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alte Audiocassetten überspielen ?

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Dreizack
Stammgast
#1 erstellt: 16. Jan 2007, 15:30
Hallo,
kann man das Überspielen von alten Audiocassetten empfehlen ? Ich habe noch eine größere Anzahl von Chrombändern aus der Zeit von ca. 1986-1995, welche damals größtenteils schlecht aufgenommen wurden und daher schlecht klingen. Es handelt sich hier um die bekannten Bänder von BASF, TDK und Maxell. Im Fachhandel sind ja kaum noch gute Bänder zu bekommen. Bei Ebay werden Cassetten teilweise zu Mondpreisen gehandelt. Gibt es bzgl. der Lebensdauer von Magnetbändern eigentlich Erfahrungswerte?

Gruß Dreizack
sternette
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 16. Jan 2007, 17:11
Moin!
Also, ich ueberspiele auch Baender aus de 70ern und fruehen 80ern, natuerich klingen die nicht so prall wie jetzt z.B. Baender, welche erst bis 10 Jahre alt sind.
Aber Du hast schon recht, wenn Du sagst, dass die neuen Baender nicht mehr so hochwertig sind, allerdings wuerde ich das eher auf die Haltbarkeit als auf den Klang beziehen...
Aber probiere es doch einfach aus und da es Chrombaender sind, ist die Chance auf Erfolg doch eher hoch, oder?
adrianus
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 16. Jan 2007, 21:55
Hallo sternette,

ich habe mir in der letzten Zeit einige alte Bänder (TDK-SA90 und Maxell XL-II) über die Bucht besorgt und sie mit Liedern aus den 80ern bespielt. Also meine Erfahrungen waren durchaus positiv. Vorausgesetzt man macht sich auch die Mühe, jedes Band mit Vormagnetisierung entsprechend einzustellen.

Wenn ich das Equipment, was ich heute habe, vor 20 bis 30 Jahren gehabt hätte, wären meine alten Aufnahmen auf meinen BASF-Bändern sicherlich auch super gewesen.

Gruß
adrianus
flyingfuse
Stammgast
#4 erstellt: 16. Jan 2007, 21:59
verdammt, und ich habe fast alle meine selbstbespielten Kassetten weggeschmissen
sternette
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 17. Jan 2007, 01:56
@adrianus:
Ich habe auch gehoert, dass die Maxell-Dinger recht gut sein sollen (waren die denn bespielt oder "neu"?).
Und natuerlich kommt es auf das Equipment an: ich habe ein TEAC V6030 S (kratzt an der High-End-Schicht) und damit laesst sich das beschissenste Band akzeptabel bespielen, was man von dem TEAC W600 R (eher Mittelklasse) nicht behaupten kann...
gdy_vintagefan
Inventar
#6 erstellt: 17. Jan 2007, 12:17
Also, mit dem Überspielen von Bändern aus den 70er Jahren (AGFA, BASF) habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Selbst bei den Chrombändern waren die Höhen verzerrt, und es gab eine hohe Dropout-Rate, einige Bänder (AGFA Low Noise & Stereochrom) ließen sich fast gar nicht mehr richtig bespielen.

Anders sah es aus mit den Chrom- und teils Normalbändern aus den 80ern. Abgesehen von mechanischen Problemen (AGFA Superferro, komplette BASF-Reihe) klappte es prima, d.h. das Bandmaterial war meistens noch in einem 1A Zustand.

Ich gebe auch die volle Empfehlung für:
Maxell UDXL II, XL II, UD II, XL II-S (80er)
TDK SA, SA-X (80er, Ausnahme: einige SA-X ab 1988 leierten mal)
Von BASF rate ich nur deshalb ab, weil gerade die Kassetten aus den 80ern gern mal zu mechanischen Problemen (Quietschen etc.) neigen. Das Band war ansonsten immer OK.

Die letzten Aufnahmen machte ich vor ca. 6 Jahren. Habe mich inzwischen ganz von der Kassette getrennt und meine Schätzchen erst natürlich gelöscht und dann als gebrauchte Leerkassetten versteigert, die Käufer waren zufrieden.

Damals verwendete ich Kassettendecks aus den 90ern (Akai, Yamaha, Denon).
Mit sehr hochwertigen Decks aus den 80ern konnte ich teilweise noch bessere Ergebnisse erzielen (Anfang der 90er bespielte ich mal 70er-Jahre-Bänder von AGFA neu).


[Beitrag von gdy_vintagefan am 17. Jan 2007, 12:22 bearbeitet]
adrianus
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 17. Jan 2007, 22:44
@sternette:

Also, die Bänder waren ausnahmslos bereits bespielt. Es waren überwiegend Bänder von Ende 1970 bis ca. Mitte/Ende 1980. Ich habe diese Bänder mit einem Sony TC-K770ES - auch gebraucht beschafft - bespielt.

Letztens habe ich eine neue Maxell XL-II und eine Sony UX-S, beides 90 Min.-Bänder, mit Material aus den 70er und 80ern bespielt. Für mein Hörgefühl war es durchaus gut. Trotzdem bin ich der Meinung, die Aufnahmen auf den bereits alten bespielten Bändern klangen trotz des Alters noch ein wenig "knackiger".
Es könnte daran liegen, dass die Bänder in den 80ern einer anderen Produktion unterlagen. Vielleicht hat man sich damals mehr Mühe gegeben. Schließlich wollte ja jeder sein Produkt am Markt gut positionieren.
Dreizack
Stammgast
#8 erstellt: 18. Jan 2007, 18:06
Na dann sind meine Bänder ja noch gar nicht so alt. Bei mir gehts ja erst 1986 los. Ich frage mich allerdings ob sich meine Bänder in absehbarer Zeit evtl. allerdings auflösen. Es kann ja durchaus sein, daß noch gute Aufnahmen machen kann aber in einigen Jahren diese nicht mehr abhören kann, weil sich inzwischen das Band aufgelöst hat.

Ich verstehe das Einstellen der Produktion von Audiocasseten der Magnetbandhersteller nicht. Es werden überwiegend nur noch billige FE-Bänder produziert. Die noch erhältlichen Chrombänder (TDK,Sony) sollen angeblich mitlerweile von schlechter Qualität sein. Auf jeden Fall fehlen bei TDK SA und Sony UXS die Abschirmbleche hinter den Andruckfilzen. Da die Magnetbandhersteller ja bekanntermaßen den Weltmarkt bedienen und nicht nur Deutschland, dürfte doch wohl auch heute noch ein gewisser Absatzmarkt für gute Audiocassetten vorhanden sein. Schließlich würde es ja reichen wenn ein einziger Hersteller (z.B. Maxell) die Produktion (z.B. Maxell XLII-S, MX) wieder aufnimmt.

Dreizack
adrianus
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 18. Jan 2007, 21:32
@dreizack:

Im Moment ist es wohl so, dass in diversen Elektronik-Märkten wieder produzierte Maxell XL-IIS mit 60 Min. Länge angeboten werden. Welche Qualität diese haben, habe ich noch nicht getestet. Ich weiß auch nicht, ob das Abschirmblech bei diesen dabei ist. Käme auf einen Kaufversuch an.

Die Preise belaufen sich meines Wissens nach auf 3,50 € für ein 2er-Pack. Produktion hat, glaube ich, in GB stattgefunden. Die Cassetten haben aber definitiv nicht mehr das große Sichtfenster in der Mitte, sondern Standart. Vielleicht gibt es ja jemanden hier, der schon was zu diesen Cassetten sagen kann.
gdy_vintagefan
Inventar
#10 erstellt: 18. Jan 2007, 23:55

adrianus schrieb:
Wenn ich das Equipment, was ich heute habe, vor 20 bis 30 Jahren gehabt hätte, wären meine alten Aufnahmen auf meinen BASF-Bändern sicherlich auch super gewesen.


Und wenn ich mein Equipment, das ich vor 15-16 Jahren hatte, weiter betrieben hätte (anstatt "moderneres" Equipment zu kaufen), dann hätte ich meine Kassettenaufnahmen sicher nicht entsorgt, sondern sie wären heute noch hörbar gewesen.

Wahrscheinlich gibt es deshalb nicht mehr so viele bzw. so gute Leerkassetten, weil aus rein wirtschaftlichen Gründen das Angebot reduziert wurde. Nur noch relativ wenige verwenden Kassettenrecorder zum Aufnehmen.
Als ich mich von der Kassette trennte (1998-2003 nach und nach), hatte ich gerade einen neuen Audio-CD-Recorder. Heute werden nur noch wenige Geräte dieser Art produziert, und entsprechend mager sieht es mit dem Angebot an dafür geeigneten Rohlingen aus. Bin froh, entsprechend Vorrat an CD-RWs zu haben.


[Beitrag von gdy_vintagefan am 18. Jan 2007, 23:58 bearbeitet]
sternette
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 19. Jan 2007, 01:01
Bloederweise weiss ich nicht, wie man hier Texte anderer zitiert, vielleicht kann mir da mal jemand einen Tipp geben...

