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Dual 721 ersetzen oder pflegen?

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Zappi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 17. Okt 2006, 22:15
Hallo,

habe einen Dual 721 in gutem Zustand und überlege, wie lange es sich lohnt, Geld da reinzustecken.

Der Frage nachgehend war ich schon mal bei örtlichen Hifi- Händlern vorstellig. Man empfahl mir, einen Pro-ject debut zu kaufen bevor ich 100 EUR oder mehr in den Dual investiere. Im übrigen würde der Project debut mit identischem neuen System z.B. AT 95 E deutlich besser klingen als der Dual.

Gut der Project sieht bescheiden aus, aber klingt er besser als mein Dual 721? :-)

So im Prinzip war ich bisher bereit, dem Dual nochmal ein neues System zu spendieren (AT120E, AT110E, Ortofon Vin.Master red, o.ä.).

Ab wann lohnt es sich Eurer Meinung nach nicht mehr, Geld in den Dual zu stecken und ein alternatives ggf. neues Gerät zu erwerben?

Meine sonstige Ausstattung besteht aus Klassiker- Komponenten älteren Baujahrs: Denon PMA 860, Canton GLE 70 Marantz 2235b, Audiorama 4000.

Danke für Eure Hilfe.

Zappi
the_det
Stammgast
#2 erstellt: 18. Okt 2006, 06:28
Hallo Zappi,

vor einiger Zeit habe ich mir die gleiche Frage gestellt (bei mir war's ein 704, den ich mit neuer Verkabelung und neuer Zarge quasi ausgereizt hatte). Welcher Abtaster ist an Deinem 721? Wenn's ein originales Shure V15 ist, dürfte der Pro-Ject Debut sich eher schwer tun.
Ein Freund von mir betreibt seinen 721 mit dem Vinyl Master Blue. Ein schöne und stimmige Kombination.
Ich habe meinen 704 zugunsten eines Thorens TD 160 mit Vivid One-Tonarm und Vinyl Master Silver (dazu noch Teilumbau der Zarge) stillgelegt. Mit diesem Aufwand (auch finanziell) spielt der Thorens nun deutlich besser als der Dual.
M.E. kann man in den Dual ruhig noch investieren. Aber irgendwann ist schluss, weil das Bauprinzip eben einfach keine Verbesserungen mehr zulässt.

Grüße
Det

P.S. Die deutlichste Klangverbesserung erzielst Du m.E. mit einer stabilen, massiven Zarge. Da ist das Originalding doch eher bescheiden...
raphael.t
Inventar
#3 erstellt: 18. Okt 2006, 07:12
Hallo Zappi!

Der Dual 721 ist ein hochwertiger Direkttriebler, bitte investiere in diesen Dreher und lass dir vom Händler um Gottes Willen nichts aufschwatzen! Der 721 ist neben dem 704 der einzige Plattenspieler von Dual mit höhenverstellbarem Tonarm. Ein wertiges Gerät aus der Hochzeit von Dual!
Den Project Debut soll er sich behalten, mitsamt dem AT 95, das genauso klingt, wie es aussieht. Besser klingen als der Dual 721?! Niemals!
Welches System ist denn am 721 montiert?!
Vielleicht bekommst du noch eine originale Nadel dazu, wie Det richtig schreibt, war ursprünglich ein V 15 III montiert, ansonsten wäre ein AT 120 durchaus zu empfehlen.
Ein blaues AT 110 ist zwar billiger, doch der Dual hat was Besseres verdient.
Trenne dich auf keinen Fall vom Dual, denn was meinst du, ist der Wiederverkaufswert eines Project-Debut nach fünf Jahren im Vergleich zum Dual 721?!
Außerdem gibt es bei Project oft Probleme mit den Tellern
(Höhenschlag) und ich weiß, wovon ich rede.
Ich besaß den 1, den 1.2, den 2 und den 6 von Project.
Heute habe ich keinen mehr. Bei den kleineren Typen neigen die Teller leider zu einem deutlichen Höhenschlag. Vielleicht entsteht das auch erst nach Jahren und ist beim Verkauf noch nicht zu sehen. Höre dich im Netz um, Project und Höhenschlag ist leider ein Thema.
Dafür haben die Project ein recht gutes Lager, auch die Tonarme sind durchaus empfehlenswert.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 18. Okt 2006, 08:01
Hallo!

