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Anschaffung linn lp12

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Beitrag
webbymax
Neuling
#1 erstellt: 28. Dez 2004, 14:07
Hi!

Hoffe alle haben erholsame Weihnachten verbracht.

Gerne möchte ich einen lp12 anschaffen.
Bin wohl aber ziemlich lp12 unerfahren.
Was darf ein gebrauchtes Gerät kosten?
Sind ebay, audiomarkt etc. als Bezugsquellen zu empfehlen?
Worauf ist besonders zu achten?

Ich weiß nix, will aber alles wissen.
Für Ratschläge jeder Art danke ich.

Allen einen guten Rutsch!

webbymax
GoodMusic
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 28. Dez 2004, 14:30
Hallo

Hast du denn schon Erfahrung mit Plattenspielern, bzw. mit dem Aufbau und dem Einstellen von Plattenspielern?
Der LP12 ist nicht unbedingt ein Plug&Play Gerät.

Ansonsten habe ich leider auch zu wenig Erfahrung mit dem LP12. Schon ein paarmal angehört aber slebst noch nie daran rumgefummelt...

Grüße..
webbymax
Neuling
#3 erstellt: 28. Dez 2004, 14:48
Hi!

Alles was ich über Plattenspieler weiß, rührt von meinem jetzigen Gerät, einem cec 9003. Würde aber gerne diesen – im Sinne einer „reinrassigen“ Kette – durch einen Linn ersetzen.

Womit hörst denn Du Dir schwarzes Gold an?

webbymax
GoodMusic
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 28. Dez 2004, 17:37
Zur Zeit? Garnicht

Ansonsten höre ich hauptsächlich mit einem TW-Acustic Laufwerk. Tonarme und Systeme ändern sich öfters mal...


Hast du einen Händler oder Bekannten, der dir beim LP12 helfen kann?

Ich würde dir auf jeden Fall raten, einen LP gebraucht nur zu kaufen, wenn du ihn vorher hören konntest, bzw. wenn dir der Verkäufer eine tadellose Funktion garantieren kann! Am besten einen gebr. vom Linn Händler.
Da sollte man davon ausgehen können, das die den durchgecheckt haben und das das gerät i.O. ist.

Hast du den Linn denn schonmal gehört?

Grüße...
LP12
Inventar
#5 erstellt: 28. Dez 2004, 19:37
Hi webbymax,

ich habe seit Jahren einen LP12. Er ist ein toller Plattenspieler, wenn er denn mal ordentlich eingestellt und aufgebaut ist. Dies ist beim LP12 Fummelarbeit, da man an die Federn nur von unten herankommt. Hier ist Geduld und Erfahrung gefragt.
Ich würde schaun, ob du einen gebrauchten von einem Händler deines Vertrauen kaufen kannst. Frage nach dem Alter des Tellerlagers und dem Zustand des Tonarms. Die Justage des Subchassis kannst du einfach überprüfen, indem du den Plattenteller kurz und leicht nach unten drückst. Das Subchassi sollte möglichst kolbenförmig, d.h. nur hoch und runter schwingen - in keinem Falll sollte es taumeln oder seitlich schwingen. In diesem Fall würde ich zu einem anderen Händler gehen.
Dies alles kannst du natürlich nur überprüfen, wenn du vor dem Gerät stehst. E-bay ist vielleicht nicht die beste Möglichkeit, da der PS durch den Verasnd Schaden nehmen könnte.
Nach meiner Erfahrung kann man mit dem LP12 sehr viel Spass haben . Das Laufwerk ist wirklich gut. Beim Umfeld des Laufwerks - also Tonarm und Tonabnehmer denke ich, dass es zu Linn durchaus preiswerte und mindestens ebenso gute Alternativen gibt.
Der LP 12 ist etwas wählerisch mit seinem Unterbau. Was für ein Rack hast Du denn.
Wie gesagt : einaml richtig eingestellt und aufgebaut geht die Post ab und dies durchaus auch schon in einer mittleren Ausbaustufe.
LP12
Inventar
#6 erstellt: 28. Dez 2004, 19:46
Tach ,

da fällt mir nochwas ein. Ich hatte Probleme mit dem Akito II von Linn und habe schon öfter von Problemen mit Lageschäden bei Linns gehört.
Dies kannst du jedoch mit folgender Vorgehensweise checken - wenn dich der Händler lässt : bringe den Tonamr mittels des Gegengewichts ins Schweben (in die Waage - so als wolltest du das Auflagegewicht neu einstellen). Drehe das Antiskating auf Null und gib dem Tonarm einen ganz leichten Stubs in horizontaler Richtung zur PLattentellermitte. Der Tonarm sollte gleichmäßig zur Plattenmitte durchlaufen, ohne zu ruckeln oder gar anzuhalten. Tut er dies doch, hat der Tonarm einen Lagerschaden.
finalvinyl
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 29. Dez 2004, 13:15
Hallo,

bei der Anschaffung eines gebrauchten LP 12 ist einiges zu beachten.