@Michael:
Das mit den wirtschaftlichen Gruenden wollte ich auch schon sagen, denn der Grund fuer schlechte Qualitaet oder Prduktionseinstellung liegt eigentlich auf der Hand:
Geld, Geld, Geld!
Die Prduktion wird eingestellt, wenn der Absatz nicht mehr so gross ist,wie vor 10 oder 20 Jahren und schlaue Manager wundern sich und sagen: "Da muessen wir umdenken und die Produktion ganz schnell einstellen, da Tapes nur noch 19 Mio. und nicht mehr 20 Mio Jahresumsatz bringen!!!
Oder wir sparen die Defizite bei der Qualitaet ein und wenn wir jedes Jahr ein bisschen mehr sparen, dann schaffen wir eine kuenstliche Absatzsteigerung. Ist das nichts???"
-"Jaaa, wir wollen die totale Gewinnmaximerung...!"

Naja, auf jeden Fall glaube ich zu wissen, warum eine Investition in ein 30 Jahre altes Auto sinvoller ist, als in ein mit Elektronik vollgestopftes Wundergefaehrt auf vier Raedern: Ich kann auch in 20 Jahren noch auf meinen MB W123 setzen, waehrend das aktuelle DC-Modell schon lange dem Elektroniktod erlegen ist.
Es sei denn, die Jungs von DC kommen und schuetten mir Zucker inn Tank, weil sie jetzt schon bereuen, mal eine Zeit lang die technischen Erungenschaften zu Gunsten des Kunden ausgenutzt zu haben und nicht ueberlegt haben, dass die aktuelle Strategie, sprich: Schrott bauen, der max. 5 Jahre haelt, viel umsatztraechtiger ist.

Und so ist es doch mit Allem...
Stichwort: SOLLBRUCHSTELLE... hmm, lecker!
Fhtagn!
Inventar
#12 erstellt: 19. Jan 2007, 15:28
Hi,

wie oben schon gesagt, mit Tapes aus den 80ern hatte ich nie Probleme, allerdings wurden die Aufnahmen immer etwas besser, wenn ich vor Neuaufnahme das komplette Band gelöscht habe. Hatte damals so einen Cassetten-Löschgerät von Conrad, das ging immer sehr gut.

MfG
HB
kempi
Inventar
#13 erstellt: 19. Jan 2007, 15:36
In Rundfunkarchiven wurden wertvolle Aufnahmen nach einiger Zeit tatsächlich auf neue Bänder kopiert. Dadurch wurde ein "Altern" der Aufnahme durch Lösch- bzw. Dämpfungseffekte des auf der Spule aufeinanderliegenden Bandes vermieden.
Heute werden analoge Aufnahmen digital (auf DAT oder Festplatten) gespeichert.
adrianus
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 19. Jan 2007, 21:54
@sternette:

Um zu zitieren mußt du nur oberhalb des jeweiligen Postings auf "Zitat" klicken. Danach bekommst du das Antwortfenster mit dem dazugehörigen Text aufgemacht.

@Fhtagn:

Ein vorheriges Löschen der Altaufnahmen ist doch bei höherwertigen Tapedecks nicht nötig. Ich nehme auch mal an, dass dies nicht zwangsläufig zu besseren Aufnahmen führt. Ab einer bestimmten Anzahl von Überspielungen wirst du auch auf guten Cassetten keine vernünftigen Aufnahmen mehr erzielen, da das Band dies nicht mehr hergibt.
Fhtagn!
Inventar
#15 erstellt: 19. Jan 2007, 22:05
Ich fand die Leerstellen zwischen den Liedern besser. Kein subtiles Durchscheinen der alten Aufnahmen mehr.
Ehrlich gesagt bin ich froh mit Tapes nichts mehr zu tun zu haben .
flyingfuse
Stammgast
#16 erstellt: 20. Jan 2007, 12:32
Wer noch neue Metallbänder sucht:

Bei meinem Elekro(rammsch)laden habe ich heute ein paar originalverschweißte TDK-Kassetten (Metal, 60 Min, 1979, Japan, 1 Euro) gefunden.

Ein Exemplar habe ich mir mal zum Testen mitgenommen. Leider habe ich aber kein vernünftiges Gerät mehr zum Be- und Abspielen.
Kinddernacht2000
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 20. Jan 2007, 21:44
Also ich hab mit Sony Metall Cassetten die besten Erfahrungen gemacht. Habe letzte Woche ein Tape neu bespielt und hat sich top angehört...

Gruß Benny
DOSORDIE
Inventar
#18 erstellt: 21. Jan 2007, 00:49
Das mit den wirtschaftlichen Gründen ist ja nicht nur bei Cassetten so. Man sehe sich z.B. mal Radiorecorder an. Ende der 70er konnte man auch die Noname Geräte kaufen und die waren trotzdem wertig und gut, die alten Sachen von Universum sind sowas von robust gebaut und taugen auch was. Bei Sharp tuts mir leid, die meiner Meinung nach schönsten Recorder wurden zwischen 1979 und 1983 gebaut, danach gings stückweise abwärts. Das sieht man an den Features und an der Verarbeitung.

So hat der GF9595 von 1979 viel Metall aussen, einen doppelte Pegelanzeige, die Möglichkeit kanalgetrennt auszusteuern und ebenso eine kanalgetrennte Pegelanzeige, man kann bis 9 Titel mit Pausensuchlauf vor oder zurückspulen, die Tasten vom Cassettendeck sind robuste feste riesige Einrasttasten, über das Bandlaufwerk könnte man mit nem Panzer drüberfahren, ausserdem hat man Loudness. Der beste Radiorecorder aller Zeiten würde ich sagen, und wohl der Erste mit Digitalanzeige für Radio, mit Wecktimer und Puffer für Uhrzeit und Senderspeicher mittels 3 Mignonzellen. Man kann sogar nen Plattenspieler daran anschliessen, Antenneneingang, ne Überspielbuchse und ein und Ausgang zum Anschluss an eine Stereoanlage, Anschlüsse für ein Stereomikro mit Remoteleitung und zusätzlich an der Front eine 6,5er Buchse für ein Mikro, damit man es als Durchsageverstärker oder Playbackmaschine nutzen kann. Hätte das Tapedeck einen höheren Frequenzgang könnte man das Gerät durchaus als HiFi Cassettendeck benutzen, der Tuner hat die Eigenschaften eines guten Autoradios und klingt an einer Anlage genauso wie ein guter HiFi Tuner, Cassette klingt über den integrierten Verstärker großartig, über externe aber relativ dumpf. 10 Batterien und eine Leistungsaufnahme von 40 Watt, wiegt mit Sicherheit 10 kg. Wie aus Stahl das Teil. Anschlussmöglichkeit für 12 V an die Autobatterie.

Das Nachfolgemodell GF9797 von 82 oder so sieht zwar besser aus, hat nur eine LED Kette, man kann nicht kanalgetrennt aussteuern, Loudness fehlt, das Cassettendeck ist immernoch sehr hochwertig, aber kommt an das große schwere vom Vorgänger nicht ran. Es hat dagegen leichtgängige mickrige Soft Touch Tasten und man kann nur einen Titel vor oder zurückspulen, die Lautsprecher sind nicht so hochwertig, klingen plastischer. Die Front beinhaltet mehr Plastik, nicht mehr so viele Anschlussmöglichkeiten, die Mikro Mixing Buchse ist auf 3,5 mm geschrumpft. Ich glaube das Gerät ist auch leichter, möglicherweise sind auch 3,2 Ohm Lautsprecherausgänge daran, wie beim GF8787, dem kleineren Modell, das ist dann viel zu leise wenn man da 4 oder 8 Ohm Boxen dran anschliesst, der 9595 hat 4 Ohm Buchsen.

Und auch spätere Modelle sind dann immer mehr abgespeckt, selbst die großen, es gab immer weniger Anschlussmöglichkeiten, die Cassettendecks waren oft koreanische Standartdecks mit schlechterem Gleichlauf und ohne Titelsuchlauf und auch ein Anschluss für ein externes Gerät wurde immer seltener, immer mehr Plastik und die Schrottkisten von Heute gefallen mir garnicht mehr, das einzige was ziemlich gut ist, ist der Boomblaster von JVC, wobei man, wenn man ins innere sieht auch merkt, dass die Hochwertigkeit gegenüber diesen alten Prachtschiffen stark nachgelassen hat, auch das Plastik ist wesentlich schlechter, als das bei den alten Geräten.

Andererseits muss man aber sehen, wie günstig man heute schon was Gutes bekommt, also was, was gut klingt, den Boomblaster mit mp3, Full Logic Cassettendeck mit Autoreverse, Aux, Gitarren, Mikroeingang, Fernbedienung ordentlich Power und 12 V Anschluss für die Autobatterie und Tuner mit 30 Senderspeichern bekommt man bereits ab 179 Euro bei ebay. Wenn man die Inflation sieht dann wäre das 1979 ungefähr das gleiche in DMark gewesen, dafür hat man zu der Zeit zwar was gut verarbeitetes bekommen, aber das war dann klanglich nicht mit den Riesendingern zu vergleichen und hatte auch nicht die Features der großen. Ein GF9595 hat damals 998 DM gekostet, soweit ich weiß, das würde man dafür wenn es ein vergleichbares Gerät noch gäbe mindestens 1000 Euro kosten und die blecht heute niemand mehr für nen Radiorecorder, wenn man nen Boomblaster schon so günstig kriegt, soll er halt so lange halten wie er will in ein paar Jahren gibts doch eh wieder was Neues.

