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Plattenspieler JVC QL-Y5F

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Beitrag
ParrotHH
Inventar
#51 erstellt: 13. Feb 2018, 20:41

jenschel (Beitrag #36) schrieb:
Restaurierung Plattenspieler JVC QL-Y5F

Hallo Jenschel,

für den Fall, dass Du das hier lesen solltest - und selbst wenn nicht: Danke für Deinen Bericht!
Ich bin seit ein paar Tagen ebenfalls Besitzer eines JVC QL-Y5F, und daher helfen mir Deine Hinweise sehr.

Auch bei meinem Exemplar sind z. B. die Gummis in den Füßen porös und müssen ersetzt werden. Dafür sind die Aufhängungsgummis des Trafos noch in perfektem Zustand. Außerdem bin ich beruhigt, dass es auch bei Dir elend lange gedauert hat, bis die Achse wieder ins gereinigte und frisch geölte Lager gesunken ist. Kenne ich von meinen anderen Drehern nicht so extrem.

Derweil kann ich mich dann um andere Dinge kümmern, z. B. an der Zarge herumwischeln, um den leichten Nikotingeruch wegzubekommen. Und eine Schraube suchen, die mir heruntergefallen ist, weil ich Blödmann aus Faulheit den nichtmagnetischen Schraubenzieher verwendet habe...

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 14. Feb 2018, 00:48 bearbeitet]
Dan_Seweri
Inventar
#52 erstellt: 14. Feb 2018, 09:05

ParrotHH (Beitrag #51) schrieb:
z. B. an der Zarge herumwischeln, um den leichten Nikotingeruch wegzubekommen.

Nimm Rasierschaum als Reinigungsmittel. Damit ist das Nikotin ratzfatz weg, ohne dass die Oberfläche des Drehers angegriffen wird.
WBC
Inventar
#53 erstellt: 14. Feb 2018, 09:10
Vielen Dank für den Tip...werd' ich ausprobieren...
ParrotHH
Inventar
#54 erstellt: 14. Feb 2018, 09:25
Moin!

Da ich ein echter Kerl bin, gibt es bei mir *natürlich* keinen Memmenkram wie Rasierschaum aus der Dose. Solche Convenience-Produkte sind was für Spotify-Hörer, aber doch nicht für mich, der seinen Geräten mit Willen, Wissen und harter Arbeit guten Klang abringt, und diese Herangehensweise auch auf die Entfernung der Gesichtsbehaarung anwendet.

Soll ich also meine edle Rasierseife von "Taylor of Old Bond Street" mit meinem Dachshaarpinsel auf die Zarge schmieren...?

Aber im Ernst: die Flächen der Zarge sind nicht das Problem. Es dünstet jetzt noch aus den Ecken und Ritzen, an die man nicht so gut herankommt, bzw. denen man eigentlich nichts Flüssiges zumuten will. Ich spreche vom Bereich des Tonarms und seiner Basis. Diesen Stellen rücke ich meist mit einem mit Glasreiniger getränkten Pinsel zu Werke, und das mehrfach. Mittlerweile ist der Geruch auch fast weg. Mit Pech liegt das aber an meine Erkältung

Parrot
jenschel
Ist häufiger hier
#55 erstellt: 14. Feb 2018, 19:44
Hallo Parrot,

das freut mich, dass ich dir helfen konnte, sollte ja auch der Sinn der Aktion sein.
Schließlich ist das „Massenprodukt“ doch eher selten und ich bin der Meinung, es handelt sich hier um einen der besten Spieler. Auf jeden Fall habe ich es nie bereut den Thorens TD160 verkauft und den JVC gekauft zu haben.
Gestern habe ich mir die Nadel vom Abtaster Denon DL-110 unter dem Mikroskop angesehen und festgestellt, dass der Diamant noch perfekt aussieht. Übrigens, für solche Fälle nehme ich zum Nadelreinigen nur ein rein biologisches Produkt, das viel besser ist als irgendwelche teuren Tinkturen. Zumindest ist der Diamant unter zweihundertfacher Vergrößerung blitzblank. Meine Zunge(Schleck )
Die Kontakte am Headshell und im Tonarmende habe dabei prophylaktisch mit einem Q-Tipp, der mit Kontakt Gold 2000 getränkt war gleich mitgesäubert.
Heute ist mir beim musikhören aufgefallen das die leichte Bassschwäche auf dem rechten Kanal, der ich noch nachgehen wollte, weg ist. Das Einzige was ich zwischenzeitlich gemacht hatte, war die Behandlung der Kontakte. Das kann es eigentlich nur gewesen sein oder doch meine Wunderspucke (Voodoo) auf der Nadel.
Da diese Kontaktstellen so ziemlich im verborgen liegen, sollte doch ab und zu mal gereinigt werden. Aber auf keinen Fall mit Kontakt 60.

Gruß Jenschel
ParrotHH
Inventar
#56 erstellt: 14. Feb 2018, 20:44

jenschel (Beitrag #55) schrieb:
das freut mich, dass ich dir helfen konnte, sollte ja auch der Sinn der Aktion sein.

Ziel erreicht!

Schließlich ist das „Massenprodukt“ doch eher selten und ich bin der Meinung, es handelt sich hier um einen der besten Spieler. Auf jeden Fall habe ich es nie bereut den Thorens TD160 verkauft und den JVC gekauft zu haben.

Da könnte ich auch noch was von Dir lernen. Ich kaufe immer nur dazu...

An anderer Stelle habe ich geschrieben, dass ich den Tonarm für einen "großen Wurf" halte. Beim Benutzen des Dings habe ich immer mal diese kurzen Momente, wo ich mir denke: "Ja, genau so muss das sein! Da haben sich Menschen Gedanken um eine Lösung alter Probleme mittels neuer Technik gemacht, und die richtigen Schlüsse gezogen!"

Was das Ding in der Lage ist, mit kritischen Kombinationen zu leisten, hatte ich auch an anderer Stelle bereits gepostet. Auf dem JVC habe ich ein Shure V15 III montiert, auf das ich eine Jico-SAS mit Bor-Nadelträger gesteckt habe, die mir mal günstig zugelaufen ist. Wahrscheinlich wollte der Vorbesitzer die Nadel genau deshalb loswerden: sie funktioniert auf meinem Dual 621/721 überhaupt nicht, auf dem Technics SL-1210 MK II nur mühsam. Die Aufhängung ist zu weich bzw. zu wenig gedämpft, was bei welligen Platten in wilden Ritten und/oder Abflügen endet.

