Plattenspieler - Kaufberatung

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Papoi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Mrz 2019, 21:52
Hallo Vinyl Erfahrende!

Wir kennen die Schallplatte aus unserer Kindheit und wir hatten auch einen Plattenspieler mit Holzkasten und Riemen-Antrieb.
Nun haben wir von unseren beiden Eltern einige Platten vererbt bekommen und möchten diese einmal hören.

Seit einem Jahr treibt uns dieser Gedanke und nun möchten wir Nägel mit Köpfen machen und uns einen zulegen!

Wir haben eine Stereoanlage aus den 90er Jahren, welche einen PHONO Eingang besitzt. Schlecht wäre aber auch nicht, wenn man den Plattenspieler direkt an einem Stereo Verstärker/AVR anschließen könnte!

Was könnt ihr uns empfehlen, wenn man folgende Wünsche berücksichtigt.
- Nadel muss austauschbar sein
- USB zum digitalisieren
- Vollautomatisch, da ich schlacht gucken kann
- Vorverstärker

Ob Riemen oder Direktantrieb, da sind wir völlig unentschlossen, weil wir einfach keine Ahnung davon haben.

Wir wollten so um die 400 - 500 € investieren, weil wir glauben dass wir daran Freude haben werden die alten Schätze auch mal für uns abzuspielen.

Ein schönen Abend!
Yamahonkyo
Stammgast
#2 erstellt: 19. Mrz 2019, 04:17
Hallo Papoi,

ich werfe mal als Neugerät den TechniSat TECHNIPLAYER LP 200 ins Rennen.
Dieser hat einen Riemenantrieb, ist baugleich mit dem DUAL DT 400, nur preiswerter und erfüllt eigentlich alle Anforderungen.

Vollautomatik
Integrierter Vorverstärker
- Schalter auf "Phono" für Phono-Eingang am Verstärker
- Schalter auf "Line" Anschluss an Hochpegeleingang, z.B. Aux, CD, Tape des Verstärkers, oder des AVRs.
USB-Anschluss

Der Tonabnehmer ist ein AT 3600 L (AT 91), bei dem es sich auf jeden Fall empfiehlt die Nadel gegen eine elliptische ATN 3652 E auszutauschen. Zum Einen schont die geringere Auflagekraft (ich empfehle 1,5-1,75g) die Schallplatten, zum Anderen klingt's besser.

Das es sich bei dem Preis um kein Highend Gerät handelt ist klar, aber zum einfachen, unkomplizierten Hören und Digitalisieren von Schallplatten ist er meiner Meinung nach völlig ausreichend.

Ansonsten bliebe bei dem von dir veranschlagten Budget noch die Möglichkeit ein gut erhaltenes Vintage Gerät zu kaufen. Aber hier muss der Zustand stimmen.

Du kannst ja mal deine Postleitzahl posten, damit wir Empfehlungen in deiner Nähe heraussuchen können.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 19. Mrz 2019, 04:34 bearbeitet]
Vogone
Inventar
#3 erstellt: 19. Mrz 2019, 08:16
Hallo!

Generell würde ich gerade bei einem Vollautomaten und einen 90ger Verstärker einen 80ge Dreher empfehlen.
Einfach mal hier hier durchblättern.
Aber Vorsicht: Plattenspieler können süchtig machen.
Bei einem Budget von 500€ bekommt man schon was ordentliches. Digitalisieren kann man damit auch, habe ich auch mal gemacht.
Am Ende stellt sich die Frage: wozu? Evtl. dann, wenn man die Platten auf Festplatte haben möchte und den Plattenspieler+Platten verkaufen will.

VG
Papoi
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 19. Mrz 2019, 12:34
Danke Euch für Eure Antworten! :-)
Bei den amazooohhn Bewertungen zum TechnieSat streitet man noch ob er Vollautomatisch ist oder nicht. :-(

Es muss auf jeden Fall einer sein, der das aufsetzen und wieder ablegen des Armes allein macht. Ich kann nicht richtig gucken und da brauche ich definitiv "Unterstützung".

Was haltet ihr von den Denon Playern die es auch neu gibt?
DENON DP-300F

Postleitzahl ist: 16540

Wenn Ihr mir was empfehlt, bitte die Bezeichnung dazu damit ich mir das dann raus suchen kann.