Für gute Cassetten gab es preislich früher keine Grenzen, es gab Bänder für über 30 Mark und limitierte Sondereditionen mit Goldrand die noch viel teurer waren. In den Entwicklungsländern, wo die Cassette noch großen Zuspruch findet hat niemand so viel Geld für Leercassetten und mehr als 10 Euro würde ich auch nicht für ein gutes Metallband hinlegen, TDK SA und Sony US-X, die in den 80er Jahren bis 10 Mark gekostet haben bekommt man heute fürn paar Cent, kein Wunder dass da Abstriche gemacht werden, und denen in den Entwicklungsländern isses bestimmt auch schnurz ob da nun Ferro oder Chrom Band drin ist, auch in den westlichen Ländern geben kaum noch Leute Geld für Cassetten aus, die die sie besitzen werden überspielt wenn man mal welche fürs Auto braucht, das ist ja auch für die Meisten der letzte Ort wo sie noch Cassetten hören und Leute, die noch welche kaufen, sehen meistens auch nicht ein noch richtig Asche hinzublättern, wenn sie nen CD Rohling der eigentlich besser klingt für 20 Cent kriegen und DVDs vielleicht fürs Doppelte. Das rentiert sich einfach nicht.

Und mir isses ehrlich gesagt auch ziemlich schnurz ob da nu Super Shock Absorbing Mechanism und haste nich gesehen draufsteht, hauptsache das Band taugt was und das Gehäuse ist nicht schwerläufig. Und Schrauben?! Wofür denn? Ich hab keine Geräte mehr, die so schlecht sind, dass das Band reissen könnte, und wenn dann ist die Cassette schwerläufig und das liegt eh immer am Gehäuse oder wie bei den alten AGFAs an diesen Plastikfolien die zwischen Gehäuse und Band liegen, damit es sich besser aufwickelt, die sind bei AGFA nämlich teilweise aus so nem merkwürdigen Zeug das aufquillt, wenn man die gegen Plastik tauscht oder einfach rausnimmt, dann laufen die wieder einwandfrei. Um den Andruckfilz zu reparieren, wenn das Filzteil abfällt braucht man das Gehäuse nicht öffnen. Wenn Klang und Gleichlauf dadurch nicht beeinträchtig werden kann ich mit diesen verbilligten Varianten sehr sehr gut leben, das schont nämlich mein Konto.

Ich liebe die Cassette und unterwegs benutze ich nichts anderes, deshalb schwöre ich auch auf Walkman und alte Ghetto Blaster, es ist ein Ritual Mixtapes zu machen, ihnen ausgefallene Namen zu geben und sich zu freuen, wenn bei allen Liedern der Pegel möglichst gleich, keine Knackser zwischen den Aufnahmen und der Klang gut ist (Wahnsinn eigentlich wie gut der sein kann), wenn man das Rauschen mal ausser acht lässt höre ich da, wenn das Deck gut eingemessen ist - und da ist das GX75 ja ziemlich individuell - sowieso keinen Unterschied zum Original, vielleicht manchmal leichte Unreinheiten in den Höhen, aber die hat man bei Schallplatten auch oft, bei 4,75 cm/sek ist das aber weiter garnicht verwunderlich, da wundert es mich eher, dass man damit überhaupt solche Werte erreichen kann. So lange Typ II Bänder und auch noch für den Preis verfügbar sind, bin ich zufrieden, ich kann da zu alten Bändern des selben Typs keinen klanglichen Unterschied feststellen, oft habe ich eher das Gefühl die neuen sind sogar besser. Ich benutze die alten Cassetten eher aus Prestige als wegen Klangunterschieden.

Gerade wegen der Verarbeitung und dem Design machen sie viel mehr her, als die neuen. Und sogar wenn eine Cassette mehrmals bespielt wurde, wenn sie pfleglich behandelt und immer nur in guten Decks abgespielt wurde, dann bleibt die Bandqualität auch relativ konstant, die Aufnahme wird immer schlechter, völlig unterschiedlich wie schlecht, manchmal hört man es nur, wenn man Dolby einschaltet, dass sie überhaupt etwas gelitten hat und manchmal ist es ganz Krass, kommt auf die Lagerung an, auf die Temperaturumschwünge, auf die Bewegungen und Erschütterungen, die das Band erlitten hat, Magnetfelder, etc. Ich hab ne Cassette, die hab ich 2002 aufgenommen und die lag Jahre lang ohne Hülle auf dem Boden meines Ranzens, die sieht völlig kaputt aus, es sind Teile rausgebrochen, aber das Band ist noch eins A, die Aufnahme noch immer wie am ersten Tag, würde ich die jetzt neu bespielen, dann würde die Aufnahme zu nem neuen Band keinen großen Unterschied machen. Macht das mal mit ner CD.

Ich hab auch Cassetten die sind fast 40 Jahre alt, Originale, welche der ersten Stereocassetten, eine von The Move, die ist von 1972, kann man immernoch gut hören, weils dem Band gut geht und weil sie gut gelagert wurde. Ich habe sogar das Gefühl, dass Cassetten die man öfter mal abspielt länger die Aufnahmequalität halten, als Bänder die Jahrelang nur im Schrank lagen, vorrausgesetzt, die Abspielgeräte taugen was und die Köpfe sind nicht magnetisiert.

Ich habe auch den Tick nie was auf meine Mixtapes draufzuschreiben wegen der Schönheit des Gehäuses, wenn da son hässlicher Papierstreifen auf dem Gehäuse klebt siehts nich mehr so schön aus, vor allem die alten TDK SA-X oder Maxell UD. Ich nehme einfach für jedes neue Mixtape einen anderen Typen oder eben den selben Typen aus einer anderen Generation so kann ich all meine Cassetten die ich so unterwegs mitnehme unterscheiden. Da steckt auch einfach viel mehr Liebe drin. Eine gebrannte CD ist kein Erfolgserlebnis und die Stücke die darauf sind, verjähren viel schneller, weil man garnicht so genau auswählt was man drauf macht, das geht alles viel zu schnell... bei Cassetten spule ich teilweise sogar zurück, wenn ich grad was aufgenommen hab, wo ich mir dann während der Aufnahme schon denke, dass es doch irgendwie garnicht so toll ist, wie ich vorher dachte.

Und ich denke auch ob alt oder neu, ob bespielt oder unbespielt spielt überhaupt keine Rolle, man kann selbst mit einem einfachen Tapedeck und guten Bändern die in Ordnung sind schon sehr gute Aufnahmen machen.

Mir ist auch aufgefallen, dass das Band so 4 gleichmßig aufgeteilte Streifen kriegen, also längs von vorne bis hinten. Manche behaupten das läge an zu viel Druck von der Andruckrolle oder wenn die Spindeln zu fest ziehen. Wenn die Spindeln zu fest ziehen hat man aber ja eigentlich den Schwerpunkt zwischen Andruckrolle und Spindel, das würde aber nicht erklären, dass da so Streifen im Band sind. Mir ist aber irgendwann aufgefallen, dass die Streifen die gleiche Form haben wie das Kopfsiegel, wahrscheinlich entstehen sie durch die Tonkopfabnutzung und dadurch entstehende Unebenheiten, Qualitätsverlust habe ich dadurch aber noch nicht bemerkt, selbst bei ganz alten Cassetten, ich glaube auch dass das nicht weiter tragisch ist, weil da wo die Streifen sind ja auch eigentlich gar keine Informationen auf dem Band gespeichert sein dürften, das ist ja eigentlich eine grafische Aufteilung der Spuren mehr oder weniger... Ist zumindest meine Vermutung dazu. Wollte ich nur mal loswerden, weil das die meisten Cassetten haben, die schon ein paar mal gespielt wurden, und damit meine ich nicht nur meine eigenen, manche haben sogar Wellen an den Bandrändern, aber auch das beeinflusst die Wiedergabe selten, weil am äusseren Bandrand ebenfalls keine Informationen gespeichert sind und ein Gerät mit anständigem Bandlauf das auch gut beheben kann.

