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Thorens Plattenspieler auf Trapp bringen oder neuen kaufen?

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Eimerlie
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Okt 2005, 12:02
Hey Leute

Ich hab hier noch nen alten Thorens TD 160 E stehen. Leider ist der irgendwie defekt. Der Tonabnehmer fängt an zu zittern beim Abspielen. Ich hab keine Ahnung, warum. Vielleicht liegts an der Nadel...

Jetzt meine Frage: Lohnt es sich, in dieses Laufwerk nen neuen Tonarm und/oder Tonabnehmer zu investieren? Ist irgendein Abnehmer von Ortofon glaube ich. Da wurde schon eine billig-Nadel von Conrad glaube ich eingesetzt (jaja ich weiß, ich kann nichts dafür ;), das war schon so), deswegen kann man nicht mehr erkennen, was da mal drin war.

Also, sollte ich mich nach einem neuen Tonabnehmer umsehen? Wenn ja, welchen würdet ihr empfehlen und sollte ich dann auch nen neuen Arm kaufen oder wie?

Oder sollte ich lieber gleich nen neuen Spieler kaufen? Ich dachte da an Clearaudio Emotion oder sowas.

Ich steh echt am Ende und wäre für jede Hilfe sehr dankbar!!!

Gruß Daniel
silberfux
Inventar
#2 erstellt: 15. Okt 2005, 12:24
Hi Daniel,

falls Du einen Käufer für den 160 E suchst, schreib mir mal ´ne Mail. Ich würde aber empfehlen, ihn wieder in Gang zu bringen. Du müsstest ganz schön investieren, um einen neuen Dreher zu finden, der dem Thorens gleichkommt.

Die Schilderung des Problems ist leider so unspezifisch, dass viele Ursachen in Frage kommen. An einer defekten Nadel oder am Tonarm liegt es m.E. eher nicht. Oder ist das Gerät mal stark beschädigt worden?

Prüfe doch zunächst mal, ob das Gerät "im Wasser" steht, d.h. mit der Wasserwaage.

Dann würde ich mal das System sorgfältig nach Gebrauchsanweisung justieren, Tonarm austarieren, Auflagegewicht einstellen, Antiskating einstellen.

Wenn der Fehler dann immer noch auftritt, mal wieder posten.

Ach so, nach Möglichkeit sollte das Gerät auf einem stabilen, an der Wand befestigten Brett stehen, also nicht auf dem Fußboden bzw. mit demselben verbunden.

Gruß Silberfux
Eimerlie
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 15. Okt 2005, 14:45
Hallo Silberfux

Erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort!

Also, die Nadel ist mal mit ner Zange angefasst worden, weil jemand versucht hat, nur die Nadel direkt auszutauschen, ohne Halterung (:P). Ob etwas dabei verbogen wurde oder so kann ich nicht sagen.

Der Player steht nicht ganz eben, wie ich eben festgestellt habe. Aber auch nicht sonderlich schief. Ist es entscheidend, dass er wirklich exakt gerade steht?

Wie man das mit Anti-Skating usw. einstellt wüsste ich echt gerne mal! Die Anleitung habe ich nämlich leider nicht mehr. Vielleicht kennst du einen Link oder so, der mir dabei helfen könnte...

Also ist ein Player wie der Clearaudio qualitativ nicht gleichzusetzen mit dem Thorens?

Ich nehme mal an, es gibt keinen Weg, solche Feinheiten wie eventuelle Einquetschungen der Nadel, festzustellen, oder? Was kostet denn ein "guter" neuer Abnehmer für diesen Player bzw. welchen würdest du empfehlen?

Gruß Daniel

Anleitung habe ich leider keine mehr, also
fellfrosch
Stammgast
#4 erstellt: 15. Okt 2005, 14:51
Hi Daniel,

hier : http://www.thorensinfo.de

findst Du auf Deine Fragen die richtige Antwort

Gruß Jörg
silberfux
Inventar
#5 erstellt: 15. Okt 2005, 16:10
Hi,

also grade stehen soll er unbedingt Nee im Ernst, das ist wirklich wichtig.

Wenn die Nadel mal grob angefasst wurde und evtl. verbogen ist, kann das dann doch der Grund für das Problem sein.

Und: Antiskating bei dem Modell 160 E ganz einfach: Rechts vom Tonarmlager (also dort, wo der Tonarm am Plattenspieler festgemacht ist) befindet sich zwei Skalen mit einem Anzeiger, der mit einem Drehrädchen ganz rechts betätigt wird.

Dort stellst Du den Wert ein, den Du als Auflagekraft benutzt (z.B. 2 Gramm). Wenn Du eine Rundnadel benutzt, stellst Du auf der einen, wenn Du eine eliptische Nadel benutzt, auf der anderen Skala diesen Wert ein - fertig.

Also: Zuerst wird der Tonarm austariert, dann die Auflagekraft eingestellt, dann der entsprechende Wert auf der Antiskatingskala eingetragen.

Gruß Silberfux
Helge_W
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 15. Okt 2005, 16:12
Gib ihn mir ..

Nein, mal im Ernst: Für 20 Euro kriegst du ein AT95 System. Dann kaufst du dir für noch ein Paar Euro ne Ortofon-Tonarmwaage und druckst dir eine Einstellschablone aus. Das baust du dann so ein, wie's in der Anleitung beschrieben ist (aber nimm dir Zeit dafür - kann beim ersten Mal schon ne Stunde oder zwei dauern).
Was den Arm betrifft: Ich weiß nicht, was im 160 E drin war, aber du kannst ihn im Thorensinfo sicher identifizieren. Dort steht auch, woraufs ankommt bei ihm und wie man ihn (gegebenenfalls) einstellt, speziell Antiskating und Lagerspiel. Wichtig ist zunächst mal, dass er kein (merkliches) Lagerspiel hat und auch sonst keine Beschädigungen aufweist.
Naja, und dann würd ich mal noch mal reinhörn in das Gerät. Und wenn er dir dann immernoch nicht gefällt ... siehe ganz oben

Grüße

Helge
silberfux
Inventar
#7 erstellt: 15. Okt 2005, 16:19
Hi,

also grade stehen soll er unbedingt Nee im Ernst, das ist wirklich wichtig, er soll 100 % im Lot stehen. Wenn die Unterlage nicht ganz im Lot ist, kann man evtl. unter die Platenspielerfüße was drunterlegen, um das auszugleichen. Besser ist aber, die Unterlage zu korrigieren.