Auf dem JVC verhält sich die SAS-Nadel bei abgeschaltetem Q-Damping und einer Platte mit einem gar nicht sooo fiesem Höhenschlag so:


Und wenn ich das Q-Damping auf den Wert der Auflagekraft einstelle (1,25), dann bietet sich folgendes Bild:


Das finde ich ziemlich überzeugend!

Gegen die Technik wird ihre angebliche Komplexität und die damit einhergehende Fehleranfälligkeit angeführt. Nun kann keiner in die Zukunft blicken, aber irgendwie mache ich mir um die Langzeitqualität des Tonarms keine großen Sorgen, da die Spulen und Magnete, die ihn antreiben im Gegensatz zu mechanisch ausgeführten Automatiken vollständig berührungslos funktionieren (was ja einen Teil der technischen Eleganz ausmacht), und im Prinzip eher "unterkomplexe" Bauteile sind. Und der mechanische Teil des Tonarms ist solide und wertig gefertigt, die Anfassqualität ist mindestens so gut wie bei meinem Technics SL-1210 MK II.

Ich werde mich demnächst noch an der Platine austoben, um zur Sicherheit ein paar Elkos zu tauschen, damit nicht irgendwann das Ableben so eines Bauteils einen der unersetzbaren integrierten Schaltkreise, die das alles steuern, mit in den Tod reißt.

Und dann würde ich gerne noch die Höhe der Liftfunktion einstellen, denn anstatt der im Servicehandbuch angegebenen "6mm über der Plattenoberfläche" schleift die Headshell bei angehobenem Arm gefühlt fast schon an der Zimmerdecke. Dafür müsste ich aber erst mal die Abdeckung des Tonarms abschrauben. Die jedoch ist mit Spezialschrauben befestigt. Nun suche ich einen passenden Schraubendreher. Hast Du da einen Tipp für was passendes, vielleicht sowas? Innendurchmesser der beiden Vertiefungen ist jedenfalls 4,6mm.


Gestern habe ich mir die Nadel vom Abtaster Denon DL-110 unter dem Mikroskop angesehen und festgestellt, dass der Diamant noch perfekt aussieht. Übrigens, für solche Fälle nehme ich zum Nadelreinigen nur ein rein biologisches Produkt, das viel besser ist als irgendwelche teuren Tinkturen. Zumindest ist der Diamant unter zweihundertfacher Vergrößerung blitzblank. Meine Zunge(Schleck )

Ich schau mir ab und an meine Nadeln unterm Mikroskop an, und ich bin mir nicht sicher, ob ich den am Nadelträger und dem Diamanten klebenden Dreck wirklich zu mir nehmen wollte... aber wenns für Dich funktioniert

Da diese Kontaktstellen so ziemlich im verborgen liegen, sollte doch ab und zu mal gereinigt werden. Aber auf keinen Fall mit Kontakt 60.l

Good Point, bei mir bisher kein Problem, aber normalerweise gehe ich solche Stellen im Rahmen der Aufarbeitung bzw. des "Aneignens des Geräts" (viele Maßnahmen sind wahrscheinlich technisch überflüssig, aber das Basteln an so einem alten Gerät brauche ich, damit es dann gefühlt wirklich mir gehört) mit einem Glasfaserradierer an.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 14. Feb 2018, 22:10 bearbeitet]
jenschel
Ist häufiger hier
#57 erstellt: 15. Feb 2018, 20:07
Hallo Parrot,

zwei sehr schöne Videos die zeigen warum ich mir den JVC gekauft habe, die Platten hatten früher noch ganz andere Wellen und da hatte der Thorens doch reichlich Probleme. Der zweite Punkt war, dass mit dem leichten Tonarm des Thorens nur bestimmte Systeme harmonieren. In der Audio oder Stereoplay erschien seinerzeit ein Test zum JVC, in dem sinngemäß stand, dass ein breites Spektrum an Systemen in den JVC eingebaut werden kann.
Als Neugeräte werden solche Plattenspieler nicht mehr gebaut, da kann man sich glücklich schätzen, wenn man noch einen hat.
Bei den Schrauben kann ich dir nicht helfen. Die Höhe beim Einschwenken ist bei meinen zwei Drehern ok.
Auf dem einen JVC habe ich noch die Transrotor Vakuummatte (funktioniert noch) wird aber nicht mehr benutzt da meine etwas eng gepackten Platten inzwischen so gut wie keine Welle mehr haben.
Die Glasfaserradierer habe ich immer zum Rost entfernen genommen, da habe ich wiederum Bedenken, ob die dünne Goldschicht nicht doch zu sehr leidet, ist eigentlich wie feines Schmirgelpapier.

Jenschel
ParrotHH
Inventar
#58 erstellt: 15. Feb 2018, 21:06

jenschel (Beitrag #57) schrieb:
Bei den Schrauben kann ich dir nicht helfen.

Ich habe auf gut Glück ein Set mit Schraubenziehern mit der Spitze in U Form bestellt. Ma schaun, jetzt bin ich erst mal eine Woche unterwegs, danach sehen wir weiter, ich werde berichten, ob es passt. Die Hutelemente sind schon da, ich habe noch ein paar Akustik-Bitumenmatten, mit denen ich den Boden verstärken könnte, und wenn die Kiste auf ist, werde ich mich um die Elektronik kümmern, und versuchen, die spärlich und zu klein im Schaltplan hinterlegten Sollwerte und Sollkurven zu überpüfen.

Zum Boden und der Zarge, zu der man immer liest, sie resoniere und sei "klangverschlechternd" noch ein Einwurf. Da saßen also ein Reihe kompetenter Ingenieure an ihren Schreibtischen, und entwickelten einen Plattenspieler mit einem ambitionierten und völlig neuen Prinzip des Tonarms, der u. a. schädliche Resonanzen eliminieren kann, und ausgerechnet die waren dann zu blöd, sowas triviales wie eine vernünftige Zarge zu konstruieren, und das auch noch bei einem Gerät, bei dem eher kein Sparzwang herrschte.

Ich finde das ... ziemlich abwegig!
Die Jungs wussten halt einfach: für Klang und die Funktion des Geräts im Wohnzimmer ist das egal! Das wars!

Ich werde den Boden trotzdem bearbeiten, einfach, damit er ein besseres Anfass- und Klopfgefühl bietet, wissend, dass es eigentlich wurscht ist. So habe ich das auch schon mit diversen Dual-Bodenwannen gemacht, deren Haptik einfach nicht zur restlichen Qualität der Geräte passt. Wenn ich die dann in der Wohnung umhertrage, fühlt sich das gleich ganz anders an...

Parrot
WBC
Inventar
#59 erstellt: 17. Feb 2018, 17:33
In welchem Zeitraum sind die Teile eigentlich gebaut worden...?