Ich bin gespannt! :-)
evilknievel
Inventar
#5 erstellt: 19. Mrz 2019, 14:13
Sowohl Technisat als auch Denon kommen vom selben Hersteller und bedienen sich des dortigen Baukastens.
Motor und Elektronik dürften identisch sein. Hauptunterschied ist der Tonarm im speziellen die Lagerung. Hier macht der Denon einen etwas wertigeren Eindruck.
Ich kenne beide Dreher nicht und beurteile das nur anhand der Bilder.

Gruß Evil
Papoi
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 19. Mrz 2019, 16:07
Danke Euch!

Wir sind in unserer Entscheidungsfindung etwas präziser geworden!
Ein gebrauchtes Gerät kann für uns nicht in Frage kommen, weil wir einfach zu wenig Ahnung davon haben.
Wir können es nicht reparieren wenn was ist oder gar den Zustand eines Gerätes beurteilen. Das ist Profis vorbehalten.

Der TechniPlayer LP 200 ist laut Anleitung doch ein Vollautomat, genau das, was wir wollen!

Gegen den DENON DP-300F spricht die nicht vorhandene USB Anschlussmöglichkeit.



Digitalisieren...
Am Ende stellt sich die Frage: wozu?


Im Auto ist blöd mit nem Plattenspieler. ;-)
Hier verlässt KEINE Platte das Haus! Den Fehler haben schon zu viele Leute gemacht. Wir haben sogar schon überlegt, ob wir nicht sogar aktuelle Sachen auf Vinyl kaufen sollen, kein Witz!

Die Sache mit der anderen Nadel und das einstellen ist uns natürlich noch völlig fremd.
Warum genau eine andere Nadel?

Vinyle Grüße!
Yamahonkyo
Stammgast
#7 erstellt: 19. Mrz 2019, 17:14
Die Nadel des mitgelieferten Tonabnehmers (beim Denon identisch) hat eine einfache sphärisch geschliffene Diamantspitze und benötigt ein Auflagegewicht von 2,5-3,5 g,
dass selbst der Hersteller des Tonabnehmers, Audio Technica empfiehlt, die Nadel gegen eine mit einem geringeren Auflagegewicht auszuwechseln um die Schallplatten auf Dauer zu schonen und den Verschleiß zu mindern.

Ein elliptischer Schliff sorgt neben einer geringeren Auflage zudem für eine bessere Abtastung der Schallpalttenrille, als ein sphärischer.

Die ATN 3652 E von Cleroc / Naber ist die zur Zeit beste verfügbare Nadel auf dem Markt mit einer elliptisch geschliffenen Diamantspitze und einem empfohlenen Auflagegewicht von 1,4-2,0 g. Ich fahre meine Ellipse mit 1,5-1,75g.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 19. Mrz 2019, 17:22 bearbeitet]
akem
Inventar
#8 erstellt: 19. Mrz 2019, 17:26

Papoi (Beitrag #6) schrieb:

Die Sache mit der anderen Nadel und das einstellen ist uns natürlich noch völlig fremd.
Warum genau eine andere Nadel?

Die Nadel ist das Teil des Plattenspielers, das wirklich die Rille abtastet. Und sie ist im Wesentlichen dafür verantwortlich, ob und wie es klingt.
Qualitativ relevant sind z.B.
- Nadelschliff (sphärisch = konisch = Rundnadel ist der allersimpelste Schliff gefolgt von der Ellipse; darüber hinaus gibt es ein Füllhorn teilweise sehr komplexer Schliffe, die dann aber auch in der Regel richtig Geld kosten, dafür aber auch deutlich besser sind - in vielerlei Hinsicht)
- Steifigkeit des Nadelträgers
- bewegte Masse
Für die Lebensdauer relevant sind:
- Schliff (die sog. scharfen Schliffe halten bei korrekter Justage deutlich länger als einfache Schliffe, teilweise Faktor 4 und mehr)
- bewegte Masse
- Naturdiamant oder nicht
- Diamant nach seinem Kristallgitter orientiert oder nicht
- Politur des Diamanten

Gruß
Andreas
Yamahonkyo
Stammgast
#9 erstellt: 19. Mrz 2019, 17:46
Hallo Papoi,

ich habe dir mal etwas aus den Kleinanzeigen herausgesucht, was einigermaßen gut aussieht:

DUAL CS 455-1
Neuzeitlicher Plattenspieler mit bewährter DUAL-Technik "Made in Germany" von Alfred Fehrenbacher GmbH. Definitiv hochwertiger, als die Japan-Dreher von TechniSat und Denon.