Wenn die Nadel mal grob angefasst wurde und evtl. verbogen ist, wird das dann doch der Grund für das Problem sein. Ich würde, wenn Du genau weißt, welches System drin ist, das ganze System austauschen. Bei ibee bekommst Du ein neues AT 95 für ca. 20 € + Versand, ein AT 110 für ca. 40 und ein AT 120 für ca. 70 . Die sind allesamt gut geeignet. Beim Thorens war normalerweise so eine Justierschablone für das System dabei, mit dem bekommst Du die Montage schon hin.

Und: Antiskating bei dem Modell 160 E ganz einfach: Rechts vom Tonarmlager (also dort, wo der Tonarm am Plattenspieler festgemacht ist) befindet sich zwei Skalen mit einem Anzeiger, der mit einem Drehrädchen ganz rechts betätigt wird.

Dort stellst Du den Wert ein, den Du als Auflagekraft benutzt (z.B. 2 Gramm). Wenn Du eine Rundnadel benutzt, stellst Du auf der einen, wenn Du eine eliptische Nadel benutzt, auf der anderen Skala diesen Wert ein - fertig.

Also: Zuerst wird der Tonarm austariert, dann die Auflagekraft eingestellt, dann der entsprechende Wert auf der Antiskatingskala eingetragen.

Gruß Silberfux


[Beitrag von silberfux am 15. Okt 2005, 16:51 bearbeitet]
Wolfgang_K.
Inventar
#8 erstellt: 15. Okt 2005, 22:01
Also meine bescheidene Meinung, wenn Du Deinen alten Thorens nach beschriebenen Schema aufpeppst, glaub mir, Du wirst es kaum bereuen. Diese Thorensen sind uralt aber urgut. Schade daß man eine solche Qualität heute kaum noch mehr bezahlen kann.

PS.: Ich würde Dir auch eine Nadel aus der Ortofon Vinyl Master Serie empfehlen, die Red soll ja auch ganz ordentlich klingen, es muß ja nicht gleich die Blue oder die Silver sein...
silberfux
Inventar
#9 erstellt: 16. Okt 2005, 10:02
Hi,

ich betreibe selber ein Blue und ein Silver zur allerbesten Zufriedenheit. Das VM Red soll allerdings, wie ich in einigen Threads gelesen habe, zum "Zischeln" neigen.

Deswegen würde ich gegenüber dem Red ein (auch noch deutlich billigeres) AT 120 bevorzugen, das am Thorens-Arm ebenfalls prima läuft.

Ist vom Preis abgesehen alles natürlich auch eine subjektive Frage.

Gruß Silberfux
Schwarzwald
Inventar
#10 erstellt: 20. Okt 2005, 12:11
Höre "Red" immer an einem 1200 Euro Rega-Plattenspieler bei meinen Hifihändler Besuchen - das ist ein ganz schön gutes System für den Preis. Auch wenn es in Auflösung und Räumlichkeit nicht ganz an mein Goldring 1042 heranreicht...

Thorens aufrüsten ist glaube ich ebenfalls besser, als 700 euro aufwärts für einen neuen Plattenspieler auszugeben - denn drunter wirst du nichts bekommen in der selben Liga wie dein Gerät.

Viel Erfolg, +Christian
Eimerlie
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 20. Okt 2005, 16:50
Hey Leute

Sorry dass ich mich nich mehr gemeldet hab. Meine Festplatte hatte nen Abgang gemacht und die zu ersetzen hat nen bisschen gedauert.

Also, das hört sich ja alles recht gut an. Dann kann ich viel Geld sparen. Wie ich den Plattenspieler jetzt genau justiere, ist mir immernoch nicht ganz klar. Austariert habe ich ihn jetzt.

@silverfux
Was heißt Tonarm austarieren?

Ich würde mir jetzt einfach demnächst (fahr jetzt erstmal ne Woche in den Urlaub) das von euch empfohlene AT 120 System zulegen, da das auch meine preislichen Vorstellungen trifft. Wenn ihr das empfehlen könnt, wirds ja recht gut sein - oder...?


wenn Du genau weißt, welches System drin ist, das ganze System austauschen

Was meinst du damit? Wieso muss ich denn wissen, was jetzt drin ist?

Mein Problem ist nur, dass ich ein absoluter Noob bin was das Thema angeht. Ich habe auch nur den Plattenspieler, sonst nix. Kein Schablone oder so, keine Unterlegplatten. Also, wie kann ich den Abnehmer dann Festmachen geschweige denn Einstellen...?

Also, ein paar letzte Hilfe-Beiträge wären super!

Gruß Daniel
Schwarzwald
Inventar
#12 erstellt: 21. Okt 2005, 08:47
...mach's dir einfach und lass einfach den händler das system einbauen, wo du es kaufst. das kostet meistens nichts mehr, wenn man dort auch shoppt. bei der gelegenheit ist wahrscheinlichs ein neuer riemen fällig und öl??

grüße und viel spaß -

christian

ps> überleg dir, ob du nicht doch noch ein bißchen mehr für das system ausgibst - hier helfen schon 50 euro preissprünge ohne ende. vorschläge findest du im fabelhaften pdf von phonophono.de (dort sind (fast) alle systeme beschrieben und zu beziehen...
silberfux
Inventar
#13 erstellt: 21. Okt 2005, 09:09
Daniel:

1. "wenn Du genau weißt, welches System drin ist, das ganze System austauschen": Das muss natürlich heißen,

"wenn Du
n i c h t
weißt..." , Sorry

2. Tonarm austarieren

Bevor ich das jetzt nochmal in eigenen Worten zu erklären versuche, schau doch mal hier

http://www.theanalog...ls/Thorens/TD160.pdf

Die GBA ist zwar für einen "alten" 160 (MK nix), solche Basics sind aber weitgehend gleich.