Edith: Hab's gefunden...1980-82...


[Beitrag von WBC am 17. Feb 2018, 18:13 bearbeitet]
WBC
Inventar
#60 erstellt: 20. Feb 2018, 13:05
Hallo all,

ich habe eine grundsätzliche Frage zu dem Plattenspieler.

Laut BDA soll man beim Einstellen/Einrichten des Players das Haupt TA-Gewicht so weit nach vorne schieben wie möglich.
Soweit so gut, dann stellt man die gewünschte AK am "Anti-Skating / Tracking - Force" Rädchen an der Tonarmbasis ein, ebenso "Q-Damping" mit identischem Wert und alles ist gut - den Rest macht die Elektronik.
Und dann kommt nix mehr zum Tonarmgewicht...bleibt das jetzt ganz vorne und kann für ewig vergessen werden...? Kann ich iwi nicht so recht glauben -- ich bin ein misstrauischer Mensch...
Ebenso würd ich gerne mal die tatsächliche AK nachmessen - ist aber scheinbar nicht möglich, denn wenn der Player aus geschaltet ist, sollen ja alle (elektrischen?) Einstellungen "0" betragen...
Oder soll man im stromlosen zustand solange mit dem Gewicht frickeln, bis man seinen gewünschten Wert anliegen hat und beim abspielen übernimmt das dann die Elektronik...?

Oder hab ich jetzt hier einen grundsätzlichen Denkfehler gemacht...???

Fragegruß Carsten
Holger
Inventar
#61 erstellt: 20. Feb 2018, 13:23

WBC (Beitrag #60) schrieb:
Laut BDA soll man beim Einstellen/Einrichten des Players das Haupt TA-Gewicht so weit nach vorne schieben wie möglich.
Soweit so gut, dann stellt man die gewünschte AK am "Anti-Skating / Tracking - Force" Rädchen an der Tonarmbasis ein, ebenso "Q-Damping" mit identischem Wert


Nö, laut BDA kommen erst noch die Punkte 5 und 6 - Tonarm-Höheneinstellung und Abstimmung für Null-Balance, in dem steht: "Drehen Sie das Hauptgewicht so, dass der Tonarm balanciert ist..."

Dies muss selbstverständlich bei jedem Tonabnehmerwechsel erneut getan werden.


[Beitrag von Holger am 20. Feb 2018, 13:26 bearbeitet]
WBC
Inventar
#62 erstellt: 20. Feb 2018, 13:52
Stimmt, ich hab das nicht weiter beachtet, weil der Arm bereits waagerecht schwebte und dabei das Gewicht vorne komplett am Anschlag war...ich hatte wiedermal meinen leichtesten TA genommen, weil das mein "Testsystem" ist...

Ich werd' das nochmal mit einem MC oder einem MLX ausprobieren...

Danke Dir, Holger...

Holger
Inventar
#63 erstellt: 20. Feb 2018, 13:57
Na, das war dann ja wohl Zufall... kann passieren. Bei einem System mit höherem Eigengewicht sollte der Arm dann aber erst nach einer Korrektur der Position des Hauptgewichts (nach hinten, etwas weiter weg vom Drehpunkt) in die Schwebeposition gelangen.
WBC
Inventar
#64 erstellt: 20. Feb 2018, 14:06
Stimmt, das war Zufall...

Aber messen kann man die Auflagekraft (in Funktion) nicht, weil der Teller ja sofort losdreht...'nen Kniff, um das zu umgehen, gibt's dabei wohl nicht...?


[Beitrag von WBC am 20. Feb 2018, 14:07 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#65 erstellt: 20. Feb 2018, 15:00

WBC (Beitrag #64) schrieb:
'nen Kniff, um das zu umgehen, gibt's dabei wohl nicht...?

Festhalten...
War mir auch ein wenig suspekt, geht aber!

Und dann stellt man eben fest, dass die Elektronik ziemlich genau arbeitet.

Habe ich was verpasst?
Hast Du jetzt auch so einen?

Parrot
.JC.
Inventar
#66 erstellt: 20. Feb 2018, 15:19
Hi,


ParrotHH (Beitrag #65) schrieb:
Habe ich was verpasst?
Hast Du jetzt auch so einen?


es gibt solche Zufälle.
WBC
Inventar
#67 erstellt: 20. Feb 2018, 15:31


@Parrot

Ein Elektromotor, den man unter Spannung blockiert, hat ja leider die unangenehme Eigenschaft, durchzubrennen...und da ich ein Glückskind bin...
Das möchte ich eigentlich nicht riskieren. Außerdem ist die Nadel wahrscheinlich Schrott, wenn der Teller auch nur einmal kurz ruckt...

Also besser nicht...wenn es keine andere Möglichkeit gibt, dann vertraue ich lieber mal einfach nur der Elektronik...
Aber danke Dir trotzdem für das weitergeben Deiner Erfahrungen...



[Beitrag von WBC am 20. Feb 2018, 15:50 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#68 erstellt: 20. Feb 2018, 15:50

WBC (Beitrag #67) schrieb:
:D

Schön!
Dann bist Du jetzt ja auch am Umjustieren des Überhangs von 52mm auf 48mm...
Schreib doch mal was zum Gerät aus Deiner Sicht. Bin nämlich sehr interessiert daran, wie das Konzept auf andere wirkt, bzw. es dort funktioniert.

Ist bei Deinem Exemplar alles notwendige schon gemacht? Stichwort Gummidämpfer in den Füssen, das scheint mir fast die einzige wirklich zwangsläufige und relevante Alterserscheinung zu sein.

Ich überlege derweil, die Zarge irgendwo in schwarz Hochglanz umlackieren zu lassen, weil ich - außer in meinem "Vintage-Raum" in meiner Zweitwohnung - mit brauner Holzoptik nix am Hut habe.

Parrot
WBC
Inventar
#69 erstellt: 20. Feb 2018, 15:54
Ich habe ihm erst heute abgeholt und abgesehen von grundsätzlichen Funktionstests noch nichts gemacht...

Ich lese mich erstmal ein...

Hab ja gerade erst den 1310 fertiggemacht...jetzt ist erstmal ein paar Tage Pause mit schrauben...soll ja nicht in Stress ausarten, das ganze...

Gibt es denn besondere Punkte, die zu beachten sind...?

Und die Holzoptik betreffend, ich persönlich bin froh, mal einen Dreher in Holzoptik hier stehen zu haben...sticht einfach aus den ganzen Technixen hier raus, ist mal was ganz anderes...

Sobald er hier die ersten Stunden gedreht hat, werde ich mal meine Eindrücke dazu schreiben...