Wie oben schon beschrieben ist auf den Aufbau des Laufwerks besonderer Wert zu legen. Bei Unerfahrenheit ist es sinnvoll das Teil von einem qualifizierten Händler einstellen zu lassen.

Was ein LP 12 kosten darf kommt auf die Ausbaustufe an. Welche Motorsteuerung ist drin, welche Bodenplatte verbaut, welcher Arm, welches System und nicht zuletzt der Zustand.
Bei www.vinylengine.com kann man sich zum Thema LP 12 einige Dateien herunterladen. U.a. auch eine 60-seitige Anleitung, die Händlern von Linn zur Verfügung gestellet wurde, in der detailiert die verschiedenen Ausbaustufen erklärt werden so wie die richtige Einstellung des Subchassis. Enthalten ist dort auch eine Tabelle der Seriennummern mit einer Übersicht aller Änderungen. Das ist SEHR wichtig, da im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht alle Modifikationen nachrüstbar sind.
Reelle Preise für einen LP 12 können von 300 Euro bis 3000 Euro reichen.

Ich würde ein Laufwerk dieser Qualität IMMER persönlich abholen!!! Auch wenn ich dafür einige hundert Kilometer fahren müßte. Die Post hat mir schon zu viele, auch gut verpackte Plattenspieler beschädigt. Nicht zuletzt kann man sich dann auch selbst vom Zustand überzeugen.

Zum Tonarm: Finger weg vom Akito I! Der ist so gut wie immer defekt. Ich hatte selbst mal einen und kenne mindestens 5 Leute, denen es genau so geht. Die Lager verschleißen konstruktionsbedingt sehr stark und sind nur mit größerem Aufwand wieder herzustellen.
Ich selbst fahre einen Ittok LV II auf meinem LP 12 und bin sehr zufrieden damit. Linn selbst verbaute vor der Produktion eigener Arme Typen von Grace, die ich persönlich allerdings noch nicht benutzt habe.

Die original Bodenplatte (dünne Presspappe) ist Mist! Ich habe vor einiger Zeit an einem Feldversuch teilgenommen, bei dem ich diese gegen ein RDC Teil von Clearlight Audio ausgetauscht habe, was einem saubereren Bass und bessere Durchhörbarkeit zur Folge hatte. Das Teil ist allerdings nicht ganz billig.

Zum Schluß noch eine persönliche Wertung meinerseits. Mit einem Thorens TD 125 bzw. TD 160 läßt sich auch sehr schön Musik hören und das zu einem Bruchteil des Preises für einen LP 12. Allerdings macht ein LP 12 schon mehr her, deshalb hab ich ja auch den Linn behalten und nicht die Thorense.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel.


Grüße von der Lahn, finalvinyl


[Beitrag von finalvinyl am 29. Dez 2004, 13:17 bearbeitet]
webbymax
Neuling
#8 erstellt: 29. Dez 2004, 13:32
hi finalvinyl,

für deine und alle anderen reaktionen meinen dank!

der lp12 scheínt doch ein wenig komplexer zu sein als ursprünglich von mir angenommen.
der kauf eines gebrauchten drehers -am besten beim linn händler- scheint wohl am vernünftigsten.
wer also ein interessantes angebot erspäht, dieses auch nicht für sich selbst in anspruch nehmen möchte, der könnte mich davon in kenntnis setzen. würde mich freuen!

das heißt wohl auch mehr geld ausgeben...

was tut man nicht alles für den linn-krempel...

grüße aus dem rheinland

webbymax
finalvinyl
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 29. Dez 2004, 22:08
Hallo webbymax,

ich wollte dich nicht durch meinen Beitrag desillusionieren.

Es ist durchaus auch für einen Laien möglich einen LP 12 von privat zu kaufen. Man sollte allerdings auf einige kritische Punkte achten. Viel mehr als oben angegeben sind das allerdings auch nicht. Und für den Fall der Fälle kann man ja fast alles reparieren lassen.
Der Kauf vom Linn Händler wird wohl eher schwierig werden in Zeiten in denen jeder seine Sachen über ebay verhökert.
audiomarkt.de bzw. audiomap.de sind da recht hilfreich.

Übrigens, aus welcher Gegend des Rheinlandes kommst du denn?
Ein kleiner Haufen Analogfreunde trifft sich regelmäßig in Ransbach Baumbach im Restaurant Gala zum Analog-Stammtisch.
Ist immer eine recht nette Runde und sehr empfehlenswert.

Grüße von der Lahn, finalvinyl
Cloocino
Neuling
#10 erstellt: 14. Jan 2009, 01:28
Zum Thema Linn (ob gebraucht oder nicht), möchte ich mal mit ein paar Mythen aufräumen. (Stirbt dieser ewige Linn-Voodoo-Kult nie aus?)

Vorab: Ich habe meinen LP 12 schon seit über 25 Jahren und bin höchst zufrieden. Ganz ohne Voodoo.