Ein Händler montiert Dir das System natürlich gern(meistens auch fachgerecht), dann zahlst Du aber in der Regel deutlich mehr als den ibee-Preis.

Andererseits, wenn man noch nie ein System montiert hat und sich auch nicht so richtig traut, sollte man sich vielleicht doch besser helfen lassen. Vielleicht wohnt ein erfahrener Analogi bei Dir in der Nähe und ist bereit zu helfen?

Gruß Silberfux
Eimerlie
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 21. Okt 2005, 13:26
Okay Leute

Also nochmal vielen vielen Dank für die Hilfe!

Ich fahr jetzt erstma ne Woche in den Urlaub und dann werd ich mal schaun, welcher Händler hier was und zu welchem Preis hat. Vielleicht komme ich dann nochmal auf euch zurück!

Gruß Daniel
Eimerlie
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 18. Nov 2005, 20:05
Hey Leute, ich bins nochma!

Wollte euch nur mal den aktuellen Stand der Dinge mitteilen.

Also ich habe mir jetzt nen AT 120 E besorgt und eingebaut.

Tja ich glaube jedenfalls, dass ich alles richtig verbaut habe. Nur kommen irgendwie alle Instrumente sehr weit weg vor. Jetzt frage ich mich, ob der alte Abnehmer - war wohl ein Ortofon FF Abnehmer drin - einfach besser ist (war), oder ob ich etwas falsch gemacht habe.

Habe alles nach der Anleitung auf thorensinfo.de befolgt. Die Schablone, mit der ich einstellen muss, wie weit der Abehmer nach vorne verbaut wird, konnte ich leider nicht finden. Könnte es daran liegen?

@silberfux
Das Anti-Skating gestaltet sich wohl doch etwas schwieriger. Der Arm sieht stark nach dem TP11 aus.
http://www.thorensinfo.de/html/tonarme.html
Jedenfalls hat er diese Gewichtkonstruktion zum Ausgleichen der ins Zentrium ziehenden Kraft.

So, vielleicht weiß der ein oder andere ja noch einen kleinen Rat. Wäre auf jeden Fall dankbar!

Gruß Daniel


[Beitrag von Eimerlie am 18. Nov 2005, 20:06 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#16 erstellt: 18. Nov 2005, 21:40
Hallo!
Also eine Schablone gibts hier:
http://www.enjoythemusic.com/freestuff.htm
Schau doch mal nach ob du das richtige Auflagegewicht hast, also Arm durch verdrehen des Gegengewichtes (Das ist die Dicke Scheibe hinten am Tonarm )in die Schwebe bringen 8vorher Antiskating auf null) Skala am Gegengewicht nun auf Null stellen. Zu guter Letzt noch das Gewicht soweit auf das Lager zu drehen bis der entsprechende Wert angezeigt wird. Nun Antiskating auf den entsprechenden Wert bringen. Ach ja, die Nadel ist hoffentli chrichtig eingepasst, gerade bei Audio Technica Systemen ist mir selbst schon passiert das die Nadel nicht richtig saß, das gibt dann ein ziemlich Leises, verzerrtes Klangbild.
MFG GÜnter
A-Abraxas
Inventar
#17 erstellt: 18. Nov 2005, 21:59

Eimerlie schrieb:
Nur kommen irgendwie alle Instrumente sehr weit weg vor. ... daran liegen?

Hallo Daniel,
hast Du den Thorens am AVR angeschlossen ?
Hat der einen Phono-Eingang oder verwendest Du einen Phono-Vorverstärker ?
Das von Dir beschriebene Problem könnte da "versteckt" sein - die meisten AVR´s haben keinen Phonoeingang und es wird ein separater Phono-Vorverstärker benötigt (was klanglich auch sonst sinnvoll sein kann).
Viele Grüße
silberfux
Inventar
#18 erstellt: 19. Nov 2005, 14:00
Daniel:

Genau an diesem Link zu Thorens-Info findest Du auch die Tabelle für Antiskating beim TP 11. Bei 1,5 p Auflagekraft kommt der Faden mit dem kleinen Gewicht dran in Kerbe 6. Dein Thorens müsste ein zweiteiliges Gewicht haben. Das größere ist über das kleinere geschoben. Wenn Du nur das kleinere verwendest, musst Du das größere nach oben wegziehen und den Faden durchziehen. Dann gut aufbewahren.

Schau da noch mal rein und frage einfach nach, wenn Du es nicht verstehst. Ist im Prinzip wirklich ganz einfach.

"Instrumente sehr weit weg": Also nicht zu leise, sondern Räumlichkeit nicht vorhanden? Möglicherweise hast Du die Kabel am TA verwechselt (Farbcodes beachten). Einen Vorverstärker hast Du doch ???

Gruß
Silberfux
Eimerlie
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 19. Nov 2005, 14:33
Hey Ho

Also, der Plattenspieler hängt an einer Rotel RC 1070, also eine gebürtige Stereo-Vorstufe inkl Phono-MM Eingang.

@hörbert
Das mit dem Gegengewicht habe ich genau so gemacht. Den Arm ist zum Schweben gebracht, dann die Auflagekraft addiert. In der Anleitung für den AT120E steht zw. 1 und 1,8g. Ich höre da aber irgendwie keinen Unterschied. Habs jetzt auf 1,5 oder so stehen.