[Beitrag von WBC am 20. Feb 2018, 16:25 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#70 erstellt: 20. Feb 2018, 16:07

WBC (Beitrag #67) schrieb:
Also besser nicht...wenn es keine andere Möglichkeit gibt, dann vertraue ich lieber mal einfach nur der Elektronik...

Hmm... bei mir ist da bisher nichts passiert, Heerscharen von direktangetriebenen DJ-Drehern müssen noch viel mehr aushalten, als ein paar Sekunden erzwungenen Stillstand. Das kann man m. E. schon mal wagen.

Aber wie gesagt, bei mir war es einfach so: die Auflagekraft stimmte einfach ganz genau, die Abweichung war laut digitaler Tonarmwaage irgendwo bei max. +/- 0,02g. Das fand ich gut genug, um der Elektronik für zukünftige Einstellungen meinen Segen zu geben. Es waren aber auch Werte, die Striche auf der Skala hatten, also 1,25g und 1,5g.

Was mit auffiel: Das Auspendeln des Tonarms gelingt mir mit diesem Tonarm extrem schnell, genau und sicher. Keine Ahnung, was die da anders gemacht haben. Dagegen fällt die Verstellung der Tonarmhöhe gegenüber dem Technics SL-12x0 MK etwas ab, da der Tonarm bei geöffneter Schraube einfach lose ist und man ihn festhalten muss. Immerhin hilft einem die Skala, die an der Tonarmauflage aufgebracht ist, reproduzierbare Werte einzustellen.

Etwas "Angst" hatte ich davor, dass der JVC aufgrund des geringeren Drehmoments nicht mehr so gut als Plattenwaschmaschine für Cheap Thrill geeignet ist. Das ist aber unbegründet, es funktioniert genau so gut wie beim SL-1210 MK II.

Parrot
Vogone
Inventar
#71 erstellt: 20. Feb 2018, 20:19
@ParrotHH tolle Demo
Respekt an JVC / die Dämpfung hat SABA ja übernommen
ParrotHH
Inventar
#72 erstellt: 04. Mrz 2018, 14:47

jenschel (Beitrag #37) schrieb:
Instandsetzen der Füße:

Ich hab mich erst einmal nach anderen geeigneten Füßen umgesehen, von Technics gibt es welche, die einen ähnlichen Aufbau haben. Aber Technics unter einem JVC, nein und irgendwelche High-End-Füße mit Voodoo auch nicht.
Die Industrie hat für jedes Problem eine Lösung, nur ist die meist zweckmäßig und reißt einen optisch nicht vom Hocker. Ich bin inzwischen überzeugt das einem mit den High-End-Füßen hauptsächlich das Geld aus der Tasche gezogen wird. Wobei die Industriedämpfer auch ihren Preis haben können. Letztendlich habe ich festgestellt, dass JVC in den Füßen auch nur hübsch verpackte Hutdämpfer verbaut hat. Diese lassen Bewegungen in allen Richtungen zu. Pro Dämpfer ist eine maximale Dauerbelastung von 3kg angegeben, also genau das richtige. Es handelt sich um ein Normteil, gedacht u.a. für empfindliche Messgeräte. Es gibt da jedoch erhebliche Preisunterschiede. Ich habe mich dann für den Preisgünstigsten entschieden, der auch nach Datenblatt eine identische Qualität hat. Nach der Lieferung von 8 Stück a 2,99 € und Mindermengenzuschlag, hat sich die hohe Qualität und Maßhaltigkeit bestätigt. Lieferant „norelem“´, Hutelement Typ H2 Naturkautschuk (27750-03502040).

Fuß alt und neuer Einsatz

Die Hutelemente haben unten leider eine Stahlplatte mit Befestigungslaschen. Die Befestigungslaschen müssen ab. Da auf der Rückseite in der sehr stabilen Stahlplatte ein großes Loch ist, können die Elemente in eine Drehbank eingespannt werden. Absägen wäre auch eine Möglichkeit.

Fuß 4 Drebank Fuß 5 Drebank

Die alten Gummis aus den Füßen zu entfernen ist eine ziemliche Polkerei. Die neuen Elemente habe ich dann mit Baukleber eingeklebt. Silikon ist evtl. besser, das wird aber die Langzeitbeobachtung zeigen.

Fuß 6 Drebank Fuß 7

Hallo!

Mit dieser Scheißarbeit habe ich den gestrigen Nachmittag verbracht...

Die Füße meines Exemplars sahen ähnlich aus wie die von Jenschel, die Gummis waren ebenfalls ziemlich porös, eine dämpfende Wirkung war nicht mehr wirklich vorhanden. Wenn man die Füße ganz reingeschraubt hatte, dann lag das Chassis hart auf den Füßen auf. Also musste man sie ein wenig rausschrauben, womit das Gerät dann etwas lose darauf herumstand.

Der fieseste Teil ist tatsächlich, die alten Gummiteile zu entfernen. Ich habe zunächst mit einem Teppichmeser den größten Teil kreisrund herausgeschniten, und stellte dann fest, dass der "Rest" mit dem Plastikfuss eine ziemlich untrennbare Verbindung besitzt. Also habe ich den Drehmel ausgepackt, und den Rest des Gummis nach und nach weggeschliffen.

Nochmal: Was für eine mühselige Scheißarbeit!!!

Die neuen Hutelemente habe ich einfach mit einem scharfen Messer von der Stahlplatte befreit. Das ging eigentlich ganz gut. Und anschließend habe ich sie mit Epoxy-Kleber in die Füße eingeklebt. Nun sind sie wie neu, und funktionieren prima. Zwischendurch habe ich mich trotzdem gefragt, ob die billigen Plastikteile eine solche Mühsal rechtfertigen, aber immerhin habe ich so den Originalzustand erhalten.


Dann habe ich mich den Rest des Abends noch ein wenig mit der Hauptplatine beschäftigt. Die Siebelkos der Stromversorgung sahen ziemlich versifft aus, das merkte ich aber erst, als sie draußen waren. Da war eine Menge Schmodder auf der Platine, und ich frage mich, was das denn nu war. Wenn sie ausgelaufen wären, dann hätte das eigentlich nicht auf die Platine laufen dürfen, denn die Elkos hängen ja kopfüber nach unten. Kleber kann das aber eigentlich auch nicht gewesen sein, denn beim Ablöten fielen die Elkos einfach nach unten raus, und von der Beschaffenheit passte das auch nicht.

Egal, jetzt sind neue Elkos drin.


