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Plattenspieler JVC QL-Y5F

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WBC
Inventar
#101 erstellt: 11. Mrz 2018, 17:18
An der Haube poliere ich jetzt schon 14 Tage...alter Schwede, hab keinen Bock mehr, echt nicht - das wird erstmal die letzte Haube gewesen sein, an die ich drangegangen bin...
Dafür sind jetzt die wenigen, aber recht tiefen Kratzer zu 100% verschwunden...

Nun nehme ich mir den Klarlack des Korpus vor, um die Putzschlieren zu entfernen...womit hast Du den poliert, Ralph ?
jenschel
Ist häufiger hier
#102 erstellt: 11. Mrz 2018, 22:06

Also das Ding zum Lackierer gegeben.


Über die Folie lackiert?

...womit hast Du den poliert, Ralph ?


Das interessiert mich auch
ParrotHH
Inventar
#103 erstellt: 11. Mrz 2018, 22:35

jenschel (Beitrag #102) schrieb:
Über die Folie lackiert?

Irgendwie ging das so: Angeschliffen, grundiert, nochmal geschliffen, lackiert.


...womit hast Du den poliert, Ralph ?

Nix besonderes. Auto-Politur für leicht verwitterte Lacke aus dem Baumarkt, davon wenig und vorsichtig. Und darüber dann noch eine Lage Hartwachs. Glänzt schön und ist schön glatt. So hatte ich vor Jahren einen Technics SL-1210, bei dem das Vorleben als Party- und Discoschlampe deutliche Spuren im Lack hinterlassen hatte, wieder auf Vordermann gebracht. Ob das allerdings für die Oberfläche des Furniers geeignet ist, weiß ich nicht.

Parrot
WBC
Inventar
#104 erstellt: 11. Mrz 2018, 23:37
Ich werde es mit Autopolitur versuchen, denke ich...über dem Furnier ist ja auch noch eine Schicht Klarlack, das sollte also passen...

Die habe ich bisher auch immer für meine Hauben benutzt.


[Beitrag von WBC am 11. Mrz 2018, 23:40 bearbeitet]
#linn-fan#
Inventar
#105 erstellt: 12. Mrz 2018, 00:27
Hallo Parrot, hallo WBC,

ich klinke mich in eurem Thread mal ein, da hier ja der versammelte Fachverstand zum Y5F versammelt zu sein scheint. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen?

Durch euren Thread aufmerksam geworden, habe ich mir auch einen aus dem Netz gefischt. Jetzt habe ich aber eine Herausforderung, die es zu Lösen gilt.

Der Tonarm verhält sich nach meiner Maßgabe ungewöhnlich, eher defekt,

Und zwar vibriert er (spürbar beim Fingerauflegen) und bewegt sich geräuschvoll. Das Geräusch erinnert an einen E-Motor, der gegen einen Widerstand arbeitet. Oder einen Antriebsriemen, der über einer Rolle ruckelt (spannen, springen, spannen, springen), also drüber gezogen wird, da die Rolle selber nicht frei dreht.

Und zwar vom Drücken der START Taste bis zum Aufsetzen der Nadel auf der Platte. Und auch wieder zurück bis zur Ablage auf der Tonarmstütze (beim Absetzen auf der Tonarmstütze kann man es am Besten hören)

.
[edit]
- es macht keinen Unterschied welchen TA oder welche Headshell ich nehme
- Auflagegewicht, spricht Balancieren und Dumping/AS gemäß Handbuch
- ev. hilft es zu wissen, dass die AK ca. 0,3 g vom Sollwert abweicht (gemessen mit TA-Waage bei festgehaltenen Teller)

Wisst ihr Rat?
Ist das eher ein mechanisches Problem oder ein elektronisches? Und wenn es mechanisch ist, wo fange ich am Besten an zu suchen?

Robert


[Beitrag von #linn-fan# am 12. Mrz 2018, 01:30 bearbeitet]
WBC
Inventar
#106 erstellt: 12. Mrz 2018, 01:24
Hallo, das kann doch nur vom Tonarmantrieb, sprich der Mechanik kommen.
Die Tonarmelektronik bzw. Steuerung geschieht doch berührungslos, sprich über Magnete und Spulen, da kann dieses Knarren eigentlich nicht entstehen.

Ich würde den Player öffnen und die Mechanik in Funktion prüfen. Evtl. fehlt Schmierung - all dies jetzt aber nur "aus dem Bauch raus". Ich habe das Gerät noch nicht so lange und zum Glück noch keine Erfahrung mit diesbezüglichen Fehlern...

LG Carsten
ParrotHH
Inventar
#107 erstellt: 12. Mrz 2018, 02:02
Hallo!

Einen mechanischen Defekt schließe ich eigentlich aus. Woher soll der kommen? Wenn der Tonarm bei ausgeschaltetem Zustand leichtgängig ist (Pustetest), ist da alles in Ordnung. Schmieren kann man auch nichts, zumindest sagt das Service-Handbuch dazu nichts, und ich wüsste auch nicht wo. "Mechanik" im klassischen Sinne hat das Ding ja überhaupt nicht.

Das Geräusch entspricht ziemlich genau dem, das ich über Kopfhörer hören kann, wenn ich während des Spielbetriebs am Poti die Auflagekraft ändere, und die Elektronik das dann nachregelt. Von daher tippe ich darauf, dass es von der Elektronik kommt. Eine einfache Ursache könnte eben jenes Poti sein, das keinen stabilen Wert mehr liefert, und daher die Elektronik dazu veranlasst, ständig irgendwas nachzuregeln.