Ich denke mal, die Nadel sitzt schon richtig. Jedenfalls ist zwischen der Nadelhalterung und dem Tonabnehmer kein Schlitz oder so. Es hat auch richtig geklackt als ich die Nadel reingesteckt habe.

Aber damit wir uns nicht falsch verstehen: Das Klangbild ist nicht verzerrt oder so. Es ist halt nur so, dass der Thorens die einzelnen Instrumente einfach peppiger, emotionsvoller, mit mehr "Biss" dargestellt hat. Ich höre jetzt kaum noch einen Unterschied zwischen CD und LP. Das war vorher viel enormer...

@silberfux
Ganz genau, so sieht's bei mir aus. Hab im Moment beide Gewichte dran.
Ja ich weiß, dass sieht gar nicht schwer aus. Komm mir auch ziemlich blöd vor. Erstmal versteh ich nicht, was 1,5 p bedeuten soll. Was ist das für ne Einheit? [p]???
Und was heißt, in die 6. Kerbe? Ich mein, es sind doch zwei Stäbe mit Kerben da. Wo muss der Anfang der Schnur hin?

Ist AntiSkating denn so wichtig? Ich meine, muss das so exakt eingestellt werden? Kann das viel am Klang ändern?

Gruß Daniel
Wolfgang_K.
Inventar
#20 erstellt: 19. Nov 2005, 17:18
Hallo Daniel!
P bedeutet Pond. Und das Pond ist eine Maß (Gewichtseinheit)einheit die in der Physik gebräuchlich ist. 1 Pond entspricht der Gewichtseinheit von einem Gramm.
Die Physiker rechnen nicht mit Gramm sondern mit Pond. Soviel zu diesem.

Antiskating gleicht die Fliehkräfte aus die beim Abspielen eines Tonabnehmers in der Nadel auftreten. Entweder wird die linke Rille oder die rechte Rille durch die Nadel zu sehr belastet. Führt zu vorzeitigem Verschleiß und bei extremen Antiskatingabweichungen zu Verzerrungen auf einem Kanal. Gewichtskraftregler und Antiskatingeinstellung müssen immer übereinstimmen sonst hat die Nadel eine Schieflage, die sich negativ auf die Nadelabnutzung und auf dem Klang auswirkt....
Hörbert
Moderator
#21 erstellt: 19. Nov 2005, 18:11
Hallo!

@Eimerlie
Du schreibst:

Aber damit wir uns nicht falsch verstehen: Das Klangbild ist nicht verzerrt oder so. Es ist halt nur so, dass der Thorens die einzelnen Instrumente einfach peppiger, emotionsvoller, mit mehr "Biss" dargestellt hat. Ich höre jetzt kaum noch einen Unterschied zwischen CD und LP

Eigentlich schreibst du ja da daß es jezt sehr viel neutraler als vorher dargestellt wird. Ich nehme mal an das du aber meinst das alles jezt ein wenig "weniger" dynamisch rüberkommt. Auch wenn das jezt ein wenig komisch klingen mag, für mich hört es sich ein wenig so an als wenn dir gerade die Fehlfunktionen das alten Systems besonders gut gefallen hätte Aber vermutlich ist es nicht so dramatisch, es ist wohl eher so das dein Tonarm, dein System und der bei deinem Vorverstärker verbaute Entzerrer nicht so hundertprozentig harmonieren. Eventuell kannst du die Abschlußwerte deines Phonoteiles dem System Anpassen, Das AT 120E müßte sich bei einem Abschlußwiderstand von 47 Kiloohm und einer Eingangskapazitat von ca 127 Picofarad am wohlsten fühlen (Falls mich meine Erinerung nicht Täuscht) Schau einmal in den Unterlagen deiner Vorstufe nach welche Werte dort angegeben sind, eventuell kannst du dein Phonoteil anpassen. Ach ja, ganz wichtig es wäre auch möglich das sich dein Problen quasi von selbst erledigt, jedes System braucht eine gewisse "Einspielzeit" und zwar aus rein mechanischen Gründen. Dein Nadelträgerröhrchen steckt in einem Kunstoffring mit den es am Nadelträger (Das ist das gelbe Plastikteil) befestigt ist das muß sich erst einmal weichwalken, danach klingt dein System erst so wie vom Hersteller vorgesehen. Nach meinen Erfahrungen kann das zwischen 10 und 60 Betriebsstunden dauern, solange lässt sich eigentlich keine Aussage über das System Treffen.
MFG Günther
Eimerlie
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 19. Nov 2005, 18:42
Hey Leute

Also, ich habe jetzt diese Schablone von enjoythemusic.com benutzt und es recht genau eingestellt. So absolut 100%ig gelingt mir das glaube ich nicht, aber es ist schon ziemlich passend. Aufgefallen ist mir dabei, dass es anscheinend gar nicht so enorm wichtig ist, dass der Tonabnehmer an einer bestimmten Stelle sitzt, also definiert weit vorne oder hinten... Wichtig ist nur, dass er gerade ist. Oder liege ich da falsch?

@hörbert
Ja stimmt schon irgendwie. Aber es ist nicht nur neutraler, sondern irgendwie flacher. Die Dynamik ist geschrumpft. Aber das ist ein sehr interessanter Aspekt. Habe das Phänomen des Einspielens der Lautsprecher selber erstaunlich stark erleben können. Bei Geräten kommt dies ja eigentlich nicht vor. Andererseits ist es nur logisch, das Plattenspieler dies wieder aufweisen, da die Mechanik ja erstmal in Bewegung gebracht werden muss. Vielleicht hast du Recht und es wird sich bessern...

