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Tonabnehmer für Dual 721

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Amy20
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 08. Dez 2008, 08:34
Guten Morgen,

ich bin ganz frischer Besitzer eines Dual 721 (mein erster Plattenspieler). Er läuft 1a nur leider ist kein Tonabnehmer dabei.

Jetzt suche ich eben einen neuen Tonabnehmer.

Mein System besteht aus einem NAD 315BEE und Kef iq30.
Ich suche also einen fein auflösenden Tonabnehmer.

Bekomme ich im Bereich von 40€ etwas klanglich gutes?

Ich dachte an das AT 110 bzw. 120, oder das Nagaoka MP 10 bzw. 311 oder an ein Ortofon.

Könnt ihr mir´etwas empfehlen?

Gruß Amy
raphael.t
Inventar
#2 erstellt: 08. Dez 2008, 11:57
Hallo Amy!

Ein blaues AT 110 wird um den Preis schon drin sein.
Das spielt für den Anfang schon ganz anständig und ist meiner Meinung nach besser als ein Ortofon OM 10 um den gleichen Preis.
Wobei man das OM später durch die 30er oder gar 40er Nadel aufwerten kann, wenn man Geld hat und die Ansprüche gestiegen sind.
Denn dein Dual 721 --- ein wertiger Plattenspieler --- ist mit einem billigen System sicher nicht ausgereizt, doch für den Einstieg in die analoge Welt ist ein AT 110 durchaus brauchbar.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Metal-Max
Inventar
#3 erstellt: 08. Dez 2008, 12:05
Ich empfehle dir das Nagaoka MP10. Das passt sehr gut zum Arm des 721, kommt um 45€, spielt sehr schön für den Preis und verträgt Nadeln bis zum MP20, womit eine spätere Aufrüstung rel. günstig wird.
Amy20
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 08. Dez 2008, 12:17
Hi,

danke für die Antworten. Was ist denn der Unterschied zwischen dem Nagaoka 311 und dem Nagaoka MP 10?
Kann man den Nagaoka 311 auch durch eine andere Nadel aufrüsten?
sound56
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 08. Dez 2008, 12:20
Früher wurde der DUAL mit dem Shure V15/3 ausgerüstet.

Vielleicht findest du dieses System noch, neu damals DM 160,-
Metal-Max
Inventar
#6 erstellt: 08. Dez 2008, 12:32
Das Nagaoka 311 kenne ich gar nicht.
Amy20
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 08. Dez 2008, 12:40
Metal-Max
Inventar
#8 erstellt: 08. Dez 2008, 12:48

Amy20 schrieb:
Das ist der hier:

http://www.williamth...173-182_p5720_x2.htm


Keine Ahnung, wie das mit Ersatznadeln dafür aussieht, aber von diesem System würde ich dir auch abraten, an den eher leichten Tonarm des 721 passt es nicht wirklich gut, dafür ist es zu hart aufgehängt (Compliance 10).
Amy20
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 08. Dez 2008, 13:34
Ach so. Woher weiß man denn wie leicht der Tonarm ist? Haben die Dual alle unterschiedliche Tonarme?
Metal-Max
Inventar
#10 erstellt: 08. Dez 2008, 13:42
Die 12xx, 7xx, 6xx, 5xx, 4xx von Dual haben, soweit ich weiß, alle relativ leichte Tonarme, die Unterschiede sind in Lagerung und Justage-Möglichkeiten, es sei denn, sie haben ULM (Ultra Low Mass)- Arme, an die können dann nur ULM-System montiert werden.
Amy20
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 08. Dez 2008, 13:56
Jetzt noch eine ganz blöde Frage. Muss die Nadel für jedes System passend gekaut werden oder kann man irgendeine nehmen?

So eine hätte ich noch rumliegen und ein altes Dual DMS 200 auch, würde das passen?