Nun fällt mir nichts mehr ein. So lange es noch Cassetten zu kaufen gibt (nicht nur Typ I, da wäre ich dann auch dagegen, die Bänder klingen zwar auch schon ziemlich gut, aber sie rauschen lauter und das muss ja nicht sein, ausserdem lassen die Aufnahmen schneller nach, habe ich den Eindruck) und in Radiorecordern und Kompaktanlagen oder Autoradios noch Cassettendeck integriert werden heißt dass auch, dass die Cassette noch benötigt wird, wenn ich irgendwann ins Kaufhaus gehe und da sehe ich sowas nicht mehr, dann weiß ich, es dauert nicht mehr lange und dann mach ich mir Gedanken, aber ich denke, das dauert noch so 4 oder 5 Jahre. Aber wenn ich ins Regal sehe und die letzte Cassette liegt da und wird auch nicht mehr nachgefüllt, dann glaube ich, für einen Moment bleibt mir das Herz stehen, denn dann ist ein guter alter Freund gestorben, zumindest im Leben der anderen, für mich wird er Leben, so lange ich die Möglichkeit hab, meine Tapedecks am Laufen zu halten oder günstig irgendwo welche zu beziehen und das wird die nächsten 10 Jahre sicherlich auch kein Problem.

So Liebe Freunde der Analogtechnik. Ich verabschiede mich. Schlaft gut, mir fallen so schon die Augen zu...

Liebe Grüße, Tobi
adrianus
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 21. Jan 2007, 12:45
Hi Tobi,

ich habe mit großem Interesse deinen Bericht gelesen und fühle mich nun auch nochmal angespornt, etwas zu diesem Thema zu schreiben.

Ich nehme nun mittlerweile seit 1978 Musik auf Cassetten auf. Das sind jetzt fast schon 30 Jahre. Obwohl ich erst spät zur Musik gekommen bin, da war ich schon 15 Jahre alt, war ich damals sofort begeistert. Dabei fing alles mit einem Radiorecorder (Mono) zum Geburtstag an. Am nächsten Tag bin ich sofort in die Stadt gefahren und habe mir die ersten beiden Cassetten (Memorex Chrom 90er) besorgt. Warum ich gleich mit Chromcassetten angefangen habe? Nun ich hörte zu diesem Zeitpunkt einem Gespräch zwischen einem Verkäufer und einem Kunden zu. Der Verkäufer riet dem Kunden wegen des besseren Klangs lieber Chromcassetten zu kaufen.

Im Laufe der Jahre habe ich dann mein Equipment weiter verbessert. 1984 kaufte ich mir das erste gute Tapedeck (Onkyo TA-2500). Kostete mich ein Vermögen. 1.000 DM waren für einen Azubi viel Holz. Da habe ich lange dran gespart. Ich glaube fast 1 Jahr. Das besitze ich aber nicht mehr.

1986 legte ich mir dann ein Kenwood KX880G zu. Preis war glaube ich ca. 750 DM. Aber da war ich schon ausgelernt, so dass es leichter zu finanzieren war. Auch das besitze ich nicht mehr. Habe beide Tapedecks 2001 verkauft.

Im Laufe der Jahre habe ich nun ca. 250 Cassetten angesammelt und mir bei jeder so viel Mühe gegeben, dass meine jeweiligen Freundinnen jedesmal ausgeflippt sind, wenn ich wieder neues Material zum Aufnehmen bekam. Dann sind immer etliche Stunden ins Land gegangen, bis wirklich alles perfekt auf's Band kopiert war. Anschließend fand dann noch die Beschriftung statt, und zwar ordentlich mit einer Schreibmaschine. Einleger rein und losgetippt.

1997 legte ich mir dann einen Minidisc-Recorder (Sony JE-700) zu. Jetzt bestand so gar die Möglichkeit eine fast 1:1 Kopie von jeder CD zu fertigen. Man war das ein Hörgenuss. Ich habe mir dann 2001 noch einen höherwertigen MD-Recorder (Sony JA333ES) zugelegt. Dieser bot gleich so viel Möglichkeiten, die Aufnahmen zu beeinflussen, dass eigentlich keine Wünsche offenbleiben. Beide Geräte habe ich heute noch.

Vor ca. 1 1/2 Jahren habe ich mich dann nach langer Abstinenez wieder für meine Cassetten interessiert. Ich stellte aber fest, dass mein Tapdeck (Kenwood KX-7050) von der Bandgeschwindigkeit extrem langsam war. Also, mal eben kurz bei Ibäh ein neues geordert. Sony TC-K770ES. Und was soll ich sagen, ich war und bin bis heute begeistert, welche Klangqualität auf Cassetten möglich sind.

So, das war mein Senf zu den letzten knapp 30 Jahren. Wär schön, wenn einer von euch auch mal aus seinem Leben entsprechend berichten könnte.

Gruß
adrianus
DOSORDIE
Inventar
#20 erstellt: 21. Jan 2007, 14:35
Hi, adrianus

Schöne Geschichte, du erzählst aus der Zeit, die mich selbst auch sehr fasziniert, auch was die Musik angeht, in den 80er Jahren gab es sogar sehr schöne Schlager, die ich heute eher als schnulzige deutschsprachige Synthiepop Musik bezeichnen würde, man konnte ZDF Hitparade gucken ohne dass einem schlecht wurde und Bands die ihren Ursprung in der Punkszene hatten waren auf kommerziellen Chart und Schlagersamplern mit drauf. Indie, Wave, Pop, Rock, Metal... man kann aus dieser Zeit eigentlich alle Musikrichtungen hören und es gibt in jeder viel Gutes, auch wenn man mal in die Charts sieht, heute ist Popmusik ein Schimpfwort.

Ich muss aber leider sagen, mein Wissen über die ZDF Hitparade habe ich nur über 3sat, die all die Jahre die alten Folgen mit dem Dieter dem Thomas dem Heck wiederholt haben und ich bin erst 1986 geboren.

Mein erster Radiorecorder war einer von Grundig, den bekam ich zu meinem 5. Geburtstag, er hatte Doppelcassettendeck, High Speed Dubbing, Postfader, ein ziemlich gutes Empfangsteil und ordentliche Klangeigenschaften. Das Teil von meinem Vater von Novex, das ich kaum hochheben konnte (ich habs bei ebay schon oft unter namen wie SANTANA oder INTERFUNK mit leicht veränderter Optik) war aber schöner, so mit Pegelanzeige über 2 Zeigerinstrumente und viel mehr Hebeln und Schaltern zum spielen, aber irgendwann wars dann halt kaputt und es musste was neues her. Meine ersten Aufnahmen habe ich mit 4 gemacht, aus dem Radio, meistens habe ich hr4 gehört, als Kind bin ich voll auf Schlager und Volksmusik abgefahren, vielleicht habe ich deshalb auch so einen "toleranten" Musikgeschmack, im Moment höre ich viel Indie, aber immer kann ich das auch nicht. Als Kind fand ich es lustig, wenn man bei Aufnahmen zwischendurch mal die Pausetaste so halb reindrückte, dadurch hebte sich die Andruckrolle und das Band lief schneller wodurch dann Scratchähnliche Effekte in den Liedern auftauchten, heute wenn ich alte Aufnahmen durchhöre (wo interessanterweise ein paar Sachen drauf sind, von denen ich bis heute nicht weiß von wem die sind und die seitdem wahrscheinlich auch nicht mehr im Radio liefen) dann ärgere ich mich, wenn da sowas mit bei ist, aber das meiste ist ja sowieso uninteressant, wie gesagt größtenteils tatsächlich Schlager und Volksmusik, ein paar Bänder habe ich aufgehoben, des ideellen Werts wegen.

Nach dem Grundig kam dann meine erste Kompaktanlage, das war Weihnachten 93, da war ich 7, die war im Übrigen schlechter als der Grundig, wenn man Aufnahmen machen wollte, musste man aufpassen, dass die Dubbing Taste nicht auf High Stand, denn egal ob ob man vom Radio, von Platte, von CD aufnehmen oder eine Cassette kopieren wollte, stand die Taste auf High lief die Cassette doppelt so schnell und dementsprechend klang dann die Aufnahme um die Hälfte zu langsam, sowas passierte beim Grundig nicht. Der Grundig hatte noch echte Automatische Aufnahmeaussteuerung und der Pegel ist in modernen Tapedecks immer höchstmöglich auf der Peak Anzeige zu betrachten, klanglich sind die Aufnahmen für einen Radiorecorder auch ziemlich gut. Bei dieser Kompaktanlage hingegen leuchteten höchstens die ersten beiden Segmente auf, wenn man die Aufnahmen auf einem guten Tapedeck abspielte, der Plattenspieler hatte eine Plastiknadel ohne Gegengewicht, gut dass ich damals nur Kinderplatten damit gehört habe, sonst wären die guten Sachen (Rumours von Fleetwood Mac, Maffay, Stones etc.) alle hin.

Dann kam eine Kompaktanlage von JVC, das war 97, da war ich 11, die lebt bis heute noch, steht im Schlafzimmer und wird als Wecker und als Fernsehtonverbesserer benutzt, manchmal auch zur Aufnahme von Radiosendungen, da ein Aufnahmetimer vorhanden ist, an den Quadralboxen klingt sie verdammt gut. Nach Gebrauchsanweisung hat das Gerät weniger als 0,9% Harmonische Verzerrung und 2x25 Watt RMS, für eine Kompaktanlage schon ziemlich gut. Alles ist komplett fernbedienbar und das Teil hat echt geniale Features. 800 Mark waren für ein Kind allerdings auch ne Menge Holz. Aber sie wars auf jeden Fall wert.