- Vollautomat
- Riemenantrieb
- Tonabnehmer Ortofon OM 10 mit elliptischer Spitze - Dieser spielt auf dem Niveau des Audio Technica TOnabnehmers der bereits genannten Plattenspieler mit der elliptischen Nadel und ist zudem aufrüstbar mit noch hochwertigeren OM 20 / 30 / 40 Nadeln

Neue Nadel und Riemen hat er auch schon.

Der Zustand sieht für mich, den Bildern nach zu urteilen, sehr gut und wenig benutzt aus.
aktueller Neupreis ab 388 Euro - Produktinfo

Schau dir den Dreher vor Ort an und probier ihn aus. Wenn er dir gefällt, versuch den Preis noch etwas zu drücken, auch wenn er die 200 Euro Wert ist.
Für den Transport müssen auf jeden Fall der Plattenteller, das Tonarmgewicht und die Headshell (Dat Ding mit dem Tonabnehmer) abgenommen und der Tonarm fixiert werden und, falls vorhanden, die Transportsicherungen festgeschraubt werden.

Zum Anschluss an den AVR wird ein Phono Vorverstärker benötigt.

Zum Digitalisieren kann man den Ausgang des Vorverstärkers, oder des AVRs, falls dieser einen hat, mit einem "Cinch auf 3,5mm Klinke Adapterkabel" am Line Eingang der Computersoundkarte anschließen.
Das funktioniert auch mit dem 90er Jahre Verstärker ohne Vorverstärker. Als Quelle wird ganz normal "Phono" ausgewählt. Das Adapterkabel schließt man an einem "Tape Out" Ausgang des Verstärkers an.
Mit der kostenlosen Software Audacity nimmt man auf!

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 19. Mrz 2019, 18:40 bearbeitet]
marantz-fan
Stammgast
#10 erstellt: 19. Mrz 2019, 18:43
Hallo Papoi,

die Auswahl bei den Vollautomaten ist eingeschränkt, die qualitativ besten dürften wirklich die aus der guten alten Phonozeit sein.

Wenn es ein neuer sein soll, zudem Vollautomat in diesem Budget würd ich wohl zu nem Dual greifen: Dual CS 455-1
Den gibt es auch mit eingebautem Phono-Preamp, z.B. hier: CS 455-1 EV (Hifi-Fabrik)

Fürs digitalisieren ggfs. noch ein kleines USB Audiointerface dazu, z.B sowas (ESI U22XT).Wenn Du einen AVR benutzt, hat der vielleicht schon den nötigen Digital-Ausgang.


/EDIT: Da war Roland (Yamahonkyo) schneller, immerhin hatten wir die gleiche Idee.


[Beitrag von marantz-fan am 19. Mrz 2019, 18:46 bearbeitet]
Vogone
Inventar
#11 erstellt: 19. Mrz 2019, 20:14
den Thorens hatte ich mal im Einsatz. ist ganz ok, hat aber kein USB.
akem
Inventar
#12 erstellt: 19. Mrz 2019, 21:09

Yamahonkyo (Beitrag #9) schrieb:

DUAL CS 455-1
Neuzeitlicher Plattenspieler mit bewährter DUAL-Technik "Made in Germany" von Alfred Fehrenbacher GmbH. Definitiv hochwertiger, als die Japan-Dreher von TechniSat und Denon.

Wie bitte? Den gibt's doch schon seit Ende der 80er Jahre - nur daß seither noch ein wenig "Kostenoptimierung" gemacht wurde... Seinerzeit hat er übrigens ganze 400 DM gekostet, das nur zur Einordnung der Performance... Da ist jeder Plastik-Technics von damals besser weil da das Geld nicht nicht in aufwendige Vollautomatik und Holzchassis geflossen ist sondern dahin, wo's klanglich relevant ist...