Nadel
fibbser
Inventar
#12 erstellt: 08. Dez 2008, 14:01
Hi Amy,

vom DMS 200 würde ich absehen, das ist echt was für die Tonne.

mWn. kann man auch das AT 110 später mit höheren Nadeln (bis 150?) aufrüsten.

Wie schon im D-B geschrieben, sollten Dir die AT von der Klangcharakteristik gefallen (dynamisch, recht Detail reich, etwas auf Kosten eines wuchtigen Basses)
Amy20
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 08. Dez 2008, 14:03
Hallo,

wenn man das später aufrüsten kann wäre das natürlich gut.

Mich würde aber schon interessieren ob man das DMS 200 mit der Techicsnadel betreiben könnte. Oder braucht jedes System eine spezielle Nadel?
fibbser
Inventar
#14 erstellt: 08. Dez 2008, 14:09
Ich kenne die Techniks-Nadel nicht.

Das DMS ist ein System von Audio Technika, das mit geringen Modifikationen mit vielen AT-Nadeln versehen werden kann.

Normalerweise brauchen Systeme verschiedener Hersteller auch NE (Nadeleinschübe) des gleichen Herstellers und hier auch innerhalb der gleichen Serie, sonst passt einfach die Aufnahme nicht.

Es gibt Ausnahmen, z.B. Dual/AT, Dual/Ortofon, aber auch hier passt nicht Alles auf Alles
Hörbert
Moderator
#15 erstellt: 08. Dez 2008, 18:06
Hallo!

@Amy20

Sorry, aber ich finde daß deine Preisvorstellung von gerade mal 40 Euro und deine Forderung nach einem fein auflösendem System einfach nicht zusammenkommen.

Eigentlich hätte ein CS-721 besseres verdient als ein 40 Euro Einsteigersystem, ein gutes tönal schon recht stimmiges System mit recht guter Auflösung wäre z.B. das Ortofon Vinyl Master silver das gut in den Tonarm passen würde. Allerdings etwa sechs mal soviel kostet wie du ausgeben willst.

Du solltest also entweder deine Preisvorstellung revidieren oder aber keine allzugroße Erwartung an die Qualität stellen, -natürlich kann man auch mit einem 40 Euro-Abtaster Musik hören- aber feine Auflösung, tonale Stimmigkeit, tiefen. trockenen Baß und ähnliche Attribute sollte man da nur eingeschränkt erwarten.

Der CS-721 ist ein Spitzenplattenspieler der das technisch machbare der Hochzeit der Analogen Schallplattenwidergabe repräsentiert und kann -im technisch einwandfreiem Zustand-, heute noch in der Plattenspieler-Spitzenklasse mithalten.

MFG Günther
lini
Inventar
#16 erstellt: 08. Dez 2008, 19:23
fibbser: Obacht, AT110E und AT120E gehören zu unterschiedlichen AT-Serien. Und beim AT120E gibt's auch tatsächlich viele Aufrüstmöglichkeiten durch eine große Anzahl passender, besserer Originalnadeln - aber beim AT110E sieht's da vergleichsweise dünn aus. Meines Wissens gab's dafür als Upgrade-Möglichkeit nur noch die ATN115E, und zu dem Ding hab ich leider überhaupt keine Daten. Wahrscheinlich schiene mir aber ein elliptischer Schliff mit 0.3 x 0.7 mil - und es dürfte wohl ein gebondeter Diamant sein...

Amy: Du bist Dir hoffentlich bewusst, dass Dein Verstärker keinen Phono-Eingang hat, Du also noch einen entsprechenden Entzerrer-Vorverstärker brauchst, oder?

Metal-Max: Keine Sorge wegen dem 321er-Nagaoka. Die dynamische Compliance sind hier auch wieder mal "japanisch gemessene" 10 cu, also bei 100 Hz - macht bei 10 Hz ungefähr das Doppelte...

Grüße aus München!