"Einfach" mal saubermachen, bzw. vorher mal ausgeschaltet ein paar mal hin- und her drehen. Ich hatte die ganze Tonarm-Einheit zwar gestern in der Hand, aber habe an der Stelle nicht genau hingeschaut. Bei mir funktioniert ja alles. Aber ich glaube, die Potis sind mehr oder weniger offen zugänglich. Man kann sie also mit einem passenden (!) Mittel wie z. B. T6-OSZILLIN ausspülen. Vielleicht hilft das schon.

Wenn das nicht hilft, muss man in die Niederungen des Service-Handbuches eintauchen. Am ehesten trifft es das Fehlerbild "6-(3) No tracking force on play". Dabei ist alles an Möglichkeiten drin, vom Austausch der gesamten Tonarmeinheit, über das Ersetzen einzelner Transistoren oder ICs, bis hin zum einfachen Überprüfen der Stromversorgung.

Klingt nach einer interessanten Aufgabe

Ich glaube schon, dass das behebbar ist. Falls es aber nicht besagtes Poti ist, braucht es dafür sicher mindestens erst mal ein gescheites Multimeter, mit dem man die einzelnen Spannungen an den Testpunkten der Platine laut Checkliste im Service-Handbuch überprüft.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 12. Mrz 2018, 02:25 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#108 erstellt: 12. Mrz 2018, 02:21
Hallo nochmal!

Wenn Du den Dreher aufgeschraubt vor Dir hast, dann sieht das ja ungefähr so aus:

JVC QL-Y5F

Links oben siehst Du die Tonarm-Einheit. Und dort sind auch die beiden Potis zum Einstellen der Auflagekraft und für das Q-Damping.

Du siehst, die sind frei zugänglich, und offen.
Damit würde ich anfangen!

Und dann wirf gleich mal einen kritischen Blick auf die Elkos nahe des Kühlkörpers. Da in der Checkliste auch ein Hinweis auf die Stromversorgung steht, könnte auch hier eine Ursache zu finden sein.

Parrot
#linn-fan#
Inventar
#109 erstellt: 12. Mrz 2018, 10:10
Guten Morgen,

Ich habe gestern Abend den AS Poti gefühlt 10x hin und her bewegt. Im Effekt hat sich eine Veränderung ergeben. Die Vibration (und damit das Geräusch) setzt jetzt erst ein, wenn der TA an der Aufsetzposition ankommt und sich absenkt. Das ist zwar noch keine Lösung, zeigt aber den Weg auf.
Ein anderer Faktor, der auf Verschmutzung hindeutet, ist die Stellschraube zur Justierung der Aufsetzposition. Die geht (ich nenne es mal so) "erstaunlich" schwer. Ich muss den Schraubenzieher relativ kräftig drehen, um die Schraube zu bewegen. Fühlt sich an, als wenn unter der Schraube eine kräftige Feder wirkt.

Also fange ich mit den Potis an.

Jetzt wird gemeinhin ja davon abgeraten bei Potis WD40 oder ein anderes Kontaktspray zu verwenden. Warum ist das hier ok?

Kann ich auch eines dieser Mittel benutzen? Die stehen aus irgendeinem Grund hier rum. Oder sollte ich erstmal mit Druckluft (aus der Dose) anfangen?


WP_20180312_07_39_27_Pro WP_20180312_07_39_38_Pro

Robert
WBC
Inventar
#110 erstellt: 12. Mrz 2018, 16:01
Also Autopolitur bringt nix - rein garnix...ich denke, da muss ein Mittel ran, welches etwas mehr "Schleifwirkung" mitbringt...
#linn-fan#
Inventar
#111 erstellt: 12. Mrz 2018, 16:16

WBC (Beitrag #110) schrieb:
Also Autopolitur bringt nix - rein garnix...ich denke, da muss ein Mittel ran, welches etwas mehr "Schleifwirkung" mitbringt...


Sprichst du eigentlich von der Haube oder vom Body?

R.
WBC
Inventar
#112 erstellt: 12. Mrz 2018, 16:35
Ich meine den Body - also Klarlack polieren...
ParrotHH
Inventar
#113 erstellt: 12. Mrz 2018, 16:44

#linn-fan# (Beitrag #109) schrieb:
Also fange ich mit den Potis an.

Jetzt wird gemeinhin ja davon abgeraten bei Potis WD40 oder ein anderes Kontaktspray zu verwenden. Warum ist das hier ok?

Hallo Robert,

da wirst Du von mir keine kompetente Aussage bekommen, da ich mich an der Stelle genauso durchs Internet gewühlt habe, wie Du auch. Letztlich muss man eben aufpassen, das man ein Mittel verwendet, dass nicht auf Dauer die Beläge des Potis zersetzt. WD40 ist so ein Mitttel, und auch diverse Kontaktsprays.

Mein Vater - ursprünglich ausgebildeter Radio- und Fernsehelektroniker und leidenschaftlicher Funkamateur und Hobbybastler - hat mir mal folgende Geschichte erzählt, als ich mit ihm über die Restaurierung eines alten Pioneer-Receivers gemailt habe:


Die Produkte von "Kontakt Chemie" haben schon so manchem Gerät das Überleben gesichert. Bei mir stand auch einmal eine Dose Kontaktspray
unbeaufsichtigt im Schrank. Als ich nach einem viertel Jahrhundert mal danach gesucht habe, fand ich nur noch, ich konnt's kaum glauben, ein Häufchen Rostpartikel und die rote Kunststoffkappe.