Ein Dual 721 im einwandfreiem Technischen Zustand mit einem guten System (Mit einem AT 120 ist der Plattenspieler noch lange nicht ausgereizt) wie z.B, einem Goldring G1042 spielt in einer ganz anderen Klasse als ein Pro-Ject debut der selbst mit dem gleichen System weit abgeschlagen wird. Der Tonarm des Duals (so 100%ig in Ordnung) ist einem kleinen Pro-Ject Tonarm wie der auf dem debut verbauten klar überlegen. Der Gleichlauf und der Rumpelabstand des Duals sind weit besser als der des Pro-Jects. Das AT95E ist ein Billigsystem das Qualitativ etwa mit einem OMB 5 gleichzusetzen ist (natürlich mit völlig anderer Abstimmung) An deiner Stelle würde ich den Dual behalten und mein Geld in ein gutes System stecken, das bringt erheblich mehr als ein Pro-Ject debut. Um einen 721 zu Toppen mußt du erheblich tiefer in die Tasche greifen. Der einzige Grund einen Dual gegen einen debut zu tauschen wäre m.E. der Basteltrieb, für einen Tuner ist ein 721 wohl ein sehr langweiliger Plattenspieler da es eigentlich nichts zum Modifizieren gibt daß klangliche Vorteile verspricht. Aber falls daß bei dir der Fall ist. würde ich dir raten einen debut gebraucht über Ebay zu besorgen und den Dual zum Vergleich zu behalten, falls es dir jemals gelingen sollte den Pro-Ject auf das Niveau des Duals zu bringen sage ich nur "Hut ab"

MFG Günther
ad2006
Inventar
#5 erstellt: 18. Okt 2006, 08:30
Mach Dir den Dual passend. Der kleine Project ist schlechter!
wolfgang-dualist
Stammgast
#6 erstellt: 18. Okt 2006, 10:49
Hallo,

auch von mir wirst Du hören, behalte den Dual.

Schlage Deinem Händler doch mal vor, den Dual mit identischem System gegen den Project bei ihm probe zu hören.

Sofern Dein Dual sich in gutem Zustand befindet, glaube ich kaum, dass Du Dich für den Project entscheiden wirst.

Vielleicht wird der Hifi Händler danach, die noch recht moderaten Preise in der Bucht für den 721 in die Höhe treiben.

Lese mal diesen fast 30 Jahre alten Testbericht durch, falls du ihn nicht ohnehin kennst.

http://wega.we.funpic.de/721T/

Selbstverständlich ist der 721 nicht das Ende der Fahnenstange, aber er ist schon ein tolles solides Gerät, mir dem mann auch nach dreißig Jahren noch toll Musik hören kann.

Schau mal im Dual Forum vorbei, da gibt es recht viel zum 721.

Bis denne

Wolfgang
pet2
Inventar
#7 erstellt: 18. Okt 2006, 12:53
Hallo,

eigentlich muß man schon davor warnen, solche sogenannten Fachgeschäfte überhaupt zu betreten.
Die Behauptung der billigste Project Plattenspieler würde besser klingen als das zur Vinylhochzeit hergestellte Dual Spitzenmodell ist einfach nur dreist.
Eine Freundin von mir wollte nur die Nadel eines Dual 1218 überprüfen lassen.
Ich hatte ihr aus meinem Bestand eine NOS Ersatznadel montiert.
Er verschwand kurz mit dem System und verkündete dann, daß die Nadel völlig abgenutzt sei (nach etwa 10 Stunden Benutzung ), das System nicht mehr Zeitgemäß (die meisten heute Vertriebenen Systeme sind so gesehen nicht mehr zeitgemäß), zudem würde es sich auch nicht lohnen überhaupt noch etwas in einen so alten Plattenspieler zu investieren aber er hätte gerade zufällig einen wunderschönen Project Debut da .
Den 1218 hätte er vermutlich dann bei Ebay entsorgt .


Gruß

pet
Zappi
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 18. Okt 2006, 13:00

wolfgang-dualist schrieb:

(...)
Schau mal im Dual Forum vorbei, da gibt es recht viel zum 721.

Bis denne

Wolfgang

Hallo Herr Kollege ,
hallo an alle übrigen,

vielen Dank Euch allen für die (beruhigenden) Tipps. Im Dual Board bin ich bereits Mitglied, da ich neben dem 721 noch einen Dual 1249 sowie einen 1218 in Betrieb habe.

Ich habe die Frage gezielt hier gestellt, da ich mir Feedback von Pro-ject Nutzern erhofft habe, danke Raphael als Ex-Nutzer . Dass überzeugte Dual-Fans und dual-board-Mitglieder mir zum Behalten meines 721 raten, habe ich fast vermutet.