Manfred / lini
fibbser
Inventar
#17 erstellt: 08. Dez 2008, 19:25

lini schrieb:
fibbser: Obacht, AT110E und AT120E gehören zu unterschiedlichen AT-Serien. Und beim AT120E gibt's auch tatsächlich viele Aufrüstmöglichkeiten durch eine große Anzahl passender, besserer Originalnadeln - aber beim AT110E sieht's da vergleichsweise dünn aus. Meines Wissens gab's dafür als Upgrade-Möglichkeit nur noch die ATN115E, und zu dem Ding hab ich leider überhaupt keine Daten. Wahrscheinlich schiene mir aber ein elliptischer Schliff mit 0.3 x 0.7 mil - und es dürfte wohl ein gebondeter Diamant sein...

Manfred / lini


Au Hoppela, da hätte ich doch fast einen falschen Tipp gegeben

Herzlichen Dank für die Aufklärung, wieder was gelernt...
Metal-Max
Inventar
#18 erstellt: 08. Dez 2008, 20:55

lini schrieb:


Metal-Max: Keine Sorge wegen dem 321er-Nagaoka. Die dynamische Compliance sind hier auch wieder mal "japanisch gemessene" 10 cu, also bei 100 Hz - macht bei 10 Hz ungefähr das Doppelte...

Grüße aus München!

Manfred / lini


Und wieder was gelernt.

Gruß, Max
Amy20
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 09. Dez 2008, 08:10
Hi,

stimmt einen Phono Pre brauche ich auch noch. Da werde ich dann wohl den PP2 von Nad nehmen.

Also dann nahme ich wohl das AT 120.
Fhtagn!
Inventar
#20 erstellt: 10. Dez 2008, 19:53
Das AT-110 kannst du überhaupt nicht (sinnvoll) aufrüsten.

Vom AT-120 würde ich absolut die Finger lassen, ist ein scheiss-System. Klingt plärrig und scheppernd.

In der Preislage ein Shure M97xE für knapp 85€ neu (Bucht) oder lieber gleich ein Ortofon VinylMaster White, das kannst du noch bis zur Spitzenklasse (silver) aufrüsten.

Ich würde das VinylMaster White nehmen, der Dual hat das schon verdient.

Ich hab hier noch ein AT 110e rumliegen, hat kanpp 60 Stunden runter....

Gruß
HB
Blechdackel
Stammgast
#21 erstellt: 10. Dez 2008, 21:04
An Fhtagn!

An welchem Spieler/Tonarm hast du ein AT 120 E überhaupt gehabt oder gehört?

Mein AT 120 klingt nicht so wie beschrieben.
Tendenziell ein bisschen heller als ein Shure M 91 M-GD ist es schon aber nicht plärrig.
Es entlarvt gerne Schwachstellen der Platte über die ein altes Shure ein bisschen gnädiger hinweg geht.
Aber auch nur ein bisschen.

Heiko
Fhtagn!
Inventar
#22 erstellt: 10. Dez 2008, 21:09
Gehört an Braun PS-450 / PS 500.

OK, vielleicht etwas hart geurteilt, aber für das Geld gibts wirklich besseres...
Mit den alten Shure kann ich sowieso rein gar nichts anfangen, überhaupt nich mein Geschmack.

Tonabnehmer kaufe ich doch lieber neu, dann hat man auch keine schrottigen Nachbau-Nadeln wie die ganzen V15 Fans .

Wie gesagt, das neue 97er Shure ist gut, die Ortofon Mittelklasse ist meiner Meinung nach aber der Preis/Leistungs Killer.
AT habe ich auch noch am gange, finde die auch nicht wirklich schlecht, gerade das 110 bietet fürs Geld echt guten Klang.
Aber den guten Dual würde ich nicht damit ausstatten.



[Beitrag von Fhtagn! am 10. Dez 2008, 21:13 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#23 erstellt: 10. Dez 2008, 21:46
Hallo,


Fhtagn! schrieb:

Tonabnehmer kaufe ich doch lieber neu, dann hat man auch keine schrottigen Nachbau-Nadeln wie die ganzen V15 Fans .

Das kann ich so nicht stehen lassen!