Mythos Nr. 1
Ein LP 12 ist so heikel wie eine Jungfrau und nur ganz spezielle magische Gurus können ihn einstellen.

Aber wo! Jeder autorisierte Linn-Händler kann das. Man bringt das Ding hin und lässt ein Set-Up machen. (wenn man einen Neukauf macht, tut der Händler das sowieso). Fertig.

Mythos Nr. 2
Das Setup muss vor Ort zuhause gemacht werden, wen man das Ding transportiert, spielt es danach nur mehr wie ein 100,- Euro-Kaufhaus-Plattenspieler.

Keine Spur! Man hohl ihm vom Set-Up ab, Entfernt Plattenteller und Gegengewicht des Tonarms, stöppselt das Lager zu, damit das Öl nicht ausrinnt, verpackt alles stosssicher (am besten in den original Styropor Verpackungen), fährt nach Hause, stellt ihn auf - und (oh Wunder!) er spielt genauso gut wie beim Händler.

Mythos Nr. 3
Und selbst wenn, es hät nicht lange an. Man berührt den LP 12 am besten nie mehr, denn schon durchs anschauen verstellt sich alles andauernd und er wabbelt, dass es eine Freude ist.

Ein ordentliches, von einem autorisiertem Techniker durchgeführtes Set-Up hält - sachgemäßen Gebrauch vorausgesetzt – ein paar Jahre (2 bis 3). Und sachgemäßer Gebrauch heißt: ordentlich hinstellen, Platten auflegen, abspielen und Musik genießen. Nicht mehr und nicht weniger. Aber damit sind wir schon bei

Mythos Nr. 4
Aber die Aufstellung! Nur auf ganz besonderen, bei Vollmond von Gurus nach dreiwöchigem Kriegstanz, in geheimer Verfahrensweise, hergestellten Tischchen spielt er gut.

Auf einem leichten aber stabilen, sich nicht verziehenden Tisch (oder Konsole) soll er waagrecht stehen. (z.B. auf einem ikea Lack-Tischchen). Fertig. Aber muss so nicht jeder Plattenspieler stehen?

Mythos Nr. 5
Man kann nicht jeden LP 12 auf jedes Niveau aufrüsten. Nur spezielle Serien, passen mit speziellen Lagern, Platten, Armen usw. zusammen. (Was womit harmoniert weiß nur der Guru von Mythos Nr. 4)

Wie gesagt, meiner ist bald 30 und außer der Zarge (es ist noch die schöne, geriffelte!) ist nichts mehr von damals. Cicus Kit, Linngo, Trampolin, als drin. Also fast am letzten Stand. (Das neue Subchasis war mir dann ein wenig zu teuer, aber eingebaut hätten sie mir es auch). Und beim Arm hab ich beim Itok LVII Schluss gemacht, der ist auch bald 15 und die Lager sind noch immer pipifein.

Fazit:
Wenn man beim Kauf eines gebrauchten LP 12 das beachtet was man beim Kauf eines JEDEN gebrauchten Plattenspielers beachten muss ( persönl. anschauen, auf Lager- und andere Schäden achten, niemals mit Post oder Paketdienst schicken lassen, fachgerecht transportieren usw.) einmal ein Setup beim Händler machen lässt und ihn ordentlich aufstellt, hat man einen Plattenspieler, mit dem man Jahrzehnte lang Freude hat.

Der LP 12 ist einfach ein Plattenspieler, der nicht mehr (aber auch nicht weniger) Aufwand verlangt wie jeder sehr gute (Sunchasis-)Plattenspieler. Nur ist er dann ein sehr, sehr guter Plattenspieler.

Liebe Grüße, Erich


[Beitrag von Cloocino am 14. Jan 2009, 01:29 bearbeitet]
Freiundunbesch...
Stammgast
#11 erstellt: 31. Mrz 2011, 19:47
Das so lange niemand mehr etwas geschrieben hat unterstreicht nur das vorhergesagte.

Ich füge aber noch sehr sehr sehr hinzu
Hörbert
Moderator
#12 erstellt: 01. Apr 2011, 06:08
Halo!

@Freiundunbesch...

Na, wollen wir die Kirche mal im Dorf lassen, der LP-12 ist ein ganz normaler Transmissionsläufer mit Schwabbelchassis bei dem -wie bei jedem anderen Laufwerk auch-, das Ergebniss in erster Linie vom verbauten Tonarm und Abtastsystem abhängt.

MFG Günther
Freiundunbesch...
Stammgast
#13 erstellt: 01. Apr 2011, 06:32
Ist ein Produkt nicht immer Summe seiner Teile
Hörbert
Moderator
#14 erstellt: 01. Apr 2011, 06:39
Hallo!

Selbstvertändlich, nur sollte man wissen welche der Teile für ein bestimmtes Ergebniss relevant sind.

Wenn man nicht weiß was wichtig ist und was nicht geht es einem wohlmöglich wie den anhängern des Cargo-Kultes.

MFG Günther
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