Gruß
Andreas
Papoi
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 19. Mrz 2019, 21:28
Den DUAL CS 455-1 EV finden wir auch sehr interessant!
Der wäre dann mit Vorverstärker für den AVR.

Welche Nadel mit Diamant mit sphärischen Schliff wäre für den dann die richtige?


Fürs digitalisieren ggfs. noch ein kleines USB Audiointerface dazu, z.B sowas (ESI U22XT).Wenn Du einen AVR benutzt, hat der vielleicht schon den nötigen Digital-Ausgang.


Wir haben einen DENON XR-2200, der hat sowas glaube ich nicht.
Die Stereo Anlage soll nun doch nicht zum Einsatz kommen. Lieber in "der guten Stube" die Platten genießen!

So ein Audio-Interface ist natürlich auch was feines, wusste gar nicht das es so was auch gibt! Toller Hinweis und viel flexibler einzusetzen.
8erberg
Inventar
#14 erstellt: 19. Mrz 2019, 21:33
Hallo,

leider gibt es nicht mehr viele Vollautomaten. Der 460 von Dual hat nicht den dünnen Teller, damit wären die Bedenken dort auch Geschichte.

Peter
akem
Inventar
#15 erstellt: 19. Mrz 2019, 22:28

8erberg (Beitrag #14) schrieb:
Der 460 von Dual hat nicht den dünnen Teller, damit wären die Bedenken dort auch Geschichte.

Doch, hat er leider auch - es sind nur zwei davon aufeinander geklebt... Wenn das ein Hobbybastler macht würde ich das Improvisation nennen, wie ich das bei einem professionellen Hersteller nenne, sag ich lieber nicht...

Gruß
Andreas
Yamahonkyo
Stammgast
#16 erstellt: 19. Mrz 2019, 22:49

Papoi (Beitrag #13) schrieb:
Den DUAL CS 455-1 EV finden wir auch sehr interessant!
Der wäre dann mit Vorverstärker für den AVR.

Welche Nadel mit Diamant mit sphärischen Schliff wäre für den dann die richtige?


Der DUAL CS 455-1 EV ist mit einem Ortofon OM 10 ausgerüstet - Die Nadel ist elliptisch.
Eine sphärische Nadel gibt es dafür nicht - Das wäre aber auch ein Rückschritt!!!
Ein Fortschritt wäre hier die Verwendung einer OM20, OM30, oder OM40 Nadel.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Aber mal ehrlich, der DUAL CS 455-1 EV unterscheidet sich vom "normalen" DUAL CS 455-1 nur durch den internen Vorverstärker.

Wenn euch ein DUAL CS 455-1 generell gefällt, versuch doch den von mir aus den Kleinanzeigen herausgesuchten für 150 - 200 Euro zu bekommen und kauf dir dazu einen ART DJ Pre II Vorverstärker. Da bist du letzendes bei 200 - 250 Euro.

Mit dem restlichen Geld macht ihr euch einen schönen Plattenabend, oder kauft euch weitere Schallplatten.

Und auch für ein Audiointerface zum Digitalisieren muss man keine 80 Euro ausgeben. Dafür ist z.B der Behringer U-Controll UCA202 für 19 Euro völlig ausreichend.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 19. Mrz 2019, 22:56 bearbeitet]
Papoi
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 19. Mrz 2019, 23:21

Der DUAL CS 455-1 EV ist mit einem Ortofon OM 10 ausgerüstet - Die Nadel ist elliptisch.
Eine sphärische Nadel gibt es dafür nicht - Das wäre aber auch ein Rückschritt!!!
Ein Fortschritt wäre hier die Verwendung einer OM20, OM30, oder OM40 Nadel.


Ich dachte es gäbe nur die beiden Schliffe spitz und spährisch! :-( Wieder was gelernt und nur gut das ich gefragt habe!
Wir wollen die Platten wirklich so schonend abspielend wie es nur geht.

Vielleicht kannst Du dazu noch eine Empfehlung aussprechen?

Ansonsten ist die Entscheidung soweit gefallen, es wird...
...Trommelwirbel...
ein DUAL CS 455-1 EV !

Wir hoffen das wir lange Freude damit haben werden und das es noch in Zukunft Ersatzteile dafür gibt.
Yamahonkyo
Stammgast
#18 erstellt: 19. Mrz 2019, 23:31
Hallo Papoi,

schön, dass ihr euch gemeinsam entschieden habt.