Ich will mich nun nicht als eingefleischter Shure V15/III - Fan bezeichnen.
Aber was das Shure mit einer Jico-SAS - Nadel aus den Platten herausholt, ist unglaublich.
Vor allem in der sauberen Abtastung (wenig Verzerrungen) ist diese Kombi echt ungeschlagen.
Es mag viele schlechte Nachbaunadeln für das System geben, aber die Jico-SAS ist über jeden Zweifel erhaben und wahrscheinlich mindestens genauso gut wie die originale elliptische VN35E.

Zum Vergleich habe/hatte ich u.a. folgende Systeme: Audio Technica AT13EAv, Dual/AT DMS 242 E; Denon DL-160.

Klanglich kann die Shure/Jico - Kombination meiner Meinung nach nicht ganz mit dem DL-160 mithalten, obwohl es sehr, sehr gut klingt.
Aber wie gesagt, abtasttechnisch ist es echt der Hammer!


Und: An den Dual 721 dürfte das optimal passen!!
Ich will es jedenfalls an meinem Dual 1246 nicht mehr missen.


Gruß
Benjamin
Fhtagn!
Inventar
#24 erstellt: 10. Dez 2008, 22:15
War klar, dass ein V-15-Jico Verfechter auftaucht .

Die Dinger sind soo billig aber auch nicht, oder?

Und nachdem die V-15 Systeme hier im Forum gehyped wurden bis zum geht-nicht-mehr (die Threads dazu kann man guten Gewissens als Religionsstiftend bezeichnen) kann man die doch vergessen.
In der Bucht gehen die zum Teil für 60+ € weg. Für ein über 30 Jahre altes System. Mit alter Nadel.
Alles incl. ist man dann schon im Bereich des Ortofon VM Red in neu.


HB
Hörbert
Moderator
#25 erstellt: 10. Dez 2008, 22:28
Hallo!

@Fhtagn!

Nur das du eben mit einem VM-red noch lange nicht auf dem Qualitätsniveau eines alten V-15/III bist. Um da hinzukommen solltest du eher zumindestens das Ortofon VM-silver oder gar das Ortofon 2M-black ins Auge fassen. Obwohl ich einige recht gute neuzeitliche Systeme hier habe, (Ortofon Rondo-bronze, Ortofon 2M-black, Lyra Dorian, Benz-Micro ACE-L u.s.w.) hat das Shure V-15/III genau wie das Elac D-796 bei mir seinen festen Platz.

Klanglich kann man sich über diese Systeme natürlich trefflich streiten, ähnlich wie Grado Systeme mag man sie oder auch nicht. Qualitativ sind sie m.E. nur mit aktuellen Systemen der 500 Euro Klasse vergleichbar, nicht mit einen (zugegebenermaßen in seiner Preisklasse recht gutem) VCM-red, Grado Prestige-silver oder anderen Systemen dieser Preisklasse, diese entstprechen eher einen AT-13 EAV um mal einen Vergleich mit einem älterem System das recht verbreitet war zu machen.

MFG Günther
CyberSeb
Inventar
#26 erstellt: 11. Dez 2008, 00:20
Hach ja, toller Thread hier ...

Zum V15+Jico und AT120E von mir nur so viel:

Heute wollte ich einen Dual 491 mit meinem alten AT120E an einen Kumpel verkaufen. Nachdem er die Jico am 701 gehört hat war die Sache für uns beide gegessen - keine Chance. Das AT120E klang wirklich plärrig und nicht sauber. S-Laute zischelten, der Hochton war "klirrend vordergründig" - kurz: es klang nach Schallplatte. Die Kombi V15-III+Jico tastete dagegen wie ein CD-Player ab ...

Dass er das Gerät (Dual 491) nicht mitgenommen hat war mir recht, wirklich hergeben mag ich es auch nicht.

