, Auflagekraft und Antiskating mußt Du ja sowieso jedesmal neu einstellen, wenn Du vorne was änderst: anderen Tonabnehmer, anderes Headshell oder auch nur ne andere Nadel, die eine andere Auflagekraft braucht... Insofern: wenn Du den Tonabnehmer auf eine andere Headshell schraubst, mußt Du den Tonarm neu ausbalancieren und die Auflagekraft-Skala am Gegengewicht neu "nullen" (also wenn der Tonarm ausbalanciert ist und waagerecht schwebt das Gegengewicht festhalten und die Skala so hindrehen, daß die 0 mit der Bezugslinie fluchtet), und dann die benötigte Auflagekraft einstellen. Dann das Antiskating entsprechend Auflagekraft und Nadelschliff:
- Rundnadel: AK = AS
- elliptisch, Fine-Line: AS = 0,8 x AK
- scharfe Schliffe: AS = 0,6 x AK
Dann das AS nach Gehör optimieren: gibt es einseitige Verzerrungen und gibt es eine stabile Stereomitte? Sind beide Kanäle gleich laut?

Gruß
Andreas


[Beitrag von akem am 09. Aug 2016, 11:03 bearbeitet]
BassSpieler
Stammgast
#29 erstellt: 09. Aug 2016, 11:13
Die Formeln für das Antiskating sind hilfreich, danke!
Ist Rundnadel gleich sphärisch?
Und wie kann man den Spurwinkel messen bzw. festlegen?
akem
Inventar
#30 erstellt: 09. Aug 2016, 11:17

BassSpieler (Beitrag #29) schrieb:

Ist Rundnadel gleich sphärisch?
Und wie kann man den Spurwinkel messen bzw. festlegen?

Ja, Rundnadel = sphärisch = konisch.
Die Geometrie stellt man mit einer Schablone ein. Da gibt es verschiedene Geometrien nach Baerwald, Loefgren, IEC usw. Bei den SME-kompatiblen Headshells kann man es auch einfach machen und den Abstand der Nadel zum Gummiring des Anschlußblocks messen (steht meistens in der Bedienungsanleitung, wie groß der Abstand sein muß. Meistens zwischen 49 und 52mm. Dann muß der TA nur noch parallel zu den Headshell-Seitenkanten sein, fertig.

Gruß
Andreas
BassSpieler
Stammgast
#31 erstellt: 09. Aug 2016, 11:29
Danke!
jenschel
Schaut ab und zu mal vorbei
#32 erstellt: 15. Feb 2017, 23:24
Der QL-Y5F hat wirklich ein SME Headshell.

Habe gerade meine beiden QL-Y5F restauriert. Der eine in Rosenholz-Ausführung habe ich 1982 gekauft und ist seitdem in Betrieb, der andere in schwarz habe ich 2001 auf dem Vinyltief gekauft. Bei dem von 1982 ist auf dem Plattenteller eine Transrotor Vakuum Unterlage verklebt (funktioniert noch), daher kann der Plattenteller nicht abgenommen werden, da ich an die Grifflöcher im Aluteller nicht mehr komme. Der glänzende sichtbare Rand des Plattentellers sollte natürlich weiterhin glänzen und wurde ab und zu poliert, was leider Spuren auf der Plattenteller-Einfassung hinterlassen hat. Die Farbe ging ab. Der zweite QL-Y5F wurde mir leider ohne gesicherten Plattenteller zugeschickt und ist wohl auf den letzten Metern abgefallen. Sah aber schlimmer aus als es war, der Tonarm hatte nichts abbekommen aber die Plattentellereinfassung hatte tiefe, üble Macken. Die hatte ich bereits 2001 beseitigt und die Einfassung neu Lackiert aber den Farbton nicht ganz getroffen und der Schriftzug vorne auf der Einfassung war nun auch nicht mehr vorhanden.
Es war nun an der Zeit sich die Plattenspieler vorzunehmen.

Ich werde hier demnächst davon berichten, da ich glaube das zumindest drei, vier Dinge auch für andere von Interesse sein könnten. javascript:insert(' ','')
BassSpieler
Stammgast
#33 erstellt: 16. Feb 2017, 03:51
Unbedingt!
Mich interessiert immer noch sehr, was andere mit ihrem Plattenspieler JVC QL-Y5F erleben.
Meiner läuft ganz normal, er hat wieder das Concord Standard mit einer neuen Nadel und der Klang ist sehr gut. Ich habe statt des Akai AA-39-Phono-Preamps einen Pro-Ject The Phone-Box-Phono-Preamp besorgt, weil mir der Klang erst nicht gefiel. Mit diesem preiswerten Preamp ist es besser. Meiner ist von 1985, ich habe ihn geerbt.
Grüsse!
jenschel
Schaut ab und zu mal vorbei
#34 erstellt: 23. Feb 2017, 15:05
Hallo BassSpieler,

"Wenn ich meine überwiegend dreissig und mehr Jahre alten Platten sehe
bzw. höre, dann ist der Störpegel inzwischen so hoch, dass ich keine
weiteren Anstrengungen mehr unternehme, irgendetwas verbessern zu wollen."