Hört erstmal mit dem Plattenspieler und dem daran montierten OM 10. Ich denke, dass ihr damit schon viel Freude haben werdet.

Nur zur Info (Konisch/Conical = Sphärisch):

Nadelschliffe

Du kannst ja berichten, wenn er bei euch läuft.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 19. Mrz 2019, 23:34 bearbeitet]
Vogone
Inventar
#19 erstellt: 20. Mrz 2019, 08:34
Am Anfang ist die OM10 ok. Nachkaufen würde ich später dann die OM20.
8erberg
Inventar
#20 erstellt: 20. Mrz 2019, 10:33
Hallo,

einfach Nadel tauschen, die 10er kann man noch für Fete oder Flomifund checken nehmen.

Peter
marantz-fan
Stammgast
#21 erstellt: 20. Mrz 2019, 12:40
Glückwunsch Papoi, ich denke bezogen auf Deine Anforderungen/Wünsche hast Du damit eine gute Wahl getroffen. Ich würde auch erst mal mit der 10er Nadel hören, wird sicher schon ne Menge Spaß bringen. Wenn die dann mal runter ist oder Du konkret etwas vermisst im Sound, kannst Du dann immer noch das Upgrade auf eine 20er oder höher machen.

Übrigens heißt eine "bessere" Nadel (= schärferer Schliff) nicht unbedingt, dass Deine Platten geschont werden. Ich glaube im Gegenteil, besonders wenn sie nicht perfekt justiert ist, kannst Du mit einer MicroLine eher die Platte ruinieren.


Yamahonkyo (Beitrag #16) schrieb:
Und auch für ein Audiointerface zum Digitalisieren muss man keine 80 Euro ausgeben. Dafür ist z.B der Behringer U-Controll UCA202 für 19 Euro völlig ausreichend.

War auch nur als Beispiel gedacht, kommt halt immer auf die Ansprüche an... 16 Bit/48kHz vs. 24 Bit/96kHz, und wenn ich die erste Rezension bei Amazon so lese, naja. Also wenn ich mir schon die Arbeit machen würde...

@Yamahonkyo: Schöne Übersicht der Nadelschliffe!
@Papoi: Viel Spaß mit dem neuen Dual!

Dirk


[Beitrag von marantz-fan am 20. Mrz 2019, 12:49 bearbeitet]
Papoi
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 20. Mrz 2019, 13:16
Danke für Eure Beiträge!
Wir haben eine Nacht drüber geschlafen und sind Feuer und Flamme!

Ich habe versucht mich einzulesen aber so ganz habe ich noch nicht verstanden um was es da geht. :-(
Gut, der Tonarm ist klar, der ist unser Einschätzung nach super.
An dem ist vorne dran der Tonabnehmer und in dem steckt die Nadel, welche man separat wechseln kann oder was steckt nun hinter der Bezeichnung OM10, OM,20?

Wir wollen auf jeden Fall die Platten so wenig belasten wie es nur geht.
Habe nun auch gelesen, dass die Erstjustage durchaus sinnvoll ist und man sich dafür Zeit nehmen soll.
Geht das alles so aus dem "Handgelecnk" oder braucht man da noch Hilfsmittel?

Könntet Ihr uns da etwas Hilfestellung leisten, bevor wir was kaputt machen?

Der DUAL CS 455-1 EV ist geordert.

Mit der externen Soundkarte schauen wir dann mal, auf jeden Fall ein toller Vorschlag und somit ist der USB Anschluss "nachrüstbar", wenn wir es dann wirklich brauchen.

Aufgeregte Grüße!
8erberg
Inventar
#23 erstellt: 20. Mrz 2019, 13:54
Hallo,

was man dafür braucht ist die Anleitung, etwas Ruhe und dann klappt das auch. Also die Transportsicherungen entfernen (gut aufbewahren, wenn man umzieht), das Gegengewicht richtig aufdreht usw.
Wichtig ist nur, dass man den Tonarm korrekt in die Waage bringt (die Anleitung sagt wie). Dann braucht man nur noch Auflagekraft und Antiskating auch nach Anleitung einstellen. Die RCA-Stecker kommen dann in den AUX-Eingang am Verstärker.