Nachdem ich ein paar Altgeräte abgegriffen hatte, hatte ich dann sowas wie meine erste Bausteinanlage, ein Fisher Tapedeck, ein kleiner Technicsverstärker und der CD Player von meiner alten Schneideranlage, dazu selbstgebastelte Boxen und das Highlight ein Technics SL BD 20, endlich konnte ich anständig Platten hören, fing auch an mir selbst welche zu kaufen, meine erste selbstgekaufte Platte: DIE NEUE TANZMUSIK IST DA DA DA , präsentiert von Bild, skurille Mischung, NDW halt. Die Geräte waren eben alle unterste Einstiegsklasse, das Tapedeck bot den Vorteil der Handaussteuerung, allerdings kam nie der Pegel raus, den man einstellte, aber immerhin konnte ich im Gegensatz zur Kompaktanlage und zum Radiorecorder schon wirklich gute Aufnahmen machen und das mit allen 3 Bandsorten, das Tapedeck hatte 39 cm, der CD Player war noch kleiner und er ging tiefer als das Tapedeck, die Anlage sah aus wie eine Pyramide, und dann der Plattenspieler obendrüber, der dann wieder 43 cm hatte...

98 kam dann ein Baustein dazu, ein Sharp MiniDisc Recorder, er war runtergesetzt auf 399 DM im Mediamarkt, ich war begeistert und schlug zu, natürlich mit der Unterstützung der Eltern, Nach über 40 MDs, die hier so rumfliegen und die ich selten höre wurde das Ding irgendwie immer weniger wichtig. Er verkam zum Partygerät, hat auch so einige Macken äusserlich, aber er funktioniert immernoch, an meiner Hauptanlage im Wohnzimmer ist er aus Platzgründen garnicht mehr angeschlossen, nur noch in der Küche, im Wohnzimmer ist der PC, die Revox PR99, Tapedeck, Plattenspieler, CD Player, Videorecorder und Tuner. Die MD konnte sich bei mir gegen die Cassette nicht durchsetzen. Dafür hing ich zu sehr an ihr. Zwischendurch tauschte ich die Komplette Anlage meiner Eltern gegen meine aus (GRUNDIG V7000, T7000 und JVC Tapedeck und CD Player aus den 90ern), meine Eltern hörten so wenig Musik, dass es ihnen nicht mal auffiel, dass meine Geräte in ihrem Rack standen, selbst als sie sie anschalteten merkten sie es nicht. Erst nach Jahren kam mein Vater zwischendurch in mein Zimmer und meinte "JVC? Ist das nicht von mir?!" mit einem "Öhm... ja, mein Cassettendeck nimmt nicht mehr richtig auf, da hab ich mir halt deins geliehen..." bekam ich die Antwort "Achso, aber stellste bitte wieder zurück...", So war die Sache abgetan.

Mit 14 kaufte ich einen Fisher CA860 Verstärker für 100 Mark in einem Gebrauchtwarenladen, der war dann schon etwas größer als der kleine Technics, mit 2x100 Watt RMS auf 8 Ohm bei weniger als 0,05 % Klirrfaktor konnte man damit schon ordentlich Dampf machen, im coolen 80er Jahre Design mit Schiebereglern und Pegelanzeige machte das Teil was her. Es kam auch der Versuch über ebay alte Fisherkomponenten passend zu meiner Anlage zu kaufen, aber die funktionierten dann irgendwie nie, abgesehen von nem Tuner, auch den habe ich bis heute noch.

Mittlerweile hatte ich auch 2 alte Schneider Boxen, die Papa in nem Lager an der Arbeit gefunden hatte, ein Baumarkt, die gehörten wohl zu dem alten Receiver der dort bis heute zur Hintergrundbeschallung an die Rundlautsprecher in der Decke angeschlossen ist. Mit 60 Watt pro Kanal konnte ich nun echt schon richtig Krach machen, die Boxen habe ich dann auch umgebaut, Löcher rein gemacht, weil ich lieber Bassreflex haben wollte, komischerweise klappte das mit den Lautsprechern sogar, die Bässe kamen wesentlich fülliger als vorher und die Tieftöner waren wesentlich belastbarer, sowieso sind sie scheinbar unkaputtbar, die haben einige Parties überlebt wo sie auch mal überlastet wurden, die Hochtöner sind mir zig mal abgefackelt, die Tieftöner funktionieren aber bis heute noch. Damals war ich ja dann auch auf dem Trip, das Bass toll ist, also Loudness rein und Bässe auf Anschlag und dann so laut wies ging ohne dass die Boxen kotzen, dann aufs Bett und sich ordentlich durchschütteln lassen, in meinem Alter konnten das die wenigsten, ich war schon ziemlich stolz auf mein Zeug. Mein Fisher Tapedeck wich dann einem Technics RS TR 373, das ich von einem Lehrer geschenkt bekam, bzw. Papas JVC Tapedeck wieder zurück in den Schrank. Diverse Tonbandgeräte hatte ich auch, zwischendurch sogar eine Tandberg 10 XD, die hatte ich übers Netz für 250 Euro gekauft, funktionierte aber nicht richtig, ich hab mich geärgert, für nen Azubi ist das ne Mordssumme, hab dann ne AKAI GX260D von nem Arbeitskollegen bekommen für 100 Euro und die Tandberg mit korrekter Fehlerbeschreibung bei ebay für 150 Euro verkauft.

Dann war ich es satt nichts einmessen zu können und die Aufnahmen machten mich immer unzufriedener, dabei muss ich auf die Dauer der Zeit sagen, dass die Aufnahmen die noch vom Fisher und vom Technics Tapedeck übrig sind noch immer sehr gut klingen und ich eigentlich keinen Grund hatte mich zu beschweren. 2002 kamen übrigens HiFi VHS und DVD Player dazu. Wie dem auch sei kam dann 2003 ein YAMAHA KX 393 dazu, damit war ich aber nur die erste Zeit zufrieden. Irgendwie klangen die Aufnahmen im Gerät selbst durchgehend gut, in anderen aber scheinbar nur die, die ich am Anfang gemacht hatte, die späteren wurden aber immer schlechter, hatte ich den Eindruck. Dazu kam dann ein Fisher CA890, ich hatte einfach zu viele Geräte gleichzeitig anzuschliessen und keine Lust immer umzustöpseln, der CA890 hatte 3 mal Tape und insgesamt 7 mal Line in plus ein Phono, da ging dann alles gleichzeitig dran, den hab ich auch noch an der Zweitanlage in der Küche, geht auch echt ab das Ding aber mehr so robuste Discoanlage als anständiger HiFi Verstärker, zum Feiern wirklich gut, wird auch kaum heiß.

2004 bekam ich ein Nakamichi BX300E von nem Freund für 50 Euro, das hab ich auch noch, das KX393 hab ich für 60 an nen anderen Freund verkauft, für 65 hatte ich es bei ebay erstanden. Zur AKAI GX260D kam dann eine REVOX A77 2 Spur Dolby, deren Köpfe irgendwann abgenutzt waren, sodass der eine Kanal dumpfer klang und Dolby nicht mehr richtig arbeitete, seit dem Sommer habe ich eine PR99 im guten Zustand und die A77 in Zahlung gegeben. Vor 2 Jahren kam dann der AKAI Tick. Erst das GX75 das mir Silberfuchs aus diesem Forum für 75 Euro verkauft hatte, es läuft bis heute noch und ich bin sehr stolz auf das Gerät, es sieht wirklich fast noch wie neu aus, dann bezog ich über ebay so nach und nach einen AM75, FM57 und CD55, dazu Blaupunkt SVHS RTV920 HIFI und Technics SL Q2 (den hatte ich übrigens geschenkt bekommen, als mein SL-BD20 1999 den Geist aufgab). Boxen gabs zwischendurch auch ne ganze Reihe, seit einiger Zeit besitze ich Magnat Monitor 880, die ich für 79 Euro in nem Supermarkt gekauft habe. Ich bin zufrieden. die PC Soundkarte ist digital mit dem AKAI Verstärker verbunden.

