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Welcher Plattenspieler passt zu mir?

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Floppy84
Neuling
#1 erstellt: 09. Jan 2005, 14:33
Ich bin ein Neuling - nicht nur in diesem Forum sondern auch im Bereich der analogen Musik.

Was ich hier so gelesen hab, sind Thorens und Dual-Plattenspieler die hochwertigsten. Was ist für mich als Einsteiger zu empfehlen? Auf der Phonophono-Seite hab ich mich auch schon umgeschaut und hab die Kaufberatung-Threads in diesem Forum durchgelesen.
Wichtig bei meiner Wahl ist, das ich hauptsächlich Rock-Musik höre und auch alte Schellackplatten abspielen möchte. Außerdem sollte der Preis von 350 Euro nicht überboten werden.

Welches Mittelklasse-Produkt könnt ihr mir empfehlen und wo bekomme ich das am besten?
Danke.
Badhabits
Inventar
#2 erstellt: 09. Jan 2005, 14:50
Hallo Floppy84

Wenn Du alte Schellacks (78-Touren) hören willst, dann wird die Auswahl schon etwas eingeschränkt. Plattenspieler der jüngeren Generation können "nur" 33- und 45-Touren.

Spontan fallen mir z.B. Lenco L-75 und L-78 oder DUAL 10xx- und 12xx-Serie ein (u.a. 1019 und 1219). Von Thorens der 124-er aber den für 350 Euro zu kriegen wird schwierig. Die andern genannten kriegst Du für wesentlich weniger Geld. Ev. Thorens 134-/135- sind schwer zu kriegen.


Freundliche Grüsse

Badhabits


[Beitrag von Badhabits am 09. Jan 2005, 14:51 bearbeitet]
Floppy84
Neuling
#3 erstellt: 09. Jan 2005, 14:58
und deine genannten Plattenspieler sind schon qualitativ in Ordnung, ja? Das man für 350 Euro kein Gerät der Spitzenklasse bekommt, kann ich mir denken, aber es sollte trotzdem eine bekannte und zuverlässige Marke sein.

Und gibt es im Netz bekannte Websites, wo man diese Geräte bekommen kann? Kenne wie gesagt nur Phonophono und die sind ja nicht gerade billig.

Dank für deine Antwort.
Floppy84
Neuling
#4 erstellt: 09. Jan 2005, 15:16
und was ist mit diesem:
http://www.thorens.ch/THORENS/thorens.main.php?id=de_201&range=1

könnt ihr mir den empfehlen?
Sovebamse
Stammgast
#5 erstellt: 09. Jan 2005, 17:05
Also dass DUAL hochwertig sind, ist eine relativ einseitige Aussage. Auf reine Qualität würde ich mich da nicht verlassen. Klar sind Dual-Spieler, zumindest der 505, nicht schlecht, aber für 350 Euro würde ich mir da was anderes kaufen. Wenn du einen guten Thorens findest, wie hier bereits vorgeschlagen wurde, dann bist du sicher sehr gut bedient. Vielleicht noch einen anderen Tonabnehmer, je nach dem. Von Lenco L75 kann ich nur selber schwärmen. Diese sind auch für Schellackplatten geeignet. Du bekommst sie aber selten... meistens auf Flohmärkten oder als Auktion. Sie kosten jedoch maximal um die 50 Euro, je nach Zustand. Wenn du wirklich Glück hast und ein gutes Gerät bekommst, dann sind die 50 - 100 Euro so sicher besser angelegt, als mit einem Dual. Tonabnehmermässig kann dir sicher noch jemand anders einen Tip geben, falls du einen Lenco kaufst. Mit dem Lenco und einem neuen Tonabnehmer zusammen wirst du kaum die 200 Euro Grenze überschreiten. Der Lenco ist für Rock-Musik auch recht gut geeignet, da er leicht bassbetont ist. Je nach Gerät (Lenco), brauchst du noch einen Vorverstärker (würde ich sowieso einen separaten kaufen). Da wirst du wohl noch mal um die 50-100 Euro rechnen müssen.
Holger
Inventar
#6 erstellt: 09. Jan 2005, 18:49
Hi Floppy,

Den 190er von Thorens vergiss mal wieder, ein echter Thorens ist das nicht.