Auf die Gefahr mich zu wiederholen: Der Tonarm ist eine Wucht. Ich habe da mein AT33PTG/II drangeschraubt, das auf einer recht schweren Headshell Ortofon LH 2000 montiert ist. Auf meinem Technics SL-1210 MK II bekomme ich das nur mit Zusatzgewicht zum Laufen, Ausbalancieren geht aber schon nicht mehr, ich muss dann das Gewicht so einstellen.

Auf dem JVC alles kein Problem!
Echt universell, das Ding.

Und man muss keine Bedenken haben, dass die Kombi zu schwer wird, und die Resonanzfrequenz in ungünstige Bereiche rutscht, denn da ist die Regelung davor und sorgt dafür, dass auftretende Resonanzen einfach elektronisch weggeregelt werden.

Parrot
jenschel
Ist häufiger hier
#73 erstellt: 04. Mrz 2018, 20:18
Hallo Parrot

Respekt, ist wirklich übel das Gummi aus den Füßen zu bekommen., davon hatte ich acht Stück.
Da ich mir eine Plattenwaschmaschine bauen wollte hatte ich mir über ebay-Kleinanzeigen für 10€ einen direktgetriebenen Plattenspieler gekauft. War auch überraschend gut, nur hatte er ein Subchassis und der Plattentellerantrieb etwas wenig Drehmoment. Aber ein vollkommen intaktes Audio Technica AT 13eaV war eingebaut. Da habe ich doch am JVC-Zweitspieler das AT 95E gleich gegen das AT13eaV gewechselt. Und es hat sich gelohnt, klingt gut.
Bei dem JVC braucht man sich zum Glück nicht allzu sehr den Kopf zerbrechen was geht und was nicht.
ParrotHH
Inventar
#74 erstellt: 04. Mrz 2018, 20:33
Hallo!

Anbei ein paar Fotos, die bei den Arbeiten nebenbei enstanden.

Zunächst ein paar Bilder für Fußfetischisten... allerdings nur von vorher.
Der besterhaltene Gummidämpfer sah so aus:
JVC QL-Y5F, Gerätefüße

Der hier dagegen war völlig auf:
JVC QL-Y5F, Gerätefüße


Und nun die Elkos...

Bevor ich alles auseinandergerissen habe, habe ich ein paar Fotos der Platine gemacht, damit ich beim Zusammenbau im Zweifel darauf zurückgreifen kann. Da sieht man rechts unter dem Kühkörper die 4 großen Elkos. Da sehen sie noch verhältnismäßg normal aus.

JVC QL-Y5F

Aber wenn man genau hinschaut, dann sieht man schon die dunklen Ränder auf der Platine. Und ausgelötet hat man nicht das Gefühl, dass die noch lange gehalten hätten, wiewohl sie alle noch innerhalb der Spezifikation waren, alle so um die 1100µF rum.

JVC QL-Y5F

Mittlerweile bin ich recht sicher, dass da Elektrolyt nach oben rausgedückt wurde. Ein Teil des Zeugs ist ja tatsächlich seitlich an den Elkos runtergelaufen. Die Elkos sind wohl auch deshalb anfällig, weil sie eben direkt neben einem Kühlkörper sitzen, also warm werden und damit deutlich schneller altern.

Ich habe sie durch ein paar 105°C-Typen ersetzt, die sollten jetzt wieder 40 Jahre halten.

An alle Besitzer eines QL-Y5F daher von mir der Rat, da mal genauer hinzuschauen. Wäre doch schade, wenn das Gerät wegen solcher Cent-Artikel das zeitliche segnet.

Parrot
akem
Inventar
#75 erstellt: 04. Mrz 2018, 20:51

ParrotHH (Beitrag #74) schrieb:
Mittlerweile bin ich recht sicher, dass da Elektrolyt nach oben rausgedückt wurde. Ein Teil des Zeugs ist ja tatsächlich seitlich an den Elkos runtergelaufen.

Vorsicht: Elkos werden aus verschiedenen Gründen gerne mit der Platine verklebt. Das braune Zeug muß also nicht zwingend Elektrolyt sein...

Gruß
Andreas
ParrotHH
Inventar
#76 erstellt: 05. Mrz 2018, 12:47

akem (Beitrag #75) schrieb:
Vorsicht: Elkos werden aus verschiedenen Gründen gerne mit der Platine verklebt. Das braune Zeug muß also nicht zwingend Elektrolyt sein...

Hatte ich ja oben auch geschrieben, dass ich mir nicht sicher war, und es sich evtl. um Kleber handelt. Aber schlüssig finde ich dass nicht. Dann sollte es doch wenigstens kleben, nur das genau war ja gar nicht der Fall. Die Elkos fielen einfach von alleine raus, als ich sie entlötet habe, was eher ungewöhnlich ist. Meist hält sie dann ja doch noch "irgendwas" fest, und man muss ein wenig mit der Hand nachhelfen. Und so schwer sind die Dinger nun nicht, dass da Kilos dran ziehen. Ich habe auch noch nie einen so merkwürdig angebrachten Kleber gesehen, der dann auch noch teilweise an Bauteilen heruntergelaufen ist, und teils die Platine anlöst. Auch im Jahr 1980 war man doch schon in der Lage, Bauteile ordentlich zu befestigen, wenn man wollte.

Außerdem ist es schlüssig, weil sie eben in direkter Nähe zu den einzigen Teilen im Gerät sind, die Wärme entwickeln und gekühlt werden. Und da wird es tatsächlich warm! Wärme ist aber einer DER Faktoren, wenn es um die Lebensdauer von solchen Kondensatoren geht. In gewisser Weise eine Fehlkonstruktion an dieser Stelle, na ja, sagen wir eine Nachlässigkeit im Design. Hat ja trotzdem fast 40 Jahre gehalten. Aber ein paar Centimeter Abstand zwischen Kühlkörper und Elkos hätten schon gut getan.

Und selbst, wenn nun jemand glaubhaft darlegen kann, dass die alten Elkos noch in tadellosem Zustand sind, werde ich heute Abend die ausgelöteten Dinger nicht wieder einbauen...

Dafür - und deshalb reite ich nochmal darauf herum - würde ich gerne alle anderen Besitzer eines QL-Y5F dazu ermuntern, die Bodenplatte abzuschrauben, und einen kritischen Blick auf diese Bauteile zu werfen. Es geht schließlich um einen Warenwert von ca. 2 Euro (zzgl. 5 Euro Versand...), den vier solche Dinger kosten, und dann hat man ganz sicher Ruhe. Bei der Gesamt-Qualität des des Gerätes m. E. eine angemessene Investition zur Erhaltung.


