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Tonarmverkabelung - kein Voodoo!

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jogi-bär
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 20. Mrz 2005, 16:40
Hallo Analogfreunde

Ich habe seit einiger Zeit einen Plattenspieler mit einem Audio-Technica AT1100 Tonarm.
Ich wollte ihn neulich zum reinigen Zerlegen, jedoch hat meine Freundin es dann geschafft die kabel die von der buchse im TA nach oben gehen zur Steckverbindung (das Tonarmrohr kann gesteckt werden) abzureißen.

Ich habe versucht die kabel wieder oben an den Stecker (federnde Pins) anzulöten, jedoch war der Kolben zu heiß und nun federn die PIns nicht mehr...

Nun habe ich mir überlegt ob ich nicht auf diese (unnötige) steckverbindung verzichten will und ein kabel vom Tonabnehmer durch den Tonarm bis zum Pre zu ziehen, so verzichte ich auf 2 steckverbindungen.

hat das irgendwelche nachteile?

welches kabel würdet ihr verwenden?Ich bin kein Voodoo-Anhänger, und es sollte möglichst preiswert sein.


Ich denke ich habe zur allgemeinen Verwirrung beigetragen...

Grüße

Simon
doppelkopf0_1
Stammgast
#2 erstellt: 21. Mrz 2005, 10:23
hallo jogi-bär!genau das versuche ich grade.1,2m silberkabel vom TA zum Pre(vieleicht auch kürzer)sollten sich deutlich auswirken!allerdings sind die kabel haardünn und entsprechend schwierig zu verarbeiten.verflechten und abschirmen gehört auch unbedingt dazu.ich werde es wohl diese woche schaffen und berichte dann natürlich sofort darüber.falls noch jemand tipps zur konfektionierung hat immer her damit.
jogi-bär
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 21. Mrz 2005, 12:11
Hallo doppelkopf

wo hast du denn das kabel her und was hat es gekostet?
doppelkopf0_1
Stammgast
#4 erstellt: 21. Mrz 2005, 12:41
hallo jogi-bär,das kabel ist von ebay,der verkäufer heißt brefeld und hat auch andere siberkabel.z.b.:nf-kabel und tonarminnenverkabelung für normale ,sowie für einpunktgelagerte tonarme(flexibler).da gibts auch silberne TA-stecker und chinch.kommt komplet mit nem stückchen silberlot.wie gesagt,wenns richtig gut ist,werd ich das schreiben.´n sonnigen tag noch. ps:den preis mußt du selber erfragen,meiner war o.k.!


[Beitrag von doppelkopf0_1 am 21. Mrz 2005, 12:42 bearbeitet]
jogi-bär
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 21. Mrz 2005, 23:29
Bei Thomas Brefeld habe ich meine Buschhörner gekauft.

Habe ihn angeschrieben, er will für 1m Silberkabel (4 Adern) 49Eur haben.

Bei "die Nadel" gibt es ein Kupferkabel für 39Eur/m, da ist das Silverkabel doch besser im preis/leistungsverhältniss, oder?

Sind 49eur/m ok?

Grüße

simon
montcorbier
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 22. Mrz 2005, 00:04
Hallo jogi-bär!

Nimm doch der Einfachheit und aus Kostengründen >0,05 mm oder 0,10 mm Kupferlackdraht<, auch Solid-Core genannt, zum Verkabeln Deines Tonarms!

Kostenpunkt für die gebrauchten Drahtlängen sind im o,ox Euro Bereich!


Just my 2 cents...

Gruß
Manfred
GandRalf
Inventar
#7 erstellt: 22. Mrz 2005, 07:00
Moin montcorbier,

Du hast noch nicht oft mit Plattenspielern gearbeitet,-oder?
montcorbier
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 22. Mrz 2005, 08:02
Hi GrandRalf!

Dann erkläre Du mir, warum etwas gegen meinen Vorschlag mit Kupferlackdraht einzuwenden ist?
Vielleicht sind Dir tatsächlich einleuchtende Gründe gegen die Verwendung von Kupferlackdraht bekannt?
Ich reibe mir schon die Hände, denn ich bin wissbegierig.
Natürlich ist es unhöflich von mir Deine Frage mit Gegenfragen zu beantworten, deshalb antworte ich Dir bezüglich:


Zitat GrandRalf:
> Du hast noch nicht oft mit Plattenspielern gearbeitet,-oder?<

Antwort steht hier:

www.analog-forum.de
Kannste mal nach "Montcorbier" Ausschau halten, bin im Übrigen derjenige, welcher dort schon z.Zeit 933 Beiträge abfasste!

Vielleicht besuchst Du diese Seite und tippst einfach "Kupferlackdraht" in die Suchefunktion ein, dann könnten wir eventuell -so Du Dich denn wieder meldest- eine virtuelle Unterhaltung weiterführen...