Dass ein Produkt mit solchen Eigenschaften den Belag eines Potentiometers zunächst einmal wieder funktionieren lässt, aber auf Dauer dann doch mehr Schaden als Nutzen anrichtet, muss ich nicht weiter ausführen. Das von mir angesprochene T6-OSZILLIN ist dagegen m. W. genau für den Einsatz an und in solchen Bauteilen gedacht.

Parrot
jenschel
Ist häufiger hier
#114 erstellt: 12. Mrz 2018, 21:28

Ich meine den Body - also Klarlack polieren...


Davor rate ich dringend ab. Das Furnier ist kein Furnier sondern ebenfalls eine Folie, zwar gut gemacht aber Folie.
Das sieht man eigentlich schon beim halbwegs genauen hinsehen, mit der Lupe wird dann auch das Druckraster sichtbar. Mit Polieren wird die Oberfläche zerstört.


Jetzt wird gemeinhin ja davon abgeraten bei Potis WD40 oder ein anderes Kontaktspray zu verwenden. Warum ist das hier ok?

Zum "Ausspülen" kann auch Tuner-Spray benutzt werden, das verdunstet rückstandsfrei da es für Drehkondensatoren gedacht war.
Hier ein Link zur Potentiometer-Reparatur
In so einem Poti steckt doch mehr drin als gedacht.

Besser neue passende Potis einbauen. Es kann auch versucht werden eine bestimmte Potistellung der zwei Potis mit Widerständen nachzubauen. Diese dann statt den Potis zu verwenden. Ist das Knarren dann noch da, sind es nicht die Potis.

Jenschel


[Beitrag von jenschel am 12. Mrz 2018, 21:37 bearbeitet]
#linn-fan#
Inventar
#115 erstellt: 13. Mrz 2018, 10:24
@jenschel, irgendwas ist ja immer. Und immer dasselbe. Wenn man etwas richtig machen will, wird's aufwändig. Mechanische Überholung, statt Chemie ist zwar wahrscheinlich der bessere Weg, aber eben nichts für mal eben so.

Jetzt warst du an der Stelle TUNE-SPRAY etwas unpräzise. Welcher von denen, die hier vorgeschlagen wurde ist TUNER-Spray? Oder sprechen wir von ganz was anderem?

Und wenn ich den weg "neuer Poti" gehe, wie finde ich den Passenden/Richtigen?

Ersatz durch Widerstände ist keine Option, da dann der Vorteil des JVC weg ist. Die ganze Konstruktion wäre Ad absurdum geführt.

Robert
jenschel
Ist häufiger hier
#116 erstellt: 13. Mrz 2018, 10:43
Hallo Robert,
das Tunerspray ist von CRAMOLIN
Nennt sich einfach Tuner.
Die Ersatzschaltung sollte auch nur zum testen dienen. Kann natürlich auch irgend ein anderes intaktes Poti mit dem passenden Wert verwendet werden.
Mit fliegender Verdrahtung.


[Beitrag von jenschel am 13. Mrz 2018, 21:27 bearbeitet]
WBC
Inventar
#117 erstellt: 14. Mrz 2018, 14:29
Ich habe den JVC nun auseinander und nach Durchsicht aller relevanter Baugruppen dachte ich, dass da außer polieren nix auf mich zukommt (Füße sind ok, Lager ist noch vernünftig geschmiert, die Trafogummis sind noch wie neu...

aaaber dann hab ich mir die Elkos und deren Peripherie angesehen und weiss, dass ich scheinbar nun doch was machen muss...


IMAG2487


Ralph, wo hast Du Deine neuen Elkos bestellt...???


[Beitrag von WBC am 14. Mrz 2018, 14:30 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#118 erstellt: 14. Mrz 2018, 14:45

WBC (Beitrag #117) schrieb:
..aaaber dann hab ich mir die Elkos und deren Peripherie angesehen und weiss, dass ich scheinbar nun doch was machen muss...

Hui...

Jetzt würde mich mal die Meinung der anderen Diskutanten interessieren, ob das immer noch eine Verklebung sein kann?!

Bestellen tue ich solche Dinger immer bei Reichelt, der Conrad vor Ort und auch im Netz ist in der Beziehung leider nicht so gut ausgestattet.

Bei Interesse schick mir Deine Adresse per PM, ich habe die alle in ausreichender Stückzahl hier (bzw. zu Hause), und könnte die in einen luftgepolsterten Umschlag stecken. Bei Reichelt ärgere ich mich immer über die üppigen Versandkosten (5,60€), die den Warenwert oftmals übersteigen...

Parrot
WBC
Inventar
#119 erstellt: 14. Mrz 2018, 15:20
Hast PM...

PS: ich hab jetzt kein Bock darauf, noch ein Foto einzustellen, aber das ist ganz sicher ausgelaufenes Elektrolyt auf der Platine - auf der vieldiskutierten Bodenplatte sind nämlich exakt unter den darüberhängenden Elkos dunkle Stellen von draufgetropftem und ins Material eingezogenem Elektrolyt zu sehen...

By the way, muss ich die Stellen rund um die Elkos nach dem Auslöten mit irgendeinem Zeug behandeln, um das doch sicherlich aggressive Zeug dort wegzubekommen...?

Ich habe "Tuner 600" hier...


[Beitrag von WBC am 14. Mrz 2018, 15:33 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#120 erstellt: 15. Mrz 2018, 16:29
Moin!

Das Material ist unterwegs.
Viel Spass beim Aus- und Einlöten!

Ich sach ja: die Elkos müssten ein wenig mehr Abstand zum Kühlkörper haben. Das bescheuerte ist ja, es gibt überhaupt keinen echten Grund, das da so eng zu machen. Wenn man sich die Platine an der Stelle ansieht, dann springt einen die Leere genau in diesem Segment ja geradezu an. Hätte man ganz einfach ein wenig weiter absetzen können, und gut ist.