Den Störpegel heben bei diesem Plattenspieler auch verhärtete Gummilager am Netztrafo an. Wenn diese hart sind wird das Summen des Trafos auf das Gehäuse übertragen und gelangt dann auch neben dem Rillenrauschen in die Wiedergabe. Ohr an den Plattenspieler und lauschen, der Netztrafo ist immer am Netz und summt auch bei defekten Gummis auch im ausgeschalteten Zustand.

Habe übrigens schon die Hälfte des Berichts zur Restaurierung (auch Trafoaufhängung) fertig, wird lang und hat viele Bilder. Mal sehen ob ich das hier im Forum hochgeladen bekomme.

Gruß Jenschel
BassSpieler
Stammgast
#35 erstellt: 24. Feb 2017, 00:58
Da spricht der Fachmann!
An meinem JVC summt nichts.
Und mit neuen Platten - ja, ich habe eine, genau EINE, eine 180-Gramm-Platte -
ist der JVC beinahe so gut wie eine CD. (Bilde ich mir ein.)
Daran kann man zumindest erkennen, dass er noch gut in Schuss ist.
Er hat noch HiFi. Die alten Platten sind halt wirklich alt, zum Teil
Second Hand auf Platten-Börsen oder in 2.-Hand -Läden gekauft und
manchmal sehr verbraucht.
jenschel
Schaut ab und zu mal vorbei
#36 erstellt: 24. Feb 2017, 22:27
Restaurierung Plattenspieler JVC QL-Y5F

1. Teil Überlegung und Vorbereitung

Was sollte gemacht werden.

-Neue Bodenplatte aus einer 6mm (Alt 3mm Presspappe) Bau-Allzweckplatte (hart und schwer)
-Plattentellereinfassung neu lackieren (Silber B-1-0068-1)
-Originalschriftzug auf dem Rand wieder aufbringen, matter Klarlack zum Schutz.
-Füße instand setzen.
-Neue Haube (noch nicht erledigt)
-Zusätzlich Netztrafo in neue Gummilager aufgehängt, die alten waren hart und haben das Netz brummen an das Gehäuse übertragen.
JVC QL-Y5F 1 vorher JVC QL-Y5F 2 vorher
Vorbereitung

Als Erstes sollte der Schriftzug erstellt werden, also in schwarz-weiß abfotografiert und mit dem Programm Inkscape vektorisiert. Das Vektorisieren geht schnell, nur die Nacharbeit ist aufwendig, da Hunderte von Knotenpunkten zur Glättung entfernt werden müssen. Vektorisieren deshalb, damit ohne Verlust die Schrift frei skaliert werden kann.
Schriftzug inkscape
Der Schriftzug ist nun vorhanden und skaliert auf eine Breite von 99 mm und 6,5 mm Höhe der JVC Zeichen. Es stellt sich nun die Frage, wie kommt der möglichst originalgetreu auf den Rand.
Erste Idee, mit Siebdruck, also habe ich mir für 31 € eine Siebdruckschablone erstellen lassen. Von Siebdruck habe ich zwar keine Ahnung, aber das dazu normalerweise, wie der Name schon sagt, ein feines Netz als Sieb genommen wird, war mir klar. Die Überraschung war, wahrscheinlich da Öko, dass hier ein Fließ genommen wurde. Gut, der Anbieter spricht davon Motive auf Textilien zu drucken und nicht auf Plattenspieler. Der erste Testdruck war nicht schlecht mit schwarzer Acrylfarbe, nicht ganz optimal mit den Rändern aber lässt hoffen.
Siebdruck
Es zeigte sich leider auch gleich der Nachteil von Fließ, da die Farbe sehr schnell trocknet, setzt sich das Fließ sehr schnell zu, außerdem kann die Schablone mit ihrem Rahmen nicht richtig auf der Plattentellereinfassung positioniert werden. Was anderes muss her!
Kann so was nicht selbst gemacht werden, im Büro steht doch ein großer Laserdrucker, lässt sich damit nicht ein Schriftzug in Abreibetechnik erstellen? Nach etlichen Experimenten kann ich sagen, ja und sogar perfekt. Nur keinerlei Sicherheit das die Übertragung auf die neu lackierte Plattentellereinfassung auf Anhieb klappt. Das Problem ist, dass der Toner etwas bröselig ist. Was bedeuten würde, nach jedem Fehlversuch die Einfassung abschleifen und neu Lackieren, dadurch wird sie auch nicht besser.
Reibeschriftzug Kleber Reibeschriftzug Rückseite Reibeschriftzug
Das „C“ hat beim Reinigen etwas Aceton abbekommen.