Möglicherweise liegt beim AT120E schon ein gewisser Verschleiß vor, das kann sein. Ich habe es seit 2005 im (sporadischen) Einsatz. Trotzdem, bevor ich jetzt ein AT120E für 80 Euro kaufen würde, würde ich lieber rund 130 Euro für ein V15-III + Jico ausgeben.

Außerdem gehört an den 721 ein V15, sonst nix!

Gruß, Seb


[Beitrag von CyberSeb am 11. Dez 2008, 00:21 bearbeitet]
sigma6
Inventar
#27 erstellt: 11. Dez 2008, 00:23
Hi,

eine schöne Alternative für den 721 ist auch das (alte) Ortofon M20, neue Nadeln gibt´s immer noch für 50,- € und das System ist auf dem 721 um Längen besser als die genannten AT
lini
Inventar
#28 erstellt: 11. Dez 2008, 03:34
Nur fürs Protokoll: Mein Sermon zum AT120E (und AT110E) weiter oben war nur ein Einwurf zwecks Faktenkorrektur, möge also bitte nicht dahingehend verstanden werden, dass ich es für eine besonders gute Wahl für einen CS721 hielte...

Plärrig, scheppernd und unsauber sollte ein AT120E aber trotzdem nicht klingen. Falls doch, würd ich da mal auf Problemsuche gehen - etwa in Sachen kapazitive Last...

Seb: "Ein V15, sonst nix" - och... Freilich eine gute, klassische Wahl - aber andere Hersteller-Mütter haben auch schöne Tonabnehmer-Töchter. Und der Arm am 721er bietet sich ja auch durchaus für viele Kombinationsmöglichkeiten an...

Grüße aus München!

Manfred / lini
raphael.t
Inventar
#29 erstellt: 11. Dez 2008, 09:08
Hallo!

Ich kann Hörbert nur zustimmen, was er nämlich übers
VM Red schreibt. Es kommt nicht an ein V 15 III heran, überhaupt nicht.
Habe unter anderem einen Dual 701.

Vor kurzem hat mich ein HIFI-Freund aus dem Dual-Board besucht (Dominik) und zwei TKs (Dual-Tonkopfträger) mitgebracht.
Auf einem war ein Shure V 15 III montiert, auf dem anderen ein ehemals nicht ganz billiges Audio Technica Sl 20.

Ich habe auf meinen TKs ein Philips 412 /III, ein Project K 6 (entspricht etwa Grado Silver/Gold) und ein VM Red.

Nun, unsrer Meinung nach klang das Shure V 15 III am allerbesten von den getesteten Systemen.
Da passte einfach alles, der Bass, die Mitten, die Höhen.
Da AT SL 20 (oder 20 SL??) hatte Klasse, keine Frage, aber berührt hat mich das Shure emotional mehr.

Das Philips 412/III ist ein gutes MM, kann jedoch mit dem Shure nicht mithalten, auch wenn es noch so bummst im Bass.

Das Project/Grado hat wunderschöne Klangfarben, aber eine begrenzte Räumlichkeit und Dynamik.

Das Vinylmaster Red hat eine gute Dynamik (da fehlt einem wirklich nichts), in den Mitten fehlt mir jedoch der Schmelz, dafür sind die S-Laute in den Höhen manchmal übermütig.

Alle Systeme passen technisch zum Arm und sind sorgfältig nach allen Regeln der Kunst justiert worden.

Selbstverständlich ist meine Meinung subjektiv, doch erwächst sie aus Erfahrung.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


[Beitrag von raphael.t am 11. Dez 2008, 09:10 bearbeitet]
fibbser
Inventar
#30 erstellt: 11. Dez 2008, 09:30
Hi,

ich hatte vor längerer Zeit da V15IV, die Weiterentwicklung des III.

Ich konnte diesem System im Vergleich zu einem AKG P8ES SuperNova nichts abgewinnen. Zumindest an meiner damaligen Kette klang das Shure eingedickt im Bass, hatte viel zu zurück haltende Mitten, die Höhen waren ausgedünnt, verhangen und mir fehlten die Details, ich habe es recht schnell wieder verkauft.