Na ja, wie gesagt, hat ja trotzdem fast 40 Jahre gehalten.

Gerade kam mir die völlig irre Idee, im Gehäuse noch einen kleinen Lüfter unterzubringen. Da gibt es mittlerweile ja mannigfaltig Auswahl. Man könnte ihn auf den "Pappboden" schrauben, an eine bereits gelochte Stelle in der Nähe der Stromversorgung.

Das Ding müsste ja nur ein ganz klein wenig Luftbewegung erzeugen, um einen Wärmestau am Kühlkörper zu vermeiden. Je nachdem, was man wie anzapft, hat man die Wahl zwischen 5, 10 und 12 Volt. Damit könnte man sicher einen passenden Lüfter mit "Unterspannung" unhörbar und vibrationsfrei betreiben! Sowas habe ich im Lowboard meiner Zweitwohnung gemacht, wo ich in die Rückwand einen gaaaanz langsam drehenden - und damit unhörbaren - Gehäuselüfter in die Rückwand gesetzt habe. Er wird über die 5V-Leitung eines USB-Ports des AVRs betrieben, und durch den AVR ein- und ausgeschaltet. Vorher wurde der Regalboden über meinem AVR immer ziemlich warm, nun wird die Wärme über einen winzigen Luftstrom abgezogen, und der Rest des Lowboards bleibt kühl.

Auf die Art würden die Bauteile dann noch die Urenkel meiner nicht vorhandenen Kinder überleben...
Vorher geht natürlich regelmäßig der Lüfter kaputt...

Mann, was mein Hirn alles so produziert...

Parrot
WBC
Inventar
#121 erstellt: 15. Mrz 2018, 16:53
Ich kann da gegenhalten - unter meiner Schädeldecke entsteht gerade ein Bild von einem QL-Y5F, welcher aussieht wie ein Röhrenamp - ich denke, ich werd' die Elko - Füße verlängern und die Elkos dann bündig auf dem Chassis neben dem Plattenteller rauskommen lassen...erinnert dann etwas an ein Atomkraftwerk...
Platz ist dort ja genug, da kein Strobo vorhanden ist und thermische Probleme gehören dann ebenfalls der Vergangenheit an...

Ich glaub, ich werde schon mal die Bohrungen setzen...hab grad nix zu tun...und wenn dann in den nächsten Tagen die Bauteile und die Lötpumpe ankommen, kann ich sofort mit dem Einpassen beginnen...

Bis später dann...



[Beitrag von WBC am 15. Mrz 2018, 16:55 bearbeitet]
jenschel
Ist häufiger hier
#122 erstellt: 17. Mrz 2018, 14:45
Guten Morgen,

die ELKOS sehen wirklich übel aus und wurden ganz offensichtlich von den benachbarten Bauteilen beheizt. Ist schon Interessant da ich als Ersbesitzer eines QLY-5F auf der Platine ein etwas anderes Bild habe. Der Unterschied liegt wohl in der Benutzung da es bei mir nicht so schlimm aussieht. Der Plattenspieler wurde immer genutzt, nur habe ich ihn nach dem Abspielen immer ausgeschaltet (nicht vom Netz getrennt). Der Dreher von WBC war, so meine Vermutung, fast durchgehend eingeschaltet. Ausschalten ist einfacher als Lüfter einbauen

Gruß Jenschel
WBC
Inventar
#123 erstellt: 17. Mrz 2018, 15:05
Hi Jenschel

ich glaube hingegen, dass mein Gerät recht wenige Betriebsstunden hinter sich hat.

Einige Details deuten m.M.n. darauf hin.

Die Slipmat ist noch so gut wie neu, keine Riefen, Kratzer und die "Fertigungsspuren" sind noch unangetastet - nichts speckig und abgegriffen, wie nach 30 Jahren des Gebrauchs eigentlich üblich.
Der Teller läuft sehr lange nach und dreht nach dem Stillstand auch wieder ein wenig zurück.
Auch die am häufigsten gebrauchten Tasten (start/stop, up/down) sind nicht verfärbt.
Die Haube hatte bis auf wenige tiefere Kratzer keine feinen Schlieren durch Reinigung oder täglichem Gebrauch - eigentlich nach 30 Jahren kaum vermeidbar.
Und jetzt das für mich wichtigste Indiz:
Wenn das Gerät viel benutzt /lange eingeschaltet worden wäre, wäre der Trafo lange gelaufen und dementsprechend über einen längen Zeitraum warm geworden - dann müßten die Dämpfergummis des Trafos spröde und hart sein - zumindest bereits bräunlich verfärbt.
Diese hier sind hellgrau und so weich wie Neuteile...

Das Bild der Elkos passt so überhaupt nicht zu dem restlichen Zustand des Gerätes, ich verstehe das auch nicht...