Im Internet weiter gesucht und beim „Druckeronkel“ Decals / Wasserschiebefolien in verschiedenen stärken gefunden von 7µ bis 14µ. Mit Musterfolien vom Druckeronkel habe ich ausprobiert, ob nach dem Lackieren mit Mattlack, die Trägerfolie als solche noch zu erkennen ist. Ergebnis, fast nicht, besonders bei der 7µ Folie sind nur unter bestimmten Blickwinkeln die Ränder der Folie als solche zu erkennen.
Muster
Da ich mich später aber nicht ärgern wollte, habe ich mich gegen die Decals entschieden.
Weiter im Internet nach Abreibetechniken umgesehen. Letztendlich bin ich bei der Firma indenticolor Beschriftungslösungen gelandet, die mir dann den Schriftzug 12 mal in Abreibetechnik auf einen DIN A 5 Bogen erstellt hat. Nicht billig aber in toller Qualität. Zum überlackieren habe ich von der Firma noch den Hinweis bekommen erst mehrere dünne Lackschichten aufsprühen und dann die Schlusslackierung aufbringen. Hat sich auch als richtig herausgestellt, beim ersten Lackieren ist doch, trotz aller Vorsicht, auf den JVC Buchstaben zu viel Lack gelandet und die Buchstaben haben sich leicht gekräuselt. Also alles wieder vollständig mit 1000 er Schleifpapier abschleifen und von vorne anfangen.
Zum exakten Aufbringen des Reibeschriftzugs habe ich mir erst einmal eine Schablone vom Rand erstellt, damit der Schriftzug genau auf dem Rand platziert werden kann. Die 5,5mm und 1cm Angaben auf der Schablone sind die Abstände der Buchstaben rechts und links von Rand der Einfassung. Damit ist dann das Aufbringen ein Kinderspiel, genau mittig (die Mitte vor dem Ausbau der Plattentellereinfassung anzeichnen) am Rand platzieren und an beiden Seiten mit Tesa fixieren, dann mit einem 5mm breiten Holz fest aufrubbeln. Bei zu starkem punktförmigen Rubbeln verformt sich die Trägerfolie und mit dem Restschriftzug kann es schwierig werden.
Bemassung Schriftzug Schablone
Damit ist die Vorbereitung abgeschlossen.


[Beitrag von jenschel am 25. Feb 2017, 01:10 bearbeitet]
jenschel
Schaut ab und zu mal vorbei
#37 erstellt: 25. Feb 2017, 19:43
Restaurierung Plattenspieler JVC QL-Y5F

2. Teil Instandsetzung, die Ausführung

Bevor etwas gemacht wird, Netzstecker ziehen, Tonarm verriegeln, Headshell entfernen und Plattenteller abnehmen.

Boden:
Angefangen habe ich mit einem neuen Boden, der Boden aus Presspappe ist mit seinen 3mm nicht besonders solide. Das wäre noch ok, doch leider sind die vorderen Füße am Boden befestigt und nicht wie die hinteren am Gehäuse. Es muss also was solides her, im Bauhaus bin ich dann fündig geworden. Dort gibt es Bau-Allzweckplatten in 6 mm in den farben grau und braun. Grau für den schwarzen Plattenspieler und braun für den mit Furnier. Die Platten sind schwer und hart, bei der grauen könnte man glauben sie sei aus Schiefer. Zur Bearbeitung nur Werkzeug für Metall einsetzen. Damit die Originalschrauben weiter verwendet werden konnten, sind alle Schraubenköpfe um 3mm versenkt. Das der Boden nun 3mm übersteht ist nicht zu sehen, alle Ausschnitte und Bohrungen entsprechen dem alten Boden. Die vorderen Löcher für die Füße habe ich mit einem Stufenbohrer auf den richtigen Durchmesser gebracht. Die neue Bodenplatte wiegt ca 1,5Kg.

Boden neu alt

Ausbau Tellereinfassung / Motorträger:

Boden runter, so sieht der Plattenspieler von innen aus.