Das mit dem AntiSkating habe ich jetzt verstanden. Musste nur mal kurz über die Physik nachdenken. Ziemlich dämlich, dass ich da nicht selber drauf gekommen bin. Egal!
Jedenfalls hat das korrekte Einstellen der AS Funktion bewirkt, dass meine Boxenmembranen wesentlich weniger Niederfrequent ausschlagen. Sehr erfreulich!!! Hab's noch nicht intensiv getestet, aber das wird wahrscheinlich auch den Klang verbessern.

Über die Eingangskapazität kann ich nichts finden. Der Eingangswiderstand beträgt 68KOhm. Was sagste dazu?

Gruß Daniel
Hörbert
Moderator
#23 erstellt: 19. Nov 2005, 19:07
Hallo!
der Eingangswiderstand ist ein wenig hoch aber das macht sich dann eher im Baßbereich bemerkbar, je nachdem wie das System abgestimmt ist, Audio Technica Systeme sind da eher etwas hell, diese Tendenz wird in deinem Fall etwas verstärkt. Wenn das alte System eine höhere Ausgangsspannung geliefert hat und im Baßbereich etwas mehr aufgetragen hat könnte dieses Zusammenspiel mit dem höheren Eingangswiderstand den von dir gehörten Effekt teilweise erklären. Allerdings müßte sich im Gegenzug dafür eine viel höhere Dynamik einstellen da die Spannung an dem Höheren Widerstand aufläuft. Ich denke das dein Thorens mit dem AT vor allem etwas leiser Klingt als mit dem Ortofon das nimmst du eventuell als eine etwas flachere Dynamik wahr, allerdings hast du eigentlich eine geringfügig höhere Dynamik aber das ganze etwas Leiser. Aber warten wir mal das Einspielen ab, bis dahin wir sich auch deine Hörgewohnheit soweit an dein neues System angepasst haben das du eher die Vorteile als die Nachteile (So wie jezt) wahrnimmst. Beides zusammen sollten dich eigentlich zufriedenstellen. Ach ja, bleib bitte am Ball und berichte hier weiter wie es mit deinem Dreher geht. Eventuell findet sich noch abhilfe für das Problen soweit es sich nicht selbst erledigt.
Mfg Günther
silberfux
Inventar
#24 erstellt: 20. Nov 2005, 14:07
Daniel:

Bevor Du noch das Antiskating-Teil falsch herum dranhängst, versuche ich mal zu erklären:

Der Anfang des Fadens mit der kleinen Schlinge gehört über die rechte Stange. Dann wird der Faden über die linke Stange geführt, so dass das Gewicht dort herunterhängt.

Das Gewicht zieht so den Tonarm nach außen und kompensiert so die Skating-Kraft, die bei aufgesetzter Nadel den Arm nach innen zieht.

Je höher das Auflagegewicht des Abtastsystems(in p = pond), desto höher wird auch die Antiskating-Kraft eingestellt. Dabei kann man entweder mit der Länge des Hebels (vom Drehpunkt des Tonarms aus betrachtet) oder mit der Schwere des AS-Gewichts variieren.

Der Hebel wird von Kerbe 1 zu Kerbe 6 immer größer. Kerbe 6 bedeutet z.B., das Du an beiden Stangen die 6. Kerbe wie oben beschrieben benutzt.

Na ist das einfach oder nicht


Gruß Silberfux
Schleswig
Schaut ab und zu mal vorbei
#25 erstellt: 21. Nov 2005, 19:04
Hallo, vlt kann ich dir helfen ;)hier ein paar Bilder von schleswig
1. Einstellen der Auflagekraft
2. Einstellen der Antiskatingkraft
MFG

Hier unten dem Link:

http://www.ceb.snooser.de/thorens/thorens.htm
Eimerlie
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 21. Nov 2005, 19:24
Hey Ho

Sorry, ging nicht früher.

Ja, das mit dem AntiSkating war kein Problem. Ich war nur zu verpeilt... Ich hatte übersehen, dass die Schlaufe (Anfang der Schnur) und die Schnur an der Umlenkposition in derselben Kerbennummer hängen sollen. Das heißt, ich hab immer angenommen, dass ich ja zur korrekten Einstellung zwei Kerbennummern bräuchte.

Egal, das hat sich ja jetzt erledigt. Habe das AS-Gewicht auf 1,75 Pond (Gramm) eingestellt. Meine Auflagekraft habe ich jetzt auf 1,8g. Irgendwie höre ich überhaupt keinen Unterschied zwischen 1,5 und 1,8. Jedenfalls ist mir beim etwas zeitversetzten Vergleich keiner aufgefallen.

Allerdings habe ich schon wieder das nächste Problem:
MEIN TONABNEHMER FÄNGT WIEDER AN ZU ZITTERN!!!! Das kann man richtig sehen. Er schaukelt sich langsam hoch und dann zittert er ungefähr 1/2mm nach rechts und links. Das macht sich natürlich auch wieder im Membranausschlag der Boxen und damit auch im Kangbild bemerkbar. Alles verzerrt total...

Dasselbe Problem hatte ich ja wie gesagt schon mit dem alten Abnehmer und ich dachte ja, dass es an der Nadel liegt. Das Ganze tritt allerdings nicht immer auf, deswegen bin ich auch so ratlos. Ich habe es jedenfalls noch nicht spät abends bemerkt. Könnte es an den Vibrationen des Hauses liegen während dem Berufsverkehr und Bauarbeiten oder so? Kann ich mir irgendwie nicht so richtig vorstellen...

Der Player steht auch - bis auf ein paar Millimeter - in Waage.

Da ich im Dachgeschoss wohne, kann ich den Player auch nicht an der Wand anbringen, da es ja nur die Dachschrägen gibt. Könnte ihn höchstens irgendwie an einem tragenden Balken anbringen. Allerdings sitzt der direkt auf dem Boden und gibt auch Vibrationen weiter (das weiß ich, weil mein an einem solchen Balken befestigter Beamer gerne wackelt, wenn jemand durchs Zimmer geht )

HILFE! WAS SOLL ICH DENN JETZT TUN?
Alles echt deprimierend...

