Upgrade für AT-VM95E - VM95SH oder Nagaoka?

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Mulokaj87
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Mai 2026, 16:27
Hallo zusammen 😊

Nachdem ich jetzt die ersten Stunden mit meinem neuen Audio-Technica LP8X und dem AT-VM95E gehört habe, möchte ich mich langsam Richtung Upgrade-Nadel bzw. Tonabnehmer orientieren und würde mich über eure Erfahrungen und Vorschläge freuen.

Aktuelles Setup:
- Audio-Technica AT-LP8X
- Marantz Model 40n
- Marantz CD60
- Dynaudio Evoke 20 auf Solidsteel-Ständern

Vorher hatte ich einen Denon DP-47F mit Denon DL-110. Ich merke dadurch einfach, dass ich persönlich eher eine musikalischere, wärmere Abstimmung bevorzuge.

Musikrichtungen:
- Hip-Hop
- R&B
- Soul / Motown
- viele 80er-Klassiker (Phil Collins, Daryl Hall & John Oates, Fleetwood Mac, Elton John etc.)

Das aktuelle AT-VM95E gefällt mir grundsätzlich wirklich gut und ich finde die Abstimmung insgesamt sehr ausgewogen. Mir fehlt beim aktiven Hören aber ein kleines bisschen:
- mehr Wärme und Volumen
- etwas mehr Raum und Tiefe
- etwas mehr Detailauflösung
- allgemein etwas mehr „musikalischer Flow“

Das System soll dabei aber trotzdem langzeittauglich und angenehm bleiben und nicht in eine analytische Richtung gehen.

Aktuell interessieren mich besonders:
- Audio-Technica VM95SH
- eventuell Nagaoka

Budget:
ca. 250 €.

Mich würden Langzeiterfahrungen interessieren und gerne auch Kombinationen, die vielleicht gut mit Marantz + Dynaudio harmonieren 😊
hpkreipe
Inventar
#2 erstellt: 17. Mai 2026, 08:25
Hm,

ich gehe davon aus, dass die genutzte Phonosektion, die vom Maranz ist - also ein MM-Phonieingang unbekannter Eingangskapazität.

Da das AT System scheinbar passt, gehe ich davon aus, dass der nicht komplett mit Kapazitäten bestückt ist.

Normalerweise würde ich ein Grado Prestige vorschlagen, dann wäre die Nadel gebondet und elliptisch - also kein Update. Vom gewünschten Klang könnte das allerdings gut passen.

Je nachdem wie strikt die Preisvorgabe ist - mir fällt einzig noch das Transrotor Uccello ein. Das ist ca.50 € über der Preisvorgabe, der hat einen Harmonic Schliff angeblich ähnlich zu einem Line-Contact aber in den Generator kann man alle Nadeln aus der Goldring G1000 Serie einsetzen, denn das ist ja derselbe Generator von Goldring. Und mir gefällt der Body und die Nadeleinschübe einfach deutlich besser, als der/ die von der AT VM95er Serie.

Kurz noch dazu - zu den VM95er Einschüben, ich meine dort ist der ML-Schliff die beste aller angebotenen Optionen. Der Shibata müsste vom Preisgefüge unter dem ML liegen, kann aber ob des Hypes deutlich teurer im Markt abgesetzt werden. Der Unterschied liegt in der technischen Umsetzung. Der ML ist von dem Verhältnis der genutzten Fläche Höhe zu Breite der Kontaktfläche in der Rille deutlich besser.

Was man davon dann letztlich wirklich hört, muss jeder selber erlauschen. Ich persönlich erwerbe Tonabnehmer nach dem Aussehen und dann passend zum Plattenspieler und den AT Plattenspieler hätte ich selber nicht mit dem VM95er in Betrieb genommen.
hpkreipe
Inventar
#3 erstellt: 17. Mai 2026, 08:26
Hm,

ich gehe davon aus, dass die genutzte Phonosektion, die vom Maranz ist - also ein MM-Phonieingang unbekannter Eingangskapazität.