Übrigens hat dieses Thema mich erst mal dazu bewogen, nichts an dem "Pappboden" zu verändern. Erst wollte ich den mit Bitumen-Dämmmatten bekleben. Aber diesen Blödsinn werde ich wohl sein lassen, denn damit wird die Belüftung im Innern der Zarge sicher nicht besser - auch wenn ich alle Löcher nachbohre. Das Zeug isoliert ja trotzdem. Und außerdem hat das zusätzliche Gewicht wieder Rückwirkungen auf die Gerätefüße mit ihren - jetzt hervorragend funktionierenden - Hutelementen.

Die wussten damals schon, wie man so ein Gerät ordentlich konstruiert, was wichtig ist, und was nicht. Was für ein Volltrottel müsste ich sein, um mir anzumaßen, das mit ein paar Baumarktfrickeleien verbessern zu können?

Aber in Sachen Optik wird noch was passieren. Dauert aber noch ein wenig.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 05. Mrz 2018, 18:31 bearbeitet]
jenschel
Ist häufiger hier
#77 erstellt: 05. Mrz 2018, 18:27
Hallo Parrot,

den Pappboden als solches hat mich auch nicht direkt gestört . Hinten sind in der Zarge kleine Klötze eingeklebt und mit einer Gewindebuchse für die Füße versehen, dass ist solide. Vorne sind zwei breite Bleche verbaut, aber direkt auf den 3mm Pappboden geschraubt die Bleche nehmen die vorderen Füße auf, das ist nicht überzeugend, da ein 3mm Boden nicht wirklich stabil ist. Deshalb habe ich den Boden durch eine richtig soliden Platte ersetzt . Mit allen Bohrungen wie im Original, das Zeug ist so hart das ich zwei HSS Bohrer verbraucht habe. Da gibt nichts mehr nach. Das zusätzliche Gewicht ist für die Dämpfer laut technischer Daten kein Problem. Die Befestigung der vorderen Füße ist auch wirklich der einzige Konstruktionsfehler, nach meiner Meinung.

Jenschel


[Beitrag von jenschel am 05. Mrz 2018, 19:55 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#78 erstellt: 05. Mrz 2018, 21:10
Hallo Jenschel,

bei der ganzen Zarge stört mich eher das "Klopfgefühl". Es klingt hohl, wenn man seitlich gegen die Zarge klopft. Ich glaube, aus dieser Ecke kommen auch die Rück- bzw. Fehlschlüsse, dass dies negative Auswirkungen auf den Klang hätte. Mag in der Disco vielleicht so sein, zu Hause kann ich mir das schwerlich vorstellen. Bei meinen Duals habe ich mir angewöhnt, die olle Plastikwanne innen mit Dämmmatten aus Bitumen auszukleiden. Wenn man da nun gegenklopft, hört man kein hohles "Tock" mehr, sondern nur ein trockenes "Ump"...

Technisch sinnlos, mich freuts trotzdem.
Ich steh sogar manchmal nachts auf, nur um dagegenzuklopfen.

Was ist denn das für Material, das Du für die Bodenplatte genutzt hast?


Ich habe mir übrigens mal Dein Foto des offenen Drehers angesehen. Bei Dir sehen Platine und Elkos neben dem Kühlkörper sauber aus. Das spricht auch dafür, dass die Elkos nicht verklebt sind, sondern bei meinem einfach am Auslaufen waren.

Dabei ist mir noch aufgefallen, dass ich offenbar lt. Handbuch die Version für den "Markt der U.S.Armee" bzw. für "Andere Länder" besitze. Wo bei Dir neben dem Trafo nämlich einfach nur eine Plastikblende ist, sitzt bei mir ein Umschalter, mit dem ich zwischen 110/120/220 und 240V umschalten kann:

JVC QL-Y5F

Den Schalter hatte ich zwar bereits zur Kenntnis genommen (und überlegt, ob ich besser auf 240V umschalte), aber mir war nicht bewusst, dass bei den anderen Versionen da einfach Leere herrscht.

Parrot
WBC
Inventar
#79 erstellt: 05. Mrz 2018, 21:53
Du solltest auf jeden Fall auf 240V umschalten.

Alles andere zerstört mittel - bis langfristig Dein Gerät...(110-120V sogar sehr kurzfristig , aber so wird er ja wohl nicht stehen...)


[Beitrag von WBC am 06. Mrz 2018, 10:23 bearbeitet]
WBC
Inventar
#80 erstellt: 06. Mrz 2018, 10:18
Ich hab da eine Frage zur Original JVC Headshell...

Mich irritiert, dass in der o.g. Headshell im verschiebbaren Oberteil ein Gewinde eingeschnitten ist. Sollen die Schrauben von unten oder von oben montiert werden?
Wenn von oben, dann kann man den TA nicht vernünftig festziehen, ohne das Plastik-Gewinde zu gefährden - wenn von unten dann - wie vor - zusätzlich sähe das dann noch wenig sauber aus, wenn da dann das Gewinde der Schraube oben aus der Headshell herausschaut.

Beides unbefriedigend...

By the way, ich benötige Schrauben mit 12-13 mm Gewinde - genau die Länge habe ich aber nicht... hat jemand eine Bezugsquelle für TA-Schrauben...?

Danke schonmal

Carsten


[Beitrag von WBC am 06. Mrz 2018, 10:24 bearbeitet]
Dan_Seweri
Inventar
#81 erstellt: 06. Mrz 2018, 10:38

WBC (Beitrag #80) schrieb:
:. hat jemand eine Bezugsquelle für TA-Schrauben...?

Dir sollte jeder Eisenwarenfritze mit üblichen M2,5 Schrauben aus Edelstahl helfen können.
WBC
Inventar
#82 erstellt: 06. Mrz 2018, 11:09
Mit M2,5 tun sich hier viele Läden echt schwer...ist leider so...
Tywin
Inventar
#83 erstellt: 06. Mrz 2018, 12:37
Hallo,

bislang habe ich bei ebay immer Anbieter gefunden die jedes von mir gewünschte Schraubenmaß liefern konnten:

https://www.ebay.de/..._nkw=m2%2C5&_sacat=0

VG Tywin
WBC
Inventar
#84 erstellt: 06. Mrz 2018, 12:47
Danke Dir, habe gerade bestellt...
jenschel
Ist häufiger hier
#85 erstellt: 06. Mrz 2018, 19:12
Hallo Parrot,


Was ist denn das für Material, das Du für die Bodenplatte genutzt hast?


Hatte ich in meinem Beitrag erwähnt, aber nicht die tollen Eigenschaften, wie geschaffen als Plattenspielerboden.
Hitzebeständig bis 180 Grad, Wasserfest, Lebensmittelunbedenklich, Schmutzabweisend, Schlagfest, Stoßfest, Verzugsfest, Hagelfest, Fäulnissicher.
Hier der Link Baualzweckplatte

Hallo WBC

Ich hab da eine Frage zur Original JVC Headshell...