Hab aber wahrscheinlich besseres im Sinn, denn mindestens einer meiner z. Zeit fünf Plattenspieler wartet auf mich....


@ jogi-bär

Schau auch Du auf die oben angegebene Analog-Forum Seite, denn dort steht wirklich einiges in Sachen Tonarmverkabelung!
Laß Dich nicht verunsichern!



Gruß
Manfred
GandRalf
Inventar
#9 erstellt: 22. Mrz 2005, 08:58
Moin auch,

War bloß `ne Frage, da ich bei Lackdraht der Stärke 0,10mm (bei erforderlichen 5 Adern) doch etwas mit der Flexibilität zu kämpfen habe.
Aber wer es versuchen möchte.. gerne, denn:
Es kostet ja fast nichts, -ausser Arbeit.
doppelkopf0_1
Stammgast
#10 erstellt: 23. Mrz 2005, 18:18
hallo jogibär und alle die es interessiert.ich hab das silberkabel installiert und es funktioniert! räumliche abbildung ist besser ,klarer und die bühne ist grösser.ist allerdings eine arbeit für leute die vater und mutter erschl... haben,eine tierische fummelei.nix für schwache nerven.zum sound bleibt zu sagen,daß das siberkabel besser klingt,als ein 20 jahre altes kupferkabel.da können die nichtkabelklanghörer sagen was sie wollen.falls du also ne ruhige hand hast,probier es aus,oder den kupferlackdraht,der ist bestimmt billiger.ob er auch soviel bringt,kann ich natürlich nicht sagen,da ich den nicht ausprobiert habe.würde mich allerdings auch interessieren,da ich so ein haardünnes silberkabel nach möglichkeit nie wieder verarbeiten möchte.schönen abend noch.
GandRalf
Inventar
#11 erstellt: 23. Mrz 2005, 18:50
Moin auch,

Möchte mich hier in aller Form bei Montcorbier entschuldigen.

Habe aus lauter Langeweile mal provisorisch an einem alten PL mit dem Lackdraht experimentiert. Es geht!!
Einzig zwei Einschränkungen möchte ich noch mitteilen:

1. Mein Eindruck bei 0,1 mm ist , daß man etwas aufpassen muss wie die Litzen im Bereich der Armlager gelegt werden, damit sie keine Bewegungseinschränkungen provozieren.
2. Bei 0,05 mm ist es nicht ausgeschlossen, daß eine Litze bei etwas kräftigerem Zug reißt, oder die Isolierung beschädigt wird.

Also: Ich werde mich in Zukunft nicht mehr so schnell in herablassender Weise äussern, sondern erst "hinterfragen".

Ich hoffe das kommt an.

@ montcorbier:



...was immer du auch trinkst.
jogi-bär
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 23. Mrz 2005, 20:50
Hallo montcorbier

Gibt es bei den Kupferlackdrähten auch große unterschiede bezüglich flexibilität etc?oder kann man einfach das billige vom Conrad o.Ä. kaufen?

Und wie wird es verarbeitet?
Den Lack muss ich am kabelende dann mit einem Feuerzeug runterbrennen, oder?
Ich habe auch schon von wegätzen gehört, mit welchen säuren wird das gemacht?

danke

simon
montcorbier
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 23. Mrz 2005, 22:21
Hallo auch!


@ GandRalf


Null problemo und



Freut mich, daß es mit Kupferlackdraht klappt! Hätt mich auch gewundert, wenn's nichts geworden wäre.
Schließlich bestehen die Wicklungen der Spulen in Tonabnehmern meistens aus Kupferlackdraht und warum soll man die Tonarmverkabelung nicht mit Kupferlackdraht weiterführen?

Das Verlegen der Tonarmverkabelung ist allerdings eine Krux und da spielt es keine Rolle, ob man Silberkabel, Cu-Lackdraht oder Litze verarbeitet...


@ jogi-bär


Nimm das Conrad Kupferkabel, verdrille zwei Stränge des Kabels mit der Bohrmaschine ( das klappt, wenn man entsprechend vorsichtig zu Werke geht) > ausprobieren!
Brauchst jeweils zwei der verdrillten Kabelstränge für linken und rechten Kanal.
Falls es reissen sollte ist es nicht gar so schlimm, da auf der Rolle mehrere 100 m drauf sind und es von den Kosten her "vertretbar" ist.;)

Eine durchgehende Verkabelung (ohne Unterbrechung durch Steckverbindungen) ist anzuraten, wenn Du schon dabei bist, dann leg das Innenkabel bis zur Phonovorstufe weiter!
Im "analog-forum" sind diese Art Innenverkabelung bis zur Phonostufe sehr schön beschrieben, glaube sogar mit Bildern belegt!