Da das AT System scheinbar passt, gehe ich davon aus, dass der nicht komplett mit Kapazitäten bestückt ist.

Normalerweise würde ich ein Grado Prestige vorschlagen, dann wäre die Nadel gebondet und elliptisch - also kein Update. Vom gewünschten Klang könnte das allerdings gut passen.

Je nachdem wie strikt die Preisvorgabe ist - mir fällt einzig noch das Transrotor Uccello ein. Das ist ca.50 € über der Preisvorgabe, der hat einen Harmonic Schliff angeblich ähnlich zu einem Line-Contact aber in den Generator kann man alle Nadeln aus der Goldring G1000 Serie einsetzen, denn das ist ja derselbe Generator von Goldring. Und mir gefällt der Body und die Nadeleinschübe einfach deutlich besser, als der/ die von der AT VM95er Serie.

Kurz noch dazu - zu den VM95er Einschüben, ich meine dort ist der ML-Schliff die beste aller angebotenen Optionen. Der Shibata müsste vom Preisgefüge unter dem ML liegen, kann aber ob des Hypes deutlich teurer im Markt abgesetzt werden. Der Unterschied liegt in der technischen Umsetzung. Der ML ist von dem Verhältnis der genutzten Fläche Höhe zu Breite der Kontaktfläche in der Rille deutlich besser.

Was man davon dann letztlich wirklich hört, muss jeder selber erlauschen. Ich persönlich erwerbe Tonabnehmer nach dem Aussehen und dann passend zum Plattenspieler und den AT Plattenspieler hätte ich selber nicht mit dem VM95er in Betrieb genommen.
Black_Cat_85
Inventar
#4 erstellt: 17. Mai 2026, 10:08
Hallo Molukaj,

da du grundsätzlich nicht unzufrieden mit der klanglichen Signatur deiner Vinyl-Kette bist, würde ich mal einen ML-Nadeleinschub für das AT-System probieren. Dann hättest du mehr Auflösung und Raum, ohne jedoch das eventuell ins analythische oder sezierende Klangbild eines Shibata-Schliffes.

Das VM95E habe ich vor einigen Wochen selbst mal in einem Player einer Freundin bei mir zu Haus. Es ist schon wie du schreibst kein Auflösungswunder, man hört das da was fehlt. Die beiden großen Nadeleinschübe bringen da aber das Gewünschte an mehr Auflösung und Raumdarstellung wie ich an anderer Stelle schon hören konnte.

BG
BC
Klaus_N
Inventar
#5 erstellt: 17. Mai 2026, 10:55

ich gehe davon aus, dass die genutzte Phonosektion, die vom Maranz ist - also ein MM-Phonieingang unbekannter Eingangskapazität.
Da das AT System scheinbar passt, gehe ich davon aus, dass der nicht komplett mit Kapazitäten bestückt ist.

Der Marantz Model 40n hat 220pF Eingangskapazität.

Auf dem Bild der Phonostufe sieht man die Kondensatoren (221Y) direkt an den Eingangsbuchsen.
Mulokaj87
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 17. Mai 2026, 10:57
Guten Morgen zusammen 🙂

ich habe die Info vom Marantz-Kundendienst bekommen, dass die Eingangskapazität des Phono-Eingangs beim Model 40n bei ca. 230 pF liegt.

Ich habe mir gestern erstmal den VM95SH (Shibata) aus der AT-Reihe bestellt. Laut einiger Rückmeldungen hier und auch nach weiterer Recherche/KI-Einschätzung könnte aufgrund der höheren Eingangskapazität aber tatsächlich auch das VM95ML sehr gut bzw. eventuell sogar harmonischer passen.

Deshalb überlege ich aktuell, das ML ebenfalls noch zu bestellen und zuhause einfach mal direkt zu vergleichen. Der Vorteil bei der VM95-Serie ist ja zum Glück, dass sich die Nadeleinschübe unkompliziert wechseln lassen.

Bei Alternativen wie Grado, Transrotor/Uccello oder ähnlichen Systemen wäre das für mich deutlich schwieriger, da ich handwerklich ehrlich gesagt überhaupt kein Talent habe 😅
Da müsste ein System für mich im Idealfall praktisch „plug & play“ vormontiert kommen.