Ich brenne für mich selbst vielleicht einmal im Jahr ne CD, DVDs hat der Brenner hier noch nie gesehen, weil ich, wenn ich Musik für unterwegs brauche immer auf Cassette aufnehme. Ich habe zig Walkmen hinter mir. Meine ersten waren so 3 Tasten Geräte die nur Vorspulen konnten, ich glaube von Condor, die hielten ein paar Wochen und gingen dann kaputt. Mit 5 bekam ich dann nen guten, weil meine Eltern es satt hatten mir ständig nen neuen zu kaufen. Ein AIWA mit Autoreverse und Dolby, der hat damals 80 Mark gekostet. So lange hat kein anderer bei mir gehalten, bis vor ein paar Jahren hatte ich ihn sogar noch. 1998 kam ein Walkman aus der Shockwave Reihe von panasonic mit PLL Tuner, der ging dann aber auch kaputt weil die Kopfhörerbuchse im Eimer war, dann ein Full Logic Gerät von Sony, das schon nach 3 Monaten das erste mal kaputt war, ein totales Montagsmodell, irgendwann fand ich den Garantiezettel nicht mehr und konnte das Teil wegschmeissen, dann kam ein Walkman DD33 von Sony, da war ständig dieses Schwungrad kaputt (altbekannter Defekt) oder die Kabel rissen vom Tonkopf ab, er war jedenfalls alle 2 Monate 2 oder 3 Wochen weg und glaubt mir, ich bin vorsichtig damit umgegangen. Dann kam noch ein Sony, der mir garnicht gefallen hat, mit Docking Station und Flachakku, Bedienkomfort mit LCD Display in der FB das anzeigte in welche Richtung man spult und wieviel Titel vor und zurückgespult werden, aber der Gleichlauf war kacke und der Sound ebenfalls.

Dann kamen zig DDs und DDIIs aus den 80ern, die aber alle den selben Defekt hatten, immer war dieses Schwungrad gebrochen, einer lief 2 Monate, dann fing er auch an Knack Knack Knack. Dann kam aus Protest ein TPS-L2, ich dachte ich geh mal Back to the Roots und kauf mir den ersten überhaupt. Laut geht er, klingt recht gut, hat 2 Kopfhörerausgänge, aber ist ein Riesenschrank und Anti Rolling hat er auch nicht. Jetzt liegt er hier eben als Sammlerstück hier herum. Dann hörte ich vom DD9 eine Weiterentwicklung vom DD mit 2 Motoren die damals 800 DM gekostet haben soll, mit Mikroprozessor Steuerung und Autoreverse ausserdem Dolby C, mittlerweile hatte ich ja das GX75, da klappte das immer ganz gut. Aber auch mit dem DD9 war ich unzufrieden, nur ein Kopfhörerausgang und sehr früh eintretende Verzerrungen, den Neupreis war er meiner Ansicht nicht wert, aber für 89 Euro war das ok, der Gleichlauf war aber nicht so sicher wie beim Original DD wenn er denn funktionierte. Dann geriet ich über ebay an einen Schweizer, der die Antriebsräder für den Walkman DD reparierte, er verkaufte mir 2 DD und schenkte mir 2, ich hatte DDs in allen Farben, aber der schönste ist der erste DD in silber, den hab ich mit Originaltasche und den benutze ich auch unterwegs. Kein Dolby, kein Megabass, aber nen Bandwahlschalter, ordentlich Leistung und 2 Kopfhörerausgänge, dazu einen sicheren Gleichlauf, den kein anderer Walkman im Entferntesten aufbringen kann, ich kenne keinen mp3 Player oder MD Walkman der so nen Klang macht und das sage ich nicht, weil ich der Meinung bin dass das Medium Cassette besser ist als Digitale Medien, aber die D/A Wandlung und die Endstufe spielen dort auch ne große Rolle. Lieber schlechtere Quelle und guter Verstärker, da kommt meist mehr bei raus. Ich höre übrigens mit Koss Porta Pro.

Mittlerweile habe ich über 700 Cassetten, davon über 100 aus der DDR und es werden mehr. So ist es auch mit VHS. Für mich unverzichtbar. V2000 habe ich ebenfalls, auch ein tolles Gefühl damit alte Cassetten anzusehen. Ein Teil meines Lebens auf den ich nicht verzichten will. Aber deshalb bin ich nicht gegen digitale Medien, ganz im Gegenteil, ich nutze mp3, DVD, CD ebenfalls und einen Rechner mit DSL Verbindung habe ich auch gerade vor mir stehen.

So, das war jetzt so ausführlich.... darauf muss ich jetzt erstmal was Trinken ;-)

Liebe Grüße.
DOSORDIE
Inventar
#21 erstellt: 21. Jan 2007, 15:49
Was mir noch einfällt, Radiorecorder waren bei mir auch immer sehr wichtig, weil ich auch unterwegs nicht auf guten Sound verzichten will, mit einem Weltempfänger oder einem Handylautsprecher kann ich keine Musik hören, da krieg ich Ausschlag.

Als dann so mit 16 oder 17 die Zeit anfing, wo ich durch die Ausbildung immer Geld hatte und mir auch Batterien kaufen konnte bekam ich von meiner Tante einen Hitachi TRK 3D5E geschenkt, so hieß der glaub ich. Schlechte Lautsprecher, schlechtes Doppelcassettendeck, schlechter Tuner mit 5 Senderspeichern und Aux In. Da war ein Permanentmagnet als Löschkopf drin und er sah zumindest noch ziemlich cool aus. der hat mir 2 Jahre treue Dienste geleistet, bis dann das Cassettenteil nicht mehr richtig ging, also hab ich mir bei ebay einen Traum erfüllt, ich habe mir einen dieser silbernen Ghetto Blaster aus den 80ern gekauft, einen Sharp GF8787, schwerer, größer und besser verarbeitet als der Hitachi und einfach wunderschön, von den Teilen war ich schon immer begeistert, noch immer sind sie fast in jedem Musikvideo zu finden, würde man moderne Geräte in der Art eben mit mp3 CD oder Hard Disk anbieten würden sie sicher einen Käufer finden, das Design ist einfach zeitlos und nichts gegen diese Ufomäßig wirkenden Kisten von heute.

Derzeit mache ich Zivi in der Gemeinde und musste zusammen mit dem Pfarrer Heckenschnitt auf die Kompostierungsanlage bringen, da gibts auch E-Schrott, beim Auffahren auf die Anlage fiel mir eine Frau ins Auge, die gerade einen Radiorecorder auf den Schrott brachte, der vom weiten noch ziemlich gut aussah und auf mich wie ein alter Sharp wirkte. Nachdem ich alles abgeladen hatte bat ich den Pfarrer dort zu halten. Und tatsächlich, ein fast wie neu aussehender Sharp GF9595, behutsam hingelegt lag da im Container. Ich nahm ihn mit. Es ist was in der Vorstufe defekt, derzeit ist er in Reperatur, das Cassettendeck zieht noch gut und der Tuner ist auch komplett in Ordnung, der wird uns wohl diesen Sommer auf jeder Garten - und Wiesenparty mit guter Musik versorgen... Dazu habe ich dann noch die Möglichkeit unterwegs mit einem PS-F9 Schallplatten abzuspielen. Meine Liebe für Vintage Snythesizer hat grad erst begonnen. Vielleicht kommt zum YAMAHA DX7 die nächsten Jahre noch was anderes dazu.

So das war jetzt aber wirklich das Ende meiner Geschichte.

Liebe Grüße nochmal, Tobi
adrianus
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 21. Jan 2007, 16:33
Hi Tobi,

du hast ja eine ganz schöne Odyssey beim Kauf der HiFi-Geräte hinter dir, bis du beim heutigen Stand angelangt bist. Ich war bei dieser Sache immer etwas zurückhaltender. Bevor ich mir etwas zugelegt habe, habe ich vorher alle möglichen Quellen angezapft um so viele Informationen wie nötig zu bekommen. Da wurden allerlei Prospekte und Fachzeitschriften gewälst, bis ich mir sicher war, dass es dieses oder jenes Gerät werden sollte.

Die Aufnahmen sind aber stets für zu Hause oder für das Auto angefertigt worden. Und da ich so viel Arbeit in die Cassetten gesteckt habe, bin ich mit ihnen auch ziemlich pingelig umgegangen. Mit Verleihen war da nix. Was ich gemacht habe, war evtl. das Aufnehmen für Andere. War aber eher selten, da viel Arbeit.

Vom Musikgeschmack bin ich mehr so der Disco-, Pop-, Indi-, und ein bisschen Rock-Typ. Hat sich in ganzen Jahren auch nicht geändert. Deutsche Schlager sind mehr der Geschmack meiner Frau. Ist vielleicht auch gut so, da man dann ab und an mal was aus dieser Richtung bewußt mitbekommt.

Im Moment bin ich dabei mir für mein Arbeitszimmer eine Zweitanlage zusammen zu stellen. Habe aber bis jetzt nur einen Sony CDP-X55ES CD-Player mir zugelegt. Weitere Komponenten sollen aber noch folgen. Dazu gehört natürlich auch ein höherwertiges Tapedeck.
Du schreibst, dass du ein AKAI GX-75 hast. Man liest über das Deck hier verschiedene Auffassungen. Die einen, so wie du, sind super zufrieden damit. Andere haben sich aber auch schon über die nachlassende Tonqualität ausgelassen. Ich fand dieses Tapedeck auch immer sehr interessant. Aber der Zwiespalt hält mich vom Kauf ab.

Na ja, das wars erst mal wieder.