[Beitrag von WBC am 17. Mrz 2018, 15:10 bearbeitet]
jenschel
Ist häufiger hier
#124 erstellt: 17. Mrz 2018, 15:34
Hallo WBC,

stimmt da passt was nicht zusammen, mein eigener Plattenspieler der immer lief aber nie auf dauer an war hatte versprödete Trafogummis, der Plattenteller lauft lange nach und hatte ich deswegen nicht nachgeschmiert. Der zweite zugekaufte, hatte top Trafogummis aber der Plattenteller lief sehr kürz nach, erst nachdem ich das Lager neu geschmiert hatte lief er ordentlich nach. Die Bedienelemente sind bei beiden wie neu und bei dem zugekauften Spieler war die Slipmap vom aussehen zwar Top, aber scharf abgegrenzt brüchig, da der Plattenteller jahrelang nicht mehr drehte und die Sonne wohl immer auf die selbe Stelle schien. Bei beiden Drehern sehen die ELKOS optisch gut aus.
thomasfoerster
Stammgast
#125 erstellt: 17. Mrz 2018, 16:00
Kann das evtl. ein 220/230 Volt Problem sein?
Als das Gerät gebaut wurde, betrug ja hierzulande die Netzspannung noch 220 Volt.
Ja, eigentlich wird die erlaubte Toleranz nicht überschritten.
Aber ob es für jedes Gerät / jeden Spannungsregler OK ist, dauerhaft an der Obergrenze betrieben zu werden?
Bzw. auch wenn es für den Spannungsregler OK ist, erzeugt er vielleicht ganz bestimmungsgemäß seit 1987 mehr Abwärme als die Designer in Betracht gezogen haben.
Könnte eine Umstellung auf 240 Volt (sollte ja per Schalter gehen, war damals Netzspannung in UK) das Problem evtl. an die untere Toleranzgrenze verschieben?

Nur so ein Gedanke... sorry wenn es Unsinn sein sollte.

Gruß
Thomas
WBC
Inventar
#126 erstellt: 17. Mrz 2018, 17:28
Den gleichen Gedanken hatte ich auch schon, wie auch immer - umstellen kann ich hier aber nichts, da mein Gerät als "Europagerät" überhaupt keine Spannungsumstellung hat - da, wo z.B. bei Parrot (US-Ausführung) die Umstellung ist, ist bei mir einfach nur gähnende Leere im Korpus...


[Beitrag von WBC am 17. Mrz 2018, 17:29 bearbeitet]
jenschel
Ist häufiger hier
#127 erstellt: 17. Mrz 2018, 19:37
Deshalb im #93 der Link der, wenn ein Umschalter vorhanden ist, hilfreich sein sollte. 240V Stellung kann nicht schaden.
Meine beiden haben auch keine Umschalter.
WBC
Inventar
#128 erstellt: 17. Mrz 2018, 19:54
Ja also kann ich diesbezüglich sowieso nix tun...
#linn-fan#
Inventar
#129 erstellt: 18. Mrz 2018, 21:53
Ich mal wieder.......Y5F mit "Geräuschen".

Ich habe jetzt nicht mit Chemie, sondern mit Druckluft die ersten Versuche gemacht. Änderung keine.

Was allerdings das Phänomen lindert ist Gewicht. Wenn ich auf den TA, genauer auf das Gehäuse neben dem eigentlichen TA, ein Gewicht lege (hier 5er Sechskant-Schlüssel), dann verändert sich das Verhalten derart, dass das Geräusch nur noch bei der Abwärtsbewegung des TA auf die Platte auftritt.

Hilft das weiter bei der Einschätzung?

R.
ParrotHH
Inventar
#130 erstellt: 19. Mrz 2018, 12:14
Hallo lf,

das hilft nicht wirklich. Was das zusätzliche Gewicht konkret bewirkt, ist mir jedenfalls unklar. Es könnte einfach nur für mehr Bedämpfung sorgen, und damit das immer noch vorhandene Geräusch leiser machen, da die Zarge nicht mehr angeregt wird. Ich bin jedenfalls ziemlich sicher, dass Du Regelbewegungen hörst, ausgelöst durch die Elektronik. Hand- oder Schlüsselauflegen wird das Problem nicht beseitigen.

Und auch Druckluft wird nicht mehr leitende Kontakte nicht sonderlich beeindrucken.
Verdreckte Herdplatten habe ich jedenfalls noch nie durch Pusten sauber bekommen!

Hast Du das Gerät schon mal offen gehabt?
Wie sehen die Elkos am Kühlkörper aus?

Du musst auch keine große Angst haben, mit einem geeigneten Reinigungsmittel in die Potis zu sprühen. Was soll groß passieren? Bevor Du das Gerät nach dem Reinigen wieder einschaltest, bzw. mit dem Stromnetz verbindest, solltest Du nur so lange warten, bis die Flüssigkeit verdunstet ist, sie also nicht irgendwo ungewünscht einen Kurzschluss auslöst.

Wo wohnst Du denn überhaupt? Wenn Du in der Nähe von Hamburg oder Karlsruhe ansässig bist, könnte ich vielleicht mal in die Kiste schauen!

Parrot
#linn-fan#
Inventar
#131 erstellt: 19. Mrz 2018, 13:23
Hallo Parrot,

Ich bin da halt vorsichtig...... immerhin bin ich mit dem Verkäufer m Gespräch und da will ich nichts kaputt machen.
Die Elkos sehen so aus wie erwartet. Ersetzungswürdig

WP_20180318_18_34_45_Pro

Und die Füße ebenfalls

WP_20180318_18_41_03_Pro

Wo soll eigentlich das Gummis sein, das den Trafo hält? Ich sehe da kein Gummis? Und ein Europamodell ohne Umschalter scheint es auch zu sein, oder?

WP_20180318_18_34_55_Pro

R.


[Beitrag von #linn-fan# am 19. Mrz 2018, 13:31 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#132 erstellt: 19. Mrz 2018, 14:49
Hallo lf,

ja, die Elkos sind m. E. durch. Auf dem Bild, in dem man die Platine von oben in der Totalen sieht, erscheint es sogar so, als sei das Elektrolyt eines Elkos (C826) soweit ausgelaufen, dass das Zeugs schon um die Beine eines der am Kühlkörper montierten Leistungstransistoren geflossen ist. Jedenfalls kann man da eine Pfütze sehen, bzw. einen hellen Fleck, vielleicht kannst Du davon nochmal ein Foto machen.

