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Cassette mit Dolby B/C aufgenommen?

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kamell4
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Apr 2006, 14:11
Hi,
ich hab hier eine Cassette, die ich digitalisieren möchte, weiß aber nicht, ob sie mit Dolby B,C oder ohne aufgenommen wurde.

Wie kann man das feststellen. Mein Gehör ist leider nicht geschult. Ich stelle Änderungen der Tonhöhe fest, wenn ich am Cassettendeck die Dolbywiedergabeeinstellung ändere. Auch stelle ich eine Änderung des Rauschens(am Bandanfang) fest.

Ohne: hellerer Klang/mehr Rauschen
B: dunklerer Klang/weniger Rauschen
C: dunkelster Klang/kaum Rauschen

Das ist bei Cassetten, von denen ich weiß, daß sie mit Dolby C aufgenommen wurden, auch so.

Heißt das jetzt, daß es Dolby C ist?

Gruß und Dank, Nils
silberfux
Inventar
#2 erstellt: 23. Apr 2006, 14:57
Hi, wähle die Einstellung, bei der es sich nach Deinem Gehör am natürlichsten anhört.

Gruß Silberfux
kamell4
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 23. Apr 2006, 16:01
Danke.
D.h. es kommt doch auf mein Gehör an
Mal hören...
DOSORDIE
Inventar
#4 erstellt: 23. Apr 2006, 16:06
Wie alt ist denn die Aufnahme? hast du vielleicht ein Stück was auf der Cassette ist auch auf CD oder Platte? Dann kannst du Original und Kopie vergleichen und feststellen was am besten klingt. Wenn die Aufnahme älter ist würde ich vor allem bei Dolby C einfach auslassen, das klingt dann sowieso nur noch stumpf, wenn man mal genauer hinhört. Ist die Cassette mit dem selben Deck aufgenommen mit dem du sie abspielst? Wenn nicht ist die Aufnahme bei Dolby C nicht kompatibel auch bei Dolby B gibts gewisse Toleranzen, ist dann immer so ne Sache...

CU Tobi
kamell4
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 23. Apr 2006, 17:15
Vergleichen ist eine super Idee, habs aber nicht auf CD. Da soll es ja rauf:)
Hab einer Freundin versprochen, ihre Bauchtanz-Cassette zu digitalisieren. Leider kenne ich mich da nicht so gut aus und es ist schwierig festzustellen, was nun natürlich ist.

Sie hat die Cassette irgendwoher und weiß sicherlich auch nicht, welches Dolby bei der Aufnahme benutzt wurde.

Also werde ich mich zwischen ohne und B entscheiden...

Gruß, Nils
kamell4
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 23. Apr 2006, 18:49
Sagt mal, gibt es eigentlich Dolby-Filter für den PC, die man nachträglich auf, mit Dolby aufgenommenen, aber ohne Dolby digitalisierten, Aufnahmen, anwenden kann?

Sprich, die Dolbyeinstellung des Kassettenspielers nachträglich simulieren.

Gruß, Nils
DOSORDIE
Inventar
#7 erstellt: 23. Apr 2006, 21:00
Ist das denn wirklich so wichtig? Mal ehrlich, ob das nun klingt wies Original oder nicht ist doch egal, hauptsache es klingt gut, zumindest bei Bauchtanzmusik, das ist doch nichts audiophiles. Ich habe Cassetten mit Dolby C, die laufen im Ghetto Blaster logischerweise ohne und klingen trotzdem gut, zwar nicht so wie auf der originalen Aufnahme, aber es klingt nicht, als würde da was falsch laufen oder zu schrill oder sowas. Software Dolby Filter wären prinzipiell möglich nur ob es sowas gibt weiß ich nicht.

Toll wäre, wenn es ein Programm gäbe, das alte Dolby Aufnahmen die nicht mehr richtig arbeiten analysiert und feststellt wie weit der Frequenzgang abgefallen ist, die Frequenzen wieder so anhebt, dass man sie ohne Dolby auf Cassette aufnehmen kann und dann mit abspielt... müsste ja dann eigentlich wieder korrekt funktionieren, oder wenn man digitalisieren will dann auch mit Dolby quasi auf die CD bringt, aber so, dass es gut klingt.

Wie ist das denn überhaupt? Wenn man eine Kopie mit einem Doppelcassettendeck anfertigt, dann wird das Signal ja erst verstärkt, als Musik ausgegeben und dann, als wäre es ein zweites Tapedeck an Tape 2 vom Verstärker, eben nur nicht über Line in wieder auf Cassette. Wenn man jetzt nur die Magnetische Information nehmen würde, also einen Tonkopf der einliest, etwas das die Magnetisierung verstärkt dazwischen und dann einen Tonkopf der ausgibt, dann müsste man doch eine fast 1 zu 1 Kopie ohne Zusätzliches Rauschen haben, weil sich dann doch nur die Magnetisierung übertragen hat, oder nicht? Wenn man dann noch etwas dazwischen baut, das den BIAS aufs zu kopierende Band angleicht müsste man alte Aufnahmen doch auch aufwerten können?! Hat das jetzt einer verstanden? Ich wusste nicht so ganz wie ich mich ausdrücken sollte...