Ich wünsch euch allen noch nen schönen Abend!

Gruß Daniel

PS:
Ach ja, und kennt einer von euch die beiden Systeme? AT120E und Ortofon FF? Bei mir kommt jetzt natürlich der Gedanke auf, dass weil das Problem mit dem neuen Abnehmer auch nicht beseitigt ist, ich denselben auch zurückschicken könnte. Oder meint ihr, dass er auf jeden Fall besser ist als der wesentlich ältere Ortofon mit ner Conrad-Nadel?
Eimerlie
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 21. Nov 2005, 19:28
@schleswig
Vielen Dank dafür! Ist sehr cool erklärt, sowas hätt ich früher mal brauchen können. Aber das Einstellen habe ich jetzt gut hin bekommen!

Gruß Daniel
silberfux
Inventar
#28 erstellt: 21. Nov 2005, 19:38
Ja,

da sieht mal mal wieder: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte,

Gruß Silberfux
doppelkopf0_1
Stammgast
#29 erstellt: 21. Nov 2005, 20:02
Hallo Daniel.Versuch doch mal die Maße des Tonarms zu erhöhen. 2Cent auf´s Headshell pappen (Tepichklebeband),und mit Klebeblei das Kontergewicht beschweren. Vieleicht hört das zittern dann auf. Versuch macht kluch,könnte ja an einem
schlechten Verhältniss Tonarmmaße / TA Compliance liegen.


Gruß , Dirk.
silberfux
Inventar
#30 erstellt: 21. Nov 2005, 20:35
Hi, ein AT 120 sollte eigentlich prima mit dem 2-teiligen Thorens-Arm harmonieren. Da das Problem nur sporadisch auftritt: Vielleicht sind es doch irgendwelche Vibrationen aus dem Haus, die sich übertragen, z.B. wenn ein Nachbar die Wäscheschleuder benutzt.

Gruß Silberfux
2wheel
Stammgast
#31 erstellt: 22. Nov 2005, 00:05
Hallo Silberfux - Glückwunsch zum 1000. Beitrag!!!
Weiss aber leider nix zur Problembeseitigung beizutragen - hab das irgendwo schon mal erlebt, aber keine Ahnung mehr, wo/wie/was/warum.... (sorry!)
@ Eimerlie: Immer am Ball bleiben, wir kriegen schon noch raus, woran's liegt! Hmmmm... hast du mal die Lager des Tonarms überprüft? Das prüft man so: Mit einer Hand den äusseren schwarzen Ring an der Basis festhalten, mit der anderen Hand das Rohr aus der Halterung nehmen, vorsichtig vor- und zurückruckeln, danach vorsichtig das Rohr Richtung "um eigene Achse drehen" bewegen. Es darf an der Basis kein Spiel festzustellen sein, der Arm muss aber gleichzeitig leicht über den gesamten Teller und in der Höhe zu bewegen sein. Hoffentlich nicht zu kompliziert zu verstehen. Hat das Lager für die Tellerachse genug Öl, ist dort vielleicht Spiel feststellbar? Steht vielleicht ein Gerät mit nicht gekapseltem Netztrafo sehr nahe am Plattenspieler, Verstärker z.B.?


[Beitrag von 2wheel am 22. Nov 2005, 00:17 bearbeitet]
silberfux
Inventar
#32 erstellt: 22. Nov 2005, 10:52
2Wheel, herzlichen Dank, bringt ja auch viel Spaß hier im Forum, mal helfen, mal geholfen werden

Daniel: Nochmal zum hiesigen Problem, ich weiß da jetzt nicht mehr weiter.

Wenn Tellerlager und/oder Armlager nicht i.O. wären, müsste das Zittern doch nicht nur zeitweise auftreten. Überprüfung kann natürlich trotzden nicht schaden. Ich habe schon Thorense aufgemacht, bei denen keinerlei Öl mehr im Tellerlager war.

Violette im www.analog-forum.de ist ehem. Thorens-Mechaniker und bietet nicht nur gute Ratschläge, sondern auch Material zur zur Sanierung von Thorensen an. Schick ihm einfach mal ne PM poste im Analog-Forum wegen Deines Problems.

Gruß Silberfux
Eimerlie
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 22. Nov 2005, 22:03
Hey Leute!!!

Also nochmal sorry. Ich hab echt das Problem dass ich immer erst um halb 8 nach Hause komme und dann ist die Zeit für Problemlösungen des Plattenspielers immer recht knapp.
Auf jeden Fall bedanke ich mich bei euch allen für die schnelle und rege Beteiligung!!!

@doppelkopf0_1
Ich denke nicht, dass es daran liegt, weil das Problem ja auch mit dem alten Tonabnehmer auf einmal(!) aufgetreten ist...

@silberfux
Auch von mir aus Glückwunsch zum Jubiläumsbeitrag und alles Gute für die nächsten 1000!

@2wheel
Also so richtig verstanden habe ich das natürlich nicht! Ich hatte ja schon Probleme mit der AntiSkating-Einrichtung! :PPP
Aber das Lager hat eigentlich kein Spiel, soweit ich das selbst beurteilen konnte. Muss natürlich nix heißen...

Dabei ist mir auch etwas Anderes aufgefallen, was mich mit meinem Problem doch ein ganzes Stückchen weiterbringt:

Das Zittern beginnt immer nur bei hohen Lautstärken. Wenn ich die Lautstärke dann herunterdrehe, hört es langsam auf. Hab das ganze mehrfach getestet. Immer wenn ich ein bisschen aufdrehe, fängt es wieder an. Hatte auch den Eindruck, dass es bei bassreicheren Sequenzen schneller wieder anfängt als sonst. Wäre ja auch logisch. Wenn gleich ich das alles nicht verstehe. Wie kann sowas sein? Habe den Plattenspieler extra auf eine Unterlage aus Isomatten-Material gestellt, um solche Sachen zu verhindern.