OM 10 ist das System was am Dual 455-1 montiert ist. Vorne am System steckt der Nadelträgereinschub - da unten am Nadelträger befindet sich der winzige Diamant, der der "Musik aus der Rille" holt...

Am OM Korpus kann man auch die Ortofon Nadelträger mit den Nummern 20, 30 oder 40 einschieben. Je höher die Nummer desto aufwändiger der Schliff der feinen Nadel - das hat natürlich seinen Preis.

Peter
marantz-fan
Stammgast
#24 erstellt: 20. Mrz 2019, 13:57
Die Bezeichnung OM10 steht für den Tonabnehmer vom Hersteller Ortofon, also die Nadel samt elektroakustischem Wandler.
Ortofon OM 10 (Phonophono)

Den Nadeleinschub gibt es auch einzeln zu kaufen:
Ortofon Nadel 10 (Phonophono)

Der Vorteil ist, dass auch der Nadeleinschub der "größeren" Nadeln 20, 30 und 40 in den TA passen (wobei die Nadel ohnehin den größten Kostenfaktor ausmacht). So kannst Du später durch simplen Tausch des Nadeleinschubs aufrüsten. Aber wie gesagt, höre erst mal mit dem 10er - es wird Deinen Platten auch keinen Schaden zuführen.

Der Dual wird wahrscheinlich schon vorjustiert geliefert, Du könntest ihn also vermutlich schon "out-of-the-box" betreiben. Nichtsdestotrotz schadet es sicher nicht, die Justage vorab zu überprüfen; das sind v.a. Auflagekraft, Überhang, Antiskating. Wichtig ist auch eine möglichst plane und erschütterungsfreie (ggfs. Wandregal) Aufstellung. Ganz nützlich sind eine kleine Tonarmwaage, Libelle und Justageschablone (z.B. ebay-Link). Schablonen gibt's aber auch kostenlos zum Selbstausdrucken.

Aber mach Dir keinen Kopf, alles nicht so schwierig und wie gesagt, vermutlich schon vorkonfiguriert.

/Edit: Da war wieder jemand schneller...


[Beitrag von marantz-fan am 20. Mrz 2019, 13:58 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#25 erstellt: 20. Mrz 2019, 15:22
Hallo,

das System ist vormontiert, die geometrische Justage ist erfolgt. Der Rest ist einfach, wie bereits oben beschrieben.

Danach einmal zwecks "Selbstjustage" die Automatik bei verriegelten Tonarm auf Stütze starten.

That´s all.

Peter
Jack_Orsen
Stammgast
#26 erstellt: 20. Mrz 2019, 15:59
Der Thorens TD 190-2 ist ein ähnliches Gerät wie der DUAL CS 455,oder?
Weil der Tonarm des TD 190-2 ist untypisch für einen Thorens,der schaut viel mehr nach nem Dual Tonarm aus.
8erberg
Inventar
#27 erstellt: 20. Mrz 2019, 16:25
Hallo,

jepp, ist (fast) das gleiche Gerät, mit einem Unterschied: beim Thorens kann der Plattendurchmesser eingestellt werden für die Automatik.

Vorteilhaft für den, der häufig Maxi-Singles hört.

Peter
Jack_Orsen
Stammgast
#28 erstellt: 20. Mrz 2019, 17:57
Danke für die Info!
8erberg
Inventar
#29 erstellt: 20. Mrz 2019, 18:21
Hallo,

sehr viele Thorens werden beim Fehrenbacher (Dual-Phono) in St. Georgen gebaut... vor 40 Jahren hätten Thorens-Freaks bei solch einer Nachricht Spontanherpes bekommen

Peter
marantz-fan
Stammgast
#30 erstellt: 20. Mrz 2019, 18:34
Made in Germany ... also ich find das gar nicht so schlimm!
dertelekomiker
Inventar
#31 erstellt: 20. Mrz 2019, 22:43

marantz-fan (Beitrag #24) schrieb:
... das sind v.a. Auflagekraft, Überhang, Antiskating. Wichtig ist auch eine möglichst plane und erschütterungsfreie (ggfs. Wandregal) Aufstellung. Ganz nützlich sind eine kleine Tonarmwaage, Libelle und Justageschablone (z.B. ebay-Link). Schablonen gibt's aber auch kostenlos zum Selbstausdrucken.