Für den Preisrahmen bis 350 Euro würde ich auch zu Lenco tendieren. Ich habe selbst seit kurzem einen L 77 und das ist Schweizer Qualität in Reinkultur.
Der L 77 ist der seltene Bruder des L 75, und einen 75er wirst Du recht häufig z. B. bei eBay finden. Wenn es ein gepflegtes Exemplar ist, dann wirst Du damit trotz des vermeintlich veralteten Reibradantriebes lange hervorragend Musik hören können.
Und es bleibt genügend Geld für ein neues System plus extra Schellacknadel übrig, z. B. ein schönes Ortofon OM 20 Super + Nadel 78, zusammen 178 Euro bei Phonophono.

Für 350 Euro kannst Du allerdings mit etwas Glück auch schon einen Thorens TD 126 bekommen, seinerzeit das Flaggschif der Consumer-Flotte von Thorens und auch heute noch ein exzellentes Gerät. Für ein neues System reicht’s dann aber nicht mehr.
wegavision
Inventar
#7 erstellt: 09. Jan 2005, 19:23
Wie immer bricht hier bei solchen Fragen der Glaubenskrieg aus, wobei die 78 U/min schon ein KO-Kriterium für die ganzen Thorens-Spieler ist (der 124 ist was für Spezialisten).
Also Lenco oder Dual, hier meine Meinung dazu: Die Lencos sind sehr stabile und auch optisch sehr ansprechende Plattenspieler. Sie bieten aber wenig Komfort, keine Automatik etc. Auch ist es nicht so einfach ein wirklich gutes Exemplar zu finden. Häufigste Probleme: wackliger Tonarm, verbogenes Headshell, Problem mit dem Antrieb

Da du bereit bist etwas mehr auzugeben, kannst du bei Dual gleich bei den Spitzenspielern anfangen. Das wären die 1219 bzw. 1229, die sind baugleich, der 29er hat noch zusätzlich ein Stroboskop. Die Duals sind etwas mainstreamer als die Lencos, bieten aber einen hohen Komfort. Der 1019 ist heute eher ein Liebhaberstück. Auch die Duals sind sehr robust, die wenigen Schwachstellen, lassen sich alle selbst beheben.

Preislich liegt der Lenco 75 wie auch der Dual 1219 so von 40 - 80 EUR. Der 1229 liegt etwas höher, hier zahlt man aber auch für den Namen mit. Also sind bei deinen Preisvorstellungen noch genug drin für ein neues System, oder auch nur zwei neue Nadeln, wirklich schlecht sind die alten Systeme auch nicht.
directdrive
Inventar
#8 erstellt: 09. Jan 2005, 21:33
Hallo Floppy84,

wie schon erwähnt, ist das Angebot an hochwertigen und gut klingenden Gebrauchtspielern mit 78 U/min eher begrenzt - der Lenco ist meines Erachtens für Einsteiger nicht die richtige Wahl, lulabu hat's schon genannt - wäre jedoch trotzdem mein persönlicher Favorit...
Ein TD-126 III ist bei Deinem Budget ebenfalls möglich - imposantes, schönes Gerät mit sehr gutem Klang. Aber auch der 126er ist als Gebrauchtkauf nicht ganz ohne, abgesacktes Subchassis und Probleme mit der Laufwerkselektronik können gern 'mal vorkommen.
Den Dual-Tip finde ich absolut nicht falsch, aber 'was spricht eigentlich gegen einen neuen Plattenspieler?

Guck' Dir doch 'mal diesen hier: http://www.stantondj.com/alpha44/load.asp?page=st150 an. Vielleicht kann das eine Alternative für Dich sein. Das Gerät wird außer von Stanton auch von verschiedenen anderen Herstellern mit teils abweichender Gestaltung der Deckplatte angeboten. Besonders die SynQ-Version XTRM-1 scheint vergleichsweise preiswert zu sein.

Der Stanton und seine Verwandschaft sind als DJ-Laufwerke konzipiert, versprechen aber auch als Hifi-Laufwerk eine gute Performance, beeindruckende Verarbeitung und einen Tonarm mit SME-Headshell, der schnellen Wechsel vom Hifi- zum Schellackabtaster ermöglicht.

Ach so, die Versionen mit geradem Arm sind aufgrund der Armgeometrie definitiv nicht hifi-tauglich, dafür aber auch gar nicht gedacht.

Versuch macht kluch, wenn Du in Deiner Nähe einen DJ-Laden hast, kann es sich durchaus lohnen, über den Hifi-Tellerrand hinauszublicken und den Stanton einer näheren Betrachtung zu unterziehen.