Da fließen also vielleicht schon Ströme an Stellen, wo sie es nicht sollen. Und das könnte wieder zur Checkliste passen, in der bei Problemen mit der Auflagekraft ganz pauschal zur Prüfung der Versorgungsspannung geraten wird.

Also sollte man diese Elkos erst mal auslöten, und die Platine an der Stelle richtig sauber machen, und anschließend neue einlöten. Ich habe die Rückstände des Elektrolyts mit einem Glasfaserradierer, grobe Teile auf mit dem Schraubenzieher, entfernt. Ob der Transistor am Kühlblech auch schon einen weg hat, kann ich nicht sagen. Eins nach dem anderen. Immerhin: es scheint die betroffenen Typen noch als Ersatzteil zu geben.

Das Gummi, an dem der Trafo hängt, kannst Du erst sehen, wenn Du die beiden Befestigungslaschen aus Metall abschraubst. Aber um den Part würde ich mich erst kümmern, wenn wir das erste Problem gelöst haben.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 19. Mrz 2018, 14:50 bearbeitet]
WBC
Inventar
#133 erstellt: 19. Mrz 2018, 14:57
Ja, die Gummis sitzen unter den Winkeln, die den Trafo halten. Die Verfärbungen an den Elkos sehen aus, als wenn die von den Widerständen davor verursacht wurden. Werden die kleinen Teile so heiß?


[Beitrag von WBC am 19. Mrz 2018, 14:58 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#134 erstellt: 19. Mrz 2018, 15:16

WBC (Beitrag #133) schrieb:
Ja, die Gummis sitzen unter den Winkeln, die den Trafo halten. Die Verfärbungen an den Elkos sehen aus, als wenn die von den Widerständen davor verursacht wurden. Werden die kleinen Teile so heiß?

Spezifiziert sind sie bis 1/2 Watt, was jetzt nicht so viel ist. Aber offenbar wird der Wert dann auch ausgereizt. Die Dinger stehen ja absichtlich hoch, sodass sie mehr Luft abbekomen.

Ich sehe schon, meine Idee mit dem Lüfter...

Parrot
WBC
Inventar
#135 erstellt: 19. Mrz 2018, 15:23
Das mit dem "hochstehen" macht schon Sinn...
Bau mal den Lüfter ein - wenn der keine Vibrationen oder Störeinstrahlungen verursacht, bau ich das nach...



[Beitrag von WBC am 19. Mrz 2018, 15:23 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#136 erstellt: 19. Mrz 2018, 15:53
Hallo!

Ja, vielleicht verfolge ich die Idee mit dem Lüfter tatsächlich nochmal weiter. Einziges Problem ist m. E. tatsächlich, dass es Vibrationen zu vermeiden gilt. Aber es gibt da für den PC-Bereich inzwischen ja eine Menge Lüfter, die entsprechend hochwertige Lager haben und gepuffert sind, damit sie nicht das PC-Gehäuse in Resonanz bringen.

Wie gesagt, gedacht hatte ich daran, den Lüfter unterhalb der Spannungsversorgung auf den Boden zu setzen. Auf dem Bild von lf also links unten. Das ist der vom Tonarm am weitesten entfernte Punkt, und dort ist der Boden sogar schon gelocht. Mit etwas Glück kann man einfach vorhandene Löcher zum Verschrauben benutzen. Die anderen würde ich vielleicht noch ein wenig aufbohren, und den Lüfter dann die Luft sachte ganz sachte aus dem Gehäuse herausblasen lassen. So wie der Rest aussieht (weitere Löcher im Boden, und in der Zarge nach oben) müsste das eigentlich einen Luftstrom um den Kühlkörper herum erzeugen.

Ma schaun, vielleicht ist die Idee doch gar nicht so spinnert, wie ich zunächst dachte.
Oder kann mich vielleicht da ein anderer Sachkundiger wieder "einfangen" oder gar bestätigen?

Und noch eine Frage an kundige Elektroniker: lohnt es sich, die Wärmeleitpaste zu erneuern, die zwischen den Transistoren und Kühlkörper doch recht hart und rissig aussieht? Vielleicht auch Auslöser des Problems, weil die Elkos nur deshalb so warm werden, weil die Transistoren ihre Hitze nicht mehr beim Kühlkörper loswerden.

Und wo wir dabei sind: das Pärchen der Ersatztransistoren bekommt man z. B. hier. Ist das riskant, weil potentiell billige Fälschung, oder kann man sowas bedenkenlos einbauen? Bei Reichelt finde ich nur den 2SB507 bzw. den 2SD313 ohne "V", und ich finde aus dem Stand keine Datenblätter zum Vergleich.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 19. Mrz 2018, 15:59 bearbeitet]
WBC
Inventar
#137 erstellt: 19. Mrz 2018, 16:10
Nochmal zum Lüfter: die Luft, die der rausschaufeln soll, muss man auch ins Gehäuse reinbringen, sonst funktioniert das ganze nicht...und damit wird es schwierig, will man nicht das Gehäuse durch Lüftungsschlitze versauen. Da wär es nämlich bei mir vorbei...
Die Luft müsste schon irgendwo bei dem Kühlkörper rein und dann in der Nähe des Motors wieder raus...
ParrotHH
Inventar
#138 erstellt: 19. Mrz 2018, 17:04

WBC (Beitrag #137) schrieb:
Nochmal zum Lüfter: die Luft, die der rausschaufeln soll, muss man auch ins Gehäuse reinbringen

Ja, stimmt. Aber schau Dir doch mal die Bodenplatte an. Dazu nochmal das Bild von Jenschel:

Boden neu alt

Da sind einerseits die Löcher "links unten", wo ich also den Lüfter platzieren würde. Und dann sind da Löcher in Höhe das Trafos "rechts unten", und außerdem noch die Öffnung in der Zarge mit der Verblendung wo bei mir der Umschalter für die Spannung ist. Die Löcher direkt beim Kühlkörper würde ich vielleicht sogar verschließen, damit die Luft so fließt, wie ich das gerne hätte, nämlich beim Trafo - durch den Sog - ins Gehäuse hinein, um den Kühlkörper herum, und dann durch den Lüfter wieder raus... das könnte genau passen.