Es gibt auch Unterlegscheiben zum Ausgleich, bei mir sind die Schrauben immer aus Aluminium.
Und so sieht das aus:
JVC Headshell 1 JVC Headshell 2
ParrotHH
Inventar
#86 erstellt: 06. Mrz 2018, 19:19

jenschel (Beitrag #85) schrieb:
Hitzebeständig bis 180 Grad, Wasserfest, Lebensmittelunbedenklich, Schmutzabweisend, Schlagfest, Stoßfest, Verzugsfest, Hagelfest, Fäulnissicher.

Jau, liest sich quasi wie das Lastenheft für einen Plattenspielerboden...

Hier der Link Baualzweckplatte

6mm sind natürlich - im Wortsinne - schon ein Brett...

Na, mal schaun, vielleicht bekomme ich ja doch noch Lust.

Parrot
WBC
Inventar
#87 erstellt: 06. Mrz 2018, 19:25
@ jenschel

Du schraubst also von unten...dann dürfen die Schrauben aber keinen Millimeter zu lang sein...


[Beitrag von WBC am 06. Mrz 2018, 19:57 bearbeitet]
jenschel
Ist häufiger hier
#88 erstellt: 06. Mrz 2018, 19:36
Ja, aber nur bei dem JVC Heradshell
Bei dem System mit dem grünen Nadelträger ist je eine Unterlegscheibe pro Schraube dabei.


[Beitrag von jenschel am 06. Mrz 2018, 19:38 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#89 erstellt: 07. Mrz 2018, 11:44

WBC (Beitrag #80) schrieb:
By the way, ich benötige Schrauben mit 12-13 mm Gewinde - genau die Länge habe ich aber nicht... hat jemand eine Bezugsquelle für TA-Schrauben...?

Sach ma, Carsten,

Du durchlebst ja echt eine schwierige Zeit gerade. Da musst Du mit der Knosti deine Platten waschen, die Downloads mit dem Notebook brechen ständig ab, keinerlei Erfahrung mit Ortofon-Tonabnehmern, und nun hast Du nicht mal passende Schrauben.

Ich nehm Dich mal in den Arm und wünsch Dir ganz viel Kraft.

Parrot
WBC
Inventar
#90 erstellt: 07. Mrz 2018, 12:43
Gut, dass Du da bist, Ralph...

Bin jetzt fertig mit dem TA für den JVC...so bleibt er jetzt - auch, wenn er wahrscheinlich ob der Farbzusammenstellung und der nicht 45/90/180° Kabelführung Deine empfindlichen Augen beleidigt und für vibrierende Nervenstränge in der Schaltzentrale sorgt...


IMAG2402


IMAG2413


Bist Du jetzt stolz auf mich...?




[Beitrag von WBC am 07. Mrz 2018, 13:09 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#91 erstellt: 07. Mrz 2018, 13:17

WBC (Beitrag #90) schrieb:
Bist Du jetzt stolz auf mich...?

Jo, schaut doch gut aus!

Das erinnert mich daran, dass ich mein AT440MLa mal an den JVC montieren kann, mit dem JVC-Headshell liegt die effektive Tonarmmasse dann bei ca. 17 Gramm. Dann könnte ich mal ausprobieren, was Hörbert mir damals aufgetragen hatte. Zur Not lege ich noch eine Unterlegscheibe drauf... Und man könnte vielleicht sogar vergleichen, ob und wie die Dämpfung Einfluss hat.

Ach, was ist das ein schönes Spielzeug.
Mittlerweile habe ich mich sogar an die Größe gewöhnt, wiewohl der in meinem Computer-/Schlafzimmer schon ganz schön mächtig daherkommt.

Am Rande: ich hatte mich recht lange mit dem Thema "Überhang" beschäftigt, und bin dann darauf gekommen, dass ein wenig mehr Überhang, so 48,5mm bis 48,9mm, mir für einen normalen LP-Bestand sinnvoller erscheinen als die Standard-Geometrie von 48mm. Das geht dann in Richtung Lofgren A, während die Standard-Geometrie eher Stevenson ist. Die Unterschiede kannst Du dir hier ansehen.

Wie ich erst jetzt entdeckt habe, kam Jenschel, der mit Schön-Schablone justiert hat, hier ebenfalls auf 48,5mm Überhang.

An sich praktisch natürlich alles Latte, und eher für den Bauch.
Aber wenn man schon mal dabei ist...

Auslöser für mich war, dass auf meinen bisherigen Headshells die Tonabnehmer für 48mm richtig weit nach hinten müssen, und das teilweise in meinen Augen echt scheiße aussieht. Daher wollte ich einfach mal sehen, welche anderen (größeren) Überhänge welche konkreten Auswirkungen haben. Und wenn man nicht zusätzlich noch an der Kröpfung drehen will, dann landet man eben bei 48,5mm. Für alles andere müsste man sich Schablonen drucken. Habe ich natürlich gemacht, und teils auch genutzt, aber ist dann doch schon mühsam...

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 07. Mrz 2018, 13:21 bearbeitet]
WBC
Inventar
#92 erstellt: 07. Mrz 2018, 13:37
Mein TA hat jetzt ein Gesamtgewicht von 19g und ich habe auch 48,5mm eingestellt.

Wie man sehen kann, hab ich mir auf der Überhanglehre eine Markierung bei 48 mm gemacht und bin ein gaaanz klein wenig darüber geblieben. Sollte also ganz gut hinkommen, mit 48,5...
4mm zurück ist schon eine ganze Menge, da kommt Bewegung in die Anschlusskabel .
Ich habe dem JVC ein nagelneues MLX spendiert, das bleibt da drauf - ich justiere die anderen TA nicht auch alle um - das tu' ich mir definitiv nicht an...bin halt nicht so der "ständig -Umschrauber"...

Heute werde ich mit der Haube fertig werden und dann stelle ich den Dreher selbst mal auf die Bühne und schaue mir die Unterseite und die Innereien an...bisher hat der nämlich schön in der Ecke auf seinen Auftritt gewartet...

Im übrigen scheine ich ein Modell ohne Spannungseinstellung zu haben - also nach Deinen Ausführungen ein Deutsches bzw. Europa-Modell...


[Beitrag von WBC am 07. Mrz 2018, 13:43 bearbeitet]
jenschel
Ist häufiger hier
#93 erstellt: 08. Mrz 2018, 19:33

Den Schalter hatte ich zwar bereits zur Kenntnis genommen (und überlegt, ob ich besser auf 240V umschalte), aber mir war nicht bewusst, dass bei den anderen Versionen da einfach Leere herrscht.