Die zu verlötenden Kabelenden kannst Du von der Lackschicht befreien durch abbrennen mit sehr heißem Lötkolben oder auch runterbrennen. "Abwaschen mit Aceton dürfte auch funktionieren.
Sehr Vorteilhaft als Schutz des restlichen Kupferlackdrahtes (bzw. der Lackisolierung) erwies sich bei solchem Vorgehen die Verwendung von "plastic-fermit" aus dem Sanitärbereich.
Schau aber wirklich im "analog-forum" nach, denn dort steht immens viel dazu und benutze dort die Suchefunktion.
Unter Innenverkabelung, Tonarmverkabelung, Solid Core, Kupferlackdraht etc.pp dürfte einiges zu finden sein.


Viel Spaß beim Verkabeln

Gruß
Manfred
GandRalf
Inventar
#14 erstellt: 24. Mrz 2005, 07:56
Moin nochmal,


Freut mich, daß es mit Kupferlackdraht klappt! Hätt mich auch gewundert, wenn's nichts geworden wäre.
Schließlich bestehen die Wicklungen der Spulen in Tonabnehmern meistens aus Kupferlackdraht und warum soll man die Tonarmverkabelung nicht mit Kupferlackdraht weiterführen?


Meine (voreiligen) Befürchtungen bezogen sich auch weniger auf die elektrischen, als die mechanischen Eigenschaften.

Wie gesagt: etwas kniffelig, aber machbar.
Sollte bei mir irgendwann mal der Bedarf nach Neuverkabelung eines meiner Tonarme bestehen, werde ich es bestimmt nicht mehr mit Strippen für zig Euro machen.

jogi-bär
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 24. Mrz 2005, 17:13
@Manfred

Ich habe mich gerade etwas im Analog-Forum umgeschaut, ist echt super!

Was ich aber noch nicht ganz verstanden habe: Meinst du für JEDEN Kanal 2 verdrillte Stränge (also pro Kanal insgesamt 4 Drähte) oder jeden Kanal untereinander verdrillen (Plus und Minus),also pro Kanal 2 Drähte?

Ich weiß, sehr verwirrend, aber wenn ich mir die arbeit mache, den ganzen Tonarm zu zerlegen (ist bei meinem Notwendig), dann soll es auch vernünftig werden und die nächsten 1000000 jahre halten!;-)

Danke für die Antworten

simon
montcorbier
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 24. Mrz 2005, 18:35
Hi Simon!

Jeweils zwei Drähte verdrillen, sodaß hinterher insgesamt zwei mal zwei verdrillte Leiter durch den Tonarm laufen!
Pro Kanal also zwei Kupferleiter, ansonsten wird's doch etwas problematisch mit dem Wust an Leitungen und diese würden voraussichtlich als unerwünschte Antiskatingkraft fungieren.
Wollen wir doch nicht!

Gruß
Manfred


PS: Berichte mal darüber, wenn's fertig ist!
jogi-bär
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 24. Mrz 2005, 19:23
Hallo Manfred

Ach so, jetzt hab ichs verstanden!

Werde ich machen, kann aber noch etwas dauern, da erst noch ein Projekt mit 2 Rädern ansteht.....

Als Stecker werden immer wieder die sog. Bullet-Plugs verwenden. Die sind ok, oder gibt es bessere in der Preisklasse?
Lohnt es sich die Kupferdrähte direkt mit der Platine des VV zu verlöten?Es wird hoffentlich bald ein Supa...erfahrungen?
Riker
Inventar
#18 erstellt: 25. Mrz 2005, 00:24

Lohnt es sich die Kupferdrähte direkt mit der Platine des VV zu verlöten?

Wäre klanglich wohl theoretisch besser, da ein paar Übergangswiderstände wegfallen - aber praktisch kann ich nur davon abraten, wenn du deine ganze Anlage nicht für die nächsten 20 Jahre einmauern willst. Denn so hast du die totale Unflexibilität.
Wegen den Steckern, du sagtest doch im Titel was von "kein Voodoo", na los los, kauf dir Stecker bei Conrad für einen €
Aber Spass beiseite, von den Bulletplugs hört man viel Gutes - aber ehrlich gesagt, habe ich das nur von Leuten gehört, die sie auch verwenden, d.h. wirkliche Vergleichtests konnte ich noch nirgends lesen. Ich werde Cardas SRCA (angebl. die "besten" von Cardas) verwenden, damit ich auf "der sicheren Seite" bin, auch wenn ich mir bewusst bin, dass der Stecker vielleicht nicht die klangentscheidende Komponente ist. Als Kabel sind zusätzlich die .33 AWG von Cardas geordert, hier gilt dasselbe: sicher ist sicher und ich mache das ja auch nicht jede Woche.

Riker
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