Man braucht ja auch keinen starken Luftzug. Es reicht, dass sich überhaupt was bewegt, um Hitzenester zu vermeiden. Im Originalzustand kann zwar Luft durch die Lüftungslöcher ins Gehäuse, aber dann kann diese Luft ja nirgendwo hin entweichen.

Ich werde mir die Tage aber auch mal den Kühlkörper genauer anschauen, bzw. prüfen, ob der überhaupt richtig warm wird, und die Leistungstransistoren ihre Abwärme überhaupt an ihn loswerden.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 19. Mrz 2018, 17:23 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#139 erstellt: 19. Mrz 2018, 17:17
Hi,


ParrotHH (Beitrag #138) schrieb:
Ich werde mir die Tage aber auch mal den Kühlkörper genauer anschauen, bzw. prüfen, ob der überhaupt richtig warm wird, und die Leistungstransistoren ihre Abwärme überhaupt an ihn loswerden.


vermutlich schon.
Zur Kühlung ist es am besten den Lüfter frontal auf das Kühlblech zu richten.
ParrotHH
Inventar
#140 erstellt: 19. Mrz 2018, 17:37

.JC. (Beitrag #139) schrieb:
Zur Kühlung ist es am besten den Lüfter frontal auf das Kühlblech zu richten.

Halte zu Gnaden, dass man auf die Art nur Bewegung innerhalb der Zarge erzeugt, aber keinen Luftstrom, der Frischluft in die Zarge hinein, und Warmluft aus ihr heraus transportiert.

In vielen Industriegeräten, Servern und PC´s ist es ganz normal, solch einen Luftstrom genau so zu erzeugen: man platziert einen Lüfter "am Ende" des gewünschten Luftstroms, der Luft aus dem Gehäuse herausbläst. Und man schafft geeignete Einlässe, an denen die Luft durch den Unterdruck der herausgeblasenen Luft in das Gehäuse eingesogen wird.

Zwischen diesen Punkten platziert man die zu kühlenden Bauteile, bzw. die Kühlkörper.
Nur Bauteile, die sehr warm werden, bekommen - z. B. Prozessoren - einen eigenen Lüfter spendiert.

Immer daran denken: auch so hat alles fast 40 Jahre durchgehalten. Ein ganz klein wenig mehr an Lüftung sollte die Lage also deutlich verbessern, falls die 105°C-Typen es nicht ohnehin schon tun.

Parrot
ParrotHH
Inventar
#141 erstellt: 19. Mrz 2018, 17:55
Übrigens, zur allgemeinen Erheiterung: hier kann man betrachten, wie "Audiophile" ohne Sinn und Verstand ihr schönes Gerät so richtig nachhaltig verhuntzen.

Das hatte ich schon vor ein paar Wochen irritiert zur Kenntnis genommen, als ich mich über den JVC informiert habe. Aber mit dem Wissen um die aufgrund der Wärme gealterten Elkos rauft man sich ob des Schwachsinns nochmal besonders die Haare. Wenn man noch welche hat.

Parrot
ParrotHH
Inventar
#142 erstellt: 19. Mrz 2018, 18:49

ParrotHH (Beitrag #132) schrieb:
Auf dem Bild, in dem man die Platine von oben in der Totalen sieht, erscheint es sogar so, als sei das Elektrolyt eines Elkos (C826) soweit ausgelaufen, dass das Zeugs schon um die Beine eines der am Kühlkörper montierten Leistungstransistoren geflossen ist. Jedenfalls kann man da eine Pfütze sehen, bzw. einen hellen Fleck, vielleicht kannst Du davon nochmal ein Foto machen.

Ich habe mir zum Vergleich nochmal das entsprechende Bild von Jenschel angesehen. Auch dort ist an gleicher Stelle ein heller "Fleck" zu sehen. Es scheint daher etwas anderes als ausgelaufenes Elektrolyt zu sein, vielleicht ein Aufkleber?

Daher an der Stelle erst mal Entwarnung.
Trotzdem kannst Du davon mal ein Foto machen, damit man das besser erkennen kann.

Parrot
WBC
Inventar
#143 erstellt: 19. Mrz 2018, 18:59
Stell Dir vor, so eine Kiste kriegste über ebay vor die Türe gestellt...

Nochmal zum Lüfter - das mit dem Luftstrom würde tatsächlich passen - der Lüfter müsste dann direkt auf die von Dir beschriebenen Löcher platziert werden, damit er direkt rausblasen kann - dann wären ein paar mehr Löcher natürlich vorteilhaft, damit der freie Querschnitt größer wird und der Abluftstrom nicht durch einen Luftstau direkt am Lüfter vorbei wieder zurückgedrückt wird - dann haste nämlich 'nen klassischen Kurzschluss produziert und es funzt nicht.
ParrotHH
Inventar
#144 erstellt: 19. Mrz 2018, 19:16
Hallo Carsten,

ich sehe das ja eher sportlich. Nach so langer Zeit gibt es eben Verschleiß, auch bei der Elektronik. Das gute ist ja, dass tendenziell eher der "grobe Teil" kaputtgeht, also die Stomversorgung, da dort am meisten Strom und damit auch Wärme anfällt. Die ist aber am einfachsten wieder in Gang zu bekommen.