Ohne Boden

Als Erstes muss der Netztrafo abgebaut werden, der unter der Tellereinfassung / Motorträger in seinen Gummilagern locker hängt. Steckt der Stecker in der Steckdose, steht der Trafo unter Spannung, das hat Auswirkungen auf die Gummiaufhängung, da der Trafo warm wird und das Gummi altern lässt. Der Plattenspieler, der bei mir seit 1982 ohne Unterbrechung im Einsatz ist, sind die Gummis hart und das Summen des Trafos überträgt sich auf das Gehäuse. Bei dem Plattenspieler, den ich seit 2001 habe und nur sporadisch aus dem Keller geholt habe, sind die Gummis noch weich.

Trafo gepark

Das Trafohalteblech auf einer Seite abschrauben und den Trafo mit einer Holzschraube am Holzboden festschrauben, dazu am besten eine Schraube vom Boden verwenden. Der so geparkte Trafo ist somit gesichert, es gibt keinen Zug auf die Kabel und die Wireverbindungen.

Motor Masse

Von der Platine den Vielfachstecker abziehen und den Massedraht abmachen. Am besten noch anzeichnen, wo die Masse festgeschraubt war, dann wird auch nicht vergessen, die Masse später wieder anzuschließen.
Anschließend auf der Oberseite die 10 Schrauben entfernen und die Tellereinfassung / Motorträger kann abgenommen werden.

Motor:

Den Motor habe ich ausgebaut, damit die Tellereinfassung beim Lackieren besser zu Händeln ist und weil ich wieder, unterschiede zwischen den zwei Plattenspielern festgestellt habe. Der im Dauerbetrieb drehte nach dem Stopp noch länger als der andere. Bei dem fing das Fett an leicht zu verharzen. Nur bei diesem habe ich das Fett gewechselt, stellte sich die Frage was nehme ich. Im Internet gab es auch keine eindeutige Aussage. Ich bin also wieder bei meinem Lieblingsschmierfett gelandet, Litiumfett mit MoS2.

Motor Buchse Motor Rotor

Nur wenig Fett benutzen und beim Zusammenbau nicht die Achse /Rotor mit Gewalt in die Buchse drücken. Da sind so geringe Toleranzen vorhanden, dass die Luft es schwer hat, an der Achse vorbei noch oben zu steigen. Das kann schon ein, zwei Stunden dauern, wenn der Motor schräg steht, sinkt der Rotor schneller ab. Nach dem Zusammenbau habe ich den Plattenspieler einige Wochen in Betrieb gehabt, während ich den anderen überholt habe. Das Fett scheint mit dem Lager zu harmonieren und beide Plattenteller laufen nun gleich lang aus (neues Fett nur in einem Motor)

Lackieren und Beschriften:

Vor dem Ausbau der Tellereinfassung, noch die Mitte für die Beschriftung markieren.

Einfassung Mitte

Ich habe dann mit 1000er Nassschleifpapier den alten Schriftzug komplett abgeschliffen, und den Rest angeschliffen. Nach dem intensiven Studium von gefühlt 1000 Farbtafeln mit Silbertönen habe ich mich für Silber B-1-0068-1 entschieden und damit lackiert.
Jetzt wird der Schriftzug aufgebracht, wie oben beschrieben, ist es bei richtiger Vorbereitung ein Kinderspiel diesen aufzubringen. Die Qualität des Abreibeschriftzugs von indenticolor Beschriftungslösungen ist einfach hervorragend.

Schriftzug Übertrag Schriftzug Ergebnis

Nachdem der Schriftzug aufgebracht ist, wird das Teil 2-3 mal ganz dünn mit mattem Klarlack eingesprüht, damit der Schriftzug sich nicht wellt und dann kann die Schlusslackierung aufgebracht werden.

Trafoaufhängung:

Da der Trafo sobald der Netzstecker in der Steckdose steckt, auch wenn der Plattenspieler aus ist, unter Spannung steht, wird er warm. Je nach Betriebszeit sind dann die Gummis zur Trafolagerung hart oder noch in Ordnung. Der eine von meinen zwei Plattenspielern ist seit 35 Jahren am Netz der andere vermutlich noch nicht einmal die Hälfte. Bei dem mit 35 Jahren Betriebsdauer sind die Gummis hart wie Plastik und haben ihre Funktion das Summen vom Gehäuse fernzuhalten nicht mehr erfüllt. Der Trafo hängt kopfüber mit viel Bewegungsfreiheit im Plattenspieler, sind die Gummis zu dick und sitzt der Trafo deshalb zu fest, summt es.

altes Gummi

Die Gummilager sind auf beiden Seiten des Trafos nur auf die Befestigungslaschen aufgesteckt und haben einen Steg, der verhindert das Trafo und Halteblech sich berühren. Deshalb ist die Einbaulage der Gummis wichtig. Die Versuche mit Neopren (zusammengeklebt) und Filz (aus einem Stück) waren nicht erfolgreich.