Dazu folgender Link: http://www.soundlight.de/techtips/netzspg.htm
WBC
Inventar
#94 erstellt: 09. Mrz 2018, 08:31
Parrot schrieb grad in 'nem anderen Fred, dass der Arm des JVC mit Original-Headshell 17g (6g+11g) hat - wenn ich jetzt noch die 8,3g des MLX dazurechne, komme ich auf gut 25g effektiv - ist das zuviel...?
ParrotHH
Inventar
#95 erstellt: 09. Mrz 2018, 10:46

WBC (Beitrag #94) schrieb:
ist das zuviel...?

Zunächst mal sind die Ausgangsbedingungen mit der originalen Headshell mit denen auf einem Technics SL-1710 MK nix m. E. vergleichbar. Da bringt der Tonarm mit der originalen Headshell ca. 16g auf die Waage. Und dann kommt eben Q-Damping ins Spiel, das genau ist ja "der Witz" des Drehers.

Das wird also m. E. prima passen, bzw. der Tonarm sorgt dafür, dass es passt.
Mein Experiment lief ja auf über 20g (ohne TA) mit einem AT440MLa hinaus. Das ging sehr gut.

Parrot
WBC
Inventar
#96 erstellt: 09. Mrz 2018, 10:56
Beim 1710MKII sind es (wenn ich mich nicht irre...) 12g für den Arm und 7g für die Headshell - also sogar 19g...

Das Tool von Vinylengine spuckt für meine Werte 7Hz als Reso-Frequenz aus und liegt damit im gelben Bereich...

Ich werde es einfach ausprobieren und mal hören, was der JVC - Arm daraus macht...


[Beitrag von WBC am 09. Mrz 2018, 10:58 bearbeitet]
jenschel
Ist häufiger hier
#97 erstellt: 10. Mrz 2018, 17:59
Da ich in meinen zweiten JVC QL-Y5F nun ein Audio Technica AT 13 eaV eingebaut habe, allerdings mit einer Nachbaunadel ein kurzer Bericht.
Hier weil im JVC QL-Y5F eingebaut.
Der Klang ist schon mal nicht schlecht. In den Foren wird immer darauf hingewiesen das Nachbaunadeln nicht an die Originalnadeln herankommen. Da ich damit keine Erfahrung habe, wollte ich es nun Wissen, deshalb habe ich mir für fast 70€ eine original ATN 13eav zugelegt.
Optisch gibt es schon einige Unterschiede zwischen Original und Nachbau (woher der Nachbau stammt, ist nicht bekannt)

ATN 13eaV ATN 13eaV 2

Der Kunststoff des Nachbaus ist dicker.
Die Nadelaufhängung liegt im Nachbau etwas tiefer, damit liegt das ganze System tiefer über der Platte, und ist mit einer Schablone schwer zu justieren.
Die Magnete im Nachbau sind rechteckige Stäbchen statt runde und größer mit mehr Masse.
Das Röhrchen ist im Nachbau zylindrisch statt wie im Original konisch.
Der Diamant im Nachbau ist mit viel Kleber eingesetzt.
Der Original Nadelträger sitzt perfekt auf dem Systemkörper.
Die Abtastspitzen sehen unter 200 facher Vergrößerung fast gleich aus, es ist anhand der Frontansicht und seitlicher Sicht zu erkennen das es sich um elliptische Diamanten handelt.

Nachbau Original

Klang:
Der Nachbau spielt lauter gegenüber dem Original, mit seinen dünneren Magneten.
Der Nachbau hat etwas mehr Bass und Höhen. Die Originalnadel ist jedoch vom Klangbild deutlich ausgeglichener, einfach Runder, mach einfach Spaß.
Fazit:
Das Audio Technica AT 13eaV ist gut für den JVC QL-Y5F geeignet.
.JC.
Inventar
#98 erstellt: 10. Mrz 2018, 18:09
und original ist besser.
Tywin
Inventar
#99 erstellt: 10. Mrz 2018, 18:21
Mit der folgenden Nadel (0,2x0,7mil) habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Unterschied zu einer auch vorhandenen Shibatanadel war für mich sehr gering:

https://www.ebay.com...3:g:6d4AAOSwOhVZsyph
ParrotHH
Inventar
#100 erstellt: 11. Mrz 2018, 15:07
Moin,

weiter oben hatte ich bereits angedeutet, dass die Rosenholz-Optik mir an sich zwar gefällt, das aber nicht zum Rest meiner geschmacklosen Strohwitwer-Einrichtung passt. Daher habe ich mir noch eine schwarze folierte Zarge besorgt:

Zarge JVC QL-Y5F

Die ist zwar durchaus schwer und die Folie einigermaßen wertig, aber auch das ist nicht die Optik, die mir vorschwebte.

Also das Ding zum Lackierer gegeben.
Und bitte: ich will nicht auf die feinen Haarkratzer angesprochen werden...

Zarge JVC QL-Y5F

Sei es drum, gestern die Innereien aus der Rosenholzzarge aus, und in die schwarze wieder eingebaut. Da ich die Kiste ja schon einige male offen und teilweise auseinandergebaut hatte (z. B. um das Tellerlager zu säubern und neu zu schmieren), hatte ich schon einigermaßen Übung, und alles ging recht problemlos von der Hand.

JVC QL-Y5F

Den Lack hatte ich vor dem Einbau nochmal per Hand poliert, von den feinen Kratzern sieht man nix mehr.

JVC QL-Y5F

Angenehmer Nebeneffekt: durch den Lack klingt die Zarge beim Klopftest nicht mehr so hohl.

Als ich die Platine draußen hatte, habe ich noch ein paar alte Elkos ersetzt, die ich zuvor nicht zur Hand hatte. Bis auf die bipolaren Elkos ist da jetzt alles neu, und sollte hoffentlich die nächsten Jahrzehnte halten. Jetzt müsste ich mir vielleicht nochmal die Haube vornehmen. Die ist zwar durchaus in sehr gutem Zustand, allein es fehlt mir etwas der Glanz.

Insgesamt schon ein geiles Gerät!

Parrot
WBC
Inventar
#101 erstellt: 11. Mrz 2018, 15:18
An der Haube poliere ich jetzt schon 14 Tage...alter Schwede, hab keinen Bock mehr, echt nicht - das wird erstmal die letzte Haube gewesen sein, an die ich drangegangen bin...
Dafür sind jetzt die wenigen, aber recht tiefen Kratzer zu 100% verschwunden...

Nun nehme ich mir den Klarlack des Korpus vor, um die Putzschlieren zu entfernen...womit hast Du den poliert, Ralph ?
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