Viele Grüße von

Brent
uglyripper
Stammgast
#9 erstellt: 10. Jan 2005, 01:53
Hallo,
ich möchte gern den Braun PS500 ins Rennen schicken. Er erfüllt alle Deine Anforderungen und stellt sowohl die genannten Lenco als auch Dual (technisch - ohne subjektive Klangdiskussionen führen zu wollen) in den Schatten. War damals auch deutlich! teurer als o.g. Dreher. Den Thorens TD124 wirst Du für 350€ nicht bekommen, also (wenns Dir optisch gefällt): PS500 (unter 100€), Shure V15III mit neuem VN35MR Nadeleinschub (ca.130€) oder alternativ Shure M97xMR (ca.60€ neu). TOP Gerät!
Gruß uglyripper
PPM
Stammgast
#10 erstellt: 10. Jan 2005, 06:54
Hallo,

die wechselbaren Headshelladapter von Dual sind natürlich vom Komfort her unschlagbar, wenn man gelegentlich den Tonabnehmer von Vinyl auf Schellack wechseln möchte. Für Schellackplatten wird nämlich eine andere Nadel benötigt.

wenn es etwas NEUES sein soll:
Pro-Ject Debut + Zusatzpulley 78 (gibts auch von Pro-ject) + Shure M35X + extra Nadeleinschub für Schellacks (ebenfalls Shure) + Phonobox (die neue klingt besser als die alte) + Speedbox (evtl. später mal).

Patrick
HR2005
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 10. Jan 2005, 12:42
"Plattenspieler der jüngeren Generation können "nur" 33- und 45-Touren"

Sorry, wenn ich jetzt hier als Neuling gleich Krawall mache, aber Ahnung fehlt hier oft. 78 Umdrehungen können auch die neuen Plattenspieler, wenn nicht alle, aber es gibt genügend die das mit machen.

Ansonsten Shure Systeme und nen Wechselarm am Plattenspieler, wie von PPM beschrieben!!!
DrNice
Moderator
#12 erstellt: 10. Jan 2005, 16:01
Moin HR2005

Patrik meinte keine Wechselarme, sondern lediglich zwei mit unterschiedlichen Systemen bestückte Tonkopfadapter, die unter die Headshell geklemmt werden; die braucht man einfach nur auszutauschen, wenn man von Schellack auf Vinyl wechesln möchte, oder umgekehrt. Dann braucht man nur die systemspezifischen Tonarmeinstellungen vorzunehmen (Tipp: Makierungen an den einzelnen Skalen) und gut ist.
HIER ein Bild dieser austauschbaren Systemträger.

Ein neuer und nicht sehr teuerer Plattenspieler, der auch Schellcks abspielen kann, ist der Dual 455-1. Mit einem Ortofon OMB10 bekommt man ihn bei www.phonophono.de schon für 280 Euro. Er ist zwar nicht schlecht und für gelegentliches Hören vollkommen ausreichend, aber dennoch würde ich, wie bereits gesagt, einen Dual 1219/1229 vorziehen.
HR2005
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 10. Jan 2005, 16:05
Ich was Headshell ist, meinte das auch mit Wechselarm :-)
DrNice
Moderator
#14 erstellt: 10. Jan 2005, 16:37
Es war nichtmal die Headshell gemeint, sondern nur der Systemträger der unter die Headshell geklemmt wird
HR2005
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 10. Jan 2005, 17:06
Jo nörmalerweise ist ja nen System am Headshell angebracht, hatte ich vorraus gesetzt
PPM
Stammgast
#16 erstellt: 11. Jan 2005, 15:20
Da haste aber falsch vorausgesetzt, HR2005, der Clou bei Dual war ja, daß die Systeme an einem Adapter und der Adapter an der Headshell montiert war. Der Adapter (oder: "Systemträger") läßt sich einfach und schnell von der Headshell lösen, sodaß ebenso schnell und einfach das System gewechselt werden kann. Geht fast noch besser als die SME-Methode und ist optimal wenn man zwischen Vinyl und Schellack wechselt und dementsprechend auch die Abtaster tauschen muß.

Patrick


[Beitrag von PPM am 11. Jan 2005, 15:21 bearbeitet]
HR2005
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 11. Jan 2005, 15:30
Okay sorry, vielleicht hab ich mich etwas zu dumm ausgedrückt, braucht mir aber nicht erklären wie das funktioniert, arbeite seit Jahren mit Plattenspielern mach Audiodigitalisierung und Restauration.
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