Trotzdem verschließe ich mich solchen Vorschlägen natürlich nicht und finde die unterschiedlichen Ansätze hier wirklich spannend 🙂

Die Nadel habe ich übrigens erstmal bewusst bei Amazon bestellt, einfach um im Zweifel unkompliziert zurücksenden zu können und gleichzeitig selbst mal praktische Hörerfahrungen zu sammeln, statt nur theoretisch zu lesen.

Bin auf eure weiteren Meinungen und Erfahrungen sehr gespannt 👍
Mulokaj87
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 17. Mai 2026, 11:00
Erst durch das Bild der Phonostufe ergibt die Aussage meines Vorredners für mich auch mehr Sinn 🙂

Die markierten „221“-Kondensatoren direkt am Eingang sprechen tatsächlich ziemlich deutlich für ca. 220 pF Eingangskapazität. Eventuell hat sich der Kundendienst mit den genannten 230 pF einfach leicht vertan oder gerundet angegeben.

Im Endeffekt liegen 220 pF und 230 pF aber natürlich so nah beieinander, dass das klanglich vermutlich keinen relevanten Unterschied mehr machen dürfte 🙂
Tauern
Inventar
#8 erstellt: 17. Mai 2026, 12:25
Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen:

Mit der Nadel ATN-VM95SH gibt es mehr Details - wozu ich auch mehr "Raum" zähle. Das E habe ich nicht, wohl aber das C und das SH. An der klanglichen Grundausrichtung ändert das aber nichts. Wenn es besonders "warm" sein soll muss was anderes angeschafft werden.

Ich habe wie gesagt verschiedene AT-Tonabnemer, auch welche aus der VM-Serie, ohne 95. Ich mag den Klang. Steril oder erkennbar schlank finde ich sie nicht, aber eben auch nicht ausgeprägt basslastig.

Das Thema Eingangskapazität wird in diesem Forum sehr hoch gehängt. In meinen Set-Ups laufen die ATs gut.
Mulokaj87
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 17. Mai 2026, 12:41
Ich habe das SH jetzt erstmal storniert und stattdessen das ML bestellt.

Einfach deshalb, weil ich gestern mal einen Hörvergleich über YouTube über meine eigene Anlage laufen lassen habe. Natürlich ist mir klar, dass so ein Vergleich nicht 100 % aussagekräftig ist, aber einfach um mal ein Gefühl für die grundsätzliche Charakteristik zu bekommen, fand ich das trotzdem interessant.

Dabei hatte ich persönlich das Gefühl, dass das SH in meinem Setup eventuell etwas zu voluminös bzw. präsent in den Mitten spielen könnte. Das ML wirkte für mich etwas ausgewogener und sauberer aufgelöst, ohne dabei in den Höhen aufdringlich oder nervig zu werden – und genau das könnte ich auf Dauer auch nicht gut hören.

Dazu kommt wahrscheinlich auch, dass meine Dynaudio Evoke 20 ohnehin schon eher auf der warmen, volleren und angenehmen Seite spielen und nicht die letzten 5 % Hochton maximal herausarbeiten wollen. Deshalb könnte etwas mehr Offenheit und Präzision durch das ML am Ende sogar ganz gut ins Gesamtbild passen ohne die Kette im Grundsatz zu verändern.

Da hier ja auch schon geschrieben wurde, dass das ML innerhalb der VM95-Serie ein sehr schlüssiges Upgrade zum serienmäßigen E darstellt und mir die grundsätzliche Audio-Technica-Abstimmung ohnehin gefällt, glaube ich mittlerweile tatsächlich, dass das ML für mich die passendere Wahl sein könnte.