Aber wie gesagt, ist Alles Geschmacksache, für mich hatte es halt nicht gepasst
stbeer
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 11. Dez 2008, 10:25
@Fibbser,

ja, das AKG P8ES SuperNova war schon ein sehr feines System; allerdings auch nicht besonders alterungsbestaendig!

Als Alternative laeuft bei mir nun ein ORTOFON 540MK2 (a.k.a. VM Silver).

Stefan
fibbser
Inventar
#32 erstellt: 11. Dez 2008, 10:36

stbeer schrieb:
@Fibbser,

ja, das AKG P8ES SuperNova war schon ein sehr feines System; allerdings auch nicht besonders alterungsbestaendig!

Stefan


Mit 2 Nadeln lief es immerhin erst 7 Jahre, dann 7 Jahre Pause, dann 2 Jahre, dann war die zweite Nadel auch a.A. (Cantilever gebrochen ). Stimmt also was Du sagst.


stbeer schrieb:
@Fibbser,

Als Alternative laeuft bei mir nun ein ORTOFON 540MK2 (a.k.a. VM Silver).

Stefan


Wie macht sich das im (gedanklichen) Vergleich?

Ich suche nämlich immer noch ein ähnlich klingendes mit gleich guter Auflösung...(kann man ja auch an den 721 machen

Denn das 8ES war wirklich was Feines
raphael.t
Inventar
#33 erstellt: 11. Dez 2008, 10:59
Hallo Leute!

Das VM-Red hat deutlich an Musikalität zugenommen dadurch,
dass ich den VTA verändert habe.
Eine dünne Filzmatte über die (nicht orginale) 701 Gummimatte drüber, den Armlift leicht verändert und nun sind der Bass präsenter und gleichzeitig die Spitzen bei S-Lauten milder geworden.
Den Effekt schreibe ich weniger dem Material Filz zu als vielmehr dem leicht veränderten Eintauchwinkel der Diamantnadel in die Rille.
Das Red produziert einen transparenten Klang, wie ich ihn von früheren AKGs (oder auch Elacs) kenne, der, wenn er nur leicht in Richtung Höhen überpräsentiert wird, lästig werden kann.

Grüße Raphael
stbeer
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 11. Dez 2008, 12:32
@Fibbser,

ich wollte damit ausdruecken, dass ich mit dem 540MK2 (= VM Silver) einen zum P8ES SuperNova sehr aehnlich klingenden Nachfolger gefunden habe.

@Raphael,
wenn die Hoehen "ueberrepraesent" sind, ist offensichtlich die Eingangskapazitaet des Phonovorverstaerkers zu hoch! Also niederkapazitives Phonokabel verwenden oder einfach das Kabel auf das notwendige Mass kuerzen. Meine Verbindung zum Phono-VV ist nur 20cm lang und mit grossem Querschnitt sehr verlustarm; dadurch geloest, dass der Plattenspieler direkt auf dem Phono-VV steht.
Das VM Red (= 520MK2) hatte ich auch mal; es spielt jedoch im Hochtonbereich bei weitem nicht so quirlig wie das VM Silver (= 540MK2).

Stefan
raphael.t
Inventar
#35 erstellt: 11. Dez 2008, 14:31
Hallo Stefan!

Danke für den Tipp! Solche Tricks sind mir bekannt.
Die können auch helfen.
Bei einem Kenwood KR 9400 (Mitte der 70er) passt wahrscheinlich die Kapazität.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Hörbert
Moderator
#36 erstellt: 11. Dez 2008, 19:37
Hallo!

@fibbser

Jezt wir des etwas schwierig, einen echten Nachfolger für ein AKG P-8ES Super-Nova zu einem vertretbaren Preis ist eigentlich nicht zu finden. Klare Durchhörbarkeit ohne Höhenpräsenz wie es das AKG bot sind heutzutage einer recht hohen Preisklasse vorbehalten.