CU Tobi
joern
Stammgast
#8 erstellt: 28. Apr 2006, 16:26
@DOSORDIE

Ich denke nicht, daß es so funktionieren würde, weil die Höhe der Magnetisierung nicht gleich ist. Du brauchst eine höhere Flußdichte zur Aufnahme als Du bei der Wiedergabe erhältst.
Außerdem mußt Du die richtige Vorverzerrung und Entzerrung des Bandmaterials berücksichtigen. Wenn Du nun beim Überspielen nicht dieselbe Bandsorte verwendest, hättest Du ein Problem.
Selbst bei derselben Bandsorte hättest das von Dir angesprochene Problem der BIAS Feineinstellung.

Außerdem denke ich nicht, daß Du durch den Verzicht des Entzerrers und weiterer Verstärker- und Aufbereitungsstufen einen spürbaren Gewinn an Klangqualität durch so eine "Direktkopie" erreichst, daß es sich lohnen würde, so eine Schaltung zu verwenden.

Kann denn noch Jemand was dazu sagen?

Gruß
Pat
kamell4
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 28. Apr 2006, 17:14
Hab letztlich alles ohne Dolby überspielt. Das scheint ihren Anspüchen auch zu genügen, denn ich hab mir dadurch jetzt Folgeaufträge eingehandelt.
Danke Euch allen, scheint ja eine ziemliche Wissenschaft zu sein.
Gruß, Nils
Jazzy
Inventar
#10 erstellt: 30. Apr 2006, 17:34
Hi!
Ob die Aufnahme dolbysiert ist,hört man daran,das
Feinheiten nicht geschluckt werden beim aktivieren von Dolby.
Außerdem erhöhtes Pause-Rauschen.


[Beitrag von Jazzy am 30. Apr 2006, 17:35 bearbeitet]
DOSORDIE
Inventar
#11 erstellt: 30. Apr 2006, 18:19
Also Jazzy, wenn Aufnahmen älter sind dann schlucken sie Feinheiten, vor allem Dolby C und ein leichtes Pumpen ist da immer, vor allem bei Stücken die stark unterschiedliche Durchschnittspegel aufweisen, wie Klassik und Jazz wirst du hören, dass gerade bei Dolby C leise Passagen oft stumpf oder verzerrt klingen, manchmal ein bisschen so, als seien sie mit einem Kompressor bearbeitet, selbst wenn sie ganz neu sind, Vor allem Dolby C scheint mir oftmals sehr träge. Dolby B ist verträglicher, das hört man meistens kaum bis garnicht. Und ich hatte genug Tapedecks, auch mit Einmessungseinrichtungen, nicht dass mir jetzt einer kommt, dass es am GX75 liegt oder am Nak ;-)

das ist ausserdem frequenzabhängig, wenn man eine vollausgesteuerte Dolby B Cassette hat und ein Lied das sich dem kompletten Spektrum bedient, die meiste Zeit einen hohen Durchschnittspegel aufweist und sehr hell klingt, z.B. Punk Rock o.ä. dann klingt eine Aufnahme mit Dolby B die man auf C abspielt unter Umständen sogar heller und klarer als mit Dolby B, das hatte ich schon oft genug.

Uhund... um am Pausenrauschen zu erkennen obs Dolby ist oder nicht wäre ja ein gewisser Aufwand nötig. Man bräuchte nämlich auf jeden Fall schonmal eine Aufnahme ohne Dolby von dem Cassettendeck mit dem auch die Bauchtanzcassette aufgenommen war, welches ja nun nicht vorhanden ist um Vergleiche aufzustellen und auf der Bauchtanzcassette müssten dann auch Pausen sein, die lang genug sind, vielleicht ist am Ende der Cassette was frei, aber woher willst du wissen, dass das je bespielt war? Vielleicht wars ne neue Cassette zum Zeitpunkt als sie bespielt wurde und es ist die erste Bespielung darauf und nach dem letzten Lied wurde direkt Stop gedrückt, hört man ja meist am Knacken, bessere Decks unterbinden das aber oft, das Rauschen ändert sich in jedem Fall aber danach nur minimal. Dann ist es ja auch so, dass niemand weiß wovon die Cassette aufgenommen wurde, ältere CD Player haben meist ein relativ lautes Grundrauschen, neuere so gut wie gar keins, es kann ebensogut ne Kopie von ner anderen Cassette sein, grad im fernen Osten wird die Cassette noch sehr viel benutzt oder es ist sogar eine Aufnahme von Schallplatte, dann ist das Grundrauschen der Cassette nur schwer mit dem der LP, MC oder CD und dem auf der LP, MC oder CD ebenso vorhandenem Grundrauschen des Masterbandes zu trennen, mit PC Analyseprogrammen geht das vielleicht, CD weil ja auch die ein Grundrauschen haben kann, wenn es vielleicht eine alte Aufnahme ist, von einem analogen Masterband, manchmal ist dann sogar noch ein leichtes Brummen zu vernehmen, wenn was nicht ganz symmetrisch war.

Ob du aus diesen für dich erdrückenden Beweisen das Ruder jetzt nochmal umlenken kannst ist fraglich... Ich will auch mal ne Schlacht gewinnen ;-) (war alles nicht böse gemeint!)

CU Tobi
Jazzy
Inventar
#12 erstellt: 01. Mai 2006, 09:46
Hi!
Haha,habe mich köstlich über deine Schlangensätze amüsiert!
Nicht,weil sie falsch sind. Nein,weil sie exakt richtig sind.
Aber auch seeehr deutsch.
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