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Was sollen Mitlaufbesen?

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RetoZimmermann
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 06. Sep 2005, 07:58
Hallo Zusammen,

Seit einiger Zeit lese ich hier schon mit und habe vor kurzem auch meinen (Wieder-)einstieg in die Plattenwelt vollzogen.

Immer wieder habe ich hier und anderswo schon die sogenannten Mitlaufbesen gesehen, die zwar irgendwie cool aussehen, fuer mich aber nicht viel Sinn ergeben.

Habe ich das richtig verstanden, dass diese tatsaechlich beim Abspielen mitlaufen? Warum um Himmels Willen wuerde man das tun? Viele tunen ihre Plattenspieler bis zum geht nicht mehr, so dass sie am Ende viele tausend Euro und endlos Zeit investiert haben, und dann verschandeln sie das Abspielen wieder mit einem ungenauen "Bremsklotz" auf der Platte?

Kann mir das jemand erklaeren?

Vielen Dank und schoene Gruesse,
Reto


[Beitrag von RetoZimmermann am 06. Sep 2005, 08:18 bearbeitet]
Holger
Inventar
#2 erstellt: 06. Sep 2005, 09:06
Hi Reto,

Ein Mitlaufbesen hat die Aufgabe, quasi VOR der Nadel her zu laufen und die Rille von losem Staub zu befreien, deshalb läuft er natürlich WÄHREND des Abspielens mit.
Und es ist teilweise schon erstaunlich, wieviele Flusen man nach nur einer LP-Seite aus den Härchen herausklopfen kann, selbst wenn man eine vermeintlich saubere Platte abgespielt hat.
Da die lockeren Flusen den Abspielvorgang aber in keinster Weise behindern und man sie ebenso gut VOR dem Abspielen mit einer Carbonbürste entfernen kann, habe ich meine Mitlaufbesen schon längst verkauft.
Was die "Bremsklotz"-Funktion angeht : die Geschwindigkeit wird nur um ein sehr geringes Maß reduziert, wenn man einen Mitlaufbesen z. B. von Thorens oder Transrotor benutzt, man kann dies bei Laufwerken mit Stroboskop gut sehen.
Und selbst wenn der Plattenspieler dann ein volles Prozent langsamer liefe - ob ein Titel 4.59 Minuten wie auf der LP-Hülle gedruckt oder tatsächlich 5.02 Minuten läuft ...
... wen juckt's.
RetoZimmermann
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 06. Sep 2005, 10:27
Hallo Holger,

Danke fuer deine ausfuehrliche Antwort.



Holger schrieb:

Und selbst wenn der Plattenspieler dann ein volles Prozent langsamer liefe - ob ein Titel 4.59 Minuten wie auf der LP-Hülle gedruckt oder tatsächlich 5.02 Minuten läuft ...
... wen juckt's.


Ich kann mir schon vorstellen, dass dir das nichts ausmachen wuerde, wie mir vermutlich auch nicht. Doch wenn ich da sehe, dass fuer viel Geld mit wesentlich geringeren Effekten "Verbesserungen" rausgeholt werden, kann ich mich schon wundern, wenn ich an solchen Plattenspielern dann eine Mitlaufbuerste sehe.
Passat
Moderator
#4 erstellt: 06. Sep 2005, 10:56
Es gibt noch einen Nebeneffekt bei einigen Mitlaufbesen.
So hat z.B. der Canton Discostat zusätzlich zur Reinigungsrolle ein Carbonpinselchen, das über den Schutzleiter einer Steckdose geerdet ist. Dadurch wird die elektrostatische Aufladung der Platte deutlich verringert.

Grüsse
Roman
bunterhund1964
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 28. Nov 2014, 08:45
Moin, ist zwar ein Uralt Thread aber egal. Ich bin am überlegen, ob ich mir einen Mitlaufbesen kaufen soll. Obwohl die Platten gewaschen sind und ich vor dem abspielen mit der Carbonbürste drüber gehe, ist nach einer abgespielten Seite einer LP schon einiges an "Dreck" Staub an der Nadel. Macht so ein Mitläufer Sinn?? Hier ein Teil bei Ebay Mitlaufbesen
T9
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 28. Nov 2014, 10:30

bunterhund1964 (Beitrag #5) schrieb:
Macht so ein Mitläufer Sinn??