Zusammenfassend würde ich ja jetzt sagen, dass es irgendwie mit dem Schalldruck zusammen hängt. Oder können auch Materialvibrationen trotz der Isomatte zu solchem Ausmaß Störungen hervorrufen?

Gleich vorneweg: Mein Raum hat ca. 100qm Volumen. Überschallung wirds also nich sein.

Vielleicht weiß ja jemand Rat von euch, was ich nun tun soll...

Wäre echt dankbar!

Gute Nacht und LG Daniel
A-Abraxas
Inventar
#34 erstellt: 22. Nov 2005, 22:11

Eimerlie schrieb:
Vielleicht weiß ja jemand Rat von euch, was ich nun tun soll...

Hallo,
die einfachste Lösung wäre natürlich : Leise Hören ,
ansonsten scheint es eine Resonanzschwingung zu geben, die es zu "stören" gilt.
Lass´ doch einfach mal die Isomatte weg, damit hast Du eine festere Ankopplung an den Untergrund - vielleicht reicht das schon.
Das Schwingsystem zu verändern geht auch über eine Verringerung (nicht so einfach) oder Erhöhung der Masse . Nimm´ z.B. testweise eine Gehwegplatte und lege diese direkt unter den Spieler (unter die Platte die Isomatte), danach müsste "Ruhe" sein.
Viele Grüße
silberfux
Inventar
#35 erstellt: 22. Nov 2005, 22:33
Ja, so so, wir hören also mitten in der Nacht besonders laut. Das könnte es natürlich sein, eine Art Rückkoppelung. Zusätzlich zu den beschriebenen Entkoppelungsmaßnahmen könnte man versuchen, den Standort des Drehers im Verhältnis zu den Lautsprechern zu verändern. Vielleicht steht er ungünstig im "Schallwellenwind" . Weiterhin kann man mal den Subsonic-Filter einschalten (falls am Verstärker vorhanden).

Gruß Silberfux
Eimerlie
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 23. Nov 2005, 12:44
Na ja, "besonders laut" ist jetzt denke ich übertrieben. Aber leise kann man's wohl auch nicht nennen...

War alles ein bisschen wirr geschrieben gestern Abend. War da schon wieder aufm Sprung und hab versucht, möglichst viele Infos an euch zu reichen...

Tja, ein stabileres Regal wäre ja vielleicht schon die Lösung. Sobald ich nach Hause komme werde ich mal ein bisschen "Umstellen". Das jetzige Regal ist zwar fest mit einem Balken verbunden, denoch aber in sich nicht sonderlich stabil.

Wenn der Arm über Schalldruck zum Zittern gebracht wird, hilft das Unterdrücken der Resonanzen ja nicht. Hier würde nur ein Subsonic-Filter helfen, oder? Glaube aber nicht, dass meine Vorstufe einen besitzt. Werde gleich mal bei Rotel anrufen und das klären...

Wie ist das eigentlich? Können solche enorm amplitudenreichen Schwingungen in diesen ganzzahligen Herz-Bereichen den Lautsprecher nicht auch beschädigen? Oder gilt das nur, wenn er dadurch anschlägt?

Wenn er nämlich beschädigt werden kann, dann gibt's ja bestimmt irgendwelche Filter, die ich zwischen Vor- und Endstufe klemmen kann...

Wie gesagt, sobald ich zu Hause bin, probier ich aus und melde mich dann wieder!

Bis dahin...

Gruß Daniel
silberfux
Inventar
#37 erstellt: 23. Nov 2005, 13:02
Daniel:

Lautsprecherbeschädigungen kann man dabei nicht leider ausschließen.

Subsonic-Filter werden auch manchmal Rumpel-Filter genannt. Vielleicht hilft auch schon, den Bassregler mal etwas runterzudrehen.

Stabile Aufstellung ist trotzdem wichtig, um zusätzliche Beeinträchtigungen auszuschließen oder zu mindern. Und wie gesagt, auch ein Positionswechsel der Lautsprecher oder des Drehers sollte probiert werden.

Weitere Möglichkeit: Subchassis des Thorens prüfen und justieren, vielleicht etwas strammer stellen.

Don´t worry: Bald haben wir alles durch

Gruß Silberfux
2wheel
Stammgast
#38 erstellt: 24. Nov 2005, 19:46

silberfux schrieb:
2Wheel, herzlichen Dank, bringt ja auch viel Spaß hier im Forum, mal helfen, mal geholfen werden
Gruß Silberfux


Freut mich und geht mir ebenso

@ Eimerlie: Wie Silberfux gerade sagte: Don't worry, bald haben wir alles durch!
Eimerlie
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 24. Nov 2005, 20:04
Hey Leute!

Habe jetzt auch testweise nochmal den Ortofon Abnehmer dran gehangen. Jetzt im direkten Vergleich - vielleicht hat's auch was mit der bisherigen Einspielzeit des AudioTechnica zu tun - hat der Ortofon ganz klar den Klangtest verloren.
Das nur nebenbei..

Also, ich habe jetzt den Plattenspieler auf einer schweren Unterlage (Marmorplatte) stehen. Ich habe auch versucht, eine sehr dämpfende Unterlage (Kissen) zu benutzen. Beides hat nicht geholfen. Auch ein anderer Standort (Schreibtisch) hat nicht geholfen. Tja, ich weiß nicht mehr wirklich weiter.

Die Anlage im Bezug zu den Boxen zu verstellen, habe ich nicht versucht. Das Problem dabei ist, dass mein Boden nirgendwie wirklich gerade ist und dazu noch sehr gern wackelt, wenn man sich im Zimmer bewegt. Deswegen ist das Anlagenregal aus gutem Grund am Balken fest montiert. Umstellen ist recht schwierig. Außerdem hat das Umstellen des Plattenspielers auf den Schreibtisch ja auch nix gebracht.