Vielleicht hängt das auch einfach mit meinem generellen Hörgeschmack zusammen. Mir ist nämlich schon bei der Lautsprechersuche aufgefallen, dass mir viele Lautsprecher, die sehr stark als High Fidelity genannt
wurden, auf Dauer eher anstrengend vorkamen – egal ob durch zu viel Bass, zu präsente Mitten oder zu starke Höhen. Vielleicht bin ich mit den Jahren da einfach empfindlicher geworden 🙂

Um das Ganze aber nicht zu theoretisch werden zu lassen, habe ich das ML jetzt einfach mal zum Probehören bestellt 🙂


[Beitrag von Mulokaj87 am 17. Mai 2026, 12:41 bearbeitet]
hpkreipe
Inventar
#10 erstellt: 17. Mai 2026, 16:08
Was für ein Cinch-Kabel vom Plattenspieler zum Maranz in welcher Länge nutzt Du?

Die 220 pF bis 230 pF mit möglicherweise zusätzlich um 200 pF vom Kabel könnten das gesamte Nadelaustauschen ad absurdum führen.

Das Goldring-/ Transrotorsystem ist dazu nur etwas besser - aber nicht gut. Ich schreibe einmal 100 pF vom Jabel und dann funktionieren der Generator sehr, sehr gut.

Die alten Generatoren von Ortofon die waren da gut für 400 pF bis 500 pF. Wäre dann eher der Weg einen Generator davon zu erwerben, des om5 gibt es wohl noch und dann auf eine OM30 (fineline) oder OM40 (GygerS) Nadel zu sparen.

Schau einmal, was Du mit der ML Nadel eruierst.
Mulokaj87
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 17. Mai 2026, 18:30
Ich nutze aktuell tatsächlich einfach das mitgelieferte Kabel vom LP8X.

Auf den ersten Blick bzw. beim bisherigen Hören konnte ich keinen großen Unterschied zu den von mir sonst genutzten Kabeln feststellen. Am CD-Player und Tapedeck nutze ich beispielsweise Sommer Cable Onyx Cinch/RCA Kabel in 2 m Länge.
Mulokaj87
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 18. Mai 2026, 21:03
Kleines Zwischenfazit nach direktem Vergleich zwischen VM95E und VM95ML in meinem Setup:

Setup:
Marantz Model 40n, Marantz CD60, Dynaudio Evoke 20, Audio-Technica AT-LP8X.

Für mich persönlich war das VM95ML am Ende nicht das richtige System. Ich konnte ganz klar hören, dass das ML technisch überlegen ist:

* höhere Auflösung
* bessere Instrumententrennung
* mehr Details in Stimmen
* sauberere Darstellung insgesamt

Aber genau diese extreme Offenheit und Präzision war in meinem Setup und für mein persönliches Hörempfinden auf Dauer einfach zu anstrengend 😥 .

Ich merke relativ schnell, wenn ein Klangbild für mich zu hell oder zu analytisch wird. Dann entsteht bei mir fast dieses Gefühl, als würde man kurz vor Kopfschmerzen stehen. Schwer zu beschreiben, aber manche werden wissen, was gemeint ist.

Das VM95ML spielt für meine Ohren sehr „linealgerade“, sehr offen und direkt. Wer maximale Transparenz und Detaildarstellung sucht, wird das vermutlich lieben. Für mich persönlich fehlte aber etwas Wärme, Punch und Musikalität im Gesamtbild.

Interessant war:
Das einfache mitgelieferte VM95E gefällt mir tonal tatsächlich besser. Technisch ist es klar schwächer, aber es wirkt für mich:

* angenehmer
* weicher
* musikalischer
* entspannter
* mit etwas mehr Körper und Punch

Ja, auch das E empfinde ich als relativ linear abgestimmt, aber auf eine deutlich sanftere und angenehmere Art.

Deshalb geht das ML wieder zurück und ich werde jetzt das VM95SH ausprobieren. Meine Hoffnung:
Mehr Auflösung und Ruhe als beim E, aber gleichzeitig mehr Wärme, Geschmeidigkeit und Langzeittauglichkeit als beim ML 😊.