@bunterHund1964
kurz mal meine Meinung:
Karbonbürste vorab reicht! Es wird dadurch : Staub entfernt; statische Ladung abgleitet; kein Bremseffekt der Platte beim Abspielen ausgeübt.
In den ~25 Min. des Abspielens pro Seite wird das durch einen (meist teuren Besen) auch nicht besser.

Die permanente Ableitung der statischen Ladung, sowie das Nachputzen sind i.d.R. nicht nötig.


[Beitrag von T9 am 28. Nov 2014, 10:38 bearbeitet]
kempi
Inventar
#7 erstellt: 28. Nov 2014, 10:38
Natürlich macht ein Mitlaufbesen Sinn, aber imo keiner, der trocken mitläuft.
Ich habe schon immer einen Mitlaufbesen -- früher Lenco, heute Analogis -- benutzt, der "nass" mitlief.
Der Erfolg: Kein Staub auf Platte und Nadel, kein statisches Knistern. Und Platten waschen musste ich auch noch nie.


Im Forum gibt es dazu einige Threads und auch 4enten, die das Nassabspielen kategorisch ablehnen.
Who cares
T9
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 28. Nov 2014, 10:44
@kempi

Hoffentlich hast Du jetzt keinen Stein ins rollen gebracht! Ich hol mir vorsorglich schon mal etwas Popcorn
8erberg
Inventar
#9 erstellt: 28. Nov 2014, 11:07
Hallo,

ich hatte früher einen "Trockenläufer" von Canton, bin dann auf Nassabspielen gegangen - und wasche heute meine Platten.

Der Trockenläufer zieht zwar viel Dreck aus der Platte, der allerdings auf dem Samtkissen hinter der Bürste quasi "mitläuft" - daher antistatische Wirkung + Reinigungswirkung eher -. Eine Carbonbürste vor dem Abspielen bringt genausoviel.

Nassabspielen war sehr effektiv, aber der Dreck bleibt letztlich auf der Platte.

Waschen ist supereffektiv und die Reinigungswirkung ist verblüffend, selbst früher nass abgespielte Platten kann man dann wieder "trocken" anhören.

Ich muss aber auch sagen, dass ich alle Platten 2 x wasche, einmal eine Lösung mit höherem Isopropanteil, das zweite mal mit "normaler" Mischung.

Peter
kempi
Inventar
#10 erstellt: 28. Nov 2014, 15:23

8erberg (Beitrag #9) schrieb:
.............selbst früher nass abgespielte Platten kann man dann wieder "trocken" anhören............

Das einmal nass abgespielte Platten nicht mehr trocken abgespielt werden können, weil es dann knistern würde ist genau so eine Urban Legend wie die von der Spinne in der Yukkapalme.
Bei meinen Platten knistert nix
T9
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 28. Nov 2014, 15:32

kempi (Beitrag #10) schrieb:

Bei meinen Platten knistert nix
:*

liegt vielleicht ja an den Ohren!
duck und wech....

________________________
Hatte in den 80ern einen Lencoclean. Schon damals war nach dem Nasspielen keine knisterfreie Wiedergabe mehr ohne ihn möglich!
War dann wohl ein Einzelschiksal. Heute erledigt eine PWM diesen Job zu meiner vollsten Zufriedenheit.
Ein TR-Besen steht aus optischen Gründen aber immer noch auf dem Player rum. Nennen wir es Nostalgik.
Holger
Inventar
#12 erstellt: 28. Nov 2014, 16:07
Bestimmt.

Bei meinen knistert's nämlich. Und ein Tinnitus, der nur bei ehemals nassgespielten LPs auftritt ist wohl unwahrscheinlicher als ein Paar Ohren, die gewisse Geräusche nicht (mehr) hören können oder deren Chef (der hat seinen Sitz normalerweise zwischen ihnen) sie ausblendet, weil er sie nicht hören will.

kempi
Inventar
#13 erstellt: 28. Nov 2014, 19:06
@ T9 und Holger
......dann hört Ihr sicher auch die Kabel klingen......
T9
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 28. Nov 2014, 21:02
Unsachliche Bemerkungen können die Wahrheit nicht verdecken!

Um hier jetzt nicht völlig abzugleiten empfehle ich uns allen BtT
bunterhund1964
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 29. Nov 2014, 09:38
Also ich lass das mit dem Besen sein. Ich wasche in Zukunft meine LP´s mit Knosti ( auch die Neuen ) und geh vor dem abspielen mit der Carbonbürste drüber. Danke für Eure Kommentare.
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