 Trafo Aufhängung Auswahl

Als optimales Material hat sich dann ein Stück aus einem Kniepolster für die Gartenarbeit herausgestellt. Das Material hat die richtige Dämpfungseigenschaft und lässt sich leicht bearbeiten.

Knieplatte  Trafo Aufhängung Zeichnung

Einbauen, Plattenspieler ohne Boden hinstellen, Netzstecker rein und das Ohr an die Zarge. Ist nichts zu hören, kann die neue Bodenplatte eingebaut werden.

Instandsetzen der Füße:

Ich hab mich erst einmal nach anderen geeigneten Füßen umgesehen, von Technics gibt es welche, die einen ähnlichen Aufbau haben. Aber Technics unter einem JVC, nein und irgendwelche High-End-Füße mit Voodoo auch nicht.
Die Industrie hat für jedes Problem eine Lösung, nur ist die meist zweckmäßig und reißt einen optisch nicht vom Hocker. Ich bin inzwischen überzeugt das einem mit den High-End-Füßen hauptsächlich das Geld aus der Tasche gezogen wird. Wobei die Industriedämpfer auch ihren Preis haben können. Letztendlich habe ich festgestellt, dass JVC in den Füßen auch nur hübsch verpackte Hutdämpfer verbaut hat. Diese lassen Bewegungen in allen Richtungen zu. Pro Dämpfer ist eine maximale Dauerbelastung von 3kg angegeben, also genau das richtige. Es handelt sich um ein Normteil, gedacht u.a. für empfindliche Messgeräte. Es gibt da jedoch erhebliche Preisunterschiede. Ich habe mich dann für den Preisgünstigsten entschieden, der auch nach Datenblatt eine identische Qualität hat. Nach der Lieferung von 8 Stück a 2,99 € und Mindermengenzuschlag, hat sich die hohe Qualität und Maßhaltigkeit bestätigt. Lieferant „norelem“´, Hutelement Typ H2 Naturkautschuk (27750-03502040).

Fuß alt und neuer Einsatz

Die Hutelemente haben unten leider eine Stahlplatte mit Befestigungslaschen. Die Befestigungslaschen müssen ab. Da auf der Rückseite in der sehr stabilen Stahlplatte ein großes Loch ist, können die Elemente in eine Drehbank eingespannt werden. Absägen wäre auch eine Möglichkeit.

Fuß 4 Drebank Fuß 5 Drebank

Die alten Gummis aus den Füßen zu entfernen ist eine ziemliche Polkerei. Die neuen Elemente habe ich dann mit Baukleber eingeklebt. Silikon ist evtl. besser, das wird aber die Langzeitbeobachtung zeigen.

Fuß 6 Drebank Fuß 7

Haube:

Da habe ich zwei Anbieter im Auge, aber jetzt erst mal nicht.

Ergebnis:

Feriges Ergenis

Rückseite Plattenspieler
jenschel
Schaut ab und zu mal vorbei
#38 erstellt: 28. Feb 2017, 20:10
Hallo BassSpieler,

anscheinend ist am Tonarm deines JVC QL-Y5f noch immer das Concorde, es ist schön zu hören das es sich gut anhört. Eine Anmerkung, da der Überhang des Concorde 52mm beträgt und JVC 48mm mit +-1mm angibt, ist es nicht optimal.
Falls Du nicht über die Bedienungsanleitung verfügst hier zum besseren Verständnis ein Bild wie in der Bedienungsanleitung. Das originale Bild habe ich nicht verwendet, da es teuer werden könnte.
Mit einer Schön Einstellschablone bin ich auf 48,5mm gekommen. Im Grunde ist das einstellen ganz einfach. Pappwinkel anfertigen und bei 48mm eine Markierung anzeichnen. Dann wird auch keine teure Einstellschablone benötigt.
JVC QL-Y5F Systemüberhang.
BassSpieler
Stammgast
#39 erstellt: 18. Jun 2017, 17:34
Hallo jenschel, habe die vorigen Infos von Dir gar nicht mitbekommen.
Jedenfalls vielen Dank für den wichtigen Tip!
Du hast recht, es sind tatsächlich 52 mm.
"Pappwinkel anfertigen und bei 48mm eine Markierung anzeichnen."
habe ich leider nicht verstanden, da ich mich nicht auskenne.
Was für einen Pappwinkel muss ich anfertigen?
Danke! Und Gruss!