Ich selber bin von meinem 721 recht angetan. Er wurde nicht nur in den Schrank gestellt, sondern gespielt, das kann man an der Zarge erkennen (Metallschild vorne etwas Lack ab). Aber der Zustand ist klasse, insbesondere das Innenleben und die Technik sind nach neu eingestellter Anti-Skating-Funktion tadellos, mal abgesehen von dem Gegengewicht. Da bin ich unschlüssig, ob die Aufhängung innen nicht defekt ist.

Es ist ein Sumiko Oyster System montiert, das recht gut klingt. Es fehlt etwas die Höhenbrillianz, aber nicht störend.

Fürs erste bekommt der 721 mal ein AT 110 E spendiert, auch zum Vergleich mit dem Sumiko System.

Dann wiederum dachte ich, falls es sich lohnt - deswegen das Thema - eine andere Zarge und später mal noch ein etwas besseres System. Da dies mit finanziellem Aufwand verbunden ist, kam halt der Gedanke, was ich für 200,- bis 300,- EUR an Neuware oder gebrauchter "modernerer" Ware wohl bekomme und ob das Festhalten am Dual angezeigt ist.

Grüße Felix
DrNice
Moderator
#9 erstellt: 18. Okt 2006, 13:07
Moin!

Gerade wegen des recht unkritischen Tonarms mit der Höhenverstellung ist der 721 für Experimente mit verschiedenen Systemen geradezu prädestiniert. Über die Qualität des Debut braucht man nicht zu diskutieren. Es ist ein Einsteigergerät und dem Topmodell von Dual ganz klar unterlegen. In der heutigen Marktsituation würde der Preis eines in Deutschland produzierten 721 in die Tausende gehen - also lass' ihn Dir nicht madig machen.
raphael.t
Inventar
#10 erstellt: 18. Okt 2006, 14:01
Hallo Felix!

Den 6er Project würde der Dual 721 nicht bügeln, aber umgekehrt auch nicht, die kleineren Projecte wohl schon.
Der Dual 721 ist ein Beispiel deutscher Wertarbeit, der Project ist zwar dem Namen nach Österreicher, stammt aber aus der angeblich weltweit größten Plattenspielererzeugung (Tesla)in Tschechien. Was noch nichts Böses bedeutet, und der Debut ist ein anständiger Plattenspieler-- verglichen mit den kleinen Kunststoffbombern -- die man z.B. bei Conrad noch kriegt.
Ich habe auch einige Tesla-Erfahrung, und die Tellerproblematik mit dem Höhenschlag war schon bei Tesla gegeben.
Fairerweise muss ich dazu sagen, dass der Project 2 meines Freundes voll in Ordnung ist, auch mein 6er war das.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Janophibu
Stammgast
#11 erstellt: 26. Okt 2006, 10:26

Zappi schrieb:

Aber der Zustand ist klasse, insbesondere das Innenleben und die Technik sind nach neu eingestellter Anti-Skating-Funktion tadellos, mal abgesehen von dem Gegengewicht. Da bin ich unschlüssig, ob die Aufhängung innen nicht defekt ist.


Abhilfe bei schief hängenden 2x Anti Resonator:

Im Mittelpunkt des Gewichtes befindet sich eine kleine Madenschraube. Mit ihr kann man die Lage des Gewichtes verändern. Drehung im Uhrzeigersinn bewirkt ein Anheben des Gewichtes. Man muss lediglich den Metallbügel abnehmen (große Schraube an der Unterseite), um an die Madenschraube zu gelangen.
Zappi
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 30. Okt 2006, 10:35
Hallo Janophibu,

danke für den Hinweis. Habe dummerweise die obere Schraube aufgemacht und arge Schwierigkeiten mit dem erneuten Zusammensetzen gehabt. Die Feder konnte ich nicht mehr korrigieren, das Gewicht hängt hinten ab.

Wenn ich die Madenschraube korrigiere, schwingt das innere Gewicht natürlich nur noch bedingt.

Habe mich allerdings von dem Gedanken befreit, das Gegengewicht in einen perfekten Zustand zu versetzen. Negative Auswirkungen habe ich noch nicht bemerkt, zumal der Spieler trittschallsicher aufgestellt ist.

Gruß Zappi
Janophibu
Stammgast
#13 erstellt: 30. Okt 2006, 12:18
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