Wie stbeer schon schrieb hat das VM-silver (540MK2) eine gewisse Ähnlichkeit, leider m.E. aber auch einen etwas präsenteren Hochtonbereich. Etwas besser wäre es da mit einem Goldring Eroica LX L (oder H HX, das ist die High-Output Variante) bestellt das eher an die tonal recht gute Ausgewogenheit des AKG herankäme, allerdings mit etwas ausgedünnteren Mitten.

Alle diese Wünsche wären zwar bei einem Benz-Micro ACE-L (oder H) mehr als erfüllt aber das System kostet dann auch gleich über 550 €, nicht jedermanns Etat für ein System ist da groß genug.

Daß das V15/IV bei dir so schlecht geklungen hat kann ich mir eigentlich nur mit einer abgenudelten Nadel oder mit einer fehlanpassung (entweder Kapazitiv oder es war ein total unpassender Tonarm im Spiel) erklären. Obwohl gerade das V-15/IV für mich den Tiefpunkt der gesamten V-15 Reihe markiert (III und V finde ich wesentlich besser) klingt es immer noch recht gut, ausgedünte Mitten, verhangene Höhen und aufgedickten Tieftonbereich kenne ich bei den Shures nur in einem viel zu schwerem Tonarm-, oder mit entschieden zu hoher Auflagekraft betrieben.

MFG Günther
Fhtagn!
Inventar
#37 erstellt: 11. Dez 2008, 19:42
Ahem, ist es nicht so, dass ihr mit euren Jico-V15 Combos im Grunde ein Jico System habt?

Nur mal so ketzerisch angemerkt.

Ohne original Shure Nadel ist das auch kein original System.

Immerhin ist der Generator nicht der klangbestimmende Teil des Ganzen, sondern der Diamant mit seinem spezifischen Schliff und Träger.


Haakon
Hörbert
Moderator
#38 erstellt: 11. Dez 2008, 20:11
Hallo!

@Fhtagn!

Zumindestens teilweise hast du recht, die verbaute Abtastnadel ist zum großen Teil das klangbestimmende Element. Aus diesem Grund bin ich bislange noch nicht auf Jilco Nadeln oder ein Shibata-Retipping ausgewichen sondern habe mir bislang für viel Geld NOS-Originale besorgt. (Ebenso beim Elac D-796) Allerdings betreibe ich gegenwärtig das V-15/III nur mit einer NOS HE-Nadel da ich trotz aller Bemühungen keine MR-Originalnadel mehr auftreiben konnte. (Das war auch einer der Gründe warum ich mir ein Lyra-Dorian mit MR-Schliff zugelegt habe.)

Allerdings hat auch der Generator einen gewissen Einfluß (m.E. allerdings nicht mehr als ca. 40%) und mit einem gut gemachten Originalersatz wie von Jilco kommt man offenbar recht nahe an das gewünschte Ergebniss heran.

MFG Günther
Fhtagn!
Inventar
#39 erstellt: 11. Dez 2008, 20:36
Na, das Lyra Dorian hätte ich auch gerne.

Irgendwie ist der TE wohl schon ausgestiegen, die Eigendynamik dieses Freds hat mal wieder überhand genommen .

Ich will mal abschliessend sagen, dass ich die VM Ortofons wegen ihrer problemlosen Aufrüstbarkeit als ideal für gute alte Dreher sehe, wenn kein überdurchschnittlicher Phono-Vorverstärker vorhanden ist.

Da der TE den NAD PP2 kaufen will, ist für ein hochwertiges MC eh kein Bedarf.

Ich denke auch nicht, dass er/sie sich mit den Feinheiten der V15-Ersatznadelbeschaffung auseinandersetzten will .

Darum mein Rat an den TE: Kein AT kaufen, wenn das Geld wirklich soo knapp ist lieber ein VM White kaufen.

Zur not ein AT 110e nehmen, das ist vom Preis her unschlagbar.

Ansonsten Shure M97xE oder besser Ortofon VM Red/Silver.