Aber mach Dir keinen Kopf, alles nicht so schwierig und wie gesagt, vermutlich schon vorkonfiguriert.

/Edit: Da war wieder jemand schneller... :.

Dem Dual ist es dank des kardanisch gelagerten Tonarms vergleichsweise egal, ob er in der Waage steht. Ebenso ist die Einstellung der Auflagekraft über die Torsionsfeder in der Regel sehr präzise, weshalb auch die Tonarmwaage verzichtbar ist.
Vogone
Inventar
#32 erstellt: 20. Mrz 2019, 23:13
Thorens TD 190-2 i und der 455 von DUAL sind fast baugleich.
Von der Farbgebung finde ich nur den Thorens etwas schicker.
8erberg
Inventar
#33 erstellt: 21. Mrz 2019, 10:38

dertelekomiker (Beitrag #31) schrieb:

Dem Dual ist es dank des kardanisch gelagerten Tonarms vergleichsweise egal, ob er in der Waage steht.


Wers nicht glaubt sollte man beim nächsten Schwarzwaldurlaub im "Deutschen Phonomuseum" in St. Georgen reinschauen.

Dort stehen Demo-Exemplare die dennoch absolut sauber und brillant spielen.

https://www.tripadvi...ilter=2&ff=283166988

Peter
marantz-fan
Stammgast
#34 erstellt: 21. Mrz 2019, 10:45
Ok, dann hab ich mir damals mit meinem 521er eindeutig zu viel Mühe gegeben, ihn in Waage zu bringen...
Papoi
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 21. Mrz 2019, 13:55
Vielen 'Dank für Eure Erklärungen! Irre wie das alles so zusammen hängt und auf was man alles achten sollte.
Über einen Satz bin ich nun aber doch noch "gestolpert".


jepp, ist (fast) das gleiche Gerät, mit einem Unterschied: beim Thorens kann der Plattendurchmesser eingestellt werden für die Automatik.


Mit dem DUAL CS 455 können wir keine Singels im Automatik Betrieb abspielen?
Das wäre schade und ich glaube dann würde der zurück gehen.

Da es im Netz viele selbst ernannten Experten gibt, kennt ihr gute Links wo man sich um grundlegende Sachen richtig weiter informieren kann?

Es geht uns dabei um Sachen wie die beliebtesten Fehler mit Platten, die Reinigung, die Pflege sowie die ersten Schritte halt.

Schöne Grüße!
8erberg
Inventar
#36 erstellt: 21. Mrz 2019, 14:04
Hallo,

Singles ja, bei 45 UpM wird die Automatik auf 17 cm eingesteuert. Maxi-Singles nur manuell, da die Plattengröße eben nicht getrennt von der Drehzahl einstellbar ist.

Gut, da könnte man selber was basteln und den Schalter für die Drehzahlwahl nach vorne verlager - wie beim Thorens es ja gemacht wird.

Gute Quellen: hier. Für Reinigung ist am Einfachsten eine Knosti Disco Antistat. Die Flüssigkeit kann man selber für einen Bruchteil des Preises selber mischen.

Sonst: einfach mal fragen, dann kann man auch antworten.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 21. Mrz 2019, 14:06 bearbeitet]
Papoi
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 21. Mrz 2019, 17:46

Singles ja, bei 45 UpM wird die Automatik auf 17 cm eingesteuert. Maxi-Singles nur manuell, da die Plattengröße eben nicht getrennt von der Drehzahl einstellbar ist.

Danke, mir fehlen Grundlagen!

Ich dachte bisher, dass es nur 2 Größen gibt und diese halt auch mit unterschiedlichen Drehzahlen abgespielt werden.


Gut, da könnte man selber was basteln und den Schalter für die Drehzahlwahl nach vorne verlager - wie beim Thorens es ja gemacht wird.


Wenn Du da oder jemand anderes Details dazu hat, bitte gern!
Nicht das ich das nun sofort umsetzen würde. Ich weiß noch gar nicht ob es für uns relevant wird aber ich könnte es danna lso zukünftige Option im Hinterkopf behalten.