Vielleicht bin ich einfach kein Typ für maximal analytische Tonabnehmer, sondern suche eher ein musikalisches, körperhaftes und entspanntes Klangbild.
Tauern
Inventar
#13 erstellt: 18. Mai 2026, 21:30
Wow, gestern am Sonntag bestellt und heute am Montag schon zur Probe gehört. Super Versand.
Mulokaj87
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 18. Mai 2026, 22:15
Amazon Prime. War mittags da und konnte schon paar Stunden gehört werden 😅
mkoerner
Inventar
#15 erstellt: 19. Mai 2026, 09:57
Du willst keinen AT-VM Abnehmer :-)...

Der klingt immer flach und mit fehlender Mikrodynamik auch wenn das SH etwas besser in der Frage ist als das ML.

Nagaoka geht in die selbe Richtung, das ist es also auch nicht....

Ich würde eher in Richtung Rega schauen. Oder bei AT eines der günstigeren MCs

Weiter Tipp: Shure Whitelabel mit

https://mrstylus.com/produkt/shure_m110-he/
oder besser:
https://www.thakker....neric-stylus/a-8321/

Alternativ andere Shure Generatoren auf die die Nadeln passen (V15Vx, M110 etc)

Das sollte eher in die gewünschte Richtung gehen...
marantz-fan
Inventar
#16 erstellt: Gestern, 11:30

mkoerner (Beitrag #15) schrieb:
Du willst keinen AT-VM Abnehmer :-)...

Das war auch gleich mein Gedanke.

@Mulo Wenn Dir wie Du es beschreibst ein AT-95E zu analytisch und dünn klingt, dann wirst Du mit immer schärferen Nadelschliffen aus der gleichen Serie auch nicht glücklich - im Gegenteil, das könnte sogar noch mehr ins Analytische gehen.

So ein Klangbild ist übrigens auch gar nicht meins... bin sogar zurück zur Rundnadel. Mein 103er halte ich aber tatsächlich für einen prima Allrounder (ist wohl auch deswegen jahrelang in den Rundfunkanstalten eingesetzt worden), das in meinen Ohren nie nervig oder analytisch rüber kommt, mir aber trotzdem genügend Details liefert. Ich vermisse eigentlich gar nichts und bin glücklicher als mit z.T. deutlich teureren TAs, die ich schon besessen habe. Das 103er ist aber ein MC mit niedriger Ausgangsspannung und benötigt noch einen anspruchsvollen PhonoPre oder wie bei mir guten Übertrager. Insofern ist das jetzt nicht mein Tipp für Dich.

Aber Du hattest doch in der Vergangenheit schon das DL-110, mit dem Du doch offensichtlich ganz zufrieden warst. Wäre das keine Option? Ich hatte das auch schon einmal, es ist mMn nicht ganz so gut wie das 103, aber es ist ebenfalls ein guter Allrounder, mit dem ich auch gerne gehört habe. Liegt im Budget, lässt sich als HO-MC wunderbar direkt an Deinem Marantz betreiben und Du bist damit sogar unabhängig von der Kapazitäts-Geschichte.

Mein Tipp wäre aber ein Dynavector 10x5 in der HO-Variante. Ich weiß, das liegt deutlich über Deinem Budget, aber es lohnt sich! Das System ist recht häufig anzutreffen, vielleicht kannst Du auch ein gutes Gebrauchtes ergattern...? Es liefert einen dynamisch, knackigen, aber dennoch detailreichen Klang und ist trotz Shibata-Schliff der Nadel niemals nervig oder analytisch. Ich dachte mir, wo Du doch mit dem gebrauchten Dreher so ein Schnäppchen gemacht hast, schlage ich es dennoch mal vor, obwohl es über dem Budget liegt. Bedenke: Vor allem der TA macht den Klang!

Ich konnte damals ein Schnäppchen mit einem ganz wenig gebrauchten GoldNote Donatello Red machen (hatte da nur rund 300€ für bezahlt) - das ging auch ganz hervorragend direkt am Marantz! Vielleicht kannst Du auch danach mal Ausschau halten, das dürfte aber seltener anzutreffen sein als das Dynavector.
Mulokaj87
Ist häufiger hier
#17 erstellt: Gestern, 21:03
Nach mehreren Stunden Hören und vielen direkten Vergleichen wollte ich mal ein kleines Zwischenfazit ziehen.