Und die Boxen kann ich auch nicht umstellen. Befinden sich in einem schönen gleichseitigem Dreieck zum Hörplatz.

Hab bei Rotel bisher niemanden erreicht bzw. der Mann für technische Fragen war gerade am Essen!

Tja, kann ich denn jetzt definitiv ausschließen, dass das ganze am Gerät liegt? Oder kann das ebenso ne Macke haben?

Ich habe auch langsam echt Angst um meine Boxen. Dieses Wackeln bekommt man selber nicht immer mit. Erst wenn man sich die Boxenmembranen ansieht oder zum Plattenspieler geht fällt erst auf, welches Ausmaß die Vibrationen schon wieder erreicht haben...

Bringt ein Subsonic-Filter auch irgendwelche großen Nachteile, insbesondere klangverfälschend?

Gibt's ihn eventuell als externen Filter zu kaufen?

Tja, vielleicht fällt euch ja noch etwas ein!

Bis dahin

Gruß Daniel
2wheel
Stammgast
#40 erstellt: 24. Nov 2005, 21:39
Tja, nun... Irgendwie kommt mir das von Dir beschriebene Problem wirklich bekannt vor, wenn ich mich jetzt nur besser erinnern könnte... Du bist Dir sicher, dass Auflagegewicht und Antiskating richtig eingestellt sind ?( diese Frage müsste Dich jetzt aber nerven!!!??? ) Bei manchen Verstärkervorstufen hat der Hersteller schon stationär ein Subsonicfilter eingebaut, müsste dann irgendwo bei den technischen Merkmalen in der Bedienungsanleitung drinstehen. Ob man das hört? Nun, wie so oft: je besser die Qualität der Bauteile, destoweniger macht sich ihr Vorhandensein negativ bemerkbar. 3 Beispiele: Bei meiner Vorstufe GAS Thalia kann ich keinen Unterschied zwischen Low Filter "ON" oder "OFF" feststellen, bei meinem Teac Vollverstärker kann ich über Kopfhörer einen kleinen Unterschied hören: Etwas weniger kräftig und tief ganz unten, nur eine Nuance, aber hörbar (by the way ist das auch eines von den Geräten, bei denen sich "Source direct" bemerkbar macht, spricht also nicht so für die Qualität der Klangregler usw. dieses Geräts). Bei der AVM Vorstufe, die ich mal hatte, war seinerzeit wiederum kein Unterschied für mich zu hören. Wegen nachrüsten müsste ich jetzt mal nach den Elektronik-Bastleradressen kucken - hoffentlich ist da jemand schneller als ich
So, ich muss jetzt noch schnell unter die Dusche - werd mal über das Problem noch nachbrüten!
Ciao, bis demnächst!
silberfux
Inventar
#41 erstellt: 25. Nov 2005, 11:28
Hi, der Subsonic schneidet am untersten Rand des Frequenzspektrums ein paar Tiefstbässe weg. Das mag man als Klangverfälschung ansehen.

Mit Sicherheit verfälscht das außerdem den Klang weniger als eine während des Abtastens durch äußere Einwirkungen zitternde Nadel. Außerdem vermeidest Du mögliche Schäden an den Lautsprechern.

Glaube aber nicht, dass es einen externen Subsonic gibt.

Weiß offen gesagt auch nicht mehr weiter. Ob es nicht doch am Gerät liegt, kannst Du herausfinden, wenn Du mal einen anderen Plattenspieler an der gleichen Stelle ausprobierst.


Gruß Silberfux
Jazzy
Inventar
#42 erstellt: 25. Nov 2005, 15:46
Hi!
Ich denke,es liegt an dem schwingenden Fußboden.
Also:Plattenspieler an die Wand dübeln.
Eimerlie
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 26. Nov 2005, 02:16
Hey Leute!

Ja, ich habe das alles richtig eingestellt. Auflagegewicht und AntiSkating ist auf 1,5g eingestellt.

Nur bei der genauen Lage des Abnehmers bin ich nicht ganz sicher. Ist es bei der Schablone, die ihr mir von EnjoyTheMusic.com gelinkt habt, wichtig, dass der Kopf in beide Stellungen passt, ohne dass man die Schablone dreht?

Wenn nicht, dann ist das auch richtig...

Hab vorhin mal nen Dual Plattenspieler an die Stelle gestellt. Der hat dieses Zittern nicht angefangen. Aber das muss ja nicht heißen, dass etwas mit dem Thorens nicht in Ordnung ist, oder meint ihr das?

Tja, "an die Wand dübeln" ist ja wie gesagt nicht möglich.

Hab eben eine Anfrage an Rotel per Mail geschrieben wegen dem Subsonic-Filter.

Wenn noch jemandem was einfällt... immer raus damit!

Ich werde euch auf dem Laufenden halten!

Gruß und Gute Nacht

Daniel
silberfux
Inventar
#44 erstellt: 26. Nov 2005, 12:47
Nein, das m u s s es nicht heißen, aber zu denken gibt mir das schon, dass der Dual nicht zittert.

Gruß Silberfux
Jazzy
Inventar
#45 erstellt: 26. Nov 2005, 16:35
Hi!
Die Eigenresonanz des Dual wird halt ganz anders sein als die des Thorens.
Sowohl das Subchassis als auch Tonabnehmer/Tonarm-Resonanz.
Eimerlie
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 26. Nov 2005, 18:13
Hey!

Ja ich nehme auch an, dass das halt alles recht ungünstig zusammen trifft...
Komisch nur, dass weder das Umstellen des Players noch Unterlagen nichts gebracht haben.

Gruß Daniel
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