Ist bei den alten Duals ja auch so: wenn, dann erwischt es zumeist die Siebelkos des Netzteils und die berühmten Knallfrösche. Auf der Motorsteuerung selbst geht doch eher selten was kaputt. Ich hoffe, das gilt auch beim JVC für die restliche Elektronik, bin da aber guten Mutes.

Zum Luftstrom: ich hatte ja geschrieben, dass man die vorhandenen Löcher besser noch aufbohren sollte. Mal schauen, ich werde am kommenden Wochenende vielleicht ein wenig experimentieren und später berichten. Erst mal will ich rausfinden, ob man einen 80mm-Lüfter dort anbringen kann, ohne neue Löcher zu bohren, und den mit 5V der Bordspannung so betreiben kann, dass man ihn weder hört noch spürt. Erst dann werde ich mich zu Maßnahmen durchringen können, die man nicht mehr rückgängig machen kann. Vielleicht bedämpfe ich dann die Bodenplatte doch noch mit den bereits erwähnten Akustikmatten aus Bitumen.


Ich habe im übrigen bisher noch keinen Schraubenzieher gefunden, mit dem ich die Verkleidung des Tonarms (die "Zigarettenschachtel") öffnen könnte. Eigentlich wollte ich den Tonarm im angehobenen Zustand etwas niedriger stellen, aber ich komme da halt so nicht an das entsprechende Poti.

Parrot
WBC
Inventar
#145 erstellt: 19. Mrz 2018, 19:25
Ich habe ein solches Werkzeug hier liegen - hab ich damals mal - ich meine von einem Kesselhersteller - bekommen...ist aber ein wenig zu "grob" für die kleinen Schräubchen.
Aber als Modell taugt er gut - such Dir einfach einen passenden Schlitzschraubendreher (unmagnetisch) mit entsprechender Breite, spanne diesen in den Schraubstock und nimm mit 'ner Flex und schmaler Scheibe einfach das Material mittig weg, bis er passt - musst Du aber sehr langsam und unter Kühlmittelzugabe machen, sonst glühen die "Spitzen" aus und werden butterweich, dann ist das Teil für die Tonne. Nachbearbeiten mit 'ner Modellbaufeile (wegen dem Grat) und los geht's...


[Beitrag von WBC am 19. Mrz 2018, 19:26 bearbeitet]
WBC
Inventar
#146 erstellt: 20. Mrz 2018, 18:11
@ Parrot

die Elkos sind heute angekommen und ich bin nun am auslöten.

Ich verstehe jetzt, warum Du Spaß am "Elkotausch" hast...


vor der Reinigung

IMAG2724

und nachher

IMAG2726


- die Platine sieht jetzt viel aufgeräumter / leerer aus...

IMAG2730


Morgen geht's weiter...


[Beitrag von WBC am 20. Mrz 2018, 18:12 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#147 erstellt: 20. Mrz 2018, 19:37
Sieht gut aus jetzt.
War ja ganz schön Schmodder auf der Platine.

Ich glaube, was mir an der Aus- und Einlöterei auch gut gefällt, dass man einfach greifbar was geschafft hat. Am Ende liegt ein Haufen alter Bauteile auf dem Tisch, auf der Platine hat man dafür schöne neue Exemplare. Und anschließend funktioniert sogar alles wieder.

Ich bin ja in der Software-Branche. Da arbeitet man monatelang, nichts davon ist körperlich greifbar, und wenn man fertig ist (falls man das überhaupt jemals ist), lädt man den Kram irgendwohin hoch. Und anschließend funktioniert es natürlich nicht...

Parrot
WBC
Inventar
#148 erstellt: 21. Mrz 2018, 18:42
Geschafft - er läuft - das erstemal, seit ich Ihn hier habe. Und ich muss sagen, das, was ich da höre, gefällt mir sehr gut...

@Parrot
ich habe die Füsse der großen Elkos übrigens so angewinkelt, dass die Pötte nun ca. 10mm weiter vom Kühlkörper entfernt stehen als die alten - und das zusätzlich mit etwas Schrägstand vom KK weg - mehr konnte ich jetzt auf die schnelle nicht tun. Die Elkos sind ja sowieso schonmal kleiner im D als die alten Pötte...

Darauf trinke ich erstmal einen...




[Beitrag von WBC am 21. Mrz 2018, 18:52 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#149 erstellt: 21. Mrz 2018, 19:09
Hallo Carsten!

Herzlichen Glückwunsch. Freut mich zu hören, dass der Bauteiletausch geklappt hat.
So eine Aktion schafft eine ganz andere emotionale Verbindung zu dem Gerät



Dem stolzen Besitzer sei dann nochmal dieser alte Test ans Herz gelegt, wo der JVC QL-Y5F dem Sony PS-X75 zeigt, was eine Harke ist.

Parrot
WBC
Inventar
#150 erstellt: 21. Mrz 2018, 19:14
Noch was fällt sofort auf:

der JVC erzeugt keine Rückkopplungen - ich kann deutlich lauter damit hören als mit allen anderen Playern, die ich hier stehen habe...(obwohl er am Aikido angeschlossen ist und dieser bekanntlich keinen Subsonic hat...)
ad-mh
Inventar
#151 erstellt: 21. Mrz 2018, 22:38
Wieder einer gerettet.
Das erfreut.
Viel Spaß mit dem Dreher.
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