Die Shibata-Nadel hat für mich tatsächlich vieles richtig gemacht und mir vor allem geholfen, mein eigenes Klangideal besser zu verstehen.

Positiv fand ich ganz klar:
- die sehr schöne Separierung der Instrumente
- das starke Bassmanagement
- die tolle Kontrolle und Präzision
- sehr schöne Mittenwiedergabe
- allgemein eine hochwertige und erwachsene Darstellung

Außerdem hat die Nadel gezeigt, dass meine Dynaudio Evoke 20 deutlich mehr können, als ich zunächst dachte. Die Lautsprecher konnten die stärkere Auflösung und Auftrennung der Musik problemlos darstellen. Das war schon faszinierend zu hören.

Was aber auf Dauer für meinen Geschmack gefehlt hat, war die Präsenz der Stimmen. Damit meine ich ausdrücklich nicht Präzision. Die Stimmen waren sauber und klar, aber emotional etwas zu weit hinten im Gesamtbild. Gerade bei meiner Musik (Michael Jackson, Phil Collins, Etta James, Soul, City Pop etc.) lebt vieles von Vocals, Flow, Groove und musikalischem Zusammenhalt. Da war mir die Darstellung am Ende etwas zu „auseinandergenommen“.

Wichtig:
Die SH war für mich überhaupt nicht unangenehm im Hochton. Das war ein großer Unterschied zur ML. Bei der ML hatte ich teilweise wirklich das Gefühl, dass sie mich auf Dauer anstrengt. Die SH dagegen war deutlich angenehmer und ich hatte nie dieses „Kopfschmerz-Gefühl“. Das hat also grundsätzlich schon deutlich besser gepasst.

Eine weitere wichtige Erkenntnis:
Ich habe mir inzwischen eine digitale Tonarmwaage gekauft und dabei festgestellt, dass mein mitgeliefertes VM95E vorher komplett falsch eingestellt war. Obwohl am Tonarm 2 g eingestellt waren, lag die reale Auflagekraft nur bei ca. 1,7 g.

Ich habe jetzt korrekt auf ca. 2,1 g eingestellt und das hat überraschend viel verändert:
- mehr Kraft
- mehr Körper

Dadurch habe ich auch das VM95E noch einmal neu schätzen gelernt. Ich bleibe dabei:
Das E ist definitiv kein schlechtes System. Preis/Leistung ist wirklich stark. Man versteht schon, warum der Vorgänger AT95E sich millionenfach verkauft hat und quasi legendär geworden ist.

Beim direkten Hin- und Herwechseln merkt man zwar klar die Grenzen beim E, aber tonal und musikalisch gefällt mir die Richtung teilweise sogar besser.

Aktuell schwanke ich deshalb zwischen zwei Richtungen:

1. Noch die VM95EN ausprobieren, weil viele schreiben, dass sie im Grunde genau das macht:
mehr Qualität und Auflösung als das E, aber ohne so extrem zu sezieren wie ML oder SH.

oder

2. Komplett Richtung Nagaoka MP-110 gehen, weil vieles, was ich darüber lese, sehr gut zu meinem Geschmack passen könnte.

Preislich liegen zwischen beiden Lösungen zwar „nur“ etwa 100 €, aber aktuell überlege ich wirklich bewusst, welchen Weg ich noch gehen möchte. Ehrlich gesagt möchte ich irgendwann auch einfach ankommen und Musik genießen statt dauerhaft weiter auszuprobieren.

Ich bin weiterhin für Vorschläge offen, würde euch nur bitten, da ich handwerklich null begabt bin, Tonabnehmer zu verlinken und vorzuschlagen, die schon passend auf einer Headshell montiert sind 🙏🏼🫶🏼

Danke und schönen Abend noch!
einstein-2
Inventar
#18 erstellt: Heute, 02:25
Hallo
Nur mal so eine Frage: hast du dich schon
mal in der 2M Serie von Ortofon umgeschaut?
Ausser dem 2M Black LvB habe, hatte ich
alle.
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