Gruß
adrianus
flyingfuse
Stammgast
#23 erstellt: 21. Jan 2007, 16:34
*schnief*

ich werd mal meinen Walkman ausgraben
DOSORDIE
Inventar
#24 erstellt: 21. Jan 2007, 18:15
Ja das mit dem AKAI GX75 ist so ne Sache. Man muss eben, wie ich Glück haben und ein gutes Erwischen. Aber eigentlich liegts auch auf der Hand, denn die Leute, die das Teil besaßen und wo es nach einem oder 2 Jahren kaputt gegangen ist, deren Komponenten existieren ja nun heute nicht mehr.

I.d.R. ist es ja wahrscheinlich so, dass die Decks, die im einwandfreien Zustand gebraucht verkauft werden, wenn sie nicht seit ihrer Anschaffung unbenutzt in der Ecke rumstanden, doch relativ oft benutzt werden und wenn sie den Weg bis heute überstanden haben, dann bleibt zu vermuten, dass das keine dieser Montagsausgaben sind, die so schlechte Kritik bekommen. Ich glaube auch, dass sich dieser Defekt, dass sich die Bänder nicht mehr einmessen lassen und solche Geschichten auf die MK I Version beziehen. Das mit der Klappe hört man noch öfter, dass sie irgendwann nicht mehr richtig schliesst, das ist aber mit Sicherheit nichts großes, ich denke sie wird angetrieben über einen Gummiriemen, der lässt sich wahrscheinlich relativ einfach austauschen. Ansonsten sind mir keine größeren Massendefekte bekannt. Damit will ich nicht sagen, dass das das einzig gute Tapedeck ist. Die Köpfe verschleissen eben nicht, mit der Ersatzteilversorgung siehts garnicht so gut aus, weil es AKAI nicht mehr gibt.

Wenn du schon einen Sony CD Player hast kauf dir doch ein großes Sony Tapedeck, die haben auch sehr hochwertige haltbare Köpfe und von denen hört man eigentlich meist nur Gutes. Abraten würde ich von Nakamichi. Auf dem Deck selbst klingen die Eigenaufnahmen gut, aber auf jedem anderen Deck sehr sehr dumpf, Dolby ist so z.B. extern nicht nutzbar. Bei diesen Geräten werden die Höhen bei der Aufnahme gesenkt und bei der Wiedergabe wieder spiegelbildlich angehoben sodass die Verzerrungen im Höhenbereich verringert werden und eine optimale Aussteuerbarkeit garantiert werden kann. Bei bisher allen Tapedecks die ich hatte kam es schonmal vor, dass die Höhen unsauber klangen, wenn Musik sehr höhenlastig war, das kommt ja gerade Ende der 80er bis Mitte der 90er oft vor, wo man sehr viel mit Echo gearbeitet hat und Transparenten Frauenstimmen, auch mit guten Bändern hat man dieses Phänomen teilweise, beim Nakamichi fällt das fast komplett weg, dafür sind die Aufnahmen eben etwas inkompatibel zu anderen Geräten.

Naja ich habe mich vorher auch immer weitgehensd informiert, es ist ja nun nicht so, dass ich nicht wusste was ich will, aber grad so in der Phase zwischen Kindheit und Pubertät hatte ich ja kein Geld, da musste ich nehmen was ich kriegen konnte und für geschenkt ist ein RS TR373 beispielsweise echt Gold wert, wenn man vorher was nicht so gutes hatte. Die 10 XD hätte ich wohl heute noch, dass sie kaputt ist, wusste ich ja vorher nicht und dass die A77 so schnell ihre Köpfe runter hätte, wusste ich genauso wenig. Das war halt Pech. Dafür habe ich schon ziemlich viele HiFi Komponenten testen dürfen und weiß gerade in der Mittelklasse immer besser bescheid, das ist eher ein Vorteil als ein Nachteil, finde ich. Komponenten die darüber liegen kann ich mir sowieso nicht leisten und ich stelle auch mehr die Musik als den Klang in Vordergrund. Wenn Musik keinen Spass mehr macht, weil sie nicht so gut klingt - und das kommt grad in allen populären Musikrichtungen laufend vor - dann könnte ich 3/4 meiner Plattensammlung wegschmeissen und würde es irgendwann sicher bitter bereuen weil damit auch die Vielfalt verloren geht. Ich hab auch High End Pressungen, aber die höre ich nur selten und die sind auch mehr dafür da um den Klang zu bewundern, der da zustande kommt und nicht die eigentliche Musik, ich kenn nämlich Musik die ich viel besser finde, die aber nicht so gut klingt.... ;-)

Liebe Grüße, Tobi
gdy_vintagefan
Inventar
#25 erstellt: 21. Jan 2007, 19:15
Also, ich hatte so ein Montagsmodell (Akai GX-75) aus der Mk II-Serie. Gekauft wurde es Ende 1991.

Der Fehler bei meinem Gerät war vor allem, dass sich Kassetten schon nach relativ kurzer Zeit nicht mehr richtig einmessen ließen. Als Aufnahmegerät nahm ich es deswegen Anfang 1995 außer Betrieb, benutzte es aber bis Ende 1997 noch als Wiedergabedeck. Als ich es Ende 2001 noch mal ausprobierte, um es bei eBay zu versteigern, ließ sich gar keine Kassette mehr einmessen, auch keine neue.
Ich habe natürlich auch nicht mehr so viel für das Gerät bekommen, da ich selbstverständlich den Fehler erwähnt hatte in der Artikelbeschreibung.

Zwischen 1992 und 2002 besaß ich auch dessen kleineren Bruder, das Akai GX-67. Abgesehen davon, dass dieses Gerät keine schwergängigen Kassetten mochte (z.B. AGFA, BASF mit SM-Mechanismus), waren die Aufnahmen auch zum Schluss noch von einer ziemlich guten Qualität, das Einmessen klappte auch besser.
adrianus
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 21. Jan 2007, 19:52
Ja, das ist schon so eine Sache mit Klang und Qualität. Für mich mußten sowohl klanglich als auch optisch die Geräte stimmen. In der Weise war ich immer kompromisslos. Es mußte nicht zwangsläufig das beste Gerät der jeweiligen Serie sein. Die mir wichtigen Funktionen und das Aussehen waren entscheidend. Wenn man z.B. AKAI GX-75 mit GX-95 vergleicht, so ist der Funktionsunterschied zwischen diesen Geräten nur maginal. Preislich jedoch eher heftig, zumindest beim Neukauf. Da würde ich das "Kleinere" bevorzugen.

So langsam glaube ich, dass dieser Thread etwas OT ist. Wir sollten mal wieder auf die Ursprungsfrage zurückkommen.

Gruß
adrianus
DOSORDIE
Inventar
#27 erstellt: 21. Jan 2007, 21:01
Also wie gesagt, wenn du ein GX75/95 hast, das anständig funktioniert ist es zweifelsohne eines der besten Decks überhaupt und hat bei mir die Nase vorn, weil es in 30 Jahren noch einwandfreie Köpfe haben wird. Ich glaube auch der einzige Unterschied zwischen 75 und 95 sind die Holzseiten und die Fernbedienung die man für GX75 aber auch noch nachträglich kaufen kann.

Meinen Senf zum Aufnehmen und Überspielen von Bändern hab ich schon dazu gegeben. Wenn die Bänder noch OK sind, habe ich noch nie schlechte Erfahrungen gemacht und auch keinen Unterschied zu einem neuen Band des gleichen Typs feststellen können.

Liebe Grüße, Tobi
silberfux
Inventar
#28 erstellt: 21. Jan 2007, 21:28
Hi Tobi, ich schließe daraus, dass es "meinem" 75 bei Dir immer noch gut geht?

Herzliche Grüße Silberfux
DOSORDIE
Inventar
#29 erstellt: 21. Jan 2007, 21:40
Japp Silberfux, dem gehts nach wie vor ganz hervorragend, sieht immernoch aus wie an dem Tag als es hier ankam, ist fast täglich in Betrieb, in einer halben Stunde zeichne ich ein Hörspiel auf mdr Figaro damit auf, dafür sind die alten DDR Bänder allemal ausreichend, auch wenn der Biasregler am linken Anschlag steht und immernoch 2 Segmente bei den hohen Frequenzen fehlen, das liegt aber daran, dass es auf japanische Bänder eingemessen ist, du kennst das ja vielleicht, alte DIN Cassetten sind manchmal kritisch... aber ist ja nur Sprache ;-), habe aber erst letzte Woche ein komplett neues Mixtape mit Indiemusik aufgenommen, dafür habe ich es mit einer alten TDK MA 90 gefüttert, mit der kam es sehr gut klar. Der Sound der Aufnahme ist astrein und zwischen den Liedern keine Knackser, die Tasten fasse ich immer nur vorsichtig am Rand an, damit sich die Beschriftung und die Symbole nicht ablösen, Köpfe und Andruckrollen werden gereinigt, wenn ich einen braungrauen glänzenden Film auf den Gummis feststelle, meistens vor Aufnahmen, um das Display zu schonen schalte ich das Deck wenn ich es nicht benötige immer ab, während des Betriebes ist es aber an, sieht einfach schöner aus.