[Beitrag von BassSpieler am 18. Jun 2017, 17:51 bearbeitet]
jenschel
Schaut ab und zu mal vorbei
#40 erstellt: 18. Jul 2017, 20:02
Hallo BassSpieler,
zur Verdeutlichung ein Foto von einer einfachen Einstellschablone.(Pappwinkel).
Es muss nun nur noch darauf geachtet werden das, dass System im Headshell nicht verkantet ist.

Bei der SUDU-Acrylglas KG habe ich nun eine Haube bestellt. Lieferung etwa mitte August (Betriebsferien).
Wenn die da ist gibt es ein Foto

Einstellschablone aus Pappe


[Beitrag von jenschel am 18. Jul 2017, 20:05 bearbeitet]
BassSpieler
Stammgast
#41 erstellt: 19. Jul 2017, 01:39
Vielen Dank! Jetzt verstehe ich!
Leider etwas auf den Ohren gesessen...

Der Gag: Ich habe mir ein AT 95 E gekauft.
Fast 3 Millimeter Systemüberhang wie bei meinem System
kann einfach nicht gut sein.

Und wenn mir die elliptischen Nadeln gefallen, schaue ich mich
auch noch einmal um, denn das AT 95 E ist ja laut Internet-Expertise
ein Einsteiger-System. Da ist scheinbar noch Luft nach oben.

Oder?


[Beitrag von BassSpieler am 19. Jul 2017, 04:22 bearbeitet]
Vogone
Stammgast
#42 erstellt: 19. Jul 2017, 06:24
Jo, da ist noch Luft nach oben. AT100E/AT5V oder dann auch mit ML-Schliff VM540.
Wobei es vom AT440/AT100 Systemen nur noch Restbestände gibt. Die neuen sind teurer.
Eine VM540 habe ich aber noch nicht gehört ...


[Beitrag von Vogone am 19. Jul 2017, 06:45 bearbeitet]
jenschel
Schaut ab und zu mal vorbei
#43 erstellt: 19. Jul 2017, 21:12
Das Denon DL-110 MC High Output, also für den normalen Phonoeingang am Verstärker geeignet, klingt hervorragend.
Auch bei Pop Musik die ich hauptsächlich höre. Kostet inzwischen ca. 230€
Denon DL-110
BassSpieler
Stammgast
#44 erstellt: 20. Jul 2017, 00:10
Danke für die Tips! Werde danach Ausschau halten. Und mich bestimmt eines Tages melden und zu den genannten Systemen dumme Fragen stellen. Ich hoffe, ich nerve Euch nicht damit?

Heute kam mein AT 95 E. In zwei Schritten habe ich es eingebaut. Erst einmal musste ich es ja in meine ebenfalls neu erworbene
Ortofon Serato-Headshell einbauen. Dann hatte ich Bandprobe bis eben. Dann musste ich feststellen, dass die Ortofon Concorde Headshell die vier Stifte in der SME-Fassung wieder ganz nach hinten gedrückt hatte. Kleinen Winz-Schraubendreher (der zwischen Chassis und Arm passt...) geholt und die zwei Schrauben, die diese SME-Fassung halten, herausgedreht. Ganz vorsichtig die Fassung heraus geholt, um nur ja nicht an den vier Drähten zu ziehen und mit einer kleinen Flachzange (ohne Rillen) vorsichtig die Stifte wieder nach vorn geschoben. Das habe ich schon mal gemacht. Der mangelnde Kontakt äussert sich immer in Form von lautem tieffrequentem Brummen.

Und was soll ich sagen? Das Forum hatte recht, der Klang ist viel besser, insbesondere die Verzerrung hat abgenommen. Ist vielleicht sogar ganz weg, das muss ich noch genauer prüfen. Aber mein Referenz-Stück, Starship Trooper vom Dreieralbum Yessongs klingt endlich nicht mehr nach "Gut dass sie endlich alles auf CDs veröffentlicht haben"... Ich habe noch mal nachgemessen: mit der Concorde Headshell sind es fast 52 mm Überhang, also fast vier mm zuviel. Mit der Ortofon Serato-Headshell und dem AT 95 E sind es genau 48 mm. Dass das am Klang soviel verändert, hätte ich nicht gedacht. Der Klang wirkt weniger verzerrt und spitz. Insgesamt viel ruhiger und ausgewogener. Ich glaube, jetzt werde ich diese Art von Verzerrung sofort wiedererkennen, falls sie mir noch einmal begegnet.