Für Reinigung ist am Einfachsten eine Knosti Disco Antistat. Die Flüssigkeit kann man selber für einen Bruchteil des Preises selber mischen.


Das Teil sieht ja wirklich gut aus! Ich glaube das es uns das auch Wert ist. Die Scheiben standen zum Teil viele Jahre einfach in der Ecke!


Sonst: einfach mal fragen, dann kann man auch antworten.

Dazu machen dann mal einen neuen Beitrag auf... DANKE!

Gruß
8erberg
Inventar
#38 erstellt: 21. Mrz 2019, 20:15
Hallo,

hmmm.... Es gab jede Menge.

Wir hatten damals in der Schule "Peter Pim an Billy Ball"-Schallplatten für den Englisch-Unterricht in Singlegröße, die liefen mit 33 1/3.
Gott oh Gott, das ist fast 50 Lenze her.

Das andere Beispiel Maxisingles mit 45 UpM aber 30 cm Durchmesser waren in den 70er und 80er Jahren sehr beliebt.

Maxi-Versionen gab es von vielen Hits und das hatte inne Disse den Vorteil das der DJ mal in Ruhe pullern gehen konnte

Ach ja, wenn die Platten frisch gewaschen (und getrocknet) sind auch neue Innenhüllen verwenden. Sind Texte oder Fotos auf der alten Innenhülle wird die mit aufbewahrt. Hab z.B. noch ein Album mit einem Autogramm vom Grönemeyer auf der Innenhülle. Das hatte ich zusammengefaltet damals dabei bei der "Sprünge"-Tour beim Konzert, denn das Cover war mir zu groß zum Rumschleppen.... Herbert hats unterschrieben an seinem Hotel (damals das Steigenberger am Los Angeles-Platz in Berlin).

Peter


[Beitrag von 8erberg am 21. Mrz 2019, 20:23 bearbeitet]
eStyle
Inventar
#39 erstellt: 22. Mrz 2019, 01:00
@Papoi:

Sehr gute Wahl beim Plattenspieler, ich habe den mir vor nicht allzu langer Zeit auch gekauft als Zweitspieler. Ich bin sehr zufrieden, auf jeden Fall.

Hier mein Bericht dazu: klick!
Viel Spaß damit und berichte auf jeden Fall!


[Beitrag von eStyle am 22. Mrz 2019, 01:30 bearbeitet]
Papoi
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 22. Mrz 2019, 02:05
Alles irre interessant!
Das ist über 30 Jahre her, wo ich mal mit einem Plattenspieler "meine" Musik gehört habe.
So alt sind auch die Platten, meine Frau hat nun auch noch welche gefunden, welche bei ihr das Interesse geweckt hat.

Weiter haben wir uns die "Waschanlage" angesehen, also so ein Teil holen wir uns auch!

Für Reinigung ist am Einfachsten eine Knosti Disco Antistat. Die Flüssigkeit kann man selber für einen Bruchteil des Preises selber mischen.

Was ist da geheimes drin?

So nun erstelle ich noch einen neuen Beitrag mit meinen Fragen zum Einstig, das passt hier ja nicht rein.
( Hier isser!)

Gruß!


[Beitrag von Papoi am 22. Mrz 2019, 02:24 bearbeitet]
Papoi
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 03. Apr 2019, 18:03
FEEDBACK
Nun ist der DUAL CS-455-1 aufgebaut, eingestellt und in Betrieb!
Was soll ich schreiben?

Wir sind durch und durch zufrieden!
Ist das cool, wir hören nun jeden Abend eines der alten "Schätze", das ist ein ganz anderes Gefühl zur Musik.
Sicher sind auch Sachen dabei, die wir uns heute so nie zugelegt hätten aber das macht den Reiz auch irgendwie aus.

Es gibt noch viel zu entdecken aber die Grundausstattung finden wir nun total genial und haben viel Freude an unserem neuen Hobby!

DANKE für alle Ratschläge, Empfehlungen und Eure Geduld!

Vinyle Grüße!
eStyle
Inventar
#42 erstellt: 03. Apr 2019, 22:06
Na sowas liest man doch gerne, vielen Dank für den kurzen Bericht und weiterhin viel Spaß mit deinem tollen, neuen Dreher!
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