Liebe Grüße, Tobi
DOSORDIE
Inventar
#30 erstellt: 22. Jan 2007, 00:13
Mist ey... Nochwas zum Thema: Weil ich es nicht schaffe mit irgendeinem BIAS FINE Regler dieser westlichen Welt meine ORWO Cassetten anständig einzumessen versuche ich grad mein BX300E, das ich eigentlich sowieso nur zum Abspielen benutze auf diese Dinger einzumessen. Die sehen zwar alle ähnlich aus aber sind völlig unterschiedlich, das ist fast unmöglich muss ich grad feststellen, allerdings konnte ich auch feststellen, dass sie sogar richtig gut klingen können, wenn man sie nicht zu hoch aussteuert... Alle Achtung, DDR!

Liebe Grüße, Tobi
PowerpIay
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 24. Jan 2007, 21:21
Wenn ich schon noch ältere Tapes bespiele , dann achte ich darauf das sie Orginalverpackt sind. Die Tapes um 1970-1080
kann man mittlerweile vergessen ...die taugen nur noch zum sammeln.

Am besten zum "neubespielen" eignen sich Ferrochrom Cassetten
die haben einen verdammt guten Frequenzgang & Empfindlichkeit.
BASF: Ferrochrom III & LH Maxima I lassen dir die Ohren Übergehen.
Auch gut: Alle Sonys & Maxell aus den 80ern

Neue Gute Tapes Findest du auch noch bei Sony
die haben noch ein Werk in Mexico das Hochwertige Bänder
Produziert.

HF-XS , UCX-ES , UCX - S
HFS65
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 24. Jan 2007, 22:05
Das AKAI GX-75 war ein Weltklasse Tape. Ich hatte es damals eingemessen und einen Frequnzgang von 20Hz bis 22 (!!) kHz mit TDK XL II S erziehlt (hiessen die so?).
Mein Naka BX-1 und LX-3 waren um Längen nicht so gut.
Irgendwann habe ich dann meine alten "wertvollen" Tapes auf DAT überspielt.
Daher meine Empfehlung: Die alten Kasetten auf DAT...und DAT wars
adrianus
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 25. Jan 2007, 10:56

HFS65 schrieb:
Daher meine Empfehlung: Die alten Kasetten auf DAT...und DAT wars ;)


Dann existiert aber wieder ein neues Format. Was passiert, wenn der DAT-Recorder seinen Geist aufgibt? Klar, man kann sich über die Bucht ein gebrauchtes Gerät besorgen, neue gibt es ja nicht mehr. Aber wie lange hält das dann wieder? Wäre da nicht ein Umkopieren in ein Dateiformat (WAV, MP3 etc.) vorteilhafter?
musikverrückter
Stammgast
#34 erstellt: 25. Jan 2007, 12:09
Wie schön, was gute Analoggeschichten.
Nun ich bin da auch noch ein kleiner Sammler. Mein Problem ich trenne mich nur schwer von meinen Schätzchen.
So ist die Sammlung mittlerweile gewachsen und auf das ein oder andere spekuliere ich noch, bin aber nicht mehr bereit Unsummen auszugeben, wie sie in der Bucht oft verlangt werden.
Meine derzeitige Sammlung:
und erzählt mir nicht, dass ich bekloppt bin, dass weiss ich selber..
Nakamichi BX 100 E
Nakamichi RX 202 E
Nakamichi ZX 7( bruacht neue Riemen..leider, wird teuer)
(suche noch das 505 und ectl. Dragon oder CR7e zum fairen Preis)
Teac V 5000(evtl. suche nach V7000, 6030S oder 8030S)
Teac 5010
Akai GX 75(vielleicht das 95..)

Glaube das wars, bin gar nicht sicher im Moment.
Angefangen habe ich mit einem Saba-Casettenrecorder Anfang der 80er.
Die Aufnahmen sind alle noch erhalten.
Die Bänder sind auch o.K...aber der Klang..nun ja..schlecht.
Habe mal das ein oder andere schweren Herzens überspielt mit besseren Decks..und siehe da, die klingen nach sorgfältigem Einmessen prima.
Ich höre auch im Auto immer noch Casette, gebe aber zu auch MD zu haben und die ist klanglich doch teilweise überlegen.
Aber nicht immer, das Teac 8030S von mienm Freund klingt mindestens genausogut und selbst mein viel kleineres V5000 hält locker mit.
Solange es noch geht werde ich diese Nostalgiewelle beibehalten.
Zum Glück hatte ich auch meine Plattensammlung nie ganz, leider aber teilweise aufgelöst.
Das Revival mit Plattendrehern freut mich.
Es gibt Tolles auf dem Markt und die alten Hersteller kommen wieder(z.B. Thorens)
Mit der Kasette ist das zwar nicht zu erwarten...
Die alten Schätze überspiele ich teilweise neu auf Casette von Deck zu Deck, auf Dat oder lasse sie von einem Tontechniker einsampeln und brennen...(alte Maxiversionen die heute nicht mehr erhältlich sind)
Oder ich amche es selbst am PC...habe aber leider kaum Zeit dafür.
Hbae einst auch viel von radio mitgeschnitten, witzig dann in die Vergangenheit zu tauchen.
So das war mein kleiner Ausflug in die Analogwelt.
Ach eine Anmerkung noch...viele Nakamichi haben eine brilliante Azimutkorrektur und daher lassen sich auf ihnen auch fremdbespielte Casetten sehr gut abhören.
Und Casetten von Nakamichi zu anderen Casettendecks klingen meist ebenfalls gut.
Die Erfahrung einer meiner Vorgängerschreiber kann ich da nicht bestätigen.
Es hängt aber auch von den Jeweiligen Casettendecks ab, auf die man geht.
Ich wünsche allen viel Spass noch..;-)
Und nun stöbere ich bei den Hifi-Schätzchen und den Fans alter Marantz Geräte und Sansui Riesen..:-)
gdy_vintagefan
Inventar
#35 erstellt: 25. Jan 2007, 12:31
@musikverrückter:

Ich habe mich zwar komplett von meinen Kassetten bzw. Decks getrennt, aber mir fiel das auch alles andere als leicht.
Hauptgrund war, dass der Klang meiner Aufnahmen für meine Ansprüche zum Schluss nicht mehr akzeptabel war. Auch neigten viele Kassetten (vor allem deutsche Fabrikate der 70er und 80er) zum Leiern, Quietschen oder gar zu Bandsalat.

OK, ich hätte das Medium beibehalten können, aber dann hätte ich erst mal wieder in "neue" Hardware investieren müssen (d.h. 1 bis 2 wirklich gute Decks aus vergangenen Tagen). Das hielt ich jedoch für unwirtschaftlich, zumal ich momentan nicht so flüssig bin. Seit 1998 schon war mein Haupt-Aufnahmemedium die CD-R (welche klanglich jeder meiner ehemaligen Kassetten überlegen ist), und so entschied ich mich irgendwann dagegen, parallel auch noch Kassetten zu bespielen (bis 2001 machte ich das noch, musste aber feststellen, dass viele der vorhandenen alten Bänder fürs Neubespielen nicht mehr tauglich waren, außerdem war meist bei mir eine Aufnahme von Deck A nicht mit Deck B oder C kompatibel, vor allem Dolbyaufnahmen). Daher entschied ich mich 2003 nach langem Überlegen, das Aufnahmeformat zu "vereinheitlichen", zugunsten der CD-R (im Auto habe ich auch schon seit 1998 nur noch CD, im Jahre 2002/03 hatte ich nur noch einen einzigen Kassettenplayer in der Wohnung).
Was die Langzeitstabilität der CDs angeht, so sind meine ältesten nun etwas über 8 Jahre alt, und ich hatte bisher nicht mehr Ausschuss als seinerzeit mit den Kassetten. Ich lagere die CDs auch stets in Jewelcases in normal temperiertem Raum und achte darauf, dass sie nicht verkratzen, und ich verwende auch gute Markenrohlinge. Für den "Fall der Fälle" sichere ich nun meine CD-Aufnahmen auch noch zusätzlich als MP3 (aus Platzgründen, sonst wäre es WAV) auf einer Festplatte.
Aus meiner Sicht spricht nichts gegen die CD-R als Alternative zu MC oder DAT. Eine zusätzliche Sicherung auf Festplatte ist aber nie verkehrt.

Trotz allem interessiert mich die Kassettentechnik irgendwie weiterhin, schließlich habe ich fast 30 Jahre damit verbracht, nur käme sie heute für mich persönlich als Speichermedium nicht mehr in Frage, da ich ja nun die CD-R habe (und dadurch auch ein Format weniger). MD und DAT habe ich nie besessen.
Meine alten Kassetten habe ich nicht weggeworfen (brachte das nicht übers Herz), sondern an Sammler und Liebhaber verkauft.

Der Schallplatte als Analogmedium werde ich aber immer treu bleiben, ich erweitere meinen Bestand an Schallplatten sogar noch ständig (vieles, was ich früher auf Kassette hatte, habe ich heute als LP).


[Beitrag von gdy_vintagefan am 25. Jan 2007, 12:37 bearbeitet]
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