Jetzt besorge ich mir noch ein paar Headshells und probiere herum. Und vielen Dank für die vielen guten Tips bezüglich der ausdruckbaren Schablonen, des Überhanges und überhaupt!
So, jetzt erst mal die Yes-Lps rausholen...
jenschel
Schaut ab und zu mal vorbei
#45 erstellt: 20. Jul 2017, 17:35
Das mit den zurück gedrückten Kontakten im Arm ist erstaunlich, da diese eigentlich federnd sind. Evtl wurde da mal falsches Kontaktspray verwendet. Kontakt 60 von Kontakt Chemie hilft am Anfang und richtet langfristig mehr Schaden an (zu aggressiv) als es hilft. Kontakt Gold 2000 von der gleichen Firma kann im HiFi-Bereich überall eingesetzt werden, auch an den Headshell-Kontakten. Ich benutze es auch am Verstärker für die Röhrensockel.
Mal am Tonarm probieren, ist schließlich auch ein Schmierstoff, vielleicht federn die Kontakte dann wieder.
BassSpieler
Stammgast
#46 erstellt: 20. Jul 2017, 23:58
Von mir wurde nicht mit Spray manipuliert. Das macht man doch auch nicht oder?? Dieser JVC QL-Y5F ist 35 Jahre alt. Ich vermute, das ist der Grund. Ich musste auch das Anschlusskabel neu machen. Es war völlig zerbröselt. Jochen Soppa hat hier Schiller Phono neben vielen anderen interessanten Sachen über das Tuning auch eine interessante Bemerkung über die SME-Kupplung an älteren Plattenspielern gesagt. Das kann ich bestätigen. Dass ich überhaupt entdeckt habe, dass die Headshell keinen richtigen Kontakt zum Tonarm hat, grenzt an ein Wunder, fand ich. Denn ich bin alles andere als ein Experte, da gibt es hier im Forum andere Kaliber.
Aber jetzt sitzt dieses schöne AT95E in meinem JVC QL-Y5F und macht mir eine solche Freude!
Jetzt kaufe ich mir noch einige Headshells und ein paar andere Tonabnehmer und probiere herum. Denn auf Soppas Seite steht unter Tonabnehmer-Wissen auch was über das AT95E.
Ich habe den AT95E an eine ORTOFON SERATO HEADSHELL geschraubt. Ist das wohl in Ordnung? Was meint Serato?


[Beitrag von BassSpieler am 21. Jul 2017, 00:12 bearbeitet]
jenschel
Schaut ab und zu mal vorbei
#47 erstellt: 23. Jul 2017, 19:03
Hallo,
das ORTOFON SERATO HEADSHELL ist sehr ähnlich meinem alten Nakaoka-Headshell aus Magnesium in dem ich das DL110 eingebaut habe. Aber ich denke eigentlich können alle leichten nicht gekröpften SME-Heradschells genommen werden.
Noch eine Anmerkung zum Kontakt 2000 Gold Spray, das kann durchaus für die Kontakte im Tonarm genommen werden. Meine Plattenspieler sind ebenfalls alt, andere QL-Y5f gibt es ja nicht und bei beiden federn die Kontakte.
Übrigens, die Schiller-Artikel sprechen mir aus dem Herzen. Vor über dreißig Jahren hat die Zeitschrift Audio ihren tollen neuen Hörraum mit in Sand verlegten Gehwegplatten und variablen akustischen Wandpaneelen vorgestellt und ich habe mich gefragt was hat das mit meinem Wohnzimmer zu tun.
Darauf hin habe ich mir das Geld für HiFi-Zeitschriften gespart.
BassSpieler
Stammgast
#48 erstellt: 23. Jul 2017, 19:30
Die Serato-Headshell ist sehr hochwertig. Ich kannte das Wort Serato nur bisher gar nicht. Die Stifte in der SME-Kupplung des JVC federn leider nicht. Sie sind auch nicht federnd untergebracht, sondern stecken alle vier einfach nur in Röhren. Ich habe mir inzwischen eine Pinzette besorgt, mit der ich sie auch packen und vorziehen kann, ohne die Kupplung jedes mal abschrauben zu müssen. Ja, Schiller-Phono spricht mir auch aus dem Herzen.
jenschel
Schaut ab und zu mal vorbei
#49 erstellt: 12. Aug 2017, 13:21
Restaurierung Plattenspieler JVC QL-Y5F

Teil 3 Neue Abdeckhaube

Nun habe ich mir bei sudu® eine neue Haube aus 4 mm Acryl anfertigen lassen.
Die Innenmaße sind wie auch bestellt exakt 46,5 cm x 37,0 cm x 7,5 cm.
Vorne weg, da für den JVC QL-Y5F Haubenpreise bis zu 150 € aufgerufen werden, hat mich die sudu-Haube für 79,50 € inkl. Versand voll überzeugt, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist auf jeden Fall gut.