Gruß
Haakon
lini
Inventar
#40 erstellt: 11. Dez 2008, 20:37
Günther: Jilco? Ist das 'ne Mischung aus Jico und Jelco?

Grinsegrüße aus München!

Manfred / lini
stbeer
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 11. Dez 2008, 20:58
@Fibbser,

dann hoer' Dir doch mal das hier an.

Stefan

Edit: Link korrigiert.

2. Edit: Du findest einen funktionierenden Link im Hoerbeispiel-Threat.


[Beitrag von stbeer am 11. Dez 2008, 22:28 bearbeitet]
rosi
Stammgast
#42 erstellt: 12. Dez 2008, 00:15
Hallo sigma6,

zu deiner Empfehlung, eine M20 Nadel zu nehmen.
Soweit ich weiss gibt es keine "original" Ersatznadel.
Dachte ich bis jetzt, nu hab ich zwei Anbieter im Netz gefunden, die solches verkaufen. Kann man denen trauen?
Vielleicht hat noch jemand Erfahrung mit diesen "Originalen" gemacht...

Grüße Rosi

PS: Is vielleicht einen neuen Beitrag wert

fibbser
Inventar
#43 erstellt: 12. Dez 2008, 09:00
@Rosi

Ich hatte vor ca. 1/2 Jahr bei Willi Thakker eine originale E-Nadel bekommen, Preis war 69€, glaube ich
fibbser
Inventar
#44 erstellt: 12. Dez 2008, 09:07

Hörbert schrieb:
Hallo!


ausgedünte Mitten, verhangene Höhen und aufgedickten Tieftonbereich kenne ich bei den Shures nur in einem viel zu schwerem Tonarm-, oder mit entschieden zu hoher Auflagekraft betrieben.

MFG Günther


Hm, das kann es möglicherweise gewesen sein. Es war überwiegend an einem Kenwood KD 990 (eff. Masse 22g) montiert.

Aber auch an einem Harman Kardon T35c mit sehr leichtem Tonarm hatte es mich irgendwie nicht überzeugt, da fehlte irgendwie die Direktheit, ich hoffe Du weißt was ich meine

Verstärker war damals ein Yamaha A 1020, eigentlich bekannt für einen sehr guten und nieder kapazitiven Phono-Zweig.

Allerdings hatte ich auch sehr Bass starke LS (Sansui XL 500) dran.

Evtl. hat es auch nur nicht zum Rest der Kette gepasst.

Ich meine, irgendetwas muss ja an den großen Shures dran sein, sonst würden nicht so Viele von ihnen schwärmen
Hörbert
Moderator
#45 erstellt: 13. Dez 2008, 18:44
Hallo!

@Fhtagn!

Was das VM-silver für den CS-721 betrifft hättest du bei dieser Tonabnehmerwahl meine uneingeschränkte Zustimmung. In Anbetracht des Tonarmes eines CS-721 wäre jedes Zeitgenössische System darunter m.E. eine ernorme Verschwendung der Plattenspielerqualität, -aber das ist jedermanns eigene Sache, es gibt bestimmt auch User die mit der Qualität eines AT-110 oder eines OMB-5 recht gut leben können.

@fibbser

Ich denke mal das du damit recht hast daß der Rest der Kette und das Shure nicht miteinander harmonierten.

Oder aber du kannst dem Klangbild des Shure in der Tat nichts abgewinnen. So gut die Shure-Systeme auch sein können, eines sind sie ganz sicher nicht, -neutral und unspektakulär wie z.B. ein großes Ortofon oder Benz Micro ab dem ACE-. Man kann das Klangbild einen V-15/III mit Original NOS-Nadel schon als rundlich und freundlich gegenüber der menschlichen Stimme bezeichnen, ähnlich einem großen Grado, -allerdings mit wesentlich mehr Auflösung und Dynamik-.

@lini

Stimmt, gemeint war selbstverständlich Jico, das l hat sich wohl eingeschlichen.

MFG Günther
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