Der Vorteil bei der JVC-Abdeckung ist, dass keine Aussparungen vorhanden sind und so nur 4 (4mm) Löcher gebohrt und noch zwei Anschlagdämpfer vorne angeklebt werden müssen.
Mit der neuen Haube sieht der Plattenspieler wieder viel besser aus und klingt optisch nun bestimmt besser
Optisch sieht die Haube gut aus und auf Anhieb fällt einem Nichts auf, aber wer suchet, der findet. Wenn man bei dem Preis etwas bemängeln will dann, dass dort wo das Acryl gebogen wurde und die Seitenteile angeklebt sind, ein kleiner oberflächlicher Spalt vorhanden ist. Dazu das Makro-Foto, auf dem es erheblich schlimmer aussieht als in Wirklichkeit.

Biegekante Haube

Der Spalt entsteht dadurch das beim Biegen der Acrylplatte am rechten und linken Rand sich das Material leicht wegzieht. Beim Verkleben könnte dieser Spalt mit Kleber aufgefüllt werden, wurde aber nicht gemacht. Sieht man eigentlich nicht, für Perfektionisten störend .

Montage Utensilien

Für das Bohren habe ich mir vorher eine Schablone angefertigt, somit brauchte ich dann nichts mehr ausmessen und nur darauf achten, dass die Schablone mittig platziert ist. Die alte Haube ist nach oben trapezförmig, die neue ist rechteckig, wodurch die Schablone in der Haube dann nach rechts und links etwas Luft hat.
Zum Bohren habe ich einen Akkuschrauber genommen und zum Vorbohren einen 1 mm Bohrer. Gebohrt wurde ganz langsam mit Geduld und wenig Drehzahl, es sollte sich ein langer Span bilden. Die eigentlichen 4 mm Löcher sind dann mit einem Stufenbohrer der bei 4 mm anfängt gebohrt worden, auch ganz langsam. Der Vorteil des Stufenbohrers, er zieht sich nicht ins Material und am Ende wird das Loch von der nächsten Stufe angefast, sollte auch auf der Innenseite der Haube gemacht werden.

Bohrung

Als Anschlagdämpfer für die Haube wurden, aus selbstklebenden ca. 3 mm dicken Filzgleitern, mit einer Lochzange ausgestanzte Stücke mit einem Durchmesser von 4 mm verwendet.

Anschlagdämpfer

Ergebnis:


Plattenspieler JVC QL-Y5F
BassSpieler
Stammgast
#50 erstellt: 13. Aug 2017, 20:26
Sieht sehr schön aus!
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
JVC QL-Y5F Tonarmproblem
Philomeister am 17.10.2016  –  Letzte Antwort am 17.10.2016  –  2 Beiträge
Fragen zum JVC QL-A7
Moondancer am 01.10.2013  –  Letzte Antwort am 12.10.2013  –  11 Beiträge
Brauche Rat zu JVC QL-F300 Plattenspieler!
Bullius am 08.03.2016  –  Letzte Antwort am 11.03.2016  –  11 Beiträge
Plattenspieler?
Norderstädter am 18.09.2007  –  Letzte Antwort am 19.09.2007  –  10 Beiträge
Haube jvc ql a5
Jzudemt am 03.09.2015  –  Letzte Antwort am 03.09.2015  –  3 Beiträge
Neuling: kein Ton JVC-QL-Y5F
ossi123 am 26.11.2014  –  Letzte Antwort am 30.11.2014  –  9 Beiträge
JVC QL-A7 Drehzahlabweichung
jvc_graz am 07.11.2005  –  Letzte Antwort am 15.04.2006  –  7 Beiträge
JVC QL-Y55F ohne Funktion!
Balou7054 am 02.08.2009  –  Letzte Antwort am 02.08.2009  –  2 Beiträge
Plattenspieler
bvolmert am 30.08.2004  –  Letzte Antwort am 15.09.2004  –  67 Beiträge
JVC AL-A151 Plattenspieler
Pioneer_Freak am 14.03.2008  –  Letzte Antwort am 15.03.2008  –  10 Beiträge

Anzeige

Produkte in diesem Thread Widget schließen

Aktuelle Aktion

Partner Widget schließen

  • beyerdynamic Logo
  • DALI Logo
  • SAMSUNG Logo

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder825.478 ( Heute: 22 )
  • Neuestes MitgliedRaumfeldfan
  • Gesamtzahl an Themen1.379.815
  • Gesamtzahl an Beiträgen18.282.243

Hersteller in diesem Thread Widget schließen